Mittwoch, 23. April 2025

Enthaltsamkeit

Enthaltsamkeit

Frage mich gerade immer mehr
Ob Enthaltsamkeit wie sie noch
Die alte Bundesrepublik pflegte 
Nicht ein Zukunftsmodell wäre
Das zumindest ein friedlicheres
Zusammenleben dauerhaft uns
Ermöglichte wie allen besser täte
Als überall Einmischung noch
Dazu als moralische Besserwisser
Was Deutschland nicht erst seit Kant
Besser als alle vermutlich kann
Um daraus erstmals wirklich
Seinen kategorischen Imperativ
Als Zukunftsmodell zu verstehen
Eine KI die keiner fürchten müsste
Die zuverlässig gut einfach wäre
Anders als die Bahn heute
Vielleicht etwas beamtisch dabei
Aber da enthaltsam sympathisch
Was Deutschland mehr liegt als 
Wieder wer sein wollen in der Welt
Dies lieber durch Leistung zu sein
Nur im Wesen völlig anspruchslos
Was die peinlichen Deutschen wie
Die AfD sie verkörpert sehr schnell
Wieder erledigen könnte die auf in
Zeiten der Enthaltsamkeit längst 
Tote Gäule noch setzen

jens tuengerthal 23.4.25

Schrumpfgermanen

Schrumpfgermanen

Die Schrumpfgermanen war ein
Übler Herabsetzender Ausdruck
Für kleinwüchsige Deutsche der
Ab 1926 zu hören war dann im
Nationalsozialismus eine neue
Hochkonjunktur hatte weil diese
Sich gerne auf alles irgend andere
Diskriminierende mit Freude stürzten
Doch könnten wir diesen Ausdruck
Im Sinne unserer Nachbarn endlich
Ökologisch positiv auslegen um so
Angst vor unserem Drang zur steten
Ausdehnung diesem zu nehmen 
Dafür lieber ökologisch korrekt im
Sinne einer Verbesserung uns auf
Das Schrumpfen konzentrieren
Alles weniger werden lassen außer
Dem deutschen Wald der allen 
Gut tut statt dem Klima zu schaden
Endlich unser Sozialsystem auf die
Reale wie nötige Schrumpfung 
Umstellen diese nicht als weniger
Sondern als Konzentration sehen 
Dann sind die Schrumpfgermanen
Ein Zukunftsmodell für Europa das
Bescheidenheit groß schreibt wie
In allem das Gegenteil von Trump ist
Was so noch eine Zukunft hat statt
Reaktionär weiter zu zerstören bei
Ständig ungerechtfertigter Bereicherung
Aber die Hoffnung dass sich eine
Mehrheit in diesem Land für das
Natürlich gebotene entscheidet
Ist so gering wie die auf Einsicht
In historische Verantwortung je
So wären die Schrumpfgermanen
Ein positives Zukunftsmodell für
Ein Deutschland das keiner fürchtet
Wie sich seiner Verantwortung stellt
Um natürlich weniger zu werden
Verhütung staatlich mehr fördert 
Statt weiterhin Kinder noch so dass
Alle ohne Kinder stolz auf sich als
Verantwortlich für unsere Zukunft
Sein können im Stamm der dann
Friedlichen Schrumpfgermanen
Die ein reich bewaldetes altes
Auenland bewohnten

jens tuengerthal 23.4.25

Familienfremd

Familienfremd

Familie ist der Stamm aus dem du
Einst gewachsen bist doch was bleibt
Davon noch als Basis wenn du auch
Dort längst fremdelst weil alles was
Zu lang ist schnell zuviel wird wie dir
Jedes miteinander bald so auf die
Nerven geht dass nur Flucht bleibt
In der Großstadt anonym zu bleiben
Sind wir im Stamm noch natürlich
Verbunden oder ist das eine Illusion
Die glaubt Tradition schaffe Fakten
Betrachte es und frage mich was 
Wen dabei warum wie sehr stresst
Ob weniger immer mehr ist uns 
Ein Tag in Harmonie genügt
Zwei maximal erträglich sind 
Alles darüber zuviel bald wird
Jeder Fisch am dritten Tag
Spätestens zu stinken beginnt
Auch hier wieder gilt das
Weniger mehr wäre

jens tuengerthal 23.4.25

Liebessicher

Liebessicher

Einzig sichere
Liebe bleibt die zu sich selbst
Ist leider keine

jens tuengerthal 23.4.25

Waldwachstum

Waldwachstum

Wachstum der Wälder
Einziges zulässiges
Im Klimawandel

jens tuengerthal 23.4.25

Schrumpfchance

Schrumpfchance

Schrumpfen der Wirtschaft
Als Chance zu verstehen
Die Welt zu retten

jens tuengerthal 23.4.25

Dienstag, 22. April 2025

Lektürentagebuch 22.4.25

Lektürentagebuch 22.4.25

Bei Franz Hesel über die welche nicht
Auf dem Programm stehen gelesen
Wie er den Beleuchtungsmeister im
Varieté besucht wieviel unsichtbar bleibt

