Freitag, 20. August 2021

Tiergartenmorgen

Tiergartenmorgen

Am Morgen durch den Tiergarten
Flanieren zeigt dir Berlins Vielfalt
Von ehrgeizigen Sportlern über die
Mehr oder weniger gut kostümierten
Teile der arbeitenden Bevölkerung
Bis zu den immer Hundehaltern die
Durch den langen Park eher hetzen
Oder vom Vierbeiner gezogen werden
Weniger Augen für die Schönheiten
Der Natur als ihr Ziel fest im Blick die
Auch die Vielfalt der Stadt spiegeln
Dann ältere Landladys wieder mit
Wachsjacken in ihren Hunterstiefeln
Den Labrador oder Golden Retriever
An der Leine führend immer auf der
Suche nach Gesprächspartnerinnen
Oder zumindest Aufmerksamkeit wo
Sie sich treffen gerne mitten auf den
Befahrensten Wegen inne haltend
Was vorige Raser zu manchmal sehr
Gewagten Ausweichmanövern zwingt
Bei denen sich der Flaneur wundert
Wie wenig schwere Zusammenstöße
Es im grünen Herzen Berlins gibt wo
Wege für alle gemischt genutzt werden
Beschilderung eher die Ausnahme ist
Ohne mutmaßen zu wollen ob die hier
Regellosigkeit der Grund ist warum es
Relativ problemlos meistens ausgeht
Bei den Hundehaltern gibt es noch die
Jungen alternativen Damen mit meist
Wehendem Haar und wallenden Kleidern
Die gerne leinenlos barfuß über Wiesen
Schweben und gelegentlich an Elfen
Häufiger an Waldkauze erinnern wie
Herren in glänzenden Trainingsanzügen
Welche gerne mal ihre Autorität am Tier
Der desinteressierten Umwelt vorführen
Gelegentlich verirrt wirkende Anzugträger
Die auftragsgemäß die Tiere aus den
Umliegenden Botschaften korrekt ausführen
Manchmal auch einige Touristen die den
Tiergarten noch mit erledigen wollen die
Vom rasenden Radverkehr erschreckt
Noch auszuweichen versuchen dabei
Aber den Gegenverkehr in größere
Ausweichnöte bringen und sie alle
Kommen doch aneinander vorbei
Aufgehalten nur von immer wieder
Auch rotierenden Wasserwerfern
Die Rasenflächen Bäume Büsche wie
Alles übrige mit ihren Fontänen feucht
Halten kleine Seen hier und dort neu
Entstehen lassen bis es versickert
Wo diese die Wege im Zyklus kreisend
Beregnen kommt es zu Stauungen
Dann lächeln sich manche der Besucher
Verständnisvoll an während einige der
Eiligen hindurchrasen die Dusche dabei
Nicht scheuend danach wie begossene
Pudel ihre Wege eilig weiter ziehend
Tun sie heldenhaft um in ihrer dabei
Lächerlichkeit nicht noch erkannt zu
Werden wobei sich der Flaneur fragt
Welche Tätigkeit so eilig sein kann
Dass sie nicht eine halbe Minute
Innehalten kann um trocken dort
Anzukommen wo sie meinen so
Dringend gebraucht zu werden 
Vielleicht erspart dies auch einigen
Noch die Dusche und sie kommen
So zumindest gewaschener an als
Sie im gehetzten Leben Zeit fänden
Womit die öffentliche Dusche auch ein
Gewinn für die Gemeinschaft wäre
Nicht nur des Grüns hier wegen
Einige Blätter beobachtet die schon
Leicht gelb gefärbt gen Boden segelten
Unter grauem Himmel war die Stimmung
Fast herbstlich am Freitagmorgen hier
Im Tiergarten der den alten Westen
Mit dem was früher Berlin war verbindet
Die schönste Jahreszeit bricht nun an
Der Herbst der alles noch golden färbt
Zwischenzeitlich passend unterm Schirm
So kann ein Spaziergang im Tiergarten
Morgens dich mehr über die Stadt lehren
Als flanieren auf den bekannten Meilen
Weil sich verschiedene Welten treffen
Gehetzt oder geruhsam darauf bedacht
Ein Ziel jenseits zu erreichen oder nur
Da zu sein wie die Demonstranten von
Friday for Future vorm Brandenburger Tor
Die da etwas im kühlen Regen standen
Um gegen die Erwärmung zu protestieren
Von mehr Polizisten und Wagen umstanden
Als sich auf dem kleinen Platz versammelten
In Erinnerung der schönen ruhigen Natur
Die zauberhaft Blätter fliegen wie Äste
Im Wind knarren Gewässer an ihre Ufer
Plätschern lässt ohne sich von denen die
Sie auf schnellstem Wegen durchrasen
In ihrem Lauf stören zu lassen vielleicht
Ist das schön genug es sich zu merken
Was lohnt je sich zu hetzen denk ich

