Montag, 26. Juli 2021

Lustquellen

Lustquellen

Lust hat viele Quellen
Körperliche Attraktion ist eine
Die meist übliche der Verführung
Die auf linearen Wegen verläuft
Sich mit dem Reiben der Organe
An den bekannten Stellen begnügt
Dieser Sex folgt wohl der Natur
Funktioniert auch ohne Worte noch
Manche werden durch gute Literatur
Andere durch auch schlechte Filme
Sexuell erregt und aufgeheizt
Aber die heißeste Form der Lust ist
Zumindest nach meiner zugegeben
Eher bescheidenen Erfahrung bleibt
Wenn geistige Nähe über das Gefühl
Was häufig eher bremsen kann zur
Reinen Lust einander wächst aus
Gewissheit gemischt mit Erfahrung
Die Bestätigung miteinander findet
Wenn du ohne jede Bewegung dich
Am ineinander sein so freust dass
Größte Lust erreicht wird die sich
Bewegungslos erfüllen kann statt
Noch hysterisch zu vögeln aus
Dem Moment Erfüllung genug zieht
Dankbar dieses Glück zu erleben
Weiß ich mehr kann nie sein als
Miteinander zu wissen es ist gut so
Dann ist alles möglich

jens tuengerthal 26.7.21

Liebesgönner

Liebesgönner

Liebe gönnt bedingungslos weil sie
Anderen gut will was sich in Zeiten
Schwerer Not am ehrlichsten zeigt
Während die einen noch schnell
Ihre Schäfchen ins Trockene bringen
Vermeintlich Geliebte im Regen
Stehen lassen ohne Bedauern
Solange es ihnen gut geht dabei
Werden diese stets diejenigen sein
Deren Vermögen am Ende größer
Die beim Monopoly wohl gewinnen
Während wer gönnen kann in der
Liebe diese erst wirklich erfährt
Jenseits aller materiellen Gewinne
Statt nur Reflexen zu folgen die
Aus Beziehungsmodellen stammen
Mit denen wir aufwuchsen die meist
Scheitern und eher im trotzdem als
Gegenbeweis der Liebe noch taugen
Die einen leiden an ihren erwartbar
Enttäuschten Erwartungen die keiner
Erfüllen kann weil es nicht um andere
Sondern um eigene Träume nur geht
Welche sich noch hysterisch steigern
Sofern sie alles richtig machen wollen
Aber der Erwartungsreflex genauso
Zuschlägt wie es ihm entspricht weil
Natur auch in unseren Gefühlen lebt
An denen auch der beste Wille wenig
Ändern kann und wie gut tut es da
Frei von jeder Erwartung sich als
Naturereignis zu genießen was die
Nie vollständig verstandene Gunst
Der Stunde uns zeitweise schenkt
Dabei zeugt weniger Gewicht in den
Versprechungen der Liebe die aber
Jeden Augenblick genießt von mehr
Echtem Gefühl mit guter Perspektive
Als die Versuche sich festzulegen
Mit den üblichen Hohlformeln nur
Die weniger haltbar sind als etwa
Schokoriegel im Sommerlicht da
Ohnehin alles fließt zeigt sich wer
Mit bestem Willen erwartungslos
Gönnt als wirklich liebend während
Eifersüchtige Tugendwächter noch
Das Gegenteil bezeugen immer
Von schlechten Gewissen ihrer
Meist sexuellen Not ablenken weil
Nur diese ständig denkbar macht
Was für Gönner keine Rolle spielt
Warum Eifersucht auch der stete
Gegenbeweis der Liebe ist während
Gönnertum von echter Größe zeugt
Die frei mit offenem Herzen liebt
Manchmal wundere ich mich warum
Manche freiwillig die Unfreiheit wählen
Aber manche möchten auch gerne
Geschlagen und gequält werden
So Befriedigung zu finden
Bleibe lieber ein Gönner

jens tuengerthal 26,8.21

Gelassenheitsfreiheit

Gelassenheitsfreiheit

Welche Freiheit schenkt Gelassenheit
Die Dinge mit etwas Abstand betrachtet
Statt sich angestrengt aufzuwühlen darin
Was immer den Überblick eher trübt
Lieber Zusammenhänge sucht wie die
Neigung zur Hysterie der Massen noch
Erkennt die zu gerne den Scharlatanen
Der Politik und ihren Lügen zum Opfer
Sich wirft als Gladiatoren der Demokratie
So nimmt die Gelassenheit viel Abstand
Ist bewusst in keiner Partei mehr aber
Betrachtet Notwendiges in Ruhe ohne
Sich in ein Lager drängen zu lassen
Wenn ein wenig verlängerte Atomkraft
Das Klima effektiver retten hilft sollte
Angst und Gewohnheit nicht dagegen
Hysterisch irgendwen aufbringen wie
Der Staat gelassen und mit Abstand
Besser überlegen sollte welche Ideen
Von Gleichheit ihm gut tun und welche
Auf Unverständnis stoßen bei vielen
Statt über jedes Stöckchen zu springen
Viele teilweise hysterisch verteidigte
Besitzstände als Heiligtümer einer
Demokratie zu bezeichnen zeugt
Vom verbreiteten Aberglauben mehr
Als von nötiger Vernunft je warum
Sie so dringend zu überwinden sind
Gelassenheit ist der Schlüssel zur
Freiheit in aufgeheizter Stimmung
Die in der Mediendemokratie auch
Schnell zur Geschäftsidee wird wie
Einst die Schlagzeilen der BILD
Von deren Aufregung dagegen die
Gelassenheit für alle Zeiten befreit
Im losgelösten Sein ohne Hysterie
Betrachte es und denke es ist gut so
Viel Lärm um Nichts verhallt immer
Was unaufgeregt bleibt tut viel besser
Funktioniert zuverlässig als ständig
Überdrehte Meinungen der Masse
Kein Fernsehen wie mehr Bücher
Schenken viel Gelassenheit ganz
Nebenbei ohne sich dabei weiter
Aufregen zu müssen als gut tut
Warum eine kleine Bibliothek der
Beste Ort ist um Gelassenheit als
Lebensprinzip genüsslich zu leben
Sich zu fragen was der Aufregung
Je noch wirklich lohnte oder ob
Gelassenheit Lust genug wird
Für quasi stoische Epikuräer

