Mittwoch, 28. Januar 2026

Zufriedenheiter

Zufriedenheiter

Zufriedenheit ist mehr eine Haltung
Als ein erkämpfter Zustand bei dem
Du in Besitz bestimmter Dinge bist
Von denen du zuvor geträumt hast 

Zufriedenheit braucht nichts mehr
Hat alles für sich erlangt um so mit
Immer weniger zufrieden sein was
Wirklich unabhängig erst macht

Nur wer auch bereit ist ganz zu 
Verschwinden wenn es nötig ist
Um weniger am Leben zu leiden 
Dafür das Nichts zu genießen ist frei

Die höchste Zufriedenheit hat alles
Gefühlt im Leben erreicht und braucht
Nichts mehr sich zu beweisen ist mit
Immer weniger dabei voll zufrieden

Spurlos zu verschwinden galt uns 
Als Indianer oder Trapperehre noch 
Zu Kinderzeiten und wurde dann zum
Hehren Ziel als Pfadfinder wieder 

Dort wurde jeder Lagerplatz möglichst
So geräumt dass keiner noch je
Erkannte wer vorher wo noch war
Wir verschwanden gerne spurlos 

Dies auf das Leben zu übertragen
Statt lange noch zu kämpfen ist ein
Hehres Ideal oder doch zumindest
Die Reste noch nützlich einsetzen

Nicht wie der Bundeskanzler als
Peinlich Neureicher eine Spur von
Dreck mit seinem Privatflieger zu
Hinterlassen sondern sauber bleiben 

Still und bescheiden zu gehen um
Lieber mehr zu sein als zu scheinen 
Schenkt höchste Zufriedenheit ist nur
In sozialen Medien nicht vorgesehen

Sich davon zu befreien um dann 
Ganz still zu verschwinden hätte 
Viel Stil vielleicht sollten wir mehr 
Vom weniger preußisch wagen

Diese ist nicht peinlicher Wilhelm der
Größer und mehr wollte wie beim
Klanglich katastrophalen Berliner 
Dom dem misslungensten Bau hier

Sondern das genaue Gegenteil eher
Viel leisten und wenig in Erscheinung
Dafür treten mehr sein als scheinen 
Wozu spurloses verschwinden passt

Dies ganz schlichte weniger ist mehr
Zu erkennen wie anzuerkennen und
Dafür bescheiden gelebt zu haben um
Mit weniger völlig glücklich zu sein 

Damit endet hier Zufriedenheiter
Mehr Worte braucht es nicht weil
Alles zum Glück darin enthalten ist
Denke ich zufrieden mit dem Leben

jens tuengerthal 28.1.26

Lustrekord

Lustrekord

Viele hundert Frauen später fragte
Sich Giacomo Casanova einst der
Legende der Frauen nach welche
Die beste von ihnen allen war

Doch ist dies weibliche Denken
Ständiger Konkurrenz um sich
Besiegen zu können dem echten
Genießen so fremd wie eine

Zur besten zu wählen außer
Gelogen wenn sie das gerade 
Aktuell traumatisiert fordert im
Wahn nie zu genügen dann 

Sag natürlich du damit sie wie 
Du in Ruhe genießen könnt 
Tat das mal zwei Jahre lang
Danach war ich fast impotent

Weil du deine eigenen Lügen
Zu gerne immer noch glaubst
Heute viele hundert später aber
Weißt du glücklich macht nur 

Wenn dir jede unvergleichlich 
Erscheint und du niemals eine
Konkurrenz zwischen ihnen siehst
Sondern dankbar für alles bist

Das hat lange gedauert und
Kann zwischendurch fast noch
Das Leben kosten nebenbei aber
Dann verstehst du was Casanova
Meinte als er schrieb er liebe die

Frauen alle und genau dafür
Liebten sie ihn auch weil er ihnen
Mit Verehrung und Liebe wie ohne
Alle Ansprüche dazu begegnete

Das ist wie eine völlig grenzenlos
Freie ältere Geliebte zu haben
Die gerne alles probieren will 
Dann hast du alles erreicht

