Sonntag, 27. Juni 2021

Amanzonenwandel

Amanzonenwandel

Zur Zeit der alten Griechen wurden
Die Völker mit weiblichen Kriegern noch
Amazonen genannt woraus die Geschichte
Entstand ihre eine Brust sei verkümmert
Oder würde abgeschnitten was typisch
Chauvinistische Sagen sind von Völkern
Die ihre auch nur auf Glaube basierende
Patrilineare Struktur rechtfertigen indem
Sie weibliche Macht als gegen die Natur
Erklären wie den Namen Amazone
Von a-mazos also brustlos herleitet
Andere meinen es komme von a-maza
Also brotlos weil die Damen Fleisch
Als Nahrung bevorzugten was an die
Diskussionen um die Potenz der
Grillenden Veganer eher erinnert
Manche glauben dagegen fest der
Name stamme von zone und hieße
Wohlgegürtet also gut bewaffnet
Auf die Sozialstruktur ihrer guten
Gemeinschaft dagegen spielt die
Benennung nach hama und zosai
An was zusammenlebend meint
Wie auch immer der Name kam
Verrät dieser wie viel in den Sagen
Mehr über griechischen Chauvinismus
Als über das tatsächliche Leben in
Matriarchal geprägten Gesellschaften
Um das Mittelmeer herum die wohl
So gut funktionierten dass die Griechen
Teilweise aus Angst und Feigheit
Sagen nach der Niederlage erfanden
Laut Herodot lebten solche um das
Schwarze Meer herum wie auch
Auf dem Gebiet des heutigen Libyen
Was auch für Ostanatolien bezeugt
Wo darin eine Traditionslinie zu den
Hethitern gesehen werden könnte
Welche wie die Babylonier auch
Höchste weibliche Göttinnen hatten
Spannend dagegen wie das Judentum
Seine Matrilinearität erst in der viel
Späteren rabbinischen Zeit begründete
Als Reaktion auf die neue Dominanz
Der griechisch römisch geprägten Sekte
Christentum die Frauen nicht nur vom
Priesteramt ausschloß sondern sie für
Unrein wie schuldig erklärte auch
Unter Berufung auf die Geschichte
Von Adam und Eva während zeitgleich
In Germanien etwa eine matrilinear
Geprägte Struktur laut Tacitus üblich war
Sind es die Komplexe der Männer gewesen
Die Frauen über Jahrtausende vom der
Macht verdrängten wie ihre wesentlich
Höhere Potenz tabuisierten was die
Jüdisch christlich geprägte Sekte des
Wüstenräubers Mohammed noch
Lange weiter fortsetzte wem immer
Das auf lange Sicht nutzen sollte
Ist kein vom Islam geprägtes Land
Heute fortschrittlich oder wohlhabend
Außer durch zufällig Bodenschätze
Spannender aber als die erwartbare
Wirkung monotheistischer Sekten
Die schon Rom zugrunde richteten
Ist wie Amazonen von heute nicht
Ihre Brüste binden oder amputieren
Sondern sie lieber selbstbewusst
Erheben durch die Produkte ihrer
Kleiderzauberer oder aus dem Hause
Wonderbra über das was die Natur
Ihnen zubilligt wie es Alphonse Karr
So elegant dezent dem Kapitel
Über Anthropophagen französisch
Lächelnd mit Eleganz voranstellt
Dazu kommen noch die mit Plaste
Wie es im wilden Osten einst hieß
Unter der Haut aufgeblasenen Brüste
Egal ob solche nun eher vom neuen
Selbstbewusstsein oder Komplexen
Der Trägerinnen zeugen werden diese
Wie solche mit weniger Umfang gerne
Von Frau ausgestellt um sich damit
Auf dem Boulevard der Flaneure als
Kriegerin im Kampf der Geschlechter
Offensiv zu präsentieren wie auf
Reaktion darauf vermutlich hoffend
Was solch lächerlich bajuwarische
Kleidungsstücke wie das Dirndl sogar
Im einst preußischen Berlin beliebter
Machen als es je Sitte noch hier war
Dies tun auch Frauen die sich ihres
Geschlechts mit Stolz bewusst sind
Auch um Männer zu beherrschen
Die erwartbar wie dressierte Hunde
Auf präsentierte Reize starren wie
Frau es erreichen will auch um sich
Zugleich über männliche Schlichtheit
Naserümpfend zu erheben während
Alle die wegschauen interessant sind
Desinteresse den Kampfgeist heutiger
Amazonen auf dem Schlachtfeld des
Der Befriedigung dienenden Sex weckt
Während Anhänglichkeit verscheucht
Weil die ihre Brüste präsentierenden
Amazonen frei wie unbesiegbar sich
Gerne geben in der Überzeugung
Doch jeden zu kriegen gerne mit
Allen Mitteln der Technik darum sich
Bemühen wobei Erfolg Eroberung ist
Weniger der Wert des so zur Strecke
Gebrachten Gatten für eine Nacht
Statt verkümmerter Bogenbrüste wie
In antiker Sage tragen heutige eher
Was sie haben angehoben mit Stolz
Unklar noch was das für die Zukunft
Von Frau und Kultur uns verspricht

