Freitag, 16. Januar 2026

Lustalter

Lustalter 

Was ist das beste Alter um
Die Lust miteinander zu genießen
Ist es wie in der Liebe ganz egal
Oder lassen die Kräfte halt nach

Das tun sie zumindest beim Mann
Der es nicht immer wenn überhaupt
Noch schafft alte Pracht zu entfalten
Während weibliche Potenz zunimmt

Befreit von der Sorge oder auch
Hoffnung schwanger zu werden
Kann die Lust pur genossen werden
Sofern gleichartiger Mann noch kann 

Ansonsten tun es für Frau ja auch
Jüngere sofern wir endlich den so 
Lächerlichen Jugendkult abstellen
Wären Lust keine Grenzen gesetzt 

Auch die Männer mit der natürlich
Abnehmenden Standkraft können
Noch vielfältig Lust schenken wie
Miteinander noch mehr genießen

Wie immer bewirkt darüber reden
Wunder im lustvollen miteinander
Dabei geht noch mehr als gedacht
Wird was geht dafür viel intensiver 

Sex hat keine Altersgrenze dafür
Unendlich viele Varianten die zur
Körperlichen Konstitution passen 
Tut gut und stärkt das Immunsystem

Sich darauf freuen ist vermutlich das
Beste was wir mit dem Alter noch
Machen können was alleine kommt
Um es auf jede Art zu genießen

Artistischer Tantra Sex ist eher für
Jüngere Generationen um sich
Dabei erforschen noch zu kommen
Slow Sex passt für jedes Alter gut

Sich voller Gefühl gut tun zu wollen
Ist alles was es immer braucht aber
Wo es so ist können wir einfach in 
Jedem Alter genießen was kommt

jens tuengerthal 16.1.26

Liebesalter

Liebesalter 

Was ist das richtige Alter 
Für die Liebe und das Glück
Lange dachte ich es kommt
Noch irgendwann später

Dann war ich plötzlich alt 
Ohne es sein zu wollen
Aber dennoch verliebt wie
Mit 16 geträumt nur wirklich

Mit 46 verlor ich mein Herz
An eine bildschöne ganz junge 
Prinzessin und verlor mit ihr
Auch mich zu lange völlig

Mit 55 dann plötzlich völlig
Ohne jeden Plan dabei fand ich
Die Liebe meines Lebens und
Es fühlt sich wunderbar an

Sie ist neun Jahre älter als ich
Die schönste und klügste für mich
Verheiratet und nicht immer da 
Aber das ist vielleicht gut so

Ihr Mann ist noch deutlich älter
Als ich jünger bin was nun die
Grenzen alle lustig verschiebt 
Und die Liebe macht was sie will

Was wird weiß keiner so genau 
Aber wir lieben uns so glücklich
Dann kommt es wie es passt
Wir genießen dann was bleibt 

Mit Mitte 50 bis 60 ist also das
Beste Alter um sich zu verlieben 
Bis wir 70 und 80 noch werden 
Dann genießen wir eben das

So hat jedes Alter die beste Liebe
Wenn wir nur wagen ihr mit ganz
Großem Gefühl auch zu folgen
Passiert der Rest von alleine

jens tuengerthal 16.1.26

Grönlandgelassen

Grönlandgelassen

Deutschland schickt nun die
Wilde 13 nach Grönland um
Den NATO Partner Dänemark
Vor Trumps USA zu schützen

Erfahrene Jim Knopf Leser lächeln 
Dazu nur müde und ahnen schon
Der Scheinriese schrumpft alleine
Wenn wir nur nah genug kommen

Dies entbehrt nicht einer gewissen
Komik zugegeben und zeigt Humor
Ansonsten fragt sich eher wem die
Symbolische Politik dienen soll

Viel klüger wäre es dem gierigen
Trump neben dem Kühlschrank im
Nordmeer noch Europa anzubieten
Für kollektive Beitrittsverhandlungen

Das könnte die Demokratie in den
USA eher retten als Drohungen die
Keiner ernsthaft verfolgen kann 
Darum unnötiger Popanz nur sind

Der Fette Ami ist gierig dann sollte
Europa ihm genug zu fressen geben
Was ihn bald völlig überforderte und
Lächerliche Nationalstaaten erledigte

Trump wäre den ganzen Rest seiner
Präsidentschaft mit ständig neuen
Beitrittsverhandlungen beschäftigt
Zölle hätten sich schnell erledigt

Besser die EU schickt schnell ein
Beitrittsgesuch an die USA die bald
Vor lauter Sternen keine Streifen
Mehr sehen könnten auf ihrer Fahne

Natürlich gehört Grönland zur großen
Amerikanischen Platte dazu wie viele
Andere Staaten auch dazu braucht
Keiner mehr Zäune und Grenzen 