jens tuengerthal 26.7.21

Verwaltungskult

Verwaltungskult

Politik ist der seltsame Kult um die
Leitung der Verwaltung die einfach
Funktionieren soll damit es allen
Davon Betroffenen so gut wie möglich
Geht aber hält sich gerne aufgrund
Ihrer Ordnungsaufgabe in einer
Demokratischen Verfassung als
Gesetzgeber für irgend bedeutend
Wie einst Monarchen die auch nur
Gut verwalten noch sollten aber
Dem Personenkult meist erlagen
Weil diese Regelungen viel zu oft
Viel zu weit ins private Leben gehen
Die Bürger gern mal entmündigen
Um dem Gemeinwohl zu dienen
Oder wie auch sich Parteiinteressen
In verlogener Tarnung dann nennen
Es ist die Pflicht von uns Bürgern
An dieser lästigen Aufgabe der
Nichts als Verwaltung teilzunehmen
Die sich gerne alten Kulten folgend
Regierung nennt oder Staatsoberhaupt
Als bräuchte Demokratie Häuptlinge
Pflicht damit nicht die Stimmen am
Rand die gern populistisch brüllen
Zu stark und laut werden aber nicht
Politik bildet den Staat sondern die
Verwaltung deren oberste Leitung
In der Demokratie der Regierung
Die zumindest indirekt gewählt ist
Übertragen wird die aber weiß sie
Leitet nur eine rechtsstaatlich dazu
Organisierte Verwaltung was nun
In Europa durch die Überwachung
Von Kommission und Gerichten
Noch mehr gilt der sich die Staaten
In Verträgen freiwillig unterwarfen
Es geht um nichts als Verwaltung
Die soll nur ordentlich rechtmäßig
Ablaufen und all der hysterische Kult
Um Wahlen und Teilnahme durch
Möglichst noch Volksabstimmungen
Die leider zu oft nur der Beweis der
Kollektiven Unvernunft wie einer
Hohen Anfälligkeit für Populismus
Warum es dem verfassten Staat
Der sich in Europa zusammenfand
Besser tut auf Rechtsstaat wie
Korrekte Verwaltung zu vertrauen
Statt auf politische Erlösung noch
Weiter zu hoffen die es nie gibt
Gut ist eine Politik die sich auf
Den Kern ihrer Aufgabe alleine
Konzentriert Verwaltung zu leiten
Habe Merkel nie gewählt aber
Sage heute sie ist das Beste
Was dem Land passieren konnte
Ein Segen für Europa die genau
Das tat was sie sollte als oberste
Beamtin das Land gut verwaltete
Weniger Politik mehr Verwaltung
Tut und täte uns gut um in Zeiten
Von Krisen nicht abzurutschen
Politik ist nur für die Verwaltung
Wirklich spannend und an diese
Wie an Recht und Ordnung streng
Gebunden womit alle Politik etwa
So interessant wie die Ausfüllung
Behördlicher Formulare meist ist
Keiner kommt auf die Idee einen
Kult um die Verwaltung zu machen
Betrachten wir die Politik als die
Nur Verwaltung der Verwaltung
Welche schlicht ihre Pflicht tut
Wie es im europäischen Recht
Von staatswegen geboten ist
Kommen wir besser mit unserer
Demokratie in Zukunft auch klar
Weniger Politik mehr Verwaltung
Verlässlich und ordnungsgemäß
Statt von politischer Hysterie noch
Angetrieben täte der Welt nach den
Trumps Bolsonaros und Johnsons
Besser als Glaube an Heilsbotschaften
Die Politik gerne verkündet denn
Jetzt bräuchte die Welt mehr Merkel
Ruhige gelassene Verwaltung die
Zuverlässig ihren Job macht statt
Sich irgendwo profilieren zu wollen
Zumindest dafür stehen alle drei
Kandidaten der Bundestagswahl
Alles andere ist eher nachrangig

jens tuengerthal 26.7.21

Amazonenmücken

Amazonenmücken

Anzüglichkeit oder Sinnlichkeit ist es
Was das Kulturvolk von den Barbaren
Unterscheidet und während die Wilden
In schlichter Nacktheit der Natur folgen
Die manchmal auch ansehnliche Reize
Noch offenbart werden andere sich zwar
Weit entblößen und doch Details verhüllen
Um ihnen nicht den Zauber zu nehmen
Dieses Spiel mit der Erotik ist eine immer
Leidenschaft der Franzosen die sie seit
Jahrhunderten mit Eleganz zur Perfektion
Getrieben die auch Alphonse Karr in der
Reise um meinen Garten spielerisch nutzt
Wenn er lächelnd dem Kapitel über die
Anthropophagen bei dem er letztlich doch
Auf die Stechmücken zu sprechen kommt
Einen Absatz über die Amazonen noch
Voranstellt wobei er die der Gegenwart
Von denen der Antike so unterscheidet
Dass diese noch eine Brust abschnürten
Während jene sie besonders noch durch
Die Kunstfertigkeit ihrer Couturiers mehr
Zur Schau stellen als ihnen Natur gab um
In ihren Schlachten einander zu besiegen
Deren Beute ahnungslose Männer sind
Die bis heute irrig meinen sie wählten
Möchte ich gerne lächelnd ergänzen aber
Zugleich nicht den falschen Eindruck hier
Erwecken der Autor hätte etwas gegen
Frauen was sich meist allein aus der
Schlechten Erfahrung begründet die
Manche mangels solcher machen
Von wenigen auf alle irrig schließen
Was ich eher nicht behaupten würde
Obwohl mehr sie widerlegen könnten
Bleiben viele bei ihren Entschlüssen
Wo kämen wir bei stetem Wechsel
Der Geschlechtspartner auch hin
Was bliebe von den Familien übrig
Wie wenig Stoff für echte Dramen 
Blieb übrig ohne Konflikt mit Damen
Wie reduziert würde hehre Bindung
Auf mechanische Bewegungen die
Ursprünglich der Fortpflanzung dienten
Von ihr gelöst aber ein Universum 
Entfalteten an dessen Spitzen auch die
Meister der Wäsche ihre Kunst zeigen
In dem es weniger um das schlichte
Eindringen der Geschlechtsorgane
Ineinander als die Kunst dies mit
Großer Schönheit zu verhindern die
Im halb verhüllten den Reiz erhöht
Aber es geht ja im Text dem Absatz
Der ihm voransteht zum Trotz nicht
Um Sex sondern um Anthropophagen
Also Menschenfresser zu denen Karr
Die gemeine Stechmücke zählt deren
Lebensdauer ich zu gern verkürze
Wenn sie nächtlich mich umschwirrt
In Ignoranz ihrer Besonderheit wie
Der von Karr mit tiefer Einsicht wie
Kunstfertigkeit beschriebenen ganz
Natürlichen Schönheit dieser Tiere
Die sie ästhetisch vor alle Insekten
Stellt nicht nur der zarten Farben
Ihrer Flügel wegen sondern auch
Aufgrund der Eleganz ihrer mit
Widerhaken versehenen Waffen
Mit denen sie für einen Tropfen Blut
Ihr Leben riskiert wenn sie saugend
In ihrem Opfer feststeckt dem sie
Zuvor noch ein wenig Gift zuführt
Was uns lange leidend an diese
Begegnung mit den Schönheiten
Der Natur denken lässt die wir wohl
Alle manches mal schon verfluchten
Wenn sie der Preis der Liebesnächte
Auf mondbeschienener Wiese waren
Vielleicht noch besser ertrugen aber
Kaum einer wirklich wertschätzt weil
Für lästig überflüssig gehalten trotz
Ihrer bezaubernd zarten Schönheit
Denke an die letzte Liebesnacht
Auf der benachbarten Wiese die
Trotz mehr als einem Dutzend Stichen
Keinerlei Reue aufkommen ließ weil
Manche Wunder der Natur sogar
Stich Gift und Widerhaken überwinden
Denk an den Vorspann dieses Kapitels
Das Anthropophagen überschrieben
Sinne über die Brücke zwischen dem
Gehobenen Busen heutiger Amazonen
Wie tiefe Schönheit der Plagegeister
Nach die uns in der Natur umschwirren
Spüre die tiefe Sinnlichkeit all dieser
Betrachtungen eines eben Franzosen
Frage mich ob deutsche Verse sie 
Tragen des Schatzes darin wegen
Welch lustvolles Wunder ist Natur
Sogar bei Betrachtung der Mücke