jens tuengerthal 20.8.21

Donnerstag, 19. August 2021

Casanova-Gen

Casanova-Gen

Von meinem Großvater hieß es
Er hätte das Casanova-Gen gehabt
Als ich ihn kennenlernte war er aber
Bereits seit 34 Jahren mit der Liebe
Seines Lebens verheiratet die er
Auch im Alter noch anbetete dabei
Spielt keine Rolle dass nach seinem
Tod meine Großmutter leider noch
Die Liebesbriefe an seine Sekretärin
Fand mit der er eine Liaison hatte
Welch überflüssige Schlamperei
Dachte die ganze Familie dabei
Was nicht gegen das Gerücht spricht
Auch die Geschichte aus seiner Zeit
Im Paris der 20er belegt eher noch
Obige These wie er mir noch ganz
Diskret in Abwesenheit meiner Omi
Bestätigte stimmte es dass damals
Seine Pariser Freundin Tänzerin
Im Moulin Rouge war der berühmten
Roten Windmühle auf dem Montmartre
Ob es dieses Gen tatsächlich gibt
Es wirklich dominant vererbt wird oder
Immer eine Generation überspringt
Weiß ich auch nicht zumindest haben
Wir beide den liebenden Blick auf die
Schönen Damen dieser Welt was auch
Nicht gegen die obige These spricht
Bei der Lektüre von Casanovas Bericht
Über sein aufregendes Leben fiel mir
Viel später auf was den Frauenliebling
Der er wohl war ausmachte es war die
Gelegentlich auch unglücklich endende
Aber immer große Liebe zu den Frauen
Wie er Frauen nicht konsumierte oder
Verschlang der Masse wegen sondern
Sich jeder auch wenn es mal mehrere
Waren in deren Gunst er stand voller
Liebe und Hingabe widmete was mir
Der entscheidende Unterschied schien
Eine Frau als ein immer anderes
Wunder der Natur zu vergöttern
Um sich an ihrer Weiblichkeit zu freuen
Es änderte sich wenig in der Art des
Umgangs der Geschlechter in den
Letzten 300 Jahren wie vermutlich
Sich seit Menschengedenken nie
Wirklich etwas geändert hat weil
Wir nach unserer Natur eben sind
Wie es uns gerade in diesem Reich
Entspricht wobei das komische ist
Dass auch schon damals wie heute
Frauen sich Männer aussuchen um
Sie zur Jagd auf sich zu treiben was
Nach immer ähnlichen Mustern geht
Zwar gibt es immer wieder Bücher
Die versprechen den großen Trick
Wie jede Frau zu erobern sei doch
Halte ich diese für Produkte einer
Männlichen Phantasie die allein dazu
Dienen unsere Potenz anzuspornen
Aber nichts mit Realität zu tun haben
Casanova hatte keinen großen Trick
Der bei jeder funktionierte den es
Nach meiner bescheidenen Erfahrung
Die auf noch nicht 500 zurückblickt
Denen ich näher kommen durfte denn
Frau bestimmt was passiert und Mann
Wenn er klug ist achtet genau darauf
Nie gegeben hat weil jede anders ist
Es darauf ankommt ihr das Gefühl
Zu geben verehrt und einzig zu sein
Mindestens in diesem Moment sich
Ihr aufmerksam mit Liebe und Hingabe
Ganz zu widmen was auch die Ehe meiner
Großeltern immer auszeichnete auch wenn
Er gelegentlich seinen Genen noch folgte
Wird er es mit Liebe und Hingabe getan
Haben und genau das ist es was manche
Das Casanova-Gen nennen mit dem du
Einer Frau das Gefühl gibst für dich das
Schönste Wunder zu sein was du nie als
Schauspiel üben kannst wenn du Frauen
Nicht liebst sondern dich ihnen überlegen
Fühlst oder die immer gleichen Spiele als
Überflüssig verlachst was ein nicht so fern
Liegender Gedanke manchmal sein kann
Dies zu erkennen ist auch wichtig aber die
Kunst beginnt wo du im Bewusstsein dessen
Sie noch als einmalig anbeten kannst
Die große Kunst die eine Begegnung zum
Einmaligen Ereignis in allem machen kann
Ist es sich ihr ganz zu widmen wenn sie dich
Nach üblichem Hindernislauf erwählt hat ihr
Näher kommen zu dürfen und du diese
Gnade als eine solche genießt was auch
Manchmal große Konzentration erfordert
Aber den Augenblick zum Wunder macht
Nicht einfach in eine Frau eindringen wollen
Sondern mit ihr eins werden möchtest voll
Glück über den gewährten Zugang dabei
Immer dankbar bleibst weil nichts in der
Lust selbstverständlich sein sollte auch
Wenn diese manchmal mühsame Umwege
Noch nimmt bevor sie zur Erfüllung findet
Weil die Natur es kompliziert auch mag
Wo du es dann als deine Ehre siehst Frau
Als Dame verehrend zu beglücken auch
Wenn du sie in Momenten wie eine Hure
Vögelst macht den Unterschied dachte ich
Schon als ich mit 20 Casanova erstmals
Las ohne die Kunst ganz zu begreifen was
Miklós Szentkuthy in Apropos Casanova mit
Feinem Blick und vielen Zitaten bestätigt
Den ich nun über 50 genüßlich noch lese
Nicht Frauen erobern wollen sondern sie
Auch als radikaler Atheist noch wie eine
Göttin zu verehren weil sie es sind auch
Wenn sie gelegentlich Zicken oder Hexen
Im Ton sogar an Drachen erinnern können
Wird die Begegnung eine glückliche wenn
Du eine Dame als Göttin behandelst weil
Sie dann so anbetungswürdig sein kann
Was weniger mit Genen in meinen Augen
Zu tun hat als mit der Haltung zueinander
So können Frauen Tussis schwierig oder
Langweilig gelegentlich auch sein aber
Wo du sie im Moment zur Göttin machst
Kannst du ihre Gnade so genießen was
Der ganze Zauber mir zu sein scheint
MIt dem sich glücklich leben lässt mit
Oder ohne Casanova-Gen mit der einen
Was so gut wie viele sein kann denn
Auch Casanova träumte immer noch
Von großer Liebe und war ganz da
Liebe und verehre eine Frau als
Deine Göttin im Moment der Begegnung
Wie lang er auch immer dauern mag
Dann wirst du glücklich mit ihr bleiben
Weil sie die Chance hat es zu sein

