Lektürentagebuch 24.4.26
Der heutige Freitag war dem Reisen
In guter Lektüre gewidmet von der
Reise ins Paradies zum Aufbruch
Von Cook und den Forsters
Auf der Reise ins Paradies kommen
Heinrich und Christine Gondela das
Ehepaar aus Bremen von Böhmen
Ins da noch preußische Franken
Erfreut bemerken sie wieviel besser
Die zumindest teilweise Chausseen
Im Vergleich zu böhmischen Lehm-
Straßen doch schon wieder wären
Der Übergang der Grenze war erst
Nur durch einen preußischen Adler
Wie das Ende der Heiligen zu sehen
Kontrolliert wurden sie im ersten Ort
Auch dort mussten sie noch keine
Ausweise zeigen wurden nur noch
Gefragt ob sie Juden seien weil ihre
Zweiten Vornamen darauf deuteten
Im vornehmen fromm reformierten
Bremen waren alttestamentarliche
Namen wie hier Simon und Rachel
Wohl üblich was folgenlos blieb
Schwärmerisch erzählen sie von
Der Schönheit der Menschen wie
Der kultivierten Sauberkeit der Orte
Heinrich lästert über Katholiken
Bayreuth scheint ihnen schon in
Den Vororten wunderschön und
Das goldene Zimmer im Hotel
Übertrifft dann alle Erwartungen
Weiter ging die Reise nun auf See
Bei Christian Graf von Krockow in der
Große Traum von Bildung mit dem
Aufbruch zur Reise ans Ende der Welt
Hier hat Krockow wie er vorab noch
Erläutert Tagebucheinträgen beider
Kombiniert und romanhaft ergänzt
Was sich unterhaltsam gut liest
Zwar ist die pädagogische Absicht
Des Autors bei der Darstellung der
Personen deutlich zu spüren aber
Gibt ein schönes Bild der Zeit
So schildert er neben Abenteuern
Wie Mann über Bord oder nicht
Vor allem durch Forster Naturwunder
Wie die Stimmung mit viel Langeweile
Ob Cook tatsächlich so vom jungen
Georg Forster eingenommen war
Dessen Vater so kritisch sah oder
Das Phantasie ist kann dahinstehen
Es wird deutlich gemacht wie die
Strenge Sauberkeit und mehr der
Gesundheit an Bord förderlich war
Warum so wenig Seeleute erkrankten
Hier begleitete ich die Reise auf der
Adventure von Plymouth bis Kapstadt
Was dreieinhalb Monate dauerte mit
Den Erlebnissen an Bord die durch
Kursiv gesetzte eher phantastische
Tagebucheinträge von Cook noch
Ergänzt werden was nett ist aber
Ein wenig schlichte Pädagogik
Nach den teils erfundenen Berichten
Wandte ich mich darum auch dem
Original von Georg Forster zu in der
Ausgabe der Anderen Bibliothek
Hier las ich nun das düster triste
Kapitel der Fahrt durchs südliche
Polarmeer bis nach Neuseeland
In Forsters Reise um die Welt
Meist im Nebel immer in Sorge
Vor Eis ohne Land in Sicht ging
Es ewig durch triste Landschaft
Bis am Ende Neuseeland kommt
Bestätigt sah ich mich auch durch
Die leidende Beschreibung der
Seekrankheit beider Forsters darin
Lieber kein Schiff mehr zu betreten
Zwar haben extreme Erfahrungen
Auch Erlebnisse wie das leuchtende
Meer und Tiere dort und Sterne im
Dunklen Himmel schon ihren Reiz
Aber es liest sich besser darüber
Als dafür das Leiden riskieren wollen
Genügt das Reich der Phantasie ganz
Die Welt als Leser zu erobern
Zumal schon genug Menschen um
Die ganze Welt reisten ist deren
Schonung und Genuss wichtiger als
Noch wirklich wohin Reisen zu wollen
jens tuengerthal 24.4.26
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