Lektürentagebuch 17.3.25
Heute mit Franz Hessel als Flaneur
In Berlin den Kreuzberg bestiegen
Zuvor jedoch mit ihm saugt an zwei
Schaufenstern am Fuße erfreut
Zum einen ein Wäsche und Spitzen
Geschafft mit fein geklöppelten Angeboten
Wie eines mit Kanarienvögeln wie auch
Mitteln zur Insektenvernichtung Tiere und Gift
Wie Hessel diesen Zusammenhang fein
Bemerkt und dadurch betont wie absurd
Manches im Alltag doch sein kann ist
Typisch für den aufmerksamen Flaneur
Die Besteigung des Berges der lange noch
Die höchste Stelle von Berlin war von der
Großbeerenstraße aus beschreibt Hessel
Wieder mit viel Humor und Ironie dabei
Erzählt von Kindern und Sandkisten
Der Freude der dort Burgenbauer
Die er gerne länger beobachtet hätte
Riefe nicht das Kreuzberg Denkmal
Auch das von Schinkel noch entworfene
Wie 1817 bis 1821 ausgeführte Denkmal
Das in der Form an den Kölner Dom der
Nach Schinkels Plänen vollendet wurde
Wird mit unverkennbarer Ironie dennoch
Respektvoll beschrieben übrigens gab
Dieses Denkmal erst dem Kreuzberg
Seinen Namen mit dem Eisernen Kreuz
Nur dezent erwähnt Hessel dies sei lange
Der höchste Punkt Berlins gewesen an dem
Friedrich Wilhelm III die Freiheitskämpfer
Gegen Napoleon mit allem Schlachten ehrte
Jede Schlacht ist durch symbolische Figuren
Dargestellt in denen sich die Feldherren oder
Mitglieder des Königshauses wie auch die
Berliner Lokalheilige Königin Luise zeigen
Die Idee des Denkmals ging noch von
Der patriotischen Berliner Bürgerschaft aus
Welche in den Kriegen große Opfer brachte
Ursprünglich war ein Freiheitsdom geplant
Dieser scheiterte jedoch an den Kosten
Neben dieser zentralen Gedenkstätte
Entwarf Schinkel noch sieben kleinere
Die am Ort der je Schlachten stehen
Leider nicht erzählt Hessel die dazu
So gut passende Geschichte wie das
Ganze Denkmal 1888 noch um weitere
Acht Meter angehoben werden müsste
Nach der Klage einiger Bauherren
Entschied der Kaiser das Denkmal
Auf ein begehbares Fundament zu stellen
Damit es ja der höchste Punkt bliebe
Der dafür betriebene Aufwand ist typisch
Für das wilhelminische Berlin das sich mit
Dem Berliner Dom dann auch die größte
Kuppel der Christenheit bauen ließ
Über die Ästhetik des neugotischen
Denkmals soll hier nicht gestritten werden
Immerhin war es noch von Schinkel wie
Von Rauch Tieck und Wichmann realisiert
Das Gebäude darunter ist heute zumindest
Heimat der dort Fledermäuse wie eines
Lapidariums was sich ja gut ergänzt
Ist sonst nicht weiter der Rede wert
Im Rahmen der sehr aufwändigen
Anhebung des Denkmals wurde auch
Der Viktoriapark darunter mit dem Wasserfall
Angelegt der dem Zackelfall gleichen soll
So über Hessel und ein wenig Wikipedia
Wieder neues über die Geschichte Berlins
Gelernt und warum Kreuzberg so heißt
Was doch eine schöne Geschichte ist
Dass die Befreiungskriege leider keine
Befreiung der Bevölkerung brachten
Sondern ein Erstarken des Absolutismus
Wäre eine andere Geschichte dabei
Diese wurde dann ab 1848 auch in
Berlin spannend neu geschrieben durch
Die leider nur zeitweise erfolgreiche
Revolution mit Parlament in der Paulskirche
Dieses Scheitern wurde auch in Berlin
Durch die Weigerung des preußischen
Königs die Kaiserkrone des Parlaments
Anzunehmen mitbegründet leider
All dies hat nichts mit dem Kreuzberg
Oder den Viktoriapark zu tun auch nicht
Mit dem Wasserfall aus dem Riesengebirge
Aber ist Teil deutscher Freiheitsgeschichte
Auch davon bei diesem monarchisch
Militärischen Denkmal zu erzählen passt
Zur Ironie mit der Hessel es beschreibt
Der im Jahr der Anhebung nach Berlin zog
jens tuengerthal 17.3.25
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen