Sonntag, 5. April 2026

Lektürentagebuch 5.4.26

Lektürentagebuch 5.4.26

Weiter ging es zwei Kapitel in
Manderow mit lesen und korrigieren
Wie kleinen Ergänzungen inzwischen
Im Nationalsozialismus angekommen

Mit dem dreißigjährigen Großvater
Harry Kessler max Liebermann im
Nächsten Kapitel zum Widerstand
Ob es ihn gab oder eher weniger

Vom Leben in der Diktatur wie den
Wegen und Ausreden die dabei
Für sich und andere gesucht werden
Im Gespräch und Erlebnis direkt


Auch zum Ostersonntag dann ein 
Wunderbares Kapitel Buddenbrooks
Die Rückkehr nach sieben Monaten 
Hochzeitsreise nach Italien von 

Thomas und Gerda Buddenbrook
In ihr von Tony eingerichtetes Haus
In der Breiten Straße im Februar
Wie diese sie glücklich empfängt

Erst führt sie diese durch die Räume 
In denen schon der Samowar kocht 
Gerda äußert sich begeistert aber
Braucht erstmal etwas Rückzug

Auch Thomas macht sich nach der
Langen Kutschfahrt im Pelz es ist
Anfang des Jahres noch ein wenig
Frisch und Tony bereitet den Tee

Thomas kommt bald aber Gerda 
Lässt sich erstmal mit leichtem
Kopfschmerz entschuldigen
Tony serviert Tee in Meißen Tassen

Wie es ihr Art ist redet Tony erstmal
Ohne Pause auf ihren Bruder ein
Wie sehr sie sich langweilt und wie 
Gern sie die Scheidung gut machte 

Mit Anfang dreißig sei sie einfach
Zu jung für die Versammlung von
Witwen und Schwarzröcken was 
Die vielen bettelnden Pfaffen meint

Sie tue ja alles für Erika die sie
Nur leider an die Ehe erinnert
Mit dem dessen Namen Frau Grünlich
Nicht aussprechen will wie sie betont

Das ist wieder feinster Humor von
Thomas Mann der absurdes erzählt
Dies noch fein detailliert ausmalt 
Aber damit treffend charakterisiert

Tony jammert ihren Bruder voll
Der gerade erfüllt von seiner langen
Hochzeitsreise kommt aber hat nichts
Anderes zu tun darum Langeweile 

Erzählt von ihrem Plan ihre nun
In München verheiratete Freundin
Dort zu besuchen und Erika dann
Zu Sesemi Weichbrodt zu geben

Irgendwann merkt sie es dann auch
Entschuldigt sich bei Tom erkundigt
Sich nach Reise und Befinden
Hört dann auch tatsächlich zu

Tom erzählt von einer ganz
Wunderbaren Reise und seiner
Auch etwas eigenen Frau ohne
Ein Wort zu Italien zu sagen

Dabei höflich und dezent doch 
Schon deutlich dass Gerda eben
Anders als normale Frauen sei 
Nicht so natürlich frei wie Tony

Er betont natürlich seine Liebe
Wie wunderbar seine Frau sei 
Deren Leidenschaft sich beim
Geigen ganz besonders zeige

Der Leser liest es hält inne und 
Lächelt über diesen typischen
Mannschen Humor auch noch
Im sexuellen Bereich ganz dezent

Kein Wort dazu was von einer
Hochzeitsreise von sieben Monaten
Zu halten ist nach der nur von der
Leidenschaft beim Geigen berichtet

Doch es bleibt ein kleines aber
Das unausgesprochen dabei im
Raum schwebt als Gerda diesen 
Im weißen Hauskleid betritt 

Der weiße blasse wunderschöne
Engel mit offenem dunkelrotem
Haar schwebt in den Raum womit
Diese Kapitel sphärisch endet

Gnädige Frau Konsulin zeigt mit
Großer Leidenschaft aber sonst
Hat sie gelegentlich Migräne und
Die Zeugung des Erben zieht sich

Das ist einfach urkomisch wie 
Doch so treffend wunderbar auch
Beschrieben denn natürlich wird 
Die Gattin nicht nur funktional geliebt

Aber es stimmt eben auch etwas nicht
Wenn die Leidenschaft sich auf das
Geigen beschränkt nach der langen
Hochzeitsreise dies bemerkt wird


Im nun III. Teil der Verfeinerung der
Deutschen von Erwin Seitz geht es
Um den unverfälschten Geschmack
Was mit einer Schwärmerei beginnt

Eine regelrechte Eloge auf das so
Berühmte und einmalige Bamberger 
Rauchbier und die Stimmung in dieser
Stadt wird nun von Seitz angestimmt 

Dabei besonders noch auf das alte
Brauhaus Spezial das sogar noch
Sein Malz selbst zubereitet das
Aufwändig 23 Stunden geräuchert

Auch die Schwärmerei für Würste 
Sauerkraut und andere regionale
Spezialitäten klingt ein wenig wie
Von der Tourismusbranche dabei

Das wird mit viel Liebe zum Detail
Für das alte deutsche Getränk wie
Die gute einfache deutsche Küche
Getan die bis ins Detail geht

War bereits in Bamberg noch im
Studium von meinem Onkel dort
Eingeladen zu einer anderen
Lokalen Brauerei dort Schlenkerle

Auch diese lobt Seitz hat aber am
Handwerk bei Spezial wie der feinen 
Braukunst und Küche dort einen
Narren gefressen und schwärmt 

Bier magst du oder eher nicht
Ziehe die Weinkultur immer dem
Bier darum vor und es gibt ja auch
In Franken gute Weingüter

Ob die Wahrung alter Tradition
In der Braukunst unbedingt ein 
Gutes Beispiel für Verfeinerung ist
Würde ich vorsichtig bezweifeln

Es gibt feine fränkische Küche aber
Den unverfälschten Geschmack von
Wurst und Sauerkraut würde ich hier
Nicht wie Söder als erstes aufzählen 

Denke an die feine Pfälzer Küche
Wie geräucherten Saumagen im
Deidesheimer Hof mit feinem Wein 
Von einem der drei großen B eher

An Rheingauer Riesling mit den 
Regionalen Spezialitäten dazu 
Die ein feiner Hochgenuss sind
Bier fiele mir eher nie dabei ein

Aber vermutlich kann auch hier im
Rahmen ursprünglicher Braukunst
Von einer Verfeinerung gesprochen
Werden die bei Bier seltsam klingt

Die Freude am Handwerk das noch
Ursprüngliches altes Wissen für den
Feinen Geschmack tradiert hat eine
Sicher kulturhistorische Bedeutung 

Über Geschmack muss besser nicht
Gestritten werden und so scheint
Der römisch südliche Einfluss auf
Den Flaneur Geschmack deutlich

Mit viel Engagement und Freude am
Detail jedenfalls berichtet hier Seitz
Von fränkischer Küche und Braukunst
Was schon schön zu lesen ist

jens tuengerthal 5.4.26

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