Und kannst einfach genießen
Es ist was es ist und kommt
Wie es passt und wer im
Paradies ist bleibt da

jens tuengerthal 28.1.26

Liebesideal

Liebesideal

Wenn du eine Frau findest
Die kulturhistorisch gebildet
Wie geistig interessiert ist
Mit der du Nächte wunderbar
Durchquatschen kannst ohne
Dich einen Moment zu langweilen 
Die dich liebt und du sie
Welche deine Lyrik liebt
Mit der du auch auf engstem
Raum schlafen kannst
Auch der Sex schön ist
Wie lustvoll natürlich
Also eigentlich alles
Einfach perfekt ist
Dann sei klug und
Zufrieden damit auch
Wenn sie verheiratet ist
Kinder und Enkel hat
Solche sind begehrt
Genieße das mögliche
Und spar dir allen Stress
Besser wird es nicht mehr
Auch wenn du zu gern
Deine Göttin immer hättest 
Ohne zu wissen ob das
Für beide besser wäre
Denke ich rein theoretisch
Und die Wirklichkeit macht
Mit der Liebe dann was
Ihr gerade einfällt

jens tuengerthal 28.1.26

Dienstag, 27. Januar 2026

Winterliebe

Winterliebe

Winterliebe taut
Bei Wärme überraschend
Für manche erst auf

jens tuengerthal 27.1.26

Wintertee

Wintertee

Wintertee hat die
Schwere Süße noch langer
Nächte zusammen

jens tuengerthal 27.1.26

Wintertage

Wintertage

Wintertage sind
Dunkel eisig bezaubernd
Besonders mit Schnee

jens tuengerthal 27.1.26

Erinnerungsnot

Erinnerungsnot 

Wie notwendig ist die Erinnerung
In Deutschland heute noch fragen
Manche schon wieder ohne Sorge
Am Holocaust Gedenktag 21. Januar

Am 21. Januar 1945 befreite die
Rote Armee das Konzentrationslager
Auschwitz in der Nähe von Krakau
Dabei wurde das Grauen aufgedeckt

Millionen Menschen vor allem Juden 
Wurden in den beiden Lager dort in 
Auschwitz und Auschwitz-Birkenau
Industriell vernichtet meist vergast 

Sich an diese Schuld zu erinnern
An der hunderttausende Deutsche
Als Täter und Helfer beteiligt waren
Ist schmerzhaft und beeinträchtigt

Das nationale Selbstwertgefühl von
Menschen denen dies wichtig ist die
Unter Anhängern der Rechten wieder
Mehr in diesem Land zu finden sind

Während AfD Abgeordnete schon
Offen über Deportationen reden um
Dunkle Ängste vor dem Fremden zu
Schüren schweigen zu viele noch

Es sollen die Opfer und Taten des
Holocaust nicht relativiert werden
Noch heutige Deportationspläne
Mit gezielter Vernichtung dort je

Gleichgesetzt werden dieses auch
Typisch deutsch präzise Grauen 
Bleibt einmalig aber der Geist aus
Dem es wuchs wird wieder normal

Es gibt gute Gründe warum Goethe
Einst die Deutschen ermahnte sich
Vergebens zur Nation bilden zu wollen
Sie lieber menschlich werden sollten

Kein Staat also auch keine Nation
Darf über menschliches Leben je
Wieder entscheiden wer es behauptet
Zeigt Notwendigkeit des Gedenkens 

Der absurde Vergleich des Kampfes
Gegen den Terror der Hamas mit dem
Holocaust ist Terroristenpropaganda
Wie antisemitische Relativierung

Es ist eine Pflicht und Ehre gerade
Als Deutscher sich dem noch im
Namen dieses Landes begangenen 
Terror klar entgegen zu stellen 

Wer diese Verantwortung nicht trägt 
Steht in Nachfolge der Täter noch
Muss als Feind bekämpft werden
Im Namen der neuen Bundesrepublik

Gegen jeden der es unternimmt
Deren Grundgesetz und Prinzipien
Zu beseitigen hat jeder Deutsche
Das Recht auf Widerstand heute

Womit der Kampf gegen jede auch
Künftige Relativierung wie für ein
Würdiges Gedenken damit eine
Verteidigung des Grundgesetz ist

Wenn sich heute wieder Juden in
Deutschland nicht sicher fühlen 
Wird damit das Existenzrecht
Dieses Staates infrage gestellt

