Freitag, 24. September 2021

Einheitskirche

Einheitskirche

Nun empören sich viele über den Papst
Der Bischöfe im Amt lässt die sich nach
Verständnis des Vatikans nicht schuldig
Machten oder um Verzeihung baten was
Gute christliche Tradition ist gegen die
Nun eine Eloge der Empörung von der
Basisdemokratischen Organisation
Kommt die katholisch evangelisch
Machen wollen was sich fragt wozu
Wer heute noch in dem Verein ist
Wird seine Gründe dafür haben
Demokratie und Freiheit sind es
Beim Aberglauben eher nicht
Darum sollte sich auch keiner nun
Gekünstelt auf me too Niveau hier
Empören denn jeder weiß wie Rom
Mit seinen Schützlingen umgeht
Daran hat sich nie etwas geändert
Wer die erotischen Geschichten der
Renaissance von Poggio Bracciolini
Dem einst päpstlichen Sekretär die
Voll Freude Grenzen des sagbaren
Mit Lust sinnlich überschreiten kennt
Weiß das der Wiederentdecker des
Lukrez ein Erotiker im Vatikan war
Deren es viele immer auch gab
Er ist kein Einzelfall sondern typisch
Warum die bigotte Empörung über
Wenig verwunderliches verlogen ist
Wer eine moralische Kirche will soll
In die evangelische Bonhoeffers
Eintreten aber nicht die der Nazis
Die so gerne kollaborierte mit den
Rassistischen Lehren weil es nie
Eine humanistisch freiheitliche
Organisation des Aberglaubens gab
Noch folgen wir Kant je geben kann
Weil der Glaube an eine höhere Instanz
Zu moralischer Deantwortung führt die
Gewissensfreiheit und also Aufklärung
Verhindert weil sie Unmündigkeit als
Begründungszusammenhang braucht
Aber diese streng logische moralische
Sicht auf den Menschen liegt wenigen
Die Mehrheit bleibt lieber unmündig
Wie damit unaufgeklärt und folgt einem
Der sagt wie was richtig sein soll ohne
Je kritisch zu reflektieren und dafür
Gibt es eine Kirche die ihnen sagt
Was gut und böse ist was sie aus
Höherer geweihter Autorität des eben
Geglaubten Gottes tut und wer das will
Soll es auch so akzeptieren aber nicht
Veränderung oder Demokratie von den
Römern plötzlich erwarten welch ein
Fahrlässiger Unsinn denn dort ändert
Sich seit 2000 Jahren möglichst wenig
Die Begründung ist allein transzendent
Braucht keine legitime Rechtfertigung
Wer sie fordert versteht Kirche nicht
Ob sich die nicht sakralen Gebiete
An Recht und Gesetz halten sowie
Dem Gebot der Gerechtigkeit was
Die Demokratie diktatorisch fordert
Gehorchen müssen ist eine Frage
Die nur stellt wer das Heilige als
Solches infrage stellt also eher
In der Kirche nichts zu suchen hat
Wer Rom wählt wählt Gehorsam
Was bei der Inquisition so wenig
Vernünftig war wie heute wo es
Um einen mafiös organisierten
Missbrauch geht der Tradition hat
Wie viele der vatikanischen Lügen
Wer freiheitlich emanzipiert ist
Kann sich dem nicht unterwerfen
Eine reformierte Kirche wird noch
Verlogener weil sie das höhere
Noch mit der Vernunft vereinen will
Es gibt keine Vernunft mit Göttern
Auch wenn die Scholastik noch das
Gegenteil zu beweisen suchte ist
Eine Allmachtsbegründung aus dem
Faktischen noch nicht logisch als
Basis für eine mündige Gesellschaft
Aber es kann moralisch vernünftig
Sein Kirchen für den Übergang bis
Alle Menschen kritisch denken lernen
Zu erhalten und zu dulden damit nicht
Esoterischer Hokuspokus zu viel Raum
Im Denken der Narren einnimmt die
Glauben es gäbe sichere Antworten

jens tuengerthal 24.9.21

Donnerstag, 23. September 2021

Raucherraum

Raucherraum

Genieße nach Sturm und Regen am Platz
Die Abgeschiedenheit und trockene Ruhe
Im Raucherraum des Misirlou am Helmi
Die Box wieder leise gestellt um sich hier
In relativer Ruhe auf die Magie der Worte
Konzentrieren zu können die unter dem
Hier elektrischen Sternenhimmel wieder
Zu tanzen beginnt zwischen den vielen
Erinnerungen die mit diesem Ort seit
Bald elf Jahren von Liebe bis Leid der
Erinnerung voller verlorener Gefühle
Wie wiedergefundener Liebe die sich
Für Momente hier nah und fern war
Viele Erinnerungen seit 2010 schon
Mal davor manchmal danach oder
Dazwischen auf einen Wein oder Tee
Ein Ort voller Liebesgeschichten die
Mal tragisch dann schön endeten
Oder manchmal auch anfingen
Um sich irgendwo zu verlieren
Weil nichts bleibt als der Raucherraum
Im Misirlou zum Rotwein am Platz
Während draußen der Herbst
Stürmisch Einzug hält an einem
Donnerstag im September

