Bin noch mit Büchern
Aufgewachsen ganz ohne
Computer damals
Bibel war Brockhaus
Immer wieder konsultiert
Bei jeder Frage
Heimat lag zwischen
Seiten wurde vorgelesen
Wie im Paradies
jens tuengerthal 24.5.2019
Bin noch mit Büchern
Aufgewachsen ganz ohne
Computer damals
Bibel war Brockhaus
Immer wieder konsultiert
Bei jeder Frage
Heimat lag zwischen
Seiten wurde vorgelesen
Wie im Paradies
jens tuengerthal 24.5.2019
Mit Büchern leiden
Sie schmerzhaft in sich spüren
Macht das Lesen groß
Besser wäre wohl
Gerade nüchtern zu lesen
Um es zu bleiben
Aber Leidenschaft
Lesend wieder erspüren
Ist meine Natur
jens tuengerthal 23.5.2019
Die Hölle endet
Immer wieder am Ausgang
Dem Himmelseingang
Bloß Türe öffnen
Einfacher als je gedacht
Und Seite wechseln
Beide in dir
Ist wo du bist nur deine
Entscheidung allein
Genug gelitten
Entscheide Seitenwechsel
Vor dem Untergang
Wieder Zuhause
Im eigenen Paradies
Dank meiner Bücher
Genug zu lesen
Für ein glückliches Leben
Nur noch erholen
Alles andere
Findet sich irgendwann auch
Befreit von allein
jens tuengerthal 23.5.2019
In Bibliotheken
Leben glückliche Leser
Wie im Paradies
Alle Liebsten sind
Dort hochgestapelt immer
Voller Schönheiten
Bücherparadies
Wahlheimat der glücklichen
Leser für immer
jens tuengerthal 23.5.201
Bücher sind treuer
Als jede Liebe immer
Erwarten dich still
Keine Eifersucht
Auf andere Bände je
Leselust genügt
Halte darum nun
Büchern ewige Treu als
Glücklicher Leser
jens tuengerthal 23.5.2019
Bücher quälen mich
Mit der Entscheidung welche
Zuerst zu lesen
Lese darum stets
Viele Bücher parallel
Als Weltenspringer
Ertrage die Qual
Aber lieber als ohne
Bücher zu leben
jens tuengerthal 23.5.2019
Die Nacht durch lesen
In Büchern ganz versunken
Beste Erholung
Schlafen ist ganz nett
Aber Lesen macht glücklich
Fesselt und bewegt
Erwachen voll Lust
Weiter zu lesen endlich
Völlig zufrieden
jens tuengerthal 23.5.201
Zum Überleben
Müsstest du kämpfen wollen
Fraglich nur wozu
Ohne den Willen
Aber mit Liebeskummer
Hilft nur abwarten
Überlebst du es
Geht alles immer weiter
Sogar ungewollt
jens tuengerthal 22.5.2019
Wäre gern Sieger
Statt Verlierer der Liebe
Nur kämpfen bringt nichts
Gewinne nichts mehr
Kämpfte ich um verlorene
Liebe je wieder
Lasse sie fliegen
Warte auf neue Träume
Ohne zu wollen
jens tuengerthal 22.5.2019
Einfach kampflos zu
Kapitulieren liegt mir
Eher weniger
Nur worum kämpfen
Wird immer fraglicher mir
Was noch gewinnen
Herz ist verloren
Kommt einfach nie mehr wieder
War keinen Kampf wert
Alles übrige
Erledigt sich alleine
Irgendwann vielleicht
Bis dahin leiden
An verlorener Liebe
Zumindest gefühlvoll
Manchmal wäre ich
Lieber eiskalt geboren
Ist aber müßig
jens tuengerthal 22.5.2019
Kämpfe jeden Tag
Um meine Freiheit gegen
Das verlorene Herz
Vernunft gewann schon
Gefühl besiegt sie wieder
Bleibe zerrissen
Will heilig halten
Sehe wie wertlos es ist
Muss vernünftig sein
Heilige gibt es
Nur für Gläubige sind nie
Bloß Malermusen
Sterbe am Gefühl
Immer deutlicher spürbar
Herz schlägt nur mühsam
Nun lieber sterben
Am gebrochenen Herzen
Oder verlieben
Unentschlossen noch
