Donnerstag, 17. Januar 2019
Bürgerfreiheit
War einst Schlagwort des ADAC
Der längst als Auto Darf Alles Club
Von Grüner Seite verunglimpft wurde
Real haben wir Millionen Kilometer Stau
Stehen mehr Stunden auf Autobahnen
Als wir tatsächlich vorwärtskommen
Auch wenn wir es ungern zugeben
Seit ich in der großen Stadt lebe
Kein Auto habe und keines brauche
Fühle ich mich immer befreiter davon
Freiheit durch Mobilität zu definieren
Es war ein langsamer Prozess bei mir
Erst vermisste ich das Auto manchmal
Wenn ich etwa schnell ins Grüne wollte
Was an sich schon völlig absurd ist
Als mir klar wurde wie unfrei mich dies
Bedürfnis auch machte legte ich es ab
Was wie alles etwas dauert weil wir ja
Gewohnheiten haben für gewöhnlich
Was macht heute Bürgerfreiheit aus
Ist es ein Leben ohne Zwang zu führen
Von welchem sind wir jemals ganz frei
Ist Mobilität mehr Zwang oder Freiheit
Wenn es eine Freiheit wäre dürfte es
Dann auf Kosten anderer möglich sein
Oder schließt das Freiheit eigentlich aus
Welche Folgen hat die mobile Freiheit
Beantworte ich dies einigermaßen ehrlich
Betrachte ist es im Lichte von TÜV und StVO
Verrechne es mit Verkehrstoten und Staus
Habe ich eigentlich keine Fragen mehr
Zwanghafte Mobilität in vielen Formen ist
Das gefährlichste Laster unserer Zeit
Dessen Gewinn mir nicht einleuchten will
Vielleicht prüft es auch nur meine Toleranz
Bürgerfreiheit heißt selbstbestimmt leben
Was den Einfluss anderer ausschlösse
Also nur zurückgezogen möglich ist was
Vielen schon fast gefährlich erscheint
Wir brauchen keinen schnelleren Verkehr
Müssen nirgendwo mehr unbedingt hin
Sondern frein sind wir wo wir uns genügen
Zufrieden bei und mit uns alleine sind
Mehr Menschen vom Glück der Freiheit
Erzählen um sie so zu entschleunigen
Schiene mir eine sinnvolle Lebensaufgabe
Besser als irgendwas noch anzuschauen
Reisende tun mir immer leid weil sie ständig
Unterwegs sind dagegen bin ich angekommen
Bei meinen Büchern und zu Fuß in meiner
Umgebung ohne irgendwohin zu müssen
Nicht was einer alles von der Welt gesehen
Macht den Geist weit und glücklich sondern
Mit sich zufrieden und glücklich zu sein was
Die größte Freiheit des Bürgers wohl ist
jens tuengerthal 17.01.2019
Staatsglauben
Der seiner Form entspricht
Ändert sich der Glaube
Ändert sich der Staat
Dies sahen französische Könige
Vor langer Zeit voraus warum sie
Den Zentralstaat zu retten auch
Die Hugenotten lieber vertrieben
Der Protestantismus egal welcher
Passte zu Preußen was im Volk
Mehrheitlich lutherisch pietistisch regiert
Fest im reformierten Lager stand
Das einst katholische Reich hatte sich
Nach dem westfälischen Frieden eher
Erledigt auch wenn es noch bis Napoleon
Es endgültig erschlug reanimiert wurde
Henry IV. den die Franzosen lieben
War immer ein Protestant auch wenn
Paris ihm eine Messe wert war zeigte
Das Edikt von Nantes diese Toleranz
Wer nebeneinander nur zulässt negiert
Denklogisch den einzig wahren Glauben
Der in Frankreich zentral katholisch war
Toleranz war dabei nicht vorgesehen
Darum hatten die Franzosen auch eine
Revolution und begeistern sich absurd
Für pseudorevolutionäre Gelbwesten heute
Die nur Gewohnheiten dort pflegen
Russland und die Ukraine gehören im
Glauben lange zusammen nun ließen
Sie sich kirchenrechtlich scheiden was
Irrationale Dramen auslöst immer noch
Staaten die länger atheistisch waren
Klammern sich an irrationale Muster
Des Zusammenhalts weil sonst wenig
Bliebe was sie notwendig trennte
Glauben ist staatlich und nutzt diesem
Die Bundesrepublik ist protestantisch
Mit Toleranz gegenüber Katholiken was
Deren Anspruch logisch relativiert
Jeder Glaube ist allein seligmachend
Wäre er es nicht fragte sich warum
Menschen ihm überhaupt folgen
Außer aus Angst um die Erlösung
Wo sich diese mit dem Staat verknüpft
Bekommt der eine höhere Legitimation
Als alle Vernunft bei Gläubigen erreicht
Was opfernde Identität mitbegründet
Dieses Muster zeigt sich in jeweils
Unterschiedlicher Ausprägung weltweit
Weil es Teil unserer gewachsenen Kultur
Identität sich wenn erst langsam befreit
Warum folgern so wenig Menschen logisch
Das weltweite religiöse Toleranz wie sie
Die Vereinten Nationen vertreten logisch
Jeden Wahrheitsanspruch relativiert
Ist es die Macht der Gewohnheit die uns
In Muster des Gehorsams fallen lässt statt
All diesen Unsinn kritisch zu hinterfragen
Liebgewonnene Tradition oder unsere Natur
Viele Feste sind mit dem Glauben verbunden
Daran hängen Familienzusammenkünfte wie
Identitäten und sozialer Zusammenhalt dazu
Was Grund zur Gewohnheit genug wäre
Kenne es aus meiner Familie die sich zweimal
Jährlich im größeren Kreise versammelt nämlich
An Weihnachten und Ostern ohne sich dabei noch
Größer vom christlichen Fest stören zu lassen
Doch sind verbundene Feiertage und gefühlte
Ältere Traditionen die Geborgenheit geben auch
Der Anlass dieser Treffen als Tradition aller
Damit auch wichtiger Teil meines Lebens
Bin mit den Liedern und Riten aufgewachsen
Die anlässlich der Feste gesungen und vollzogen
Sie wurden so Teil meiner Erinnerung und sind
Damit positiver Teil meines Lebens noch
So wird es sehr vielen wenn nicht fast allen
Menschen auf der Welt mit ihren Traditionen
Wie ihrer Teilnahme an staatlicher Kultur gehen
Darum machen wir den Unsinn wohl auch mit
Je älter ich werde desto wärmer wird mir
Bei der Frage der familiären Traditionen
Die auch ich wahren und hüten werde
Weil sie Teil meiner glücklichen Kindheit sind
Frage ich mich als radikaler Aufklärer
Wie überzeugter Atheist aber der sich
Dem Staat gegenüber zweifelnd sieht
Was mich bindet wird das Eis dünn
Viele finden wenn es auf das Ende zugeht
In den Schoß ihrer Kirche zurück wird gesagt
Fraglich ob sie weiser zum Glauben finden
Oder sich nur gern in Traditionen fügen
Bin noch Mitglied der evangelischen Kirche
Obwohl ich keinen Gott kenne noch mit dem
Verein irgendwas gemeinsam habe als Tradition
Die meine Familie teilweise zusammenhielt
So wird die Organisation zum Selbstzweck
Es bindet uns die Tradition aus Liebe zu dieser
Was keine vernünftige Begründung an sich ist
Aber einen funktionalen Zusammenhang bietet
Heute können wir uns frei fragen was sonst
Unser Gemeinwesen zusammenhielte wenn
Keine Traditionen die über uns hinausgehen
Was vom alten Staatsglauben unterscheidet
Dahin zu kommen dass alle Menschen
Weltweit diese Freiheit so pflegen wie
Es ihrem Gewissen ohne Zwang entspricht
Halte ich für das wichtigste Ziel der Zukunft
Es sind teilweise geliebte Traditionen mit
Gewohnheiten die lange zu uns gehören
Die aufzugeben schmerzvoll für uns wäre
Warum wir auch absurdes mal beibehalten
Wichtig ist nicht welcher Glaube wahr ist
Ob es einen gemeinsamen Urglauben gab
Die Menschen eint ein Bedürfnis danach
Ihre Traditionen im Kontext zu pflegen
So glaube ich an wenig als an die alte
Tradition der Familie sich zu treffen was
Mit alten Glaubensfesten verbunden ist
So Grund genug gibt sie zu tolerieren
Gewachsen ist mit der deutschen Einheit
Seltsam die Intoleranz gegenüber anderen
Fraglich ob das an deren Glauben lag oder
Produkt nur gemeinter Wahrheit war
Betrachte ich jeden Glauben als Tradition
Von regionaler Bedeutung mit eigenen Riten
Kann ich jeden leicht darin glücklich sein lassen
Besitze ich die eine Wahrheit fällt mir das schwer
Die Wahrheitsbesitzer neigen zur Intoleranz
Ob darum viele der Erben des Sozialismus
Als Glaubensform eigener Art besonders zu
Größerer Intoleranz neigen wäre fraglich
Weiß nicht was wahr ist noch wohin es geht
Schätze die Traditionen meiner Familie sehr
Pflege sie trotz des mir fremden Glaubens
Bringe mir damit selbst mehr Toleranz bei
jens tuengerthal 17.01.2019
Erotikwunder
Habe die erotischste Frau
Falls da einer Zweifel hat
Das könnt ich leicht beweisen
Wenn ich denn wollte
So bin ich mir aus Erfahrung
Völlig sicher weil keine solchen
Reiz je ausüben konnte mich
Keine andere mehr interessiert
Könnte jetzt alles aufzählen
Was an ihr am schönsten ist
Brauch ich aber gar nicht
Weiß es es ja auch so schon
Weil ich darum weiß bin ich
Vorsichtig und behalte sie lieber
Ganz für mich denn erlebte sie
Einer dabei wüsste er es ja
Sich nicht dem Neid auszusetzen
Scheint mir sehr vernünftig denn
Wenn ich auch nicht eifersüchtig bin
Solch ein Schatz wird gern geraubt
So hüte ich den größten Schatz
Der Welt und keiner ahnt was
Weil nur ich sie dabei erlebe
Von der erotischsten Frau weiß
Von mir aus kann das auch
Für immer so bleiben weil
Die Beste mir natürlich genügt
Besser ginge ja gar nicht mehr
So habe ich mein Erotikwundergeheiminis
Hüte damit den kostbarsten Schatz der Welt
Schreibe nur ein wenig darüber damit sie
Lesen kann wie wunderbar sie ist
Nun küsste ich sie lieber überall
Die auch die leckerste Frau ist
Darum endet dies Gedicht hier
Weil Küssen besser als Schreiben ist
jens tuengerthal 16.01.2019
Mittwoch, 16. Januar 2019
Miss Vertrauen
Nachdem sie ihr misstraut haben
Was den Brexit zuvor betraf
Ist unklar was sie wollen
Sie wollen weiter regieren
Fürchten Neuwahlen noch mehr
Mit drohendem Machtverlust
Als den unklaren Brexit
Ob sie den Brexit wollen
Sind sie sich völlig uneinig
Nur so wollten sie ihn nicht
Also waren sie dagegen
Wenn sie sich nicht einigen
Was sie wirklich dann wollen
Passiert einfach gar nichts
Weil sie sich nicht entschieden
Dann gab es eine Volksabstimmung
Ohne irgendwelche weitere Folgen
Es geht weiter wie bisher außer
Irgendwer findet eine Mehrheit
Nichts tun könnte die Lösung sein
Die den geringsten Schaden bringt
Für das Land und alle Beteiligten
Die ihrer Premierministerin vertrauen
Einfach mal nichts tun führt weiter
Als viele zu lange Verhandlungen
Das Problem erledigt sich dann
Sollten wir uns für die Zukunft merken
jens tuengerthal 16.01.2019
Stehend
Du warst stehend kaputt
Lagst zum Glück schon
Halb angezogen noch
Auf diesmal deinem Bett
Als ich hinter dir stand
Dich dort hoch nahm
So viel Platz schuf wie
Gerade nötig und so