jens tuengerthal 19.8.21

Liebesrezept

Liebesrezept

Frage mich nach viel auf und ab 
Was das Rezept für eine dauerhaft
Glückliche Liebe sein könnte aber
Merke schon wie das Wort dauerhaft
Erste Konflikte ohne Lösung verursacht
Weil die Dauer eine Erwartung ist die
Nicht den Augenblick nur genießt
Was das Höchste ist was sein kann
Wie Goethe schon dichtend uns lehrte
Auch glücklich beschränkt die Liebe
Weil was wen glücklich macht immer
Unterschiedlich sein wird aber solange
Alle Beteiligten es sind es wohl gut ist
Braucht es Treue oder Ausschließlichkeit
Ist eher das genaue Gegenteil wahr
Spielt Sex überhaupt eine Rolle bei
Der Liebe und ihren Wegen oder macht
Wer darauf pocht die Liebe lächerlich
Gestehe nach nun fast 500 Versuchen
Die einzig Richtige zu finden dass ich
Keine Ahnung habe wie es gehen soll
Ob es eine überhaupt geben kann
Sicher nur weiß wo Liebe ist gönnt sie
Will sich bedingungslos dabei gut was
Daher logisch keine Bedingung ist die
Sich als Erwartung bestätigen müsste
Sie ist wenn sie ist und nicht wo nicht
Es bedarf keiner Spiele mehr wie nie
Einer formellen Bestätigung weil es
Passt wo es passt ineinander und so
Überhaupt sich einfach gut anfühlt
Mehr gönnen als besitzen nur will
Aber das Ideal erfüllt natürlich keiner
Immer und vermutlich auch keine stets
Wobei ich Frauen mehr zutraue dabei
Was schon der ersten Fehler sein könnte
Das andere Geschlecht zu überschätzen
Es durch Hochachtung willig zu machen
Wo viele das Gegenteil wünschen was
Dem Selbstbild der meisten entspricht
Aber wenn es da ist es zu genießen ist
Glaube ich immer ein gutes Rezept
So glücklich wie möglich zu bleiben
Was mir vorerst völlig genügte

jens tuengerthal 19.8.21

Lebenssinnfülle

Lebenssinnfülle

Hätte das Leben einen Sinn
Verlöre es seine Berechtigung
Zur Existenz mit diesem was
Angesichts vielfältiger Sinnsuche
Wie deren multipler Ergebnisse
Kaum vernünftig je sein kann
Gerne geben wir ihm einen Sinn
Manche mit ihrem Beruf andere
In dem was sie sonst lieber tun
Einige suchen ihn in der Liebe
Was Sein aber an andere hängt
Damit auf gefährlich dünnes Eis
Stellt was nicht immer lang trägt
Der Epikuräer braucht keinen Sinn
So wenig wie Götter die es geben mag
Aber die wenn sie sein mögen in einer
Parallelwelt leben die uns nichts angeht
Also völlig irrelevant real eigentlich sind
Wie alle Gottesstaaten lächerliche Haufen
Die sich mit dem beschäftigen was sie
In ihrer Suche nach Lust je betrifft denn
Um nichts anderes als die Befriedigung
Der größtmöglichen Lust geht es nach
Epikur im Leben worin auch die Fähigkeit
Zur Unterscheidung wie zum Genuss steckt
Was die wichtigste Aufgabe wohl ist um
Genießen zu können was ist worin der
Epikuräer sieht was andere Sinn nennen
Wobei für Epikur Höhepunkt aller Lust
Ein Garten voller Freunde ein Brot ein
Käse wie Wasser und Wein waren was
Zeigt wie wenig wie viel uns sein kann
Wenn wir lernen es so zu betrachten
Was vielleicht die wichtigste Aufgabe
Ist um aus der Fülle des Lebens das
Größtmögliche Glück sich zu suchen
In Zufriedenheit mit allem was ist
Worin sich Toleranz so sehr zeigt wie
Die Fähigkeit zum freien Genuss
Was anderes noch sollten wir wollen