jens tuengerthal 26.7.21

Sonntag, 25. Juli 2021

Endfreiheit

Endfreiheit

Seit Jahrtausenden im Schatten der
Jüdischen Sekte Christentum hadern
Menschen mit der Endlichkeit des Seins
Dabei ist sie nach der Natur der Schlüssel
Zu unserer größten Freiheit die über ihr
Sein oder nicht sein selbst bestimmt
Warum die Entscheidung darüber vom
Aberglaube transzendiert gleich wurde
Wer sich den Kern der Freiheit anmaßte
Die uns zu Menschen erst macht lebt
Damit in schwerer Sünde weil nur der
Erdachte Gott entscheiden dürfte was
Sein darf und was nicht und da dies
Faktisch leicht widerlegbar war wurde
Die Endlichkeit durch eine erfundene
Unendlichkeit mit Lohn und Strafe
Verlegt die das Leben lang bestimmte
Die moralische Macht der Kirchen
Übernahmen Psychologen und Ärzte
Die Täter pathologisierten die wagten
Ihre Freiheit zu gebrauchen und dafür
Hand an sich legten auch wenn alle
Faktizität der Natur gegen diesen
Überholten Aberglauben spricht ist
Das als psychisch Kranker dem so
Die Willenlosigkeit attestiert wurde
Ein natürlich unwürdiges was aber
Keiner diskutieren würde weil das
Thema ohnehin lieber totgeschwiegen
Um niemand zu Unsinn zu ermuntern
Das Leben ist ganz wunderbar aber
Nur sofern es unser Leben ist über
Das wir selbstbestimmt entscheiden
Was den Kern unseres Seins betrifft
Wer diese Frage sich nie stellte mag
Intelligent erfolgreich angepasst sein
Hat aber den Kern der Freiheit nicht
Begriffen aber gilt als kerngesund was
In funktionalem Sinne wichtig auch ist
Aber mehr über die Maßstäbe unserer
Gesellschaft als unser Wesen verrät
Über welches das Ende aufklärt
Warum glücklich zu nennen ist wer
Seine Grenzen überschritten hat aber
Weiterlebt um zu genießen was bleibt
Bis zum Ende und das war es

jens tuengerthal 25.7.21

Endlichkeiten

Endlichkeiten

Alles Sein ist endlich und also alles
Was ist und was nicht ist kann uns
Bei der Betrachtung egal sein auch
Wenn das die menschliche Phantasie
Seit gefühlter Ewigkeit beschäftigt als
Gäbe es mehr als Natur die wir noch
Lange nicht wenn überhaupt je ganz
In ihrer Komplexität verstehen doch
Zumindest haben wir inzwischen den
Zusammenhang verstanden der alles
Mit allem irgendwie verbindet auch
Wenn wir noch weit davon entfernt
Sind die Konsequenzen zu ziehen ist
Es ein Fortschritt der die Natur als
Solche anerkennt statt etwas dazu
Zu erfinden um zu erklären was wir
Nicht verstehen können weil es den
Beschränkten Horizont übersteigt
Was die Menschheit vom Aberglauben
Als sicherstem Hindernis die Natur
Wie sie eben ist zu verstehen befreien
Könnte flüchteten nicht zu viele bei
Jeder sich bietenden Gelegenheit
Wieder zu den einfachen Antworten
Von denen höhere Wesen wie alle
Sonst Geister das populärste sind
Die dafür unsere Endlichkeit negieren
Ein ewiges Leben in geaberglaubten
Himmeln oder Höllen versprechen
Für die nur erdachte Seele die es
In der Natur so wenig gibt wie den
Pädagogisch erfundenen G-Punkt
Warum es angesichts beschränkter
Zeit im endlichen Leben doch eher
Zu empfehlen ist sich auf die Natur
Als Maßstab zu beschränken um
Zu genießen was uns übrig bleibt
Vanitas als Codewort der Endlichkeit
War nach dreißig Jahren Krieg hier
Im Lande unter den Poeten hoch
Im Kurs wenn auch damals noch
Vom Glaubenswahn geprägt steckt
Manch Gutes in den Gedanken mit
Denen Gryphius und andere das Sein
In seiner Endlichkeit nach dem großen
Sterben überdachten denke ich während
Unter zuckenden Blitzen wie Regen
Die Metropole zu versinken scheint
So erinnerte uns der Dichter 1637
Noch mitten im Krieg wie doch alles
Eitel ist auf Erden und vergänglich
Wie was jener heute baut morgen
Dieser schon wieder einreißt wo
Heute Städte stehen wird bald
Schon nur noch Wiese sein auch
Wenn uns dies unvorstellbar scheint
So lacht uns einen Moment das Glück
Was mit Beschwerden bald wechselt
Es bleibt bei Gryphius alles vergänglich
Was gebeutelt vom Sterben im Krieg
Der deutsche Lande so lang verheerte
Voll Schrecken noch geschrieben wird
Heute zum Weckruf unseres Seins um
Lustvoll mit der Natur zu leben wie sie
Ist ohne sich vor dem Tod zu fürchten
Schreibe es und höre Donner grollen
Es kann die Natur auch wenn wir sie
Ganz verstehen oder beherrschen
Stets nur kleine Ausschnitte verstehen
Viel Freude auch bereiten die von der
Lust an und mit ihr bis zum Geist reicht
Der uns mit Abstand betrachten lässt
Was um uns geschieht wobei wir gut
Daran täten weniger zu beten als was
Ist mit Gelassenheit zu genießen weil
In beschränkter Endlichkeit uns nie
Mehr übrig bleibt was ganz viele der
Scheinbaren Verlockungen relativiert
Im Schatten unserer Grenzen quasi
Auf das was uns ausmacht konzentriert
Eine Chance also mehr auch bietet
Mit Lust zu leben was uns bleibt
Weniger zu wollen um sich mehr
An dem zu freuen was ist wie ein
Gryphius im Klimawandel heute der
Mehr Opfer fordern wird als dieser
Grausame dreißigjährige Krieg
Gelesen werden könnte denn das
Bewusstsein unserer Endlichkeit
Ist auch ein Schlüssel zum Genuss
In sich bescheidender Verantwortung

