Lektürentagebuch 16.4.26
Nachdem ich gestern bis tief in die
Nacht noch schrieb habe ich heute
Schon beim Strümpfe anziehen am
Schreibtisch zu lesen begonnen
Dadurch brauchte ich über eine
Halbe Stunde zum Anziehen was
Eher überdurchschnittlich war aber
Eine lohnende Lektüre brachte
Dort fiel mir der große Traum von
Bildung des Grafen Krockow in den
Blick eine Geschichte über die Reise
Von James Cook und Georg Forster
In beider Reiseberichte hatte ich vor
Längerem schon gelesen und war
Gespannt was der kluge Graf über
Den Geist der Aufklärung plaudert
Hier wird der erfahrene Kapitän dem
Jungen neugierigen Naturforscher
Gegenübergestellt und ihr Erleben
Unter den besonderen Umständen
Einer jahrelangen Weltumsegelung
Thematisiert und erzählt dabei schon
In der Einleitung sehr schön auch von
Einem langen Törn mit seinem Sohn
Bildungsideal ist das Zusammenspiel
Von Wissen und Erfahrung dabei und
Plädiert für eine Weltbildung die durch
Begegnung mit dem Fremden wächst
Dabei stellt er die Reise als ein
Paradebeispiel für Aufklärung dar
Mit dem Streben nach Erkenntnis
Das Vorurteile überwinden hilft
So wird die besondere Begegnung
Auf engstem Raum für Monate noch
Thematisiert was Herausforderung
Ganz eigener Art damit wird
Krockow schlägt hier gerne die
Brücke zur Gegenwart um so die
Lust auf Bildung bei den Lesern
Zu wecken was bisher gut gelang
Das Buch wanderte vom Regal
In meinem Stapel und ich werde
Nun gelegentlich auf dem Diwan
Ein wenig darin weiter lesen
Nach der Bildung auf Reisen ging es
Nach dem langen Schreibtag weiter
Mit den großartigen Ghost Stories von
Siri Hustvedt in denen heute wieder
Ein Brief des inzwischen Geist des
Großvaters Paul Auster an seinen
Enkel den Sohn von Sophie kam
Indem er über Namen schreibt
Warum Siri seine Mormor würde wie
Deren Mutter noch die von Sophie
Also seiner Mutter war und erzählt
Dabei vom norwegischen Hintergrund
Auch warum er Papa genannt werden
Möchte wie er seinen Großvater einst
Nannte der auch schon nicht mehr ist
Erzählt wunderbare Geschichten dazu
Von den Vorfahren von Siri noch in
Minnesota wohin sie auswanderten
Viel unter Norwegern dort lebten
Wie einfach das Leben dort war
Diese Briefe von Paul der immer
Noch auf seiner elektrischen
Schreibmaschine alles schrieb sind
Auch im Druckbild so zu erkennen
So erzählt er von einer anderen Zeit
Wie der großen Familie aus der er
Zumindest ein jüdisches Viertel hätte
Siri sich mit 14 Jewegian nannte
Was typisch für sie und ihren ganz
Eigenen Humor wäre den er wieder
Sehr amerikanisch auch sehr lobt
Wie jeder Brief mit viel Liebe endet
Es ist rührend schön zu erleben
Wie der frische aber da schon
Sterbenskranke Paul Auster seinem
Enkel Familie und Welt erklärt
Diese Briefe halten zumindest in
Den gerade düsteren Zeiten des
Amerikanischen Faschismus unter
Trump die Hoffnung noch wach
Auf ein gutes und besseres Amerika
Wie wir es mit Obama noch erlebten
Es gibt diesen Geist dort auch und
Was gerade ist bleibt ein Fehler
Von New York wo der kranke Paul
Die Briefe an seinen Enkel schrieb
Ging es nach nach Trier als es noch
Eine wichtige römische Metropole war
In der Verfeinerung der Deutschen
Berichtet Erwin Seitz über die Stadt
Von der aus das römische Gallien
Verwaltet wurde und schwärmt dabei
Erzählt von römischer Republik und
Deren Verteidiger Cicero der auch
In Griechenland seine Bildung erhielt
Viel dessen was wir über griechische
Philosophie wissen diesem großen
Staatsmann verdanken um dann
Wieder nach Trier zu schwenken
Wo noch römische Spuren sind
Ein Beispiel dafür ist die Porta Nigra
Die aber erst im Mittelalter diesen
Namen erhielt infolge Verfärbung
Der zum Bau verwandten Sandsteine
Diese wurde von Marc Aurel errichtet
Dem bekannten Philosophenkaiser
Was zur Verfeinerung auch gut passt
Egal ob wir nun Moselwein mögen
Dieses Kapitel über Trier und seine
Römischen Wurzeln ist wieder sehr
Gelungen und lehrreich so lernte ich
Dass Trier zu römischer Zeit bereits
Bis zu 70.000 Einwohner und eine
Hochentwickelte Stadtkultur hatte
Von Unterhaltung bis Verwaltung
War sie ein wichtiges Zentrum
Nicht etwa Lutetia das spätere Paris
War Aufenthaltsort wie Residenz
Verschiedener römischer Kaiser
Die sich in Trier wohl fühlten
So gab es in Trier neben vielen Bars
Einem sonst Nachtleben auch einen
Circus wie eine weit ausgeprägte
Kommunale Selbstverwaltung
Sie war Teil des römischen Imperiums
Aber wohl auch eine selbstbewusste
Kommune mit großer Verfeinerung
Der Lebenskultur im antiken Alltag
jens tuengerthal 16.4.26
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