Donnerstag, 31. Juli 2025

Lektürentagebuch 30.7.25

Lektürentagebuch 30.7.25

In Kapitel 7 des zweiten Teils von
Jules und Jim kommt es unter dem
Titel Gilberte Albert und Fortunio zu
Zu Begegnungen und Prüfungen der

Liebe von Jim und Kathe die beginnen
Als Jim in Paris seine alte Liebhaberin
Gilberte die er schon ewig kannte wie
Eine gute Gewohnheit wiedersah

Während Kathe und Jim in ständigen
Stürmen ein auf und ab erlebten fuhren
Gilberte und Jim durch harmonische
Liebevolle Landschaften und genossen es

Es gab 17 Jahre lang nie etwas was Jim
Gilberte vorwerfen konnte er fühlte sich
Immer frei auch eine andere zu heiraten
Sie dachten über ihre Treue nicht nach 

Jim konnte Gilberte so wenig verlassen 
Wie Kathe Jules er träumte davon dass
Sie eines Tages alle vier mit ihren Kindern
Zusammen in einem Landhaus lebten

Warum sollten vier Menschen die auf
Verschiedene Art in Liebe verbunden
Waren nicht in Harmonie zusammen
Leben können dachte sich Jim

Kathe und Jim beschlossen nun so
Schnell wie möglich zu heiraten und
Kinder zu bekommen und Jules wollte
Dies unterstützen Jim fasste allen Mut

Er erzählte Gilberte von Kathe Jules
Wie ihren Plänen sie hörte regungslos
Dabei zu und sagte sie werde zu allem
Ja sagen solange sie die Kraft dazu habe

Einen Moment lehnte sie schwer auf dem
Diwan dann erhob sie sich und ging da
Dachte Jim er habe einen Mord begangen
Aber hoffte bald sie würde sich gewöhnen

Nun gab Jim noch einige Abschiedsessen
In Paris während Kathe den Winter im
Verschneiten Haus mit Jules verbrachte
Den sie täglich fragte ob Jim sie noch liebe 

Kathe schrieb die Geschichte des letzten
Sommers auf und Jules fand den Schlüssel
Zu ihren inneren Stürmen und fasste so
Neuen Lebensmut auch für sich wieder

Jim verzögerte seine Rückkehr suchte sich
Noch eine Tätigkeit als Übersetzer und sie
Sahen sich zu viert wieder mit dem Autor
Zusammen dessen Stück er übersetzte

Dieser hatte Jim zu sich eingeladen als
Er nach drei Wochen ins Häuschen
Zurückkehrte war Kathe nicht da die auch
Geschäftlich in der Hauptstadt zu tun hatte

Jules erzählte Jim von Kathes Tagebuch
Wie beleidigt sie war dass er kein Werk 
Über sie beide verfasst habe sie schrieb
Kurze Briefe und verzögerte ihre Rückkehr

Jules und Jim genossen ihre Muße führten
Endlose Gespräche und arbeiten auch an
Verschiedenen Werken noch dann kam
Ein Telegramm von Kathe sie käme nun

Am nächsten Tag sollte er sie alleine am
Bahnhof in der Stadt abholen wo sie dann
Auch bleiben würden und sie begrüßten 
Sich voller Freude am Bahnhof wieder

Kathe erzählte als erstes wie sehr Jules
Sie über den Winter bewacht habe noch
Mussten sie als Verlobte im Hotel zwei
Zimmer nehmen und sie erzählte ihm

Von ihrer Zeit in der Hauptstadt wo sie
Abschied nehmen musste von ihren 
Lieben wie er auch in Paris und sie
Darum nun noch warten müssten 

Bis sie gemeinsam Kinder machen
Um sicher zu sein dass sie dann
Auch voneinander wären was ihn
Schwer verletzte sie trank sein Blut 

