Sonntag, 21. Juni 2026

Volksheld

Volksheld

Ein jesidischer Kurde mit deutschem 
Pass türkischer Staatsangehörigkeit 
Namens Deniz Undav der in
Varel geboren wurde schießt 
Seine Wahlheimat nach dem
Zweimaligen Vorrundenaus
Als goldene Einwechslung 
Ins WM Achtelfinale und wird 
In Deutschland dafür gefeiert
Wer Weltmeister werden will
Und Spaß am Spiel möchte
Sollte also dringend die AfD
Mit ihren Träumen von Deportation 
Verbieten um mit der bunten 
Mannschaft wieder zu feiern 
Die gut ist weil so vielfältig

jens tuengerthal 21.6.26

Nachtliebe

Nachtliebe

Liebe die Nacht sehr
Auch weil es kühler wird
Nach sonnig heißen Tagen
Sie mir tiefe Ruhe schenkt
Obwohl Berlin nie schläft 
Irgendwas hier immer ist
Gibt die Nacht wenn die
Meisten einfach schlafen 
Du nicht erledigen musst
Noch nicht mal kannst weil
Das meiste geschlossen hat
Eine grenzenlose Freiheit
Es ist meine Zeit dann allein
Gerne ganz für mich mit ihr
Schenkt sie mir tiefe Erfüllung
Was wohl Vollzug der Liebe ist
Die ich im Dunkeln ganz lebe 
Auch in den kürzesten Nächten 
Bevor die Sonne wieder wendet 
Bleiben genug dunkle Stunden
Zu genießen was alles nicht ist 
Denke ich glücklich darüber
Was sich in der Nacht findet

jens tuengerthal 21.6.26

Liebesverwundert

Liebesverwundert

Die Liebe ist ein Wunder
Das immer wieder auch
Verwundert um uns dann
Erstaunlich zu verwandeln
Egal ob dann verliebt oder 
Schon in tiefer Liebe noch 
Immer verliebt wissen wir
Wenig von dem vielen was
Dabei mit uns geschieht
Sind uns aber dabei ganz
Sicher dass es nun nur so 
Sein kann wie es ist weil
Es ist was es ist
Mehr nicht 

jens tuengerthal 21.6.26

Nachspielriesling

Nachspielriesling 

Nach dem Spiel noch ins Crossroads
Auf einen Riesling auf der Terrasse
Den Selma die sommerlich leicht
Bekleidet auch ist gleich brachte

Hier sitzen noch einige um die
Warme Sommernacht zu genießen
Neben mir zwei junge Damen die
Eifrig plaudern sonst bunt gemischt

Langsam wird es ruhiger nachdem 
Erst hupende Autos kamen beginnt
Tino nun gegen eins einzuräumen
Als stiller Flaneur darf ich noch 

Direkt an der Straße sitzend sind 
Die anderen Gäste etwas entfernt
Dafür sind die Damen neben mir 
Laut genug und lästern über Botox

Noch tingeln viele durch die Straßen
Die Stimmung ist erleichtert fröhlich 
Hier ist es ruhig gelassen bis auf
Die jungen Damen neben mir

jens tuengerthal 21.6.26

Deutschelfenbein

Deutschelfenbein

Heute Fußball vor der großen
Leinwand im Café Liebling wo
Noch ein Platz vorne frei war
Und los geht es mit dem Fußball

Es beginnt zügig hin und her in der
9. Minute der erste Torschuss mit
Kopfball der kurz verletzte Spieler
Schlotterbeck kehrte zurück

Ein erstes deutsches Tor zählt
Leider nicht da Foul am Torwart
In der 22. Minute und weiter nach
Erholungspause für den Torwart

Nach kurzer Trinkpause geht es
Weiter und die Elfenbeinküste schießt
Das 1:0 nach schnellem Konter sehr
Schön gemacht leider

Dann wieder ein deutsches Tor was
Leider nicht zählt wegen Foul vom
Musiala vorher noch nun ein Freistoß
Aus dem leider nichts wird 

Es bleibt zur Pause 1:0 für die Ivorer
Die auch einen Fan im orangenen
Trikot hier haben die Mehrheit ist 
Ein wenig erstaunt noch

