Lektürentagebuch 6.4.26
Im eigenen Familienroman über das
Kriegsende 1945 die Flucht mit dem
Pferdewagen aus Mecklenburg bis zur
NATO in Paris wieder gelesen
Erlebnisse und Erinnerungen treffen
Auf historische Ereignisse und sind
Wie der Autor merkt noch um die
Persönlichen Erlebnisse zu ergänzen
Dieser Teil wird also noch etwas
Wachsen denke ich und werde dazu
Nochmal die Erinnerungen meiner
Großmutter an die Flucht lesen
In der Verfeinerung der Deutschen
Von Erwin Seitz ging es um die
Wahrheit der Archäologen statt der
Mythen die ein Tacitus dabei erfand
Weit geht es dafür zurück bis zum
Jahr 12500 vor der Zeitrechnung als
Im fruchtbaren Halbmond bereits der
Getreideanbau mit Siedlung begann
Der fruchtbare Halbmond ist ein
Gebiet von der Levante also der
Mittelmeerküste bis Ägypten zum
Persischen reicht indem wohl die
Wurzeln unserer Kulturen liegen
In Mesopotamien und Ägypten wo
Auch als Rauschmittel und Getränk
Erstes Bier gebraut schon wurde
Hier entwickelte sich mit Uruk am
Euphrat etwas 3500 vdZ die erste
Städtische Siedlung mit vermutlich
Bis zu 20.000 Einwohnern wo auch
König Gilgamesch etwas 2700 vdZ
Regierte über den wiederum der
Gilgamesch Epos erzählt welcher
Seit 1800 vdZ in Keilschrift bekannt
Dort werden erst jene Menschen als
Zivilisiert bezeichnet die Brot essen
Wie dazu Bier trinken was Seitz wohl
Gerne als kultiviert betrachtet wieder
Hierzulande begann die Rodung
Erster Waldgebiete die Licht in das
Wilde Land nach der Eiszeit brachte
Etwa ab 5500 vor der Zeitrechnung
Die Siedlungsbewegung kam wohl
Von Südfrankreich nach Norden dabei
Ist unklar ob die Bauern aus dem
Süden gen Norden zogen oder
Die hiesigen Jäger und Sammler
Neue Gewohnheiten von südlichen
Siedlern eher übernahmen teils
Werden alte Pflanzen wiederentdeckt
Dazu führt er etwas den Bärlauch an
Jagd und Fischfang sorgten für ein
Breiteres Nahrungsangebot mit teils
Delikatessen wie Flusskrebsen
Auch das Handwerk verfeinerte sich
So ist ein Brunnenkasten gefunden
Worden der 5084 vdZ gebaut wurde
Mit guter Zimmermannstechnik dabei
Es wurde Vieh gezüchtet und Käse
Produziert und Brot gebacken auch
Öl aus Pflanzen wurde gewonnen
Schon seit rund 7000 Jahren hier
Sichtbar begann ein Kulturleben
Was an kultischen Anlagen zur
Himmelbeobachtung deutlich wird so
Auch die Himmelsscheibe von Nebra
Die zusätzlich noch auf eine feine
Hochkultivierte Exportwirtschaft für
Edelmetalle aus anderen Regionen
In Europa uns noch hinweist
Die älteren Ringsteinwälle dienten
Wohl auch der Himmelsbeobachtung
Zeigen in ihrer Ausrichtung bereits
Eine genaue Kenntnis der Natur
Eine Kultur die Zeit für solche Bauten
Findet statt nur Nahrung zu suchen
Ist zumindest auch arbeitsteilig
Es sind also frühe Sakralbauten
Etwa um 3000 vdZ tauchen auch
Nördlich der Alpen bereits Pflug Rad
Wie also erste deutsche Wagen auf
Die Pflanzung differenzierte sich
Der nächste Schub kam in der
Bronzezeit ab 2200 vdZ es begann
Eine gesellschaftliche Differenzierung
Es findet sich auch Goldschmuck
Aus dieser Zeit stammt auch die
Himmelsscheibe von Nebra die
Exakte kalendarische Bestimmung
Ermöglichte Herrschaft über Zeit gab
Hierzu wird auch von Goldhüten
Erzählt von denen vier bekannt
Sie hatten wohl kalendarische wie
Kultische Funktionen und weisen
Auf eine verfeinerte Kultur schon hin
Die sich deutlich weiterentwickelt hat
Zeit findet Menschen die Schmuck
Oder kultisches fertigen Zeit zu geben
Ein spannender Überblick über den
Beginn der Kultivierung Deutschlands
Der ältere Verfeinerung offenbart als
Das Christentum noch gelten ließ
Sehr wenig wissen wir bis heute
Über die Mythen und Erzählungen
Der vorchristlichen Zeit als wäre
Es Urwald und Wildnis gewesen
Spannend ist darum der Blick auf
Die Wurzeln unserer Kultur der
Tiefer blicken lässt und deutlich zeigt
Die Verfeinerung hat Tradition hier
Was ging einer Kultur verloren die
Für monotheistischen Aberglauben
Ihre eigenen Wurzeln völlig vergisst
Welchen Wert hat diese Zeit noch
