Samstag, 27. Februar 2021

Lebensewig


Lebensewig

Das sicherste Mittel für ein ewiges
Leben karikiert Maria Mitelli in einem
Flugblatt aus dem 17. Jahrhundert
Sei dem Tod entgegen zu blasen
So er erscheint und solange einer
Blies bliebe der Tod fern eine so
Schlichte wie weise Erkenntnis
Die zugleich beinhaltet wer nicht
Mehr pustet was keiner ewig kann
Sei unweigerlich dem Tod ausgeliefert
Da ohne Luft kein Leben ist wie wohl
Die Leserin lächelnd bestätigen kann
Die damit eingesteht logisch sterblich
Zu sein mit egal welchem Mittel auch
Was alle Scharlatane verspottet das
Grete de Francesco in ihrer Schrift
Die Macht des Charlatans die just
In der Anderen Bibliothek erschien
Als prächtig schöner Band wieder
So klug darstellt aber viel mehr noch
Lehrt uns dieser Künstler aus der
Zeit nach dem dreißigjährigen Krieg
Im hohen Barock der in seiner Heimat
Bologna die Scharlatane noch auf
Den Märkten der Stadt wohl traf dass
Es ein Publikum für diesen Spott gab
Solche Stiche gut verkäuflich waren
Der Aberglaube zwar schon immer
Vom ewigen Leben schwadronierte
Aber selten mit mehr Grundlage als
Der heißen Luft die er verbreitete
Wozu eine Seele erfunden wurde
An die auch sonst vernünftige
Menschen gegen alle Natur glauben
Weil wir uns daran gewöhnt haben
Für das von was ausgedacht wurde
Vermeintlich glaubwürdige Platzhalter
Zu setzen die nüchtern betrachtet aber
Nichts als Luftblasen wie die Seele sind
Von denen materiell nie etwas blieb
Ob dieses Flugblatt mehr als Kunst
In intellektuellen Kreisen zirkulierte
Die über den Aberglauben spotteten
Oder der humorvollen Aufklärung wie
Warnung der Masse diente ist unklar
Zumindest brächte diese Absicht eine
Hohe Auflage und also mehr Geld
Für den klugen Künstler der dabei
Auch die Kirche verspottete die doch
Ewiges Leben oder Hölle versprach
Nach der sich bis heute Menschen
Mehr sehnen als irgendetwas je
Obwohl es immer schon ein völlig
Widernatürlicher Unsinn war der
Nur dazu diente Unfreiheit für die
Gläubigen so zu legitimieren was
Bis heute unter unterschiedlichen
Namen noch praktiziert wird dabei
Hat Epikur schon 200 Jahre vor
Der Zeitenwende erkannt gehabt
Es gibt keinen Grund den Tod zu
Fürchten der nie mit einem zugleich
Irgendwo ist da wer tot ist einfach
Nicht mehr ist was alles erledigt
Jede Frage dazu erledigt das Nichts
Ist ohne weiteres Interesse im Leben
Sein kann nach der Natur nur endlich
Also vergänglich sein warum der Wunsch
Nach ewigem Leben negiert was er will
Absurder Unsinn ist der alleine eine
Abhängigkeit der durch diese Lügen
Unfrei gewordenen Menschen noch
Verstetigt wobei die Frage bleibt
Wieviele Menschen zur Freiheit fähig
Oder überhaupt willens sind weil die
Masse lieber der Gewohnheit folgt
Statt frei zu denken um es zu sein
Was eben Befreiung aus der so
Verbreiteten Unmündigkeit bedeutete
Also Aufklärung im Sinne Kants zu
Der wir besser mehr Mut hätten als
Uns an den nur Hokuspokus eines 
Erdachten ewigen Lebens zu hängen
Wer ewiges Leben will muss immer
Pusten statt Luft zu holen womit
Alle Fragen zum Thema beantwortet
Das ewige Leben wäre die Hölle die
Manche erfinden um das nur dazu
Erfundene Paradies zu erreichen
Alles Leben und Sein ist endlich
Mehr brauchte es dazu noch nie
Glück ist menschlich also ebenso
Beschränkt wie alles Sein
Anderes ist nicht zu erwarten
Aber zur Freiheit genügt was ist
Jeden Moment lustvoll glücklich
Zu sein was viel ist ohne die
Hölle des ewigen Lebens der
Ein Fliegender Holländer nur
Durch sterbliche Liebe entfloh
Warum sollte das wer wollen
Lieben wir uns lieber mehr in der
Verbleibenden beschränkten Zeit
So vergänglich wie wir eben sind

jens tuengerthal 27.2.21

In Sicherheit


In Sicherheit

Sich sicher zu sein
Ist viel wert im Schatten
Unendlicher Auswahl
Möglicher Partner
Die im Netz uns erwartet
Sich spüren gehört dazu
Über alle Ferne hinweg
Fühlbare Tiefe ist
Eindringlich schön
Weil es ist was es ist
Mehr nicht aber genug
Alles zu haben was
Mit Sicherheit gut tut
Statt austauschbar
Dabei geblieben bleibt
Alles eine Frage der
Entscheidung

jens tuengerthal 27.2.21

Liebesreduktion


Liebesreduktion

Was braucht die Liebe
Lässt sie sich reduzieren
Auf ein bloßes Gefühl
Was könnte mehr sein
Wagen wir weniger um
Mehr davon zu haben
Oder ist ohne Überschwang
Zu wenig was bliebe
Ist manche unmöglich
Oder kann Liebe alles
Weil sie Sein verdoppelt
Was bleibt am Ende als
Es ist was es ist

jens tuengerthal 27.2.21

Wenigmehr


Wenigmehr

Weniger ist mehr
Wurde schon lange
Zum Credo einer Ästhetik
Die sich lieber reduziert gab
Als im Überschwang noch
Zu ersticken und so wurde
Das Nichts zur Mode einer
Übersättigten Gesellschaft
Die sich gern am Konsum
Berauscht um immer mehr
Was schon lange überflüssig
Mit weniger zu kontrastieren
Was das Nichts so exklusiv
Wie teuer machte ohne dabei
Einen Wert zu schöpfen als
Die Rarität des weniger im
Strom des sonst Ramsch
Der Sonderangebote nach denen
Die Schnäppchenjäger fahnden
Deren Peinlichkeit schon sehr nah
Bei glänzenden Trainingsanzügen
Dem Unterschichtenfernsehen so
Harmonisch entspricht über das
Sich überteuertes Nichts erhebt
Um so aus weniger wie magisch
Mehr Wert zu schöpfen der aber
Nur ein gut verkäuflicher Hauch
Von Nichts ist der etwas sein will
Was verloren hat der das weniger
Teurer einkauft statt es zu denken
Minimalismus als Pflichtprogramm
Das den Kontrapunkt nur spielt um
Besonders und also teuer zu sein
Ist also nur ein Marketinggag der
Gut bezahlt geistig wertlos ist nur
Von der gesteuerten Funktionalität
Der erwartbaren Mitspieler zeugt
Wirklich mehr wird weniger erst
Wenn es Sein ohne Markt reduziert
Nachhaltig das was ist auf das
Konzentriert was auch bleibt
Dessen Fußabdruck spurlos ist
Im Gleichgewicht der Welten
Dem kategorischen Imperativ genügt
Gerne wertlos gebraucht aus dem
Verlorenen neues damit schöpft
Erhält statt wegwirft denn wer
Nur aussortiert um den Sperrmüll
Zugunsten ästhetischer Ideale
Haufenweise zu überfrachten
Macht aus weniger mehr Müll
Aber nichts von bleibendem Wert
Der die Zukunft gestalten kann
Weniger kann wirklich mehr sein
Wenn mehr als Mode am Markt
Lieber mehr gedacht wird als
Nur Vergangenheit wegzuwerfen
Die der Schlüssel zur Zukunft ist
Aus Kenntnis der Geschichte
So erfordert es viel Nachdenken
Damit weniger bleibend mehr ist