Weiter geht es hin und her beide
Haben Chancen in der 67. Minute
Endlich schießt Undav das 1:1
Nach schönem Zuspiel vorher

Das deutsche Team stürmt befreit
Nach vorne und kurze Pause dann
In der 3. Minute der Nachspielzeit
Das 2:1 wieder durch Undav

Sie haben sich also stark wieder
Zurückgekämpft und das Spiel
Endet 2:1 die Zuschauer jubeln
Klar wurde wie wichtig Undav ist

Ob der Bundestrainer ihn im nächsten
Spiel wieder nur einwechselt werden
Millionen deutsche Bundestrainer nun
Vermutlich aufgeregt diskutieren 

jens tuengerthal 20.6.26

Samstag, 20. Juni 2026

Lektürentagebuch 20.6.26

Lektürentagebuch 20.6.26

Am 2. Juli 1581 reiste der Autor und
Philosoph Michel de Montaigne aus 
Florenz an einem Sonntag nach dem
Mittagessen ab gen Westen 

Lese heute in seinem Tagebuch der
Reise nach Italien über Deutschland
Wie die Schweiz aus der geliebten 
Anderen Bibliothek mal wieder weiter

Sie kamen durch eine sehr fruchtbare
Ebene in der die berühmtesten Felder
Für Melonen in der Toskana lägen
Dabei sein die guten Sorten nie vor

Mitte Juli reif und die allerbesten gäbe
Es in Legnaia drei Meilen von Florenz
Ihre Straße führt sie an Castelli und
Dörfern sehr eben dabei vorbei

Ein Landgut klang antik ohne es je
Zu sein dabei beeindruckten ihn 
Drei Dinge sehr die Sonntagsarbeit
Des Volkes auf den Feldern erstens

Wie diese mit der Laute in der Hand
Ariost im Mund führen selbst die nur 
Hirtenmädchen was einem aber in
Ganz Italien auf diese Art begegne

Drittens wie sie das gemähte Korn
Über zwei Wochen auf den Feldern
Lassen ohne dabei zu fürchten dass
Der Nachbar es stehlen würde 

In der Dämmerung erreichten sie
Scala es gab dort nur einen Gasthof
In der Umgebung von zwanzig Meilen
Der aber sehr gut wohl war 

Allerdings aß Michel nahezu nichts
Da er Zahnschmerzen hatte die oft
Mit seiner Migräne kämen ihn leider
Am Essen völlig dann hindern 

Am Montag den 3. Juli 1581 folgten 
Sie weiter der ebenen Straße längs 
Des Arno bis sie gegen Mittag nach
Pisa kamen was dem Herzog von

Florenz gehöre und wo der Arno
Nach einigen Meilen mündet
Die Schulen waren bereits alle
Geschlossen der Hitze wegen

So halten sie es über die drei Monate
Mit der größten Hitze jedes Jahr was
Heute sehr vernünftig auch klingt dort
Lernen sie eine Komödiantentruppe

Kennen die ganz hervorragend war 
Weil ihm der Gasthof nicht zusagte
Mietete er ein Haus mit vier Zimmern
Wie einem großen Esssaal dazu 

Die Miete war günstig aber da dort
Servietten so selten wie Bettwäsche
Also nur einmal die Woche noch
Gewechselt wurden aßen dort nur 

Die Diener sie aber lieber außerhalb
Das Haus blickte wunderbar auf den
Kanal als welcher der Arno  das sonst
Stadtgebiet breit durchfließt 

Am Mittwoch den 5. Juli besichtigen
Sie den Dom der steht wo früher noch
Ein Palast Kaiser Hadrians stand der 
Im Bau Trümmer der Antike verwandt

Er ließ sich also drei Tage Zeit bevor
Die größte Sehenswürdigkeit von ihm
Hier überhaupt betrachtet wurde was 
Sein typisch ironischer Humor ist

Den Campanile dort der als schiefer
Turm heute noch weltberühmt ist sah
Er auch der ringsum noch offene 
Säulengänge damals hatte 

Auch die benachbarte Kirche mit dem
Namen San Giovanni besucht er und
Staunt über ihren Reichtum erzählt
Geschichten von Medici Herzögen