jens tuengerthal 27.6.21

Samstag, 26. Juni 2021

Leselust

Leselust

Heute morgen voller Lust wieder
In Hermann und Ulrike wie dem
Simplicissimus gelesen während
Bei ersterem Ende des 18. Jahrhunderts
Erschienen Roman Johann Karl Wezels
Es um eine unstandesgemäße Liebe geht
Sind die Abenteuer des Simplicissimus
Der literarische Bericht über die Zeit
Des Dreißigjährigen Krieges wobei
Der gute Simplicissimus sich in Paris
Als Lustknabe verdingt mit so wichtigen
Damen dass die Lust nur im Dunkeln
Stattfindet und er die Damen allein
Maskiert zu Gesicht bekommt was
Mit der Vorbereitung des Abenteuers
Schon lustvollen Rahmen genug gibt
Der durch die lapidare Beschreibung
Noch zusätzlich gesteigert wird wobei
Simplicissimus gesteht dass er als sich
Noch mehr Kundinnen dieser Art fanden
Bei denen er sehr gut verdiente die sich
Aber so über ihn hermachten dass er
Mit dem Schwinden seiner Kräfte lieber
Beschloss davon Abstand zu nehmen
Sein schlechtes Gewissen als bereits
Verheirateter Mann konnte er mithilfe
Der Vermittlerin dabei gut verdrängen
Und so vögelte der deutsche Krieger
Der zuerst für die Kaiserlichen focht
Aber zur Zeit seines Ausflugs längst
Bei den Schweden war sich durch die
Prominenz des Pariser Adels ohne je
Zu wissen mit wem er es dabei tat
Gewann er doch den zu Köln noch
Durch Betrug verlorenen Schatz wieder
Was auf sehr sinnliche Art zeigt Paris
War schon zu dieser Zeit mehr die
Stadt der Lust der nur der Mantel der
Liebe dekorativ umgehängt wurde was
Den sinnlichen Ort auch nicht weniger
Anziehend macht zumindest theoretisch
Praktisch dürfte Berlin die Seine-Metropole
Längst in der freien Liebe abgelöst haben
Aber mancher Ruf ist eben unerschütterlich
Dagegen küsst die besorgte Ulrike den nur
Liebeskrank bis zur Bewusstlosigkeit dann
Gewordenen Hermann nur liebevoll doch
Das weil unstandesgemäß Verbotene dabei
Gibt der eigentlich keuschen Situation neben
Der den Roman durchziehenden Komik auch
Eine sehr sinnliche Note was dem Geist des
Späten Rokoko in der Aufklärung entspricht
Wovon unsere Zeiten wohl noch manches
Wieder lernen können nachdem das prüde
19, Jahrhundert unter dem Mantel der nur
Vermeintlich sinnlichen Romantik alle Lust
Wie im viktorianischen England erstickte
So war der Hauptgang der heutigen Lektüre
Nach ein wenig Kulturgeschichte vorab
Schon sehr sinnlich schön was zum Tag
Wie dessen Sommerlicht wunderbar passte
Gerne folge ich diesen auch erotischen
Texten aus der Anderen Bibliothek noch
In Gedanken ein wenig träumend von dem
Was vielleicht irgendwann wieder kommt