Trump mit Militär zu drohen ist völlig
Lächerlich ihn zu überfordern aber
In seiner grenzenlosen Eitelkeit wäre 
Langfristig nachhaltig sinnvoll

USW die Vereinigten Staaten der Welt
Sind die einzig vernünftige Antwort 
Dem Ami klare Grenzen zu zeigen
Es machte alle Nationen überflüssig

Ob Europas schon so weit ist scheint
Leider bisher eher fraglich darum
Schickt Deutschland 13 Mann mit
Oder ohne Frau nach Grönland

Es könnte so einfach sein wären
Die Europäer mutig genug dem
Verfressenen fetten Ami einfach
Die ganze Welt anzubieten 

Die unabänderliche Geltung der
Europäischen Menschenrechte
Wären Teil einer neuen Union
In der Trump die Minderheit wäre

jens tuengerthal 15.1.26

Donnerstag, 15. Januar 2026

Lektürentagebuch 15.1.25

Lektürentagebuch 15.1.25

Mit Egon Friedell nach Russland
Gereist bevor die sibirische Kälte
Ende Januar hierher kommen soll
Nach Aussage der Wetterpropheten

Bedenke ich den raschen Wandel
Aller Prognosen scheinen sie auch
Echte Propheten zu sein sind so
Unglaubwürdig wie aller Aberglaube 

Friedell beschäftigt sich zuerst mit
Peter dem Großen und seinen so
Radikalen Reformen die direkt aus
Dem Mittelalter in den Barock stießen

Zu schnell zu viel zu radikal wie oft 
Auch zu brutal jemals angenommen
Zu werden beurteilt der Wiener das
Reformprogramm im Osten kritisch

Es hat schon eine große kulturelle 
Arroganz als aufgeklärter Europäer
Dem Rest der Welt zu erklären er 
Sei noch primitiv zurückgeblieben 

Dies ist der Geist des Kolonialismus
Den wir gerade vorsichtig infrage
Zumindest stellen wie überwinden
Wollen der für Friedell lebendig war

Erst mit Ende des 2. Weltkrieges 
Endete dieser Geist formal doch 
Wie Trump zeigt haben es noch
Immer nicht alle Staaten begriffen

Davon jedoch abgesehen trifft
Der Blick auf Peter den Großen
Einen Kern den wir uns heute
Moralisch nicht mehr erlauben 

Wie gut es darum sein kann beim
Blick in die Geschichte auch die
Eigene Moral infrage zu stellen
Bleibt die stets spannende Frage

Denke Friedell betrachtet den vom
Geist der Aufklärung infizierten Zar 
Peter zu kritisch vor allem auch
Hinsichtlich der eigenen Entwicklung 

Peter wurde gemeinsam mit seinem
Epileptischen Bruder Iwan 1682 also
Mit zehn Jahren bereits Zar und blieb
Es am Ende allein bis 1725

Gar nicht erwähnt Friedell die große 
Gesandtschaft mit der Peter durch
Europa reiste um es zu studieren
Zimmermann in Amsterdam zu lernen

Er hatte für die große Reise noch
Deutsch und niederländisch gelernt
Auch vom Aufenthalt zu profitieren 
Brachte mit was er selbst lernte

Dies um für die geplante russische
Marine Schiffe bauen zu können die
Dem neuesten Standard genügten
Das Osmanische Reich zu besiegen 

Vielleicht könnte über seinen Hass
Auf die Strelitzen zu diskutieren sein
Bei kritischer Betrachtung seiner 
Person als absoluter Herrscher

Von seinem brutalen Umgang mit
Den Strelitzen erzählt Friedell etwas
Das sachlich nicht falsch ist aber ohne
Kontext des Aufstandes unklar bleibt

Dessen traumatische Erfahrung
Mit brutalen Strelitzen in frühester
Kindheit die Angehörige vor seinen 
Umbrachten bleibt dort unerwähnt

Auch das Peter der Große tatsächlich
Über 2 Meter groß war sollte doch 
Beim Blick aufs seine Epoche noch
Gewusst werden ihn zu verstehen

All dies vernachlässigt Friedell um
Seine Reformen als zu radikal für
Sein rückständiges Volk zu erklären
Was mir eher fragwürdig erscheint

Der Romanow Peter der als 14. Kind
Mit der zweiten Frau in ländlicher
Umgebung aufwuchs konnte sich
Dafür dafür alleine auch begeistern 

Wenn wir andere Kulturen und Völker 
Als gleichberechtigte Partner je
Sehen wollen treten wir auch mit
Ihnen natürlich in Konkurrenz

Peter erkannte die Überlegenheit
Der europäischen Kultur gegenüber
Einer rückständigen russischen
Er eröffnete seinem Volk Chancen