jens tuengerthal 26.2.21

Freitag, 26. Februar 2021

Mussfrei


Mussfrei

Viele meinen etwas zu müssen
Stehen dafür ständig unter Strom
Nennen es dann Stress von dem
Sie sich mit Freizeitbeschäftigung
Ablenken damit keine Langeweile
Aufkommt sind sie total verplant
Weil sie was erleben wollen was
Mit sich alleine wohl nicht passierte
Verstehe das Bedürfnis nach einer
Geistigen Beschäftigung sehr gut
Ohne gute Bücher würde ich wohl
Verrückt werden soweit ich das
Nicht am Durchschnitt gemessen
Ohnehin schon bin aber leicht
Entrückt lässt sich der Wahnsinn
Wesentlich gelassener ertragen
Denke ich lächelnd dabei
Die Vorstellung einen Tag mit
Beschäftigungen zu füllen welche
Die Zeit zum Lesen raubte wäre
Ein Graus der mich stresste zumal
Tage ohnehin mit Nichtigkeiten 
Schon längst genug gefüllt sind
Der Rückzug in die Bibliothek
Wie ihn Montaigne uns vorlebte
Der die Politik hinter sich ließ
Obwohl gewählter Bürgermeister
Ist da der erste Schritt zum Glück
Nichts zu müssen beginnt mit der
Fähigkeit weniger zu wollen die
Von vielen Zwängen befreit was
Das Fundament echter Freiheit ist
Die also im Kopf anfängt womit
Eine Relativierung aller Zwänge
Einhergeht die einen völlig neuen
Blick auf die Welt eröffnet was
Im unsteten Wirtschaftsleben einen
Hohen Preis hat aber der beste
Weg ist Gelassenheit zu üben
Wozu der absolute Vergleich
Dass alles Leben endlich ist
Die beste Basis mir gibt denn
Was ist gemessen an der ganz
Natürlichen Endlichkeit des Seins
Noch der Aufregung wirklich wert
So trainierte die Pandemie mich
Der familiär cholerisch belastet ist
Mehr in Gelassenheit als je zuvor
Was mir die Freiheit schenkt nicht
Länger Sklave meines Temperaments
Bis zur oft Lächerlichkeit zu sein was
Ein ungeahnt großer Gewinn ist um
Das Leben selbstbestimmt und also
Aufgeklärt leben zu können was wer
Sklave seiner oder fremder Launen ist
Niemals könnte und also unmündig
Im Sinne kantscher Aufklärung bliebe
Weniger zu brauchen und zu wollen
Mehr zu genießen was ist scheint mir
Die größtmögliche Freiheit die fast
Buddhistisch schon anmutet ohne sich
Östlicher Mystik dazu anheimzugeben
Oder ein Leben über dem Leben noch
Erfinden zu wollen schaue ich heute
Gelassen aus dem Bücherturm auf
Das eigene Leben und finde es so
Reich an Liebe und Glück schon
Dass nichts mehr noch sein muss
Zufrieden zu genießen was ist die
Höchste Kunst im Lernen mir scheint
Die wirklich das Leben liebt weil alles
Gut so ist wie es ist ohne sich noch
Über Kleinigkeiten aufregen zu wollen
Wie lange auch immer ich noch
Zu leben habe kann ich schon jetzt
Sagen es war gut so und nichts muss
Manchmal nur verwirrt mich die Liebe
Die immer etwas zu müssen meint statt
Sich dem was ist einfach hinzugeben
Um glücklich zu bleiben dahingestellt
Ob dies Streben eher weiblich ist
Genügt Zufriedenheit für immer

