Montag, 19. Juli 2021

Englischefreiheit

Englischefreiheit

England ist ein freies Land
Zumindest aus Sicht der Engländer
Den Rest der Welt haben sie lange
Im Commonwealth oder Britannien
Auf die feine englische Art unterdrückt
So traten sie aus der EU aus ohne
Ihre Verpflichtungen erfüllen zu wollen
Belogen dafür ihr Volk wie jetzt mit
Der Aufhebung aller Beschränkungen
Die Johnson aus der Quarantäne
Dem überforderten Volk verkündet
Das seit gestern wieder Party macht
Als sei Delta nicht längst dominant
Was bei extrem hohen Zahlen dort
Zu erwartbarer Entwicklung führt
Wann endlich macht die EU dicht
Keine Einreise wie keine Waren
Aus England mehr zulassen
Harte Sanktionen für englische
Touristen bis die Briten vereint
Diesen Clown aus der Downing Street
Prügeln damit der Albtraum endlich
Ein Ende hat der Witz wird alt wie
Wildschwein in Minzsauce mit
Lauwarmer Cervisia dazu
Keiner braucht Boris

jens tuengerthal 19.7.21

Pegelstände

Pegelstände

Während wir noch Leichen zählen
Sinken langsam die Pegelstände
Der Sturzflut wie der Aufregung im
Kern der Republik die sich anstatt
Nun auf ein lasches Lachen stürzt
Um nicht darüber reden zu müssen
Was nötig wäre so etwas künftig
Verhindern zu können wie wer es
Verpasste wen rechtzeitig zu warnen
Was Leben gerettet wohl noch hätte
Aber wen interessiert noch ein solch
Nur konjuktivisches Sein wenn doch
Die Pegel sinken und es Zeit ist den
Ganzen Dreck wegzuräumen wie
Wieder Ordnung zu schaffen im Chaos
Ein ganz menschliches Bedürfnis
Damit nicht mehr der Schlamm herrscht
Sondern Sauberkeit und Beton auch
Wenn es deren machtvolle Ausbreitung
Die gerne alles was floß kanalisierte
Egal ob dabei Aus- Ab- Ein- oder Zufluss
Aber verwundert nun staunte wenn was
Wie gerne sparsam eng eher gedacht
Vielleicht gerade noch durchschnittlich
Mit Gewalt über alles hinwegschwomm
In Wogen natürlicher Leidenschaft die
Vielen scheinbar unvorstellbar waren
Warum trotz vier Tage vorher bekannter
Wettervorhersage kein Alarmsystem laut
Zur Flucht riet sondern dieses sich wie
Das Innenministerium um Ausreden eher
Bemüht statt Verantwortung zu übernehmen
Die Pegelstände sinken und ganz bald
Werden die letzten Leichen geborgen
Wie wenig später hoffentlich entsorgt
Normalität nimmt wieder ihren Lauf
Irgendwie muss es ja weitergehen
Aber wird sich dauerhaft etwas ändern
Wird die Landschaft wieder entsiegelt
Mehr Bäume gepflanzt und Fläche als
Natur freigegeben damit diese statt von
Kurzsichtigen Menschen kanalisiert nur
Sich überlaufend entfalten kann ohne
Alles versinken zu lassen im Chaos
Was erst der Mensch schuf der Natur
Störte wie beschränkte wo sie Raum
Braucht um frei zu sein aber das wird
Keinen mehr interessieren wenn wir
Alles wieder im Griff haben geht es
Weiter wie immer weil keiner was
Lernen oder ändern will ohne Zwang
Dabei wäre es so einfach mit dem
Zu leben was ist um zufrieden zu sein
Es könnte leicht verhindert werden
Die Infrastruktur dafür ist vorhanden
Warnsysteme auszubauen wird eine
Konsequenz neben Entsiegelung sein
Jetzt wo die Pegelstände sinken wie
Die letzten Leichen ausgebuddelt sind
Ist es Zeit für Antworten statt Rituale
Der Betroffenheit oder solche anstatt
Schuldzuweisungen und Anklagen sind
Gerade im Wahlkampf ganz nett aber
Zur Sache eher kontraindiziert wer
Also darauf gerade verfällt zeigt nur
Wie wenig inhaltlich vorhanden ist
Bevor die Normalität alles verdeckt
Wäre es nötig etwas zu ändern
Für das Klima wie zur Verantwortung