Es ist ja nett nach der zu langen
Kolonialen Anmaßung endlich mal 
Zurückhaltung zu üben dafür die
Genutzte Chance zu kritisieren

Das gleiche kulturelle Niveau zu
Erreichen führt nirgendwo hin wie
Die Kritiker an Hochschulen wohl
Bald merken werden weil das

Gerede von zurück zur Natur war
Schon bei Rousseau eher ein
Versuch seine Inkontinenz zu tarnen 
Was ich verstehe aber keinem hilft

Auf ähnlichem Niveau was zwar
Beifall der Hamas-Versteher an den
Deutschen Hochschulen fände
Weil es ihrem geistigen Niveau 

Vermutlich ganz entspricht ist nun
Das Gerede Friedells von der großen
Russischen Seele die Peter und die
Preußin Katharina nicht berührten

Empört sich über die Bolschewiken
Die Peter wie Lenin folgen wollen
Aber dann radikal russisch gleich
Die Existenz einer Seele leugneten

Ja was denn sonst bitte denke ich
Vermutlich zu weit von Wien und
Den Weihrauchschwaden des dort 
Katholischen Aberglauben entfernt

Eine Seele ist eine bloße Erfindung 
Des Aberglauben mit dem Zweck
Die Abhängigkeit weiter zu erhalten 
Nirgendwo in der Natur nachweisbar

Weniger Aberglaube mehr Vernunft 
Den Mut haben kritisch zu denken
Ist das Motto der Aufklärung die
Keinerlei erfundene Seele braucht

Ob das Gefühl dann dabei stimmt
Entscheidet nicht der Aberglaube
Sondern auch der freie Wille mit
Außer ich gebe ihn für Glauben auf

Friedell ist auch gut um sich an ihm
Wie seiner teilweise obskuren Sicht
Intensiv zu reiben wie hier beim
Gerede um die russische Seele

Diese Zusammenfassung von 
Verschiedenen Hirnfunktionen
Sollte endlich Aberglaube werden
Statt es wie normal zu verwenden

Es gibt keine Seele und der Mensch
Ist nichts als Natur die eine endliche
Zeit von unterschiedlicher Länge nur
Funktioniert der Rest ist nur Glaube

Peter den Großen und Katharina die
Ebenso genannt gegen den alten 
Aberglauben im Geist der kritischen
Aufklärung zu verteidigen ist gut so

Friedell in der Hinsicht ein Schwätzer
Aber gut wo er Anlass gibt zu streiten 
Die Licht der Aufklärung gegen die
Finsternis der Glaubens zu stellen

Komme mir schon fast vor wie
Settembrini im Zauberberg auch
Wenn Friedell sonst klug ist beim
Glauben spinnt der Konvertit etwas

jens tuengerthal 15.1.26

Liebesgrüße

Liebesgrüße

Liebesgrüße am
Morgen und Abend lassen
Tage mir leuchten

jens tuengerthal 15.1.26

Erwartungslos

Erwartungslos

Erwartungslos lebt
Sich leichter als mit Hoffnung
Noch auf Änderung

jens tuengerthal 15.1.26

Ausgeschlafen

Ausgeschlafen 

Ausgeschlafen hängt 
Weniger an Zeiten als
Den Gefühlen dabei

jens tuengerthal 15.1.26

Lektürentagebuch 14.1.26

Lektürentagebuch 14.1.26

Egon Friedell beschreibt in seiner
Kulturgeschichte der Neuzeit am
Beispiel des Großen Kurfürsten den
Aufstieg von Brandenburg Preußen 

Wie Friedrich Wilhelm durch so kluge
Wie perfide Politik das Herzogtum
Preußen aus der noch polnischen
Lehnshoheit befreien konnte

Begründete durch Niederwerfung der
Stände die unumschränkte Monarchie
Wobei er laut Friedell auch Brutalität
Wie Rechtsbrüche nicht scheute

Er schuf zur Sicherung seiner Macht
Im Inneren wie auch Schutz vor der
Schwedischen Großmacht erstmals
Ein stehendes Heer miles perpetuus

Baute den Friedrich Wilhelm Kanal 
Der Oder und Elbe verband richtete
Eine eigene Post ein die zuverlässig
Schneller als die Taxissche fuhr 

Dazu reformierte er sowohl das
Steuerwesen wie den Unterricht
Stiftete die Universität Duisburg
Forderte Ackerbau und Viehzucht

Vergrößerte und verschönerte Berlin
Durch die Schlossbibliothek wie die
Pflanzung der Bäume in der Straße 
Die zu Unter den Linden wurde 

Unterhielt sogar eine Kriegsmarine
Die aber unter seinem Nachfolger
König Friedrich I wieder verfiel der
Dafür aber sich seine Krone kaufte