Stehend in dich eindrang
Deine erst leichte Abwehr
Wandelte sich in wilde Lust
Und so stand ich nicht lange
Hinter dir aber so fing es an
Bis ich bald wieder natürlich
Unter dir lag meine liebstes
Orgasmuswunder
jens tuengerthal 16.01.2019
Weiberlaunen
Wie gehst du armer Mann
Mit Weiberlaunen künftig um
Fragst du dich selig wieder
Versöhnt für die Zukunft
Am klügsten wäre schon mal
Sie nie so zu nennen denn
Sagen was ist macht manchmal
Aus Mücken dicke Elefanten
Bist du Mann nun klug und
Erfahren wirst du sie nie
Mit einem Elefanten auch
Nur gedanklich vergleichen
Der lange Rüssel beeindruckt
Sie bei sich nicht sehr dafür
Wirkt dessen Gewicht um so
Nachhaltiger verbitternd wohl
Glücklich mit einer Fee liiert
Stellte sich mir diese Frage nie
Auch wenn nichts unmöglich
Male ich keine Teufel an Wände
Abwarten und Tee trinken hilft
Sich auf das danach mehr freuen
Weil Aggression Lust nur spiegelt
Kannst du Vorfreude graduell messen
Hüte dich davor es so zu nennen
Bevor sie selber es tat andernfalls
Schneidest du ihr diesen Weg ab
Was es unnötig kompliziert machte
Nachdem sie es aber tat lächle
Freue dich an der Versöhnung
Frag nicht lange nach nutze lieber
Lustvoll die Gunst der Stunde
All dies muss kein Mann verstehen
Der Hinweis auf Hormone ist dabei
Völlig entbehrlich du sagst ja auch
Nie dem Feuer dass es brenne
Außer Lächeln also keinen Plan
Muss schon eine große Liebe sein
Die all dies gern ertragen lässt
Fraglich nur ob sie es dir glaubt
Wenn nicht kommt irgendwann
Dazu die nächste Versöhnung
Die lohnt sich jedesmal sehr
Bin zufrieden was will ich mehr
Am Ende denk an deine Launen
Was müsste sie nicht alles verzeihen
Um so großzügiger bist du gern denn
Komme was wolle eins bleibt immer
jens tuengerthal 16.01.2019
Naturlaunen
Die Zahl der Extreme nimmt zu
Beim Wetter wird es gefährlich
Politisch auch immer wieder
Persönlich war jeder betroffen
Größe zeigt wer gelassen bleibt
Wird gerne ungefragt wiederholt
Nur was heißt Gelassenheit tot
Fragen sich manche aufgeregt
Zitiere dazu gerne den alten Lukrez
Der noch älteren Epikur zitiert
Dass der Tod uns nichts angeht
Weil wir nie gleichzeitig irgendwo
Noli me tangere sagt der Lateiner
Doch ist nicht Betroffenheit das Ziel
Menschlicher Gesinnung miteinander
Nein denn wer getroffen ward ist unfrei
Auf dem Drahtseil zwischen
Abhängiger Betroffenheit und
Unabhängiger Beteiligung
Schwanken wir zu leicht
Schlimm wird es nur für alle
Wenn einige meinen ihre
Betroffenheit anderen dringend
Aufdrängen zu müssen
Komme aus einem Land
Das immer dazu neigte
Den persönlichen Imperativ
Anderen aufdrängen zu wollen
Die große Kunst der Aufklärung
Auf Deutsch übersetzen heißt
Die Frage nach dem was ist
Lang vor dem Imperativ zu stellen
Bevor wir also wieder anfangen
Der Welt zu erzählen was sie
Moralisch kategorisch nötig hätte
Uns selbst erstmal zu befreien
Gegen die Launen der Natur
Haben wir kaum ein Mittel
Wie wir darauf reagieren
Liegt dagegen in unserer Hand
Wer höheren moralischem Befehl
Als Soldat nur sklavisch gehorcht
Handelt nie moralisch bloß gehorsam
Sein Handeln ist damit ethisch wertlos
Betrachteten wir die große Rettung
Im Mittelmeer wie andernorts so frei
Müssten wir uns allein darum kümmern
Erledigte sich manches sehr schnell
Die Fahrt vom Mittelmeer bis zum ersten
Deutschen Hafen dauerte so lange dass
Jeder Flüchtling deutsche Schiffe miede
Was uns manche Diskussion ersparte
Auch eine persönliche Haftung der Retter
Ließe moralische Verantwortung plötzlich
Anders aussehen als wenn sie quasi
Kostenlos zu Lasten anderer verläuft
Sich den Launen der Natur mutig
Entgegenstellen wird schnell feige
Wenn es zu Lasten Dritter geschieht
Natur kennt keine Moral sie ist
Wirklich moralisch und mutig ist
Wer Handlung und Folgen alleine
Trägt statt im nächsten Hafen nur
Bequem die Verantwortung abzuladen
jens tuengerthal 16.012019ä
Gute Menschen
Gute Deutsche retten Flüchtlinge
Mit eigenen Booten im Mittelmeer
Und wollen sie an Anrainer abgeben
Die nichts weniger gern haben
Ist gut wer anderen seine Güte
Als Geschenk mit Folgekosten
Aufdrängt und Bewunderung
Erwartet als nun guter Mensch
Vorauseilender Gehorsam des
Historisch schlechten Gewissens
Wird zur europäischen Belastung
Wenn er moralisch argumentiert
Was ein guter Mensch ist
Beurteilt jeder anders
Beschränkter Horizont
Ist auf allen Seiten gefährlich
So werden manchen Anrainern
Des Mittelmeers gute Deutsche
Als horror teutonicus erscheinen
Die blind das Unglück verursachen
Dies sensibel wahrzunehmen heißt
Nicht ungefragt den Retter zu spielen
Der manche zur Flucht erst motiviert
Weil Verantwortung Bescheidenheit heißt
jens tuengerthal 16.01.2019
Sozialismuus
Das Gedenken an Terroristen
Unterscheidet sich nach ihrem
Politischen Ziel und Erfolg sehr
Linke werden dabei gern verklärt
Was Sozialismus sei ist so strittig
Wie der richtige Weg dahin so ist
Sogar manchen Demokraten dieser
Noch ein erstrebtes hehres Ziel
Hörte etwa Thierse darüber reden
Als sei er nicht ganz bei Verstand
Hätte aus der Geschichte nichts
Gelernt beim Missbrauch der Worte
Real existierend war er nie anderes
Als totalitär und eine Diktatur die
Menschenrechte missachtete um
Dem hehren Ziel näher zu kommen
Es gibt keinen guten Sozialismus
So wenig wie eine gute Diktatur
Des Proletariats noch je existierte
Immer steckt darin auch Zwang
Dieser wird nicht dadurch legitimiert
Dass er sich gegen ungerechte Folgen
Des Kapitalismus am Markt wendet
Unfreiheit hat nie eine Legitimation
Der Geist des Sozialismus ist totalitär
Auch wenn er demokratisch daherkommt
Will er Umverteilung und Veränderung
Der Bedingungen für sein hehres Ideal
Die Sozialdemokratie hat dabei den
Sozialismus am bürgerlichsten noch
Gebändigt jedoch ohne ihn aufzugeben
Im Untergrund gärt das Totalitäre weiter
Egal aus welchem Brei ich ihn koche
Der Sozialismus ist notwendig totalitär
Gegenüber den Eigentumsverhältnissen
Also der Basis menschlicher Freiheit
Künstler und Bohémians verklären gern
Den Sozialismus und verschwistern sich
Mit diesem totalitären Denken bis heute
Welch unheilvolle Allianz gegen Freiheit
Auch die Feststellung die Verhältnisse
Seien ungerecht und wirkten totalitär
Legitimiert damit keinen Zwang also
Gewalt gegen bestehende Verhältnisse
Dieser unterschiedliche Begriff von
Freiheit zieht sich durch die Geschichte
Zeit ihn verantwortlich zu nutzen den
Sozialismus als Gegner zu erkennen
Es ist das marxsche Dogma immer
Das den Sozialismus lang verklärte
Als sei dieser nicht logisch totalitär
Was jeden Liberalen zum Gegner macht
Wer also notfalls auch mit Gewalt für
Die Einführung des Sozialismus kämpft
Ist ein Terrorist im freiheitlichen Sinne
So sollte er auch behandelt werden
Dass die Bundesrepublik damit 1990
Millionen vorher Terroristen aufnahm
Ohne zu resozialisieren oder nur zu
Integrieren zeigt heute seine Folgen
Traue jedem Menschen zu sich zu
Ändern in seiner politischen Meinung
Bloße Toleranz des Totalitären genügt
Zur Verteidigung der Freiheit nicht
Sprecht es endlich deutlich aus
Der Sozialismus ist niemals eine
Menschliche Alternative zum oft
Asozialen Verhalten vieler am Markt
Nur wer Freiheit und Demokratie
Lautstark verteidigt ist ihrer würdig
Wobei die Haltung alleine dabei zählt
Nicht der Lärm den wer dabei macht
So wird Luxemburg und Liebknecht
Heute noch gedacht als seien beide
Opfer staatlichen Terrors gewesen
Nicht Täter sozialistischen Terrors
Historisch begann dieser Terror auch
Unter dem Namen Terreur von links
Als sich totalitäre Denker erstmals
Im Namen Rousseaus Staat nannten
Die schleichende Relativierung des
Immer staatlichen Terrors unter der
Herrschaft von Sozialisten birgt die
Gefahr der populistischen Verführung
Der nationale sozialistische Aufbruch
Von Wagenknecht und Lafontaine
Steht in dieser gefährlichen Tradition
Die den Populismus nutzbar macht
Aus dem Brei des Sozialismus wird
Keine klare Brühe je gekocht werden
Immer bleibt der trübe Vorrang dabei
Der Eigentum vor Freiheit noch stellt
jens tuengerthal 16.01.2019
Brightside
Some things in life are bad,
They can really make you mad,
Other things just make you swear and curse,
When you're chewing life's gristle,
Don't grumble,
Give a whistle
And this'll help things turn out for the best.
And...
Always look on the bright side of life.
[whistle]
Always look on the light side of life.
[whistle]
[Eric Idle]
Und wenn du mal eine Abstimmung
Richtig hoch verlierst dann sei nicht
Traurig sondern schau nach vorne
Es könnte ja viel schlimmer kommen
Und wenn dich alle deine Getreuen
Verlassen haben in größter Not
Du alles umsonst getan hast dann
Sei nicht traurig es ist nicht zu spät
Und wenn du nicht mehr weiter weißt
Was du jetzt noch retten kannst dann
Sei nicht traurig die anderen wissen
Auch noch nicht wie es weiter geht
Und wenn ohne eine Entscheidung
Nun das große Chaos droht dann
Bleib ganz gelassen und tu nichts
Es könnte dann nichts passieren
Und wenn dein Land nicht weiß wie
Es nun weitergehen soll dann schau
Nach vorn es könnte schlimmer sein
Wenn ihr nichts tut passiert auch nichts
Oh Britannien wenn du nur sicher weißt
Was du alles nichts willst dann warte ab
Mach einfach gar nichts mehr dann wird
Sich auch in Zukunfts nichts verändern
Nach großen Niederlagen ist es besser
Sich viel Zeit zu lassen und abzuwarten
Wer nichts tut verliert auch nicht mehr
Dann bleibt einfach alles so wie es ist
Bedenke bei all dem immer auch
Europa kennt keine Nationen mehr
Was diese einst gewesen ist nicht mehr
Europa einig steigt noch viel höher
Wie es nun auch kommt sei dir sicher:
When Britain first, at Heav’n’s command,
Arose from out the azure main,
This was the charter of the land,
And guardian angels sang this strain:
|:Rule, Britannia! Britannia rule the waves;
Britons never will be slaves.:|
The nations not so blest as thee,
Must in their turns to tyrants fall;
While thou shalt flourish great and free,
The dread and envy of them all.