Passiert einfach nichts
Überlebe bloß
jens tuengerthal 22.5.2019
Träume nehmen sich
Einfach Freiheiten ohne
Weiter zu fragen
Vielleicht wären wir
Freier ließen wir noch
Mehr Träume leben
Sich Freiheit nehmen
Träume wieder zu leben
Macht Leben schöner
jens tuengerthal 21.5.2019
Wann ist ein Leben
Traumhaft erfüllt und geglückt
Fakt oder Gefühl
Liebe oder Lust
Beides zusammen erfüllt
Schönste Träume
Träume verloren
Die Realität lieben
Klingt nicht sehr reizvoll
Lieber träume ich
Weiter enden wird's allein
Nach aller Natur
Momente lieben
Als Erinnerung traumhaft
Genießen was ist
Habe wohl alles
Traumhaft glücklich zu fühlen
Spürte ich es nur
Gute Bücher mit
Feinem Tee genügen bis
Zum Ende völlig
jens tuengerthal 21.5.2019
Traumhaft erscheint uns
Über Wirklichkeit liegend
Nur ohne Haftung
Nie Bodenhaftung
Keine Haftung für Eintritt
Alles schwerelos
Wieviel Gewicht bleibt
Schönen Träumen am Ende
Als gutes Gefühl
jens tuengerthal 21.5.2019
Träume zu deuten
Nimmt ihnen alles Leben
Lasse sie fliegen
Genieße also
Was ohne Willen geschieht
Als wollte ich es
Traumdeuter legen
Ihre Wirklichkeit fraglos
Über meinen Traum
jens tuengerthal 21.5.2019
Hab meine Traumfrau
Heute schlafend gefunden
Passt einfach perfekt
Sie erschien im Traum
Anders als immer gedacht
Aber ganz Dame
Sollte mehr schlafen
Findet Glück sich ganz allein
Konnt mich verlieben
Älter natürlich
Aber war völlig egal
Schönheit ist zeitlos
Tiefes Vertrauen
Auf beiden Seiten gespürt
Ohne Erwartung
Erwachte leider
Als es erotisch wurde
Schon ohne verliebt
jens tuengerthal 21.5.2019
Manche Nationen
Sind besonders kriegerisch
Sagen Nationale
Konflikte erkennen
Aber weise vermeiden
Unterscheidet da
Keiner gewinnt im
Krieg aber viele sterben
Ohne einen Grund
Meide drum Menschen
Die provozieren wollen
Bin lieber allein
Masse ist Horror
Für feine Geister immer
Viel zu kriegerisch
Kriege beginnen stets
Mit internen Konflikten
Besser früh fliehen
jens tuengerthal 19.5.2019
Der Sängerwettstreit der
Heidehasen war witzig
Die Meistersinger noch
Zumindest große Kunst
Europas populärer Wettkampf
Der Schlagersänger genannt
ESC ist einfach vielfach grausam
Musikalisch und Nationalistisch
Wer stoppt endlich diesen Wahn
In dem Europas Völker wählen
Welcher schlechte Sänger nun
Den populärsten Schlager singt
Es ist dies kein Stück europäischer
Demokratie sondern allein ein Stück
Zur Offenbarung alter Vourrteile ohne
Allen Verstand mit bloßem Gedudel
Warum dieser Wettstreit der in der
Homosexuellen Szene lange schon
Populär ist nun Bedeutung bekam
Über die alle schreiben ist unklar
Wozu braucht es so etwas noch
Was fördert es genau außer die
Bekannten Vorurteile der üblichen
Schwätzer in der Masse wieder
Vielleicht ist es nur mein Fehler
Schlager widerlich zu finden
Was die Masse toll findet als
Erstmal fragwürdig anzusehen
Aber all das tolerierte ich lächelnd
Wäre da nicht dieser nationale Hass
Der stets im Wettbewerb auftaucht
Völlig gegen allen Geist Europas
Oder ist er immer da und zeigt sich
Nur bei diesem sehr emotionalen
Wettstreit besonders deutlich noch
Wie im Pulverfass Balkan auch