Jim war traurig und fühlte wie seine
Liebe aus ihm wegfloss aber Kathe 
Erklärte ihm sie habe um Gleichgewicht 
Wieder herzustellen Albert getroffen 

Weil sie diesen nicht liebe und es nur tat
Seine Untreue auszulöschen sei nun alles
Gut und Jim nahm ihren Ausgleich an sie
Blieben keusch bis Kathe sicher war

Weil Kathe sie nun nun beide betrogen
Hatte fühlten sich Jules und Jim noch
Mehr als Brüder während Kathe und Jim
Die Zurückhaltung fast verrückt machte

Doch hielten beide durch als sich dann
Endlich das Land der Hoffnung näherte 
Kathe also ihre Tage bekam verzögerte
Es die Auskunft des Anwalt von neuem

Er erklärte wie lange jedes Kind noch dem
Ehemann nach der Scheidung als seines
Zugerechnet würde so blieben Jim und
Kathe gegen ihre Natur noch vorsichtig

Feinsinnig beschreibt Roché hier wie
Das Recht das die Liebe ordnen möchte
Sie letztlich vernichtete und gegen ihre
Natur in einen seltsamen Käfig sperrte

Ob die Ehe und ihr Recht der Liebe
Mehr schadet als nutzt gäbe es viel
Anlass nachzudenken aber vielleicht
Ist sie nur eine Prüfung für den Bestand

Das gemeinsame Leben im Häuschen
Ging friedlich und fröhlich weiter und
Kathe und Jim bewohnten miteinander
Alle Betten des Hauses nacheinander

Als es noch einmal schneite weckte
Kathe das ganze Haus vor Freude
Und tollte nackt im Schnee herum 
Jules und Jim sorgten sich um sie 

Doch sie überstand ihren Übermut 
Völlig unverletzt dann kam Fortune
Ein früher Dichter Schüler von den
Jules und Jim der natürlich auch

Geliebter von Kathe war dann die
Eine Nacht die er kam gemeinsam
Mit Jim und Kathe das Bett teilt
Beide bekommen von ihr einen

Gutenachtkuss und Jim flüstert ihr
Ins Ohr von der Zeit als er noch ein 
Kind mit ihr wollte die vor zehn Minuten
Geendet hätte worauf ein Kampf beginnt

Am Ende schlafen alle friedlich und Kathe
Kuschelt sich etwas mehr als vorher an 
Jim der es des Friedens wegen so lässt
Das lange entnervende Warten dauerte an

Zwischen Kathe und Jim gab es weniger
Harmonisches Gleichmaß als ein ständiges
Auf und ab so droht Kathe ihm an als er sie
Kurz allein lässt etwas dann nicht wieder

Gutzumachendes zu tun und kommt dann
Nicht zur Verabredung im Café sondern
Taucht erst spät wieder im Häuschen auf
Ist aber ganz verliebt in Jim was Jules 

Eher besorgte weil sie so ausgeglichen
Plötzlich war aber er dachte sich nur
Was solls dies sei eben ihre Art zu lieben
Als Jules sie ärgert greift sie beide an 

Auf Jims Frage warum sie ihm immer
Gleich den Krieg erklärte meint Kathe 
Weil ihr mir Anlass dazu gebt so werden
Die beiden Freunde als eins genommen 

Dann kommt die gealterte und vom 
Krieg schwer getroffene Lucie sie
Besuchen was Jim sehr berührte aber
Kathe muss dennoch auftrumpfen 

Stellt klar dass die beiden Männer die
Sie einmal geliebt hätten nun ihr allein 
Gehörten war also Stutenbissig was 
Lucie aber nicht weiter berührte

Die acht Jahre ältere Lucie die so alt
Wie Jim war spürte wie sehr sich die
Beiden in den Stürmen an Kathes Seite
Die Liebe zu ihr noch tiefer bewahrten 

Nun vertrat Kathe die wilde These dass
Frauen die diese Berufung fühlten zum
Besten ihrer Rasse Kinder von mehreren
Männern bekommen sollten aber diese