Dazu gründete er eine Handelskolonie
Mit einem Fort an der Küste von 
Guinea war in der Religion tolerant 
Ließ seinen Untertanen dabei Freiheit

Sein Potsdamer Edikt lud Verfolgte
Ein unter seinen Schutz zu kommen
Was vor allem viele Hugenotten taten 
Die das Land vielfältig bereicherten


Im nächsten Abschnitt gerät Friedell 
Als Wiener ins Schwärmen über
Prinz Eugen der für ihn einer der
Stärksten Politiker seiner Zeit war

Ursprünglich hatte er wegen seiner
Unansehnlichen Gestalt und großen 
Schüchternheit Geistlicher werden 
Sollen und wurde der größte Feldherr 

Seine Siege erwarben Habsburg erst
Italien die Niederlande Siebenbürgen 
Serbien und die Walachei zugleich 
War er ein weitblickender Diplomat 

Erkannte als einziger österreichischer
Staatsmann dass Großmacht nur 
Blieb wer Kolonien und Seemacht hat
Wollte Oostende und Triest als Häfen 

War daneben ein Freund der Kunst
Wie der Wissenschaft seine eigene
Sammlung zeugt von erlesenem
Geschmack und Sachkenntnis 

Das Hauptwerk von Leibnitz die
Monadologie ist ihm nicht nur
Gewidmet sondern erst durch
Seine Anregung entstanden

Die aus Sicht Friedells beiden 
Genialsten Architekten des Barock
In Österreich Fischer von Erlach und
Lukas von Hildebrandt bauten für ihn

Sein Stadtpalais und das um Park 
Wie Teich komponierte Schloss
Belvedere waren das Ergebnis
Er war ein echter Barockmensch

Hatte die sublime Nüchternheit
Voll heimlicher Sehnsucht nach
Bunten verwirrenden Dingen die
Das Leben begehrenswert machen

So nennt Friedell ihn einen starken
Wissenden steuerkundigen Geist 
Der umwittert vom Aroma der
Problematisieren Naturen war

Prinz Eugen von Savoyen-Carignan
Wurde 1663 in Paris geboren und
Starb 1736 in Wien war der wohl
Erfolgreichste Oberbefehlshaber 


Passend widmet sich Friedell als
Nächstes Christina von Schweden
Die er sehr originelle Erscheinung 
Nennt über die viel geredet wurde 

Ihr Äußeres war nicht schön aber
Interessant ihre forciert männlichen
Manieren wie Neigungen erregten 
Überall Aufsehen und stärkten auch

Gerüchte sie sei ein Hermaphrodit
Worauf sie einmal die Kutsche umwarf
Mit gehobenen Röcken liegen blieb 
Die genanten Bedienten herbei rief

Sie sollten sich überzeugen dass sie
Kein Zwitter sei war dabei eine ganz
Leidenschaftliche Reiterin und Jägerin
Die ihr Haar stets kurzgeschoren trug

Das sind die bekannten Vorurteile 
Über eine selbstbewusste kluge Frau
Die es wagte eigene Wege zu gehen
Käuen männliche Sichten wieder

Sie verglich sich mit der Königin von
Saba interessierte sich sehr für die
Wissenschaft besonders Mathematik
Und Astronomie liebte sie sehr

So korrespondieren sie mit Pascal
Berief René Descartes an ihren Hof
Wo der Südfranzose dem nordischen
Klima nicht gewachsen leider starb

Ob es daran lag dass die wenig
Schläferin Christina den armen 
Langschläfer Descartes jeden Morgen
Um fünf Uhr bei sich sehen wollte

Ist relativ ungewiss warum sollten
Zwei Hochbegabte sich nicht auch
Über Uhrzeiten verständigen können
Hier scheint noch vieles eher unklar

Doch gründete sie vorher mit seiner 
Hilfe eine Akademie schrieb selbst 
Zahlreiche Pensées und war die erste
Die Hexenprozesse ganz abschaffte

Sie verzichtete jedoch wie Friedell 
Schlicht schreibt bald auf den Thron
Ging dafür nach Rom und wurde dort
Katholisch was so auch nicht stimmt

Sie konvertierte bereits im Geheimen
Nach ihrer Flucht 1654 in Antwerpen 
Nicht öffentlich noch wie 1655 dann
Ganz offiziell in Innsbrucks Hofkirche

Zu Christina finden sich immer wieder
Widersprüchliche auch verwirrende
Meldungen was zeigt wie geschickt 
Sie Gerüchte über sich noch streute

Auch Friedell folgt solchen Gerüchten
Die ihren Größenwahn belegen sollen
Ohne taktische Gründe dabei nur zu
Hinterfragen die andere Bilder zeigen

