Freitag, 5. März 2021

Radikalkonstruktiv


Radikalkonstruktiv

Alles Radikale ist mir eher fremd
Weil es meist destruktiver ist als
Es je positives bewirkt warum ich
Der Politik bald mich fern hielt
Weil eine Schlangengrube sich
Immer radikalisiert in der jeder
Dort ums Überleben kämpft
Was selten friedlich verläuft
Noch die Lust am Leben fördert
Nur was den Konstruktivismus
Angeht bin ich gerne radikal
Weil es darum geht positiv zu
Gestalten was ein Glück ist
Wenn wir wagen es zu leben
Wie zu Ende auch zu denken
Das Pippi Langstrumpf Prinzip
Sich die Welt so zu machen
Wie sie uns gefällt ist die
Basis einer guten Haltung
Zum Leben die Zufriedenheit
Schenkt statt Zweifel zu säen
Ohne dabei zugleich ein neues
Dogma als Wahrheit zu verkünden
Die ohnehin Erfindung eines Lügners
Logisch nur sein kann nach v. Foerster
Im Gegenteil alle Objektivität ganz
Radikal negiert weil es keine gibt
Weil keine Realität unabhängig
Vom Individuum besteht das sich
Seine Wirklichkeit in den Grenzen
Seines Horizonts selber schafft
Nach seinen Fähigkeiten zur
Wahrnehmung die sich nach der
Natur wie ihrer Bildung unterscheiden
Wo nichts absolut wahr ist aber die
Welt Spiegel unserer Wahrnehmung
Immer bleibt kommt es nicht mehr
Darauf an zu tun was objektiv nötig
Scheint mangels noch Objektivität
Sondern was gut tut in Freiheit
Denn seiner Wirklichkeit folgt allein
Wer aufgeklärt ist also mündig handelt
Was unwiderlegt diejenigen allein sind
Die sich aus der selbstverschuldeten
Unmündigkeit befreit haben und so
Begründet der radikale Konstruktivismus
Die in der Natur bereits nachgewiesene
Verbindung von Kant und Stirner in ein
Geistiges Modell was uns die nur
Berechenbare Quantentelativität die
Schon Lukrez aus dem Weltbild der
Atomtheorie Epikurs ableiten konnte
Der den älteren Atomisten folgte
Ohne dass es über 2000 Jahre einer
Bemerkte außer Einstein der nur der
Eigenen Relativitätstheorie verhaftet
Die radikalere Infragestellung vermied
Wie ein Nils Bohr sich der Mystik des
Dao zuwandte weil viele Menschen gern
Verbindliche Antworten suchen auch
Wenn die Philosophie des Dao in vielem
Zum Welle-Teilchen-Dualismus passend
Scheinen könnte ist diese doch nur ein
Auf Unfreiheit basierendes Modell das
Antworten und geistige Wahrheiten uns
Verkündet die es nicht geben kann
Für mündige Menschen die also
Aufgeklärt mithin frei leben können
Nur ihrem Gewissen verantwortlich
Was die Basis ist sich seine Welt
Nach eigenem Bild zu konstruieren
Warum der Konstruktivismus auch das
Prometheuselement der befreiten
Menschen noch weiter beflügelt
Radikal jede Objektivität infragezustellen
Ist zu Ende gedacht auch eine nur
Logische Revolution gegen das System
Was Recht und Strafe auf behauptete
Objektivität stellt die es nicht gibt um
Einer Gerechtigkeit willen die nur für
Mehr Ungerechtigkeit sorgt weil sie
Auf logisch falschen Annahmen beruht
Weil jede Veränderung im Einzelnen
Beginnt es keinen tauglichen objektiven
Maßstab für Strafe je geben kann wie
Alle Normen und Gesetze nur Krücken
Sind die das selbstständige Gehen mehr
Behindern als fördern und somit das
Gewissen mehr belasten als befreien
Und so ist der radikale Konstruktivismus
Geistig der Beginn einer Revolution
Die sich von allen Normen befreit weil
Nichts objektiv gültig sein kann es nur
Auf das eigene Gewissen moralisch
Ankommt um mündig zu handeln da
Wirklich uns nur die Welt ist die wir
Auf uns gestellt allein haben womit
Max Stirners Gedanke vom auch
Radikalen Individualanarchismus
Sich konstruktiv verwirklicht wie es
Kant schon in der Antwort auf die
Frage was Aufklärung ist begründete
Wovon später Pippi Langstrumpf sang
Das anarchische Mädchen was darum
Moralischer war als alle Gehorsamen
Die nur fremden Normen folgen statt
Ihrem Gewissen darum sein wir mehr
Pippi als Erwartungen erfüllen zu wollen
Es gibt keinen gültigen Maßstab für alles
Was richtig und gut wäre wir sind um
Nicht nur gehorsame Narren zu sein
Auf unser Gewissen angewiesen was
Sich einmal befreit nur kritisch noch
In der konstruierten Welt mit ihrer nur
Relativen Gültigkeit bewegen kann
Es hilft also denen die es bemerkten
Nichts mehr wir müssen uns die Welt
Machen wie sie uns gefällt da nichts
Noch von Bestand und Dauer ist
Als was wir aus uns machen um
Zu genießen was ist

jens tuengerthal 5.3.21

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