Nicht erziehen müssten ob sie nicht die
Erzieherin ihrer Kinder mit Jim werden
Wolle worauf Lucie in Ruhe antwortet
Ja wenn Jim sie darum bäte und es

Es ein für allemal ihr anvertraut wäre
Sie lud alle in die Villa ein die sie nun
Ganz alleine bewohnte und Jim nahm
Die Einladung an ohne Reaktion von Kathe

Nach Lucies Abreise bemerkt Kathe die
Ruhe sei nur die Maske einer Maske
Jules bedauerte noch mehr die damals
Zurückweisung durch Lucie für sein Leben

Wie sehr hätte er sich die Ruhe gewünscht
Jim sah nur Kathe und freute sich auf die
Bald Kinder mit ihr und Lucie dachte
Vielleicht Jim und Kathe das geht nicht gut

Eine wunderbare Charakterisierung der
Personen ihrer Art zu lieben wie der
Seltsamen Wege die Liebe infolge nimmt
Was Zufriedenheit uns schenken kann

Dies in Erinnerung daran wie Jim die
Nacht mit Lucie um seiner verrückten 
Geliebten wegen verloren hatte was 
Eine andere Geschichte geworden wäre

Wohin die Leidenschaft dagegen uns 
Immer wieder verführt die im ewigen 
Auf und ab der Launen weiter brennt
Ohne je dauerhaft Frieden zu finden

Denke an meine ruhigen Lieben voller
Sehnsucht nach deren Frieden wie an 
Den Zauber den die Leidenschaft so
Gerne entfaltet und zöge es ruhig vor

Doch können wir uns die Wege der
Liebe je aussuchen oder sind wir
Stets Opfer unserer Gefühle die das
Aktuelle für dann einzig möglich halten

jens tuengerthal 30.7.25

Mittwoch, 30. Juli 2025

Absturz

Absturz

Der Tod von Laura Dahlmeier ist tragisch 
Aber Bergsteiger stürzen gelegentlich ab 
Das ist auch immer mal tödlich sogar
Wenn das Risiko sehr gering ist im
Verhältnis zur Teilnahme am ganz
Normalen Straßenverkehr der
Wesentlich riskanter bleibt doch
Würden wir so dramatisch über die
Täglichen Opfer im Straßenverkehr
Wie ihre lebenslangen Schäden je
Berichten schadeten wir damit der
Automobilindustrie was keiner im
Land von Daimler Opel und VW
Wie BMW Porsche und Borgward
Wollen oder riskieren kann warum
Die Deutschen lieber ausführlich
Mit einer abgestürzten Bergsteigerin
Im fernen Karakorum betroffen mitleiden
Statt täglicher Verkehrsopfer zu gedenken
Die sind halt der Preis der Mobilität
Jene fiel ihrem Hobby zum Opfer
Das hat doch Nachrichtenwert und
Bei Verkehr denkt die Mehrheit
Ohnehin lieber an Sex als an Tote
So werden Nachrichten gemacht

jens tuengerthal 30.7.25

Partyaus

Partyaus

Die große Silvesterparty am
Brandenburger Tor wurde nun
Abgesagt weil Berlin das lange
Sponsoring dieses Events endlich
Eingestellt hat was in die Zeit passt
Denn wer Sparsamkeit und Mehrarbeit
Von seinen Bürgern verlangt sollte
Lieber nicht hunderttausende in 
Partys für die Masse stecken
Wie gut und friedlich wäre
Unsere Welt dächten mehr so
Im Klimawandel einfach mal 
Zurückhaltung und keine Flüge
Die nächsten 10.000 Jahre 
Willkommen in der Gegenwart
In der Partys einen Grund brauchen
Wie alles abgerechnet wird
Dazu noch ein Böllerverbot und
Neujahr kein Feiertag mehr
Erledigte sich vieles ganz billig
Sparte Millionen an Kosten auch
Für die Krankenkassen ein
Dafür Wegfall der Sonntage 
Den Aberglauben braucht 
Kein vernünftiger Mensch mehr
So machte Politik sich schnell beliebt
Schade manchmal dass wir noch
Wahlen dazwischen haben denn
Vernünftigerweise wäre es gut so
Leider ist das kaum wer mehr