Einzig schön daran ist doch wie
Grenzenlos Europa plötzlich ist
Mit Israel und Russland sogar
Großbritannien weilt darunter
Viel zu viel über etwas nichtiges
Darum schweige ich lieber weil
Schlechte Dinge kein Wort wert
Sein sollten in schönerer Welt
jens tuengerthal 19.5.201
Der Strache Stachel
Offenbart altbekanntes
Populismus halt
Extremisten sind
Nie Saubermänner sondern
Halt Populisten
Kritisch zu denken
Vorm wählen könnte helfen
Nur nicht populär
Verbrechen bleiben
Auch wo provoziert welche
Vergessen manche
Demokratie hat
Probleme mangels Verstand
Nur ihrer Wähler
Wer den Untergang
Provoziert beleuchtet nur
Seine Mängel so
jens tuengerthal 19.5.2019
Bei Licht besehen
Ändert sich gewohnte Welt
Fühlbar erleuchtet
Alles wird deutlich
Konturen verschwimmen nicht
Nicht immer schöner
Den Durchblick haben
Macht Leben manchmal schöner
Aber nicht immer
jens tuengerthal 18.5.201
Manches blendet uns
Allem Anschein nach
Lange blind danach
Gegen Blendung hilft
Eher Schatten aufsuchen
Also mehr Vernunft
Lange geblendet
Sehe ich endlich klarer
Wenig war wirklich
jens tuengerthal 18.5.2019
Überfluss ist so
Überflüssig manchmal nur
Laufen wir über
Über sich hinaus
Wachsem macht immer größer
Ist auch Überfluss
Aber niemals ist
Überflüssig woran wir
Noch wachsen können
jens tuengerthal 18.5.2019
Große Liebe bleibt
Kleine verschwindet wieder
Ein sicheres Maß
Zwinge mich lange
Schon die Liebe zu schrumpfen
Sie wehrt sich tapfer
Vernunft siegte schon
Gefühl vertrieb sie wieder
Heute verschwand sie
jens tuengerthal 18.5.2019
Welchen Weg weist uns die Lebenskunst
Als Philosophie im Alltag taugt sie dort
Oder wird sie dann zum nur Ratgeber
In Lebensfragen ohne Anspruch
Wanderte heute bei schönster Sonne
Vom Helmholtzplatz zur Stralau um
Dort im milden Rosa des Abends
Befreiung von der Verzweiflung zu finden
Das Vorhaben ist ganz pragmatisch
Geglückt weil die Schönheit der Natur
Vieles was uns riesig scheint relativiert
Genuss dieses Glücks kompensiert
Die Liebe etwa oder der Tod die uns
Mehr beschäftigen in unserem Alltag
Als es die beste Philosophie könnte
Sind von Gefühl statt Vernunft geprägt
Wenn das Laufen in schöner Natur hilft
Mit dem übermächtigen Gefühl besser
Klarzukommen und also glücklicher zu sein
Ist es wohl eine Form der Lebenskunst
Fraglich ob diese pragmatische Lösung
Eine philosophische noch sein kann
Oder eher auf Ratgeberniveau stets ist
Sich ein Prinzip daraus ableiten lässt
Was hilft und heilt ist erstmal gut aber
Ob es auch vernünftig ist bleibt fraglich
Bewegung verändert den Horizont stets
Kann damit zu neuen Lösungen führen
Große Gefühle sind nie vernünftig
Nur menschlich und also natürlich
Wo Freude an Schönheit der Natur
Anderes relativiert wirkt sie vernünftig
Gefühle sind trotz allem Bemühen
Der Vernunft unzugänglich und wenn
Sind sie nicht mehr groß zu nennen
Was in ihrer Natur zu liegen scheint
Wo Beschäftigung mit dem Gefühl
Keine Lösung bietet ist Ablenkung
Wie eben durch wunderbare Natur
Als Weg zurück zur Vernunft gut so
Insofern unser Wesen beide Teile
Vernunft und Gefühl immer enthält
Hilft eine Ablenkung die wieder der