jens tuengerthal 26.2.21

Liebesgelassen


Liebesgelassen

Hab mein Leben lang immer 
Die Richtige gesucht ohne je
Erfolgreich dabei zu sein
Denn wenn fand mich die Liebe
Wenn ich sie am wenigsten
Irgendwo erwartet habe
Große wie kleine Lieben
Eine Frau rumkriegen war
Noch nie meins aber dafür
Hab ich mich immer wieder
Gern entdecken lassen von
Vielen wunderbaren Frauen
Die dann ein wenig so taten
Als überlegten sie noch ob
Oder müssten überredet werden
Das uralte ewige Spiel halt
Bleibt unemanzipiert lächerlich
Aber gehört scheinbar dazu
Darauf danach angesprochen
Sagten die meisten klar wollte ich
Wusste es sofort als ich dich sah
Oder ähnlich austauschbare Floskeln
Aber wollten sich lange bitten lassen
Verzögerten es teils um Wochen
Weil sie sonst ja nichts wert wären
Was ich von ihnen denken würde
Und so setzte sich das Bild fest
Frau macht gerne kompliziert was
Einfach glücklich machte auch
Wenn sie dadurch manches wohl
Verspielt wird dies als tolerabler
Kollateralschaden abgetan vor allem
Wer sich nicht bemühe bliebe nicht
Vermutlich denke ich inzwischen
Historisch ethnologisch die Liebe
Betrachtend ist es noch ein wohl
Überbleibsel aus der Zeit als Frau
Noch Versorger suchte die sie
Zur Sicherheit in der Wildnis brauchte
Vor allem liebten wir wesentlich länger
Unter solchen Umständen als es eine
Zivilisation überhaupt schon gibt aber
Der Kern aller Zivilisation die Familie
Als Basis von Lust und Liebe wie
Fortpflanzung existierte auch dort
Viel spricht dafür dass dieses Leben
Mit der Natur unsere Riten prägte die
Bis heute Folge der Anpassung sind
Auf die aktueller Aberglaube nur seine
Normen entsprechend aufsetzte um so
Als ganz natürlich akzeptiert zu werden
Was dies absurde weibliche Verhalten
Wie die Entsprechung bei uns Männern
Sich entwickeln ließ weil damit der
Vermeintliche Eroberer seine Kraft
Zum Überleben in der Wildnis zeigte
Und so stehen vor dem Sex nicht nur
Der Konvention geschuldete Rituale
Sondern Gewohnheiten die uns die
Natur anerzog damit die Weibchen
Ein geeignetes Männchen aussuchen
Aber diesen ganzen so zumindest als
Teil unserer Natur verständlichen Unsinn
Einmal beiseite gelassen stelle ich fest
Erobert haben mich Frauen die genau
Das auch wollten bis es beiden reichte
Was die eine früher der andere später
Merkte oder auch umgekehrt aber 
Irgendwann beide genau wussten
Nicht immer ohne alle Dramen aber
Was wäre die Liebe auch lauwarm
Doch bleibt bei allen Begegnungen
Die länger als eine Nacht andauerten
Welche hier nicht gezählt seien was
Wen auch immer dabei motivierte
Sind sie doch weniger von Liebe
Getragen als von Lust warum auch
Die Spiele der Verzögerung wegfallen
Welche zwar überflüssig sind aber
Auch stark stimulierend wirken dabei
Ist das Verhältnis von eigener Lust
Zum dabei Schauspiel umgekehrt
Proportional will heißen besonders
Viel Verzögerung als aufgeilendes
Mittel des Marktes reizte zwar oft
Viel mehr aber hielt selten was es
Dabei versprach was sich aber
Keiner der lange wartete gestand
Wer dagegen Spaß daran hat
Kommt schnell ohne Umwege
Zur Sache und ist auch emotional
Klar statt langer Umwege noch
Was das Leben enorm erleichtert
Diesen Versen auch gut täte da
Weitere Verzögerung dazu führt
Den Faden zu verlieren zumindest
Bei der geschätzten Leserin auf die
Es ja in allem ankommt denn sie
Wählt und entscheidet wie wir es
Aus der Natur kennen wo dazu
Bereite Weibchen Botenstoffen
Aussenden und im Trieb sind wir
Nicht wirklich weiter entwickelt
Auch wenn wir um die Liebe gern
Viel Hokuspokus noch machen
Es geht der Natur nach darum
Einen Partner zu finden mit dem ich
Für Fortpflanzung wie Aufzucht
Also über Jahre eine Höhle teilen
Kann und will was guter Prüfung
Bedarf und da insoweit die Damen
Nach ihrer Natur schon wissen
Was sie wollen lass ich sie nun
Um bei Bedarf einen Moment den
Kampf um meine Frau zu spielen
Nachdem sie mich ausgewählt hat
Dabei dient die Verzögerung ganz
Nach unserer Natur der Prüfung
Ob der Bewerber interessant ist
Auf all diesem Theater beruhen
Die Schwüre von ewiger Liebe
Dem nach der Evolution wohl
Geeigneten Mittel die Aufzucht
Optimal zu gewährleisten was
Die schreckliche Romantik ganz
Gegen den Geist der Aufklärung
Daraus machte ist etwas anderes
Wir leiden bis heute darunter 
Dazu gäbe es viel noch zu sagen
Aber in fortgeschrittener Nacht
Scheint auch dies entbehrlich
Am Ende bleibt mir in Erinnerung
Die es wollten taten was dafür
Alles andere war noch stets
Vergebene Liebesmüh und also
Eher viel Lärm um nichts denn
Nur was wirklich will kommt auch
Wer lang verzögert fürchtet ohne
Diesen Reiz wenig zu bieten zu
Haben und hat damit meist recht
Jedenfalls lohnte die Mühe nie
Was wirklich lohnt kommt auch
Gelassenheit dabei erhöht noch
Den Reiz für die andere wohl
Da ich nun weder jagen will
Noch mich fortpflanzen muss
Kann ich in Ruhe abwarten
Weil die Richtige kommt allein
Wenn nicht ist sie es nicht
Alles andere macht die Natur
Wie es ihr am besten gefällt
Trinke Tee lese und warte ab
Dankbar mit Gelassenheit

jens tuengerthal 25.2.21

Donnerstag, 25. Februar 2021

Zungentaucher


Zungentaucher

Was bleibt von der Lust in der
Ewigen Einsamkeit des Lockdown
Als Gedanken voller Lust zur
Einen oder anderen unerreichbaren
Schönen die Traumgestalt bleibt
So nah und fern in nur Versen
Die zwischen den Zeilen verhallen
Tauchte nun zu gerne mit meiner
Zunge zwischen deine vor Lust
Vollen Lippen hier wie dort ganz
Hier oben beginnend um sich im
Innigen Kuss verschlungen ganz
Schon zu fühlen wanderte ich
Voller Lust dennoch verzögert
Um die Vorfreude zu steigern
Deinen Hals hinab um über deinen
Vollkommenen Busen den ich innig
Zart aber fest liebkoste hinab über
Deinen schönen Bauch zu dem
Feinen Streifen zu schlecken den
Hinab es den Venushügel hinauf
Mit zitternder Zunge ging um dann
In rasanter Abfahrt über deine glatten
Lippen ich mich dort in dich stürzte
Dann langsam deine Lust schon
Ein wenig schlürfend ich auftauchend
Zum Perlentaucher deines Zentrums
Wurde was die Zunge langsam lustvoll
Umspielt bis es so wachsend zum
Quell von immer mehr Freude wird
Die ich dich tiefer und tiefer noch
Streichelnd immer inniger spürte
Bis du zum ersten mal überläufst
Vor Freude schon bebend die sich
Dann endlich ganz vereint noch
Zur geteilten höchsten steigerte
Nach wir uns selig in die Arme
Sanken in meinen Gedanken
Vielleicht spürst du sie hier wie dort

jens tuengerthal 25.2.21

Verjährungsfreude


Verjährungsfreude

Las heute die Vorwürfe gegen
Beckenbauer und Zwanziger
Wegen der deutschen WM 2006
Seien verjährt und dachte nur
Wie gut sollen sie doch den
Inzwischen alten kranken Mann
Einfach in Ruhe lassen weil
Das Land seine Freude hatte
Ein positives Bild von Deutschen
Die Fahnen schwenken und feiern
In die Welt schickte was schon
Nach unserer Geschichte wertvoll
Genug wäre es gut sein zu lassen
Auch wenn sie wen bestachen
Weil die FIFA eben bestechlich ist
Was niemanden riesig überrascht
Es geht schließlich um Fußball
Finde ich es gut es jetzt auch mal
Gut sein zu lassen egal was war
Weil alles seine Zeit hat außer
Mord der nie verjährt warum auch
Täter des Holocaust noch immer
Verfolgt werden können was nur
Gerecht scheint weil ihre Taten
Leben für immer beendeten
Aber davon abgesehen finde ich
Verjährung ganz wunderbar
Alles geht von alleine vorbei
Durch Nichtstun wird alles gut
Weil alles irgendwann verjährt
Weniger wollen und viel mehr
Geschehen lassen wie es kommt
Zeugt von großer Gelassenheit
Die das Leben schöner macht
Vor allem nachhaltig wirkt weil
Wir merken wie gut es uns geht
Ohne Druck und Erwartung weil
Nichts der Aufregung wert ist
Alles Gute kommt von alleine
Das übrige verjährt irgendwann
Manches kommt wieder wie
Anderes für immer verschwindet
Was keinen Gedanken wert mehr
Es ist ja nicht mehr da und alles
Verjährt irgendwann wird also
Mit der Zeit quasi belanglos
Denke ich und lasse mir Zeit
So hat der alte Beckenbauer
Der Weltmeister wurde als ich
Ein Kind noch war mir heute mit
Seiner Verjährung gute Gedanken
Zur Gelassenheit geschenkt die
Erfüllend glücklich machen weil
Die Zeit ohnehin alles regelt
Sicher ist nur das Leben endet
Bis dahin abwarten und genießen
Ist genug zu würdigen was ist
Die Natur wird uns von alleine
Bewegen wenn ihr danach ist
Wie wir uns mit und in ihr aber
Ein wenig innehalten um auf
Verjährung zu warten tut gut
Im ganzen Lärm dieser Welt