Seine These dass sich dieser ans 
Pathologische grenzende Selbstwert
Sich bei Karl XII wiederholt zeugt von 
Vorurteilen mehr als von Vernunft 

Empfehle zu Christina von Schweden
Eher das sehr gute Buch der Wiener
Australierin Veronica Buckley die mit
Philipp Blom übrigens verheiratet ist

Dieser Band der Anderen Bibliothek
Ist ein kulturhistorischer Schatz weil er
Hintergründe und Zusammenhänge
Dieser freien Frau gut beleuchtet

Natürlich kann Christinas Diebstahl
An schwedischem Vermögen mit der
Entführung ihrer Kunstsammlung
Als solcher isoliert gesehen werden

Doch muss zugleich gesehen werden
Dass die letzte regierende Wasa der 
Ihre Vettern Pfalz-Zweibrücken folgten
Allein so finanzielle Sicherheit hatte

Für die versprochene Apanage war
Sie auf den guten Willen auch des 
Schwedischen Parlament angewiesen
Was vorher ihre Verschwendung noch

Angegriffen und beklagt hatte die der
Schwedischen Großmacht sehr wohl
Entsprachen die vom Ende auch des 
Dreißigjährigen Krieges profitierte

Diesen hatte die kluge Christina
Noch schneller beenden wollen
Weil Krieg sich nie lohnt aber war
An korrupten Interessen gescheitert

Hatte selbst aber noch im letzten
Kriegsjahr durch die fragwürdige
Plünderung von Prag ihren Schatz
Um das Erbe Rudolfs vergrößert 

Dem Wunsch ihres Vaters gemäß
Der in der Schlacht bei Lützen fiel
War sie sehr männlich erzogen 
Worden von Mutter und Kanzler

Jener Reichskanzler und Freund
Des verstorbenen Karl Gustav hat
Eine wichtige Rolle lange gespielt
Und hieß Johann Axel Oxenstierna

Bis die Mutter psychisch erkrankte
Die schon lange an Depressionen
Wohl litt nach dem Tod ihres Mannes
Was auch kein großes Wunder war

Sie war eine brandenburgische
Prinzessin und lange war die Ehe
Von Christina mit deren Neffen
Friedrich Wilhelm noch geplant

Jener als großer Kurfürst bekannt
Gewordene Reichsfürst hätte mit 
Christina eine sehr gute Partie
Gemacht nur ihre Herrschaft beendet 

Warum Christina nie heiratete die
Als Jugendliche eine Liaison mit ihrem
Vetter dem späteren Karl X hatte
Kursieren verschiedene Gerüchte

Ob sie eine stärkere homosexuelle
Neigung zu Frauen hatte oder nur
Ihre Freiheit nicht verlieren wollte
Bleibt wie manches noch unklar

Auch wie sehr ihre Konversion 
Protest gegen ihre Erziehung im
Streng protestantischen Geist war
Erläutert der Konvertit Friedell nicht

So sehr ich die kommentierende Art
Von Friedell schätze fehlt ihm bei
Christina deutlich Feingefühl noch
Für Zwänge und Rolle einer Frau

Christina die acht Sprachen sprach
Sicher vielfältig hochbegabt war
Lebte in einer Zeit in der weibliche
Freiheit und Geist verpönt waren

Eine schöne kleine Anekdote der
Literarischen Art aus dem Umfeld
Von Christina ist noch dass ihre
Mutter nach Gripsholm später zog

Dieses Schloss wird fast 300 Jahre
Später zum Titel einer erotischen 
Liebesgeschichte von Tucholsky
Unter dem gleichen Titel noch

Dort verbringt ein verliebtes Paar
Den Sommer und wird nacheinander
Besucht von einer Freundin und 
Einem Freund und genießen dies 

Vielleicht war Christina von Wasa
Einfach zu klug für die schlichten 
Formen einer Beziehung warum sie
Freiheit statt Macht für sich wählte

Friedell erwähnt übrigens auch nicht
Dass Christina sofort abdanken wollte
Oxenstierna sie daran hinderte der
Noch in Osnabrück verhandelte

Dies endete sehr zum Vorteil von
Schweden die Pommern wie Bremen
Als Herzogtümer erhielten damit ein
Tor zur Nordsee plötzlich auch hatten

Friedell lesen ist eine Freude aber es 
Macht auch Spaß ihn zu widerlegen
Wenn er nur Vorurteile verbreitet mit
Seinem oberflächlichen Frauenbild

jens tuengerthal 14./15.1.26

Mittwoch, 14. Januar 2026

Iranunruhen

Iranunruhen 

Die Frauen im Iran wehren sich
Gegen die mittelalterliche Religion
Sie proben den Aufstand und das
Regime schlägt mit Gewalt zurück