jens tuengerthal 19.7.21

Sonntag, 18. Juli 2021

Wunschtod

Wunschtod

Hatte einst einen Logenbruder der 
Am Herzinfarkt beim Orgasmus starb
Was alle Brüder lächeln ließ die ihn
Als großen Genießer von daher auch
Hohem Gewicht kannten welchen so
Im Moment des kleinen Todes wie die
Lustvolleren Franzosen treffend sagen
Der große ereilte und lange dachte ich
Diese Art zu sterben wäre doch wohl
Der Gipfel des Glücks auch wenn er
Gerade erst um die sechzig war was
Heute nicht fern mir mehr scheint
Nicht mal mehr eine Dekade noch
Doch war dies noch als ich meinte der
Einzig gute Sex sei jener bei dem du
Zusammen kommst was unsinnig ist
Weil es nie gut ist schönes auf die
Eine oder andere Art zu beschränken
Heute fürchte ich den Tod noch weniger
Betrachte das sichere Ende lächelnd
Was von allen Sorgen und allem sonst
Schmerz für immer befreit um dafür im
Nichts der Freiheit nicht mehr zu sein
Vor allem aber denke ich der Moment
Der höchsten Anstrengung mit dem die
Kleine Menge Sperma herausgespritzt
Ist zwar ganz nett aber nichts gegen die
Geteilte Entspannung danach die aber
Verliert wer beim Sport noch sich einem
Infarkt hingibt aber da wir es uns außer
Gesteuert nicht aussuchen können
Was uns am Ende dahinrafft scheint
Der sportliche Höhepunkt wie ihn
Die Hechler eifrig erstreben heute
So wenig erstrebenswert noch wie
Der Tod dabei allerding gebe ich zu
Da es die Wahrscheinlichkeit erhöht
Ist es die bessere Form als vieles
Was wir sonst dabei probieren auch
Schierling soll unangenehm sein
Dagegen scheint der Infarkt dabei
Doch ein fairer und guter Weg noch
Zu sein außer für diejenige die es
Überlebt was dann eher unzumutbar
Keiner der liebt für eine sich wünscht
Warum ich der am liebsten nur noch
Mit Frauen schläft die er liebt es
Aufgegeben diesen Wunsch zu hegen
Es kommt wie es passt und der Rest
Liegt außer meiner Planung denk ich
Aber zumindest scheint mir der Tod
Beim Sex nicht mehr erstrebenswert
Aus lauter Liebe und Rücksicht was
Zumindest mein Bild von mir hebt
Aber das ist danach auch egal

jens tuengerthal 18.7.21

Liebesfreiheit

Liebesfreiheit

Freiheitsliebe kennen wir schon 
Viele machen darum Unsinn oder
Töten dafür ohne sich zu befreien
Sondern bleiben nur Sklaven ihres
Wunsches etwas zu besitzen oder
Zu erreichen als nächstes Ziel der
Eroberung und sei es ein anderer
Aber Liebesfreiheit liebt sowohl
Die Freiheit wie die Liebe der sie
Erst den Raum gibt ganz zu sein
Als ein grenzenlos gutes Gefühl
Das den anderen gut will statt
Sie in neuer Gefangenschaft
Nur ewig an sich binden zu wollen
Den Mut hat Liebe frei zu leben
Also unbegrenzt gut will wie sich
Fraglos vertrauend auch hingibt
Um zu genießen was ist statt mit
Begrenztem Horizont schon viel
Weitere Pläne zu schmieden die
Nur Unfreiheit ausdrücken können
Wer sich auf dieser Ebene findet
Wie dauerhaft genießen kann
Statt sich umgekehrt zuerst in
Eine Illusion von Gefühl zu stürzen
Die außer Blendung wenig kann
Hat eine Chance Liebe zu leben
Alles andere sind konventionelle
Modelle von Beziehung die je
Nach sozialem Druck funktionieren
Aber die Liebe schon in sich
Verraten die nicht besitzen will
Sondern großzügig schenken
Habe über fünfzig Jahre gebraucht
In denen ich mehr als einer Frau
Begegnen durfte die oft noch stärker
Nach konventionellen Schemen ganz
Gegen ihre Natur jagen ohne je zu
Genießen was ist weil Erwartung
Jeden Zugang zur Natur erstickt
Nun lasse ich es einfach fließen
Ohne Yoga-Hokuspokus oder sonst
Spirituellem Unsinn anzuhängen der
Meist nur unfrei macht aber dafür
Hat die Liebe Flügel bekommen
Schwebt vielfältig frei um mich
Halte nichts fest aber bin ganz da
Gönne voll zärtlicher Liebe ohne
Noch besitzen zu wollen oder
Etwas sicher zu wissen aber
Genieße das Leben wie es ist
Sich seiner Natur nach offenbart
Statt erlernten Schemen zu folgen
Weiß nicht wohin es genau führt
Aber es fühlt sich gut und richtig
Als Weg an ohne jeden Besitz
Der die Liebe konsequent lebt
Lust genießt wie schenkt als
Dankbarer Teil des Ganzen
Was sich mir so oder so eröffnet