jens tuengerthal 26.6.21

Lustphilosophie

Lustphilosophie

Welche Philosophie gibt sich der Lust
Ihrer Art entsprechend ganz hin oder
Liegt der Kitzel dieser im Unerreichten
Verliert was verfügbar ist seinen Reiz
Weil wir uns dessen zu sicher sind ist
Also Lust als Kitzel in der Erotik auch
Immer mit einem Mangel verbunden
Wie uns der leicht verhüllte oder die
Entscheidenden Stellen mit Wäsche
Bedeckende Körper oft mehr reizt als
Die nur natürliche Nacktheit ist also
Das Spiel von Entzug und Begehren
Ganz natürlich und fehlt uns damit
Der Ansporn zu den Turnübungen
Wo sie nicht im Spiel getarnt werden
Denke zwar auch nach der Natur
Kann Nacktheit genügen verbunden
Mit Zuneigung Reize zu wecken aber
Das Spiel mit dem Unsichtbaren wie
Scheinbar Unerreichbaren erhöht die
Lust noch zusätzlich womit reizvoll
Auch geistig wird was sonst schlichte
Begattung nach der Natur wäre die
Wie viele Paare bezeugen werden
In Beziehungen ihren Reiz verliert
Was sicher viele gute Gründe hat
Auf die hier nicht einzugehen der Platz
Doch kann dem Verlust erfolgreich
Durch kleine Spiele entgegengewirkt
Werden wie dem Sex neuer Reiz also
Verliehen wird was der Lust mehr
Dauer verleiht als die nur Natur warum
Es immer wieder lohnt Gewohnheiten
Dabei auch infrage zu stellen um sich
Jedes mal neu zu überraschen
Also reizvoll füreinander zu bleiben
Der ewige Streit der Paare der dann
Im Versöhnungssex eine Erlösung findet
Ist dabei zwar die verbreitetste Form wohl
Doch ist sie zu schlicht und echter Erotik
Eher unwürdig ihr den Zauber noch raubt
Worte können dabei viel bewirken wie das
Geistige Vorspiel viel wichtiger erscheint als
Der Akt an sich der in relativ ähnlicher Art in
Beschränkter möglicher Form von Stellungen
Bald seine gymnastischen Grenzen findet
Während die verbale Erotik grenzenlos ist
Ein Universum der Lust uns eröffnet was
Als geistige Haltung besser genutzt würde
Statt sich in indischen Stellungen nur noch
Verrenkt sinnlich wieder zu finden was zwar
Gewissen Reiz auch hat aber nie auf Dauer
Mit geistiger Lust noch mithalten kann

jens tuengerthal 26.6.21

Horrorfilmlust

Horrorfilmlust

Hörte gerade die Werbung für einen
Horrorfim was nun wirklich nicht mein
Genre ist der ohnehin kaum Filme
Braucht weil Bücher mein Luxus sind
In der Beschränkung wahre Kunst liegt
Aber dabei hörte ich mal hin als eine
Angenehm sinnliche Frauenstimme
Erzählte sie hätte gerade ihren Körper
Mit irgendeinem getauscht danach
Wurde es grell aber der Gedanke
Machte mir Lust wie wäre es wenn
Wir Körper tauschten für die Lust
Wie wäre es wenn sie in mich kommt
Was täte sie wenn ich auf ihr reite
Lieber mit oder ohne viel Erfahrung
Frage ich mich einen Moment noch
Sind diese Gedächtnis oder Körper
Wo sitzen Gefühle und Ängste
Einander als der andere genießen
Scheint mir sehr erotisch vielleicht
Sollten wir diesen Gedanken mal
Zusammen zu Ende denken es
Am Anfang anders zu erleben

jens tuengerthal 26.6.21

Freitagsstimmung

Freitagsstimmung

Es ist Freitagnacht am Helmholtzplatz
Vor den Cafés sitzen die Menschen
Gelöste Stimmung und aus den Cafés
Klingt die Musik hier vor dem Misirlou
Etwas krachiger als nebenan in der
Höschen Bar wo aber noch der ganze
Gehweg gut gefüllt ist während hier
Schon die Tische eingeräumt werden
Nur ein letzter vier Meter weiter mit
Vieren gemischt geschlechtlich besetzt
Steht sind es nebenan an mehr als zehn
Noch viele der Sommernachtschwärmer
Und so sitzt der Flaneur heute abseits
Des Geschehens als Beobachter was
Seinem Wesen wohl entspricht aber
Doch etwas seltsam sich anfühlt als
Letzter Mohikaner im Abseits gerade
Nachdem hier die Fenster geschlossen
So wurde die erst kleine Höschen Bar
Zum Platzhirsch während im Misirlou
Aus Furcht vor den Nachbarn die Party
Nach Innen verlegt wurde und so
Wandeln sich die Zeiten entsprechend
Dem Mut der Wirte und der Laune
Der Nachbarn im wieder Nachtleben
Am Helmholtzplatz in Berlin denkt
Der Dichter hier schon um ein Uhr
Als letzter während nebenan beim
Smarten Dänen der Berg tanzt

