Dienstag, 21. April 2026

Lektürentagebuch 20.4.26

Lektürentagebuch 20.4.26

Zweimal Kulturgeschichte gelesen
Einmal segeln gegangen und dann
In der Antike über Luxus und Genuss 
Lustvoll mit Freude dankbar gelesen 

Segeln ging es weiter mit James Cook
Auf der Endeavour im Pazifik dabei
Neuseeland erstmals kartographiert
Wie Australiens Osten neu entdeckt

Darüber schrieb sehr spannend
Wie gut Christian Graf von Krockow 
In Der große Traum von Bildung 
Der mit bisher viel Freude macht

Berichtet was sie bei Landgängen
Alles an seltsamen Tieren und auch
Menschen trafen die gleich flüchteten 
Auf ein Korallenriff aufliefen und dort

Leck schlugen es improvisiert danach
Reparierten wie klug Cook sie mit der
Nächsten Flut wieder befreite und wie
England erstmal nur sehr viele seiner

Sträflinge dorthin exportierte wie sie
Von Australien nach Batavia segelten
Was heute Jakarta heißt damals noch
Niederländisch und verkommen war

Zwar gab es Grachten wie in
Amsterdam nur leider ungepflegt 
Damit voller Moskitos zahlreiche
Mitglieder der Besatzung wurden 

Dort krank während das Schiff im
Dock ordnungsgemäß repariert
Wurde erkrankten immer mehr
Menschen der Mannschaft die

Bis dahin fast alle überlebt hatten 
So sterben nach Batavia 34 Mann 
Nächste Pause war Kapstadt wo
Sich viele wieder erholen konnten 

Kapstadt wird als große Theke
Beschrieben an der es sich die
Seeleute aus aller Welt noch gut
Gehen ließen in attraktiver Lage

Die Heimfahrt nach England läuft
Ohne große Probleme nun war Cook
Ein Held und großer Entdecker der
Dabei noch bescheiden blieb

Mit Erwin Seitz ging es nun in der 
Verfeinerung der Deutschen in die
Antike zum humanistischen Geist 
Was mit Winkelmann beginnt

Dieser war vom Berliner Drill nach
Sachsen geflüchtet aber von dort
Nach Rom gegangen um den echten 
Geist der reinen Antike zu erleben 

Sein Bild der Antike hat die deutsche
Klassik wie auch noch die Kunst der
Beginnenden Romantik geprägt wie
Auf Gemälden von Schinkel sichtbar

Damit beginnt Seitz seinen launig
Aber sehr informativ geschriebenen
Ausflug in die Antike und wie diese 
Schon zur Verfeinerung beitrug

Er berichtet klug über die Wende
In der Philosophie durch die Abkehr
Von göttlicher Allmacht in der
Alten griechischen Philosophie

Wie infolge der Verfeinerung der
Kultur wie der Entstehung einer
Bürgerlichen Gesellschaft weiter
Noch in der Antike kultivierte

Verreißt den autoritär totalitären
Platon lobt dafür Aristoteles aber
Erwähnt weder Lukrez noch Epikur
Ein grober katholischer Fehler

Die Philosophie der Lust hier nicht
Zu erwähnen das de rerum des
Lukrez diesen Schlüssel zur Renaissance ignorieren ist

Mehr als die eher kurzsichtige
Beschränkung auf Moselwein 
Wie Bamberger Bier was eher
Wenig Sachkenntnis nur beweist 

Eine oberflächliche Schlamperei 
Welche wichtige Grundlagen sowohl
Der Verfeinerung wie des Genuss
Verkennt und nachlässig ignoriert

So reißt er immer wieder schön
Themen an plaudert darüber nett 
Aber vergisst entscheidendes was
Schade für die gute Idee auch ist

Ein Buch für seinen persönlichen
Geschmack sollte er dann auch so
Nennen und nicht Kulturgeschichte
Der Verfeinerung der Deutschen

Die Idee bleibt wunderbar manches 
Ist sehr gut begonnen aber dann
Leider schwach zu Ende gebracht
Was nur irgendwie nett noch ist

Da wäre bei diesem schönen Thema
Wie dem attraktiven Stoff mehr noch
Möglich als Erwins Lieblingsessen
Was eher rustikal doch bleibt

Diese hierzulande schon verbreitete
Geschmacksrichtung hat ja auch ihren
Reiz aber da wäre anderes denkbar
Lese weiter mit kritischem Blick

In der Verfeinerung der Deutschen
Gibt es offensichtlich noch viel zu tun
Wie zu entdecken was noch manches 
Neuland uns eröffnen könnte

jens tuengerthal 20.4.26

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