jens tuengerthal 25.7.21

Unwetterrealität

Unwetterrealität

Gerade kam noch unter himmelblau
Die Unwetterwarnung über KARWARN
Was vorher schon im Westen wütete
Zieht nun über Berlin hinweg womit
Zumindest alle Bescheid wissen könnten
Wer immer es tatsächlich mitbekam
Sah gerade noch die Nachbarin ganz
Fröhlich zum Picknick bepackt aus
Dem Haus kommen und hoffe sie
Findet rechtzeitig Unterschlupf ist
Vielleicht statt im Mauerpark am Platz
Was das Risiko deutlich senkte aber
Längst grollt es laut als plötzlich der
Himmel über uns aufbricht sich ein
Regen ergießt als wollte er die Stadt
Gleich mitverschlingen sehe bei mir
Am Küchenfenster nur den kleinen
Ausschnitt des Himmel über Berlin
Den mein Innenhof freigibt aber was
Dort zu hören ist würde ich schon
Bedrohlich genug nennen auch wenn
Kaum ging die Welt im Regen unter
Schon wieder die Sonne durchblitzt
Blau und schwarz wechseln sich ab
Über allem das Grollen naher Blitze
Die ich im kleinen Weltausschnitt
Des Berliner Innenhofes nicht sehe
Alle in der Umgebung gewarnt
Betrachte ich das obige Theater
Beim späten Frühstück gelassen
Hier am Platz auf dem Berg wird
Vermutlich wenig passieren außer
Vielleicht ein Baugerüst oder Äste
Von alten Bäumen herumfliegen
Sollten sie durch die Katastrophen
Sensibler geworden sein wäre es
Gut so und so spüren wir wieder
Nach drückend schwüler Hitze
Die Realität des Klimawandels
Was zwar erschreckend genug
Aber ein guter Weckruf auch ist
Noch schlimmeres zu verhindern
Endlich Konsequenzen zu ziehen
Die bei jedem einzelnen anfangen
Dazu zumindest sind solche doch
Beeindruckenden Wetter sehr gut
Die Natur wirklich zu spüren statt
Sie in gemäßigter Klimazone meist
Zu ignorieren wie schon zu lange
Und so könnte die Unwetterrealität
Vielleicht noch manche Schläfer
Die alte Gewohnheiten pflegen wecken
Finde es gut und spannend zu merken
Wie eines am anderen hängt die Natur
Deren Teil wir sind was viele lange gern
Verdrängten und vergaßen im Glauben
An die Beherrschbarkeit von der wir
Noch weiter entfernt sind als viele
Geglaubt haben nicht etwa weil dort
Geaberglaubte höhere Wesen schalten
Oder sündige Wesen bestrafen sondern
Aufgrund einer Komplexität die wir erst
Langsam in ganzer Tragweite begreifen
Woran uns Unwetter mit Wildheit erinnern
Denn wir haben nahezu nichts im Griff
Was Bescheidenheit und Vorsicht uns
Ganz dringend lehren könnte damit wir
Nicht weiter mehr riskieren als wir
Verstehen was verdammt wenig ist
Gesteht sich die Menschheit dies im
Schatten der Katastrophen die uns
Zu mehr Achtsamkeit ermahnen kann
Dies ein Umdenken in Gang bringen
Erinnern wir uns wer schon lange
Zur Vorsicht uns beim Klima mahnt
Wer eher keinen Plan dazu hat
Bedenken wir dies ist erst der noch
Milde Anfang dessen was kommt
Vielleicht ist es eine Chance heute
Nutzen wir sie und bleiben wachsam

jens tuengerthal 25.7.21

Liebestrost

Liebestrost

Gestern durfte ich beim 
Rosé Champagner eine
Liebe Freundin über ihr
Frisch gebrochenes Herz
Trösten die kurz davor noch
Das meinige fast zerbrach
Tat es liebevoll glücklich mit
Ein wenig eitlem Stolz den
Nicht zu gestehen unehrlich
Wäre darum hier unpassend
Aber mehr noch ganz gelassen
Auf glücklichen Pfaden wandelnd
Und so wandelt sich auch
Im Liebesleben manches
Ganz überraschend schnell
Wer eben noch am Boden lag
Zerstört frustriert gekränkt wird
Zum liebevollen Gönner auch
Dank der Gunst der einzigen
Göttinnen die der Atheist gern
Anbetet um der Lust willen
Die Liebe dem Geist schenkt
Schreibe dies lächelnd aber
Denke daran wie viel zu lange
Von anderen erdrückt wurde
Manche kehren sich darum
Weise an Erfahrung ganz vom
Wechselhaften Spiel der Liebe
Ab um ungestört zu bleiben
Gerne hätte ich die Gelassenheit
Ohne Ende aber niemals wollte ich
Auf das Glück dafür verzichten
Hoffen wir dass immer sich Trost
Für Leidende findet wie Liebende
Es schaffen die vorher graue Welt
In zartes rosé wieder zu tauchen
Weiß nicht ob ich als Tröster oder
Als Liebhaber viel besser bin aber
Zumindest brachte Verständnis
Auch in der Liebe immer weiter
Was manche Grundsätze einfach
Ohne viele Worte infrage stellt
Als alter Besserwisser mit nun 50
Festzustellen wieviel glücklicher
Es macht verständnisvoll zu sein
Wie von Herzen gönnen zu können
Als recht zu behalten macht mich
Mit zugegeben beschränkten nur
Fähigkeiten doch etwas nachdenklich
Trösten oder nachgeben macht mich
Heute zufriedener als gewonnene
Schlachten früher je vielleicht
Taugt das als Modell für ein
Zufriedenes Liebesleben