jens tuengerthal 26.6.21

Freitag, 25. Juni 2021

Liebesentdecker

Liebesentdecker

Wenn eine Liebe verloren geht
Im Sturm oder auf hoher See
Sich der Kurs völlig verliert
Du einsam ohne Hoffnung bist
Öffnet sich sobald der Wind sich
Wieder legt ein Raum der dir zeigt
Was wirklich nah ist und dich fühlt
Wo du einer nicht genügtest
Bist du einer anderen darum alles
Obwohl du sie zuvor verletzt
Weil sie den Schmerz versteht
Nichts für alle ist wie es ist
So erkennen sich manche erst
Nach den ersten Stürmen als
Zeitlos nah wieder während
Andere sich aus den Augen
Verlieren als wäre nie etwas
Gewesen rütteln die Stürme
Der Gefühle das Leben durch
Und die Welt wird eine andere
Wieviele Stürme ach hab ich
So schon ungewollt durchlebt
Dabei könnte ich doch wissen
Wie trügerisch die Frauenherzen
Stets noch sind wo wir uns an sie
Hängen mit Hoffnung auf ein
Morgen während dafür jene die
Du selbst schnöde zurückwiest
Sich als treu erweisen eher
Meide ja alle Segelboote da ich
Zur Seekrankheit neige lieber
Im Strandkorb ruhig lese als
Sich dem Sturm auszusetzen
Andere suchen das Abenteuer
Auf hoher See während mir
Gefühlsstürme vollauf genügen
Das Leben abenteuerlich genug
Zu finden und so bleibe ich ein
Entdeckungsreisender der Liebe
Lieber als in schaukelnden Booten
Wer abenteuerlicher dabei lebte
Möge die Nachwelt entscheiden
Da fehlt mir noch jede Objektivität
Bleibe lesend auf dem Diwan dabei
Was kommt kommt
Was geht geht
Manche blieb Momente liegen
Die einen kommen wirklich
Andere gehen lieber vorher
Erhole mich vollen Herzens
Vom letzten Sturm in mir
Da ist Hans Castorps Horizontale
Die einzig aufrechte Lebenslage
Wie einst im Sanatorium Schatzalp
Bei so viel stürmischen Gefühlen ist
Der sichere Hafen einer Bibliothek
Wohl der beste Ort von seinen
Abenteuern noch zu erzählen
Sich lächelnd zu erinnern

jens tuengerthal 25.6.21


Gourmetleser

Gourmetleser

Lese gerne langsam wie täglich nur
Kleine Abschnitte aus all den Büchern
In denen ich gerne parallel lese
Weil es ein Glück ist sich Zeit zu lassen
Der Gedanke erfüllend ist wenn ich so
Auf die Bücherwände schaue noch genug
Für ein langes Leben zu lesen zu haben
Es mir nie darum geht ein Buch fertig zu
Haben sondern viel lieber länger genieße
Warum zwei Seiten am Tag in jedem meist
Genügen genug gelesen zu haben wie
Erfüllt vom vielfältigen Reichtum der
Gedanken durch den Tag zu gehen
So wurde ich ein Abschnittsleser der
Sich an kleinen Häppchen erfreut
Wie in der Haute Cuisine Frankreichs
Statt Massenprodukte zu verschlingen
Sind Lesestunden feine Menus immer
Mit philosophischer Vorspeise wie einer
Kulturgeschichtlichen Suppe gerne dann
Etwas literarischen Salat nur seitenweise
Portioniert womit auch ein Mammutwerk
Wie Joseph und seine Brüder zum sehr
Appetitlichen Happen zwischendurch wird
Zum Hauptgang nach Laune wechselnd
Einige Seiten in mundgerechten Portionen
Aus verschiedenen Bänden der geliebten
Anderen Bibliothek oder sonst Klassiker
Wie als Dessert noch etwas Roman oder
Feine Kulturgeschichte in Häppchen um
So gestärkt durch den Tag zu gehen
Warum ich nie ein Kaffehausleser bin
So gerne ich dort sitze und dichte wie
Die Schönheiten der Welt bestaune
Braucht das literarische Menüs schon
Die Stapel einer kleinen Bibliothek um
Sich in feinen Portionen zu amüsieren
Ist der Abschnittsleser ein Genießer
In der hohen Küche der Literatur der
Alle die Bücher verschlingen nur milde
Belächelt weil es das Sternerestaurant
Mit dem Schnellimbiß vergleicht was
Viel über die Leser aber wenig nur über
Feine und gute Literatur uns verrät
Viele konsumieren vieles in Massen
Manche genießen das Besondere
Dort lohnt es sich hinzuschauen

