Samstag, 14. März 2026

Lektürentagebuch 13.3.26

Lektürentagebuch 13.3.26

Noch ein wenig in Toynbees Gang
Der Weltgeschichte gelesen dabei
Festgestellt warum ich ihn nicht las 
Auch wenn er anders als Spengler 

Der den Untergang des Abendlandes
Nur deterministisch intuitiv begründet
Darum vermutlich so viele Anhänger
Unter Leichtgläubigen auch fand

Die sich noch bis heute finden und
Dabei völlig verkennen dass schon
Ihr Ansatz nichts als ein nationaler 
Aberglaube der verlorenen Identität ist

Da geht Toynbee mit seinem Streben 
Nach dem Universalstaat der als
Kultureller Gipfel ein Weltstaat sein 
Soll einen menschlicheren Weg 

Doch auch er beschäftigt sich dabei
Mit einer Welt nach christlichem Ideal
Was philosophisch ein Grauen mit
Kollektivem Aberglauben nur wird

Eine Welt ohne Staaten mit lokaler 
Identität sollte sich lieber um den 
Erhalt ihrer Lebensgrundlagen mehr
Kümmern statt Götter zu erfinden

Dies erkennt Toynbee und schreibt 
Bis zu seinem Tod 1975 auch noch
Für einen wertschätzenden Umgang
Mit der Natur die er leider Schöpfung

Dabei nennt mit vielen biblischen
Bezügen die auch schon das völlige 
Gegenteil christlich legitimierten also
Nur für Mitglieder der Sekte passen 

Was den natürlich größeren Teil der
Menschheit für einen Aberglauben
Geistig ausschließt hat nichts neues
Zu bieten so gut er recherchierte

Sich Gläubigen widmen die Hegel
Schätzen ist eine geistige Sackgasse 
Die ich mir im weiteren lieber spare 
Manche Ideen sind heute entbehrlich

Dies zeigt sich auch bei den Epochen
In die er die englische Kultur teilt die
Vor dem Christentum als eine nur
Barbarische nicht Kultur ihm gilt

Solche Arroganz von Gläubigen
Die ihren beschränkten Horizont
Zur Erklärung der Welt nutzen sind
Eher ärgerlich als wirklich klug

Gut und richtig ist es mehr auf die
Geistige Komponente des Seins zu
Achten was aber im Aberglauben
In zu engen Fesseln wieder liegt

Toynbee kommt bald wieder an 
Seinen angestammten Platz denn 
Neue Erkenntnisse sind von einem
Gläubigen nicht mehr zu erwarten

Las nach der wenig erbaulichen
Christlichen Philosophie zum Gang 
Der Weltgeschichte noch etwas von
Gilbert White der im 11. Brief an

Thomas Pennant Esquire wieder
Vögel und andere Tiere der näheren
Umgebung in seiner Erkundung von
Selborne wunderbar beschreibt

Zunächst bekennt White seine 
Neugier was Pennant zum Falco
Den er ihn schickt sagt und was er
Bei der Untersuchung festgestellt

Als die ungewöhnlichsten Vögel 
Beschreibt er ein Wiedehopfpaar
Das seinen Ziergarten aufsuchte
Stattlich dort marschierten und

Sogar im Gehen fraßen und gerne
Nisten dort wollten hätten nicht einige
Gelangweilte Burschen sie daran
Gehindert die sie nicht in Ruhe ließen 

Drei Kernbeißer erschienen noch vor
Einigen Jahren auf seinem Grund
Nachdem er einen schoss hatte er
In der stillen Jahreszeit nur noch

Ab und zu mal einen gesichtet dafür
Wurde ein Fichtenkreuzschnabel im
Letzten Jahr in der Nachbarschaft
Getötet was er neutral feststellt

Auch über die Fische die sich in 
Den kleinen Flüssen findet wird
Genau berichtet darunter Forellen 
Aale und Stichlinge sie seien ganze

20 Meilen vom Meer und ebensoweit
Vom nächsten größeren Fluss warum
Seevögel selten wären es gäbe einen
Entenbestand der im Sumpf brütet

Von einem zahmen Waldkauz wird 
Berichtet dass er knäuelweise wieder 
Auswürgte wie Falken wenn er satt ist
Versteckt er wie ein Hund das übrige 

Junge Schleiereulen seien schwer
Aufzuziehen weil sie ständig frische 
Mäuse verlangten während dagegen

Junge Waldkäuze alles fressen aber
Noch immer wir haben 9. September
Wären in den Nestern der Schwalben

Eier und Küken während er den letzten Mauersegler am 25. August
Beobachtet hätte gibt es offenbar bei
Hausschwalben noch Nachzügler

Einige Vögel wären noch da dafür
Wären andere schon weg einmal
Hätte er in Oxford im College noch
Am 20. November Hausschwalben

Im Innenhof fliegen sehen bis jetzt 
Seien ihm zwei Fledermausarten
Bekannt dabei hätte ihm letzten
Sommer eine zahme vergnügt 

Sie fraß gerne Fliegen und verbarg
Wenn er ihr etwas gab den Kopf
Hinter den Flügeln wie Raubvögel
Geschickt riss sie der Fliege die

Flügel aus die sie verschmähte was
Zu beobachten White freute sie
Bevorzugte Insekten vor rohem
Fleisch dass sie nicht zurückwies 

Diese Vierfüßler amüsierten ihn 
Er beobachtete was sie konnten 
Sie trinken wie Schwalben im Flug
Sind überhaupt gerne am Wasser

So hätte er an einem warmen Abend
Als er auf der Themse unterwegs war
Myriaden von Fledermäusen gesehen
Die dort Insekten jagten 

jens tuengerthal 13.3.26

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