jens tuengerthal 18.7.21

Leseraumzeit

Leseraumzeit
 
Die Physik kennt die Raumzeit
Kann sie beweisen und berechnen
Nicht nur die Zeit krümmt den Raum
Sondern diese nach Tempo die Zeit
Welche damit auch relativ wird
Nicht physikalisch formuliert alles
Wird älter mit der Zeit aber noch
Können wir nicht real durch die Zeit
Reisen warum viel Forschung noch
Auf Mutmaßungen ohne Basis steht
Gerade bei Betrachtung der Geschichte
Die sich gerne Wendepunkte sucht
Welche immer erst im nachhinein
Entdeckt wie identifiziert werden um
Etwas zu diskutieren zu haben aber
Jenseits der fröhlichen Wissenschaft
Die selten genug sich nicht ernst nimmt
Weil ja jeder irgendwie seriös sein will
Kennen Leser die Raumzeit lange
Schwebe ich in meiner kleinen Bibliothek
Von wirklich überschaubarer Größe ständig
Zwischen den Welten von Raum und Zeit
Muss nirgendwo hin um überall zu sein
Vom Eismeer bis Urwald oder Wüste ist
Alles in Griffnähe vorhanden weil ich das
Eine oder andere Reisebuch auch horte
Aber ehrlich gesagt habe ich die meist
Mehr aus ästhetischen Gründen noch
Wie der Vollständigkeit halber gesammelt
Wirklich nah kommt mir gute Literatur
Die aus egal welcher Zeit Welten erst
Schafft die wirklich fliegen lassen 
Wogegen emotionales oder sexuelles
Abheben ein Abklatsch nur noch ist
Weil ich im Abheben zugleich eintauche
Was ja an Sex noch erinnern könnte
Aber den Gedanken folgend Welten
Durchstreife die sich dem Wanderer
Durch Raum und Zeit eröffnen als
Seien sie Teil seiner selbst was sie
Gelesen gefühlt auch werden
Warum ich keiner Liebe so treu war
Wie den Büchern je und so lese ich
Gelegentlich Bücher weiter die ich
Vor dieser oder jener Beziehung
Noch in den neunzigern begann
Manche Texte sind Jahrhunderte alt
Finde Lesezeichen lang Verstorbener
Ander schon ewig zeitlos geworden
Habe irgendwann festgestellt dass ich
Zwar in Bremen geboren wie später
In Frankfurt aufgewachsen dann in
Heidelberg studiert die längste Zeit
Meines Lebens in Berlin lebe ohne es
Je Heimat nennen zu wollen weil ich
Nirgendwo zuhause bin als zwischen
Den Büchern meiner Bibliothek die
Das geistige Leben bindet was mich
Im Kern wohl ausmacht und wer mir
Nah sein will betrachtet zuerst die
Bibliothek die mich ausmacht was
Viele die auf dem Diwan landeten
Wohl nicht nur der Zeit geschuldet
Nie mitbekamen dabei ist es der
Spannendste Weg einem Mensch
Zu begegnen mit ihm durch Raum
Wie Zeit in seiner Bibliothek zu wandern
Der Kontakt der analphabetischen
Geschlechtsteile ist dagegen eher
Austauschbar aber so ist Leben
Vieler anders als es scheint nur
Leider verbirgt sich häufiger viel
Weniger hinter glänzenden Fassaden
Als der Anstrich vermuten lässt doch
Ist die Raumzeitreise der Leser die
Sich in deren Bibliotheken spiegelt
Der nächste Weg zum Wesen wie
Wo sich keine geistigen Welten mir
Dort offenbaren auch nichts je zu
Erwarten ist was über schlichte
Reize hinaus gehen könnte die
So schnell befriedigt wie wieder
Vergessen werden während
Geistige Reisen oder gemeinsames
Lesen lebenslang in Erinnerung bleibt
Weil es eben Raum und Zeit in der
Geteilten Liebe überwinden kann
Besser ich behielte es für mich
Denke ich um die wenigen gleich
Zu erkennen die dies teilen weil
Diese jenseits allem genießen
Was sie zusammen lieben ob
Einander wird sekundär dabei
Was vielen unvorstellbar bleibt