jens tuengerthal 23.9.21

Lustgelassenheit

Lustgelassenheit

Sex schien mir lange das aufregendste
Was als unerwartetes Glück um das ich
Zu gerne mich immer bemühte passieren
Konnte aber irgendwann hast du alles
Mal ausprobiert was folgt scheint erst
Nur die ewige Wiederholung zu sein
Lohnt keiner großen Aufregung mehr
Vor allem nicht der Mühe die sich
Manche Männer gegen Widerstände
Noch dafür geben wobei der Gewinn
In keinem Verhältnis zum Einsatz
Stand wie ich irgendwann dachte
Hatte eine bildschöne jugendliche
Liebste und alles schien gut so
Nichts könnte mehr darüber
Dachte ich viele Jahre ohne
Sexuelle Erfahrung mit Frauen
Lange jenseits der vierzig die
In Lust wie Intensität alles nun
Übertreffen was mir vorstellbar schien
Weiß nicht was mit Pfizers Hilfe
Mit 60 oder 70 noch kommt aber
Freue mich sehr an dem was ist
Weil Frauen immer für ein Wunder
In Überfluss und allem gut sind
Dankbar dies noch zu erleben
Wissend was ich ohne verpasste
Bin ich gespannt was noch kommt
Wer mit wem wie und überhaupt

jens tuengerthal 23.9.21

Liebesgelassenheit

Liebesgelassenheit

In der Liebe war ich bisher erfolglos
Zumindest wenn ich etwas wollte
Die Frauen denen ich je näher sein
Durfte wollten das und habe mich
Dafür ausgesucht auch wenn manche
Dabei so taten als wäre ich es der sie
Zu was auch immer überredete war
Dies immer was sie wollten aber
Aus welchen Gründen auch immer
Gerne anders darstellen wollten
Dabei kam es immer intensiver
Desto weniger ich damit rechnete
Dass überhaupt etwas passierte
Die tollsten Frauen habe ich erst
Kennengelernt nachdem ich mit
Dem Leben abgeschlossen hatte
Als mich meine kleine Prinzessin
Verlassen hatte es aber dennoch
Irgendwie noch weiterging was
Manchmal noch erstaunlich schien
Der Genuss erst wirklich groß wurde
So traf ich in den bald drei Jahren
Danach mehr wunderbare Frauen
Als in den 49 Jahren davor was
Mehr als statistischer Zufall scheint
Schönste Lust durfte ich erleben
Wo ich mir nichts davon vorstellte
Während jene die ich so scharf fand
Meist unerreichbar blieben aber 
Sich später als völlig langweilig oft
Herausstellten ganz im Gegensatz
Zu denen die mich ausgewählt hatten
Warum ich inzwischen deren Wahl
Mehr vertraue als meiner und weiß
Es wird schon gut und weitergehen
Weil es so kommt wie Frau will sofern
Sie weiß was sie will und wo nicht
Passiert genau was sie sich wünscht
Weil Frauen oft einen Plan haben
Von der Liebe wie von der Lust ist es
Als Mann unsinnig einen zu machen
Gar mit ihnen darüber zu streiten
Wozu nur denke ich heute gelassen
Lieber liebe ich sie wie sie sind
Es kommt ohnehin so wie sie es wollen
Dann passiert etwas oder nicht und
Bis dahin warte ich in aller Ruhe ab
Was große Gelassenheit schenkt
Wie dankbar bin ich den Frauen
Dass sie diese schwere Aufgabe
Der Wahl und Entscheidung mir
Völlig abgenommen haben seit
Vielen Jahren und füge mich nun
In deren Wünsche voller Lust
Mehr bleibt mir ohnehin nicht
Genieße ich lieber was ist
Mit größter Gelassenheit

jens tuengerthaö 23.9.21

Klimagelassenheit

Klimagelassenheit

Wie gehe ich angemessen mit dem
Drohenden Klimawandel um der nun
Sicher seine Spuren uns schon zeigt
In immer neuen Katastrophen was nur
Kann und muss dringend getan werden
Von mir als einem stets gerne immobilen
Leser und Schreiberling frage ich mich
Denke es ist nun Herbst und also Zeit
Zuhause und in Ruhe lesend beim Tee
Zu genießen was ist ohne sich dabei
Weiter fortbewegen zu müssen ganz
Wie es den Bedürfnissen des Klimas
Entspricht wäre dies weniger gerade
Viel mehr als alle sonst Versuche sich
In Klimafragen einzubringen überlegte
Ob ich trotz meiner Abneigung gegen
Menschenmassen und alle Demos die
Volksfesten gerne auch gleichen zum
Klimastreik am Freitag gehe aber finde
Weniger ist mehr und halte mich lieber
Konsequent an meine Immobilität wie
Jeden Konsum zu vermeiden soweit
Möglich nichts neues mehr zu kaufen
Lieber mehr zu genießen was ist weil
Weniger und mehr Gelassenheit dem
Klima fast so gut tut wie nicht sein
Da diese Option nicht nur erfreulich
Wäre und ich so zumindest darüber
Noch dichten kann um andere vom
Weniger in Gelassenheit zu überzeugen
Weil wir schon lange genug haben
Ein Jahr aussitzen und abwarten ohne
Irgendwohin noch zu müssen lieber
Alles in Ruhe friedlich betrachten weil
Weniger auch künftig mehr sein wird
Sich das im Leben nicht mehr ändert
Zufrieden in meinem Bücherturm mit
Möglichst wenig Energie vor allem aber
Ohne durch Reisen zu vernichten ist
Mehr Gelassenheit wohl das beste
Was wir für das Klima tun können
Nirgendwohin müssen sondern
Lieber bleiben wo wir sind um
Sich mit dem was ist in Ruhe
Wohl zu fühlen was ohnehin
Die Aufgabe der Mehrheit 
In Zukunft sein sollte
Fangen wir in Ruhe an