Vernunft Raum gibt der Philosophie
Was nicht lösbar ist zu verdrängen
Um weniger verzweifelt neue Wege
Zur Vernunft zu finden ist zumindest
Pragmatisch eine taugliche Lösung
Das natürliche Gleichgewicht in uns
So wiederherzustellen ist ein Weg
Der zur Philosophie endlich führt
Die es also als Lebenskunst erklärt
Bis zur Böse Buben Bar gelaufen
Dort bei der Pfeife geschrieben
Was hier nun zu lesen ist schließt den
Kreis vom Wandern zur Philosophie
jens tuengerthal 13.5.2019
Himmelhoch jauchzend wie zu Tode betrübt
Überlebe ich nahe dem Abgrund Irgendwie
Nach allen Seiten schwankend doch ohne
Sichere Aussicht noch irgend dabei
Ob überleben schon Kunst genug ist
Oder nur irgendwie alternativlos noch
Weil nichts auch nur nicht mehr wäre
Wird zur existentiellen Frage dabei
Im verwaltet vermessenen Leben fällt
Heraus wer jenseits der Normen liegt
Mogelt sich nur irgendwie noch durch
Bis er vor sich noch abrechnen muss
Was wurde neben dem Überleben noch
Erreicht ist der also messbare Erfolg der
Existenz die berechenbar sein muss um
Rentenansprüche auszahlen zu können
Habe geliebt was ja bloß ein Gefühl ist
Von dem in der Abrechnung nichts bleibt
Für die Lust gelebt und Befriedigung wohl
Mehr als einer phasenweise geschenkt
All das zählt so wenig wie die Verse
Die voller Gefühl ich verschenkte an
Verlorene Geliebte die also auch kein
Messbarer Mehrwert wohl mehr sind
Versicherungstechnisch bin ich eine
Bloße Null mit nicht messbarer Leistung
Von der nichts blieb als verwehte Gefühle
Bleibe also unberechenbar ohne Mehrwert
Wo nichts messbares irgend blieb als
Die Verzweiflung am normierten Leben
Verschwindet es sich leicht im Nichts
Zu bleiben wäre dann Überlebenskunst
jens tuengerthal 13.5.2019
Was ist die hohe Lebenskunst
Erfordert sie besonders Talent
Liegt sie schon in unserer Natur
Müssen wir sie mühsam lernen
Ihr Ziel erreicht die Lebenskunst
Wo wir vollkommen glücklich leben
Doch was ist der Maßstab dafür
Gibt es überhaupt einen für alle
Kommt es um glücklich zu sein
Auf Glück an oder gerade nicht
Weil es eine Entscheidung ist
Die wir mit Haltung bestimmen
Was ich lange für mein Glück hielt
Kam völlig unerwartet über mich
Verschwand genauso auch wieder
Machte also nicht dauerhaft glücklich
Die Liebe von der ich gerade sprach
Ist vielen der Maßstab ihres Glücks
Dabei völlig irrational unberechenbar
Schenkt sie Euphorie wie Zweifel
Mäßen wir die Zeiten davon jemals
Überwöge vermutlich das Leid meist
Was große Gefühle vergessen lassen
Unfreiheit uns sogar wählen lassen
Liebe lebt vom Traum von Sicherheit
Den sie als nur Gefühl nie bieten kann
Geteilt stürzt sie uns vielmehr in große
Zweifel Abhängigkeit und Unsicherheit
Als philosophische Lebenskunst taugt
Die Liebe mit ihren vielen wohl ewig
Unverständlichen Gründen nur wenig
Es bräuchte etwas was wir verstehen
Ein gutes Leben zu führen mit Büchern
Als immer verlässlichen Liebsten wäre
Mit Sicherheit viel vernünftiger für uns
Um dauerhaft glücklich zufrieden zu sein
Dennoch streben die meisten Menschen
Eigentlich unvernünftig danach ihr Glück