Das Publikum beklatscht den Clown
Wie die Artisten im Vordergrund die
Unsichtbar blieben ohne den Hintergrund
Der sich als Herz des Theaters sieht

Liebevoll wie wohlwollend dabei schaut
Franz Hessel hinter die Kulissen um so
Zu verstehen was echt aussieht doch 
Von den Brücken erst beleuchtet wird

Sein neugierig liebevoller Blick in den
Hintergrund des Varieté zeigt wieder
Den Flaneur der bloß beobachtet
Ohne dabei teilnehmen zu müssen

Die Künstler werden spielende Kinder
Vom Autor wie von ihren Betreuern 
Die im Hintergrund bleiben genannt
Was die Rangordnung zeigen soll

Ob dieser auch intern anerkannte Rang
Der Helfer im Hintergrund als Eltern
Immer frei von Konflikten bleibt fragt
Nur naiv wer kinderlos alleine lebt

So ist manches im Theater völlig
Anders als es scheint und jede
Bekommt ihre verdiente Anerkennung
Mit weniger Superstars als Handwerkern


Im alten indischen Papageienbuch eine
Geschichte über ein Geschäft gelesen
Was ein großer Kaufmann mit einer
Kupplerin macht seinen Sohn zu erziehen

Sie bekäme dafür 1000 Golddukaten sollte
Der Sohn sich nie von einer Frau noch
Verführen lassen ihr zuviel zu zahlen aber
Müsste bei Misslingen 2000 zurückzahlen

Als nun der gerade volljährige Sohn der
In eine Stadt für Geschäfte geschickt wird
Gibt er nach deren Flehen einer Hetäre
All sein Geld und versprach noch mehr

Damit hätte sie die Wette verloren die
Kupplerin müsste 2000 Gulden zahlen
Die der Kaufmann kaum war der Sohn
Zurück auch von ihr verlangte

Auf die Frage wie sich die so Bedrängte
Wieder befreien konnte erzählt der
Papagei die Geschichte zu Ende nach
Der sie noch einmal mit ihm reiste

Diesmal sollte er ihren Angaben folgen
Schnell flüchten wenn er sie kommen sah
Tat worauf sie sich klagend dem Haus
Nähert auf Nachfrage Hereingebeten wird

Dort klagt sie über ihren verfluchten Sohn
Der ihr Geld gestohlen hätte warum nun
Jeder der es bekäme verflucht wäre was
Die Huren zum Anlass nehmen ihr alles 

Was ihr Sohn dort ausgab wiederzugeben
Sich von dem Fluch zu befreien wie sie so
Davor bewahrte dem Kaufmann ihrerseits
2000 Golddukaten zahlen zu müssen 

Wer so geschickt lügen könnte dürfe 
Alles probieren sagte ihr der Papagei
Der die Geschichte erzählte die mir
Ohne Aberglauben unverständlich war 

Doch die Furcht vor verfluchtem Geld
Ist so verbreitet wie sonst Aberglaube 
An Götter und ähnlichen Unsinn gerade
Im Huren und Theater Milieu gilt dies

Die Angst vor dem Fluch der Mutter
Wie dem verfluchten Geld ließ die
Frauen lieber auf ihren verdienten Lohn
Verzichten dem Aberglauben zu genügen

Die Annahme dass an Diebesgut kein
Eigentum gewonnen werden kann wie
Ihn das heutige BGB festschreibt war
Sicher im alten Indien unbekannt

Auch wenn diese Geschichte aus dem
Alten Indien womöglich über 1500 Jahre
Schon alt ist änderte sich am Aberglauben 
Bis heute nicht wirklich viel gerade dort

Noch immer geben Menschen für ihre
Sekten oder Kirchen um sich von
Sünden freizukaufen gerne Ablass
Verzichten lieber nicht verflucht zu sein