Die Bundesrepublik Deutschland
Gibt es als Staat nur in historischer
Verantwortung für den Holocaust
Wer gedenkt verteidigt dies damit 

Die Erinnerung ist darum eine
Existenzielle Bedingung der BRD
Die es ohne nie gegeben hätte
Daran zu erinnern ist nötig

Auch die Frage ob Befreiung durch 
Die Rote Armee also Organe des
Terrorregimes der Sowjetunion unter
Stalin irgendwen befreite mögen

Sich Staaten stellen die unter deren
Terror lange leiden mussten für die
Konzentrationslager war es eine
Der würdig gedacht werden soll

Dies ohne eine gegen das andere
Je relativieren zu wollen sondern in
Verantwortung für ein NIE WIEDER
Die so unsere Freiheit verteidigt

jens tuengerthal 27.1.26

Montag, 26. Januar 2026

Lektürentagebuch 26.1.26

Lektürentagebuch 26.1.26

Vorgestern schon las ich noch in
La recherche von Marcel Proust 
Wie der hier Baron Saint Loups 
Seine Geliebte nach außen noch

Verteidigte dafür sogar mit einigen
Aus seiner Familie brach die ihm
Die unpassende Liaison ausreden 
Wollten worauf er sich abwandte 

Tragischerweise oder vielleicht
Typisch für unglückliche Lieben
Und welche wird das nicht auch
Irgendwann waren das noch die

Mitglieder seiner Familie die ihm
Nah waren der auch direkt noch
Mit fürstlichen Häusern verwandt
Jene die er besonders mochte 

So isolierte sich Saint Loups in 
Der Familie also an seinen Wurzeln 
Immer mehr was einsam macht doch
Ohne sich auf den Grund dessen

Irgend verlassen zu können denn 
Auch die Geliebte schob ihn ja auf
Die eine oder andere Art von sich
Immer wieder weg ohne ganz los

Lassen zu können vielleicht noch
In der Hoffnung auf seine weitere
Großzügigkeit als wohlhabender
Herr von Geblüt der er war

Denke an meine früheren Kontakte
Zu dieser etwas seltsamen Welt die
Eigenen Regeln folgt und bis heute
Zumindest geistig viele noch foltert

Etwa meine vom Gemüt wie der
Statur damals noch sehr zarte erste
Verlobte und andere auch weniger
Zarte die ihre Familie hoch hielten

Fein und aufmerksam beschreibt
Proust diese Welt die sich gerne
Edel dünkt es seltener nur ist aber
Häufiger ziemlich intrigant auch

Er stimmt als Erzähler der Familie
Eigentlich zu aber will auch nicht
Deren Partie gegen den an Liebe
Erkrankten Freund dabei einnehmen

Diese lebendigen geistigen Welten
Mit ihren verborgenen Regeln die
Du seit Generationen kennen musst 
Irgend nur dazu zu gehören werden

Von Proust fein gesehen wie auch
Deren Spielregeln aufmerksam als 
Geistige Welt für sich bestehen so
Zuhause wie Folter zugleich sind 

Natürlich ist der Erzähler in einem
Roman klüger als alle seine nur 
Protagonisten dabei aber es wird
Beim Ich-Erzähler unglaubwürdig

Dieser Knabe der einerseits noch
Wie ein Kind leidet wenn ihm seine
Großmutter nicht gute Nacht sagt
Andererseits in der Liebe weiß

Was Saint Loup am besten täte
Mit seiner Geliebten vom Theater
Die offensichtlich mit ihm spielt
Weiß der Knabe ganz genau

Ob diese altkluge Besserwisserei
Die befremdlich klingt eher eine
Weitsicht des Schwulen ist der
Die peinliche Hete beraten will

Bleibt bis hierhin noch unklar
Aber es hat etwas unangenehmes
Den Erzähler so altklug zu lesen
Und es fragt sich dabei wozu

Vielleicht liegt dem Separatismus
In diesen Worten die sich klüger
Zeigen Abwehr der Unterdrückung
Die Betroffene erfuhren zugrunde 

Was auch immer es ist schafft es
Proust auch in sonst geistigen
Sternstunden es unangenehm wie
Peinlich betroffen werden zu lassen