jens tuengerthal 25.7.21

Liebesgleichheit

Liebesgleichheit

Gilt gleich und gleich
Zieht sich an oder sind
Es die Gegensätze die
Sich erst liebend gern
Wie lustvoll ausziehen
Die Liebe kann alles
Auch Unterschiede überbrücken
Wie sich fremde Welten vereinen
Aber wie groß wird dieses Gefühl
Wo es auf gleicher Basis steht um
Neben dem Gefühl sich in allem
Zu begegnen wie nah zu sein
Kannte nur singuläre Fälle davon
Die meist aus anderen Gründen
Wie der Unreife der Teilnehmer
In üblicher Form scheiterten
Aber das wunderbare einer so
Exklusiven Verbindung nicht
Gebührend würdigen konnten
Wie gut tut es da wenn dir mit
Etwas fortgeschrittenem Alter
Jemand begegnet bei dem 
Nicht nur die Biochemie die ja
Irgendwie immer nötig ist sondern
Alles in erstaunlicher Parallelität
In geistigen Welten sich findet
Die bei der Teetasse nicht enden
Weil es umfassend ist was doch
Darüber nachdenken lässt wie
Gut es ist wenn gleiches sich
Findet und paart weil es erst
Dinge eröffnet die sonst nur
Gestreift oder verdrängt werden
Betrachte es und die Idee dabei
Ohne zu wissen was es alles ist
Aber staune wie immer mehr wird
Was sonst eben ist was es ist
Nun irgendwie ganzheitlich sich
Anfühlt wäre das Wort nicht schon
So vielfältig missbraucht passte es
Wo aber Worte manchmal fehlen
Ist es gut einfach wirken zu lassen
Damit sein kann was mehr ist
Vermutlich kann keiner die Liebe
Ganz verstehen und es genügt
Sich an dem zu freuen was ist

jens tuengerthal 24.7.21

Liebesgleichheit

Liebesgleichheit

Die Liebe kann alles
Auch Unterschiede überbrücken
Wie sich fremde Welten vereinen
Aber wie groß wird dieses Gefühl
Wo es auf gleicher Basis steht um
Neben dem Gefühl sich in allem
Zu begegnen wie nah zu sein
Kannte nur wenige Fälle davon
Die meist aus anderen Gründen
Wie der Unreife der Teilnehmer
In üblicher Form scheiterten
Aber das wunderbare einer so
Exklusiven Verbindung nicht
Gebührend würdigen konnten
Wie gut tut es da wenn dir mit
Etwas fortgeschrittenem Alter
Jemand begegnet bei dem 
Nicht nur die Biochemie die ja
Irgendwie immer nötig ist sondern
Alles in erstaunlicher Parallelität
In geistigen Welten sich findet
Weil es umfassend ist was doch
Darüber nachdenken lässt wie
Gut es ist wenn gleiches sich
Findet und paart weil es erst
Dinge eröffnet die sonst nur
Gestreift oder verdrängt werden
Betrachte es und die Idee dabei
Ohne zu wissen was es alles ist
Aber staune wie immer mehr wird
Was sonst eben ist was es ist
Nun irgendwie ganzheitlich sich
Anfühlt wäre das Wort nicht schon
So vielfältig missbraucht passte es
Wo aber Worte manchmal fehlen
Ist es gut einfach wirken zu lassen
Damit sein kann was mehr ist
Vermutlich kann keiner die Liebe
Ganz verstehen und es genügt
Sich an dem zu freuen was ist

jens tuengerthal 24.7.21

Bürgernähe

Bürgernähe

Die Bürger wurden vielfach totgesagt
Thomas Mann schrieb noch mit seiner
Fein ironischen Eleganz einst in den
Buddenbrooks den Abgesang jener
Bürgerlichen Gesellschaft aus der er als
Lübecker Sprößling stammte und so
Ging bis heute vieles unter aber was
Den Kern dieser ausmacht bleibt als
Basis der freiheitlichen Demokratie
Die in ganz vielem auf ihren Werten
Aufbaut um zu bleiben auch wenn
Viele ihre Basis leugnen spürt sie
Wer sie teilt in eigenen Welten die
So geteilt zum Universum werden
Das mit Andeutungen sich öffnet
Auch wenn viele von den Rändern
Wie die Herrschaft der Massen im
Geschmack der Märkte mit viel Lärm
Sich dem entgegenstellt die einst
Stilbildende Bourgeoisie erkennt
Sich in Zwischentönen um so eine
Exklusive geistige Elite eher in
Der formell egalitären Demokratie
Zu bilden die sich an ihrer Kultur
Wie Bildung und Benehmen stets
Erkennt mit winzigen sprachlichen
Nuancen das eine vom anderen
Scheidet wie sich im Kern findet
Der sich stilvoll dann umtanzt
Welch Offenbarung ist ein solches
Treffen was viele Welten streift
Die in den Bildungsanstalten der
Gleichmacherei verloren gingen
Aber dabei viel an Schönheit noch
Verlor für die formelle Abfrage von
Prüfbaren Wissen dabei sollte doch
Bildung Verständnis und Reife formen
Was leider zu oft verloren geht weil
Der Sinn alter Rituale nicht mehr von
Gleichberechtigten Bürgern verstanden
Denen die Basis der Bürgerlichkeit fehlt
Was schade ist weil damit auch die
Grundlage unserer Verfassung anderen
Nachrangigen Idealen wie Gleichheit
Geopfert wird aber umso schöner sind
Begegnungen in denen dieser Geist
Durch viele Andeutungen wieder
Lebendig wird und sich beflügelt
Denke ich lächelnd und fühle wie
In Gesprächen die Buddenbrooks
Oder la recherche lebendig werden
In zeitgemäßer Form weiterleben
So hat die Basis noch eine Zukunft
Kann auf das vertrauen was einst
Den Staat bildet wenn genug bleiben
Die es miteinander liebevoll pflegen
Sich im Nebelmeer der Demokratie
Als Leuchttürme wahrnehmen

