Freitag, 27. März 2026

Liebeswecker

Liebeswecker

Mit Liebe geweckt
Beginnen Tage einfach
Wunderbar find ich

jens tuengerthal 27.3.26

Erwachet

Erwachet

Erwachet rufen
Leuchtturmwärter zu gerne
Ungläubigen zu

jens tuengerthal 27.3.26

Abgestanden

Abgestanden

Tee von gestern ist 
Besser nie abgestanden 
Als warmgehalten 

jens tuengerthal 27.3.26

Wohlbefinden

Wohlbefinden

Was macht das Wohlbefinden aus
Worauf kommt es an wenn Glück
Als Gefühl im Leben fraglich ist

Ist das nur eine Befindlichkeit
Die keiner zu ernst nehmen sollte
Oder eigentlich den Kern des Seins

Wo ich mich wohl fühle
Geht es mir gut was schon
Eine gute Orientierung wäre

Kanzler und Vizekanzler wollen
Die Deutschen lieber leiden wie
Wirklich etwas leisten sehen

Anstrengung sei erforderlich oder
Blut Schweiß und Tränen Reden 
Wird solch wohlfeiles genannt

Zum Wohlbefinden tragen sie
Nichts weiter bei nur dazu sich
Kaputt zu arbeiten anstatt

Was nötig wäre um den Wohlstand
Noch zu erhalten behaupten die
Ruckredner ohne Phantasie

Dabei ist genug für alle doch da
Gemeinsam das Wohlbefinden zu
Genießen statt zu konkurrieren

Darum tut einfach weniger was quält
Aber mehr für das Wohlbefinden um
Zu genießen was uns nur bleibt

Am Ende hatten wir immer mehr 
Von Momenten des Wohlbefindens 
Als Erben vom bitter ersparten

jens tuengerthal 27.3.26

Wohlstandswahrer

Wohlstandswahrer

Manche wollen gerne ihren 
Wohlstand wahren aber die
Meisten haben nicht mal
Mehr einen solchen noch
Die Aussicht je darauf weil
Einige wenige ihren mit
Staatlicher Hilfe wahren
Was die meisten bejubeln 
Es könnte ja ihrer sein
Den der Staat da schützt 
Müsste nicht die Mehrheit
Immer arm bleiben damit
Eine Minderheit verdient
Klüger wäre weiter daran
Zu denken dass alles
Eigentum Diebstahl ist
Was vieles erledigt
Der Rest wird dann
Einfach umverteilt 
Ist ja genug für alle da
Nur Wohlstandswahrer
Fürchten sich noch

jens tuengerthal 27.3.26

Tag und Nacht

Tag und Nacht

Wenn ich mal wieder dichtend
In Kleidern bei Licht auf dem
Diwan einschlief frage ich mich
Immer noch habe ich überhaupt
Richtig geschlafen denn auch
Wenn sich wenig unterscheidet
Als Kleidung und Zähne putzen
Denke dann immer an meinen
Vater der früher nie am Abend
Seine Zähne putzte lieber noch
Ganze Knochen zerbiss weil er
Es noch konnte bis er vor den 
Enkeln Vorbild sein wollte der
Auch viele Nächte einfach so
Durchgearbeitet hat weil es
Nötig war wenn auch nicht
Wirklich gesund vermutlich
Aber so war er eben und so 
Bin ich wohl auch der halt 
Irgendwann einschläft und
Dann erwacht weiter dichtet
Zu erkennen woher etwas kommt
Erspart uns nichts aber macht
Vieles verständlicher was 
Tolerant mit sich sein lässt
Verständnisvoller sozusagen
Zumindest sich gegenüber
Wie der relativen Zeit auch
Mal ist Tag dann halt Nacht 
Ansonsten relativ egal

jens tuengerthal 27.3.26

Donnerstag, 26. März 2026

Lektürentagebuch 26.3.26

Lektürentagebuch 26.3.26

Zwischen Erdbeben geht es nun
Weiter mit Curzio Malaparte der
Sich 1931 von Italien entnervt nach
Paris begibt und ein Buch schreibt 