jens tuengerthal 23.9.21

Kulturlektüren

Kulturlektüren

Viele lesen vieles verschiedenes um
Sich davon unterhalten zu lassen was
Gelesen zur Seite gelegt und erledigt
Wieder vergessen wird ich aber lese
Liebend gern Kulturgeschichte um mich
In der Welt besser zurechtzufinden
Weil ich das Gefühl habe was lange
Erfahrung inzwischen bestätigt hat
Die Lektüre von Geschichte also
Dingen die waren und somit auch
Bestand haben insbesondere der
Kulturgeschichte macht mich als
Leser glücklich wie als Mensch
Orientierter und zufriedener 
Was mehr könnte Lektüre noch
Erreichen wollen denk ich dabei
Zufrieden gelassen glücklich was
Emotional aufreibende Lektüre
So mir nie bescheren konnte
Weil der gewonnene Überblick
Den die Kulturgeschichte gibt
Abstand wie die schöne Illusion
Von Objektivität schenkt die so
Frei durch die Zeit fliegen wie
Größere Zusammenhänge auch
Erkennen lässt was auch eine
Form der geistigen Autonomie ist
Die unabhängig macht von den
Meinungen der anderen wie ein
Eigenes Urteil wo nötig bilden lässt
Viel Lärm um nichts vergeht im
Immer weiter der Zeit auch wenn
Es den Beteiligten aufregend noch
Erscheint  relativiert sich Bedeutung
Im Kontext wie mit der Zeit weiter
Manchmal nur frage ich mich warum ich
Unbedingt einen Roman schreiben will
Über die Kulturgeschichte der Familie
Also eine aufregende Geschichte auch
Mit Spannung genau so erzählen will
Was mir viel weniger liegt als über den
Kontext gelassen Zusammenhänge
Besser zu beleuchten in Versen als
Flaneur durch Zeit und Raum weil
In der Kürze der Lyrik alles liegt was
Sein kann um zu finden was ist
Also Orientierung in Raum und Zeit
Was an dieser Stelle wie immer
Auch sonst mir genügt zum Glück
Vielleicht sollte ich den Plan ändern
Um mehr zu tun was mir liegt statt
Wonach Bedarf sein könnte lieber
Kultur auf eigene Art schöpfen

jens tuengerthal 23.9.21

Wahlwahn

Wahlwahn

Sind Wahlen wirklich bedeutend je
So wichtig wie die Politik gerne tut
Um deren Jobs es dabei allein geht
Frage ich mich angesichts der Auswahl
Wie der mutmaßlichen Aussichten der
Kandidatinnen wie ihrer Konkurrenz
Insofern viele Bürger angeben noch
Unentschlossen zu sein könnte es
Diesmal tatsächlich spannend werden
Wie die Mehrheitsverhältnisse danach
Aussehen werden und wer die nächste
Regierung unter wessen Beteiligung
Stellt die dann die Verwaltung leitet
Denn um nichts anderes geht es hier
Es glaube doch bitte niemand dass
Sich ein Behördenapparat nach der
Wahl gravierend ändern würde nur
Weil die zufällige Leitung wechselt
Die ein Austausch der Repräsentanten
Ist die geringe Schwerpunkte setzen
Sich in Erinnerung auch zu halten
Politik ist Leitung der Verwaltung
Für Beamte damit sehr interessant
Vom Rest des Landes überschätzt
Kein Grund für größere Euphorie
Die anstehenden Aufgaben sind klar
Fraglich nur in wessen Namen sie
Umgesetzt werden und wie schnell
Wahlen verändern relativ wenig was
Gut für Bestand und Sicherheit ist
Wer etwas anders vormacht war stets
Ein Scharlatan der auf die Dauer nur
Verzögerte aber auch nichts änderte
Wer mit den Behörden arbeitet kann
Eher erfolgreich sein als wer noch
Aus ideologischen Gründen gegen
Sie kämpft und mancher Beamter
Meint nicht ohne Grund ihm sei egal
Wer unter ihm Kanzler oder Minister
Für eine kurze Zeit ist während diese
Unkündbar ihr Leben dort absitzen
Schlicht in der Mehrheit qua Masse
Schon sind und gegen sie nichts geht
Zwar sind sie weisungsunterworfen
Was den Anschein einer politischen
Hörigkeit geben könnte doch gilt dies
Nur bei rechtmäßigen Anweisungen
Deren Nachweis länger dauern kann
Als die meisten Regierungen bleiben
Geht wählen als Pflichterfüllung eines
Guten und ordentlichen Bürgers auch
Um Fanatikern keinen Raum zu geben
Aber nehmt es nicht zu ernst egal was
Dabei herauskommt dient Politik nur
Dazu sich selbst wichtig zu nehmen
Was hanseatischer Bescheidenheit
Weniger liegt oft peinlich auch ist
Es ist eine Leitungsaufgabe für die
Verwaltung mehr sollte es nie sein
Weniger davon könnte besser werden
Um unnötigen Streit zu vermeiden
Hetze keinen Raum zu geben

