Lektürentagebuch 27.3.25
Heute Nacht in den frühen Stunden
Des Morgen noch mit Franz Hessel
Als Flaneur in Berlin gen Norden gezogen
Dem Weihnachtsrummel zu entkommen
So sehr der Autor den goldenen Westen
Liebe in dem er auch immer lebte so
Unerträglich fand er ihn um Weihnachten
Wo selbst Unterwäsche im Glitzer liegt
Er wählt den Weg in den Wedding wie
Gesundbrunnen die immer noch als
Ehrliche Arbeiterviertel eher gelten auch
Bei hohem migrantischen Anteil dort
Erzählt vom Humboldthain und wie er
Nach dem Spaziergang dort zufällig
Eine Straßenbahn gern Pankow noch
Erwischt wo er ausgiebig flaniert
Berichtet vom Schlosspark mit dem
Sommersitz von Elisabeth Christine
Der ungeliebten Frau Friedrichs Ii.
Die für einen schönen Park sorgte
Von Wilhelm Piek der dort seinen Sitz
Als einziger Präsident der DDR hatte
Schreibt Hessel natürlich nichts die
Erinnerungen an diesen im dortigen
Schloss Schönhausen sind auch heute
Kein Grund zur Besichtigung des sehr
Schön sanierten Barockschloss mit dem
Wunderbaren Park an der Panke
Dieser folgend wie die Villen dort als
Großzügig bewundernd ging es durch
Den Bürgerpark Pankow wie weiter
Entlang der Panke gen Wedding zurück
Dort besucht er mit vielen Anwohnern
Als Feierabendvergnügen eine Revue
Die als Theater ganz wunderbar mit
Allen bekannten Klischees spielte
Liebevoll schreibt er so über die
Vielen Kleinstädte die Berlin bilden
Für sich ziemlich piefig wohl sind
Doch gemeinsam noch was werden
Eine wunderbare Beschreibung die
Sich mit meiner Erfahrung voll deckt
Denn Berlin gibt es gar nicht dafür
Viele Dörfer die ein ganzes werden
Viel gelesen habe ich heute noch
Unterwegs in der wunderbaren
Ausstellung Was ist Aufklärung im
Pei-Bau des DHM weil schon das
Thema Aufklärung zum Lesen
Einlädt die Befreiung aus der
Selbstverschuldeten Unmündigkeit
Lektüre und Denken erfordert
Wie schön allein war es schon
Die Worte Kants im Original der
Berlinischen Monatsschrift zu lesen
Wie gut taten die Klassiker dort
So ging ich voll erfüllt wieder den
Berg hinauf auch wenn es Punkte
Berechtigter Kritik über vertane Chancen
Dort gibt war es doch lohnende Lektüre
Wie das Thema Aufklärung mich
Immer glücklich macht und erfüllt
Eben den Geist erleuchtet was die
Herkunft des Wortes gut erklärt
Im deutschen kommt es nämlich
Doch dem englischen wie dem
Französischen darin ähnlich vom
Wetter das mit Licht aufklart
Sehr schön wird dieser Ursprung
In dem Stich von Chodowiecki am
Anfang der Ausstellung mit seinem
Titel Aufklärung als Wetter deutlich
Im Anschluss an die so schöne
Ausstellung für alle Bücherliebhaber
Sicher lohnender als die Leipziger
Manga Messe las ich im Katalog
Die Einführung dort liest sich gut
Stellt die Aufklärung in den Kontext
Der ihre Notwendigkeit begründet
Auch wenn ich ihre Kritik nicht teile
Diese etwas woke Bezugnahme auf
Überholte Texte wie die Dialektik der
Aufklärung von Horkheimer und Adorno
Scheint doch eher als unangemessen
Sehr gut stellt sie den Text Kants dabei
In seinen historischen Kontext auch
Wenn die in Wien geborene amerikanische
Literaturwissenschaftlerin Liliane Weissberg
Dabei etwas wenig zu Moses Mendelssohn
Wie zum Verhältnis zu Kant sagt ist es eine
Bereicherung ihre Ausführungen zu lesen
Bin gespannt auf andere Autoren dort
So werden mich heute wohl der Katalog
Wie Franz Hessel in den Schlaf begleiten
Was eine angenehme Nachtruhe verspricht
Aufklärung tut mir ja immer gut irgendwie
jens tuengerthal 27.3.25
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