jens tuengerthal 24.7.21

Scharlatanverschwörung

Scharlatanverschwörung

Von den Verschwörungstheorien
Unter den eher Scharlatanen zu
Zeiten von Not und Angst könnte
Viel erzählt werden wäre es nicht
So entwürdigend für diese wie sich
Nicht immer nur völlig Ungebildete
In lächerlich alberne Geschichten
Flüchten um ihre eher triebhaften
Ängste vor dem Unbekannten wie
Den Widerwillen gegen den Bruch
Mit Gewohnheiten besser zu tarnen
Was bei den Impfängsten beginnt bei
Furcht vor einer Chipimplantation
Noch kein Ende nimmt wie manche
Menschen Helfer beschimpfen lässt
Oder die Medien für staatshörig bloß
Zu halten ohne zu bemerken wie sich
Ganze sächsische Landstriche blind
Wie national von Moskau steuern lassen
Den aufgeklärten Konsens der Vernunft
Im Land mit Propaganda zu unterminieren
Seltsam mutet es Beobachter an wie
Sonst gebildete Menschen nicht ohne
Kulturellen Hintergrund plötzlich wo sie
Sich eingeschränkt sahen Darwinisten im
Kampf ums Überleben wurden wie dabei
Alle literarische Bildung vergaßen um
Sich dafür Verschwörungsmärchen
Leichtfertig hinzugeben die sie sonst
Als alberne Dummheit abtäten nur um
Sich der Solidarität der Gegner sicher
Zu sein weil diese Gemeinschaft ihnen
Wichtiger war als alle Vernunft was die
Wirkung von Parteitagsreden erklärte
Bei denen eine berauschte Menge den
Absurdesten Forderungen zujubelte
Weniger aus Überzeugung denn diese
Erforderte Reflektion welche bei der
Abkehr vom Weg der Wissenschaft
Gerade nicht mehr gegeben ist als
Dem Massengefühl dabei folgend
Die zum eigenen stumpfsinnigen
Wesen dabei wird was alles bewegt
Obwohl es innerlich erstarrt eher ist
Nicht mehr Natur oder Vernunft folgt
Die hier als Teile des gleichen stehen
Sondern einem verwirrten Glauben
Wie ihn Greta de Franceso mit viel
Eleganz und Können schon in der
Macht des Charlatans beschreibt
Die jüngst in der Anderen Bibliothek
Als eine geistige Offenbarung erschien
Die unserer Zeit den Spiegel vorhält 
Warum Menschen die mir ernsthaft
Erzählen alle Impfopfer seien in
Spätestens zwei Jahren tot sich solch
Verwirrten Thesen der Auslese aus
Unverständnis und Angst hingeben
Wird mir immer unverständlich bleiben
Erstaunlich gleichen sich die Muster
Mit denen der verwirrte Unsinn dabei
Eingang in den Geist so mancher findet
Sie versuchen mit Lücken ihr eigentlich
Nichtwissen zu kaschieren was niemals
Vernünftig betrachtet zu erklären wäre
Was für die Leugnung des Klimawandels
So gilt wie für jene Covidioten die sich
Als Aluhutträger mehr offenbaren denn
Schützen oder tarnen können dabei
Bereichern sich an allen Krisen stets
Die üblichen Verdächtigen mit dem immer
Gleichen kleinen Kreis an Mutmaßungen
Wie für sie Schuldigen was von den Juden
Bis zu den Reichsten der Welt reicht die
in einer Art Solidarität der Minderbemittelten
Gern in einen Topf geschmissen werden um
So das giftige Verschwörungssüppchen als
Nährstoff kollektiver Verwirrung zu kochen
Und so sehr ich gern über Kirchen schimpfe
Ist der Grund für die massenhafte Flucht in
Absurde esoterische Welten die jeder sich
Heute eklektizistisch zurechtbastelt vielfach
Dem Verlust an transzendenter Heimat
Geschuldet in der überforderte Menschen
Sich selbst Antworten geben was dann
Zum erwartbaren Ergebnis führt von dem
Radikale an den Rändern mit ihrer Form
Des Abeglaubens stets profitieren und so
Bin ich zwar weit entfernt davon jemals
Den Glauben für moralisch zu halten
Er ist logisch das Gegenteil aber das
Verhalten vieler Menschen lässt auch
Nicht vermuten dass seit Kants Tod
Schon über 200 Jahre vergangen sind
Denn die Träume der vielen Geisterseher
Belegen wie wenig weit die Aufklärung
Bisher kam in welch engen Horizonten
Die meisten sich wohler fühlen als mit
Freien eigenen Gedanken aber vielleicht
Könnte das faktisch letale Ergebnis doch
Etwas im Sinne der Befreiung bewegen
Die selbstverschuldete Unmündigkeit
Endlich hinter sich lässt was aber
Viele über die Bonner Republik dachten
Mit der das gute Deutschland nach dem
Krieg zumindest westlich begann was
Auf den Trümmern wie der Verantwortung
Für millionenfachen Tod errichtet wurde
Während der Osten seinen Antifaschismus
Als Blümchen an der totalitären Weste
Allein pflegte dabei aber die alte Kultur
Eines kritischen Bürgertums zerschlug
Um es durch eine Parteidiktatur schlicht
Zu ersetzen deren Eliten die Legende
Von der guten DDR weiterspinnen als
Sei die Mauer tatsächlich einst als der
Antifaschistische Schutzwall errichtet
Worden und nichts als nur Grenze die
Verhindern sollte dass Massen dem
Totalitären Sozialismus entflohen
All diese verschiedenen Stränge
Der unaufgeklärten Lügen die
Weiter in diesem Land gären
Geben den Scharlatanen Raum
Wer die Befreiung fördern will
Sollte ihre Dummheit benennen
Wie ihre Fangnetze sichtbar machen
Doch hilft dies alles nichts solange
Ein großer Teil weniger denkt als
Triebhaft mit der Herde Mustern folgt
Es gäbe viel zu tun um der Verschwörung
Die von blinder Dummheit getragen wird
Welche interessierte Kreise gern fördern
Denen vernünftige Stabilität zuwider ist
Etwas Vernunft entgegen zu setzen
Wüssten aufgeklärte Zeitgenossen nicht
Wie sinnlos es ist ohne den Willen zur
Befreiung bei den blinden Schäfchen
Hätte die Aufklärung gerade große
Aufgaben vor sich zur Stabilisierung
Der Vernunft in der Demokratie aber
So bleibt wenig zu tun als zu hoffen
Sie dächten mehr als sie noch eine
Meinung meinen haben zu müssen
Welche Parteien in ihrem Sinne fördern
Mit schlichten Schlagworten zu gerne
Also dichte ich darüber was keiner
Ernst nimmt aber manche lesen die
Der Vernunft auf die Sprünge helfen
Seien es Lehrer oder diejenigen die
Sonst Verantwortung egal wo tragen
Damit der Irrsinn ein Ende findet aber
Dabei die Hoffnung nicht aufzugeben
Der Realität zum Trotz ist schon viel