jens tuengerthal 25.2.21

Spaltpilze


Spaltpilze

Wie eine Gesellschaft zusammenhält
Oder sich spaltet zeigt auch die Sprache
Richtig ist es darum wenn Thierse vor
Einer Entwicklung warnt die zu mehr
Unfreiheit führt aber längst begann
Eine dauerhafte Spaltung bedeutet
An den Rändern suchen Extremisten
Besonders lautstark ihre Sondersicht
Als Mehrheit darzustellen wobei jede
Seite ihre Schubladen gerne betont
So zähle eine Meinung schon nicht
Weil sie von einer weißen Hete stammt
Die mit über vierzig schon zu alt sei
Noch Meinung zu haben darum besser
Schwiege und das Schlachtfeld den
Moralhütern beider Seiten überließe
Während die andere Seite wieder vom
Volk und reinem Blut schwadroniert
Was sie gegen Invasoren verteidigten
Wie einst die Kreuzritter das Abendland
Was historisch Unsinn ist aber egal
Vor dem Islam beschützten der aber
Als Bedrohung irrelevant ist für die
Postreligiösen Wissenschaftler die alle
Kultur als gleichberechtigt betrachten
Mehr gegen Kolonialismus kämpfen
Als ihre Wurzeln zu betrachten die
Als reaktionär überwunden werden
Sollen während andere Sitten als
Folklore belächelt werden bis sie
Mit unterschiedlichen Vorstellungen
Selbst Familien gründen wollten aus
Multikulti-Träumen unsanft erwachen
Doch enthalte ich mich des Urteils
Sowohl als auch über Richtigkeit von
Anschauungen denke aber der erste
Schritt zu mehr Frieden statt ewiger
Polarisierung wird weniger Politik sein
Nicht stete Parteinahme hilft dabei zu
Versöhnen und Einigkeit zu fördern
Sondern eine Stärkung der Mitte die
Zuverlässig verwaltet werden will aber
Ansonsten weniger Staat bräuchte
Statt immer mehr was logisch zur
Mehr polarisierender Politisierung führt
Stimme Thierse also zu soweit es um
Weniger Polarisierung geht die nötig ist
Widerspreche aber im Ergebnis was
Einer Politik die sich zu wichtig nimmt
Gewiss nicht gefallen wird denn Merkel
War so gut und effektiv weil sie nicht
Polarisierte und so mehr erreichte als
Die vermeintlich emanzipierten Sozen
Je mit ihrer Politik für Frauen ohne
Dies ständig laut zu betonen lieber
Still und effektiv machte weil sie sich
Benahm wie eine schlichte Beamtin
Die als Chefin der Verwaltung agierte
Wofür sie Sascha Lobo fälschlich im
Spiegel angriff weil wir nicht mehr
Politik und Konfrontation brauchen
Sondern weniger damit die Führung
Des Landes ihre Aufgaben erledigt
Raum gibt für freie Menschen die
Nach den Idealen der Freiheit leben
Die Spaltung im Land ist real auch
Jene fortgesetzte zwischen Ost und West
Wie die aufgeblasene zwischen den
Alten Polen rechts und links die sich
Am Rand näher kommen wie etwa
An AfD und Linke sichtbar die sich
Ähneln und für die Mitte tabu sein
Sollten warum auch ihre Beteiligung
An der Regierung in Berlin lediglich
Darauf hinweist wie stark der Anteil
Ewig gestriger im Osten noch ist
Was aber viele bereits wieder als
Form der Polarisierung betrachten
Die zur Spaltung führt die mir doch
So fern liegt auf der Suche nach
Einer stabilen Mitte die sich nicht
Nach wechselnden Winden ändert
Über weniger Wahlen zu reden ist
Noch müßig aber zumindest keine
Volksabstimmungen zu wollen liegt
Nahe aber ist nicht populär während
Sich Populisten immer schon gerne
Auf Volkes Meinung beriefen ist mir
Effektiv zuverlässige Verwaltung viel
Wichtiger als politische Farben höre
Im Gegenteil gerne wenig vom Staat
Was der effektivste Weg zu weniger
Spaltung sein dürfte indem sachlich
Saubere Arbeit geleistet wird die sich
Im Hintergrund abspielen darf der
Von neutralen Stellen beobachtet
Wird die sich dabei aber nicht durch
Aufmerksamkeit finanzieren muss
Weniger bis gar keine Gewinne
Sollte diese Verwaltung anstreben
Um neutral effektiv zu funktionieren
Fest in der Mitte stehen und jenseits
Ständiger Wechsel der Ansichten
Am besten ist der Staat der nicht stört
Aber Freiheit und Sicherheit gewährt
Damit sich die Mitte in ihm findet
Dort stabil steht und die Spaltpilze
Nicht weiter stören können

jens tuengerthal 25.2.21

Mittwoch, 24. Februar 2021

Liebessklave


Liebessklave

Achte sehr auf meine Freiheit
Aber ließ mich von der Liebe
Freiwillig immer wieder versklaven
Frage mich nur warum ich es tat
Obwohl ich wusste es kann nie
Auf Dauer gut gehen unfrei doch
Schien die Liebe es mir jedesmal
Wieder wert trotz genug Erfahrung
Die mich eines besseren belehrte
Wollte ich immer wieder glauben
Diesmal sei alles anders und es wert
Für eine Beziehung sich aufzugeben
Was ich mit Abstand betrachtet für
Vollkommenen Unsinn halte der
Keinem gut tun kann nur fehlte
Verliebt natürlich jeder Abstand
Noch war ich in diesem Zustand
Je wirklich vernünftig und weiß
Doch ich würde es immer wieder
Tun für dies wunderbare Gefühl
Zu lieben und vielleicht sogar
Geliebt zu werden alles aufzugeben
Als sei die Bestimmung meines
Lebens allein die Liebe die real
Selten dauerhaft glücklich machte
Habe keine Lösung gefunden noch
Eine Antwort warum ich mich für
Eine ganz aufgab und bin dennoch
Völlig sicher dass es so sein musste
Und während ich diese schreibe
Spüre ich mein Herz schlagen voll
Schmerz und Sehnsucht nach Liebe
Was ihm die Vernunft gern untersagte
Aber es hört nicht darauf weil das
Gefühl und der Wunsch anzukommen
Stärker ist als alle so schmerzvolle
Erfahrung die ich im Leben machte
So scheint die Liebe eine unheilbare
Krankheit wider die Vernunft zu sein
Denke ich aber frage mich dabei auch
Ob sie nicht einfach der andere Teil
Der Natur in mir ist mit dem ich leben
Muss egal was die Vernunft sagt
Vielleicht denke ich nun heimlich
Ist das Eingeständnis der eigenen
Machtlosigkeit aber der Anfang der
Größeren Freiheit die sich nimmt
Wie die Natur es gemacht hat
Warum jeder Kampf vergebens
Immer sein wird und ich lieber
Glücklich mit dem Talent bin
Lieben zu können mit allen
Risiken und Nebenwirkungen
Der Idiot zu bleiben der ich bin
Hörte ich auf meine Vernunft die
Noch nie mein Herz so schlagen ließ
Lasse mich überraschen was kommt
Hab mein Lieben nicht im Griff aber
Dass gehört wohl zu mir vielleicht
Macht es irgendwann glücklich
Weil es ist wie es ist