jens tuengerthal 30.7.25

Liebesbeben

Liebesbeben

Liebe bewegt
Innere Platten mehr als
Vernunft je versteht

jens tuengerthal 30.7.25

Gewinneinbruch

Gewinneinbruch

Gewinneinbruch bei
Daimler und Porsche wundert
Niemand mehr wirklich

Wer Zukunft verschläft
Ohne Elektro hat wohl
Langfristig keine 

jens tuengerthal 30.7.25

Seebeben

Seebeben

Seebeben sind nur
Erdbeben unter Wasser
Bringen Tsunamis

Hilflos sehen wir 
Platten sich bewegen die
Keiner halten kann

Respekt vor Natur
Wie Bescheidenheit wäre
Die klügste Antwort 

jens tuengerthal 30.6.25

Lustknospen

Lustknospen

Zarte frühlingshafte Liebe kenne ich
Gerade über diese so zauberhafte 
Schönheit noch gedichtet doch kann
Die Lust die wenn sie ausbricht so
Gerne wild gleich losstürmt um eins
Zu werden im miteinander treiben
Wo immer es uns dabei hinzieht
Sich aneinander reibt mit aller
Leidenschaft auch ganz zart
Wie eine sanfte Brise beginnen
Wenn die Klitoris gleich einer Blüte
Zart geküsst über sich wächst
In der so Zärtlichkeit auch vereint
Statt wild bewegungslos werden
Einander nur durch Anspannung
Im sexuellen Zentrum zu erregen
Im Kopf dabei auch kommen statt
Wild aufeinander zu reiten sich 
Mit der Kraft der Gedanken genug
Erregen davon zusammen zu kommen
Denke an diese Male als eine ganz
Besondere Lust in der Konzentration
Die sich aufeinander besinnt was
Kaum wilder Sex je erreichen kann
Weil auch hier weniger mehr wird 
Um ineinander überzulaufen was
Gelegentlich ganz wunderbar ist

jens tuengerthal 30.7.25

Liebeszart

Liebeszart

Ganz zart beginnt alle Liebe
Kaum bemerkbar zuerst bis
Wir uns trauen es zu sagen
Auch nur vor uns selbst
Vergehen oft viele Tage
Voller Unsicherheit und Angst
Ob wirklich wird was wir uns
Kaum zu träumen wagen
Leugnen es gerne noch
Nicht so verletzlich zu sein 
Dann kommen wie im zarten
Frühling erste Knospen die
Auf der Wiese des miteinander
Zu blühen beginnen immer noch
Ängstlich vor dem Nachtfrost
Der die zarte Hoffnung knickt
Bevor sie voll zu blühen wagt
Und ach wie wundervoll sind
Diese Zeiten zarter Hoffnung
Welch Ängste müssen sie noch
Überstehen bis wir wirklich wagen
Wurzeln beieinander zu schlagen
Denke ich und staune manchmal
Über die Natur der Liebe die ein
Sturm wieder verwehen kann 

jens tuengerthal 30.7.25

Dienstag, 29. Juli 2025

Klimareligion

Klimareligion

Wissenschaft wird Religion
Dafür regiert Aberglauben
Beim größten Klimasünder
Der dem Klimaschutz den
Kampf angesagt hat um so
Weiterzumachen wie vorher
Was die Katastrophe noch
Beschleunigt die ein Trump
Vermutlich nicht mehr erlebt
Warum es seinen Horizont
Wie den seiner Anhänger
Vermutlich überschreitet
Es ist alle Vernunft verloren
Verantwortungslos asozial
Wird die Wirklichkeit geleugnet
Einzig fraglich bleibt nun ob die
Ermordung dieser Verbrecher
Durch vom Untergang damit
Bedrohte Völker Notwehr ist
Oder Pflicht aller mit Vernunft
Zu retten was zu retten ist 
Dabei schauen wir dem Untergang
Des Paradies Erde einfach zu
Wenn wir nun nichts tun