jens tuengerthal 16.01.2019
Dienstag, 15. Januar 2019
Liebeshysterie
Es gibt so Situationen im Leben
Zwischen zwei Menschen die
Können nur im Konflikt enden
Hypothetische Unterstellungen etwa
Was wäre wenn ich etwa sagt eine
Mit einem anderen rummachte
Würde dich das stören und du weißt
Egal was du jetzt sagst es ist falsch
Entweder du lügst dich an oder sie
Auch wenn du dich dem verweigerst
Wird es dir logisch als Lüge ausgelegt
Es gibt da kein Entkommen mehr
Also druckst du ein wenig rum
Um nicht unehrlich zu sein
Daraufhin wird dir unterstellt
Was du weder gesagt noch gewollt
Dann bist du mitten in der schönsten
Liebeshysterie aus der es kein Entkommen
Mittels der Vernunft mehr gibt was dich
Regelmäßig daran verzweifeln lässt
Jede Bemerkung steigert dann die Hysterie
Die böseste Vorahnungen des anderen
Nur noch bestätigt warum sich bedeckt
Dabei halten keinesfalls weiterhilft
Trotzdem musst du den Grund verteidigen
Auf dem du stehst und der dich ausmacht
Weil der andere zum Staatsanwalt wird
Dem alles von dir verdächtig erscheint
Es sind diese Tage die mich denken lassen
Manches ist alleine doch leichter im Leben
Wenn keine hysterischen Weiber dich für
Nichts ohne Grund aus Laune verdächtigen
Manchmal frage ich mich dann ob es auch
Einen vernünftigen Weg aus solchen Krisen gibt
Die immer gleich eskalieren nach Drehbuch
Als bräuchte einer diesen Wahnsinn
Vermutlich ist es eben so in der Liebe
Wenn es wirklich Liebe ist dass auch
Die Vernunft nichts vernünftiges mehr
Zu sagen hat zum ganzen Chaos
Irgendwann ist dann alles wieder gut
Beide verzeihen sich alles und dafür
Schwören sie einander Liebe für immer
Am schönsten wird der Versöhnungssex
Wäre es nicht immer das gleiche könnte es
Ein Trick der Natur vielleicht noch sein
Aber so verstehe ich den Unsinn nicht mehr
Lasse es laufen und warte was passiert
jens tuengerthal 15.01.2019
Unwortindustrie
Die Wahl zum Unwort
Des Jahres ist politisch
Daher sprachlich eher
Inzwischen völlig irrelevant
Anti-Abschiebe-Industrie
Ist schon ganz schön hässlich
Aber harmlos verglichen mit
Worten am radikalen Rand
Daneben kamen Ankerzentrum wie
Menschenrechts-Fundamentalismus
Was beides im Diskurs deutlich links
Der Mitte damit Position bezieht
Ist das sinnvoll und trägt es irgend
Zum Zusammenhalt der Gesellschaft
Bei sofern stigmatisiert wird statt
Sachlich Probleme zu diskutieren
Warum ist es nicht fragwürdig wenn
Deutsche Menschen im Mittelmeer
Retten wollen die sie damit aber erst
Zum riskanten Aufbruch motivieren
Ist es gut wenn ein Teil der Gesellschaft
Die Sorgen des anderen Teiles ignoriert
Gar als unmenschlich rechts bloß abtut
Statt Kompromisse für alle zu finden
Die Wahl der Unworte bezieht Position
Macht das Gremium zu Gutmenschen
Ohne den demokratischen Diskurs damit
Irgend konstruktiv zu fördern
Es ist in Ordnung eine Position zu haben
Doch wenn eine Sprachakademie sich
Im parteilichen Diskurs politisch positioniert
Entwertet sie sich damit als Institution
Es gäbe genug Unworte jenseits des
Demokratischen Konsens die besser
Für einen Konsens der Ablehnung
Stünden als diese Vereinfachung
Keine gute Wahl die lediglich belegt
Kultur gibt sich gerne eher links statt
Gesamtgesellschaftlich Verantwortung
Für die gemeinsame Zukunft zu zeigen
jens tuengerthal 15.01.2019
Prüffall
Der AfD wird zum Prüffall
Für den Verfassungsschutz
Was noch nichts dazu sagt
Nur dass dieser nun aufpasst
Wer dazu vorschnell urteilt
Versteht den Rechtsstaat nicht
Der prüft rechtmäßig in Ruhe
Warten wir also lieber ab
Am spannendsten wird noch
Die Finanzierung und Moskau
Wer Behörden für abhängig hielt
Wird ohnehin kein Ergebnis glauben
Eine Überprüfung der Linken wie
Kontrolle radikaler Flügel beider
Politischer Lager stärkte sicher
Die Demokratie mehr als ohne
Wer an den Rändern hinschaut
Wird manches entdecken was
Agitatoren lieber verschwiegen
Gerechtigkeit fördert Verständnis
jens tuengerthal 15.01.2019
Rosaluxus
Rosa Luxemburg ist eine Ikone
Mir zuwider wie alle Heiligenbilder
Mit der diese Zitiermaschine heut
Von Osten her den Geist verklebt
Widerlicher nur ist Ernst Thälmann
Der als Opfer zur Kultfigur wurde
Die eigene Unfähigkeit verdeckte
Obwohl den nicht mal Stalin wollte
Die Zuschreibung von Zitaten als
Identitätskleister ist so willkürlich
Wie die übrige Heiligenanbetung
Einer linken Gallionsfigur heute
Die SED Nachfolgerin die sich
Heute global gleich Linke nannte
Vereinnahmt diese Kultdigur für sich
Wie der Vatikan die Jungfrau Maria
Am Attentat von Stauffenberg gab es
In der späten BRD bis vor der Wende
Keinen Zweifel mehr auch weil es
Millionen Menschen gerettet hätte
Der Tod der linken Agitatorin mit ihrem
Kumpanen oder lieben Knecht dem Karl
Ersparte der jungen Republik viel Ärger
Auch wenn er sie leider nicht rettete
Der Kampf gegen den Terrorismus ist
Weitgehend Konsens solange dieser
Böse und islamistisch ist dagegen
Bei linken Ikonen zumindest umstritten
Heute marschieren Linke gemeinsam
Zur DDR Gedenkstätte am Friedhof
Der sozialistischen Märtyrer nachdem
Die Kinder zur Privatschule gebracht
Ihre Geländewagen stellen sie lieber
Mit Abstand zur sozialistischen Kathedrale
Natürlich am Rosa-Luxemburg-Platz hier
Die sich nicht mal mehr Kaderzentrale nennt
Wer im Osten lebt und Kultur macht
Muss mutig sein die heilige Rosa
Täterin zu nennen statt sie anzubeten
Diesen James Dean intoleranter Linker
Sie ist ein Superstar des Marxismus
Eine hochintelligente polnische Jüdin
Aber auch eine intolerante Fanatikerin
Die das System mit Gewalt bekämpfte
Ihr Spartakusbund wollte den Umsturz
Erstrebte die Revolution wie in Russland
Sie war Kommunistin nicht Demokratin
Ein Feind der jungen Republik sicher
Solche nennen wir Terroristen gewöhnlich
Wo nicht braucht es gute Rechtfertigung
Der Spartakusaufstand ist das Gegenteil
War ihre Tötung Mord oder Nothilfe
Zu Gunsten der gefährdeten Republik
Griffen Freikorps die Brandstifter an
Was nicht nett aber wirkungsvoll war
Für Demokratie und Freiheit
Das spätere Scheitern von Weimar
An rechten wie linken Radikalen
Bestätigt vorige Vorsicht zu gut
Besser hätte wer Hitler erschossen
jens tuengerthal 15.01.2019
Amipeinlich
Ist Trump nur ein peinlicher Ami
Der alle schlechten Klischees
In einer Person erfüllt wie ihn
Alle kultivierten Menschen sehen
Ob er nun Burger Pommes Pizza
An Sportler servieren lässt oder
Sein peinliches Schlafzimmer zeigt
Pornostars über sich reden lässt
Alles erfüllt das Klischee de peinlichen
Neureichen dem jeder Stil fehlt von
Bildung ganz zu schweigen die Trump
Hauptberuflich fernseher ohnehin leugnet
Ist dieser peinlich unkultivierte Ami
Der typische Repräsentant immer noch
Einer amerikanischen Mehrheit oder
Nur letzter einer aussterbenden Minderheit
Widersprüchliche Aussagen noch dazu
Für Millionen via Twitter kommuniziert
Lassen sehr menschlich scheinen was
Politisch kopfschüttelnd untragbar ist
Es ist leicht nun als Europäer einfach
Sich innerlich vom peinlichen Ami
Abzuwenden der die Welt nicht versteht
Blamabel ungebildet sich wieder zeigt
Sein kleinlich rachsüchtiger Spott über
Den Amazon Jeff und dessen Scheidung
Könnte ihn bitter selbst noch treffen
Hoffen alle gerechten Menschen insgeheim
Doch leider hat dieser peinliche Typ
Eine nicht geringe Menge der Bürger
Amerikas noch immer hinter sich
Spaltet sein Land täglich weiter
Was wird bleiben von dieser Gestalt
Des peinlichen Neureichen der sich
Für alle kultivierten Menschen blamiert
Um Zustimmung der Mehrheit willen
Die Mehrheit schaut auch hier Trash-TV
Hat wenig oder keine Bildung dennoch
Stimme und Wahlrecht wie jeder andere
Zum Glück fehlen noch die Populisten
Peinlich verbittert hetzende AfDler
Geben nur Verlierern eine Identität
Dieser peinliche Ami erreicht viele
Die so schlicht wie er noch ticken
Europäische intellektuelle Arroganz
Gegenüber der Mehrheit ungebildeter
Amis ist unangebracht denn hier ist es
Nicht wirklich besser in der Masse
In Polen Ungarn und Italien regieren
Längst die Populisten in Frankreich
Stehen sie egoistisch revolutionär
Mit Gelbwesten auf den Straßen
Der Populismus funktioniert wieder
Weil er den groben Ton der Masse
Wiedergibt die sich gern an Vorbildern
Auf ihrem Niveau bloß orientiert
Ob darum die Demokratie untauglich
Es mehr Führung durch Eliten bedarf
Oder schlicht nur mehr Bildung um
Den Erfolg der Trumps zu verhindern
Schnelle Antworten sind gefährlich
Nachdenken dringend erforderlich
Wollen wir Mehrheiten oder Vernunft
Schießt sich dies wirklich aus
jens tuengerthal 15.01.2019
Montag, 14. Januar 2019
Integrationsweltmeister
Berlin ist arm aber chaotisch
Ob das noch sexy ist kann
Egal sein weil es darum geht
Was Berlin kann nicht ob noch
Wir sind Integrationsweltmeister
Stolz darauf bunt zu sein dabei
Sogar Ost und West in einem
Was doch so gar nicht passt
Da könnten alle was lernen
Erzählen wir den Kleinstädten
Sonst im weiten Land gerne
Stolz auf ich weiß nicht was
Zumindest ist der Himmel just blau
Warum diese Dichtung hier endet
Frische Stadtluft hat stets Vorrang
Vor irgendwelchem Genörgel
jens tuengerthal 14.01.2019
Bayernsoli
Die Bayern brauchen Hilfe
Ein Teil versinkt im Schnee
Den anderen regiert Söder
Und Seehofer kommt noch
Um innenministerlich mal
Nicht mehr landesväterlich
Nach den Rechten zu schauen
Dabei nicht mal Tabellenführer
In verschneiter Winterpause
Lawinen aller Orten außer
In Franken was länger noch
Preußisch war als blauweiß
Erklärt sich Berlin solidarisch
Gibt einem Meter Schnee Asyl
Ungeprüft über offene Grenzen
Wie es im Himmel halt so zieht
Da beginnt es hier zu schneien
Was echte Solidarität wohl zeigt
Sollte es noch weiter schneien
Nehmen wir auch Kinder auf
Aus dort geschlossenen Schulen
In hier Schulen mit vielen Migranten
Da macht es nichts wenn keiner
So richtig hochdeutsch kann
Wir nehmen sogar welche auf
Die trotz Schnee noch katholisch
Minderheiten integrieren können wir
Reden nur nicht viel drüber
Wir machen es lieber
In Berlin zeitweise weiß herrscht
Kein schwarz-weiß Denken
In alter preußischer Manier
jens tuengerthal 14.01.2019
Dunkelseite
Wenn jeder ein Mond wäre
Wie Mark Twain einst meinte
Seine dunkle Seite niemand
Zu zeigen bliebe viel offen
Was sich um mich und sich
Dauernd dreht wird aber
Auch von hinten nicht anders
Als von vorne genommen
Dunkle Seiten sind überhaupt
Stets eine Frage der Beleuchtung
Erleuchtet wirkt nur was angesehen
Abseitiges munkelt gern im Dunkeln
So ist der größte Teil des Universums
Uns unsichtbar und daher abseitig
Fraglich nur wer wessen dunkle Seite
Aus solch relativer Sicht wirklich ist
Wenn hell und dunkel allein eine
Frage der Beleuchtung wären
Überwögen Äußerlichkeiten bei der
Bewertung des wirklichen Wesens
jens tuengerthal 14.01.2019
Brexitexit
Kurz vor der Abstimmung
Zeigt May nochmal Gesicht
Gibt die Richtung indirekt vor
Die einen Brexit verhindert
Wenn kein Brexit sicherer ist
Als ein ungeregelter Brexit
Warum sollte irgendwer noch
Für den schlechteren stimmen
Der scheinbar verzweifelte Appell
An die Sturköpfe der eigenen Partei
Öffnet das Tor eher für die Vernunft
Vor dem Chaos kommt nichts mehr
Überflüssige Verhandlungen finden
Ein Ende aus Angst vor dem Chaos
Am Ende passiert einfach gar nichts
Was der EuGH schon absegnete
Das schlimmste was passieren kann
Ist wenn nun Gegner und Befürworter
Zustimmen weil sie denken es will ja
Ohnehin eine Mehrheit keinesfalls
Plötzlich ginge es wie beim Brexit
Wo sich ein Premier so verzockte
Dass es ihn Amt und Ehre kostete
Und es passierte was keiner wollte
jens tuengerthal 14.01.2019
Reformationsaufklärung
Zeigte sich im Barock in dem
Der Geist der Aufklärung nüchtern
Im Gegensatz zur Mode stand
Während offizielle Politik noch
Am Glauben staatlich fest hielt
Wie er im westfälischen Frieden
Seine gültige Verbreitung fand
Wandten sich freie Geister längst
Von der offiziellen Lehre wieder ab
Auch wenn sie höfische Moden trugen
Gar dort verkehrten wie die Pompadour
Jene verkehrte ja in jedem Sinne
Mit beiden Seiten und rettete wohl
Das Projekt der Enzyklopädie vorm
Dunklen Einfluss der Jesuiten dort
Stärker noch wird der Gegensatz
Von der radikalen Aufklärung die
Überall in Europa Zuspruch fand
Zum vorherigen Glaubenskrieg
Dreißig Jahre wütete im Reich
Der Krieg um den rechten Glauben
Wie Herrschaft und Macht die damit
In großen Teilen verbunden war
In dieser Zeit als ein großer Keppler
Sowohl Astronom wie Astrologe war
Der Aberglaube noch stärker war als
Die noch vorsichtige erste Vernunft
Hatte zu Beginn der Glaubenskriege
In Frankreich noch ein kluger Kopf
Wie Michel de Montaigne den König
Beraten endete diese mit Henry IV.