jens tuengerthal 19.8.21

Unschuldsbürger

Unschuldsbürger

Fehler passieren immer wieder
Sind allzu menschlich wären für
Eine offene Gesellschaft noch kein
Problem wenn jemand auch die
Verantwortung dafür übernimmt
Das Prinzip bürgerlicher Kultur
Ist Eigenverantwortung auch die
Im Beamtenstaat immer mehr durch
Organisierte Deantwortung ersetzt
Keinen mehr zur Verantwortung zieht
Durch die komplexe Teilung der Macht
Ist niemand mehr verantwortlich aber
Jeder unter der Schuldschwelle auch
An allem irgendwie beteiligt warum
Großes Bedauern geäußert wird aber
Keiner Verantwortung mehr übernimmt
Es haftet eben keiner persönlich mit
Privatkapital sondern handelt nur als
Organ eines Bereiches der Verwaltung
So gut Merkels Entpolitisierung war
Die auf effektive Verwaltung setzte
So sehr steigerte sie auch die totale
Deantwortung im Ergebnis womit
Keiner sich verantwortlich mehr fühlt
Höchstens noch überrascht wurde
Womit ein wichtiges Element der
Bürgerlichen Freiheit verloren ging
Was an persönlicher Verantwortung
Statt peinlicher Anklage anderer hing
Wenn die Verteidigungsministerin nun
Schuld im Kabinett verschieben möchte
Sich von allem frei zu halten ist sie nur
Peinlich während Merkel und Maas die
Verantwortung übernahmen zwar noch
Ansätze bürgerlicher Freiheit erkennen
Lassen die aber hinter der Überraschung
Als quasi alternativlos verschüttet werden
Wie unkündbare politische Beamte handeln
Den freien Bürger kennzeichnet nicht die
Absolute Unschuld was auch geschieht
Das entspricht eher staatlichem Handeln
Im Geiste des Absolutismus der sich nur
Den Mantel der Demokratie umhängte
Wie die katholische Kirche einst das
Dogma der verlogenen Unfehlbarkeit
Sondern Freiheit bedeutet Verantwortung
Als Bürger handelt wer sich dem stellt
Wie statt nur sich unschuldig zu nennen
Effektive Lösungen der Krise vorträgt
Der Bürger muss nicht unschuldig sein
Aber trägt Verantwortung in der Krise
Konstruktiv nach Lösungen zu suchen
Wer sich davor mit Formalien nur drückt
Ist abhängig und unfrei für immer warum
Für den Bürger die Freiheit wichtiger als
Die Unschuld in allem ist wer dagegen
Mehr Verantwortung übernimmt zeigt
Sich eher führungsstark noch als alle
Egal wer dabei schuld war

jens tuengerthal 19.8.21

Schuldigensuche

Schuldigensuche

Nach der Katastrophe von Kabul
Bei der Islamisten den Westen als
Ordnungsmacht vorführten der die
Zeichen der Zeit weder erkannte
Noch angemessen rechtzeitig 
Reagierte sondern sich lieber in
Verantwortungsverschiebung übte
Werden Schuldige überall gesucht
Die Verteidigungsministerin die noch
Auf eine Anschlussverwendung hofft
Weist Außen- wie Innenminister alle
Schuld zu wie diese völlig von sich
Kanzlerin und Außenminister dagegen
Bekennen sich schuldig überrascht
Worden zu sein womit sich fragt wo
Waren die Geheimdienste dort tätig
Wofür werden sie genau bezahlt
Der Innenminister sagt er hätte ja 
Gewollt konnte nur nicht außerdem
Sei das Außenministerium zuständig
Der Botschafter klagt den Minister an
Er hätte rechtzeitig Bescheid gesagt
Keiner übernimmt Verantwortung weil
Alle nur in Teilbereichen sie tragen das
Prinzip im Wahlkampf heißt diesmal
Anklageverwirrung mit Schuldverschiebung
Keiner kann was irgendwofür aber alle
Tragen Verantwortung die dabei keiner
Übernehmen muss im konkreten Fall
Es kam halt so überraschend weil in
Den Sommerferien keiner damit rechnet
Dann auch noch am Sonntag plötzlich
Wird zu unchristlicher Zeit Kabul besetzt
Wo sie doch Freitag noch 50 km davor
Waren ohne bisher irgend Widerstand
Wen das wirklich überrascht ist im Amt
Eine völlige Fehlbesetzung was ich von
Keinem erstmal vermuten würde doch
Wichtiger als peinliche Schuldigensuche
Wie Anklage der anderen ist für mich
Wer übernimmt wirklich Verantwortung
Warum klagen manche andere nur an
Wen wollte ich in meinem Team haben
Suche keine Schuldigen mehr will nur
Von Verantwortungsträgern viel lieber
In Krisenzeiten geführt werden nur so
Ist diese Krise eine Offenbarung