jens tuengerthal 24.7.21

Samstag, 24. Juli 2021

Urteilsfreiheit

Urteilsfreiheit

Sich ein freies Urteil zu bilden
Ist die Basis der Gewissensentscheidung
Welche allein moralischen Wert hat
Während eine Herde die lediglich der
Herrschenden Meinung egal welcher
Spezialisten folgt fern davon bleibt
Selbständig zu denken wie ihr Urteil
Kritisch am Gewissen zu prüfen
Warum es spannend ist wie gerade
Die Gruppe derjenigen die jede
Beschränkung zugunsten Schwächerer
Ablehnen sich gern darauf berufen
Gegenüber dem vorgeblich autoritären
Staat der nur seine Pflicht erfüllt Leben
So gut er irgend kann noch zu retten
Was logisch Vorrang vor der Freiheit hat
Die nie wieder erringt wer vorher stirbt
Aber dies zu erkennen braucht es ein
Vorher freies Urteilsvermögen wie kein
Grundsätzliches Misstrauen gegenüber
Dem Staat was radikale Kräfte sowohl
Auf der linken wie der rechten Seite
Zu gerne nähren um damit eine weiter
Verunsicherung zu fördern die sie dann
Im Sinne ihrer Interessen nutzen wollen
Solches Handeln aber ist immer unfrei
Damit beginnt eine Form der Sklaverei
Die das kritische Denken verhindert
Damit die Basis der Urteilsfreiheit raubt
Wie es der Glaube über Jahrtausende tat
An dessen Stelle in vielen nun verwirrten
Geistern eine diffuse Esoterik trat die
Sich des schlichten Hokuspokus bedient
Ohne ein soziales System zu bieten was
Die Urteilsfreiheit weiter behindert die
In den Kirchen über lange Zeiten
Auch kritischer Auseinandersetzung
Wuchs uns so Freiräume bot die der
Urteilsfreiheit eher entsprachen als
Viele die sich heute laut auf sie berufen
Diese sind bildungslos Ungläubige die
Einen pubertären Trotz ausleben statt
Ihre Vernunft zu nutzen lieber folgen
Auch wenn sie ihr Tun Widerstand
Dabei nennen ist es vom Wesen her
Ohne jedes Urteil entstandenes
Unkritisches Sektierertum einer
Gesellschaft der sowohl die Wurzeln
Wie eine gemeinsame Perspektive fehlen
Was weder Zukunft noch Vergangenheit hat
Darum ist es so wichtig die Urteilsfreiheit
Die vermeintlichen Widerstand der nur
Unbedachtes Sektierertum von Gläubigen
Hervorbringt als solchen zu erkennen
Dauerhaft zu fördern um Freiheit als
Basis der Aufklärung zu schaffen
Noch sind wir weit davon entfernt
Aber so gäbe es eine Chance

jens tuengerthal 24.7.21

Freitag, 23. Juli 2021

Theoriepraxis

Theoriepraxis

In der Theorie ist die Liebe
Stets altruistisch und will
Dem geliebten Menschen gut
In der Praxis vereinen sich
Meist Angst und Egoismus
Zu einem Zweckbündnis
Aus dem die Kompromisse
Werden die wir Beziehung
Dann mit Tradition nennen
Halten uns dabei für glücklich
Wenn sich unsere Träume
Erfüllen es also im Bett wie
Sonst mit besser ist als ohne
Einander was aber weniger mit
Liebe zu tun hat als mit dem
Wunsch Befriedigung zu finden
Emotional wie körperlich was
Dabei mehr betont wird ist wohl
Geschmackssache wie Resultat
Der üblichen Konventionen auch
Nach Bildung der jeweils Klassen
Die wir für Illusionen ignorieren
Dann wundern wir uns wenn
Das Gefühl verloren geht das
Wir zuvor im Egoismus längst
Verrieten weil Liebe es nicht ist
Das kennen viele wohl zu gut
Schmerzvoll bis es sie an den
Rand einsamen Lebens brachte
Wie beinahe wegspülte weil ihnen
Alles verloren schien warum sie
Vorsichtig nur noch wenn überhaupt
Besser aber ohne alle Erwartung
Beginnen einander zu genießen
Die theoretisch nur gute Liebe so
Praktisch ziemlich tödlich wurde
Aber vielleicht hilft es dagegen
Mehr die Theorie zu leben als
Aussichtsloser Praxis zu folgen
Die logisch nur weh tun kann
Seit ich dies irgendwie verinnerlichte
Liebe ich glücklich und frei ohne
Alle Spiele und Lügen die sonst
Mit dem Beziehungsversuch kamen
So kann weniger wollen als eines
In der Liebe glücklicher machen
Auf Dauer und überhaupt so
Zumindest theoretisch stets
Aber manchmal funktioniert
Es auch erstaunlich praktisch