In einem nur Gefühl auf Dauer zu finden
Was sie in der Ehe staatlich organisieren
Die formale Pflicht aber sich zu lieben
Schließt die Freiheit des Gefühls aus
Zerstört also die Grundlage dessen
Was die Ehe eigentlich sichern soll
Dieses völlig unvernünftige Verhalten
Als Maßstab für dauerhaftes Glück
Scheint in jeder Hinsicht untauglich
Da scheint Gefühl stärker als Vernunft
Ein Maßstab für die Lebenskunst
Müsste ein glückliches Leben uns
Auf Dauer und unabhängig ermöglichen
Was für Vernunft und Philosophie spricht
Solch einen könnte ich mir denken
Mit Büchern Philosophie und Tee
Gelegentlich einem schönen Wein
Ohne große Aufregungen dabei
Dann fehlte zwar die Leidenschaft
Aber kommt es auf die noch an
Wenn sie uns mehr leiden lässt
Als glücklich zufrieden zu leben
Die Vernunft trifft eine Entscheidung
Für dauerhaftes unabhängiges Glück
Was Zufriedenheit in sich auch findet
Doch bleibt das Gefühl ihr auch treu
Wie leicht und schnell geben wir uns
Dem Traum vom Glück in der Liebe hin
Ohne alle Sicherheit und Vernunft dabei
Was wir dort so nennen schadet eher
Will nicht mehr an Leidenschaft leiden
Entscheide mich darum für den Rückzug
Was so lange gut geht bis die Lust sich
Alle Vernunft verdrängend ausbreitet
In diesem Konflikt lebt die Menschheit
Seit sie über Lebenskunst nachdenkt
Noch suche ich eine gute Lösung aber
Erfahrung lehrt die Hoffnung ist gering
Vielleicht macht genau das dazwischen
Balancieren die hohe Lebenskunst aus
Versuche es ohne große Gefühle nun
Bin gespannt ob ich vernünftig bleibe
Weiß aber auch wenn es Dauer hat
Bin ich ohne Leidenschaft nur halb
Auch wenn die Liebe mich umbringt
Möchte ich gerne wieder ganz sein
Balanciere weiter nahe am Abgrund
Auch wenn vernünftig alles gut ist
Wird die Lebenskunst eine Übung
Ein Leben lang oder kurz zu üben
Darüber weiter nachzudenken wird
Den Weg zeigen ohne zu wissen
Wohin es am Ende gehen soll als
Möglichst glücklich zu überleben
Wenn vernünftig alles gut ist
Sollte sich dies nach der Natur
Als das Bessere wohl durchsetzen
Wäre alles einfach und logisch
Wo der richtige Weg klar erscheint
Wird sich der Rest schon fügen um
Dauerhaft glücklich zu bleiben in dem
Leben ohne Leidenschaften künftig
Beruhigend ist am Ende nur wieder
Dass Gefühl alle Beschlüsse umwirft
Wenn es ungefragt wieder auftaucht
Warum alle Pläne nur Theorie bleiben
Die Frage bleibt also weiter was nun
Lebenskunst sein kann wo wir uns
Nicht mal auf unsere Vernunft noch
Auf Dauer wirklich verlassen können
jens tuengerthal 12.5.2019
Braucht Lebensfreude
Reale Gründe jemals
Oder genügt sie
Was bräuchte es mehr
Als genießen zu können
Glücklich zu bleiben
Leben ist was ist
Glück was wir daraus machen
Gründe genug mir
jens tuengerthal 12.5.2019
Wenn Sonntags die Sonne scheint
Alle Sinne mit ihrem Licht verwöhnt
Scheint die Welt noch viel schöner
Als sie doch in Wirklichkeit ist
Was aber ist noch die Wirklichkeit
Wo alles um uns frühlingshaft strahlt
Wird ein sonniger Sonntag ganz real
Zum gelebten Glück des Augenblicks
Kann in der Sonne bald wandern um
An ihrem Untergang mich später noch
Draußen wieder zu freuen weil alles