Fragte mich bei der Lektüre ob die
Menschen in einigen hundert oder
Tausend Jahren unsere Unkultur
Mit Kopfschütteln nur betrachten
Tiefer noch in die feine Kultur taucht
Das Essay von Lucy Wasensteiner
Über Max Liebermann als Maler und
Sammler der Impressionismus ein
Es beginnt mit dem Nachruf den der
Schon 79 jährige Max Liebermann
Im Mai 1927 auf Monet schrieb der
Fein den Impressionismus definiert
Als Maler die malen wollten was sie
Sahen die naiv waren und dies auch
Möglichst bleiben und sein wollten
Nachahmung der Natur ohne Religion
Es gibt viele Parallelen zwischen
Liebermann und der Kunst des
Impressionismus ab 1900 doch schon
Ab 1890 sammelte er deren Bilder
Bis zu seinem Tod 1935 wurde seine
Sammlung bedeutendste private
Sammlung des Impressionismus
Was genau erwarb er und wie wirkte
Seine Sammlung auf seine Kunst
Er wuchs schon in einem Milieu in
Dem es Norm war Kunst zu sammeln
Wuchs im Stüler Palais ab 1857 auf
Im Jahre 1898 kaufte er so auch das
Gemälde Monets Manet malt in
Monets Garten in Argenteuil was zur
Gründung der Berliner Secession im
Gleichen Jahr passt sie war für ihn
Ein Zeichen aufstrebenden Lebens
Eine Wiedergeburt bei der eine junge
Frische Kunst die impressionistische
An die Stelle der alternden Kunst trat
So erwarb der im ersten Jahrzehnt
Des Jahrhunderts sehr erfolgreiche
Liebermann da auch viele Werke
So wird die Geschichte des Erwerb
Seiner Monets oder Degas auch im
Bezug zu seiner Malweise erläutert
Auch für Cézanne begeistert er sich
Die umfangreichsten Erwerbungen
Stammen aus dem Werk von Manet
Mindestens zehn kamen in seine
Sammlung er schätzte ihn sehr
Dabei besonders die vereinfachte
Qualität seiner Formen und auch
Kompositionen die Bewahrung der
Frische einer Skizze im Gemälde
Seine große Fähigkeit im Umgang
Mit Material und Farbe warum er
Manets Sattheit der Farben wie die
Fülle des Tons sehr bewunderte
Nur Rembrandt meinte Liebermann
Wusste mit so wenigem so viel zu
Geben was auf kraftvollste Arbeiten
Liebermanns aus der Zeit hinweist
Einen seiner Manets erlangte er
Durch eine Wette mit seinem Pariser
Freund Charles Ephrussi im Fall
Dreyfus Fischerboot mit Rückenwind
Der gegen Manet und Liebermann
Gerichtete Antisemitismus tat ein
Übriges ihn dafür zu begeistern
Könnte auch für den Pissarro gelten
Dieses Gemälde erwarb er aus
Der Sammlung Zolas der auch
In der Affäre Dreyfuss Partei mit
Seinem Text J’accuse…! ergriff
Dieses Bild kam wiederum über
Paul Cassirer zu Liebermann
Dass Pissarro wohl auch noch
Jüdische Wurzeln hat half auch
Nach Liebermanns Rückzug als
Präsident der Berliner Secession
Kaufte er das Sommerhaus am
Wannsee in der dort Villenkolonie
Weil der Weltkrieg die Reise in
Die Niederlande unmöglich machte
Wurde der Wannsee sein zentrales
Sommermotiv mit Garten und Haus
Die Räume waren hell und klar
Eingerichtet und spiegelten das
Reformdenken wie auch der Garten
Mit Nutzgarten und Ziergarten
Hier hingen auch zahlreiche Werke
Seiner eigenen Kunstsammlung
Er war seit 1920 Präsident der
Preußischen Akademie der Künste
Liebermann zeigte sich gern mit
Seiner großen modernen Sammlung
Die zu seinem Markenzeichen wurde
So sind seine Bilder von dort auch
Dabei lässt Liebermann seine Figuren
Stärker mit der Landschaft dabei noch
Verschmelzen als Manet es tat doch
Wächst er in den Zwanzigern noch
Über seine französischen Vorbilder
In Abstraktion und Sättigung hinaus
Wurde dort fast postimpresionistisch
Ab 1914 stagnierte die Sammlung
Zum Abschluss berichtet das Essay
Noch über den Verbleib dieser so
Großartigen Sammlung die sich
Nach Liebermanns Tod zerstreute
Wie ein Teil noch vor dem Tod von
Martha Liebermann in die USA kam
Max noch 1933 einige Bilder seiner
Impressionisten nach Zürich gab
Sie dort einlagern zu lassen jedoch
Gingen 180 Objekte und Bilder
Der Sammlung verloren auch infolge
Des Krieges blieben sie unauffindbar
jens tuengerthal 6.4.26
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