Technique du coup d’etat wird 
International erfolgreich politisch
In der Tradition von Machiavellis Buch
Der Fürst analysiert er Staatsstreiche

Es sind Pilsudski Trotzki Riviera wie
Mussolini und Hitler die er kühl und
Technisch analysiert scheinbar nicht
Ideologisch dabei aber für Trotzki den

Er bewundert dafür Hitler verachtet 
Ihn als femininen Typ lächerlich macht
Der brutale Mittel nutze um seine nur
Lächerliche Schwachheit zu tarnen

Es sei etwas trübes sexuellmorbides
In der opportunistischen Taktik Hitlers 
Wie seiner Aversion gegen alle auch
Revolutionäre Gewalt in seinem Hass

Gegen jede Form von Freiheit und
Individuelle Würde so gäbe es nach
Allen Tragödien und Kriegen immer
Einen der aus der Menge steigt

Dieser setze seinen Willen durch wie
Seinem Groll wie seinem Ehrgeiz folgt
Sich rächt wie eine Frau am ganzen 
Volk und der verlorenen Freiheit

In der Geschichte Europas sei nun
Deutschland an der Reihe und so
Sei Hitler die Frau die das Land
Verdiene was auffällig kritisch war

Es war sicher nicht opportun Hitler
Lächerlich zu machen als sich 
Mussolini immer mehr diesem zuwand
So wurde das Buch erst verboten

Er geht 1933 nach London erhält 
Einladungen nach Cambridge und 
Oxford reist nach Schottland dafür
Wird er nach einem politischen

Konflikte mit dem italienischen
Außenminister von 1933 bis 1935
Auf die einsame Insel Lipari verbannt
Durch Fürsprache seines Freundes

Galezzo Ciano der Schwiegersohn
Von Mussolini ist wird er von Lipari
Nach Ischia versetzt und bekommt
Dort Hausarrest mit Chauffeur dazu

Nach seiner vorzeitigen Entlassung
Veröffentlicht er betont unpolitische
Erzählbände ab 1937 gründete er die
Zeitschrift Prospektive und leitete sie

Die von Mussolini autorisierte und
Vom Kultusministeriums finanzierte
Zeitschrift erschien dann bis 1942
Sie widmeten sich kulturellen Themen

Bis 1938 war die Zeitschrift noch auf
Politische Propaganda beschränkt
Die zweite Serie widmet sich dann 
Der gesamteuropäischen Kultur

Sie wird dann kosmopolitisch und
Die Autoren sind ein Who ist Who 
Der Kultur der Dreißiger Jahre er
Zeigt sich als Teil europäischer Kultur

Dort schrieben James Joyce Paul 
Éluard André Breton Ezra Pound
Und viele andere Namen dabei
Wandte er sich neuer Kunst zu

Es war eine ganz erstaunliche
Publikation bei der die Zensur
Wohl ein Auge zudrückte die
Im Faschismus einzig blieb 

Als Korrespondent der Zeitung
Corriere della Sera ging er nach
Äthiopien das von Mussolini 1936
Eroberte neue Imperium Roms

Er legte zwischen Amara und der
Hauptstadt Addis Abeba sehr lange
Strecken auf einem Maulesel zurück
Begleitet vom zensierenden Polizisten

Die Artikel sind selten kritisch dafür
Banale Landschaftsbeschreibungen
Die Entwicklung in Europa mit der
Besetzung von Böhmen und auch

Albaniens durch Italien machten 
Afrika plötzlich irrelevant warum
Malaparte nach Europa zurückkehrte
Der Chefredakteur lobte ihn später

Ab 1940 wird Malaparte dann zum
Kriegsberichterstatter in Frankreich
Griechenland Jugoslawien Rumänien
Wie auch an der russischen Front

Aufgrund von persönlicher Kritik von 
Hitler wird er nach Skandinavien
Versetzt während der Zeit in Finnland 
Schreibt er seinen Roman Kaputt