Auch das ist ein spannender Teil
Dieser Lektüre die eine eigentlich
Längst untergegangene Welt mit
Viel Feingefühl noch beschreibt

Was leitete wen dabei und sollte 
Sich peinlich berührt lesen aber
Wo ist es uns das heute mehr
Auf gleiche oder ähnliche Art


Zur Testamentseröffnung bei den
Buddenbrooks hat die Konsulin als
Universalerbin ihres verstorbenen
Gatten auch ihren Bruder geladen

Der fünfundfünfzigjährige Konsul
Kröger kommt der Pflicht nach
Die ihn zum Vormund seiner Nichte
Clara am Ende machen sollte

Tom der jetzt die Geschäfte neben
Herrn Marcus führt dem älteren
Prokuristen der nun Teilhaber der
Firma Buddenbrook kam zuletzt

Gemeinsam mit seinem neuen
Kompagnon während Tony die
Sitzung mit großem Eifer vorbereitete
Die ein elegantes Kleid dazu trug 

Natürlich wie die Konsulin ganz in 
Schwarz stand ihr dies mit ihrer
Mädchenhaften Figur sehr gut
Waren ihre Wangen leicht gerötet 

Ganz rotblond waren auch noch die
Haare der Konsulin wobei außer
Ihrem Mädchen niemand wusste ob
Diese noch ihre echten waren

Diese kleinen Bemerkungen lassen
Auch die Testamentseröffnung nach
Dem Tod des Konsuls witzig werden
Von feiner Ironie dabei geschmückt

Auch die genaue Aufstellung der
Finanziellen Lage der Firma die
Bei 750.000 Mark Courant lag war
Für alle überraschend erfreulich

Ein formeller Akt en Familie im
Esszimmer vollzogen klärte über
Den Reichtum der Familie auf der
Eher mäßig und ordentlich war

Aber doch wohlhabend genug auch
Tony die sonst wenig verstand mit
Stolz über die Tafel zu sehen und
Über Grünlich noch empört zu reden

Die Konsulin hat ihren Sohn Christian
Der in Valparaiso arbeitete nun zurück
In die Familie beordert was aber bis
Ihn der Brief erreichte Monate dauerte 

Ein Familientreffen aus ernsten
Gründen wird mit der gebotenen Form
Abgehalten und bietet Mann dabei die
Chance die Protagonisten zu zeigen

Der mehr als blasse aber dafür ganz
Ausgezeichnet gekleidete Tom der
Nun der junge Chef des Hauses war
Wie kam er der neuen Rolle nach

Warum lehnte der junge Erbe noch
Das ihm angetragene Konsulat der
Niederlande ab aus sehr weiser
Bescheidenheit die sich lohnte 

Es sind solch kleine Nuancen die
Den vornehmen Stil der Familie
Wie ihre fürstliche Rolle zeigen mit
Der Konsul Kröger sprachlich spielt

Proust wie Mann haben eine ganz
Feine Komik und Ironie aber die
Von Mann scheint mir meistens
Eleganter und liebevoller noch

jens tuengerthal 26.1.26


Lieblos

Lieblos

Ganz ohne Liebe 
Wird leichteres Leben stets
Fehlt was wichtiges

jens tuengerthal 26.1.26

Endlichkeit

Endlichkeit

Leben ist endlich
Zumindest eine gute
Aussicht mit Ende 

jens tuengerthal 26.1.26

Lebenserwartung

Lebenserwartung

Vom Leben etwas
Erwarten ist der Anfang
Sicheren Endes

jens tuengerthal 26.1.26

Lusterledigung

Lusterledigung

Völlig unvorstellbar schien mir früher
Dass sich einmal Lust erledigte weil
Alles getan und erlebt nichts neues
Mehr anders reizvoll zu erwarten ist

Zwar hat jede Frau immer noch den
Feinen kleinen Unterschied der sie 
Besonders und reizvoll macht aber
In der Masse relativiert sich das

Auch ist das neue und andere nur
Vorm ersten mal noch reizvoll
Danach soll es bitte nur noch
Wie gewohnt verlässlich befriedigen

Heute weiß ich nicht nur die Potenz
Lässt mit wachsender Inkontinenz 
Die alte Männer gern unerwartet
Tropfen lässt nach auch die Lust

