Donnerstag, 16. April 2026

Lektürentagebuch 16.4.26

Lektürentagebuch 16.4.26

Nachdem ich gestern bis tief in die
Nacht noch schrieb habe ich heute
Schon beim Strümpfe anziehen am
Schreibtisch zu lesen begonnen 

Dadurch brauchte ich über eine
Halbe Stunde zum Anziehen was
Eher überdurchschnittlich war aber
Eine lohnende Lektüre brachte

Dort fiel mir der große Traum von 
Bildung des Grafen Krockow in den
Blick eine Geschichte über die Reise
Von James Cook und Georg Forster

In beider Reiseberichte hatte ich vor
Längerem schon gelesen und war
Gespannt was der kluge Graf über
Den Geist der Aufklärung plaudert 

Hier wird der erfahrene Kapitän dem
Jungen neugierigen Naturforscher
Gegenübergestellt und ihr Erleben
Unter den besonderen Umständen

Einer jahrelangen Weltumsegelung
Thematisiert und erzählt dabei schon
In der Einleitung sehr schön auch von
Einem langen Törn mit seinem Sohn

Bildungsideal ist das Zusammenspiel 
Von Wissen und Erfahrung dabei und
Plädiert für eine Weltbildung die durch
Begegnung mit dem Fremden wächst 

Dabei stellt er die Reise als ein
Paradebeispiel für Aufklärung dar
Mit dem Streben nach Erkenntnis 
Das Vorurteile überwinden hilft 

So wird die besondere Begegnung
Auf engstem Raum für Monate noch
Thematisiert was Herausforderung 
Ganz eigener Art damit wird 

Krockow schlägt hier gerne die
Brücke zur Gegenwart um so die
Lust auf Bildung bei den Lesern
Zu wecken was bisher gut gelang 

Das Buch wanderte vom Regal
In meinem Stapel und ich werde
Nun gelegentlich auf dem Diwan
Ein wenig darin weiter lesen

Nach der Bildung auf Reisen ging es
Nach dem langen Schreibtag weiter
Mit den großartigen Ghost Stories von
Siri Hustvedt in denen heute wieder

Ein Brief des inzwischen Geist des
Großvaters Paul Auster an seinen 
Enkel den Sohn von Sophie kam
Indem er über Namen schreibt 

Warum Siri seine Mormor würde wie
Deren Mutter noch die von Sophie 
Also seiner Mutter war und erzählt
Dabei vom norwegischen Hintergrund 

Auch warum er Papa genannt werden
Möchte wie er seinen Großvater einst 
Nannte der auch schon nicht mehr ist
Erzählt wunderbare Geschichten dazu

Von den Vorfahren von Siri noch in 
Minnesota wohin sie auswanderten
Viel unter Norwegern dort lebten
Wie einfach das Leben dort war

Diese Briefe von Paul der immer
Noch auf seiner elektrischen 
Schreibmaschine alles schrieb sind
Auch im Druckbild so zu erkennen

So erzählt er von einer anderen Zeit
Wie der großen Familie aus der er
Zumindest ein jüdisches Viertel hätte 
Siri sich mit 14 Jewegian nannte

Was typisch für sie und ihren ganz
Eigenen Humor wäre den er wieder
Sehr amerikanisch auch sehr lobt 
Wie jeder Brief mit viel Liebe endet

Es ist rührend schön zu erleben
Wie der frische aber da schon
Sterbenskranke Paul Auster seinem
Enkel Familie und Welt erklärt

Diese Briefe halten zumindest in 
Den gerade düsteren Zeiten des
Amerikanischen Faschismus unter
Trump die Hoffnung noch wach

Auf ein gutes und besseres Amerika
Wie wir es mit Obama noch erlebten 
Es gibt diesen Geist dort auch und
Was gerade ist bleibt ein Fehler

Von New York wo der kranke Paul
Die Briefe an seinen Enkel schrieb 
Ging es nach nach Trier als es noch
Eine wichtige römische Metropole war

In der Verfeinerung der Deutschen 
Berichtet Erwin Seitz über die Stadt
Von der aus das römische Gallien 
Verwaltet wurde und schwärmt dabei

Erzählt von römischer Republik und
Deren Verteidiger Cicero der auch
In Griechenland seine Bildung erhielt
Viel dessen was wir über griechische

Philosophie wissen diesem großen
Staatsmann verdanken um dann
Wieder nach Trier zu schwenken 
Wo noch römische Spuren sind

Ein Beispiel dafür ist die Porta Nigra
Die aber erst im Mittelalter diesen
Namen erhielt infolge Verfärbung
Der zum Bau verwandten Sandsteine

Diese wurde von Marc Aurel errichtet
Dem bekannten Philosophenkaiser
Was zur Verfeinerung auch gut passt
Egal ob wir nun Moselwein mögen

Dieses Kapitel über Trier und seine
Römischen Wurzeln ist wieder sehr
Gelungen und lehrreich so lernte ich
Dass Trier zu römischer Zeit bereits

Bis zu 70.000 Einwohner und eine 
Hochentwickelte Stadtkultur hatte 
Von Unterhaltung bis Verwaltung
War sie ein wichtiges Zentrum

Nicht etwa Lutetia das spätere Paris
War Aufenthaltsort wie Residenz
Verschiedener römischer Kaiser
Die sich in Trier wohl fühlten

So gab es in Trier neben vielen Bars
Einem sonst Nachtleben auch einen 
Circus wie eine weit ausgeprägte 
Kommunale Selbstverwaltung

Sie war Teil des römischen Imperiums
Aber wohl auch eine selbstbewusste
Kommune mit großer Verfeinerung
Der Lebenskultur im antiken Alltag 

jens tuengerthal 16.4.26

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