jens tuengerthal 25.6.21

Gewohnheitswechsel

Gewohnheitswechsel

Gewohnheit ist was wir immer schon
So machen an was wir uns gewöhnten
Sie behalten wir gerne bei weil es das
Leben einfacher macht darin auch den
Alten Gewohnheiten einfach zu folgen
Gerade stellt uns der Klimawandel vor
Völlig neue Herausforderungen viele
Müssen ihre Gewohnheiten ändern
Damit der Planet sich nur stabilisiert
Fernreisen Kreuzfahrten Flüge müssen
Solange tabu sein bis sie unschädlich
Möglich sind was noch dauern könnte
Corona war eine gute Vorübung dazu
Doch viele wollen wieder zurück zum
Alten Leben und ihren Gewohnheiten
Lebe seit vielen Jahren ohne große
Reisen und habe gemerkt wie mich
Das glücklich und zufrieden macht
Auch weil ich meinem Gewissen folge
So muss ich keine Gewohnheit wechseln
Habe es bei der Umstellung ganz leicht
Mache einfach nur weiter woran ich mich
Schon lange gewöhnt habe weil ich es will
Hierin Kant folgend der das gleiche schon
Vor über 200 Jahren erkannte macht
Zufrieden und glücklich weil ich tue
Was ich will und was gut so ist aber
Viele müssen sich erst daran gewöhnen
So dies autoritär versucht wird kommt es
Mit Sicherheit zu Widerstand darum gilt
Was Kant über die Aufklärung sagte
Sie ist die Befreiung aus der immer
Selbstverschuldeten Unmündigkeit
Wer Gewohnheiten ändern will muss
Die Menschen zum Nachdenken bringen
Damit sie von sich aus entdecken was
Richtig ist und gut tut statt ihnen nur
Moralische Vorträge zu halten über
Das nun dringend Gebotene auch
Wenn es langsam gefährlich wird
Scheint mir Geduld hier wichtiger
Weil sie zielführender auf Dauer ist
Gewohnheiten wechseln wir am
Besten wenn wir neue dafür finden
Die alte mit der Zeit dann ersetzen
Damit wir uns wohl dabei fühlen
Warum es richtig aber falsch ist
Zu sagen ihr dürft nicht mehr fliegen
Aber mehr hilft neue Perspektiven
Als Luxus im Leben zu erkennen
Wie Ruhe Rückzug und viel Zeit
Was unsere Körper dringender
Brauchen als alles immer schneller
Warum der Wechsel der Gewohnheit
So gut wie gesund auch wäre aber
Erst funktioniert wenn jeder es merkt
Ob wir noch so viel Zeit haben ist
Dabei egal denn wenn Menschen
Infolge in großer Menge sterben
Was längst erwartbar wie berechenbar
Löst die Natur auch manche Probleme
Hoffen wir dass noch mehr erkennen
Dass es nicht weitergeht wie immer
Aber die neue Gewohnheit viel mehr
Gelassenheit Zeit und Luxus schenkt
Um zu genießen was an Leben bleibt
Aber sein wir geduldig dabei denn es
Ändert nichts es erzwingen zu wollen
Gewohnheit wird nur was Zeit hat