jens tuengerthal 19.8.21

Mittwoch, 18. August 2021

Lustgipfel

Lustgipfel

Wege zum Höhepunkt gibt es
So viele verschiedene wie die
Es suchen und dennoch wird
Meist das gleiche nur probiert
Miteinander Befriedigung zu
Finden was vielen seltener
Gelingt als die Natur es wünscht
Lange galt nur der männliche
Höhepunkt dabei als wichtig
Weil zur Zeugung notwendig
Während Frau auch unbefriedigt
Empfangen kann und es zu oft
Dabei auch blieb darum zu gern
Betont darauf käme es ihr nicht an
Oder eine solche vorspielte um es
Schneller hinter sich zu haben wie
Dem Partner das Glück zu schenken
Was tiefe Liebe bezeugen mag aber
Wenig zur geteilten Lust beiträgt
Spannend daran ist dass Frauen
Von der Natur des nervus pudendus
Wesentlich potenter sind als Männer
Vielfältiger und intensiver Befriedigung
Erlangen können als da wesentlich
Schlichter ausgestattete Männer aber
Zu diesem Thema nie geforscht wurde
Bis zum Jahr 2010 und lieber Theorien
Vom G-Punkt und anderes verbreitet
Wurden den es überhaupt nicht gibt
Warum aber der gemeinsame Gipfel
Als natürlicher Höhepunkt dabei fast
In Vergessenheit geriet ist rätselhaft
Mag daran liegen dass die Beteiligten
Dabei in Neuland vorstießen dass sie
Weder kennen noch erahnen darum
Keinen Wert mehr darauf legen weil
Sex wie viele Beziehungen noch eher
Der Erreichung eigener Vorteile dient
Als dem gemeinsamen Erlebnis weil
Zu wenig über das gesprochen wird
Wie sich einander gewidmet wird um
Gegenseitig zu erforschen was dabei
Dem Glück des anderen mehr dient
Machen wir was wir gewohnt sind
Oder aus Filmen kennen um den
Erwartungen zu genügen die aber
Beim Sex wie in der Liebe immer
Nur enttäuschen können warum es
Vielleicht eine Chance wäre sich mehr
Umeinander dabei zu kümmern als
Das Thema gewohnt zu erledigen
So schön es ist Lust zu schenken
Bleibt der Gipfel aller Lust stets
Wenn beide sich davon erschöpft
Wie befriedigt in die Arme sinken
Um sich am Moment jenseits aller
Zeit lustvoll verschlungen zu freuen
Das bloße Steckspiel mit Bewegung
Ist dabei nur das Vorspiel echter Lust
Die aufeinander konzentriert sich
Schenkt was sie zugleich bekommt
Weil diese Symbiose der Natur ein
Solches Glück ist lohnt es immer
Auf allen Wegen danach zu streben
Nur zeigt alle Erfahrung dass wir uns
Dem Ziel eher nähern wo wir wagen
Nichts mehr zu wollen sondern nur
Im Augenblick uns dem Genuss ganz
Widmen ohne zu wollen bekommen
Was mit weniger viel mehr erreicht

jens tuengerthal 18.8.21

Liebestoleranz

Liebestoleranz

Gibt es das eine richtige Modell
Für eine Liebe das glücklich macht
Immer und zu allen Zeiten passt
Oder ist das völliger Unsinn auch
Wenn alle so tun als ob sie vom
Gleichen träumten sich doch nur
In Erwartungen flüchten die nie
Eine ganz erfüllen kann denen
Auch keiner je genügte was bei
Unvollkommenen Männern noch
Weniger wundert als bei gerne so
Perfekten Frauen die den Traum
Der monogamen Liebe trotz aller
Schlechten Erfahrung mit großer
Vehemenz gerne vertreten als ob
Es um einen Wettbewerb ginge
Bei der Eroberung geeigneter
Begattungspartner was dabei die
Ganze Lächerlichkeit der Monogamie
Offenbart die sich meist selbst durch
Einstürzende Neubauten erschlägt
In denen zwei sich für ihre Ideale
Gerne selbst belügen ohne dabei
Zu wissen wohin die Reise geht
Halt nur der klassische Traum
Ehe nach 08/15 Muster mit der
Ewig geschworenen und noch
Viel häufiger gebrochenen Treue
Die enttäuschte Erwartungen nur
Summiert und sich dabei verbiegt
Liebe sollte doch viel mehr sich
In Toleranz und Verständnis üben
Statt Ausschließlichkeit zu propagieren
Die auf verlogenen Illusionen basiert
Welche entweder natürlich passt
Dann ist es eben so oder wie meist
Nicht dann ist es auch gut so weil
Besser mit als gegen die Natur 
Geliebt werden sollte glücklich zu sein
Ist das wichtigste was Liebe uns zeigt
Toleranz und Verständnis statt sich
Sogleich abgrenzen zu wollen die
Arme bedingungslos zu öffnen um
Jeder auf seine Art beieinander
Ankommen zu können was das
Schönste Ziel der Liebe ist dem
Durch Öffnung und Toleranz eher
Der Boden bereitet wird als durch
Abgrenzung nach alten Mustern
Die nur unbedachte Sitten pflegt
Statt einander so gut zu wollen
Wie es der Liebe allein entspricht
Bedingungslos

jens tuengerthal 18.8.21

Vertrauensfrieden

Vertrauensfrieden

Was wäre wenn die Taliban nun
Tatsächlich ihr Wort hielten alle
Zu verschonen die kooperiert um
Einen friedlichen Übergang zu
Ermöglichen dann wäre die
Teure Luftbrücke überflüssig
Verhandelten wir besser direkt
Mit den zuständigen Machthabern
Denen keiner widerstand im Land
Die sich auf gewachsene Netze
Schon lange stützen auch wenn
Ihr Menschenbild von Aberglaube
Geprägt ein Emirat errichten will
Was mittelalterlichem Denken
Eher entspricht als Freiheit die
Sie im Rahmen des islamischen
Rechts zumindest versprachen
Auch wenn der Aberglaube des
Propheten logisch befremdet
Haben wir kein Problem damit
Ihn in Saudi Arabien als Partner
Für die Zukunft zu behandeln
Trotz Frauendiskriminierung wie
Hinrichtungen und Hand abhacken
Heben wir nur etwas die Brauen
Weil die arabische Sau Geld hat
Aus dem Öl unter ihrem Sand
Während sich im Jemen schon
Seit Jahren Teile der Sekte mit
Unterschiedlichem Einfluss bekriegen
Könnten die Taliban Afghanistan mehr
Frieden und Fortschritt bringen als
Seit dem Einmarsch der Russen
Wenn wir sie zu Partnern machen
Statt weiter Krieg zu führen oder
Hysterisch Panik zu schüren die
Nach der ersten Erfahrung wohl
Gute Gründe hatte aber nun sind
Andere Zeiten machen wir lieber
Schnell unseren Frieden weil es
Mehr Menschen retten könnte als
Plötzliche Empörung und Hysterie
Nachdem die Geheimdienste über
20 Jahre verschliefen was Menschen
In Afghanistan wollen und wohin die
Reise im Frieden gehen könnte 
So gesehen verhalten sich gerade
China und Russland rationaler wie
Vermutlich effektiver als der Westen
Der nur Chaos stiftete aus Rache
Warum es an der Zeit wäre nun
Über Verträge faire Partnerschaft
Zu erreichen indem wir die Talibs
Beim Wort nehmen womit Frieden
Aus Vertrauen wachsen könnte