jens tuengerthal 23.9.21

Mittwoch, 22. September 2021

Sexist

Sexist

Sex ist zuerst ein Begattungsakt
Der nach der Natur der Fortpflanzung
Dient ob er um die folgenden Unbill
Bereitwillig zu ertragen so angenehm
Gestaltet wurde ist eine spannende
Frage die zum Kern uns führt denn
Was die Lust ausmacht hängt nicht
An dem was für Fortpflanzung nötig
Sondern kann an sich genossen werden
Was zur hohen Kunst der Lust führt
Nach Definition meint das Lehnwort
Aus dem englischen alles was die
Sexuelle Interaktion von Lebewesen
Betrifft womit es sehr viel sein kann
Mehr als die meisten Sex nennen
Schließt auch die Onanie mit ein
Also den Sex mit dir selbst als
Schnelle Form der Befriedigung
Die ein Körperbedürfnis auch ist
Sex ist also so ziemlich alles was
Sich um das Geschlecht dreht
Auch die Gedanken dazu wenn
Verse allein schon feucht machen
Sind sie wohl auch eine Form von
Sex mit erregter Leserin auch wenn
Der Dichter nicht immer davon weiß
Was zeigt ich kann auch Sex mit
Jemand haben ohne es zu wissen
Wenn alles Sex sein kann fragt sich
Ob wer so denkt Sexist ist oder die
Natur richtig nach ihrem Wesen sieht
Es gibt Tage da denke ich bei allem
An Sex voller Lust und Sehnsucht
Überlege bei jeder Frau wie sie wohl
Darunter aussieht oder es gerne mag
Aber zum Glück ist das eher selten
Damit ich noch gelegentlich klar denke
Kann dann Frauen auch nah sein ohne
Einen Gedanken an Sex nur zu haben
Was manche scheinbar irritiert oder
Im Wechselspiel besonders reizt wie
Auffällt wenn ich befriedigt lächelnd
Nach langem Sex durch die Straßen
Laufe mich viel mehr Frauen anlächeln
Weiß nicht ob das daran liegt dass ich
Dann eher desinteressiert an ihnen bin
Was ihren Jagdtrieb wiederum weckt
Auch wenn sie sich da irren könnten
Oder das glückliche Lächeln schön macht
Was ich mir bei mir nicht vorstellen kann
Der Gedanke liegt mir eher sehr fern
Also schon vorher als absurd verwerfe
Lasse es offen berichte davon und staune
Zum Glück muss ich Frauen nicht verstehen
Um sie zu lieben und zu genießen denke ich
Ohne zu wissen ob das sexistisch ist
Aber Sex ist einfach alles wie 
Manchmal eher nichts

jens tuengerthal 22.9.21 

Liebesleben

Liebesleben

Leben alle Lieben noch in mir
Habe ich hunderte Flammen
Die um mein Herz leuchten
Oder verlischt jede einfach
Mit dem Ende der Beziehung
Was immer uns je anzog
Außer der Wunsch sich dafür
Auszuziehen ist es die Frage
Ob mehr Lieben mehr von
Deinem Herzen rauben oder
Dich selig mit mehr leben
Lassen im Leuchten deiner
Schönen Erinnerungen auch
Wenn manche Liebe eher
Wie ein dunkler Schatten
Lange die Tage verdunkelte
Wollte ich doch keine missen
Staune wohin sie mich führten
Leben noch alle Lieben in mir
Gleich Irrlichtern wäre erst ihre
Summe der Weg zum Glück
Was mit jedem Versuch wächst
Schöner lebt sich dies leugnend
Weiter die Wahre finden wollen
Solange ich noch die eine suche
Besser summarisch wenn eine ging
Weiß nicht ob es wahrer ist aber
Was bliebe noch ohne den Traum
Anzukommen als ein wenig an
Bewegung miteinander denk ich 
Und schaue staunend wieder
Auf das Leben und seine Wege

jens tuengerthal 22.9.21

Herbstanfänger

Herbstanfänger

Heute beginnt mit Sonnenuntergang
Der Herbst den viele fürchten weil es
Die Zeit der längeren Nächte ist die bis
Zur Wintersonnenwende geht wenn das
Licht sich wieder aufmacht um längere
Tage bis zum Sommeranfang zu bescheren
Es beginnt der astronomische Herbst mit
Der Tagundnachtgleiche wenn es also
So viele Stunden hell wie dunkel war
Wird es bis der Winter kommt nur noch
Dunkler in diesem Jahr was all denen
Die Sommer und Sonne lieben grausam
Erscheint wie eine himmlische Strafe
Während ich der im Herbst geboren
Also am Anfang der Dunkelheit seinen
Anfang nahm im Herbst sein Sein auf
Diesem wechselhaften Planeten in den
Nördlichen oder südlichen Regionen
Begann diese Jahreszeit liebt wie mit
Freude als Leser und Teetrinker so
Sehr begrüßt wie als Wanderer durch
Zeit und Raum beginnt für mich nun
Die schönste Zeit im Jahr sage ich mir
Was auch grau feuchte Novembertage
Derer wir in Berlin genug haben werden
Verlockend und schön mir macht auch
Weil die Hitze des Sommers ein Ende
Findet wir uns an Kühle gewöhnen die
Ein schönes Innenleben ermöglicht
Aber wie jedes Jahr werden viele doch
Über den heutigen Anfang trauern
Während ich diese Zeit viel lieber
Freudig begrüße wer mehr vom
Nun sicher Herbst hat bedarf wohl
Keiner längeren Debatte mehr
Da am Ende der Genuss zählt
Hört das Gedicht nun auf
Es ist ja nun Herbst