jens tuengerthal 24.2.21

Freiheitsverteidiger


Freiheitsverteidiger

Als Verteidiger der Freiheit hast du
In Zeiten der Pandemie viel zu tun
Abgrenzung nach allen Seiten dabei
Mit keinem ganz einer Meinung weil
Überall die Idioten am lautesten sind
Einerseits nach der Vernunft Strenge
Fordern müssen andererseits auch
Die Bürgerrechte verteidigen die durch
Autoritäre Maßnahmen beschränkt
Von denen viele jedoch nötig sind
Um Leben zu retten was Vorrang hat
Vor allem anderen weil ohne gibt es
Auch irreversibel keine Freiheit mehr
Ob ein Söder Hausarrest anordnet
Als seien Bürger seine Kinder noch
Der durch nichts zu rechtfertigen als
Eine unmittelbare Gefahr die hier
Angesichts der Dauer fraglich ist
Die AfD mit den Covidioten gleich
Volle Öffnung fordern ganz ohne
Jede Verantwortung für die Folgen
Die Länderchefinnen konkurrieren
Miteinander wie mit Merkel um
Die Zustimmung im Volk was sich
Mehrheitlich genervt längst der
Kanzlerin zuwandte die aber noch
Keine Perspektive für die Rückkehr
Aller Freiheiten gibt wie Liberale
Nicht ohne Grund nun beklagen
Dies aber nach Stand der Dinge
Logisch auch nicht kann weil es
Zu viele offene Fragen noch gibt
Also bleibt Leben vor Freiheit der
Grundsatz der weiter fragen lässt
Was noch gerade so geht aber
Wo dringend Grenzen nötig sind
Gegen den autoritären Staat
Der es ja auch gut meint dabei
Oder Erspartes mal eben so im
Sozialdemokratischen Wahlkampf
Zu schnell vielleicht raushaut um
Sicherheit vorzutäuschen die es
Nie geben kann am Markt außer
Für Beamte in unkündbarer Stellung
Aber wer will alle Cafés sterben sehen
Sagt der Literat in mir dagegen warum
Es offensichtlich schwierig wohl bleibt
Die liberale Freiheit zu verteidigen
Wenn sie es am nötigsten hat denn
Der Staat kann und soll niemand retten
Nur vorübergehend und zur Not aber
Manchmal geht es nicht anders
Vieles läuft auf dem Schwarzmarkt
Was das Gegenteil von Freiheit ist
Sondern in Illegalität uns drängt
Es gibt also viel zu tun als Anwalt
Der Freiheit in Zeiten der Not
Da alle Wege verschlungen
Nur Antworten gibt es keine

jens tuengerthal 24.2.21

Alltagsporno


Alltagsporno

Wie alltäglich wurde der Porno
Wendet sich wer Porno konsumiert
Von seinem Partner ab oder ist es
Völlig egal eher entspannt weil der
Alltag ohnehin vollständig erotisiert
Alle ständig posen oder mit Erotik
Verbundenes sehen wie aufnehmen
Viele Paare haben Pornosex wobei
Beide sich so verhalten wie sie es
Aus Filmen kennen um gut im Bett
Zu sein also erfolgreich auch in der
Lust die mit Ehrgeiz betrieben wird
Hatte mal eine Liebste die ich über
Alles verehrte die dabei besonders
Glänzen wollte was mir erst reizvoll
Später immer seltsamer erschien
Weil ich nie wusste was echt war
Habe ihre Erleichterung nach der
Lust nie gespürt auch wenn sie
Nach ihrer Auskunft einen Höhepunkt
Nach dem anderen hatte was sie
Wie ich es aus Pornos kannte zeigte
Sie war in jeder Hinsicht perfekt
Dachte ich lange und hielt mich mit
Dieser immer lustvollen schönen Frau
Für den glücklichsten Mann der Welt
Dachte zumindest es sein zu müssen
Was den Leistungsdruck beschreibt
Unter den der Porno-Sex im Alltag
Uns stellt die wir doch einfach nur
Geliebt werden wollen wovon der
Sex eine Ausdrucksform einmal war
Bis er zur Selbsterfahrung wurde
Die perfekte Befriedigung schenkt
Zumindest nach Porno-Maßstäben
Die aber damit nur sportlich bleibt
Weil der Zauber der Liebe fehlt was
So kitschig klingt dass ich es besser
Zensierte lehnte ich die Zensur nicht
Viel mehr noch ab als den Kitsch
Auch wenn beides tödlich wirkt
Kitsch auf den Geschmack meist
Zensur auf die Freiheit immer
Es töter als tot nicht geben kann
Ist die Wahrung der Haltung hier
Eine Form ästhetischer Euthanasie
Was sprachlich provokativ wäre
Läse es wer oder dächte dabei
Kritisch nach wie über den Sex
Der meistens nicht lohnt weil
Weniger von echter Lust getrieben
Als dem Bedürfnis zu glänzen dabei
Was die triebhafte Sexualität zu einer
Pornocastingshow machte auf die
Wer je echten Sex kannte keine Lust
Mehr haben kann weil alles Show ist
Weiss nicht was diese Liebste einst
Wirklich empfand ob es war was sie
Sagte um die Beste zu sein was ihr
So wichtig war danach zu fragen
Was jedem sonst peinlich wäre
So wenig wie ich es bei mancher
Wusste die perfekt spielte um
Dafür geliebt zu werden was ich tat
Ob Schauspielerin oder nicht dabei
Auch wenn mich diese Prostitution
Mehr ekelte als die ehrliche auf den
Straßen der Stadt die Mitleid weckte
Doch weil wir als Lohn echte Liebe
Vortäuschen merken wir lange nicht 
Was wirklich fehlt auf der Suche nach
Echter Lust nach unserer Natur die so
Selten ist wie ein riesiger Diamant
So werden wir durch die Pornographie
Überall gezeigter Lust im Alltag quasi
Hypersensibilisiert will mir scheinen
Verloren die erotische Reaktion weil
Unter permanentem Dauerbeschuss
Irgendwie pornographischer Eindrücke
Nichts mehr reizvoll echt war sondern
Zum permanenten Konkurrenzkampf
Des Sex nach dem Tod der Liebe wurde
Welcher austauschbar langweilig blieb
Weil alle nur Variationen des gleichen
Films immer wieder zeigten der nach
Dem hundertsten Ansehen reizlos wird
Warum wer den Sex noch retten will
Auf Liebe wohl setzen muss die aber
So tot wie lächerlich eigentlich ist auch
Wenn alle betonen sie zu wollen ist
Wer keinen OneNightStand behauptet
Haben zu wollen stets diejenige die
Nichts anderes kennt und will aber die
Üblichen Lügen emotionaler Prostitution
Fesseln uns mit Sitte und Anstand dabei
Zu einem peinlichen Schauspiel auf das
Mit Impotenz zu reagieren einzig noch
Angemessen wäre weil es die Chance
Gibt sich vom Spiel zu distanzieren
Bei dem es keine Sieger mehr gibt
Weil Befriedigung nur gespielt wird
Was immer unsere Natur auch war
Ist was übrig blieb eher komisch
Fraglich nur was anstatt noch lohnt
Nach dem Ende der Liebe wird es
Sicher kein Sex mehr sein außer als
Freizeitsportart im Pornogewand