jens tuengerthal 18.7.21

Aufklärungsziel

Aufklärungsziel

Ziel der Aufklärung ist eine
Kritisch aufgeklärte Gesellschaft
Wobei sich diese als Idee nach
Kant an die Einzelnen wendet
Die sich aus der Unmündigkeit
Selbst befreiten weil sie es können
Also weder zu blöd noch sonst zum
Denken aus Gründen unfähig sind
Die Summe dieser Befreiung erst
Gibt nachhaltig langfristig Freiheit
In einer Gesellschaft auch wenn die
Demokratie sie quasi voraussetzt
Sind wir ihr heute nicht näher als
Zu Zeiten von Kant im Gegenteil
Betrachten wir mediale Berieselung
Vermutlich in vielem sogar ferner
Wobei hier nicht das Hohelied des
Kulturpessimismus angestimmt
Werden soll sondern lieber noch
Überlegt wird was Aufklärung wie
Effektiv und attraktiv machen kann
Warum danach zu streben lohnt
Nicht nur um kein Idiot zu sein was
Vielen schon wieder Touristen wohl
Offensichtlich so fern liegt die sich
In den Flieger nach Malle setzen
Um sich vom Treibhausklima wie
Den Überschwemmungen in ihrer
Heimat zu erholen am Strand der
Auf den Untergang nur wartet oder
Sich für besser halten weil sie gen
Kreta statt Malle fliegen aber nicht
Logisch umsetzen was es bedeutet
Sich so zu verhalten weil es zur
Gewohnheit längst wurde wie auch
Manche meinen Raumfahrt sei eine
Lösung für irdische Probleme statt
Den Werten der Aufklärung logisch
Entsprechend umzusetzen dass
Raketen es nur verschlimmern
Wir Dinge beginnen für die wir noch
Lange keine Antwort oder Lösung
Haben statt uns zu bemühen hier
So friedlich wie möglich miteinander
Nach nachhaltigen Werten endlich
Schonend zu leben statt weiter zu
Zerstören was unser Leben ausmacht
Und hier beginnt Aufklärung die uns
Kritisches Denken lehrt wie mit der
Verantwortung aus Mündigkeit zu leben
Natürlich können wir weiter wie Idioten
Ohne jede Voraussicht leben wie uns
Schreiend über Katastrophen wundern
Oder aber wir lernen endlich uns auch
Nachhaltig aus der Unmündigkeit zu
Befreien Verantwortung zu übernehmen
Das Leben so gut wie möglich noch
Zu genießen weil nichts sonst bleibt
Jede und jeder muss es selbst wissen
Sich der Verantwortung stellen aber
Je mehr wir die Chance auch geben
Zu verstehen was Freiheit bedeutet
Wie sie erst durch Verantwortung
Realisiert wird statt sich in Sklaverei
Überholter Vorurteile zu begegnen
Aufklärung ist eine große Chance
Zu Freiheit und Mündigkeit was sich
Für viele noch sehr abstrakt anhört
Knapp gesagt kennt wer aufgeklärt
Kein Gesetz über sich sondern ist
Selbst bester Maßstab der Moral
Die Gesetz für jeden sein könnte
Warum es keine Gesetze mehr
Braucht in aufgeklärter Gesellschaft
Aber viele haben mehr Angst vor
Der Anarchie als ihnen Vernunft
Mut zur Zukunft machen kann

jens tuengerthal 18.7.21

Klimawahlkampf

Klimawahlkampf

Es drohe nun ein Klimawahlkampf
Ist von furchtsamer Seite zu hören
Frage mich was daran Drohung ist
Wenn es um entscheidendes geht
Die Menschen vom Westen bis Osten
Von der Eifel bis Sachsen merken
Was Klimawandel real bedeutet
Vielleicht müssten vorher nicht so
Viele ersaufen wenn manche nun
Darüber nachdächten wer schon
Lange die Natur zum Thema macht
Wie einen nachhaltigen Umgang
Der solchen Katastrophen vorbeugt
Vor dem Klimawandel warnte als
Andere noch voll auf Kohle setzten
Es ist gut so und richtig wenn nun
Alle feststellen diese Katastrophen
Sind menschengemacht es gilt hier
Verantwortung nun zu übernehmen
Klimawandel wirkt langfristig was
Bedeutet wer jetzt handelt merkt
Die Folgen erst in vielen Jahren
Warum wir lange so blind waren
Keiner all den Idioten sagte wenn
Ihr um die Welt fliegt zerstört ihr sie
Reisen schadet ganz vielfältig wie
Tourismus zur großen Gefahr wurde
Niemand muss mehr irgendwo hin
Corona hat es uns gezeigt nun aber
Darf konsequent gedacht werden
Was vieles einfach klarer macht
Wenn ich die Bedrohung erlebe
Die der Klimawandel uns bringt
Kommende Katastrophen sind
Längst berechenbar wie sicher
Überlege ich wer hat lange schon
Für nötige Konsequenzen plädiert
Bevor das Land im Starkregen ersoff
Der auch Konservative dazu zwang
Sich zum Klimaschutz zu bekennen
Sogar Sozen an der Kohle ein wenig
Zweifeln ließ auch wenn vermutlich
Schon landunter sein muss bevor die
SPD ihre Kumpel-Traditionen ändert
In der Gegenwart endlich ankommt
Weiß ich wen ich nun wähle um die
Zukunft zu sichern und wen ich mir
Als nächste Kanzlerin hier wünsche
Die es können und schon lange das
Zum Thema haben was andere nun
Erst notgedrungen diskutieren die
Vor deutlichen Worten zurückscheuen
Klimagerecht heißt auch weniger
Fleisch und kein billiges mehr weil
Viecher CO² Erzeuger immer sind
Wahlkampf ist die Zeit der Lügen
Alle versprechen irgendwas und
Programme unterscheiden sich nur
In Nuancen auch wenn sogar der
Letzte Idiot im hintersten Sachsen
Oder der Eifel begriffen haben dürfte
Was Klimawandel bedeutet und wohin
Die Leugner von AfD oder Trump die
Welt ganz schnell bringen werden
Hoffentlich sind nun die Grünen mal
Effektiv schnell und erfahren darin
Ihr Thema aufzunehmen um nun
Der Welt zu zeigen die Zukunft aus
Deutschland ist wenn sie ist grün
Sie sind nicht die Verbotspartei die
Alles was Spaß macht verbietet wie
Manche eingefleischte Griller fürchten
Die ihre SUV-Identität gerne pflegen
Weil nichts in ihnen als dicke Reifen
Sondern die einzigen die lange schon
Vor all den Katastrophen warnten wie
Effektive Vorkehrungen und damit eine
Umkehr forderten wie einen Plan für
Genau diesen Weg ewig bereits haben
Es geht nicht um verrückte Ideologie
Der Klimawandel ist tödlich real wer
Dies gerade erleidet und alle die noch
Irgend mitdenken und folgern kann
Sollte wissen was die Wahl bedeutet
Wohin die Reise nun gehen muss
Soll es noch eine Zukunft geben
Und so gesehen ist es gut so nun
Einen Klimawahlkampf zu haben
Außer für AfD FDP und die CDU
Unter Kohlekumpel Laschet der
Gerne die Krise weglachte

