Samstag, 18. April 2026

Lektürentagebuch 18.4.26

Lektürentagebuch 18.4.26

Wie immer Samstags reiste ich heute
Lesend dabei ging es um Kap Hoorn
Mit Kapitän James Cook auf seiner
Endeavour im Auftrag der Marine

Wie der Royal Society um dabei den 
Transfer der Venus auf Tahiti genau
Zu vermessen wovon wiederum
Christian Graf von Krockow erzählt

In seinem wunderbaren Buch 
Der große Traum von Bildung das
Manche Hintergründe noch weiter
Beleuchtet ging es auf große Fahrt

Genoss es sehr diese auf dem Diwan
Ganz ohne Seekrankheit zu erleben
Die einige der Teilnehmerl ergriff wie
Dem Naturforscher Banks etwa 

Schön plaudernd erzählt Krockow
Wie der englische Gentleman noch
Vier Männer und zwei Windhunde
Mit an Bord brachte und meint

Der ganz frische Kapitän Cook
Wäre wohl nicht amüsiert gewesen
Dennoch schaffen sie die lange 18
Monatige Seereise ohne Verluste

Die Todesfälle die es dennoch gab
Waren nicht auf Skorbut und sonst
Die Mannschaft noch dezimierende
Krankheiten zurückzuführen gewesen

Vor allem durch seine kluge Planung
Bei der Ernährung etwa auch mit 
Sauerkraut schützte er seine Leute
Die er mit Tricks überredete

So zwang er die Offiziere täglich
Sauerkraut zu essen worauf die
Mannschaft es freiwillig machte 
Was gute Menschenführung zeigt 

Erfahre von Geschlechtskrankheiten
Die es in Haiti gab und die sie dann
Fälschlich spanische Krankheit nur
Nannten weil sie Eingeborene für

Völlig gesund und rein hielten 
Schwärmten von den schönen
Menschen in der Südsee aber
Erkannten nicht die Hierarchie

Fein weist Krockow hier auf die
Rolle der ausgebeuteten Frauen hin
Diese Naturschwärmerei wie nach
Rousseau findet sich auch später

Noch bei Gauguin der viele seiner
Bilder dort schwärmerisch malte
Ohne hinter die Kulissen zu sehen
Bemängelt Krockow dabei klar

Insofern ich diese Schwärmerei 
Für Südseefrauen nie teilte liegt
Dieser kritische Blick mir sehr nah
Die Südsee ist nicht paradiesisch

Menschliche Abgründe tun sich dort
So deutlich auf wie in unserer Kultur
Bei sich zu bleiben um dort dafür
Gerechter zu sein scheint klug

Der Krockow liest sich weiterhin gut
Sein Blick auf die Kulturen wie die
Sozialen Hintergründe dabei ist
Schön blickt weiter lohnt sehr

jens tuengerthal 18.4.26

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