Bücherhöhlenmensch
Bücher tragen den Geist der
Aufklärung in die Welt sind schon
Darum so gut wie sie tun außer
Sie dienen Aberglaube und Hass
Aberglaube macht unmündig wie
Damit unfrei ist das Gegenteil von
Aufklärung und zu bekämpfen
Die Freiheit zu verteidigen
Bücher die Hass und Neid stärken
Wie Mein Kampf oder Das Kapital
Waren Basis der altersschlimmsten
Massenmorde wohl der Geschichte
Maos rote Bibel wohl auch aber die
Liegt mir so fern wie Asien ist nie
Meine Kultur geworden darum für
Die eigene Bücherhöhle egal
Damit können nur noch Die Bibel
Wie der Koran mithalten als Bücher
Des unfreien Aberglauben der ein
Schade schon an und für sich ist
Dagegen ist die Thora bloß eine
Harmlose Familiengeschichte ohne
Visionen vom Weltuntergang dazu
Der uns so wenig angeht wie der Tod
Gute Literatur wie Texte im Geist
Des Humanismus der Aufklärung
Sind der schönste Aufenthaltsort
Wie immer die beste Gesellschaft
Wie ich früher nichtlesende Frauen
In meiner Nähe ertrug scheint nur
Rätselhaft zeigt aber einfach die
Macht des Sex über die Vernunft
Doch spannender noch an dem
Wort Bücherhöhlenmensch ist
Die Kombination atavistischer mit
Kulturellen Eigenschaften dabei
Die Bibliothek die eine ausgesuchte
Bücherhöhle birgt ist Ausdruck von
Kultureller Reife und langer Lektüre
Erzählt so eine Lebensgeschichte
Menschen ohne Bibliothek sind tot
Zumindest als geistige Wesen völlig
Uninteressant für mich weiss ich der
Lieber unter Büchern als Menschen
Sein Leben verbringt und Massen
Lieber meidet wie bewegte Bilder
Bloß irritierend findet und darum
Diesen Zirkus einfach ignoriert
Der Höhlenmensch der ich auch bin
Dessen schönstes Ziel lange Zeit die
Engsten weiblichen Höhlen waren
Als Vorraum ins irdische Paradies
Liebt es sich in seine Bücherhöhle
Zu verkriechen und findet dort
Alles wovon ich träumen konnte
Baute sich solche schon als Kind
Wie ich schon als unreifer Knabe
Begann weibliche Höhlen voll
Zärtlicher Liebe erforschen zu wollen
Diese waren und blieben mein Gral
Heute ergänzt noch um den Bestand
Der eigenen Bibliothek der zum Gral
Wie zu dessen Tempel mir wurde
In dem ich als Leser selig lebe
Verkrieche mich gerne in meine
Bücherhöhle die idealerweise im
Keller unterirdisch noch läge weil ich
Ein nie Phantasy lesender Hobbit
Für den Rest meiner Tage bleibe
Der sich lieber verkriecht um als
Leser seine Ruhe zu haben statt
Weiter in die Höhe zu streben
Habe mit meiner Bücherhöhle wie
Der in ihr lebenden Bibliothek alles
Im Leben erreicht und bin zufrieden
Mehr Glück kann es nicht geben
Dies mit einer belesenen Geliebten
Zeitweise auch teilen zu können ist
Dann vollkommen wunderbar und
Erspart allen Beziehungsstress
Die beiden Varianten meiner liebsten
Höhlenforschung lesend und leckend
Wäre etwas zu kurz ist genug Glück
Im Leben alles erreicht zu haben
Darum dankbar für alles sage ich
Im Dunkeln ist gut munkeln wie
Leser sind glückliche Menschen
Ihnen steht die ganze Welt offen
Ohne je irgendwo hin zu müssen
Darf alles bleiben wie es ist und
Wo es ist ohne wen zu stören
Denke ich vermutlich etwas naiv
Liege selig auf meinem Diwan den ich
Mit manchem Traum teilen durfte vor
Der Anderen Bibliothek völlig erfüllt
Alles im Leben erreicht zu haben
Der Rest ist nun nur noch Zugabe
Kann sein muss aber nicht mehr
Nur noch zum abschließenden
Genuss als lustvolle Erinnerung
jens tuengerthal 1.10.26
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