Sie zünden sich Zigaretten an den
Brennenden Bildern Khomeinis an
Unverhüllt und frei wehren sie sich
Gegen Beschneidung ihrer Freiheit

Stürzt das Mullahregime endlich
Diese Quelle des islamistischen
Terror weltweit der Finanzier der
Hamas und anderer Terroristen 

Steckt hinter dem Protest der Massen
Im Iran gegen den totalitären Staat 
Der Islamisten am Ende die CIA 
Wie Greta Thurnberg behauptet

Diese bereits als antisemitisch
Bekannte Autistin  hatte sich
Schon länger mit ihrer Flotilla auf
Seiten der Islamisten geschlagen 

Gemeinsam mit dem rechtsradikalen
Von Putin auch finanzierten Magazin 
Compact verteidigt sie die Mullahs
Gegen den Angriff der CIA plötzlich

Noch ist unklar ob diese geistig
Schwer gestörte Antisemitin nun
Die nächste Flotilla nach Teheran
Schickt die Mörder zu versorgen

Schließe nicht aus dass die CIA
Wie Trumps kranke Gier nach Öl
Den Aufstand unterstützen doch 
Wird damit der Kampf nicht falsch

Frauen wehren sich gegen die
Unterdrückung durch die wirklich
Mittelalterliche Sekte Islam was
Dringend nötig und gut so ist 

Es braucht keine Toleranz gegenüber
Religiöser Intoleranz und dem noch
Immer herrschenden Fanatismus
Mit dem Männer ihre Macht sichern 

Kein Aberglaube der Welt hat im
Staat etwas zu suchen auch die
Verantwortung vor Gott die im
Deutschen Grundgesetz steht 

Gehört so gestrichen wie die
Mullahs endlich gestürzt und
Der reaktionäre Islam verboten
Welcher Frauen weltweit unterdrückt

Es ist in Ordnung wenn nun das
Iranische Volk die Unterstützung
Der CIA nutzt sofern es sie gibt
Das gilt auch für Satelliten Internet

Dieses gehört über Space X zum
Konzern von Musk der leider zu
Mächtig geworden ist warum es
Demokratischer Grenzen bräuchte

Aber ich kann auch Musk und Trump
Schlimm finden und dennoch eine
Politik unterstützen die den Frauen 
Im Iran die Freiheit endlich bringt 

Natürlich sehe ich klar dass Trump
Nach Venezuela mit dem Iran den
Zweiten Verbündeten Putins dort
Stürzen will was seinen Preis hat

Putin spurt nicht in der Ukraine
Macht weiter den großen Matz
Dann werden seine Verbündeten
Eben destabilisiert und gestürzt

So fragwürdig ich in vielem die
Wild-West-Methoden Trumps finde
Könnte er positives bewirken was
Mit dem Sturz der Mullahs begänne

Sehe klar den US Imperialismus
Der nach weltweiten Öl-Vorräten
Giert auf das falsche Pferd setzt
Weil fossile Energie keine Zukunft hat

Aber ein Weltstaat nach Verfassung
Der USA stünde besser da als ganz
Viele Nationen bisher kamen die
Von Traditionen gefesselt wurden

Der christliche Fundamentalismus 
Würde im globalen Kontext relativiert
Zukunft hat dafür nur ein strenger
Laizismus nach französischem Vorbild 

Wer braucht noch Nationen dieses
Lächerliche Erbe des 19. Jahrhundert
Besser wir werden alle endlich
Vereinigte Staaten der Welt

Zoll Zäune und Grenzen wären damit
So erledigt wie die Macht nationaler
Populisten weil ja alles eins würde 
Aber ich komme vom Iran ab 

Die Mullahs sind längst Geschichte
Sie morden noch etwas ihr Volk bis
Dieses sie mit Unterstützung der USA 
Stürzen und in Rache erledigen

Vielleicht wenn sie klug sind wird
Vorher die Flucht nach Moskau
Organisiert um sich abzusetzen
Mehr Perspektiven haben sie nicht

Die kurzsichtigen Ansichten von
Trump sind historisch gesehen
Völlig egal wenn es langfristig
Zu den USW führt die für alle lohnen

Dumm wäre Trump diese Chance
Nicht zu nutzen die sich ihm in bietet
Einen freien Bundesstaat Iran als
Östliches Territorium zu gründen

Die Welt würde befreit aufatmen
Putin verlöre damit den nächsten
Verbündeten der konservative Islam
Stünde am Markt vor dem Ende

Wer außer alten impotenten Männern
Mit Angst um chauvinistische Rechte
Könnte am lächerlichen Aberglauben
Festhalten wenn er nicht müsste

Die USA sagen es geht ihnen nur um
Amerika und greifen real nach der
Weltmacht die nach den Regeln der
Vereinigten Staaten der Welt kommt 