jens tuengerthal 23.7.21

Unmoralisch

Unmoralisch

Welches Handeln ist moralisch gut
Frage ich mich und habe dabei den
Guten Kant im Hinterkopf natürlich
Der die Anleitung dazu für jeden
An jedem Ort und zu jeder Zeit gab
In seiner Antwort auf die Frage
Was Aufklärung sei die so relevant
Wie nie in unseren Zeiten ist die
Noch fern davon sind aufgeklärt
Genannt werden zu dürfen bisher
Danach kann nur gut handeln wer
Dies aufgeklärt und also wissentlich
Wie willentlich tut was bedeutet dem
Gewissen statt nur Gesetzen zu folgen
Deren Einhaltung zwar moralisch auch
Geboten sein kann um einen Staat
Am Leben zu halten die aber keinen
Moralischen Geltungsgrund aus sich
Haben und sofern sie vorschreiben
Wie das Leben durch Verbote allein
Regulieren wollen kontraproduktiv
Im Sinne der Moral wirken sogar
Deren Entwicklung eher schaden
Als je nützen kann warum es wohl
Im Sinne der Moral gut ist auch die
Immer Regulierungswut infrage zu
Stellen da sie mehr schadet trotz
Vielleicht bestem Willen eines
Gesetzgebers der ja nicht gleich
Ausgeschlossen werden kann nur
Weil sie de facto Unsinniges tun
Wie der Aufklärung entgegenwirken
Warum Gesetze unmoralisch sind
Weil sie das Gewissen entmündigen
Durch Vorschriften zum moralischen
Handeln sogar eigentlich verwerflich
Wie das Bundesverfassungsgericht
Für andere Fälle feststellte durch den
Verstoß gegen das Grundgesetz ein
Fragwürdig verfassungswidriges Werk
Was nur zum Zwecke der Funktion
Der Gesellschaft rechtfertigbar wäre
Da zu viele unaufgeklärt agieren ohne
An die Folgen ihres Handelns zu denken
Wenn nun auch unklar bleibt wie weit
Die Bevormundung einer damit eigentlich
Für unmündig erklärten Bevölkerung 
Noch gehen soll und eine Demokratie
Die entmündigtes Volk zum Souverän
Erklärt auf Dauer funktioniert kann der
Schutz des Lebens es rechtfertigen
Dreimal um die Ecke gedacht aber
Sich bewusst zu machen dass alle
Gesetze wie jedes autoritäre Handeln
Des Staates der Moral eher schaden
Könnte das Bewusstsein schärfen
Wie Moral und Aufklärung fördern

jens tuengerthal 23.7.21

Gönnenkönnen

Gönnenkönnen

Die Kölner haben in ihrem Grundgesetz
Man muss auch gönnen können was ich
Im Titel unvollständig zitiere weil es mir
Völlig gleichgültig ist was man tut aber
Die Idee der Gunst die im Gönnen steckt
Für wichtiger halte als vieles um damit
Im Leben glücklich zu werden was in
Einer Welt voller Neid und Missgunst
Dringend mehr Fürsprache braucht
Weil manche immer noch meinen es
Sei ihre Version von Gerechtigkeit
Wichtiger als der infolge geweckte Neid
Auch großen Gönnern gegenüber die
Opfer von Verschwörungstheorien wie
Übler Nachrede zu oft werden aber
Viel wichtiger noch ist wie viel wir
Von unserem Charakter damit verlieren
Dass wir Missgunst für normal halten
Ihren politischen Missbrauch immer
Noch als gut gemeinte Idee tolerieren
Die für mehr Gerechtigkeit sorgen will
Dabei ist sie in allem das Gegenteil
Was sich im Steuersystem schon zeigt
Das hohe Einkommen anteilig höher
Belastet als geringe was aber nur
MIt einer Idee vom sozialen Ausgleich
Also politischer Ideologie begründbar
Denn im Sinne der Gerechtigkeit wäre
Es alleine zutreffend dass diejenigen
Welche mehr verdienen höchstens
Genauso viel zahlen eigentlich aber
Um summarische Gerechtigkeit zu
Erreichen privilegiert werden sollten
Weil diese auch meist weniger an
Staatlichen Leistungen beanspruchen
Welche mit Steuern finanziert werden
Ginge es also um Leistung wie ihr
Dabei erforderliches Entgelt müssten
Diejenigen welche Vorteile genießen
Auch anteilig höher beteiligt werden
Tatsächlich aber wird durch eine nie
Begründbare Behauptung stattdessen
Eine soziale Pflicht zum Ausgleich als
Gerecht konstruiert die aber ohne jede
Grundlage frei im Raum schwebt also
Reine Glaubensfrage ist die aber seit
Jahrzehnten schon mit dem nötigen
Gesellschaftlichen Zusammenhang
Bloß paradox begründet wird außer
Die MIssgunst wird als natürlich wie
Der Neid als Teil der Kultur gepflegt
Wie es für viele normal wurde was
Das Gönnen können absolut negiert
Eine destruktive Entwicklung fördert
Welche die linke Seite gern unterstützt
Was viel über sie nur offenbart leider
Aber kaum einer ihnen zu sagen wagt
Schreibe dies nicht auf Basis eines
Großen Vermögens eher mit nichts
Weil ich so frei bin damit froh zu sein
Jedem armen Reichen gerne gönne
Froh bin dessen Sorgen nicht zu haben
Weil es für das was im Leben zählt also
Wie glücklich ich es verbringe nie auf
Das ankommt was andere haben oder
Nicht haben sondern allein zählt womit
Der Mensch für sich zufrieden ist darum
Sollte dieser Satz des Kölner Grundgesetzes
Dringend ein Bundesgesetz werden auch
Wenn Gesetze real nichts an der Haltung
Eines Menschen zunächst ändern können
Sollte ein Staat der Freiheit und Würde
Groß schreibt es sich zur Pflicht machen
Die Pflege der Untugenden zu verhindern
Wie diejenigen bloßzustellen die solches
Tun um sich zu profilieren und dies völlig
Unabhängig davon ob die Kirchen noch
Von sieben Todsünden dabei sprechen
Zu denen der Neid unstrittig auch gehört
In ihrem verlogen unmoralischen System
Das die ethische Verantwortung durch die
Erfundenen Götter transzendiert wie damit
Den Einzelnen von der Verantwortung vor
Seinem Gewissen befreit die anstatt durch
Gehorsam gegenüber dem göttlichen Gesetz
Ersetzt wurde mit dem erwartbaren Ergebnis
Einer Moral die ethisch keinen Wert hat wie
Kant es wunderbar unwiderlegt begründete
Darum wäre es höchste Zeit auch in diesem
Wahlkampf wie in der Gesellschaft damit sie
Mündig werden kann jede Neiddebatte zu
Beenden wie Gerechtigkeit nicht mit solch
Nur religiös erklärbaren Lügen noch zu
Verkleiden die zum Gegenteil führen
Wer dagegen gönnen kann ist erst frei
Lebt ohne jeden Neid und alle Missgunst
Glücklich mit dem was ist statt zu meinen
Dies unzulässig ändern zu dürfen nur
Weil manche anderes eben haben oder
Eine mehr als die andere aber in Zeiten
Die auch Eifersucht für menschlich halten
Verwundert dies nur wenig auch darum
Wäre mehr gönnen können so wichtig
Glücklich miteinander zu bleiben

jens tuengerthal 23.7.21