jens tuengerthal 18.7.21

Höschenlust

Höschenlust

Die Höschen Bar am Helmholtzplatz
Hat die Erotik schon in ihrem Logo
Das mit einem String in Andeutung
Nur gekleidete Cocktailglas was die
Lust oral noch im Strohalm weiterführt
Der Flaneur fragt sich das sommerlich
Gekleidete Publikum beobachtend
Was sich wer wohl hier dabei denkt
Einige der Damen zeigen in ihren
Trotz fortgeschrittener Nacht noch
Leichten Kleidern mehr als nur die
Andeutung sinnlicher Wäsche teils
Mit sichtbaren spitzenbesetzten Trägern
Die mehr als nötig offenbaren doch
Das Versprechen selten halten aber
So schon von sinnlicher Not künden
Die unbedingt gesehen wie vielleicht
Auch erobert werden will aber wer
Weiß schon wirklich was Damen
Die nicht immer welche auch sind
In den Tiefen ihres Gemüts wollen
Und so betrachtet der hier nur Flaneur
Was sich zeigt und wartet ab was
Das uralte Spiel bei wem erreicht
Ein wenig erschöpft ohne Vorsatz
So wandert die Lust in die Nacht
Manche wird erkannt andere verweht
Unter dem sinnlichen Schild der
Höschen Bar am Helmholtzplatz

jens tuengerthal 18.7.21

Samstag, 17. Juli 2021

Höschennacht

Höschennacht

Vor der Höschen Bar am Helmholtzplatz
Die sich nach dem Brand im Misirlou
Nun noch weiter ausgebreitet hat mit
Überall vollbesetzten Tischen an denen
Noch mehr nach Geschlechtern getrennt
Drei Paare wie in Reihe dazwischen
Von denen nur eines um den Anschein
Bemüht sich etwas betatscht während
Bei den anderen beiden einmal sie 
Wie bei dem anderen er sich nach mehr
Sichtbar sehnen aber noch nicht
Erhört wurden warten wir ab was
Die Nacht wem noch bringt nach
Aller Erfahrung sind Frauen dabei
In der gewollten Richtung erfolgreicher
Er mit Bart ist noch so sehr mit reden
Beschäftigt dass ihre Mühe mit kleinen
Berührungen bisher echolos verhallten
Bei den anderen hat er die Taktik
Gewechselt und lässt sie kommen
Was erstaunlich schnell gut funktioniert
Hach wie schön ist es doch als nur
Flaneur dies Geschehen zu beobachten
Ohne von den hormonell gesteuerten
Spielen weiter tangiert zu werden also
Nur Beobachter beim Vorspiel zu sein
Wie kostbar ist diese Freiheit doch
Angesichts der vielen enttäuschten
Erwartungen die sich noch hinter
Hoffnungen hier verstecken die
Auf üblichen Wegen verlaufen wie
Dabei die kleinen Nuancen zu sehen
Welche das Scheitern schon zeigen
Von dem die dabei blinden Beteiligten
Selbst noch nichts bemerken darum
Blind in die erwartbare Enttäuschung
Steuern wie so oft und so ist es ein
Gewöhnlicher Sommerabend am Platz
Mit Lust Träumen von Liebe sowie
Genug Alkohol anstatt und der Flaneur
Lächelt seinen Wein an und denkt
Manches ist ohne besser manchmal