Herrschende Kardinäle und Könige
Später vertrieben die Hugenotten
Die das schwache Preußen das vom
Krieg gebeutelt war stark machten
Die Aufhebung des Toleranzediktes
Von Nantes durch Ludwig XIV. fiel
Schon in die beginnende Aufklärung
War aber Ergebnis der Gegenreformation
Im deutschen Reich gab es wohl einige
Freie Geister schon in der Renaissance
Doch die Reformation und der Kampf um sie
Beendete hier die Renaissance vorab
Die Auswirkungen des langen Krieges
Um den rechten Glauben hatten Reich
Wie Bürger völlig erschöpft was einen
Flickenteppich der Toleranz erlaubte
Hier dachte ein Friedrich II. von Preußen
Als Kronprinz noch radikal atheistisch
Korrespondierte mit Voltaire und Diderot
Gewährte relativ große Glaubensfreiheit
Während der große Kurfürst noch aus
Ostpreußen in die vom Krieg zerstörte
Mark zurückkehrte erbte sein Urenkel
Ein gesundes Land mit großer Armee
Der Gegensatz zwischen dem Geist
Der Aufklärung und dem Krieg der
Kaum hundert Jahre davor endete
Könnte größer kaum denkbar sein
Ein Gryphius dichtete noch alles ist eitel
Über das Sterben und den Tod im Land
Geprägt von Elend und Seuchen wie den
Düsteren barocken Vanitas-Gedanken
Lessing im späten Nathan predigte die
Toleranz verlegt in die Zeit der totalen
Intoleranz während der Kreuzzüge im
Für die Aufklärer so dunklen Mittelalter
Dort insbesondere gab er seinem Freund
Dem Juden Moses Mendelssohn die Gestalt
Des weisen Nathan auch wenn die Juden
Im Preußen Friedrichs II. noch nicht frei waren
Große Geister wie Descartes Hobbes und Spinoza
Bildeten den geistigen Auftakt für die Aufklärung
Ihnen folgten in Frankreich und Deutschland noch
Andere freie Geister weit vor der Gesellschaft
Bovier de Fontenelle und der Abbé de Saint-Pierre
Bayle Montesquieu Freret und der atheistische
Pfarrer Meslier begannen mit der Aufklärung
Vorsichtig im Frankreich Ludwigs XIV.
Thomasius von Wolff Leibnitz Edelmann und
Pufendorf bildeten mit Naturrecht und freien
Gedanken den Auftakt im Deutschen Reich
Um nur die Bekanntesten hier zu nennen
Gerade von Pufendorf mit seiner Lehre vom
Vernunftrecht und dem Naturrecht war noch
Während des Dreißigjährigen Krieges geboren
Beendete die Schule zwei Jahre danach erst
Pufendorf hatte dem Wunsch des Vaters
Gemäß Theologie in Jena studieren sollen
Wechselte jedoch empört über den dort
Starrsinn der Theologen zur Jurispudenz
Später als Professor in Heidelberg bekam er
Durch scharfe Kritik an der Reichsverfassung
Probleme mit seinen Kollegen woraufhin er
Nach Lund in Schweden als Professor ging
Dort schrieb er seine Naturrechtslehre die
Erst 30 Jahre später in Deutschland erschien
Sprach sich für religiöse Toleranz wie die
Trennung von Philosophie und Theologie aus
Die große Toleranz brachte ihm im streng
Lutherischen Schweden neue Anfeindungen
Worauf er schließlich 1688 gen Berlin ging
Wo er von Schweden geadelt verstarb
Der Geist religiöser Toleranz in der
Frühen Aufklärung und ihrem teilweise
Für ihre Zeit noch zu radikalen Denken
Religiöser Toleranz zeugt von der Dialektik
Ein Pfarrerssohn der noch im Krieg geboren
Wendet sich von der zu starren Theologie ab
Um ein neues Naturrecht später zu schreiben
Was die Philosophie der Aufklärung prägte
Das säkulare Naturrecht als ein Vernunftrecht
War seiner Zeit noch in vielem voraus prägte
Aber die nachfolgende Aufklärung und sollte
Für das heutige laizistische Europa Pate stehen
Es gäbe noch manche große Köpfe zu nennen
Die der Aufklärung ihre Flügel später gaben
Doch soll diese eine Brückengestalt genügen
Gegensatz und Übergang der Zeiten zu zeigen
In der Auseinandersetzung mit dem radikalen Islam
Steht Europa immer wieder vor ähnlichen Fragen
Wie die um die es zwischen Renaissance und
Aufklärung selbst blutig und lange kämpfte
Pufendorf war noch kein Aufklärer und glaubte
Sein Naturrecht habe seinen Ursprung in Gott
Bewährte sich als Lutheraner unter Calvinisten
Die von Berlin aus in Brandenburg regierten
Vor allem hatten seine Ideen später großen
Einfluss auf die amerikanische Verfassung
Deren Geist der Toleranz und Freiheit gerade
Durch intolerante Kräfte gefährdet ist
So sehen wir die Brücken zwischen Zeiten
Als Schlüssel zum Verständnis des Denkens
Wie späterer Reaktionen auf diesen Geist
Der aufklärerisch war ohne sich so zu nennen
In Deutschland wurde dieser Geist erst stark
Als das vorher Reich nicht mehr bestand
Wurde im 19. Jahrhundert diskutiert in der
Romantik die in Dialektik zur Aufklärung steht
Während die französische Revolution noch
Am Ende des Zeitalters der Aufklärung vom
Geist der Aufklärung getragen ist ihr Scheitern
Im Terreur vom intoleranten Geist Rousseaus geprägt
Die unvollendete Renaissance die sodann in der
Intoleranz der Reformation erstickt wurde fand
In Deutschland erst mit der Aufklärung statt vor
Der Denker wie Pufendorf richtige Schlüsse zogen
Nicht in Frankreich sondern erst in England wurde
Ein toleranter Renaissance Denker wie Montaigne
Anerkannt während ein Pufendorf nach Schweden
Floh von wo es ihn schließlich nach Berlin trieb
Preußen und Berlin hatten sich nach der Aufhebung
Des Ediktes von Nantes tolerant gezeigt gegenüber
Glaubensflüchtlingen aus Frankreich was wiederum
Dem Lutheraner Pufendorf bestoch dort zu bleiben
Dies obwohl ihn noch der schwedische König zum
Freiherren gemacht hatte was noch vom Geist des
Absolutismus eher getragen war als der Toleranz
Die seinen Geist in den USA Wurzeln schlagen ließ
Der freiheitliche Geist der Aufklärung der am Ende
Aus vielen ökonomischen Gründen sicher auch
In der Revolution in Frankreich gipfelte hat seine
Wurzeln in einem Lutheraner aus dem Barock
Die Aufklärung kam auf noch im Zeitalter des
Absolutismus kann als Reaktion gesehen werden
Wie als Lehre aus der Intoleranz von 1618-1648
Die frühen Aufklärern noch in Erinnerung war
Der Dogmatismus der Revolution erschreckte viele
Nicht nur Goethe wandte sich voll Grausen ab
Was er zu Valmy noch für eine neue Epoche hielt
Die er mit Napoleon später wieder bewunderte
Enger Geist der Intoleranz wie er dem Wesen
Des zu dieser Zeit hochgejubelten Denkers
Rousseau entsprach ließ den ersten Versuch
Scheitern sich als Volk die Macht zu nehmen
Deutschlands später verpasste Revolution
Trotz großer Geister in der Paulskirche lag
An der Angst vor der Intoleranz genauso
Wie der dialektischen Gegenströmung
Geschichte scheint mit Abstand zyklischer
In ihren Bewegungen als sie vielen der
Teilnehmer in ihrer Zeit schon erscheint
Wie wird wohl meine Zeit einmal gesehen
jens tuengerthal 14.01.2019
Sonntag, 13. Januar 2019
Antiwas
Lese im Deutschlandfunk
Von vielen antisemitischen
Vorfällen hier in Berlin was
Gleich seltsam erschien
Es gibt hier einzelne Fälle
Mehr als vor einigen Jahren
Doch gemessen an der Zahl
Potentieller Judenhasser wenig
Sicher ist jeder Fall einer zu viel
Doch wer nicht differenziert hat
Keine Aussage sondern Propaganda
Die nie der Aufklärung dient
Das jüdische Opfer wurde am
S-Bahnhof Wannsee noch dazu
Also eher einer noblen Gegend
Auf hebräisch angegriffen
Wer aber spricht hebräisch hier
Einige Theologen wenige Linguisten
Nur liturgisch tätige Juden sicher
Was beim Kippaträger anzunehmen ist
Vielleicht sprechen Ivrit noch einige
In Israel gut integrierte Palästinenser
Aber es bleibt doch wohl die Ausnahme
Dass Araber jüdisch sakrale Sprache nutzen
Im übrigen sind beide wenn Semiten
Der Angriff war also nicht antisemitisch
Sondern wenn antijüdisch falls nicht
Der Angreifer selbst ein Jude war
Auch Juden streiten sich unter sich
Da muss kein Staatsschutz ermitteln
Sensibilität und Achtsamkeit sind gut
Hysterie über Antisemitismus weniger
jens tuengerthal 13.01.2019
Sonntagssex
Der Sonntag ist der siebte Tag
Hier sollen wir ruhen sagten
Die Götter einst ihren Gläubigen
Damit sie in die Kirche laufen
Ruhe Sonntags gerne wirklich
Verlasse nicht mal das Haus
Bewege nur mein Becken
Dafür ausgiebiger noch
Wenn etwas erfundene Götter
Ehrte wie ihre evolutionäre Schöpfung
Dann ist es genüsslicher Sex
Der uns voller Liebe vereint
Sex habe ich auch allein und
Einzig mit der Frau in meinem
Bett der schönsten Göttin wie
Schon ausgiebig beschrieben
So gesehen betreibe ich auch
Eine Art Gottesdienst mit meiner
Göttin wenn ich sie überall verwöhne
Bete ich ihren Venushügel dabei an
Sollen die Gläubigen doch laufen
Sich zum Gottesdienst versammeln
Hier läuft die Messe eher horizontal
Bete als Perlentaucher ihre Mitte an
Sünde sei das meinen wohl Gläubige
Den Tag des Herrn mit Sex verbringen
Wüsste für den Unsinn keine Gründe
Was der Natur dient ist natürlich gut
jens tuengerthal 13.01.2019
GorchFuck
Das Segelschulschiff der Marine
Macht mächtig Ärger für nichts
Sie wird zur Elbphilharmonie der
Smarten Verteidigungsministerin
Wie beim Berliner Flughafen oder
Dem unterirdischen schwäbischen
Bahnhof genannt einst Stuttgart 21
War die Fehlkalkulation erwartbar
Der Staat von Unternehmensberatern
Untauglich kurzsichtig beraten steht
Sich wieder selbst bei Großprojekten
Langfristig wie nachhaltig im Weg
Ein Staat ist genau kein Unternehmer
Soll nicht Gewinn bringen sondern nur
Ordnungsgemäß seine Kosten decken
Nicht mit der Wirtschaft konkurrieren
Wenn im Ministerium keine böse Intrige
Gegen von der Leyen initiiert wurde ist
Was um die Gorch Fock passierte nicht
Inkompetenz sondern bloß Konsequenz
Gegen die Intrige spricht dass sie alle
Beteiligten zuerst trifft und ungewiss
Nur die leitende Ministerin irgendwann
Dabei wäre einfache Kalkulation möglich
Die Tarnung des haushälterischen Tuns
Mit scheinbar ökonomischen Parametern
Ändert nichts daran hier handelt der Staat
Dem Gebot der Sparsamkeit gehorchend
Im Unterschied zur Wirtschaft aber haftet
Keiner persönlich für verspielte Gelder
Dafür kontrolliert mit seiner Karriere
Wenn die Kosten aus dem Ruder laufen
Um dem immer Gebot der Sparsamkeit
Bei der Ausgabe von Bürgergeld noch
Zu genügen werden Kosten gedrückt
Auch leichtsinnig in der Hypothese
Die Folge erleben wir beim Segelschulschiff
Beim Flughafen Berlin wie bei Stuttgart 21
Darüber lachten wir bei der Elbphilarmonie