jens tuengerthal 18.8.21

Haltungsfragen

Haltungsfragen

Welche Haltung ich zu etwas einnehme
Bestimmt dessen Erscheinung für mich
Was mir verschoben bevorsteht wird
Zum immer größeren Grauen bis ich
Vor Kleinigkeiten eine Phobie entwickle
Was mich dagegen beflügelt tut gut
Stärkt mich egal wie anstrengend
Der Weg dorthin auch sein mag
Wie mir die Frau der ich nah bin stets
Als die schönste begehrenswerteste
Von allen erscheint ohne dabei die
Kriterien der Auswahl je kritisch zu
Betrachten weil es um ein Wohlgefühl
Zuerst geht nicht um Objektivität die
Nur Zeugin fehlenden Gefühls wäre
Was erst Anteilnahme uns ermöglicht
So gesehen ist ohnehin alles eine
Frage der Haltung die ich einnehme
Um zu genießen was ist statt sich
In ständiger Konkurrenz aufzureiben
Durfte den schönsten und tollsten
Frauen in meinem Leben begegnen
Ihnen nahe sein und mit ihnen Lust
Wie Glück teilen was mich egal was
Am Ende daraus wird zu einem so
Glücklich zufriedenen Menschen macht
Weil die Natur es so gut mit mir meinte
Jede ein Wunder mir war was ich nie
Vergessen werde auch wenn ich sie
Dem eigenen Gedächtnis misstrauend
Irgendwann doch numeriert noch habe
Um von der Freude nichts zu verlieren
Dass sich dabei gelegentlich auch mal
Kleinere oder größere Dramen abspielten
Scheint mir in Summa völlig in Ordnung
Verglichen mit dem reichen Glück was
Das Leben mir immer wieder bescherte
Egal was nun kommen sollte kann ich
Eine zufriedene Haltung einnehmen
Dankbar für alles was schon war
Weil das Leben mich reich beschenkte
Was eben eine Haltungsfrage ist die
Auf das Glück schaut statt zu zweifeln
Wo ich es lächelnd begrüße denke ich
Lässt es sich gerne nieder um zu bleiben
Bis dahin genieße ich die Erinnerung
An alles was war komme was wolle
Es ist lustvoll schön und gut so
Was könnte Leben mehr sein
Frage ich nicht weil ich völlig
Zufrieden bin mit dem was ist
Dankbar für so viel Glück
Liebe mein Leben
Wie es ist was genügt
Glücklich zu bleiben

jens tuengerthal 18.8.21

Literaturtoleranz

Literaturtoleranz

Arbeite und lebe im Seitenflügel eines
Berliner Mietshauses bei dem immer
Die einen oder anderen kommen oder
Gehen und dabei mehr oder weniger
Großen Lärm verursachen besonders
Die neuen Mieter im Hinterhaus die
Ihre Mitglieder mit dem ihrem neuen
Mercedes Bus in der Stadt verteilen
Damit diese zentral betteln können
Gehen und sind eher lautstark auch
Weil ihre heimatlich bulgarischen
Lebensgewohnheiten eher stark von
Denen deutscher Mieter abweichen
Was kaum vorstellbar scheint bei dem
Geringen Abstand zu ihrer Heimat
Wenn es denn diese ist und nicht
Nur der Zulassungsort ihres Wagens
Den sie in Berlin sich neu kauften
Die hier eingewiesen wurden vom Amt
Bei dem eine Mieterin von den Gästen
In Ferienwohnungen genervt Anzeige
Einst stellte was das Zusammenleben
Im Ergebnis nur bedingt leichter machte
Aber mir in meiner kleinen Bibliothek
Immer wieder schöne Assoziationen
Offenbart die Toleranz üben lehren
Höre ich zum zehnten mal die Tür
Im Hof zu laut knallen und möchte
Am liebsten wie ein Rumpelstilzchen
Herunterbrüllen hakt sie doch fest
Werde ich mir so zugleich auch der
Lächerlichkeit dabei vollauf bewusst
Die meine Empfindlichkeit mir bescherte
Doch denke ich dabei an Hans Castorp
Wie Clawdia Chauchat die stets die Tür
Zum Speisesaal zu Hans Grauen einfach
Zufallen ließ muss ich sogleich lächeln
Höre ich die Nachbarn in fremder Sprache
Sich aus ihrer Wohnung anbrüllen oder
Die KInder zu laut schreien denke ich an
Hans Zimmernachbarn vom schlechten
Russentisch die auch der Lust mit viel
Geräuschen folgen die so den jungen
Norddeutschen Schiffsbauingenieur
Zu manchen Spekulationen bringt die
Er auszusprechen kaum wagt oder ich
Denke mit viel gutem Willen auch an
Gott wohnt im Wedding was zwar nie
Dem mannschen Zauberwerk irgend
Vergleichbar aber auch von der mal
Ungewöhnlichen Nachbarschaft doch
Liebevoll berichtet egal wie schematisch
Hilft Literatur zu Abstand der lächeln lässt
Was mehr lohnt als jede Aufregung noch
Ziehe noch Proust dazu heran der zwar
Fern der Berliner Mietskaserne schwebt
Aber doch empfindsam auf Störungen
Die aus der Zeit werfen noch reagiert
Wie ruhig ist der Helmholtzplatz verglichen
Mit der Oderberger wo die Bewohner der
Vororte zum Besäufnis Schlange stehen
Sich auch so benehmen als wären sie
Hier eben nicht zuhause sondern zum
Partymachen gekommen was ganz ohne
Zweifel Motivation der meisten nicht mehr
Anwohner der Oderberger längst ist die
Aus U-bahn oder Straßenbahn fallen um
Sogleich mit dem Saufen zu beginnen
Dagegen ist der früher literarisch berühmte
LSD-Kiez ein wunderbarer Ruheort noch
Trotz aller Nachbarn und egal woher
Denke ich und lache über den Lärm der
Unserer Gipsy-Nachbarn die vielleicht
Sinti oder Roma sind mit Verständnis
Spüre wie schmal der Grat ist zwischen
Aufregung Empörung und Intoleranz
Kann durch Literatur laut lachen
Freue mich darüber weil es gut ist
Über sich und das Leben zu lachen
Es mit guter Literatur viel leichter wird
Manches dabei entbehrlich auch ist
Lesen eine Offenbarung bleibt