jens tuengerthal 24.2.21

Coronaoffenbarung


Coronaoffenbarung

Die Corona Pandemie offenbart
Wie vieles veraltet vorgestrig ist
Von einer Verwaltung die noch
Analog zählen und faxen muss
Bis zu den Schulen die den
Digitalen Unterricht noch nicht
Beherrschen warum plötzlich
Die Leitung der Verwaltung
Genannt Politik darauf drängt
Schnellstmöglich zu öffnen
Nicht weil Kinder zuhause
Verwahrlosen würden sondern
Weil mit jedem Tag länger nur
Deutlicher wird wie lange schon
Die Politik die Zukunft verschlief
Weil sie nicht schnell und flexibel
Auf veränderte Umstände reagiert
Einen Beamtenapparat nur regiert
Sich an diesen angepasst hat was
Nichts machte solange alles lief
Die Verwaltung zuverlässig war auch
Wenn sie aus Gewohnheit schlief
Mit Corona wurden die Mängel offenbar
Noch deutlicher auch das alte deutsche
Problem was heute Föderalismus genannt
Die Uneinigkeit autonomer Landesfürsten
Von Kaiserszeiten bis heute die selbe
Unfähig zum Krisenmanagement was
Durch Parteitaktik noch verstärkt wird
Wie dringend bräuchte es nun mehr
Effektive Verwaltung statt Politik doch
Wo die Mängel größer sind ist noch
Unklar deutlich wurde nur endlich
Dank der Coronaoffenbarung es muss
Sich was ändern für die Zukunft
Weniger Politik und mehr Management
Wäre eine Lösung wollten wir den Staat
Noch länger ernst nehmen dabei was
Die andere wichtige Frage wäre denn
Wie oft ist nicht weniger viel mehr
Was endlich eine liberale Debatte wäre
Die den Namen der Freiheit verdiente

jens tuengerthal 24.2.21

Dienstag, 23. Februar 2021

Erfüllungssehnsucht


Erfüllungssehnsucht

Wie sehe sehne ich mich nach
Glücklich erfüllter Liebe die das
Leben erst lohnend schön macht
Alles überstrahlt im geteilten Glück
Voll Liebe Zärtlichkeiten und Lust
Wie gerne gäbe ich alles dafür
Denk ich gerade einsam aber
Wie lange hielte dies Glück
Wie schnell würde es nerven
Ist das Risiko neuer Verletzung
Nicht viel zu hoch dafür noch
Einmal die Freiheit zu riskieren
Täte es nicht noch viel weher
Ist ruhiges Gleichmaß ohne
Wilde Gefühle nicht besser
Als die rasende Liebe die
Ohnehin enttäuschen wird
Weil nichts für immer ist aber
Was bliebe vom Leben ohne
Denke ich und liebte lieber
Wieder völlig verrückt als
Ohne weiter zu leben wie wir
Täglich unser Leben für viel
Unsinn riskieren der wenig lohnt
Doch wäre nichts lohnender als
Eine glückliche Liebe zu leben
Andererseits ist ruhige Freiheit
Die für sich genießen kann mehr
Wert als große Euphorie die sich
Im Alltag schnell verflüchtigt doch
Das Gefühl wenn du den Brief
Der Liebsten immer küssen willst
Ist durch nichts zu ersetzen
Wer dies einmalige Gefühl
Noch einmal erleben darf
Weiß es war das Leben wert
Hier endet jeder Diskurs weil
Danach nichts kommen kann
Ob es austauschbar und also
Beliebig oder solitär ist zeigt
Erst der Moment in dem du
Alle Kontrolle aufgabst warum
Alle Gedanken vorab müßig sind
Wenn es darauf ankommt
Folgst du allein dem Gefühl
Wie unvernünftig es auch ist
Nur wenn du damit leben willst
Solltest du das Gleichgewicht
Aller Kräften in dir herstellen
Um das Glück zu halten auch
Wenn manches unhaltbar bleibt
Dabei könnte die Vernunft helfen
Wenn wir sie wiedergefunden
Bis dahin müssen wir wohl ohne
Helm und Gurt losrasen um das
Glück zu finden vielleicht
Überleben wir es ja

jens tuengerthal 23.2.21

Klimatemperatur


Klimatemperatur

Über das Klima wurde lange kaum mehr
Geredet weil Corona alles dominierte da
Steigen die Temperaturen in einer Woche
Um vierzig Grad und schon ist es wieder
Ein Thema in allen Medien während die
Idioten vom Stamme Trump meinen es
Sei doch noch richtig kalt warum die
Erderwärmung eine Lüge sei weil sie
Bis heute Klima und Temperatur noch
Verwechseln und zu dumm sind für
Abstraktes Denken was besagt die
Extremen Schwankungen belegen
Den Klimawandel und sind Grund
Dringend etwas zu unternehmen
Diese naive Verwechslung die so
Blöd eigentlich ist dass jedes Wort
Dazu entbehrlich bleibt wurde durch
Den Populisten Trump wieder zum
Thema und viele sprangen darauf
Die ohne Zukunft noch gegenwärtig
Schnell viel Geld verdienen wollen
Die Temperaturen schwanken auch
Weil das Klima extremer wird stark
Aber wie das Wetter gerade ist hat
Mit dem Klima nichts zu tun warum
Keiner davon darüber reden sollte
Außer um festzustellen wir müssen
Endlich etwas vernünftiges tun

jens tuengerthal 23.2.21

Britischegrüße


Britischegrüße

Die Briten kündigen Öffnungen an
Ab Juli soll sich das Leben dort
Wieder normalisieren und gleich
Wollen die Deutschen hinterher
Die bisher in allem so entschlossen
Unentschieden waren wie typisch
Gut da standen als Merkel führte
Nun von einem Chaos ins nächste
Rutschen statt entschlossen etwas
Von dem zu tun was England als
Ganzes erfolgreich noch machte
Strenger Lockdown und Impfung
Brachten die Briten in die Spur
Letzteres dauert hier noch dafür
Taucht die britische Variante von
Covid immer gehäufter auf was
Die dort Entwicklung erwarten lässt
Aber alle überbieten sich mit 
Lockerungen und Öffnungen
Wer nicht von den Briten lernt
Wird wiederholen was diese
Mit tausenden Toten bezahlten
Riskiert also wissentlich Leben
Aus niedrigen Beweggründen wie
Wahl oder Wirtschaft was also
Genügt sie zu Mördern zu machen
Und Mord verjährt nie was sich
Bewusst machen sollte wer jetzt
Leichtfertig öffnen will statt noch
Diszipliniert einige Monate zu warten
Auch wenn Dummheit noch nicht
Bestraft wird könnte zumindest für
Verantwortungslosigkeit von denen
Die es besser wissen eine klare
Sanktion eingeführt werden damit
Populistische Leichtfertigkeit endet
Vielleicht zeigte es noch Wirkung
Bevor wieder tausende täglich sterben