Des jetzt Finanzministers ohne Senkung
Das immer gleiche Drama der Kosten
Gedrückt um der Genehmigung willen
Gesetzt auf spätere Rechtfertigung bei
Verantwortung nicht mehr zuständiger
Die öffentlich-private Partnerschaft führt
In einen sozialdemokratischen Sumpf
Aus Bestechlichkeit und Abhängigkeit
In dem sich keiner traut zu sagen was ist
Deutschland braucht ein Segelschulschiff
Wenn das alte nun 60 Jahre gedient hat
Wird eben offen neu kalkuliert statt wieder
Halbe Sachen unklar irgendwie zu mogeln
Dafür ist kein einzelner Schuldiger allein
Verantwortlich sondern es krankt das System
In dem so etwas möglich und nötig ist
Durch Herrschaft der Unternehmensberater
Sie gilt es dringend im Staat zu entmachten
Ihr Handeln lässt keinen Gewinn erwarten
Sondern macht Kosten sichtbar unkalkulierbar
Vermischt natürlich getrennte Elemente
Aus dem erwartbaren Drama um die
Gorch Fock könnte endlich gelernt werden
Kalkuliert ehrlich und offen also ohne
Verlogene Unternehmensberater
jens tuengerthal 13.01.2019
Lebenswandel
Bis ich meine Liebste traf
Genauer bis sie mich wählte
Hatte ich einen normal unsteten
Lebenswandel was Frauen betrifft
Seitdem hat sich mein Leben aber
Vollständig gewandelt ohne Zwang
Weil es nichts mehr zu erwarten gibt
Was die eine noch je überträfe
Fand es normal andere Frauen
Zumindest gedanklich zu begehren
Auch wenn ich längst schon wusste
Die meisten lohnen ohnehin nicht
Dachte immer die Monogamie wäre
Eine zwanghafte Erfindung älterer
Moralapostel ohne Sinn für die Lust
Heute weiß ich es ist ganz natürlich
Wenn alles stimmt und dein Sex
Alle Träume noch übertrifft dann
Verlässt dich die scheinbar doch
Nicht natürliche Gier nach anderen
Habe alles und bin völlig zufrieden
Was sie zugegeben nicht immer so
Glaubt wie ich es wirklich meine
Aber was wäre das Leben sonst
So hat sich ohne jeden Plan dazu
Das Leben vollständig gewandelt
Wurde mein Lebenswandel seriös
Als glaubte ich an irgendeine Moral
Treue ist kein hehres Prinzip von
Menschen die sich etwas verklemmen
Sondern jenseits aller höheren Moral
Ein Bedürfnis der zufriedenen Natur
Glücklich ist wer dies erleben darf
Wenn Liebe und Lust so vollkommen
Sich ergänzen dass jedes Bedürfnis
Miteinander vollkommen befriedigt ist
Glaubte als langsam alternder Casanova
Nicht mehr an Märchen von großer Liebe
An die Einmaligkeit der schönsten Lust
Jede Frau hatte irgendwas dachte ich
Doch ohne jede Absicht lernte ich noch
Kurz vor fünfzig von meiner Göttin
Dass sich die Verwandlung des Lebens
Für die eine und einzige mehr als lohnt
Die große Liebe ist die Belohnung für
Welche jede Verwandlung natürlich
Weil wir vollkommen glücklich sind
Wo wir alles einfach in einer haben
jens tuengerthal 12.01.2019
Viele Leben
Franzosen sagen zum Höhepunkt
Kleiner Tod daran gemessen wäre
Die meine fraglos eine Unsterbliche
Die mindestens dreimal so oft stirbt
Unsterbliche aber nennen wir Götter
So hat mich wohl eine Göttin erwischt
An die ich eigentlich gar nicht glaube
Die zu erleben aber göttlich stets ist
Dachte immer ich hätte viele Leben
Obwohl ich sicher keine Katze bin
Sie ist dies zum Glück auch nicht
Aber auch sieben überlebte sie schon
Weiß nicht wieviele Leben sie hat
Die Göttin die ich anbete kann aber
Häufiger als ich glauben konnte
Bei zehn höre ich auf zu zählen
Was meine Unsterbliche aber
Endgültig zur Göttin macht ist
Dabei am Ende noch mit mir
Genau zusammen zu kommen
Das ist sicher übermenschlich
Zumindest kenne ich keine sonst
Warum alles andere dir egal wird
Wenn du solch eine Göttin hast
So schlug ich am Fuß ihres Venushügels
Das Basislager meines Lebens auf
Bin mit ihr gekommen um zu bleiben
Frage mich was andere so machen
jens tuengerthal 12.01.2019
Massagelust
Völlig erschöpft lagst du
Vor mir auf dem Bauch
Du hattest lange gearbeitet
Alles tat dir überall weh
Nicht mal ausgezogen warst du
Du frorst und ich sollte dich nun
Bitte nur massieren bloß kein Sex
Gehorsam begann ich damit
Erst den Rücken unter dem Hemd
Du dirigiertest meine Finger dahin
Wo es am meisten weh tat zuerst
Langsam wanderte ich nun hinab
Als ich fast beim Po angekommen
Wolltest du Nacken und Schultern
Fügte mich deinen Wünschen ganz
Massierte dich beidhändig oben
Irgendwann als du etwas entspanntest
Schicktest du meine Hände wieder runter
Wo ich vorsichtig den Po nun lüftete
Was du entspannt stöhnend zuließt
Doch kenne ich dein Stöhnen zu gut
Da war noch nichts von Lust zu hören
Nur Erschöpfung und Verspannung
Die sich massierend langsam löste
Endlich begannst du zu genießen
Wie ich deinen festen Po knetete
Zwischendurch mit einem Finger
Ein wenig das Terrain erkundete
Nachdem ich die Füße massierte
Sollte ich die Oberschenkel versorgen
Streifte das Zentrum deiner Lust
Sah wie sich die Lippen öffneten
Verweilte dort ein wenig zarter
Strich immer wieder über deine
Lippen mit ihrem feuchten Saum
Nur am Rand wo sie sich wölben
Einmal streifte ich sanft die Mitte
Spürte wie deine Perle verborgen
Noch unter ungeöffneten Lippen
Erwartungsvoll angeschwollen war
Während ich immer zarter massierte
Schliefst du dabei völlig erschöpft ein
Streichelte immer zarter um dein Zentrum
Wollte endlich in die nasse Mitte tauchen
Doch ich hielt mich weiter zurück
Dich nicht zu wecken nur einmal
Glitt mein Finger zwischen die Lippen
Die längst erwartungsvoll offen lagen
Wollte dich keinesfalls wecken
Aber dich im Schlaf befriedigen
Wollte ich doch zu gern um dich
Noch entspannter schlafen zu lassen
Immer schon mochtest du es so sehr
Indirekt gestreichelt zu werden und so
Massierte ich die Lippen zart außen
Während du immer nässer wurdest
Plötzlich spannte sich dein Körper an
Fürchtete schon dich geweckt zu haben
Doch die große Lust kam in deine Träume
Du ließt es fließen ohne die Augen zu öffnen
Leckte meine völlig feuchten Finger
Genüsslich ab nachdem ich zuvor noch
Frischen Venusschaum von deinen Lippen
Als mein amuse gueule gekostet hatte
Du stöhntest leiser nur im Traum ein wenig
Schliefst ungestört befriedigt weiter damit
Dein Dichter darüber schreiben nun kann
Kalt war dir dabei sichtbar auch nicht mehr
jens tuengerthal 12.01.2019
Samstag, 12. Januar 2019
Romantikindustrie
Letzte große einheitliche Epoche
Heißt es von kompetenter Seite
Aber stimmt diese Annahme wirklich
Vieles was die Romantik begann
Wirkte noch später lange nach
Etwa die Innerlichkeit in der
Psychologie eines Sigmund Freud
Es mischten sich verschiedene Stimmungen
Zu einer übergreifenden Idee der Romantik
Die alle Gebiete des Denkens erfasste
Besonders in der Kunst zeigte sich dies
Alle Gattungen der Künste fanden ihre
Besondere romantische Ausprägung die
Vom Schmerz des Untergangs berührt
Leicht ins Tragische auch schwingt
Untergegangen war das alte Reich
Mit dem Reichsdeputationshauptschluss
Nach Napoleons Siegen und weil es reif
Für den Untergang und zerstritten lang war
Ein Reich was sich auf Karl den Großen
Als mit den Franzosen geteilten großen
Reichsgründer noch berief was schon
An ritterlicher Romantik fast genug wäre
Mit der französischen Revolution war auch
Der alte Ständestaat infrage gestellt worden
Was auf ihn folgen sollte war noch unklar
Die Produktionsbedingungen änderten sich
Während England Kontinuität im Königreich
Wahrte wandten sich die Franzosen ab und zu
Haderten die Deutschen vor allem mit sich
Ob sie überhaupt eine Nation seien könnten
Goethe sprach ihnen das Nationale ganz ab
Dennoch wurde er der große Nationaldichter
Was auch an seiner literarischen Größe lag
Aber mehr noch am günstigen Augenblick
Die Romantiker verehrten den alten Goethe
Besuchten und umschwärmten ihn er ließ es
Etwa bei den Brentanos gern geschehen
Wahrte nur innerlich noch viel Abstand
Schiller wurde lauter gegen die Romantik
Diesen emotionalen Ungeist der die große
Freiheit der Klassik und ihre Würde wieder
Unter Glauben verschwinden ließ
Goethes sicher auch persönliche Zuneigung
Mit den Romantikern zu flirten die ihn verehrten
Als Dichter auch des Werther lehnte sehr viel
Des romantischen Geistes kategorisch ab
Die Romantiker kümmerten die vernünftigen
Einwände ihrer Gegner aus der Klassik nicht
Sie waren ja beseelt vom großen Gefühlt
Wie dem Traum ein Genie zu werden
Parallel dazu kamen einige der Vordenker
Von Schelling bis Schlegel lassen wir Hegel
Als fälschlich überbewertet hier bei Seite
Zu naturwissenschaftlichen Erkenntnissen
Dachten die Evolutionstheorie teilweise
Ihrem Ideal der Entwicklung zum Höheren
Folgend in Teilen voraus wenn auch natürlich
Romantisch verklärt und damit vernebelt
Die vernünftigen Ideen der Revolution wie
Menschenrechte Freiheit Gleichheit blieben
Den im nationalen Stolz ohne eine Nation
Dennoch beleidigten Deutschen verschlossen
Sie wandten sich lieber zurück statt nach vorn
Verklärten die Formen des Mittelalter wobei
Sie gleichzeitig dessen Innerlichkeit ablehnten
Lieber echte Erfahrung statt Kontemplation wollten
Nie fühlte ich mich Schiller näher als in meiner
Ablehnung der Romantik die ähnlich wie die
Reformationszeit mehr Schaden verursachte
Als Nutzen brachte für die geistige Entwicklung
Einerseits denke ich und andererseits weiß ich
Ohne den Geist der Romantik hätte es nie
Die große Innerlichkeit der Moderne gegeben
Hätte ein C.G.Jung keinen Grund gehabt
Der protestantische Antipode half den Römern
Wider alle Vernunft weiter zu bestehen weil
Im Kampf gegen den totalen Untergang
Der Mensch riesige Kräfte entwickeln kann
Die Romantiker gingen auch nach Rom
Wurden malend dort grässliche Nazarener
Die christliche Ideen peinlich verklärten
Ohne eine künstlerische Entwicklung
Andererseits steht in dieser Zeit zwischen
Biedermaier und Empire bei den Möbeln
Auch manch revolutionäres und stieg gar
Ein Marx mit seinem Materialismus auf
Es vermischt sich schon in der Romantik
Die dann zu so grässlichen Formen führte
Die im Wilhelminismus Ausdruck fanden
Mit ihren Gegenpolen vereinnahmte sie
Schwer greifbare Innerlichkeit wabert
Bis heute durch viele deutsche Debatten
Die deutsche Sonderrolle prägte noch
Debatten um die Schuld der Weltkriege
