Montag, 22. September 2025

Neujahrsgrüße

Neujahrsgrüße

Neujahrsgrüße Ende September im
Gerade beginnenden Herbst klingen 
Seltsam nach hiesigem Kalender aber
Genau passend nach dem jüdischen

Rosch ha-Schana wird am ersten wie
Zeiten Tag des Monats Tschiri gefeiert
Der ernste Feiertag gedenkt zugleich
Der Erschaffung der Welt und reflektiert

Das vergangene Jahr dabei wird nach
Der Tradition das Widderhorn geblasen 
Wie süße Speisen gegessen so etwa 
Äpfel mit Honig zu bedenken was war

Es beginnt eine zehntägige Phase der
Buße und Reflektion die mit dem höchsten
Jüdischen Feiertag Jom Kippur endet es
Fällt meist in den September oder Oktober

Gegrüßt wird mit Schana Tova was ein
Gutes Jahr bedeutet manche ergänzen
Noch mit Wünschen für ein süßes Jahr
Worin sich die Speisen widerspiegeln

Dies sei hier nun allen jüdischen Freunden
Von Herzen auch gewünscht spannend
Finde ich die dabei Reflektion des alten
Wie Neujahr als ernster Feiertag dazu

Wenn ich nun die Schöpfung die mir 
Naturgemäß eher fern liegt Evolution 
Nenne und im Herbst der Natur gedenke
Scheint mir das sehr passend dazu

Auch der Julianische Kalender an den
Der heutige Gregorianische anschließt
Wendet mit der Wintersonnenwende
Was zumindest zur Nordhalbkugel passt 

Das um die Monate passend zu haben
Zu dieser noch zehn hinzugefügt wurden 
Mag der Ordnung halber noch gut sein 
Zeigt aber die Zufälle der Wechsel dazu

Der Mondkalender zählt dabei anders
Als der Sonnenkalender jedenfalls suchen
Menschen nach Orientierung im Jahr
In Europa gerne auch zwischen den Jahren

Natürlich wäre es viel einfacher wenn alle
Zur gleichen Zeit feiern würden dafür kann
Die Vielfalt der Feste auch bereichern um
So neue Punkte zur Reflektion zu finden 

Spiegelt was wir tun unsere Natur oder 
Hat die Kultur etwas darauf gesetzt um
Uns zu einem Verhalten so zu erziehen
Wäre das eine oder andere wertvoller

Bin kein Anhänger von Rousseaus zurück
Zur Natur was ich ideologisch fragwürdig
Eher finde doch mehr mit der Natur scheint
Geboten wie angemessen auch zu sein

Der Herbst ist die Jahreszeit in der ich
Das Licht der Welt erblickte was eine
Schöne auch philosophische Metapher ist
Für die geistige Suche nach Erkenntnis

So liegt es mir natürlich nah das neue Jahr
Im Herbst auf jüdische Art zu beginnen 
Auch ohne an eine Schöpfung zu glauben
Wurde ich damit doch im Winter gezeugt

Doch feiern wir gewöhnlich eher den
Geburtstag als den Zeugungstag der
Manchmal schwer zu belegen ist auch
Weil es um das selbständige Leben geht

Heute nun beginnt das jüdische Neujahr
Was nächstes Jahr wieder ein anderer
Tag nach dem hiesigen Kalender ist
Ein guter Zeitpunkt zum Nachdenken

Die Feiertage der Kulturen wie auch der
Verschiedenen Religionen zu nutzen um
Über sich kritisch nachzudenken kann
Auch ohne Jenseits mir sehr gut tun

jens tuengerthal 22.9.25

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