jens tuengerthal 25.6.21

Gelassenheitsübungsglück

Gelassenheitsübungsglück

Sich in Gelassenheit zu üben ist
Immer ein Glück weil es auch vor
Überraschendem Schlägen schützt
Die das Leben gern mal bereithält
Wo wir uns an falsche Hoffnungen
Leichtsinnig klammern die wie alles
Vergänglich sind und so schnell
Verschwunden sind wie sie kamen
So sie auftreten statt zu verzweifeln
Sie als Übung in Gelassenheit zu
Sehen macht es leichter lächelnd
Durch die Wogen des Lebens in
Immer wieder überraschenden
Stürmen zu schiffen weil wenig je
Mit Abstand betrachtet der Aufregung
Wert ist die so vieles in uns auslöst
Sich an nichts mehr zu klammern
Keiner Hoffnung zu vertrauen als
Dem was ich selbst ändern kann
Ist das Tor zur größten Freiheit
Die lieben lernt wer gefangen war
Von wechselnden Gefühlen anderer
Weil das Glück der Gelassenheit
Zwar keine so große Euphorie uns
Schenkt wie es verliebt sein kann
Was solange es da ist am besten
In vollen Zügen genossen wird aber
Dabei seiner immer Flüchtigkeit
Bewusst um beim Verschwinden
Seine Gelassenheit zu behalten
Weil nichts was nicht ist noch einen
Gedanken wert wäre und alles fließt
Betrachte ich solche Momente heute
Nicht mehr als grausames Schicksal
Was mich jahrelang immer wieder quälte
Sondern als gute Übung in Gelassenheit
Die viel Zeit für sich schenkt auf der Suche
Nach dem was dich glücklich macht was
Für den Dichter Verse und Bücher bleiben
Und so gesehen ist alles gut so
Komme was wolle und gehe
Wer gehen will

jens tuengerthal 25.6.21

Nachtglück

Nachtglück

Am Helmholtzplatz sitzen
Auf einen Wein in der Nacht
Aus der Bar klingt Klaviermusik
Nebenan erzählen sie Geschichten
Aus aller Welt und manche wollen
Dabei noch glänzen die Luft ist mild
Die Stimmung sonst gelassen
Das Leben ist einfach schön
Hier am Platz der Barkeeper
Räumt die Höschen Bar mit
Leichtem Klirren auf was
Zum Unterton des ach so
Romantischen Klaviers wird
Was an verlorene Gefühle
Noch ein wenig erinnert

jens tuengerthal 25.6.21

Liebesflug

Liebesflug

Liebe kommt und verfliegt
Scheint für die Ewigkeit
Verliert sich spurlos wieder
Im Nichts das sie tatsächlich
Immer bleibt als nur Gefühl
Dem du leichtsinnig nur für
Momente vertrauen kannst
Um nie zu vergessen was
Groß beginnt endet klein
Damit das große Spiel
Immer so weitergeht
Im Flug der Liebe

jens tuengerthal 24.6.21

Donnerstag, 24. Juni 2021

Lustflügel

Lustflügel

Was verleiht der Lust Flügel
Ist es die kleine feine Erotik
Oder der große geile Moment
Braucht es den wilden Fick
Oder Zeit für mehr Zärtlichkeit
Um miteinander abzuheben
Kommt es je auf eines an
Oder schwebt auf Dauer nur
Was von allem etwas hat
Weil nichts für sich genügt
Alles sein kann wie soll
Stets erlaubt ist was gefällt
Denke ich und spüre genau
Echte Lust braucht kein
Ewiges auf und ab mehr
Als sportliche Leistung
Sondern lässt dann los
Wo sie sich gehalten fühlt
Um allein gemeinsam erst
Fliegen zu können beim
Beieinander landen