Ob eine Frau die sogar Hetären noch
So geschickt täuschen kann wohl die
Beste Lehrerin gegen die Ränke der
Zu teuer bezahlten Frauen ist scheint

Völlig fraglos offensichtlich ist zumindest
Mit viel wunderbarem Humor erzählt der
Manches über Frauen und Männer noch
Ganz nebenbei als kostbare Lehre erzählt

Wieder zeigt das alte indische Märchen
Einen menschenfreundlichen Humor der
Vor dem Aberglauben so warnt wie den
Wahn der Liebe klug mit einkalkuliert

Ist es in Ordnung sich von Huren den
An sie gezahlten Lohn mit Märchen
Wieder zurück zu holen oder macht
Ein Betrug nicht beide Taten wertlos

Darf ich Aberglauben und Dummheit
Der Menschen nutzen um mein Ziel
Wenn auch auf deutlichen Umwegen
Doch noch seltsam gut zu erreichen


Brief LVIII oder 58. der so wunderbaren
Reise um meinen Garten erzählt eine
Bezaubernde Liebesgeschichte unter
Nachbarn um einen Strauß gelbe Rosen 

Alphonse Karr erzählt von der älteren
Dame in seiner Nachbarschaft die er
Gerne mit seltenen besonderen Blumen
Erfreute diesmal gelben Rosen

Welche besonders selten waren noch
In diesem Jahr wo Unwetter die meisten
Hatte eingehen lassen seine aber an 
Einen geschützten Platz wuchsen

Während er ihr die gelben Rosen gab
Erzählte ein anderer Nachbar der
Gerade zum Kartenspiel zu Besuch war
Von seiner alten Liebesgeschichte dazu 

Wie er einst ganz unglücklich war
Weil völlig verliebt sein Vater ihn als
Leutnant in eine Ferne Garnison
Nach der Schulzeit stecken wollte

Sich von seinem Onkel beraten ließ
Der ihm riet sich ihr zu erklären wie
Ihm ein Zeichen dazu zu geben so
Sie warten wollte täte er alles für ihm

Das Billette mit seiner Erklärung hat er
In einen Strauß gelbe Rosen gesteckt
Danach sollte sie am nächsten Tag
Wenn sie ihn denn auch so wollte

Eine der gelben Rosen am Gürtel
Tragen was sie nicht tat warum
Alles seinen weiteren Gang ging
Er lange fortging vor vierzig Jahren

Nun in den Sechzigern selbst muss er
Bei gelben Rosen an die verlorene
Liebe denken die er nie wieder sah
Was alle Zuhörer nun sichtbar rührt

Wie die alte Dame die Blumen so gut
Kennt nun einen getrockneten Strauss
Gelber Rosen aus dem Schrank holt
Um ihn erstmals aufzubinden fällt

Natürlich genau dieser Brief heraus
Was eine wunderbare Blumengeschichte 
Voller Liebe und Erinnerung ist die noch
Hoffen lässt dass es nie zu spät war

Wie es Alphonse Karr der nie den Kreis
Seines Gartens verlässt bewusst darum
Kein Reisender wurde gelingt die Welt
Aus diesem zu entdecken ist groß

Alles findet einen Bezug zum Garten
Auch die schönste Liebesgeschichte
Die vielleicht ein glückliches Ende findet
Wenn wir mehr als gelbe Rosen sehen

jens tuengerthal 22.4.25

Reiseflaneur

Reiseflaneur

Ist ein Flaneur auf Reisen
Die Erfüllung eines Ideals
Weil nirgendwo Zuhause
Immer daneben stehend
Oder nichts davon jemals
Erfordert doch gerade die
Gelassene Beschreibung
Komplexer Situationen eine
Auf wesentliches reduzierte
Genaue Ortskenntnis wovon 
Die Fremde stets durch ihre
Neuheit in allem ablenkt wie
Große Gruppen gerne ihre 
Mitglieder durch Eigendynamik 
Mehr mit sich beschäftigen als
Wirklich etwas zu bewegen
Zumindest in uns denn außen
Stiftet die Masse mit ihren 
Bedürfnissen ständig Chaos
Dem sich der Flaneur als
Teilnehmer schwerer entzieht
Als es der Beobachter bräuchte
Wie auch immer bin ich nun als
Berliner Flaneur glücklich im 
Hauptdorf wieder angekommen
Das komplex genug ist es ein
Leben lang zu beschreiben 
Ohne irgendwo noch wieder
Hin zu müssen