jens tuengerthal 17.7.21

Lustgipfel

Lustgipfel

Frage ich mich was der Gipfel
Aller je erreichbaren Lust ist
Quasi der Mount Everest des Sex
Stand lange zusammen Kommen
Als höchstes Glücksgefühl fest
Doch wird dir irgendwann klar
Wieviel dabei Täuschung war
Es einen langen Prozess auf
Sekundenbruchteile reduziert
Die weniger wichtig eigentlich sind
Als das erlöste Gefühl miteinander
Nach der Lust wenn beide sich
Befriedigt in den Armen liegen
Glücklich über das was war
Egal wer wann kam oder nie
Ist die Überwindung geiler Spannung
Nach der sich tiefe Zuneigung breit
Macht als ein Kontinuum des Glücks
Inzwischen mir viel kostbarer was
Nicht nur an abnehmender männlicher
Potenz liegt oder der weit überlegenen
Weiblichen die über sich hinaus wächst
Sondern an der totalen Befreiung von
Vorher Geilheit wie das Gefühl dann
Alles miteinander zufrieden zu haben
Mit Nähe und Umarmung glücklich
Sein zu können genügt es zu bleiben
Warum das Kontinuum der Entspannung
Wo befriedigt miteinander geteilt für mich
Der Gipfel aller Lust ist nach dem es
Keine Höhenunterschiede mehr gibt
Du bist dann miteinander angekommen
Es ist gut so und genügt bis die Natur
Unsere Geilheit das nächste mal weckt
Warum zwar ein geteilter Orgasmus ein
Glücksmoment ist der stöhnend vollzogen
Wunderbare Erinnerung beiden bleibt aber
Spannend ist die befriedigte Hochebene
Erst in der du das Glück genießt wie
Dabei spürst es ist alles gut so was
In Zufriedenheit horizontal ruhen lässt
Wobei alles andere auch egal wird
Sich mit Hans Castorp sagen lässt
Dass die Horizontale doch die einzig
Aufrechte Lebenslage ist und wer das
Nicht kennt hat noch schönes vor sich
Denk ich erwartungslos glücklich

jens tuengerthal 17.7.21

Liebesbeziehung

Liebesbeziehung

Liebe ist ein wunderbares Glück
Sie gönnt ohne Bedingungen
Will aus Zuneigung anderen gut
Lieben zu können ist eine Gnade
Wenigen nur ist diese selbstlos
Also ganz vergönnt aber viele
Reden von Liebe obwohl sie nur
Eine Beziehung führen wollen
Bei der sie alles auf sich beziehen
Am anderen dafür gerne ziehen
Manchmal sogar erziehen möchten
Dahingestellt ob all dies nicht schon
Eine contradictio der Liebe ist
Frage ich mich warum wir einer
Beziehung höheren Wert geben
Als der selbstlosen Liebe die gönnt
Habe manches mal davon geträumt
Eine Beziehung lebenslänglich sogar
Führen zu wollen mich dazu verlobt
Also ein Eheversprechen gegeben
Was mir wichtiger ist als der Rechtsakt
Der dieses Institut formell vollzieht
Tat es weil ich es wollte und dachte
Es wäre gut so und führte zur Familie
Die ich als Kern der Liebe die ich erfuhr
Egal wieviel Konvention und Geltung
Dabei eine größere Rolle spielte als
Das zugrunde liegende Gefühl für die
Jeweils Beteiligten war es doch mir
Immer ein hohes Ziel geblieben bis
Ein letzter gescheiterter Versuch sich
Mit Perspektive binden zu wollen mir
Offenbarte wie unfrei unglücklich dies
Logisch nur machen kann weil das
Was Liebe groß macht darin logisch
Verloren geht weil es mit Ansprüchen
Aneinander wie an die Sache schon
Die immer sichere Enttäuschung in
Sich trägt der keine je genügen kann
Es ist das Streben nach Beziehung
Der Anfang vom Ende der Liebe so
Verständlich das Bedürfnis logisch ist
Etwas für immer für sich zu haben
Bleibt nur Liebe dich frei zu lassen
Wem ich Flügel verleihe kann erst
Wurzeln in geteilter Erde schlagen
Beim Griff nach den Sternen auch
Auf festem Grund zu stehen leider
Machen die meisten es aus alter
Gewohnheit andersherum und
Verwechseln Familienliebe mit der
Romantischen Liebe zur Paarung
Die Liebe ist ein Spiegel der Natur
Wie sich in ihr sexuell auch die
Gegensätze paarend finden
Um vereinigt mehr zu werden
Wurzeln wir dort wo wir beflügelt
Sind Fesseln das Gift der Liebe
Ist Liebe Beziehung genug weil
Alles mehr dem Wunder schadet
Was konventionell schwierig ist
Aber real das größte Glück wird
Wo wir es wagen zu gönnen
Einander wie dem anderen
Was nur für sich bleibend
Wirklich lieben kann aber
Real seltener ist als solche
Die Kant konsequent leben
Beiden geht es im Kern um
Das Glück der Freiheit