So liegt die Romantik in allen Gebieten
Wie ein schwerer lähmender Fluch auf
Dem deutschen Geist der sich ihr als
Letzter großer Gattung willig unterwarf
Die Diskussion um das Deutschtum
Bis in unsere Tage von Osten her
Zeugt vom romantischen Ungeist
Der nur Passsdeutsche diskriminiert
Die Deutschen die nicht mal eine
Nation waren sahen sich gerne als
Anderen Völkern abstammungsmäßig
Wie im tiefsten Innern überlegen an
Ob die Moderne ihr Antipode wurde
Oder schon der Impressionismus
Der aber gerade die Innerlichkeit
Neuer Art beschwor bleibt unklar
Vieles in der Moderne wurde erst
In der Romantik angedacht bevor
Es in der Kunst Ausdruck fand
Der Geist der Romantik lebte
Romantikindustrie
Die deutsche Romantik war die
Letzte große einheitliche Epoche
Heißt es von kompetenter Seite
Aber stimmt diese Annahme wirklich
Vieles was die Romantik begann
Wirkte noch später lange nach
Etwa die Innerlichkeit in der
Psychologie eines Sigmund Freud
Es mischten sich verschiedene Stimmungen
Zu einer übergreifenden Idee der Romantik
Die alle Gebiete des Denkens erfasste
Besonders in der Kunst zeigte sich dies
Alle Gattungen der Künste fanden ihre
Besondere romantische Ausprägung die
Vom Schmerz des Untergangs berührt
Leicht ins Tragische auch schwingt
Untergegangen war das alte Reich
Mit dem Reichsdeputationshauptschluss
Nach Napoleons Siegen und weil es reif
Für den Untergang und zerstritten lang war
Ein Reich was sich auf Karl den Großen
Als mit den Franzosen geteilten großen
Reichsgründer noch berief was schon
An ritterlicher Romantik fast genug wäre
Mit der französischen Revolution war auch
Der alte Ständestaat infrage gestellt worden
Was auf ihn folgen sollte war noch unklar
Die Produktionsbedingungen änderten sich
Während England Kontinuität im Königreich
Wahrte wandten sich die Franzosen ab und zu
Haderten die Deutschen vor allem mit sich
Ob sie überhaupt eine Nation seien könnten
Goethe sprach ihnen das Nationale ganz ab
Dennoch wurde er der große Nationaldichter
Was auch an seiner literarischen Größe lag
Aber mehr noch am günstigen Augenblick
Die Romantiker verehrten den alten Goethe
Besuchten und umschwärmten ihn er ließ es
Etwa bei den Brentanos gern geschehen
Wahrte nur innerlich noch viel Abstand
Schiller wurde lauter gegen die Romantik
Diesen emotionalen Ungeist der die große
Freiheit der Klassik und ihre Würde wieder
Unter Glauben verschwinden ließ
Goethes sicher auch persönliche Zuneigung
Mit den Romantikern zu flirten die ihn verehrten
Als Dichter auch des Werther lehnte sehr viel
Des romantischen Geistes kategorisch ab
Die Romantiker kümmerten die vernünftigen
Einwände ihrer Gegner aus der Klassik nicht
Sie waren ja beseelt vom großen Gefühlt
Wie dem Traum ein Genie zu werden
Parallel dazu kamen einige der Vordenker
Von Schelling bis Schlegel lassen wir Hegel
Als fälschlich überbewertet hier bei Seite
Zu naturwissenschaftlichen Erkenntnissen
Dachten die Evolutionstheorie teilweise
Ihrem Ideal der Entwicklung zum Höheren
Folgend in Teilen voraus wenn auch natürlich
Romantisch verklärt und damit vernebelt
Die vernünftigen Ideen der Revolution wie
Menschenrechte Freiheit Gleichheit blieben
Den im nationalen Stolz ohne eine Nation
Dennoch beleidigten Deutschen verschlossen
Sie wandten sich lieber zurück statt nach vorn
Verklärten die Formen des Mittelalter wobei
Sie gleichzeitig dessen Innerlichkeit ablehnten
Lieber echte Erfahrung statt Kontemplation wollten
Nie fühlte ich mich Schiller näher als in meiner
Ablehnung der Romantik die ähnlich wie die
Reformationszeit mehr Schaden verursachte
Als Nutzen brachte für die geistige Entwicklung
Einerseits denke ich und andererseits weiß ich
Ohne den Geist der Romantik hätte es nie
Die große Innerlichkeit der Moderne gegeben
Hätte ein C.G.Jung keinen Grund gehabt
Der protestantische Antipode half den Römern
Wider alle Vernunft weiter zu bestehen weil
Im Kampf gegen den totalen Untergang
Der Mensch riesige Kräfte entwickeln kann
Die Romantiker gingen auch nach Rom
Wurden malend dort grässliche Nazarener
Die christliche Ideen peinlich verklärten
Ohne eine künstlerische Entwicklung
Andererseits steht in dieser Zeit zwischen
Biedermaier und Empire bei den Möbeln
Auch manch revolutionäres und stieg gar
Ein Marx mit seinem Materialismus auf
Es vermischt sich schon in der Romantik
Die dann zu so grässlichen Formen führte
Die im Wilhelminismus Ausdruck fanden
Mit ihren Gegenpolen vereinnahmte sie
Schwer greifbare Innerlichkeit wabert
Bis heute durch viele deutsche Debatten
Die deutsche Sonderrolle prägte noch
Debatten um die Schuld der Weltkriege
So liegt die Romantik in allen Gebieten
Wie ein schwerer lähmender Fluch auf
Dem deutschen Geist der sich ihr als
Letzter großer Gattung willig unterwarf
Die Diskussion um das Deutschtum
Bis in unsere Tage von Osten her
Zeugt vom romantischen Ungeist
Der nur Passsdeutsche diskriminiert
Die Deutschen die nicht mal eine
Nation waren sahen sich gerne als
Anderen Völkern abstammungsmäßig
Wie im tiefsten Innern überlegen an
Ob die Moderne ihr Antipode wurde
Oder schon der Impressionismus
Der aber gerade die Innerlichkeit
Neuer Art beschwor bleibt unklar
Vieles in der Moderne wurde erst
In der Romantik angedacht bevor
Es in der Kunst Ausdruck fand
Der Geist der Romantik lebte
Einheitlich war dieser Geist nie
Von der schwarzen Romantik
Eines Byron oder Novalis hin
Zu romantischen Liederzyklen
Er forschte als Wissenschaftler
Wie die Grimms mit den Märchen
Wähnte sich wogend wohl weiser
Wie Wagner beim Komponieren
Die Romantik so sehr sie das Genie
Als Gott gewollt zufällig erschienen
Beschwor errichtete eine Industrie
Die ihre Ideen der Masse verkaufte
Es bleiben die Bilder der Epochen
So offensichtlich die Dialektik scheint
Durchbrochen und verschwommen
Auch in den jeweils Teilnehmern
Goethe gab ihr Eckermann gegenüber
Keine Zukunft und fand sie eher geistlos
Ließ sich aber gerne von ihne verehren
Wusste den Starkult lange zu nutzen
In dieser rationalen Effektivität im
Romantischen Dichtergewand ist
Der Titan aus Weimar vielleicht
Doch einmal typisch romantisch
jens tuengerthal 12.01.2019
Liebesstabilität
Welchen Wert hat die Liebe noch
Außer Bedürfnisse zu befriedigen
Nähe und körperliche Befriedigung
Als Grundbedürfnis nach der Natur
Liebe kann viel mehr geben als die
Bekannte Form der Triebbefriedigung
Indem sie uns Stabilität und Dauer
Als sicherstes Glück im Leben schenkt
Sex ist ein kurzes Rennen zumeist
Nach dem Höhepunkt erledigt auch
Wenn zuvor traumhaft wunderbar
Bringt er nur zeitweise Befriedigung
Wollte nie im Leben auf den besten
Sex mit meiner Liebsten verzichten
Doch viel kostbarer noch ist für mich
Das Wissen wir wollen uns ein Leben
Stabilität und Kontinuität geben mir
Das Gefühl unerschöpflicher Kräfte
Wie mich Zweifel daran erschüttern
Weil Gewissheit ein Wert an sich ist
Die Richtige gefunden zu haben
Für immer beieinander zu bleiben
Macht so dankbar und zufrieden
Gewinne dadurch unendlich Energie
Es gibt so viele Dinge die verbinden
Wie genauso viele die trennen könnten
Wenn wir uns nicht entschieden hätten
Für immer zusammenbleiben zu wollen
Die Entscheidung also entscheidet mehr
Als alle Natur je verbindet weil ich es will
Warum der Wille füreinander Leuchtturm
Für mich durch alle Zeiten bleiben soll
Nichts brauche ich mehr zum Glück
Als unsere geteilte Liebesstabilität
Die auch perfekten Sex begründet
Weil manchmal einfach alles passt
Vertrauen auf Kontinuität ist Quelle
Von Ruhe und Kraft mir aus der ich
Beflügelt im Alltag gerne schöpfe
Wie Wissen um ein Gefühl
jens tuengerthal 12.01.2019
Sozialneidwert
Neid ist immer schlecht
Er bedeutet Missgunst
Auf das Glück der anderen
Ohne eigenen Mehrwert
Sozialer Neid wird gern geschürt
Von Verbänden die daran verdienen
Dass dieser ausgeglichen wird
Was noch kein sozialer Wert ist
Argument quasi um die Ecke
Könnte sein dass sie sich opfern
Reiche vom Reichtum zu befreien
Deren Gewissen zu beruhigen
Allerdings sind Gesellschaften stets
Stabiler die relativ ausgeglichen sind
Was ein hoher Wert werden könnte
Sofern Instabilität die Mehrheit bedroht
Ohne stabile Strukturen verliert auch
Reichtum seinen Wert da dafür dann
Sicherheit immer teurer werden wird
Warum Gegensteuern wertvoller ist
Ob die Instabilität aus geschürtem Neid
Resultiert oder andere Ursachen hat
Wird wichtig für nachhaltige Abhilfe
Der Voraussetzung von Stabilität
Viele Dinge sind multikausal immer
Was leicht den Überblick verlieren lässt
Für eigentliche Ursachen und Wirkungen
Vor dieser Situation stehen wir auch hier
Sozialer Neid wird politisch gefördert
Zur Erreichung persönlicher Ziele
Wie im Fall Lafontaine schlicht Rache
Was mit Gerechtigkeit getarnt wird
Der soziale Neid hat keinerlei Wert
Er ist und bleibt im Wesen asozial
Sehen wir von der Verbrüderung ab
Die einen sozialen Kontext schafft
Ohne den sozialen Neid aber
Hätte es keine Revolutionen gegeben
Was die einen als Vorteil sehen während
Andere diese ganz natürlich finden
Natur entwickelt sich stets evolutionär
Damit langsam jeder Revolution fern
Sehen wir von Katastrophen mal ab
Den steten Revolutionen der Natur
Warum soll Neid eigentlich schlecht sein
Wäre hier die nächste logische Frage
Für die christliche Werte keine Antwort sind
Weil Aberglaube kein Teil der Natur ist
Neid macht nie zufrieden oder glücklich
Er steigert nur die Missgunst unendlich
Kann keine Zufriedenheit bescheren
Lohnt sich also vernünftig betrachtet nie
So ergibt die Natur viel besser uns ein
Bedürfnis nach sozial gerechtem Ausgleich
Statt es in politischen Glauben zu kleiden
Geht es um tiefere innere Befriedigung
Daraus ließe sich nun eine neue Steuer
Auf Reichtum ganz leicht ableiten was
Das Gegenteil von Vernunft und Freiheit
Aber gut sozialdemokratisch dafür wäre
Wohin uns am Markt Unvernunft führt
Bezahlen noch viele Generationen an
Zinsen für Schulden ihrer Großeltern
Was weniger Neid als Dummheit belegt
Wir sehen darum einen Staat bestehen
Der den höchsten Überschuss je hatte
Aber keinesfalls Steuern senken will