jens tuengerthal 22.4.25

Diwanheimkehr

Diwanheimkehr

Die Heimkehr auf den eigenen
Diwan ist ein Stück Glück als
Ort meiner Leseabenteuer längst
Mehr als Liebesabenteuer noch
Die längst Geschichte wurden 
Gemeinsam mit der Fülle des 
Wohlgefühls was ich für mich
Dort empfinde ist es auch die
Rückkehr in das eigene Chaos
Dessen Beseitigung weniger
Ziel für mich ist als das darin
Irgendwie noch überleben
Voller Respekt auch vor der
Komplexität allen Seins dabei
Was natürlich endlich ist
Warum es sicher gut tut
So viel Zeit wie möglich
Entspannt lesend auf seinem
Diwan als Eingang zum Paradies
Zuzubringen mit seinen Büchern
Der Erfüllung geistiger Träume
Überall um sich herum denn
Natürlich war das Meer gestern
Schön aber reicht rauschend
Weil dabei noch Wellenschlagend 
Doch nie an die eigene Bibliothek
Als grenzenlosen Glücksort heran
Sage ich mir um so zu genießen
Was ist statt zu bedauern was
Schon wieder Geschichte wurde

jens tuengerthal 22.4.25

Laizisismuss

Laizisismuss

Europa ist laizistisch
Oder Europa ist nicht
Lange als Einheit von
Bestand und insofern
Stimme ich der gerade
Bundestagspräsidentin
Völlig zu es wird dringend
Mehr Enthaltsamkeit von
Organisationen des Aberglaubens
Was Kirchen immer auch bleiben
Im politischen Bereich gewünscht
Überhaupt sollte aller Aberglaube
In der Politik lieber vollständig
Gestrichen werden weil diese bloße
Privatsache dort absolut nichts 
Verloren mehr hat in Zukunft
Die CDU sollte endlich mit gutem
Beispiel vorangehen und das C
Aus ihrem Namen streichen
Wäre konsequente harmonisch

jens tuengerthal 22.4.25

Liebesentzug

Liebesentzug

Liebesentzug ist
Grausamste Strafe aller
Menschen mit Gefühl

jens tuengerthal 22.4.25

Enthaltsamkeit

Enthaltsamkeit

Enthaltsamkeit stellt
Sich Überfluss entgegen
Welche Wohltat jetzt

jens tuengerthal 22.4.25

Ostersatt

Ostersatt

Endlich vorbei ist
Erster Gedanke nach den
Feiertagen gern

jens tuengerthal 22.4.15

Montag, 21. April 2025

Meerlebnis

Meerlebnis

Meer ist immer wieder ein
Erlebnis das glücklich macht
Das Rauschen über der Ruhe
Der Blick in die Weite wie das
Nur Schwappen der Wellen
An den Strand die sich im
Überall Sand reflektierende
Sonne die wunderbar wärmt
Sind Glück genug sich damit
Vollkommen zufrieden zu geben
Denke ich im Zug nach Berlin
Noch den Sand vom Strand
In den Stiefeln spürend kommt so
Das Meer was noch in der
Erinnerung in meinem Ohr
Weiter rauscht mit nach Berlin
Im inzwischen völlig überfüllten Zug
Diesmal zum Glück mit Sitzplatz

jens tuengerthal 21.4.

Franzistot

Franzistot

Der Vorsitzende des größten Vereins
Für Kindesmissbrauch und Aberglaube
Hat das Leiden am Leben hinter sich
Was für einen achtundachtzig jährigen
Lungenkranken eine Erlösung wohl ist
Nach seinem Aberglauben ohnehin die
Erhoffte Erlösung auf dem Weg ins
Himmelreich also etwas Gutes ist so
Fragt sich der Dichter ob er dazu eher
Beglückwünschen nun soll weil der Tote
Dem Ziel christlichen Seins damit ein
Großes Stück näher kam oder es 
Bedauern soll dass ein Reformer
Was dieser Jesuit der sich auf den
Spuren des heiligen Franziskus sah 
Gerne sein wollte oder dies alles nur
Gerede über eine nicht reformierbare
Chauvinistische Sekte mit genug an 
Schrecklicher Geschichte wieder ist 
Was ich zum Glück überhaupt nicht
Entscheiden muss sondern mich lieber
Zu diesem Thema auch enthalte nur
Denke wie gut dass er es hinter sich hat
Möge sich seine Sekte auflösen damit
Menschen in Freiheit menschlich
Sich endlich verhalten

jens tuengerthal 21.4.25