Schön scheint wenn die Sonne scheint
Leben ist einfach immer so schön
Wie wir es vor uns liegen sehen
Dann kommt es nur darauf an
Auch zu genießen was halt ist
Vielleicht ist die Wirklichkeit ganz
Anders und schrecklich aber was
Geht es mich so zufrieden noch an
Wenn was scheint glücklich macht
Wir wissen nicht was morgen kommt
Aber wir können heute genießen als
Wäre es der allerletzte Tag für uns
Dann haben wir es stets gut gehabt
jens tuengerthal 12.5.2019
An die Mutter mal im Mai denken
Ist so wenig wert dass wir besser
Gleich darauf verzichteten sagte
Meine Mutter davon genervt meist
Emanzipierte Mütter machen es so
Männern noch leichter sogar solch
Überkommene Formen lächelnd zu
Ignorieren weil unemanzipiert halt
Männer werden nie Mütter werden
Bekommen keinen Muttertag jemals
Haben peinlichen Vatertag anstatt
Der im Osten bloß Herren gedenkt
Dass es keinen von uns wohl gäbe
Hätten nicht Mütter ihr Leben riskiert
Wird dabei zu gerne noch ignoriert
Am eigentlich unseren Geburtstag
Ob die Nazis ihn wie so vieles noch
Missbrauchten und bigotte Amis ihn
Einst verlogen erfanden ist mir egal
Wenn ich mich am Dasein erfreue
Bin weil meine Mutter es wagte
Die auch wollte und sich bemühte
Mir bis heute eine gute Mutter zu sein
Was aus meiner Sicht auch gelang
Darum ist mir einfach völlig egal
Warum und wie Idioten es feiern
Oder es jemals emanzipiert war
Ehre einfach mein Glück damit
Gute Eltern zu haben ist nicht
Selbstverständlich daran denken
Um es zu würdigen tut einfach gut
Auch wenn Muttertag blöd ist
jens tuengerthal 12.5.2019
Manchmal passieren Wunder
Auch wenn nichts passiert ist
Weißt du es fühlt sich so an
Als könnte es wirklich so sein
Zwei träumen von der Liebe
Die sie gerade enttäuschte
Dass sie allen Glauben verloren
Dann erscheint sie plötzlich
Keiner weiß was ist oder wird
Sein kann oder auch nie aber
Manche Gegenwart bezaubert
Genug wieder weiter zu träumen
Träumen zu können ist manchmal
Glück genug für den Augenblick
Sich einfach an ihn zu verlieren
Um sich auf Morgen zu freuen
jens tuengerthal 12.5.2019
Nichts ahnend kam ich in die Bar
Sie saß auf einem Hocker am Tresen
Wir sahen uns für Sekunden nur an
Als ich vorbei ging streiften wir uns
War es Absicht oder bloßer Zufall
Dass sie ihren Po an mich schob
Meine Hand ihre Rundung streifte
Weil sie gar nicht anders konnte
Es waren wieder nur Sekunden
Doch schien es mir eine Ewigkeit
In der meine Finger alles fühlten
Backenweise unterm engen Rock
Heiß durchliefen mich wilde Schauer
Spürte die Lust bis in die Schwanzspitze
Während sie ihren Po hin und herbewegte
Konnte das noch Zufall sein fragte ich mich
Kaum dachte ich darüber noch nach
War es schon wieder vorbei und ich ging
Weiter in den Raucherraum als wäre
Nichts passiert setze ich mich dort hin
Spürte die Folgen meiner Lust feucht
Noch in meiner Hose als Erinnerung
An den erotischen Moment der nur
Eine Illusion gewesen sein könnte
Wie real muss die Erotik sein um
Weiter zu wirken genügt dafür nur
Die Idee in einem Kopf oder ist wenn
Sie so deutlich wirkt schon mehr da
Wusste nicht was wirklich war