Wenn Europa klug ist wird es nun
Kooperieren und beitreten um so
Die Zukunft noch mitzugestalten
Trump macht was China lange tat

Die neue Seidenstraße wie auch die
Investitionen in Megaprojekte in Afrika
Zeigen chinesischen Imperialismus
Was die Welt lange nicht begriffen

Ob wir lieber einen globalen Markt
Nach amerikanischen oder nach
Chinesischen Regeln wollen ist die
Frage die wir uns stellen sollten 

Derweil zählt Trump mit der nun
Unterstützung der Unruhen im Iran
Der Stärkung des alten persischen 
Patriotismus Diktator Putin an

Der Iran und sein Öl sind wie der
Rest der Region Teil des Kalküls
Des alten weißen Mannes der im
Weißen Haus gerade noch sitzt 

Davon werden die Frauen in Persien
Wie bald in den Nachbarstaaten auch
Profitieren am Ende geht es immer
Um Macht und Geld mehr nicht

Wie lange Frauen sich ihre ganz
Natürliche Überlegenheit auch
In Fragen sexueller Potenz noch
Für einen lächerlichen Aberglauben

Nehmen lassen den alle Vernunft
Nur verlacht ist eine der sozial
Spannendsten fragen der Zukunft
Die von Frauen gestaltet wird

Die Chance zu nutzen wenn die
USA in neuem Imperialismus die
USW erreichen wollen könnte viel
Besser sein als alle Konflikte

Ein künftiger US Präsident ob nun
A oder W ist dabei völlig egal wäre
Wie einst Karl V in dessen Reich die
Sonne bekanntlich nie unterging

Ständig überfordert und beschäftigt
Mit weltweit zu lösenden Aufgaben 
Könnte nicht viel Unsinn machen 
Müsste auch allen gerecht werden

Betrachten wir den hohen Wert den
Soziale Anerkennung in den USA 
Jetzt schon hat würde es lustig wenn
Sie die Weltherrschaft real ausüben

Schließen wir uns alle den USA an 
Geben wir den nationalen Unsinn auf
Sparten wir Milliarden für Rüstung
Machten den Staat damit zu riesig 

Die USW hätten hier keinen Gegner 
Der ewige Frieden würde möglich was
Unter Verfassung der USA besser ist
Als Opfer der Chinesen zu werden

Dies global klar zu erkennen wie die
Strategie von Trump der Putin ganz 
Langsam entmachtet könnte helfen
Besser die Zukunft zu gestalten

Es ist gut sich für die Freiheit der
Frauen und sonstigen Menschen
Im Iran einzusetzen auch wenn das
Den Kurs von Trump bestätigt

Die Alternative haben wir nun mit
Genug Opfern national ausprobiert
Putin opferte eine Millionen Russen 
Für eine minimale Grenzverschiebung 

Khomeini kann schon einen Platz
In Moskau buchen wo er dann mit
Assad Tee trinken kann oder auch
Wodka ohne seinen Aberglauben

Ob die beiden mit Putin dann bald
In China oder nur noch in Nordkorea
Asyl finden wird die spannende Frage
Für die Präsidenten der USW

Vielleicht lassen wir ihnen auch Kuba
Da kennen die noch USA sich ja aus
Als Diktatoren Asyl für gescheiterte Herrscher neben Guantanamo

Ach und weil es ja eigentlich um den
Iran ging stellt sich noch die Frage
Wie schnell die Säkularisierung der
Mittelalterlichen Sekte Islam kommt

Vermutlich wird es wenn sich die
Arabischen Frauen vom Aberglauben
Befreien der ihnen nur schadet viel 
Schneller noch gehen als gedacht

jens tuengerthal 14.1.26

Liebesträumen

Liebesträumen

Aus Liebesträumen
Erwachen ist schmerzhafte
Erfahrung zumeist

Manchmal aber wird
Es schöner als Wirklichkeit
Dafür leben wir

jens tuengerthal 14.1.26

Teewärme

Teewärme

Tee wärmt von Innen
Verschluckte Illusion ist
Besser als frieren 

jens tuengerthal 14.1.25

Januarregen

Januarregen 

Januarregen
Statt Schnee einfach ekelhaft
Aber nur Wetter 

jens tuengerthal 14.1.25

Lektürentagebuch 13.2.26

Lektürentagebuch 13.2.26

Auf einigen Seiten Stéphane Hessel
Bei seinem Tanz mit dem Jahrhundert
Gefolgt und wieder leicht genervt von
Dem dabei Selbstlob des Diplomaten 

Er hat spannende Zeiten miterlebt als
Frankreichs Botschafter bei den 
Vereinten Nationen in Genf sicher war
Seine Stellung dabei auch bedeutend