jens tuengerthal 23.2.21

Montag, 22. Februar 2021

Liebesunsterblich


Liebesunsterblich

Wer sich jemals unsterblich
Verliebte weiß wie schnell
Die Unsterblichkeit endet
Was gut ist insofern es nicht
So viele fliegende Holländer gibt
Tragisch insofern nur einseitig
Dann geistert der übrige Teil
Ewig weiter durch die Welt
Um das verlorene Herz
Irgendwo wiederzufinden
Als hätten wir mehrere davon
So wurde ich ein Suchender
Ohne zu wissen was es noch
Irgendwo zu finden gäbe
Manchmal klappt das dann war
Die Unsterblichkeit nur relativ
Wenn nicht weißt du zumindest
Du hast es diesmal ernst gemeint
Den Rest regelt die Zeit alleine
Weil eben alles endlich ist
Dabei ist die Liebe doch eher
Unernst und heiter gedacht als
Traum vom großen Glück der
Selten real länger hält weil
Zweifel und Alternativen uns
Das Glück relativieren lassen
Wo es vollkommen scheint
Wird der Haken später sichtbar
Denk ich und frage mich nur
Ob dies relativ zeitweise Glück
Die vielen Superlative wert ist
Wüsste aber nichts was ich mir
Mehr wünschte als noch einmal
Oder lieber doch nicht da das
Ende ohnehin gewiss ist was
Die Sicherheit im Leben ist
Mehr bleibt uns wohl niemals
Auch von unsterblicher Liebe
Aber nochmal wäre zu viel
Wer darüber zufällig stirbt
Weiss auch nicht mehr von
Der Unsterblichkeit lebt nur
Nicht mehr und so ist auch
Der Liebeskummer endlich
Also irgendwann vorbei und
Bis dahin gilt die alte Devise
Irgendwas ist ja immer

jens tuengerthal 22.2.21

Suizidpriester


Suizidpriester

Ein Priester der Suizid begeht
Predigt nie wieder auch wenn
Er nach seinem Aberglauben
Nun in der Hölle dafür schmort
Schien die ewige Verdammnis
Ihm weniger schlimm als die
In Aussicht stehende Strafe
Wie öffentliche Erniedrigung
Die der Prozess gebracht hätte
Was seine wichtigste Predigt war
Wenn nicht mal die Drohung
Der jenseitigen Strafen mehr
Genügt das Ende aufzuhalten
Nicht mal beim Bodenpersonal
Des geglaubten Herren fragt sich
Warum überhaupt noch jemand
Sich dem Diktat unterwirft wie
Steigende Austritte in Köln es
Gerade nahelegen doch ist
Die Abwendung vom Verein
Für Missbrauch und Aberglaube
Was jeder lange schon wusste
Auch ein wenig verlogen aber
Zumindest macht dieser Freitod
Eines Pfaffen deutlich es gibt
Keine Hoffnung im Glauben mehr
Manche hält noch die Konvention
Was in Ordnung sein kann denn
An irgendwas hält sich jeder gern
Aber wenn weiterleben dem Gläubigen
Die schlimmere Strafe scheint als
Die schlimmsten nur denkbaren
Hatte er entweder den Glauben
Schon lange verloren oder fand die
Vorstellung ehrlich zu leben noch
Schlimmer als die Hölle je wäre
Was viel über die Kirche sagt
Die dieses Bedürfnis auslöst
Doch jenseits der Hetze gegen Rom
Die seit Bismarck aus der Mode kam
Um inneren Frieden zu stiften mit
Noch lange nicht aufgearbeiteter Folge
Fragt sich ob diese Tat nicht auch
Woelkis Vorsicht teilweise erklärt
Wem nutzt die drohende Strafe
Die Täter zum Suizid treibt trotz
Ewiger Strafe dafür nach ihrem Glauben
Wollte sich da ein Täter strenger noch
Richten als es der Staat je täte
Was verrät uns das über die Moral
Die hinter dieser Tat steckt
Wäre hier nicht Aufklärung geboten
Was bewirkt diese Tat unter den
Verbliebenen Gläubigen die auch
Einsehen müssen der Aberglaube
Ist am Ende keine Hilfe mehr
Die meisten Suizide werden heute
Verschwiegen um bloß keine
Nachahmer anzustiften was sehr
Human und vernünftig klingt ist
Noch viel verlogener eigentlich
Wenn der Freitod als einziger Ausweg
Menschen erscheint sollten wir ganz
Dringend öffentlich darüber reden
Nicht die Täter krank nennen sondern
Laut fragen wie krank ein System ist
Was keinen anderen Ausweg bietet
Oder ob es gut so ist weil sich da
Ein Täter selbst richtete was aber
Nur verwirrte Befürworter der Todesstrafe
Erwägen werden wichtiger aber wäre
Eine vernünftige Antwort zu finden
Ohne Jenseits um Menschen hier
Eine Perspektive zu geben denn
Glücklich kann jeder neue Tag werden
Wo nichts mehr ist kommt nichts mehr
Die letzte Predigt dieses Priesters war
Ohne Worte ein Plädoyer allein für die
Hoffnungslosigkeit ohne jede Perspektive
So geht es heute mehr Menschen als
Es noch gibt die an ein Jenseits glauben
Darüber zu reden und hinzuhören
Könnte wichtiger sein als alles
Mehr Leben retten als schweigen

jens tuengerthal 22.2.21

Forderungskackophonie

Jeder fordert etwas und will zuerst
Gehört werden um sein Privileg als
Krisenratgeber öffentlich zu machen
Alle wissen dabei längst es gibt kein
Immer gültiges Rezept außer dem
Strengen Lockdown und plötzlich
Kramen Berliner Amtsärzte nun das
Überholt gescheiterte schwedische
Modell aus der Mottenkiste und es
Fragt sich was diese plötzlich als
Besserwissende Virologen qualifiziert
Aber egal welche Mängel an sonst
Qualifikation sie einst in Ämter trieb
Ist diese Disharmonie in Schissmoll
Nur Ausdruck völliger Kapitulation
Sogar Schweden ist nun weiter aber
Viele Ämter in Berlin beschäftigen noch
Beamte der untergegangenen DDR
Erichs Rächer regieren sogar mit
Mehr muss dazu nicht gesagt werden
Wünschte mir mehr Stille im Land
Statt hörige alte Kader am labern

jens tuengerthal 22.2.21

VerLockung


VerLockung

Lockdown und Lockerung stehen
In einem paradoxen Verhältnis was
Mit jedem neuen Versuch wächst
Sich in ungeahnte Höhen katapultiert
Wie verlockend ist die Lockerung für
Gewählte Politiker die sich für die
Nötigen Maßnahmen verantworten
Dabei wäre der echte Lockdown
Bei dem alles dicht wäre doch noch
Wesentlich effektiver wagte wer
Was in China und Neuseeland
Immer effektiv gut funktionierte
Doch solange die Opposition sich
Als Lockerer positioniert gegen
Nötig lästige Maßnahmen wird
Die Mediendemokratie anfällig sein
Für die Verlockung der Lockerung
Die mit jedem Fehlversuch der
Erwartbar zu früh kam noch weniger
Glaubwürdig wird und sich darum
In der Spirale politischer Scharlatanerie
Weiterdreht in sinnloser Überbietung
Ohnehin perspektivloser Lockerungen
Die altruistisch begründet werden
Womit die völlige Kapitulation noch
In den Mantel der Verzögerung gekleidet
Statt nötiger Führung nur Verwirrung
Wie Wut bei allen stiftet die denken
Es gibt keine Perspektive aber alle
Wollen sich gern locken lassen nun
Warum viele wider besseres Wissen
Ganz locker tun statt logisch nötige
Konsequenz nur zu fordern die den
Ausweg aus der Hölle der Lügen böte
In die jede Lockerung wieder führt