jens tuengerthal 17.7.21

Mündigkeitsverantwortung

Mündigkeitsverantwortung

Wenn Aufklärung die Befreiung aus
Selbstverschuldeter Unmündigkeit ist
Bedeutet dies mehr Verantwortung
Wäre der Weg dorthin also keine
Last sondern eine Befreiung daraus
So weit so logisch nach Kant aber
Was bedeutet dies in Zeiten globaler
Veränderungen für den einzelnen
Wo muss jeder sie übernehmen
Was wäre eine bloße Zumutung
Die das sittliche Handeln nicht
Weiter fördert und also entbehrlich
Wer weiß was die Klimakrise fördert
Aber dies wissentlich ignoriert handelt
Ergo unsittlich was zum Vorwurf wird
Der Mitverantwortung so begründet
Gleiches gilt für die Versiegelung von
Böden durch Siedlungsbau auch wenn
Deren Bewohner tragisch Opfer wurden
Ignoriere ich die Verantwortung derer
Die sagen es sei alles so schrecklich
Wie die Menschen täten ihnen so leid
Aber bei nächster Gelegenheit dann
Wieder in die Ferne fliegen wollen
Ist es nicht eine Frage der Mündigkeit
Die sich in Krisenzeiten deutlich zeigt
Über Ursachen der Probleme auch
Offen zu reden statt sich weiter noch
Mit alten Lügen zu trösten um sich
Beim nächsten mal erschüttert zu geben
Wäre es im Sinne der Aufklärung nicht
Nötig zu sagen was passiert ist die
Natürliche Folge unseres Lebensstils
Wer weiter so propagiert riskiert Leben
Mündigkeit anerkennen heißt heute
Verantwortung zu übernehmen für die
Folgen eines Lebens das Natur ist
Das Amt für Katastrophenschutz hat
Bemängelt es fehle an Aufklärung der
Bevölkerung zum Umgang mit Notlagen
Vielleicht um davon abzulenken dass sie
Versäumten ein taugliches Warnsystem
Was es bei künftigen Katastrophen nötig
Zu installieren denn es braucht keine
Neue Regelung und Berieselung der
Bevölkerung sondern mehr Mündigkeit
Gegenüber bekannten Tatsachen die
Natur uns nur deutlicher vorführt mit
Allerdings erwartbar berechenbaren
Folgen für die Menschen und warum
Es alle Beteiligten ignorierten ist viel
Wichtiger als mehr Entmündigung der
Betroffenen durch Katastrophenschutz
Der Wandel der Zeiten infolge des
Klimawandels stellt auch die Aufklärung
Vor neue Fragen beim sittlichen Handeln
Ist es gerechtfertigt zu entmündigen wenn
Dadurch viele Leben gerettet werden was
Kritisch geprüft im Notfall noch bejaht
Werden könnte weil Leben immer noch
Unwiederbringlich ist aber fraglich ist
Wie ändern wir nachhaltig etwas ohne
Mündige Übernahme von Verantwortung
Als stets Bedingung friedlichen Lebens
Warum gerade jetzt der Zeitpunkt passt
Die Dinge beim Namen zu nennen statt
Weiter Deantwortung zu legitimieren
Wer sich über Versiegelung aufregt aber
Weiter durch die Welt fliegt zeigt damit
Wie wenig mündig reflektiert wurde wo
Sich vor Verantwortung gedrückt wird
Umgekehrt zeigt sich unmündig wer
Versiegelung aufrecht erhält aber
Über den Klimawandel schimpft denn
Wie alles Natur ist was schon Lukrez
So treffend im de rerum einst schrieb
Beeinflusst eines das andere auch
Beide sind Mittäter der Katastrophe
Die nur die Übernahme mündiger
Verantwortung künftig verhindert
Die Ausrede der Unkenntnis taugt
Wenig im Zeitalter des Internet
Jeder der will kann wissen was ist
Mündigkeit begründet Verantwortung
Wie deren Übernahme Mündigkeit zeigt
Beides ist Ziel der Aufklärung die
Gerade lebensnotwendiger scheint
Weil sie das Problem beheben kann
Nicht auf andere Schuld schieben
Sondern Verantwortung übernehmen
Zeugt von Mündigkeit allein wem es
Daran schon mangelt hat sich damit
Für die Zukunft disqualifiziert sie in
Ihrer Komplexität nicht verstanden
Mündigkeit gibt uns erst Freiheit
Zum Preis der Verantwortung die
Ein kritisches Denken mit sich bringt
Bin gespannt was die Krise offenbart