Aus Angst es würde ungerechter
Wo der Staat aber mehr als 10% erhält
Ist es immer schon zu viel außer es geht
Um konkrete Abgaben für eine Leistung
Aber dieses Bewusstsein fehlt hier völlig
Machen wir uns endlich bewusst dass
Vor rituellen linken Sozialneid nötig wäre
Dem Staat engere Schranken zu weisen
Um die Unzufriedenheit zu begrenzen
Nicht Reichtum und Vermögen machen
Menschen auf Dauer glücklich sondern
Zufriedenheit mit sich und dem Alltag
Bei größtmöglicher Freiheit und Sicherheit
Die soziale Marktwirtschaft war dafür gut
Eine geistige Basis der Freiheit zu schaffen
Nun geht es um das Glück der Zukunft
Was wie immer nur ein Kompromiss wird
jens tuengerthal 12.01.2019
Freitag, 11. Januar 2019
Mittelscheitel
Schaue auf die Liebste vor mir
Mit Mittelscheitel und Maske
Zwei Zöpfe links und rechts
Folge dem Scheitel träumend
Wie ich ihren Hals hinab küsse
Der Wirbelsäule züngelnd folge
Bis zur Fortsetzung des Scheitels
In der mittigen Spalte unten
Lecke ihren wunderbaren Po
Erst außen ihn umrundend
Dann zwischen die festen Backen
Stoße ich lustvoll in seine Mitte
Spüre sie ganz geil schon zucken
Während ich das Loch umkreise
Wird ihr Atem immer schneller
Bis ich die Mitte lustvoll liebkose
Von dort ist es nur ein Sprung
Der Zunge über ihren Damm
Ins andere Zentrum der Lust
Was sich feucht mir eröffnet
Bevor ich ihren Saft koste
Massiere ich noch den Damm
Mit fester Zunge bis sie fast
Überläuft vor unbändiger Lust
Endlich gönne ich mir den Traum
Im gegenüberliegenden Scheitel
Lippen auf Lippen mit der Zunge
Tief lustvoll in ihr zu versinken
So lässt mich der obere Scheitel
Vom unteren träumen wo ich sie
Zum Scheitelpunkt der Lust lecke
Bis wir wieder ganz eins werden
Vorher aber liebkose ich noch
Ausgiebig unter den Enden ihrer
Zöpfe die schönsten Brüste der Welt
Welch Glück von seiner Frau zu träumen
jens tuengerthal 11.01.2019
Schneekatastrophentraum
Zumindest im Süden schneit es noch
Während Berlin grau regnerisch nur
Vom schönen Weiß nur träumen kann
Den Schnee flächendeckend im Land
Zu verteilen wäre viel schöner doch
Leider gehorchte das Wetter noch nie
Solch ästhetischen Gesichtspunkten
Ob das ungerecht nun ist für uns
Arme Berliner völlig ohne Schnee
Oder ganz normales Wetter halt
Mag an dieser Stelle dahinstehen
Wir haben wenig Einfluss auf die
Kapriolen und Zufälle des Wetters
Könnte es scheinen auch von der
Erderwärmung reden gerade wenige
Dabei ist genau sie die Ursache
Der extremen Ausschläge unter
Denen Menschen vielerorts leiden
Zu viel oder zu wenig ist es immer
Also freue ich mich lieber am grauen
Regen in Berlin statt zu klagen wie
Ungerecht das Wetter verteilt sei
Zu wenig Schnee schadet nicht
Wenn das zu viel nun dazu führt
Dass Skigebiete geschlossen werden
Wäre das sicher gut für das Klima
Womit alles sein Gutes hat
jens tuengerthal 11.01.2019
Liebesnacht
Du schliefst schon längst
Als ich mein Buch zuschlug
Drehtest dich dennoch um
Damit wir erstmal kuschelten
Mehr braucht es auch nicht
Um glücklich zu lieben als
Angekuschelt einzuschlafen
jens tuengerthal 11.01.2019
Notstandsnot
Ist politische Propaganda
Mit ihr verlässt Trump nun
Den Boden der Demokratie
Amerika ist stark genug dies
Nicht einfach hinzunehmen
Es dürfte der Anfang vom Ende
Der Ära Trump gewesen sein
So gesehen wirkt der Notstand
Anders als im Jahre 1933 nun
Gegen den der ihn erklärte
Als blinder Mauerfanatiker
jens tuengerthal 11.01.2019
Schulverpflichtung
Sogar als geschützter Glaube
Wurde in Straßburg geurteilt
Was gut die Freiheit verteidigt
Europa bekennt sich zu Werten
Die über dem Aberglauben stehen
Aus denen die Schulpflicht resultiert
Welche Chancengleichheit ermöglicht
Damit zeigt sich Europa auch wieder
Ein Stück laizistischer und menschlicher
Weil es die Bedingungen der Freiheit
Nicht elterlicher Willkür ganz überlässt
Es wird die Freiheit der Eltern beschnitten
Ihr Kind allein und religiös zu erziehen
Um die Chancen der Kinder auf Freiheit
Im Sinne europäischer Werte zu stärken
Wie gut wenn Europa auch hier aufpasst
Dem Aberglauben Grenzen zieht um so
Die Chancengleichheit aller zu erhöhen
Es sollte nur konsequent getan werden
Der Geist der Menschenrechte ist stets
Jener der französischen Revolution also
Der Freiheit Gleichheit und Brüderlichkeit
Die sich aus der Natur der Wesen ableitet
In diesem Sinne sind alle Kinder natürlich
Vor religiöser Beeinflussung und Aberglaube
Konsequenter zu schützen als bisher normal
Die Taufe ist danach schon ein Verbrechen
Bisher ist dieser strenge Laizismus noch nicht
Durchsetzbar auch weil Deutschland noch durch
Kirchenverträge gebunden unfrei gläubig agiert
Im Sinne der Menschenrechte wäre es logisch
jens tuengerthal 11.01.2019
Donnerstag, 10. Januar 2019
Netzhass
Der Hass im Netz wächst täglich
Die Möglichkeit der Anonymität
Enthemmt im Alltag friedliche Menschen
Doch was steckt hinter den Worten
Würden alle die Nikole Diekmann
Nun den Tod wünschen oder sie
Vergewaltigt sehen wollen dies auch tun
Wie real sind all diese Entgleisungen
Vermutlich nicht mal der kleinste Teil
Der feigen Hetzer im anonymen Gewand
Traute sich real ähnliches zu sagen
Noch weniger jemand etwas zu tun
Wie aber gehen wir mit Worten um
Die verletzten und Angst machen wollen
Sind es harmlose Meinungsäußerungen
Geistig beschränkter Zeitgenossen
Muss die Demokratie diesen Hass
Einfach ertragen und aussitzen
Wie es die Kanzlerin bisher tat
Die ein Opfer gerade im Osten war
Sollen die Worte ernst genommen
Wie es gegenüber Mündigen gehört
Oder sind es schon Wahnsinnige
Die solchen Hass virtuell verbreiten
Ohne Indizien dagegen wird jeder
Bürger als mündiger behandelt
Ergibt sich schon aus seiner Würde
Die nach Auschwitz Artikel 1 GG schützt
Nehmen wir diese Hasser aber ernst
Müssen ihre Worte Konsequenzen haben
Dann drohen sie mit Mord und mehr
Sind gleich einem Täter zu bestrafen
Es braucht dazu keine neuen Gesetze
Die Anwendung vorhandener genügt
Nur wo wird es Gesinnungsstrafrecht
Was der Rechtsstaat logisch verbietet
Was erreichen wir langfristig wenn wir
Massenhaft Pegida Anhänger einsperren
Weil sie Hass säen oder zum Mord aufrufen
Wird das ländliche Sachsen entvölkert
Abschalten und blocken hilft sicher
Dann ist erstmal ein wenig Ruhe
Bestraft werden auch die Täter damit
Denen dann Aufmerksamkeit fehlt
Bevor wir Lager geistig Verwirrter
Die an Verschwörungstheorien glauben
Oder rechter Radikaler bilden stellt sich
Die Frage nachhaltiger Integration
Gläubige sind mit Vernunft kaum
Erreichbar geschweige denn heilbar
Sie klammern sich an ihren Wahn
Nur wie geht der Rechtsstaat damit um
Habe keinen sicheren Rat dafür außer
Wir müssen mehr miteinander reden
Sofern Kommunikation noch möglich
Doch ohne Vernunft ist es illusorisch
Für mehr Vernunft bräuchte es wieder
Eine radikale Aufklärung die all denen
Die sich fürchten ihre Ängste nimmt
Wie über Hintergründe sachlich aufklärt
Einen großen Teil dieses Wahnsinns
Verursachte russische Propaganda
Von staatlichen Sendern gestreut
Zu leichtgläubig hier aufgenommen
So sehen wir in den vielen Narren
Die blind dem Populismus folgen
Die ersten Opfer des Kalten Krieges
Fraglich ob ihnen noch zu helfen
Ansonsten muss gelten wenn Recht
Noch irgend Gültigkeit beansprucht
Dass wer Verbrechen androht auch
Wegen Versuch sicher strafbar ist
Die Auflösung aller kommunikativen
Sitten gefährdete den Rechtsstaat
Zu sehr sie auf Dauer zu übersehen
Behandeln wir das Netz wie den Alltag
Es wird durchgegriffen und erstmal hart
Aber dann finden wir wieder eine Basis
Überhaupt miteinander reden zu können
Also zurück zur Basis des Rechtsstaates
jens tuengerthal 10.01.2019
Nazireinraus
Eine sagt Nazis raus
Andere sagen dagegen
So etwas sei rassistisch
Sage dagegen wer nicht
Nazis raus haben will
Sondern rein ist Rassist
Die das sagte arbeitet für
Die Öffentlichrechtlichen
Die Nazis Lügenpresse nennen
Wo ist also das Problem
Wenn sie nicht lügen
Kann sie doch nur lügen
Die sich darüber aufregen
Wollen also Nazis verteidigen
Wie sich selbst Lügen zeihen
Was soll ich dazu sagen
Wir haben die Meinungsfreiheit
Nehme diejenigen beim Wort
Wer will heute Nazis rein
Sich selbst Lügner nennen
Damit glaubwürdig wirken
jens tuengerthal 10.01.2019
Mauerressentiments
Die USA stehen staatlich still
Nicht etwa weil es der Arbeiter
Den auch dort keiner fragt so will
Sondern weil es keine Mehrheit gibt
Keine Mehrheit für Mauern
Sagen siegessicher die Demokraten
Keine Mauer für mehr Sicherheit
Plappern Republikaner Trump hinterher
Keine Mauer mehr zu wollen
Hat gute Argumente für sich
Etwa Erfahrung und Freiheit
Eine wollen nur Angst für sich
Der Bauherr der deutschen Mauer
War ein Sachse geboren in Leipzig
Die amerikanische Mauer hat einen
Den die Sachsen von Pegida loben
Dort forderten erstmals im Parlament
Abgeordnete der AfD die Errichtung
Einer Mauer gegen Flüchtlinge hier
Was zeigt Mauern sind immer
Irgenwie sächsisch
jens tuengerthal 10.01.2019
Mindestlohnend
In den USA unter Trump
Zahlt Amazon Mindestlohn
Von sagenhaften 15$ was
Deutschland erstaunen könnte
Auch wenn bundesweit gesetzlich
Weit weniger verpflichtend dort ist
Haben Bewegungen an der Basis
Dort soziale Einsicht wohl beschert
Stattdessen bezahlt unser Staat
Selbständigen Hartz IV Empfängern
Ihre Yoga Studios und gute Löhne
Womit sie Konkurrenz unterbieten
Unser Problem ist nicht Mindestlohn
Sondern der Staat als Konkurrenz
Mit indirektem Sponsoring am Markt
Bürgergeld wäre vielfach gerechter
Nicht zu wenig Sozialstaat macht es
Menschen im Land noch schwerer
Sondern zu viel an falscher Stelle
Statt real vernünftiger Gerechtigkeit
Die Propaganda der Gläubigen des
Starken Staates hat es in Zeiten der
Großen Koalition zu leichtfertig leicht
Zeit privat mehr erreichen zu wollen
jens tuengerthal 10.01.2019
Sexmaleins
Das Einmaleins der Lust
Besagt guter Sex ist selten
Immer gemeinsam einmalig
Vollkommene Erfüllung alles
Alles oder Nichts ist das Ziel
Derer die guten Sex kennen
Weniger wollen wäre gelogen
Mehr ist nicht mehr denkbar
Wer alles hat braucht nichts sonst