Am 30. September 1942 empfängt ihn 
In Stockholm Prinz Eugen der Bruder
Des schwedischen Königs noch
Die Schilderung dieser Begebenheit

Eröffnet dann seinen Roman nach
Kurzem Aufenthalt in Berlin geht er 
Erneut 1943 nach Schweden aber
Kehrt nach dem Sturz von Mussolini

Am 23. Juli 1943 zurück nach Italien
Auch wenn einige Freunde ihm davon 
Abrieten und er wird in dieser sehr
Turbulenten Zeit mehrfach verhaftet

Erst von der neuen Regierung dann
Von den Alliierten als Faschist und
Dann 1944 von italienischen Ämtern
Für jeweils nur sehr kurze Zeit

Er begleitet dann die Alliierten als
Verbindungsmann auf ihrem Marsch
Zur Befreiung nach Norden zeigt
Sich nun als freier Intellektueller

Dann hat er als es in den 50ern still 
Um ihn wird die Idee die USA mit
Dem Fahrrad zu durchqueren um
Gegen die Mechanisierung des 

Modernen Lebens zu protestieren
Wollte dabei 2000 Flaschen Cola
Von seinem Sponsor konsumieren
Der Plan wurde nicht mehr wirklich

Seine Reisefeuilletons zählen zu
Dem besten was Malaparte schrieb
Seine letzte Reise führt ihn 1956
In die Sowjetunion und nach China

Schwer am Lungentumor erkrankt
Muss er die Reise in China abbrechen 
Am 11. März 1957 wird er nach Rom
Geflogen und kam in eine Klinik

Verschiedene Politiker Journalisten
Autoren Kulturschaffende machten 
Ihm noch ihre letzte Aufwartung so
Erhält er am 12. April 1957 noch

Aus den Händen des Parteichefs
Persönlich seinen Mitgliedsausweis
In der kommunistischen Partei um
Dann am 19. Juli 1957 noch bei

Zwei jesuitischen Patres katholisch
Zu werden und dieser absurde 
Kampf um die geaberglaubte Seele
Kurz vor Toresschluss offenbarte

Die Tragikomik eines Lebens das
Zwischen Unabhängigkeit und
Unterordnung immer das Ideal suchte
Widersprüche dabei nicht scheute


Mit Siri Hustvedts Ghost Stories der
Erinnerung an ihren verstorbenen 
Mann Paul Auster begonnen die auch
Eine Beschreibung des neuen Leben

Plötzlich ohne den Geliebten wie sie
Ihn immer wieder nennt was doch
Viel schöner klingt als mein Mann
Was sie natürlich auch mal sagt 

Es ist die ersten Seiten auch ein
Kampf durch ihre Erinnerung an
Das Sterben an Lungenkrebs auch
Wenn ihn eine Nebenwirkung 

Eines leider nötigen Medikaments
Umgebracht hat und nicht der Krebs
Der ihn so nah an den Abgrund
Gebrachte in den er tief schaute 

Siri beschreibt wie sie die Zeit
Nach seinem Ende erlebte von
Ihrer anfänglichen Hypochondrie 
Das sie nun am Spiegelkrebs

Der eine Ausnahme und selten 
Darum nirgendwo beschrieben
Sterben würde aber kann 
Während sie dies schreibt auch

Schon wieder darüber lachen
Während sie erzählt wie sie nach
Pauls Tod erstmal den Schrank leerte
Wie die Medikamente entsorgte 

Dreißig Jahre hatten sie ein Leben
Eine Liebe und eine Familie geteilt
Zusammen und auch für sich gelebt 
Hatten die Arbeitszimmer jeweils

Getrennt respektiert nie wäre sie
Ohne ihn in seines gegangen wie
Er das ihre nur nach anklopfen noch
Betrat was später manchmal vorkam 

Wenn er für eine Recherche etwas
Aus dem Netz brauche der er nie
An einem Computer schrieb sondern 
Immer noch auf der Schreibmaschine