jens tuengerthal 17.7.21

Umgangsfragen

Umgangsfragen

Wie gehen wir mit vielen Toten um
Die Naturereignisse erwartbar fordern
Was kann aus einer Pandemie
Langfristig für alle gelernt werden
Welche Fehler sind vermeidbar
Was wäre der richtige Ton im
Umgang mit Angst und Schrecken
Die massenhaftes Sterben verbreitet
Wie lässt sich mit der Zukunft noch
Nachhaltig und gut leben wenn wir
Wissen die Zahl der Katastrophen
Wie ihrer Opfer wird weiter steigen
Warum ist Verantwortung entscheidend
Wieso ist Verantwortungsübernahme
Kein Schuldeingeständnis aber dafür
Ein Beweis echter Größe der langfristig
Zur Führung legitimierte in der Demokratie
Ist die Lehre vom Umgang mit Menschen
So weit verschollen dass die virtuelle
Berieselung alles andere ersetzt was
Real ungreifbar so relativiert anstatt
Konkrete Wege uns aufzuzeigen wie
Sie seit langem allen bekannt sind die
Aber weiterhin still ignoriert werden
Gehört mehr Ehrlichkeit im Umgang
Statt überholter Rituale dazu Menschen
Eine gute Perspektive zu geben um
Es künftig besser zu machen
Was sind die Prioritäten eines Umgangs
Mit mündigen Menschen die Hilfe eher
Brauchen als Rituale der Betroffenheit
So erschütternd etwas auch sein mag
Wem nutzt die Flucht in diese rituelle
Trauerbekundung wirklich als jenen
Die gern von Verantwortung ablenken
Denn traurig schauen kann jeder wie
Zeitgleich gegen Greta Thurnberg im
Üblichen Ton hetzen die genau davor
Gewarnt hat was keiner hören wollte
Wie können gebildete Menschen nun
Verantwortlich miteinander umgehen
Passt Epikurs Satz der Tod ginge ihn
Nichts an in Zeiten wie diese oder
Wäre das Mißachtung der Trauernden
Ist wer sich dem Leben zuwendet wie
Zu retten versucht was möglich ist
Auf dem besseren Weg als jene die
Mit Ritualen Verantwortung relativieren
Hilft Ehrlichkeit hier nicht viel weiter
Als die rituellen Lügen der Gewohnheit
Wie sie jetzt viele lautstark fordern
Sind die Toten da tot für uns als
Menschen egal und nur noch Sachen
Die es schnell zu beseitigen gilt um
Die Ausbreitung von Seuchen dort
Zu vermeiden wie möglichst schnell
Normalität wiederherzustellen welche
Der Schlüssel zum Wohlbefinden ist
Geht es einfach um Wiederaufbau der
Natur wieder abzutrotzen was sie sich
Ungefragt dieses mal nahm weil alles
Natur ist egal wo ich darin stehe
Liegt in der Krise eine große Chance
Endlich zu lernen wie etwas zu ändern
Ist die letzte der vielen Fragen zum
Umgang mit Natur und Krisen die sich
Künftig noch häufiger stellen werden

jens tuengerthal 17.7.21

Katastrophenklima

Katastrophenklima

Während immer noch nicht alle
Leichen im Katastrophengebiet
Tief im Westen der Republik
Geborgen werden beginnen die
Versuche kollektiver Deantwortung
Über stille Trauer die jede Schuld
Diskussion zu verbieten all der
Verantwortungsträger die zu lange
Nichts taten und jetzt ganz genau
Wissen woran es lag aber nie davor
So deutlich warnten und sich dafür
Mit teils religiösen Formeln in das
Harte Schicksal aller fügen aber
Genau das ist der falsche Weg
Die Wetterlagen sind ein Resultat
Der Klimakrise unstrittig wie deren
Auswirkung menschlicher Dummheit
Zuzuschreiben ist die wider besseres
Wissen baute versiegelte ignorierte
Es geht darum jetzt etwas zu ändern
Dazu muss Verantwortung übernommen
Wie Gewohnheiten geändert werden
Es betrifft jeden von uns der mit seiner
Art zu leben einen Beitrag zum Klima
Wie der aktuellen Krise leistet darum
Ist es völlig falsch dieses Katastrophenklima
Nicht nutzen zu wollen um sich stattdessen
Einer Trauer die nichts ändert hinzugeben
Wie Betroffenheit die völlig wertlos ist
Es braucht keine Führer in Gummistiefeln
Sondern eine zuverlässige Verwaltung
Die den Job macht der ihre Aufgabe ist
Keiner braucht ein Bild der Lage wenn
Genug Bilder von vor Ort existieren
Wer sich über Schaulustige beschwert
Aber als Politiker nichts anderes ist
Hätte klar besseres zu tun versagt
Also in der Krise und bindet Energien
Die dringend für anderes gebraucht
Wir können das Katastrophenklima
Jetzt nutzen und mutige Beschlüsse
Fassen die an die Ursachen gehen
Daneben muss entsiegelt werden
Wie der Katastrophenschutz klar
Gestärkt werden weil solche Situationen
Künftig noch häufiger zu erwarten sind
Darüber sollte jetzt geredet werden
Nur das ehrt und achtet die Toten
Wie es den Überlebenden wieder
Eine Perspektive in der Zukunft gibt
Halten wir den Finger in die Wunde
Sagen wir wo das Problem liegt denn
Was passierte ist weder überraschend
Noch unvermeidlich auch wenn es
Schrecklich bleibt es ginge in einem
Land wie diesem ganz anders wenn
Endlich jemand Verantwortung auch
Übernähme statt nur betroffen zu sein
Davon wird keiner wieder lebendig
Es rettet auch künftig kein Leben
Beseitigt keinen Meter Schlamm
Ändert nichts am Klima eher
Im Gegenteil schädigt jede Reise
Das Katastrophenklima nutzen
Heißt die Folgen zu bedenken

jens tuengerthal 17.7.21