jens tuengerthal 22.2.21

Sonntag, 21. Februar 2021

Welleteilchenliebe


Welleteilchenliebe

Auf subatomarer Ebene besteht
Ein Welleteilchendualismus womit
Sich nach der Quantenphysik nicht
Klar sagen lässt wann ein Ding eine
Welle oder ein Teilchen ist was stets
Höchst komplex bleibt aber im Alltag
Eher keine Bedeutung hat außer wir
Begreifen die Gleichzeitigkeit die
Allem zugrunde liegt auch wenn
Sie sich gegenseitig auszuschließen
Scheint als geistiges Prinzip das
Der Liebe logisch innewohnt ohne
Dabei auf schlicht männlich weiblich
Reduzieren zu wollen da beide je
Nach Neigung beides in sich tragen
Nichts immer typisch sein muss
Aber alles möglich sein sollte wenn
Zwei sich begegnen deren Konstruktion
Dies auf subatomarer Ebene zugrunde liegt
Wie auch immer sie zusammenfinden
Jenseits der schlicht sexuellen Mechanik
Könnte ein doppeltes Sein das in sich so
Gegensätzlich ist dass die Vereinigung
Unmöglich erscheint die dennoch erfolgt
Ein tieferes Verständnis voneinander
Ermöglichen die der Doppelnatur in uns
Mehr entspricht und dabei hinnimmt
Dass manches unerklärlich bleibt wie
Wer wann Welle oder Teilchen somit
Positiv oder negativ geladen ist was
Der kleinen männlichen Vernunft sich
Bis dato nie erschließen konnte soweit
Es Motive weiblichen Handelns betrifft
Die andererseits unseren auch gleichen
All diese ewigen Fragen werden durch
Die Annahme der Welle-Teilchen-Dynamik
Der Liebe wenn auch nicht gelöst
Damit das ewige Rätsel uns bleibt
So doch zumindest verständlich was
Die Toleranz zumindest erleichtert

jens tuengerthal 21.2.21

Wellenerwartung


Wellenerwartung

Während die Politik noch über
Öffnung schwadroniert rollt nun
Die dritte Corona Welle wie
Angekündigt an und es fragt sich
Nur wie lange manche meinen
Es noch besser zu wissen als
Alle Epidemologen die genau
Das bereits vor Wochen sagten
Die selbe Prozedur wie beim
Letzten mal fraglich nur wie
Schnell sich wer bei Merkel
Diesmal entschuldigt und wie
Das exponentielle Wachstum
Noch eingedämmt werden kann
Möglich ist das wie Chinesen
Uns mit Konsequenz zeigten
Auch wenn diese Autorität in
Demokratien nicht möglich ist
Was auch gut so ist bleibt doch
Zumindest die Hoffnung dass
Die Landesfürstinnen ein wenig
Nachdenklich werden statt sich
Konkurrent nur weiter überbieten
Zu wollen in der Rückkehr zur
Normalität von der wir weit weg
Noch bis Herbst mindestens
Sein werden sofern sich alle
Impfen lassen die können da
Jede Verzögerung Leben kostet
Wie die Normalität bremst da sie
Die Chance auf Mutanten erhöht
Die Wellen sind längst bekannt
Berechenbarer als am Meer
Doch viele tun überrascht
Frage mich ob die Politik
In den Bundesländern wirklich
So naiv ist oder diese den
Bürgern so wenig zutraut
Einfachste Exponentialrechnung
Jedesmal wieder zu ignorieren
Wie viele wird es noch brauchen
Bevor Vernunft und Logik herrschen
Statt Macht und Konkurrenz
Es geht um Leitung der Verwaltung
In Zeiten des Notstandes nicht um
Politische Profilierung oder Wahlen
Da sollte die untere Verwaltung der
Länder vom Bund angeleitet werden
Kein Föderalismus Geschwätz mehr
Sondern effektive Verwaltung durch
Die einzige Stelle die bisher immer
Das notwendige erkannte und also
Merkel und das Kanzleramt weil
Müde werden die Menschen vom
Ewigen hin und her was zu keinem
Ziel führt noch einen Kurs zeigt
Damit die sichere dritte Welle
Nicht der Anfang eines nie endenden
Mutationstangos mit dem Tod wird

jens tuengerthal 21.2.21

Glückserwartungslos


Glückserwartungslos

Das größte Glück kam immer
Wenn ich es am wenigsten erwartete
Vermutlich ist schon die Erwartung beim
Glück wie in der Liebe der sicherste
Grund sein Eintreten zu verhindern
Wusste ich schon lange theoretisch
Was die Liebe betraf und tat doch alles
Zumindest dem Liebesglück virtuell
Auf die Sprünge zu helfen denk ich
Wie widersprüchlich albern ist das
Lach ich nach der wieder Lektüre
Diesmal des X. Briefes aus der
Reise in meinen Garten vom großen
Alphonse Karr der beim Nachdenken
Über das kleine unauffällige Glück
Bemerkt dass Glück niemals als der
Große Rohdiamant kommt den wir
Immer suchen und überraschend dann
Doch noch finden sondern für ihn in
Kleinen Erinnerungen wie die der ersten
Liebe mit der er am Flügel saß wo sie
Seine Hand nahm um ihm zu zeigen
Wie die Melodie gespielt würde was
Noch in der Erinnerung unvergessliche
Glücksschauer über seinen Rücken
Laufen lässt die diesen nur Moment
Von keuscher jugendlicher Liebe
Ewig unvergesslich macht den er
Weder erwartet noch erhofft hatte
Wie gut verstehe ich das auch
Warum die Hoffnungslosigkeit die
Beste Voraussetzung wäre um
Glücklich werden zu können da
Ohnehin alles irgendwann stirbt
Worüber auch Karr philosophiert
Der Verfall mit über 50 spürbar wird
Vom Haar bis zu den Zähnen 
Wer kennt das nicht längst wäre es
Weise sich gelassen auf den Tod
Der ohnehin kommt vorzubereiten
Statt zu meinen wir müssten noch
Etwas erleben oder machen wie
Die meisten durchs Leben nur
Hetzen lässt statt zu genießen
Was allein wirklich lohnt denn das
Können wir danach nicht mehr
Auch Reichtum nehmen wir nie mit
Habe wirklich geliebt und dafür gelebt
Denke ich zufrieden was könnte je
Lohnender im Leben gewesen sein
Als für die Liebe gelebt zu haben
Alles Glück dabei schon erlebt
Kann mich selig daran erinnern
Es gibt nichts mehr zu erwarten
Vor allem wohl kaum je mehr
Denke ich lieber bescheiden
Als zu genießen was noch ist
Wie dichtete Fontane so weise
Vom Leben einst dass doch stets
Das Wissen dass es endet 
Das beste ist was es uns sendet
Zumindest das bleibt sicher

jens tuengerthal 21.2.21