So entsorgt sie auch das Faxgerät
Das die letzte Neuerung moderner 
Kommunikation war die er noch
Mitgemacht hatte der alle Bücher

Von Hand zuerst in Hefte schrieb 
Um sie dann abzutippen und so
Entdeckt sie in seinem Arbeitszimmer
Noch hunderte von Stiften überall

Er hatte immer in der Tasche welche
Mit sich herumgetragen wie sie auch
Massen von Farbbändern findet die
Noch für Generationen reichen

Beim Ausräumen des Schlafzimmers
Mit seinen paar Boxershorts die er
Immer im selben Shop kaufte im
Dreierpack erinnert sie sich wieder

Wie sie ihm beim Anziehen half 
In der letzten Zeit als sie schon
Das Hospiz Zuhause hatten und
Er sagte aber nicht die roten als

Sie ihm eine der Boxershorts geben
Wollte er hatte über Jahre immer
Die blau und grün karierten nur
Getragen die roten konnte er nie

Ausstehen sie waren nur immer in 
Dem Dreierpack mit dabei und so
Lagen sie unbenutzt in der Kommode
Im Schrank hatte er nur wenig Kleider

Nur einen Anzug und einen Smoking
Beides trug er sehr selten sie gibt
Alles weg und will es los werden
Aber riecht noch seine Zigarillos

Wie sie seinen alten Schaffellmantel
Den er aus Argentinien mitbrachte 
In der Garderobe hängen ließ um
Sich in ihn zu hüllen wenn ihr kalt wird 

Das ist voll zärtlicher Erinnerung
An ein gemeinsames Leben wie 
Den Alltag des anderen geschrieben
Aus einer langen schönen Liebe

Sie erzählt von ihrer Therapeutin
Einer älteren Analytikerin die ihr
Jemand dem sie vertraut empfahl
Mit der sie in Zeiten von Corona 

Zunächst nur online Sitzungen
Hatte wie diese dann starb bevor
Sie ihre Abschlusssitzung hatten
Was sie wie manches erschütterte

Die erste Zeit allein im Haus schlief
Sie nur mit Tabletten das ist mit 
Erschütternder Ehrlichkeit dabei
Beschrieben wie manche Sätze

Aus diesem gerade begonnenen 
Wunderbaren Buch lange nachhallen
Wie sie Ergriffenheit ein Gefühl
Zwischen leichtem Schmerz und

Zärtlichkeit nennt war es das was sie
Empfand als sie sein Arbeitszimmer 
Aufräumte und das ist einfach ganz
Stark und einfühlsam geschrieben

Gelesen habe ich erstmal bis zu der
Stelle wo sie von ihrer gemeinsamen
Bibliothek erzählt die tausenden von
Büchern die im ganzen Haus stehen

Dann kommt die Erinnerung an ihr
Zusammenziehen 1981 und wie sie
Ihre beiden Bibliotheken zu einer
Großen gemeinsamen machten 

Dabei hätten sie alle Bücher die sie
Doppelt hatten verschenkt und das
Wären viele gewesen und wie sie
Dabei dachte das bedeutet nun

Dass sie wirklich zusammenbleiben 
Müssen weil es ja eine gemeinsame
Bibliothek nun war was eine der zart
Schönsten Liebeserklärungen ist

Paul sagte als er starb er wolle ein
Geist werden und das ist er für Siri
Die diesen Geist zwischen den Zeilen
Tanzen leben und lieben lässt

Sie macht damit die Trauer wie den
Abschied um den am 30. April 2024
Gestorbenen Paul Auster öffentlich 
Wie dessen Brief an seinen Enkel

Ein wenig schlucken musste ich
Als ich vom 30. April las der Tag
An dem ich 1987 tödlich verunglückte
Jedoch wie hier lesbar überlebte