Weil alles andere weniger wäre
Warum großes Glück sich genügt
Was immer bescheidener macht
Habe diese größte Glück gefunden
Die Liebste in allem die beste Frau
Die Mann irgend nur finden könnte
Darum fand sie logisch auch mich
Nicht weil ich unbescheiden wäre
Sondern weil alles und nichts erst
Sich vollkommen ergänzen kann
So habe ich alles vor allem in ihr
Nichts mehr brauche ich sonst noch
Lebe weit jenseits aller Konkurrenz
In vollkommener Erfüllung mit ihr
Was unbescheiden bescheiden lässt
Dies unbescheiden bescheiden ist
Ein natürliches Paradoxon was auf
Höchstem Niveau glücklich alles
Übrige völlig entbehrlich macht
Alles in einer zu haben ist mehr
Als mit keiner zufrieden zu sein
Weil es für immer glücklich macht
Was mehr könnte einer brauchen
Woran wir am Ende wieder sehen
Auf eins und null allem kommt es an
Hier nähert sich Informatik der Poesie
Vollkommen glücklich sein ist genug
jens tuengerthal 10.12.2019
Mittwoch, 9. Januar 2019
Taucherglück
Stelle mir gerade glücklich vor
Wie ich zwischen deine Beine
Irgendwann später vielleicht
Langsam lustvoll eintauche
Vom Venushügel herunter
Mittig dein Haar umspielend
Hinab zwischen deine Lippen
Die sich mir feucht schon
Der Zunge folgend öffnen
Tief in dich hineintauche
Von deinem Saft köstlich koste
Um dann die geheime Stelle
Ein Stückchen weiter oben
Mit meiner Zunge zu umspielen
Dein Körper dort antwortet
Der Atem schneller wird
Während ich ganz langsam
Deine Lippen zungig öffne
Die Perle des Glücks zu finden
Sie immer schneller umzüngele
Bis schon dein Becken zuckt
Sie über sich hinauswächst
Dein Körper voller Spannung ist
Endlich genommen zu werden
jens tuengerthal 09.01.2019
Quellglück
Wie glücklich ist wer
Noch an der Quelle sitzt
Deine Lust sprudeln lässt
Zwischen deinen Lippen
Um von ihrem Überfluss
Zungenspitzenweise zu kosten
Bis das Paradies sich öffnet
jens tuengerthal 09.01.2019
Elfenglück
Gleich einem Windhauch
An warmen Sommertagen
Seh ich meine Elfe vor mir
Wie sie mit nahezu nichts
An mir vorüberschwebt
Ihre zarten Kurven zeigen
Die vollkommene Frau
Schöner als alle Träume
Sehnsüchtig schaue ich
Dem schönsten Traum nach
Und traue mich kaum
Das zarte Wesen zu berühren
jens tuengerthal 09.01.2018
Mitteldunkel
War wie vom Dunkel zum Licht
Sind viele Menschen überzeugt
Es weitete sich der Horizont
Wie dunkel war die Epoche wirklich
In der die Kirche mit dem Kaiser um
Vorherrschaft und Seelenheil rang
Als ginge morgen die Welt unter
Es gab dunklere Abschnitte dabei
Mit der Pest und den Kreuzzügen
Doch suchte das Mittelalter Spuren
Schon in der Antike mit Vernunft
Ein Friedrich II. von Hohenstaufen
In Sizilien geboren war mit seinen
Kontakten zu den Arabern sicher
Eine Lichtgestalt seiner Epoche
Sein Großvater Barbarossa wurde
Nach seinem Ertrinken in Syrien
Zum unsterblichen Bergbewohner
War im Reich der Welfenbesieger
Was ist mit Karl dem Großen auch
Dem Urvater des heutigen Europas
Dessen Frankenreich schon um 800
Gut deutsch-französisch gedieh
Nach dem Zerfall des römischen Reichs
In Folge von Völkerwanderung und mehr
Schuf er erstmals wieder verwaltete Einheit
Mit noch dazu auch päpstlichem Segen
Schulen von Kirchen geführt aber doch
Immerhin Bildung wieder für viele nach
Dem Zerfall der Kultur infolge zuvor
Untergang Roms an die Barbaren
Es gründete sich auch die Hanse
Als Union stolzer Kaufleute erst
Im Norden von Lübeck aus dann
Immer weiter im unregierten Reich
Texte der Antike gelangten in Klöster
Die sich immer weiter im Reich dann
Verteilten das christianisiert wurde
Mit Schwert und Bibel in der Hand
Hätten nicht die Klöster verborgen
Was vom Wissen der Antike übrig
Ein Lukrez wäre wie so viele wohl
Für immer verschollen gewesen
So gab es zwar die dunkle Herrschaft
Des Glauben genannten Aberglauben
Aber auch den Geist höfischer Minne
Oder die Entstehung völkischer Sagen
Die Canterbury Tales oder Artussagen
Erzählten gewagt von Übertretungen
Der höfischen und biblischen Gebote
Als verbreitet revolutionäre Literatur
Dunkel war es sicher als Heinrich IV.
Auf Knien um Canossa kroch den dort
Papst um Vergebung bittend aber was
Unterscheidet es von heutigen Spielen
Gegrillt werden bis heute Politiker als
Repräsentanten von den Parlamenten
Als Kontrollinstanzen immer wieder
So spielten sie eben damals schon
Hoch moralisch wird argumentiert
Gegen Clinton wie gegen Trump
Mit Lügen wird Macht errungen
Bis heute wie Habsburg damals
Düster erscheinen die Folterkeller
Der Inquisition wie auch die Kunst
Allein Gott zugewandt meist noch
Vom orthodoxen Aberglauben geprägt
Einerseits gab es das Schisma mit
Den Päpsten in Avignon lange Zeit
Andererseits noch eine Kirche bevor
Die Reformation Europa zerteilte
Das Mittelalter errichtete wieder aus
Ruinen des römischen Reiches ein
Neues heiliges christliches Reich
Kämpfte dabei um seinen Glauben
Das Mittelalter endete bereits mit
Dem Untergang von Byzanz durch
Die Eroberung der Muselmanen
Was also noch lange fortbestand
Seit dem 7. Jahrhundert hatte sich
Mit dem Islam eine neue Religion
Im Süden und Osten rasend schnell
Mit leicht kompatiblen Regeln verbreitet
Das Mittelalter war noch feudal regiert
Die Gesellschaft ordnete sich in Ständen
Einheitliche Sprache war noch das Latein
In den Kirchen und unter den Gebildeten
Es selbst sah sich nicht als Mittelalter
Sondern als christliches Zeitalter was
Damit allen anderen überlegen wäre
Mit Chisti Geburt hätte es begonnen
Als Mittelalter benannten es schließlich
Italienische Humanisten die damit ihre
Epoche als Renaissance abgrenzten
Sie Wiedergeburt der Antike nannten
Es waren auch die großen Humanisten
Die den Begriff der dunklen Zeit prägten
In der die römische Kultur ganz unterging
Aus deren Verehrung sie sich definierten
Vorher wäre Zerfall und Untergang nur
Gewesen der erst durch den Aufstieg
Der Antike aus ihren Trümmern durch
Die Humanisten der Renaissance endete
Das Mittelalter jedoch ist mehr als Zerfall
Nicht nur beherrscht vom Aberglauben
Sondern auch Reichserneuerung wie die
Rettung manch antiker Schriften in Klöstern
So gesehen war das Mittelalter nie dunkel
Die Humanisten urteilten großmäulig falsch
Typisch italienisch übertrieben sie eher um
Ihr Handeln besonders kostbar zu machen
Ob dies dem Schutz ihrer Freiheit diente
Dem Wesen der Region eher entspricht
Oder billige Werbung für neues war ist
Für ein Urteil über die Dunkelheit egal
Lichter wurde manches in den Geistern
Der Renaissance dafür manches auch
Rücksichtslos unmenschlich wie es
Etwa männliche Borgias zeigten
Das Mittelalter war europäischer noch
Einige Gebiete um ehemals römische
Territorien waren viel enger verbunden
Die einigende Sprache war das Latein
Der Übergang und die Grenze zur dann
Renaissance ist fließend und strittig ob
Maximilian I. der letzte Ritter noch war
Oder sein Enkel Karl V. als solcher gilt
Manche nehmen lieber den Buchdruck
Andere eher die Eroberung von Byzanz
Einige die Entdeckung Amerikas erst
Oder sogar noch später die Reformation
Spannend sind Epochenwenden wie
Ihre Gegensätze in jedem Fall wohl
Doch scheint es hier relativ fließend
Sind feste Punkte wohl eher irritierend
Auch die Wiederentdeckung des Lukrez
Wird als Beginn der Renaissance heute
Gern nach dem Konzil von Konstanz
Auf dem Jan Hus brannte wohl gesehen
In jedem Fall sind es langsame Prozesse
Die in Deutschland bis heute nicht eintraten
Durch die Unterbrechung der Reformation
Die bis kurz vor die Aufklärung kämpfte
Gut am Fehlen einer echten Renaissance
Weil der mittelalterliche Mönch Luther nur
Seinen Verein ein wenig modernisierte ist
Ist die Chance wieder neu aufzubrechen
Ob die Renaissance wirklich aufbrach
Wie sie in religiösen Kriegen endete
Die Gegenreformation sie erstickte
Wird Thema künftiger Verse noch sein
Das Mittelalter war nicht so dunkel
Wie es die Humanisten abgrenzend
Gerne bezeichneten wie auch die
Renaissance weniger licht war
Auch der fließende Übergang zeigt
Die Dialektik der Epochen steht noch
Auf relativ tönernen Füßen zumindest
Soweit wir Geschichte global betrachten
jens tuengerthal 09.01.2019
Aufklärungsromantik
Auf die Zeit der Aufklärung folgte
Die Gegenbewegung der Romantik
Mit manch geistiger Verwirrung
Wie der Hinwendung zum Mittelalter
Wo vorher Freiheit und Menschenrechte
Im Mittelpunkt standen kam nun Gefühl
Ergänzt um dunkle Ahnungen und Angst
Die vorherbestimmtes Leben verwirrten
Was hat die Romantik positives gebracht
Als gefühlsduselige Innerlichkeit die sich
Lieber mit sich als mit Freiheit beschäftigt
Vielleicht hat sie manche glücklich gemacht
Ist es die natürliche Dialektik einfach
Von Bewegungen die sich diametral
Gegenüberstehen als Selbstzweck
Weil Gegensätze anziehend sind
Die Romantik entdeckte die Märchen
Wie das Gruseln als innere Angst
Wieder was Menschen zum Glauben
Seit ewigen Zeiten schon treibt
Die Aufklärung mit ihrer Enzyklopädie
Wollte mit Wissen und Vernunft lieber
Die Welt logisch erklären statt auf die
Alten Mythen blind noch zu vertrauen
Beide Seiten absolut genommen lassen
Einen Teil des Menschen vermissen
Weder mechanistisch noch magisch
Lässt sich das Sein ganz erfassen
Goethe der dazwischen irgendwie stand
Mit der Aufklärung noch einst aufwuchs
Dafür im Alter mit der Romantik flirtete war
Ihr Großvater schon im Sturm und Drang
Jeder trägt Teile von beidem wohl in sich
Die Märchen sammelnden Brüder Grimm
Waren Wissenschaftler der Göttinger Sieben
Die revolutionär aufgeklärte Ideen vertraten
Denis Diderot der Vater der Enzyklopädie
War in vielem ein romantischer Franzose
Der als klösterlicher Student der Theologie
An Gott mit Hohlbach erst zweifeln lernte
Von Montaigne könnten beide Seiten
Lernen wie gut und frei es sich lebt
Wenn mit und ohne zugleich noch
Nebeneinander existieren dürfen
Sicher war der Renaissancemensch
Montaigne nie ein radikaler Atheist
Andererseits stand der Mensch erst
Für ihn im Mittelpunkt noch vor Gott
Wo Romantiker uns aufklären über
Abgründe der Gefühle sollten wir
Sie lieber unterstützen statt bekämpfen
Der Mensch ist mehr als nur vernünftig
jens tuengerthal 09.01.2019