jens tuengerthal 22.9.21

Maskenmord

Maskenmord

Da erschießt ein Coronaleugner 
Einen Tankwart und das Land
Staunt erschüttert empört aber
Kommt dieser Wahn überraschend
War das Ausrasten nicht zu erwarten
Anlässlich des aufgestachelten Hass
Kurz vor der Bundestagswahl wo
Manche um ihre Freiheit fürchten
Wenn sie einfach Rücksicht auf
Andere nehmen sollen um so die
Verbreitung der Krankheit zu bremsen
Andere Länder hoben bereits bei noch
Höheren Infektionszahlen Beschränkungen
Wieder auf wie Britannien ohne zu wissen
Was die Folgen sein werden wie manche
Fürchten die Impfung würde sie umbringen
Hass und Misstrauen sind groß im Land
Die Spaltung zwischen Angst vor der
Krankheit mit Rücksicht auf und der
Panik vom Staat entmündigt zu werden
Geht quer durch Familien die sich 
Teilweise darob auch zerstritten oder
Das Thema lieber meiden wie ich 
Bei einigen Dates überrascht feststellte
Wo eine Querdenkerin mir meinen ganz
Baldigen Tod durch Impfung vorhersagte
Was alles übrige schnell erledigte aber
Der Geist der sogar eine Anne Frank als
Vorbild für den eigenen Widerstand nimmt
Schutzmaßnahmen der Rücksicht mit dem
Holocaust vergleicht ist radikal wie längst
Fanatisch auch und es fragt sich ob da
Maßnahmen wie etwa das ein Ende der
Lohnfortzahlung bei Quarantäne ohne
Vorherige Impfung den Frieden fördern
Oder zu weiterer Radikalisierung führen
Auch wenn sie vernünftig sind wie nicht
Einzusehen ist warum die Gemeinschaft
Für den persönlichen Aberglauben noch
Weiter aufkommen soll doch noch viel
Wichtiger scheint nun die Frage wie wir
Wieder Vernunft herrschen lassen statt
Angst und bösen Glaube und wer für
Die Verbreitung von Lügen die dies
Fördern sich zu verantworten hat
Ob die Tat von Idar-Oberstein der
Fanatismus eines Einzelnen nur war
Oder den Geist der Querdenker zeigt
Dann müsste gegen diese Bewegung
In der die radikale Rechte gern fischt
Wie gegen Terroristen vorgegangen
Werden den Frieden zu sichern was
Das Problem noch weiter verschärfte
Aber die Fanatiker klar isolierte um den
Rest der Gesellschaft zu schützen
Noch scheint es nicht so weit
Warten wir in Ruhe die Wahl ab
Dann beruhigt es sich hoffentlich
Der Mord ist tragisch aber zugleich
Sollte der Wahnsinn einzelner nicht
Einen gestandene Rechtsstaat noch
Erschüttern können aber unbedingt
Sollten wir was folgt aufmerksam
Betrachten auch den Hass im Netz
Der viel vom Geist dahinter offenbart
Mehr Verantwortung dafür könnte
Helfen die Verständigung zu fördern
Sich aus dem Krieg zu verabschieden
Corona erfordert Rücksicht sonst nichts
Im Frühjahr haben wir es hoffentlich
Hinter uns und können dann weiter
Üben rücksichtsvoll zusammenzuleben
Was die wichtigste Aufgabe nun scheint
Als Idioten haben wir uns nun genug
Beschimpft wie auch verachtet
Über wir mehr miteinander
Auf das Liebe siegt