Eine wunderbare Begegnung mit dem
Geist von Paul Auster der so in den
Worten seiner genialen Frau noch 
Als Geist für mich Leser weiterlebt

jens tuengerthal 26.3.26

Geschlechtsverkehr

Geschlechtsverkehr

Geschlechtsverkehr ist
Weniger verkehrt als ganz
Ohne Sex leben 

jens tuengerthal 26.3.26

Geschlechterstreit

Geschlechterstreit

Streitigkeit zwischen
Geschlechtern machen selten
Noch wen glücklicher 

jens tuengerthal 26.3.26

Teetrinkerpersönlichkeit

Teetrinkerpersönlichkeit

Jede findet Tee
Passend zur Persönlichkeit
Gilt auch für Männer

jens tuengerthal 26.3.26

Paradiesisch

Paradiesisch

Alt wie die Menschheit ist der
Traum vom Paradies in dem
Alles gut und friedlich ist
Wir glücklich zufrieden leben 

Alle Formen des Aberglaubens
Versprechen einem Weg ins
Paradies über harte Qualen 
Die Mensch dafür überstehen muss

Sie klingen wie der Bundeskanzler
Aus der C Partei der alle Faulheit
Ausmerzen will und dafür erstmal
Milliarden im Nichts versenkte

Bin kein Prophet und will es nie sein
Glaube an keinerlei höhere Wesen
Die Welt mache ich mir einfach wie
Sie mir gefällt um das was real ist

Noch weiter ertragen zu können 
Tue ich einfach nichts dazu aber
Bleibe in meiner Bibliothek weil
Mehr braucht keiner zum Glück 

Werdet alle Leser dann habt ihr
Die schönsten Welten ganz nah 
Keiner muss mehr irgendwo hin 
Bleibt um in Ruhe einfach zu lesen

Ruhige Lektüre öffnet den Weg
In schönste sinnliche Paradiese
Schadet niemandem aber tut allen
Die es wagen zu lesen viel besser

Das einzige Risiko dabei ist keiner
Wird mehr jubelnd in Kriege ziehen
Der eine gute Bibliothek bei sich hat
Die ganze Welt gehört den Lesern

jens tuengerthal 26.3.26

Zuvielosophie

Zuvielosophie

Irgendwie ist alles zuviel
Weniger wäre überall mehr
Genug haben wir alle schon
Länger aber machen noch
Einfach weiter obwohl alle
Wissen es läuft verkehrt
Steigt lieber keiner aus
Weil der Zwang zur steten 
Anpassung größer ist als 
Der Mut zum Genuss der
Auch die Wirklichkeit sieht
Im natürlich begrenzten Leben
Gibt es nichts mehr zu tun
Als das was uns gut tut
Wer sich noch quält ist
Zwar normaler Durchschnitt
Aber eigentlich wahnsinnig
Längst ist es allen zuviel
Machen wir lieber weniger
Nichts muss mehr und wer
Anderes verkündet irrt sich
Am Ende siegt Langmut
Über Eifer in Ruhe 