An Reliquien und Kunstwerken
Gäbe es hier mehr als irgendwo sonst
In ganz Italien besonders gefiel ihm
Der Friedhof Camposanto noch

Dazu erzählt er schöne Geschichten
Mit einem gewissen Humor über die
Dort rasante Entwicklung der Leichen 
Zu ganz bleichen Skeletten

Angeblich sei der Friedhof mit Erde 
Aus Jerusalem aufgeschüttet worden
Das die Flotte brachte mit der Pisa am
Kreuzzug von Barbarossa teilnahm 

Von den Bergen holen sie sich ganz
Wunderschönen Marmor und hätten 
Hervorragende Steinmetzen in der 
Stadt arbeiteten auch für den König

Von Fez in der Berberei Handel war
Dort schon ganz lange international 
Erzählt von großen Säulen wie dem
Königlichen Gedenken in freier Stadt

Wenn schon Italien dann auch noch
Mit Johann Gottfried Seume nach
Triest auf seinem Spaziergang nach
Syrakus der passend weiter geht

Er beschreibt sehr anschaulich eine
Pension von drei Schwestern die in
Prewald von den Damen immer noch
Betrieben wurde die eigen waren

Wie er dort mit einem Feldpriester
Der Dauergast war an den Tisch kam
Sie freundlicher wurden als sie seine
Goldene Uhr dazu noch sahen

Von Triest könnte er nicht viel sagen
Die Stadt sei sehr merkantil was er
Nun überhaupt nicht je noch wäre
Der Anblick von oben wäre schön

Auf einige Zeit sei es ein Vergnügen
Was es auf Dauer sicher nicht sei als 
Ein Amphitheater am Meerbusen mit
Zu hohen Bergen drumherum noch

Auf den Bergen überall sehr schöne
Weingärten er könne darüber aber
Nicht urteilen bisher die Altstadt sei
Eng dunkel und damit auch finster

Die Neustadt sei dem Meer schon
Abgewonnen worden er wohnte in
Dem Gasthof in den Winkelmann
Von einem Bedienten ermordet wurde

Die Aussicht wäre sehr schön nach
Dem Hafen vielleicht sogar war es
Das Zimmer des Mordes sogar wir
Sind spürbar schon in Italien nun

Dafür trifft er den Philologen Abraham
Penzel der als Sprachmeister dort ist
Eine wechselhafte Karriere machte 
Die immer wieder am Wein auch hing 

Das beste Haus der Stadt sei das
Eines Griechen prächtig ganz neu
In gutem Stil erbaut doch klagen die
Triester über den Frieden weil sie

Am Krieg besser verdienen würden
Das neue Schauspielhaus sei das
Bisher beste seines Weges dabei
Gehören alle Logen den Kaufleuten

Es wäre ein großer Lärm im Theater
Typisch italienisch eben würde dort
Konversation wie Rendezvous bis
Zur Börse getrieben und mehr

Auf der Reise ins Paradies fuhr das
Ehepaar Gondela am 15. September 
1802 von Würzburg bis Adelsheim 
Schwärmen von Wald und ersten

Blicken auf den Odenwald an dem
Auch Heidelberg liegt das Ziel ihrer
Hochzeitreise voll romantischer
Erinnerungen also noch für sie

Eigentlich wollten sie schon bis
Nach Neckarelz aber als der Gasthof
In Adelsheim gut war und ihr Postillon
Sie mit gefährlicher Fahrt nervte

Blieben sie eben in Adelsheim
Wo alles ordentlich schön war
Hier lobten die Menschen die
Bald neue Aufteilung des Landes

Auch Henrich Gondela der sich zuvor
Schon mehrfach über den Zustand
Der Straßen beschwerte meinte es
Könnte mit klarem Besitz besser sein

Dort wechselten die Grenzen ständig
Zwischen Kurmainz Reichsrittern wie
Der schon Kurpfalz hin und her aber
Keiner pflegte die Straßen noch

Das zumindest könnte mit neuen
Klaren Grenzen wohl besser werden
Wandelt Heinrich Gondela seine 
Sicht auf das Ende des Reichs