jens tuengerthal 22.9.21

Jahrhundertwenden

Jahrhundertwenden

Heute in einem wunderbaren Buch
Über die Geschichte des letzten
Also 20. Jahrhunderts gelesen was
Mit einem Rückblick ins 19. beginnt
Weil viel von dem was dieses von
Zwei großen Weltkriegen geprägte
Jahrhundert ausmacht dort begann
Wie was dort begann die Idee der
Nation nur mit einem Blick in das
Vorige 18. zu verstehen ist weil die
Zufällige Zählung zwar epochale
Wenden numeriert aber die Zeit
Sich nicht um Nummern kümmert
Könnte meinen wer es liest wie die
Neue Entwicklung nicht mit 00 beginnt
Sondern gerne Umwege noch nimmt
Wie manche meinen der Aufbruch
In den neuen Geist begann erst mit
Ende des Weltkrieges hierzulande
Weil das vorher Kaiserreich noch
Verspätet den Geist des vorigen
Konservierte der längst Geschichte
In vielen geistigen Bewegungen war
Wie Thomas Mann genau 1900 die
Buddenbrooks rausbrachte die ein
Wunderbarer Abgesang noch der
Bürgerlichen Familie des 19. waren
Während sein Zauberberg der zwar
Mit dem Weltkrieg endet schon den
Neuen Geist des Jahrhunderts zeigt
Der auf vielen Wegen Wahrheit sucht
Auch wenn die abgeschlossene Welt
Dort noch manch voriges konservierte
War die Ausrufung der Republik am
Berühmten 9. November 1918 erst der
Beginn des 20. Jahrhunderts im vorher
Noch deutschen Kaiserreich was sich
Kurz nach der Wende hundert Jahre
Zuvor als Heiliges Römisches auflöste
Mit dem Reichsdeputationshauptschluss
Der dem Sterben dieses Restes nach
Napoleons Sieg ein Ende bereitete mit
Den Weg zur deutschen Nation aus dem
Widerstand wie dem Ringen um Freiheit
Beginnen ließ der dann von 33 - 45 auf
Deutschem Boden pervertiert wurde als
Basis eines totalitären Reiches dessen
Ideologie sich noch aus dem Geist des
Vorigen Jahrhunderts mit seiner Suche
Nach wissenschaftlichen Antworten für
Politische Überzeugungen speiste der
Trotz Germanenkult postreligiös zwar
Aber in seinem totalitären Denken so
Eng war wie der kommunistische Glaube
Der noch länger überlebte als der braune
Auch nut ein totalitärer Aberglaube war
Wann aber begann unser 21. Jahrhundert
Frage ich mich vor Vollendung des ersten
Viertels dieses Jahrhunderts war es das
Traumatische Ereignis vom 11. September
Liegen dessen Wurzeln nicht viel früher
Noch im Kalten Krieg als die USA damit
Begannen Islamisten gegen Russland
Zu unterstützen wie deren Finanzierung
Aus Saudi Arabien guthießen aber die
Kontrolle über den Zauber verloren der
Auch zu einer Freiheitsbewegung wurde
Welche die arabische Welt unerwartet
Bewegte wie widerständig auch einte
Den Terrorismus zur großen Gefahr
Für eine scheinbar offene Welt machte
War dieser überflüssige Krieg gegen
Den Terror der nach 20 Jahren wieder
Die an die Macht brachte die er vertrieb
Nur zwischendurch 100.000 Opfer forderte
Der Anfang dieses Jahrhunderts dann hat
Es schon Anfang der achtziger begonnen
Vielleicht ist markanter das auf Telefonen
Nun überall präsente Internet was sich als
Kommunikative Revolution über die Welt
Verbreitete wie Quelle der Wirtschaft wurde
Die scheinbar unendliche Gewinne für 
Einige wenige US Konzerne versprach
Die juristisch noch einen Rahmen sucht
Aber die Welt vernetzte wie Verständigung
Über alle Grenzen theoretisch ermöglichte
Die digitale Revolution veränderte die Welt
Vom beruflichen bis ins privateste hinein
Wer fand nicht alles Partner oder doch
Zumindest zeitweise sexuelle Kontakte
Im virtuellen Raum wozu wir vorher noch
Lange in Kneipen herumlungerten ging
Nun ganz direkt und dann wurde sich
Gleich zum ersten Date verabredet um
Mehr oder weniger schnell in der dann
Horizontalen ganz real zu landen somit
Hat das mobile Internet auf Telefonen
Ein neues verändertes Leben gebracht
Was du auch suchst das Netz gibt dir
Irgendeine Antwort oder findet jemand
Mit ähnlich seltsamen Bedürfnissen wie
Grünem Tee oder realen Büchern noch
Es stellt einen Einschnitt dar den ich
Als Beginn einer neuen Zeit bezeichnen
Würde doch scheint mir die Pandemie
Wie der Klimawandel mindestens so
Bedeutend für unser Denken und Leben
Hat gravierendere Folgen für unser Dasein
Die wir so lange nicht erwartet haben
Es muss sich vieles plötzlich ändern
Damit die Menschheit überleben kann
Was werden spätere Jahrhunderte als
Den großen Wendepunkt sehen der Zeit
Wird es 9/11 sein mit seinen für den so
Siegesgewissen Westen nur peinlichen
Folgen gegen mittelalterlichen Geist der
Aus Trotz entstand der seine Wurzeln
Sicher im Kolonialismus hat mit dem
Unsere Museen gerade langsam erst
Beginnen neue Wege einzuschlagen
Die von Gleichberechtigung wie der
Nötigen Emanzipation künden wie das
Gerade eröffnete Humboldtforum allen
Hehren Ideen zum Trotz allein den Geist
Des 19. Jahrhunderts museal macht aber
Nie so hätte geplant werden dürfen da es
Mit der sogenannten ethnologischen
Sammlung ein Kolonialmuseum plante
Deren Besitz mindestens strittig war
Was nie eine gute Visitenkarte wird
So glorreich die Humboldts waren ist
Der Geist der Sammlung kolonial wie
Die Anmaßung sie hier auszustellen
Wer Humboldt liest könnte es erkennen
Leider wurden hier nur die Sammlungen
Aus preußischem Kulturbesitz umgezogen
Aber vielleicht ist dies kritische Bewusstsein
Der Verantwortung für koloniale Verbrechen
Ein Zeichen für einen neuen Geist in den
Ein Kolonialwarenmuseum nicht mehr passt
Unsere Nachfahren werden irgendwann
Darüber debattieren was die Wende zum
Neuen 21. Jahrhundert ausmachte falls die
Menschliche Kultur den Klimawandel noch
Überlebt also zu Besinnung kommt sich
Nicht um des Aberglaubens willen umbringt
Wie für Energie immer größere Teile dieses
Wunderbaren Planetens unbewohnbar macht
Lieber zur Schonung zur Ruhe findet statt
Weiter durch die Welt zu rennen als wären
Sie hirnamputiert und sähen nicht die Folgen
Wie wir mit dem Netz überall zugleich sein
Können müssen wir es real nicht mehr was
Eine Wende im Denken erforderte wie im
Bewusstsein von der viele welche die Welt
Noch konsumieren weit entfernt sind aber
Es besteht Hoffnung auf Erkenntnis die
Das Leben hier weitergehen lassen
Könnte mit mehr Gelassenheit vielleicht
Trifft zu was Ernst Jünger einst schrieb der
Fast das komplette vergangene Jahrhundert
Durchlebte dass an den Wendepunkten des
Lebens ein neuer Steuermann an Bord kommt
Der Kurs sich nicht mehr nach Landmarken
Richtet und der Blick zu den Sternen geht
Um noch Orientierung zu finden