Von den vielen Konferenzen zu lesen
Für die durch die Welt gejettet wurde 
Um sich die eigene Bedeutung etwa 
Bei einer Audienz beim Kaiser von 

Japan bestätigen zu lassen ist eher
Öde bis ärgerlich und zeigt nur die
Überflüssigkeit der Organisation 
Trotz ihres sicher guten Zweckes 

Er hat es mit über 80 geschrieben
Da sei manches verziehen auch
Erfährt der Leser einige interessante
Interna die von Bedeutung sind

So etwa die ausgesuchte Höflichkeit
Mit welcher der Kaiser den erstmals
Teilnehmenden Botschafter Chinas
Behandelte das Formosa verdrängte

Ob auch nur eine der zahlreichen
Konferenzen zum Klima mehr an
Gutem erreichte als die Flüge zu ihr
An Schäden verursachten bleibt 

Bis heute so zweifelhaft wie viele
Personen an der Spitze etwa der
Österreicher Waldheim mit seiner
Vergangenheit nur einen zu nennen

Teile die Begeisterung von Hessel
Für die Idee der UNO aber zweifle 
Sehr ob sie nicht mehr Eitelkeiten
Pflegt als wirkliche Erfolge erzielt

Die Erzählungen des dabei sicher
Bedeutenden und verdienten großen
Diplomaten Stéphane Hessel aber
Können die Zweifel nicht widerlegen 


Als Ausgleich für das etwas nervige
Diplomatengeschwätz von Hessel
Noch einige Seiten Egon Friedell in
Dessen Kulturgeschichte der Neuzeit 

Er schreibt über Christian Thomasius
Sieht ihn als einen der ganz wenigen
Aktivposten des Geisteslebens im
Noch absolutistischen Deutschland 

Damit beginnt er diesen Abschnitt
Über die Unterwürfigkeit gegenüber
Den Fürsten im Reich zu lästern die
Als von Gott gewollt gesehen wurden

Die Devotion war auch gegenüber
Den Beamten die als Fürsten im
Kleinen nach Christian Wolff galten
Vor denen sie vor Demut erstarben

Die Fürsten und der Adel lebten im
Absolutismus nach französischem 
Vorbild in einer anderen Welt und
Das Volk war halt Viehzeug nur

Es gab zahlreiche Horchargen mit
Entsprechenden Ämtern die vom
System profitierten auch Handwerker
Waren gerne für den Hof tätig

Sie schmückten sich mit diesen Titeln
Wie wir sie heute noch aus England
Kennen wie etwa in Barbour Jacken
By appointment of HRH Charles steht

Absolutistische Fürsten waren nicht 
Eigentlich grausam sie hielten nur das
Einfache Volk für eine andere Gattung
Mit entsprechenden Pflichten auch 

Der französische Absolutismus war
Überall in Deutschland präsent und
Mode nach der sich gerichtet wurde
Über die Thomasius treffend lästerte

Alles sei französisch bis zur Krankheit
Was die kursierenden Syphilis meinte
War also ein mutiger Geist der seine
Vorlesungen auf Deutsch schon hielt 

Er publizierte dazu in verständlicher
Sprache auch auf Deutsch so mehr
Menschen aus dem Volk zu erreichen
Gab auch noch eine Zeitschrift heraus 

Diese trug den bezeichnenden Titel: 

Freimütigen, lustigen und ernsthaften
Jedoch vernunft- und gesetzmäßigen
Gedanken oder Monatsgespräche 
Über alles, fürnehmlich über Bücher

Dort bekämpfte er fast 50 Jahre lang
Alle Missstände seines Volkes wie
Seines Zeitalters mit zwar ziemlich
Schwülstiger aber scharfer Feder

Hier listet Friedell wunderbar auf 
Gegen was alles Thomasius sich
Wandte der keinen verschonte dabei
Auf Nützlichkeit zuerst immer schaute

Der von 1655 bis 1728 lebende
Thomasius war Jurist Publizist und 
Philosoph und wird als Vater der
Deutschen Aufklärung bezeichnet

Er setzte sich für eine humane
Strafordnung ein und sorgte so
Maßgeblich für die Abschaffung von
Hexenprozessen und der Folter

Dieser deutsche Frühaufklärer
War ein mutiger freier Geist der
Wesentlich für den späteren Geist
Der Aufklärung war also befreite

Egon Friedell ist auch auf wenigen
Seiten immer eine solche Freude
Die zum weiterlesen einlädt und
Geschichte neu sehen lehrt

Auch seine teils mutigen oder auch
Gewagten Urteile laden noch weiter
Zum kritischen Denken ein wirken so
Im besten Sinne noch aufklärerisch

jens tuengerthal 13.1.26