jens tuengerthal 18.8.21

Dienstag, 17. August 2021

Helferretter

Helferretter

Wie rette ich Helfer die sich gerne
In Situationen begeben aus denen
Es keinen gesunden Ausweg gibt
Sich lieber opfern um der Sache
Oder auch anderer willen die sie
Mehr betrachten als ihre Kräfte
Neige dazu und kenne es seit
Kindheit und Jugend schon wo ich
Sehr jung schon Retter sein wollte
Bei Feuerwehr und Rettungsdienst
Später in der Krebsbaracke bei der
Pflege der Patienten bis zum oft
Bereits sicheren Ende aber was
Da half nämlich sich einen eher
Professionellen Abstand zu suchen
Nichts zu sehr an sich heran zu lassen
Fiel mir in Liebe und Privatleben dafür
Um so schwerer und die Zahl der Fälle
Mit bemerkenswerten Auffälligkeiten
Die ich mit Liebe und Lust retten wollte
Stieg kontinuierlich und nahm neue
Formen des Wahnsinns an die ich so
Nicht mal theoretisch schon kannte
Was mit Depressionen und Schizophrenie
Noch relativ harmlos begann wenn auch
Gelegentlich tödlich endete aller Versuche
Zu helfen zum Trotz spulte sich weiter hoch
Über Alkoholprobleme zu Missbrauchsopfern
Gerne auch mal beides mit anderen Drogen
Noch vereint mehr oder weniger je bewusst
Am schwersten erwischte mich eine dann
Die Freundinnen von mir die beide 
Oberärztinnen in der Psychiatrie
Als Borderlinerin mit Asperger Symptomen
Nach wenigen Worten bereits beschrieben
Weil ich retten und beruhigen wollte aber
Alles was ich versuchte immer falsch war
Gegen mich von ihr verwandt wurde die
So mich über Jahre im Gewissen quälte
Bis mich die liebste Herzchirurgin rettete
Zumindest in meinem kleinen Horizont
Der nur wenige davon zugegeben kennt
Aber dafür die Richtige und das zählt
Die am gleichen Helfertick leidet ihn zum
Beruf gemacht hat die es schaffte meinen
Blick auf alte und neue Fälle wieder zu
Professionalisieren und damit Abstand
Von dem zu nehmen was mir weh tat
Es kann nicht jeder gerettet werden
Vor allem nicht von mir der ich doch
Nichts als ein Dichter hier bin der sich
Auf Verseschmieden konzentrieren sollte
Aber zumindest kann ich Abstand nehmen
Wo ich kranke Konstellationen entdecke
Darauf mit Abstand also professioneller
Reagieren statt persönlich betroffen
Was mich als Helfer gerettet hat
Der Liebe viel mehr Raum gibt
Rückzug und Distanz ermöglicht
Wo es dieser bedarf um nicht im
Emotionalen Chaos zu versinken
Was ein Stück Freiheit für mich ist
Wie ich dankbar heute darüber denke
Wo schlichte Schemen der Ordnung
Dich aus dem Unbeherrschbaren
Befreien schaffen sie damit Freiheit
Welche Distanz bei der Betrachtung
Wieder schenkt die in Liebesfragen
Zumindest mir eher schwer fällt
Indem ich mich zwar als Helfer sehe
Aber krank nenne was krank ist
Bin ich nicht mehr Teil des sonst
Pathologischen Ablaufes mit den
Üblichen Reaktionen immer sondern
Stehe einfach lächelnd daneben
Zumindest irgendwann leichter was
Die größtmögliche Freiheit für alle
Helfer die gern retten wollen ist