jens tuengerthal 22.9.21

Lustglück

Lustglück

Fragte mich jemand was das größte
Glück ist was ich bei der Lust fand
Ist es Fraue befriedigen zu können
Dass sie überliefen vor Glück oder
Dabei zu zittern begannen schließlich
Danach erfüllt in meinen Armen lagen
Sich dabei noch geborgen fühlten
Weibliche Sexualität ist so komplex
Dass ich mir nie anmaßte sie je
Vollständig verstehen zu können
Oder es mit Verstand richtig zu machen
Wenn ich aber tue was ich nicht
Verstehe ist es wohl Glück wenn
Was geschah glücklich machte
Ihnen einmaliges bescherte wobei
Keiner weiß wem sie das schon
Alles sagten wie all die kleinen
Aber schönen Lügen der Liebe
Bei denen keiner die Wahrheit
Lieber hören würde jedoch ist es
Angesichts aller Umstände für einen
Mann von beschränkten Fähigkeiten
Ein Glück Frau glücklich zu machen
Egal was sie sagt oder meint doch
Zumindest den Eindruck erwecken
Zu wollen es sei so was mich dann
Befriedigter sich fühlen lässt als
Der schlichte männliche Orgasmus
Warum ich mich über dies Glück
Wie wirklich die Wirklichkeit dabei
Auch immer ist einfach freue weil
Sie ohne zu verstehen warum ein
Großes unverdientes Glück ist
Was sich bei der Lust manchmal
Zusammen findet auch ohne
Dass ich wüsste warum denn
Der weibliche Höhepunkt ist
Viel mehr als nur die schlichte
Neurologische Reaktoren die
Über den nervus pudendus
Noch erklärbar wäre denn
Entscheidender noch ist wohl
Der geistige Akt des Vertrauens
Was ich noch weniger verstehe
Warum mal ja und mal nicht
Bloße Technik hilft nie weiter
Also bleibt es Glückssache

jens tuengerthal 21.9.21

Dienstag, 21. September 2021

Liebesverwirrung

Liebesverwirrung

Eigentlich sind die Dinge zwischen
Frauen und Männern ganz einfach
Täten wir nur was einander gut tut
Redeten nicht lange rum sondern
Genössen das mögliche in Ruhe
Statt sich Probleme zu machen
Fraglich nur ob sie noch wären
Wenn wir es uns einfach machten
Ob die Verwirrung wie hin und her
Nicht Bedingung der Anziehung sind
Reizvoll erst wird was mühsam errungen
Während uninteressant wird was uns
Sicher scheint wie wir es so oft merken
Auch beim Marschall Richelieu heute
Zu lesen war der nun wahrlich einer
Der großen Liebenden der Geschichte
Noch immer ist der sich nicht nur durch
Den ganzen französischen Hof schlief
Seit er ein Knabe war sondern auch
Später leidenschaftlich noch lebte
Den Flaneur womöglich übertraf
Aber wer braucht schon Konkurrenz
So gesehen könnte jede Verwirrung
Wie alles hin und her in der Liebe
Vielleicht ein gutes Zeichen für
Dauerhafte Anziehung sein auch
Wenn es den Aufklärer in mir so
Nervt und überflüssig erscheint
Zeugt es von uralten Gewohnheiten
Die wir auch kritisch reflektiert noch
Lange nicht ablegen können weil
Liebe zuerst immer viel Gefühl ist
Was den klarsten Geist verwirrt
Habe keine vernünftige Antwort
Aber das Wohlgefühl scheint es
Am Ende wert gewesen zu sein
Wo die Bilanz mal nicht aufgeht
Sei darauf verwiesen dass Liebe
Kein Rechenexempel ist wie also
Logisch unkalkulierbar bleibt was
Ihr unlogisch sein mit einschließt
Auch wenn es nur ein Bedürfnis
Unserer Natur nach Nähe wie
Bestenfalls Befriedigung wäre
Fühlt es sich ein wenig rätselhaft
Verzaubernd noch schöner an
Als logisch geradlinig auch wenn
Eigentlich im ersten Moment schon
Alles klar ist danach nur noch lang
Um den heißen Brei geredet wird
Hat mich die Erfahrung gelehrt
Nichts mehr sicher zu wissen oder
Vernünftig angehen zu wollen was
Meist im Gegenteil nur enden wird
Wie ich schmerzvoll einst bemerkte
Als ich vernünftig es lösen wollte
Wir nennen es Liebe was immer
Es sonst alles mit uns macht
Wird es gut so sein auch
Wenn ich es nicht verstehe
Macht sie was sie will
Er bestaunt es still