jens tuengerthal 26.3.26

Mehrarbeit

Mehrarbeit

Mehr arbeiten sollen sie
Die faulen Deutschen endlich
Damit es den Reichen weiterhin
Gut geht müsse nun dringend
Mit harten Einschnitten überall
Am Sozialstaat gearbeitet werden
Verkündet Merz ohne Scherz 
Und die dummen Deutschen 
Jubeln ja bitte quäle mich und
Erhöhe die Mehrwertsteuer
Damit sich keiner mehr was
Leisten kann statt endlich die
Wachsenden Vermögen unserer 
Milliardäre gerecht umzuverteilen 
Nimm es weiter von allen gleich
Versenke mit dem Sozen Lars
Weitere Milliarden im nirgendwo 
Ohne das ein Aufschwung dort
Sichtbar werden würde und mach 
Uns bitte alle weiter abhängig
Von Gas und Öl mit deiner
Vollständig unfähigen Ministerin 
Die den Ex Minister fickt
Weil der Krieg am Golf uns 
Gerade zeigt wie dumm dran ist
Wer noch auf Verbrenner setzt
Wie Erneuerbare zurückfährt
Weil Windräder das Bild von 
Guter deutscher Landschaft
Wirklich nachhaltig stören
Bauern wir lieber wieder neue
Atomkraftwerke dafür ohne
Brennstoff dafür zu haben
Verzichten wir auf Sonne und Wind
Was kostenlos überall zu haben
Woran keine Lobby noch verdient
Ist nie im deutschen Interesse
Nur manchmal fragt sich noch
Wer hat diese Idioten gewählt
Dann jubelt der Merz Chor vom
Andenbündnis noch ihr alle habt
Den gewählt der euch quält
Ohne eine Perspektive noch
Bloß überholtes vertritt und so
Bekommt jedes Volk die Regierung
Die es sich wählt und also verdient
Denke ich und versuchte zu lachen
Hallo Amerika es geht sogar noch
Schlimmer unter den Idioten die
Ihre Milliardäre bejubeln 
Denkt besser alle immer daran
Eigentum ist Diebstahl und
Am Ende bleibt nichts das
Letzte Hemd hat keine Taschen

jens tuengerthal 26.3.26

Mittwoch, 25. März 2026

Lektürentagebuch 25.3.26

Lektürentagebuch 25.3.26 

Weiter geht es mit der Verfeinerung
Der Deutschen von Erwin Seitz in
Kapitel II Dorf oder Stadt über die Sehnsucht nach der Metropole und

Heinrich Heine als Visionär doch 
Zunächst erfahren wir wie viele
Deutsche Künstler sich zu Anfang
Des 19 Jahrhunderts noch der Mystik

Hingaben als hätte es nie eine 
Aufklärung im Land gegeben so
Wurde mehr für das Landleben noch
Geschwärmt als für die Metropole

Solche waren in Deutschland ohnehin
Schwer zu finden weil es nicht eine
Königliche Kapitale gab die freien 
Reichs- und Hansestädte hatten in

Mittelalter und Renaissance noch
Höchstens 20.000 Einwohner nur 
Ausnahmsweise mal 50.000 wie
Köln Nürnberg und Augsburg

Dagegen hatten andere europäische
Metropolen schon im 16. Jahrhundert 
Weit über 100.000 Einwohner wie
Venedig Paris oder London

Erst im 18. Jahrhundert wurden Wien
Berlin und Hamburg zu Großstädten
Doch Wien lag in der Peripherie und
Berlin hatte Militär und Bürokraten

Heinrich Heine hätte sich gerne mit
Berlin angefreundet er kam 1822 in 
Die Stadt um Jura und Philosophie
Zu studieren und war begeistert 

Von der Größe und den Möglichkeiten
Es war zur gleichen Zeit als Friedrich
Den einsamen Baum malte und
Eichendorff den Taugenichts dichtete

Heine schuf als Student aus dem
Nichts ein großstädtisches Feuilleton
Veröffentlichte Briefe aus Berlin und
Erfand den Geist der Metropole neu 

Zunächst schwärmte er noch von
Der ländlichen Heimat in Westfalen
Das er durchwanderte und wie ihm
Die uralten Eichen dabei zuflüsterten

Er wollte so viele Seiten wie möglich
Der Stadt beschreiben und nicht nur
Die übliche bekannte Hochkultur in
Leichtfüßiger Prosa beschrieben

Er kritisiert die Hohenzollern aber lobt
Die Bürger die der Stadt Glanz geben 
Das Schloss sei grau und veraltet 
Dafür war bürgerliches Leben bunt 

Er hielt dem spartanisch-asketischen
Berlin der Hohenzollern dafür das 
Athenisch-hedonistische der Bürger
Entgegen dass ihm viel besser gefiel

Schwärmt von der Pracht die er dann
Unter den Linden sehen kann doch 
Das königliche Palais sei schlicht nur
Der König wohne einfach bürgerlich

Schon für Heine war der Boulevard
Unter den Linden geschichtsträchtig
Verspottet die Deutschen und ihre 
Liebe zu den Bäumen dabei auch