jens tuengerthal 17.8.21

Kandidatenoffenbarung

Kandidatenoffenbarung

Die Kanzlerkandidaten offenbaren sich
Als unflexible vorgestrige Reaktionäre
Beim Kohleausstieg gerade Scholz in der
Typisch sozialdemokratischen Peinlichkeit
Aus Solidarität mit der falschen Gruppe
Ohne Perspektive aber weiter schädlich
Bei Flüchtlingen und zu Afghanistan hat
Die ganze Regierung sich blamiert was
Auf beide Kandidaten zurückfällt aber
Die dummdreisten Äußerungen dazu
Von Laschet der retten will wenn der
Termin verschlafen wurde auch durch
Seine desorientierte Schlafmützigkeit
Übertreffen noch fast die Ausreden
Des zuständig blamierten Außenministers
Alleine Annalena Baerbock kann sich
Mal wieder in ihrer Prognose völlig
Bestätigt sehen und hat zu beiden
Themen als einzige eine Perspektive
Die über Bestandsschutz wie Wahrung
Ersessener Gewohnheiten hinausgeht
So sind diese Ereignisse wieder eine
Offenbarung Wochen vor der Wahl
Wer hat eine wirkliche Perspektive
Wo ist nichts mehr zu erwarten als
Bekannte Ausreden die nur gerne
Weiter verwalten wollen damit sich
Bloß nichts in Zukunft ändern könnte
Wer Deutschlands Zukunft gestalten
Will wird keinen Mann wählen können
Womit das Thema erledigt sein sollte
Dächte wer kritisch und nicht zu viele
Nur mit Angst um ihre Besitzstände
Die jede Veränderung noch fürchten
Unsere Zukunft ist also weiblich oder
Keine wie wieder deutlich wurde was
Doch zumindest die Aussicht klar macht

jens tuengerthal 17.8.21

Normretter

Normretter

Die Bundeswehr baut eine Luftbrücke
Mit der Menschen aus Afghanistan vor
Der Rache der Taliban gerettet werden
Sollen zuerst Deutsche sich beschützen
Lassen dann Retter ausgeflogen werden
Wie schließlich der Rest noch sofern es
Ein sicheres Aufnahmeland ist wie die
Nötigen Papiere stimmen denn wohin
Kämen wir wenn wer ein Flugzeug der
Bundeswehr ohne Formular beträte
Egal wie groß die Not gerade ist muss
Auch in Afghanistan alles seine Ordnung
Haben und dann wird eben da nicht genug
Zu rettende Personen benachrichtigt 
Werden konnte dank der etwas komplexen
Sicherheitslage in Kabul wie es nun das
MInisterium politisch korrekt ausdrückte
Ein A400M mit 7 statt mit 350 gestartet
Es waren zwar genug und zu viele am
Flughafen aber nicht genug von denen
Die nach deutscher Norm zuerst zu
Retten waren und weil das so typisch
Wie peinlich deutsch ist wird nun hinterher
Die Rettung aller in Aussicht gestellt
Was die Amerikaner gleich begannen
Die mit welchem soweit auch immer
Dann wieder infrage gestellt wird
So behauptet die politische Führung
Welche die Machtübernahme schlicht
Verschlief nun sie hätte ja schon längst
Fast 2000 ausgeflogen und sei selbst
Vom Tempo überrascht worden denn
Was fällt diesen Afghanen auch ein
Die am dort heiligen Freitag noch 50 km
Vor Kabul standen dort am Sonntag
Dem heiligen christlichen Feiertag
Schon die Macht zu übernehmen
Ohne allen Widerstand dabei wie 
In allen anderen Städten zuvor was
Also eine wirklich große Überraschung
Für alle damit war die nicht ahnten
Dass kein Afghane gegen Afghanen
Wie Taliban im Besonderen noch
Widerstand leisten würde um nicht
Sein Leben weiter zu gefährden da
Die Korruption vorher bekannt war
Hören wir endlich auf zu lügen
Holen alle raus die wir bekommen
Frauen und Kinder zuerst wie
Zusätzlich alle die einen Anspruch
Auf Rettung haben soweit möglich
Denn wenn es um Lebensrettung
Geht gibt es keine Ansprüche mehr
Es sind dann alle Menschen gleich
Dann muss das mögliche endlich
Getan werden um jede Frau die
Weg will aus dem Land zu retten
Vor der islamischen Sekte die mit
Mittelalterlichem Denken noch auf
Rollen der Geschlechter schaut im
Geiste des Propheten heißt also
Dem 7. Jahrhundert entsprechend
Es mag Normen geben die den
Zugang regeln um damit auch
Mögliche Attentate zu verhindern
Von mir aus kann jeder nackt noch
Durchsucht werden aber ansonsten
Ist die Norm die hier gelten muss
Lebensrettung vor allem anderen
Flugzeuge sind so voll wie möglich
Zu machen und wer Privilegien dann
Warum auch immer nicht wahrnimmt
Bekommt eben den nächsten Flug
Statt halb leere oder leere Airbus
Der Normerfüllung wegen starten
Zu lassen während Amerikaner die
Startbahn noch frei schießen denn
Nun hat Deutschland die Chance
Die vorige Blamage der Geheimdienste
Welche immer verschlafen wo es zählt
Durch Großzügigkeit auszugleichen
Vermutlich braucht das ein Machtwort
Der Kanzlerin vor Luftwaffenbeamten
Damit die Blamage endlich endet
Wir Menschen retten statt leer zu
Fliegen und die USA uns zeigen
Wie Flugzeuge zu füllen sind wenn
Die Regierung sich nun für 120 lobt
Beim zweiten Flug wo 350 Platz hätten
Haben einige immer noch nicht
Verstanden was in Kabul los ist

jens tuengerthal 17.8.21