Spannend wie unterschiedlich hier
Durch die Jahrhunderte gereist wurde und wie nah sie sich doch waren im
Tempo wie auch im Denken dabei

jens tuengerthal 20.6.26

Brummer

Brummer 

Ein Brummer brummt durch meine
Bibliothek er scheint ganz aufgeregt
Nervt und stört beim Lesen sehr
Der erste Reflex ist Fliegenklatsche

Dann zögerte ich einen Moment
Dachte an Alphonse Karr der in
Der Reise um seinen Garten auch
Die Insekten fein beschreibt

In ihrer Fortpflanzung wie in ihrer
Sehr diffizilen Schönheit und schon 
Schien es mir absurd ein Tier nur 
Töten zu wollen weil es nervt

Immer wieder flog der dicke Brummer
Zum Fenster wollte offensichtlich raus
Als ich dort hin ging flog er weg wie 
Es ihn die Erfahrung lehrt und was

Täten wir käme ein so riesiges Wesen 
Auf uns zu dem verglichen auch die
Dinosaurier die immer trauriger sind
Noch winzig natürlich wirken

Mutig näherte sich die winzige Fliege
Als wollte sie mir etwas mitteilen 
Doch ich verstand sie nicht wirklich 
Ob ich wie Scheiße für sie roch

Beschloss Gelassenheit zu üben 
Statt mich aufzuregen oder auf
Fliegenjagd zu gehen was für beide
Harte Minuten wohl waren

Dann aber musste ich zufällig
Also den Diwan dazu verlassen 
Öffnete bevor ich den Raum in Ruhe
Verließ ein Fenster ganz weit

Als ich zurückkam hörte ich schon
Nichts mehr brummen schloss das
Fenster und hatte meine Ruhe wieder
Mit wie wenig ein Leben gerettet

Dachte ich dabei und freute mich
Wie die Erinnerung an gute Bücher
Alles zum besseren wenden kann
Sollte ich mir vielleicht merken 

jens tuengerthal 20.6.26

Völkermörder

Völkermörder

Die Erben der Mauerschützen 
Welche sich heute Linke nennen 
Beschlossen das Vorgehen Israels
In Gaza Völkermord zu nennen

Damit wurden sie Opfer einer
Infamen Hamas Propaganda
Die in Spanien sogar regiert
Sich in ihrem Antisemitismus 

Der in Spanien ja Tradition hat
Seit der Rückeroberung durch
Die katholische Sekte aber hier
Noch relativ verpönt bisher war

Auch wenn in linken Kreisen
Schon lange von Pali Solidarität
Geredet wird gab es doch noch
Genug historische Verantwortung

Eine junge Generation radikaler
Linker fühlt sich an den Konsens 
Der BRD nicht mehr gebunden
Israel nicht von hier zu verurteilen 

Als Erben der Völkermörder die
Hier mit Mehrheit gewählt wurden
Ist es nicht Aufgabe der Deutschen
Israel jemals zu verurteilen sondern

Solidarisch an der Seite des Staates
Zu stehen dessen Entstehung auch
Folge des deutschen Holocaust war
Was keiner Diskussion mehr bedarf

Doch die solidarische Linke ist lieber 
Latent antisemitisch als auf Stimmen
Der linken Judenhasser länger noch
Verzichten zu wollen sich selbst nah 

Es haben die Völkermörder nicht
Behauptungen der Islamisten die
Eine Vernichtung Israels wollen 
Als Propaganda zu übernehmen

Wer es dennoch tut ist einfach ein
Widerlicher kleiner Antisemit und
Links und rechts werden hier leicht
Im alten Hass noch verwechselt

Wer heute Linke wählt unterstützt
Damit die Hamas und einen Verein
Populistischer Antisemiten was auch
Jeder vorher wissen kann der will

jens tuengerthal 20.6.26

Parknacht

Parknacht 

Um drei Uhr auf einer Bank
Im Park am Helmholtzplatz 
Sind noch Stimmen zu hören
Aber es herrscht relative Ruhe

Gelegentlich noch ein Auto oder
Ein fernes Tatütata doch scheint
Das wenige lauter als am Tag weil
Die Ruhe der Nacht vorherrscht