jens tuengerthal 24.6.21

Liebesturm

Liebesturm

Gleicht die Liebe einem Turm
Der langsam gebaut wird wäre
Erstaunlich warum bei der Arbeit
Am Fundament die Aussicht noch
Die Schönste scheint während im
Moment der Vollendung längst die
Vielen kleinen Macken mehr in den
Blick rücken als die bezaubernde
Schönheit des Baus die vor sich sieht
Wer nur den Plan im Kopf hat was
Nahe legte dies Gebäude wenn es
Endlich fertig ist schleunigst wieder
Loswerden zu wollen was aber alle
Pläne von Ewigkeit mit denen einst
Begonnen wurde hinfällig macht so
Geht es vielen Paaren nach ihrer
Noch von Liebe beflügelten Hochzeit
Wenn der nervige Alltag alles dominiert
Zuwendung klebrig lästig sich anfühlt
Oder ein schlechtes Gewissen auslöst
Weil einen oder beide Zweifel längst
Mehr plagen als die Hoffnung mit der
Verliebt zu bauen begonnen wurde
Was bis der Tod sie scheidet einst
Geplant schnell in trauriger Realität
Keine der Träume mehr wiederfindet
Ob es darum besser wäre sich am
Anfang mehr mit dem Fundament
Als erhoffter Aussicht zu beschäftigen
Ist eine müßige Frage weil sie der
Liebe und ihrer Kraft nicht gerecht
Werden kann sondern nur zügelt
Was frei fliegen will und was wären
Die schönen Tage ohne geteilte Träume
Geben sie doch erst die Hoffnung sich
An das immer auf den Sand von nur
Gefühl gebaute Projekt zu wagen was
Nüchtern betrachtet zu gewagt wäre
Vielleicht könnte ein Schlüssel sein
Auch nach der Vollendung noch mehr
Zusammen zu träumen als sich auf
Nüchterne Realitäten der Fehler die
Jeder große Bau aufweist zu stürzen
Denn gehalten wird der Turm der Liebe
Auch nach der Vollendung allein vom
Gefühl also einem ungreifbaren Stoff
Der flüchtig ist wie Gas in der Luft
Zumindest dort wo ein Wind weht
Und in der Liebe drohen ständig neue
Stürme alles zu erschüttern was zwei
Auf nur Träumen errichten wollten die
Immer das Fundament bleiben müssen
Merken wir uns die Aussicht wird nie
Besser als frisch verliebt warum es
Wichtiger ist das Fundament an Gefühl
Liebevoll zu pflegen statt nur nüchtern
Vernünftig zu erwägen wie es passt
Wer einen hohen Turm bauen will
Braucht ein gutes Fundament warum
Wer auf Sand baut was Gefühl ist das
Ungreifbar überall hin schnell verrinnt
Auf dieses vertrauen muss weil es nie
Mehr als Gefühl in der Basis gibt die
Liebe als einen Turm zu errichten der
Schwerste Stürme leuchtend übersteht
Das Licht in diesem Leuchtturm wird
Mit Gefühlen allein befeuert die pflegt
Wer geteilten Träumen weiter vertraut
Mehr können wir ohnehin nie aber der
Turm baut darauf wo sie fehlen bleibt
Nichts übrig als ein halt Kompromiss
Mit dem beide dann leben müssen
Dachte lange guter Realismus wäre
Die beste Basis einer Liebe könnte
Eine erschütterte Basis noch retten
Weiß heute die Liebe hat nichts
Außer den geteilten Traum darauf
Zu bauen was Vertrauen braucht
Warum es gut ist bei der Arbeit am
Fundament in die Ferne zu schauen
Die Träume ausgiebig auszukosten
Sich seine Wirklichkeit zu bauen um
Das zu erhalten was allein verbindet
Ohne bleibt nichts übrig es ist egal
Mit haben wir alles was nur sein kann
Das scheint mir die einzig realistische
Architektur der Liebe auf Dauer

jens tuengerthal 24.6.21

Merkellike

Merkellike 

Sie kam sprach war korrekt und ging
Humorvollste Einlage die Kommentare
Zur heiseren Linken im Präsidium
Merkel halt aufmerksam konzentriert
Zuverlässig ohne viel Show oder
Falsche Symbolik macht sie ihren Job
Keine pathetischen Gesten dafür
Penetranten AfDlern ruhig die Welt
Erklärt die sie nicht verstehen also
Auch vergebene Liebesmüh aber
Die Chefin der Verwaltung im Bund
Blieb gewohnt unaufgeregt gut so
Keine Geste zum Abschied
Sie blieb sich bis zum Ende treu
Da weißt du was du hast
Oder auch nicht aber sogar
Auf die Nachfrage ob sie lieber
Eine Kanzlerin als Nachfolgerin sähe
Antwortete sie lächelnd die Deutschen
Sein nach 16 Jahren Merkel reif genug
Zu wissen was sie wählen wollen
Was erstaunlich unparteiisch blieb
Wohl weit auslegbar wäre aber
Sie tat nur ihre Pflicht auch als
Sphinx neutral zu bleiben diese
Kanzlerin ist Behördenchefin
Im deutschen Verwaltungsstaat

jens tuengerthal 24.6.21