Was habe ich früher alles zu gerne
Wie immer wieder getan um die
Eine oder andere rumzukriegen
Stolz dabei auf jeden kleinen Sieg 

Heute scheint mir häufig schon vorab
Der Aufwand das Glied zu versteifen
Wie sich stolz erheben zu lassen in
Keinem Verhältnis mehr zu stehen 

Liebe kann den Entschluss noch
Auch um ihretwegen verstärken aber
Ein gutes Buch scheint mir auch ganz
Real häufig viel reizvoller heute

Weil dieses zuverlässig gute Inhalte
Dem gespannten Leser bietet was 
Bei Frauen nicht häufiger vorkommt
Als unter Männern also selten bleibt

Wo du niveauvoll gut reden kannst
Sind langfristig gute Gespräche stets 
Eher nur kurz gutem Sex vorzuziehen 
Und von nichts kommt eh nie etwas

Wenn du guten befriedigenden Sex
Mit einer intelligenten gebildeten
Frau findest die deinen Geist noch
Zumindest scheinbar bewundert 

Sei zufrieden und glücklich denn 
Mehr gibt es nie dann sind auch
Eher anstrengende Lebensumstände 
Die es unmöglich machen erträglich

Wenn Geister sich wirklich treffen 
Unterscheiden Geschlechtsorgane
Sich in geleckter Nahsicht minimal
Ob 21 oder 64 ist ästhetisch egal

Was am Ende zeigt das einzige
Wo es noch gerne steht ist mit 
Gefühl auf Dauer oder aufgeregt
Vorm allerersten mal noch darum

Braucht guter Sex zwar keine
Liebe häufig schadet diese doch
Ist sie das einzige was auf Dauer
Zuverlässig dir noch aufhilft

Stehen ist zwar nicht alles das
Sollte nie überschätzt werden
Wer gut leckt befriedigt eher
Als wer nur steif halt rumsteht

Die große Magie der Lust wie des 
Todes verliert sich mit der Zeit doch 
Sollte wer Geist hat auf diesen eher 
Setzen als auf schlicht körperliches

Weil der Geist noch schärfer wieder 
Wird im Alter ist dieser auch viel
Zuverlässiger als der Körper der
Uns seine Grenzen täglich vorführt 

Intelligenz und gute Bildung sind
Dauerhaft sexy ein geiler Körper
Nur beim ersten mal danach scanst
Du automatisch alle Makel zuerst

Warum die Menschen besser mehr
Bücher lesen sollten dauerhaft sexy
Zu bleiben statt ins Fitnessstudio
Zu rennen mit Jugendwahn dabei 

jens tuengerthal 26.1.26

Liebesverbote

Liebesverbote

Manchmal ist die Situation
Einer Liebe sehr verwirrend
Gefühle von verschiedenen
Personen und Seiten ziehen
An den Beteiligten die eine 
Eigentlich verbotene Liebe
Noch dazu im Geheimen
Als versteckte Geliebte 
Leben müssen statt sich 
Offen einfach zu genießen
Werden Kompromisse noch
Gesucht mit denen sich halt 
Irgendwie mit einer verbotenen
Liebe weiter gelebt wird die
Dann doch überlebt nie was
Richtiges wird aber auch schon
Lange nicht mehr nichts ist
Sondern eine verbotene Liebe
Die darum auch reizvoll manch 
Hindernisse mutig überwindet 
Um doch nicht alles zu wagen 
Immer dazwischen bleibt aber
Große Neigung zum Drama hat
Vermutlich schmerzvoll endet
Also zumindest für so Dichter 
Mit leicht depressiver Neigung
Geradezu ideal als Quelle neuer
Trauriger Verse erscheint und so
Dient alles einem am Ende
Irgendwie guten Zweck auch
Wenn nichts bleibt taten sie es 
Für die Kunst und wer kann
Das schon von sich sagen
Während die Masse nur
Halt normal wieder fickt
Hatten wir großes Drama
Innerlich immer auch dabei
Das ist doch was das du
Dir aufhängen kannst 
Wie ein Bild oder so
Das passt ja auch
Irgendwie

jens tuengerthal 26.1.26