Dabei erzählt er wie es ihn dabei
Erschauert bei all den Berühmten 
Die einst hier gelustwandelt nennt
Dabei zuerst Lessing dann Friedrich II

So macht er Berlin zur Stadt der
Aufklärung statt des Säbelrasseln
Wendet sich dem zivilen Leben zu
Schaut lieber auf die schönen Damen

Genau beschreibt er die Gastronomie
Entdeckt neue Gourmetrestaurants
Die in Paris nach der Revolution von
Arbeitslosen Köchen erfunden wurden 

Vom Gourmet Restaurant Jagor 
Schwärmt Heine als Paradiespforte
Etwa vom dortigen Trüffeleis noch
Aber kritisiert auch lahme Bedienung

In diesem Gourmettempel gab es
Die große Küche wie eine im Buch
Abgedruckte Karte zeigt mit allen 
Delikatessen von Austern bis Wein

Heine versuchte den urbanen Geist
In Berlin zu beschreiben aber ging
Dann doch lieber 1831 nach Paris 
Kurz bevor er hier verboten wurde

Das Gemälde die Weinprobe von
Johann Peter Hasenclever zeigt den
Lukullischen Geist 1843 es hängt
Auch in der Alten Nationalgalerie

Wie in einer Karikatur kommen hier die verschiedenen Formen des 
Genuss in den Personen wieder
Es ist zugleich komisch und echt

Zwischen Bühne und wildem Garten
Über Max Slevogt zwischen Berlin 
Und Neukastel in der Pfalz über
Leinsweiler wo der Slevogthof ist

Heißt das Essay von Karoline Feulner
Das sich mit den Impressionisten
Max Slevogt und seinem Weg zu
Dieser Form der Malerei beschäftigt

Zunächst war Slevogt in München
Von dort holten ihn Paul Cassirer 
Wie Max Liebermann nach Berlin
Der Berliner Secession beizutreten 

Der Slevogthof wie er ihn später
Nannte ist nahe von Landau gelegen 
Heute ein Kulturzentrum mit Kunst 
Taucht in vielen seiner Bilder auf

Es ist ein wilder Garten damit ganz
Anders als der von Liebermann der
Gerade Achsen hat und die Natur
Genau ordnet zwischen den beiden

Gärten vor und hinter seiner Villa
In der Kolonie am Wannsee was
Auch die unterschiedliche Art zu
Arbeiten beider Künstler zeigt

Liebermann arbeitete zu ganz
Regelmäßigen Zeiten während
Slevogt sich genialisch von der
Wilden Natur inspirieren ließ

So überlieferte auch Cassirer
Dass die Zusammenarbeit mit
Slevogt auch als Illustrator nicht
Immer einfach war oft überraschend

Nie hätte dieser ein von seinem
Verleger Cassirer vorgeschlagenes
Buch angenommen dafür teilweise
Hundert Bilder in einer Nacht gemacht

In München waren seine Bilder noch
Dunkel und vom Geist der dortigen
Akademie eher geprägt was sich
Mit der Zeit deutlich verändert

Cassirer vermittelte ihm Kontakte
In Paris wobei unklar ist ob er
Diese auch nutzte aber eine
Späte Postkarte ist so auslegbar

In Berlin dagegen ging er in die
Oper ins Theater und verkehrte
Auch im Romanischen Café dem 
Treffpunkt so vieler Großer 

Das Haus in der Pfalz war wohl
Direkt benachbart dem Haus
Seiner Schwiegereltern seine
Frau Nina malte er im Garten

Das Essay stellt wunderbar die
Beiden Lebenswelten zwischen
Pfalz und Berlin von Slevogt dar
Zeigt wie sie seine Kunst prägten

Auch die Gegenüberstellung mit
Liebermann ist sehr spannend da
Zwei gegensätzliche Charaktere
In ihrem Refugium gezeigt werden

jens tuengerthal 25.3.26