Ob sie das gleiche gespürt hat
Oder der Blick nur Illusion war
Aber kam es für die Lust darauf an
Hatte alles feuchtwarm gespürt
Also war es wohl auch wirklich
Zumindest für mich grübelte ich
Da ging die Tür auf und sie kam rein
Wieder sahen wir uns gefühlt ewig an
Real waren es nur wenige Sekunden
Sie lächelte mich vertraut an dachte ich
Oder war es nur eine nichtige Begrüßung
Es passierte nichts mehr und doch
War längst mehr passiert als konnte
Die Erotik viel größer als alles auch
Wenn sie allein meine Illusion war
Als sie ging blieb sie noch stehen
Wandte sich mir zu und wollte wohl
Etwas sagen aber es kam nichts
Manchmal gibt es keine Worte mehr
jens tuengerthal 12.52019
Teetrinken gewinnt
Zeit durch das Innehalten
Davor wie dabei
Danach haben wir
Mehr Genuss immer gehabt
Etwas bleibendes
Sich mehr Zeit nehmen
Verlängert das Leben für
Alle Genießer
jens tuengerthal 11.5.2019
Tee erhebt Leben
In eine edlere Form
Teeadel eben
Zeit dafür nehmen
Wirklich genießen können
Erhebung genug
Adel regiert nicht
Mehr genießt dafür mehr
Mit alter Kultur
jens tuengerthal 11.5.2019
Beginne den Tag
In Ruhe mit einem Tee
Hat Genuss Vorrang
Leben genießen
Bleibt immer die höchste Kunst
Täglich zu üben
Sich Zeit zu nehmen
Dafür macht Leben schöner
Lohnt also immer
jens tuengerthal 11.5.2019
Wie leicht versklaven wir uns
Für die Liebe verkaufen wir
Unsere Freiheit aber ist es
Wirklich noch freiwillig dann
Ist die Liebe stets ein Zwang
Oder wissen wir von Trieben
Betäubt nicht mehr was wir tun
Wenn wir uns ganz verschenken
Aber was taugte die Liebe noch
Ohne Freiheit wenn wir Opfer wären
Eines Zwangs entschieden wie uns
Nicht für unsere Liebsten freiwillig
Wir wissen nur wenig darüber
Wie Hormone uns dabei treiben
Meinen unsere Wille leite uns
Aber täuschen wir uns nicht
Es gibt in der Liebe keine Gewissheit
Außer sie zu fühlen was selten nur
Sich vernünftig logisch erklären lässt
Auch wenn es einfach Natur ist
War mir meiner letzten Liebe sicher
Unsere Natur gehörte zusammen
Bis es ohne Gründe einfach endete
Was mir erst völlig unnatürlich schien
Von der Sklaverei endlich befreit
Scheint mir die Trennung vernünftig
Auch wenn die Gefühle brauchten
Der Vernunft auch folgen zu können
Alle Natur aber folgt logischen Gesetzen
Was auch bei der natürlichen Liebe dann
So sein müsste womit wir beruhigt wohl
Annehmen können es sei logisch so
Ob wir in der Natur aber frei sind
Oder Opfer können wir entscheiden
Was Grund genug für Freiheit ist
Der die Hypothese der Wahl genügt
So können wir auch in der Liebe
Annehmen frei zu sein ohne es je
Sicher zu wissen weil Gewissheit
Fehlt um wirklich lieben zu wollen
Doch ob wir noch frei sind wenn
Wir erst lieben bleibt unklar nur
Die Möglichkeit der Entscheidung
Erhält die Illusion der Freiheit
Aber lieben wir wirklich wo wir
Uns auch entscheiden können
Kaum sagt jeder Liebende da
Sicher hoffe ich für die Freiheit
Dennoch versklavte ich mich
Den Launen mancher Liebsten
Immer wieder hätte sogar mein
Leben willig für sie gegeben
Was mich dazu trieb scheint mir
Mit Abstand vernünftig betrachtet