jens tuengerthal 21.9.21

Bibliothekssechs

Bibliothekssechs

Heute in 6 wunderbaren Bänder der
Anderen Bibliothek gelesen wie mit
Ihnen durch Raum und Zeit gereist
Beginnend mit Christina der Königin
Von Schweden wobei noch sehr viel
Von ihrem Vater Gustav Adolf die
Rede war wie er in den Krieg zog den
Österreich im Heiligen Römischen Reich
Gegen die aufständischen Protestanten
Zuerst in Böhmen führte wo der Kurfürst
Aus der Kurpfalz als Winterkönig ihnen
Auf Wahl der protestantischen Stände hin
Die Krone streitig gemacht hatte um dann
Wieder vertrieben zu werden wie auch
Den übrigen Umständen die das Eingreifen
Der Schweden möglich machte in jenem
Krieg der 30 Jahre dauern sollte in dem
Also Christina am Rande noch aufwuchs
Welchem ihr Vater bald zum Opfer fiel
Dann Michel de Montaigne der inzwischen
Auf der Rückreise von Rom nahe Lucca
In den Bädern pausiert wie dabei sehr
Detailfreudig davon berichtet warum sein
Weniger beliebtes Bad ihm besser gefällt
Was er künftig lieber unterlässt weil die
Wirkung auf Magen und Gedärm massiv
War ihn tagelang leiden ließ wie welcher
Preis für welches Angebot günstig scheint
Wo er der sich in seinen Essays so gerne
Fern aller Kalkulationen präsentiert sich
Als kühler Rechner auf Reisen zeigt die
Seiner Zeit einen ganzen Tross mit sich
Führten standesgemäß unterwegs zu sein
Weil Reisen immer seinen Preis hatte
Einige Jahrhunderte weiterspringend dann
Mit Greta de Francesco auf den Spuren
Des großen Scharlatans Graf Saint Germain
Wie er es schaffte auch den Schwager von
Maria Theresia zu täuschen diese aber dank
Ihres kühlen Kanzlers Kaunitz wie ihres
Festen katholischen Glaubens nicht auf
Den angeblichen Goldmacher hereinfiel
Der in seiner Jugend als Geiger brillierte
Zeitlich fast passend ging es nun in die
Amouren des Marschalls von Richelieu
Der wunderbar über seinen Kampf um 
Das Herz einer wunderschön blauäugigen
Prinzessin am Pariser Hof berichtet die
Ihn noch nach frauenart zappeln lässt
Aber ihm doch schon durch Blicke zeigte
Wie nah sie einander längst fühlten aber
Warum die in der Zwischenzeit vom später
Marschall konsultierten Geliebten ihm
Fade erschienen weil er nur die eine wollte
Aber mit diesen doch seine Ungeduld zügelte
Das Problem der Zügelung wie Anziehung
Scheint so alt wie die Menschheit wie sich
Im Umgang von Mann und Frau wenig je
Verändert hat wenn es um das eine ging
Was durch Lust und Anziehung bedingt ist
Von Paris ging es mit Philippe Monier ins
Venedig im 18. Jahrhundert wo über die
Feste und ihre Pracht berichtet wurde wie
Den Stolz der Familien die dazugehörten
Habe ich die heutige Lesereise in Dresden
Mit Heinrich und Christine Gondela wieder
Beendet wo er wunderbar spöttisch über
Den Besuch einer katholischen Messe
Wie die Schau des Kurfürsten berichtet
Die ihm als bremischen Protestant eher
Befremdet in Auf der Reise ins Paradies
Dafür von den stillen Momenten auf den
Terrassen an der Elbe begeisterter ist
Als von dem Volksauflauf im dortigen Bad
Was auch der Augusthitze geschuldet war
Aber wieder einen wunderbaren Ausflug
In den ironischen Geist der Hanseaten
Auf Reisen erlaubt der lachen ließ was
Ein schöner Abschluss war obwohl in
Dresden am Ende freudig stimmte

jens tuengerthal 21.9.21

Waldklima

Waldklima

Alle reden vom Klima
Der Wald rettet es real
Wer etwas tun will muss
Jetzt massiv aufforsten
Europa braucht wieder
Riesige Wälder um noch
Aufzufangen was Menschen
Viel zu lange schon zerstörten
Wald schafft auch Lebensraum
Zur Erholung und Gesundung
Neben der CO² Bindung die mehr
Bewirkt als alle Filteranlagen je
Es gibt eine einfache Lösung
Für unser Klimaproblem sie heißt
Mehr Wald auf der ganzen Welt
Aber fangen wir hier bei uns an
Es würde schöner und grüner
In einem Land voller Wälder
Diese brauchen Jahrhunderte
Um groß und stark zu werden
Verlieren wir keine Zeit mehr
Pflanzen wir jetzt Bäume statt
Für mehr Menschen immer mehr
Zu bauen sollten wir weniger
Werden um dem Wald wieder
Mehr Lebensraum zu geben
Ruhe und Luft in ihm genießen
Wieder Urwälder zulassen die
Als Lebensraum sich erhalten
Das Klima ist kompliziert wie
Die Biosysteme im Wald die
Unser Leben gesund erhalten
Aber der Weg sie leben zu lassen
Ist klar und einfach für jeden
Mehr Wald rettet Klima und Leben
Forsten wir endlich massiv auf
Lösen wir viele Probleme einfach
Für die wir keine Antwort haben
Wald lebt und rettet das Klima
Machen wir es uns einmal leicht
Nutzen wir was alleine wächst
Damit sein Sein uns retten kann

jens tuengerthal 21.9.21