In wenigen Stunden schon werden
Die Vögel hier wieder zwitschern 
Wenn die letzten Nachteulen auch
Hier in ihr Bett gefunden haben

Morgen was schon heute ja ist
Also nachher sollen Gewitter kommen
Genieße die warme Nacht hier
Irgendwo brummt eine Beatbox

Es ist ruhiger als am Tag aber durch
Die Ruhe wird alles was noch ist
Hier im Dunkeln allein viel deutlicher
Scheint weit entfernt von Nachtruhe

Die Stadt schläft nie immer ist da
Etwas oder jemand schon oder noch
Vom Platz her klingt das regelmäßige 
Geräusch letzter Tischtennisspieler 

Es ist eine eigene Erfahrung in der
Schlafenden Natur zu sitzen und
Dort alles andere klar zu hören
Während alles um mich dunkel ist

jens tuengerthal 20.6.26

Barnacht

Barnacht

Auch in der Bar ändert sich
In der Nacht die Stimmung
Wenn nur noch die ewigen 
Stammgäste da sind und
Tino beginnt aufzuräumen
Wird alles ruhiger und die
Rollläden oben werden
Schon herunter gelassen 
Christoph redet mit Nina
Die gerade gegen zwei kam 
Während Roy mit Nina und
Christoph ruhig plaudert
Ist Volker mit seinem Freund
Im etwas zu lauten Gespräch
Beginnen unter den Herren 
Die Erklärungen der Zuneigung
Ein Polizeibus rast mit lautem
Tatütata hier vorbei und der
Betrunkenste erklärt die
Anderen für völlig trunken 
Was zeigt nicht alle Gespräche
Werden in der Nacht klüger

jens tuengerthal 20.6.26

Sommerriesling

Sommerriesling

Viertel nach zwölf vorm Crossroads
Angekommen bei sommerlichen
Temperaturen auf der gut besetzten
Terrasse noch Platz genommen

Neben mir eine Dame auch am
Telefon beschäftigt sitzen rechts
Noch zwei Damen unterm Baum
Sind angeregt im Gespräch wie

Die beiden Damen rechts von mir
In langen sommerlichen Kleidern
Konzentriert im Gespräch über ganz
Wichtige Dinge und Kleidung sind

Inzwischen haben sich Doreen
Aus dem Haus hier und ich auch
Vorgestellt während Mo der mit
Tino heute hier ist schon den 

Guten Rheingauer Riesling brachte
Vorher noch drinnen Volker und
Christoph an der Bar begrüßt
Das übliche Personal im Crossi

Auf der Terrasse sind noch vier
Tische gemischt besetzt wie einer
An der Ampel und einer umme Ecke
Ist die Stimmung sommerlich leicht

Noch etwas vom längeren Weg zur
Sportsbar auf der Suche nach dem
Vergessenen Schirm dampfend tut
Der frische Riesling gerade gut

Die Damen schön leicht in Kleidern
Zeigen viel vom wenigen die Herren 
Eher weniger von egal was dabei ist
Die Stimmung schon so heiter dass 

Mo bereits zur Ruhe mahnte stark
Gestikulierend spricht die Dame am
Tisch an der Ampel und zeigt dabei 
Soviel Bein dass ich lieber wegsehe

Nun den Platz der gegangenen hier
Nachbarin eingenommen ist die
Beinpräsentation aus dem Blick
Der Flaneur dichtet ungestört

Nun hebt die Nachbarin der Hitze
Geschuldet ihren Arm und schaut
Ob der Flaneur den tiefen Blick in
Ihr Kleid bemerkt oder wegsieht

Sie bekommt was sie möchte
Danach schreibe ich lieber darüber
Schaue konzentriert nach unten
Die Reize der Natur im Sommer

Sind so vielfältig wie erschöpfend
Ein deutsch beflaggter dunkler
Passat fährt mit Wummerndem Beat
Umso lauter reden alle danach 

Auch Roy traf inzwischen im
Jeans Mini heute in blond ein
Fände die Perücke ja zu warm
Tino schließt die Terrassen Tür

jens tuengerthal 20.6.26