Unerklärlich zumindest unfrei doch
Aber ich war sicher ich wollte es so
Ob dies Rätsel zwischen notwendiger
Freiheit um lieben zu können und der
Sklaverei der Gefühle je lösbar ist
Weiß ich so wenig wie Schutz davor
Eine vernünftige Beziehung mit nur
Mäßigem Gefühl wäre eine Lösung
Aber wer will so halb nur leben
Wenn er echte Leidenschaft kennt
So versklaven wir uns immer wieder
Auch wenn wir es besser wissen
Sklaverei Liebe logisch ausschließt
Unfreiheit am Ende Liebe zerstört
Vielleicht gibt es keine Lösung dafür
Nur Kompromisse mit denen wir
Die Liebe irgendwie überleben denn
Entsagung wäre gegen die Natur
Neugierig auf das Leben und die Liebe
Frage ich mich was ich wohl als nächstes
Noch überlebe und unterwerfe mich also
Willentlich dem vorhersehbaren Ablauf
Indem ich aber darüber nachdenke
Die Gedanken zu Versen forme
Werden mir die Schritte bewusst
Wächst die Illusion der Freiheit
Mit Illusionen lässt sich gut leben
Habe ich das Gefühl relativ frei
Entscheiden zu können auch
Wenn es eine Illusion sein könnte
jens tuengerthal 11.5.2019
Die Verteidiger
Der Freiheit stehen allein
In ihrer Mitte
Rechte und Linke
Beschimpfen diese lieber
Als Scheißliberal
Die Mehrheit neigt zu
Klaren Richtungen immer
Sogar im Wahnsinn
Weniger Richtung
Aber mehr Verstand täte
Vielen Ländern gut
Stattdessen jagen
Linke wie Rechte lieber
Die Liberalen
Bleibe inmitten
Lasse vorüber laufen
Was intolerant
jens tuengerthal 10.5.2019
Kapitalismus
Ist einfach Natur mehr nicht
Besser in Freiheit
Überleben unter
Bedingungen der Natur
Als Philosophie
Marx und Engels erst
Erfanden den Markt als Feind
Für ihre Sekte
jens tuengerthal 10.5.2019
Lügen haben wieder
Konjunktur unter Rettern
Dieser armen Welt
Linke wollen gern
Sozialer leben statt frei
Gegner sind böse
Rechte wollen Volk
Retten statt Menschenleben
Ganz ohne Vernunft
Kapitalismus
Also Freiheit ist böse
Für beide Seiten
Wer verteidigt noch
Die Freiheit gegen Dummheit
Beschränkter Geister
Solange Lügen
Konjunktur haben bleibt die
Freiheit gefährdet
jens tuengerthal 10.5.2019
Aufklärung setzt auf
Vernunft als logischen Weg
Zur besseren Welt
Befreiung aus der
Selbstverschuldeten noch nicht
Mündigkeit ist es
Wer sich nicht befreit
Bleibt also immer unfrei
Wozu Aufklärung
So will sie fördern
Was sich innerlich ausschließt
Schwiege sie besser
Aufklärung ist als
Kompromiss etwas halbes
Besser als keiner
Leben wird besser
Wo wir mit dem möglichen
Glücklicher leben
jens tuengerthal 10.5.2019
Football is coming home
Singen englische Fans gerne
Auf den Ursprung des Spiels
In England damit verweisend
Nun ist der europäische Fußball
Im Finale nicht mehr spanisch
Sondern komplett englisch was
Seine Gründe im Geld auch hat
Was passierte wohl wenn die
Europäische Union den Briten
Bei einem Austritt das Spielen
In Europa einfach untersagte
So schnell stieg die Zustimmung
Für Europa noch nie auf der Insel
Wie sie es ohne Fußball wohl täte
Unter sich fehlte der Maßstab
Manche Probleme könnte Fußball
Ohne langes Gerede an der Basis
Effektiv und vernünftig wohl lösen
May sollte es sich gut merken
jens tuengerthal 10.5.2019