jens tuengerthal 29.7.25

Lektürentagebuch 29.7.25

Lektürentagebuch 29.7.25

Mitten in der schönsten Zeit ihres
Honigmonds verspürte Kathe das
Bedürfnis nach einem Wechsel und
Beschloss mit Jim in die Stadt zu reisen

Jules brachte sie zum Bahnhof wo
Kathe während sie auf den Zug noch
Warten musste auf den Gleisen tanzte 
Dann endlich fuhr er ein und sie blieb

Auf den Gleisen tanzend bis zur
Allerletzten Sekunde während Jules
Schon besorgt zu schreien beginnt
Ahnt Jim dass sie dies nur provozierte 

In letzter Sekunde springt sie vom Gleis
Auf den Bahnsteig noch und Jim der im
Rauch des Zuges nichts sehen kann
Rennt mit dem Koffer nach vorne

Dort am Anfang des Zuges hatte er noch
Plätze gesehen als Kathe und Jules dann
Nicht kommen sieht er die Traube um eine
Weibliche Person die am Boden liegt

Natürlich ist es Chaos Kathe die sich mit
Der Breite und Schnelligkeit des Zuges
Verschätzt hatte von diesem bei der
Einfahrt quasi niedergeschlagen wurde 

Eine Platzwunde am Kopf wie dazu einige
Blaue Flecken brachten ihr sogleich alle
Aufmerksamkeit der Umgebung sie war
Glücklich und wollte dennoch fahren

Gerne lässt sich die Kranke dann von
Jules verwöhnen verliebt verbringen sie
Schöne Tage in der Pension besuchen
Ein Varieté bis Mathilde sie zurückruft

Jim oder die Kinder spitzte Rahel es zu
Worauf Jim meinte Jim und die Kinder 
Sie fuhren zurück und verbrachten bis
In den Oktober eine harmonische Zeit

Als Jim zurück nach Paris muss auch
Um nach seiner Mutter dort zu sehen 
Begleitet Kathe ihn in die Stadt wo sie
Noch Freunde besuchen und seine

Abreise immer einen Tag weiter noch
Hinaus schieben sie treffen auch Harrod
Einen perfekten Gentleman mit dem Kathe 
Jules in der Hochzeitsnacht schon betrog 

Was Jim danach nicht mehr glauben 
Konnte zu wenig passte Harrods Art
Die Frauen zu dirigieren mit dem Kathe 
Eigenen Absolutismus zusammen 

Vielleicht hatten sie mal Sex sogar in
Der Hochzeitsnacht doch mehr an Gefühl
Wird da nie gewesen sein ist Jim beruhigt
Als er bis zum Frühjahr erstmal abreist

Sehr fein diese Beobachtung von Kathe
Die als Madame 100.000 Volt gerne die
Puppen für sich tanzen lässt wie selbst
Mit Risiko auf dem Vulkan dabei tanzt 

Das ist auf den ersten Blick reizvoll
Wie all diese sehr körperlichen Frauen
Mit ihren Reizen zu spielen wohl wissen
Unklar was sie dabei wirklich empfinden

Kenne diese Action Ladies die ständig
Wie eine Herde Wildpferde noch etwas
Unternehmen will Bestätigung suchend
Keine von denen die so waren lohnte

Nach meiner geringen Erfahrung noch
Sexuell vielmehr schienen ihre ständigen
Unternehmungen etwas anderes dafür
Unbefriedigt kompensieren zu wollen 

Auch Kathe scheint eine von denen die
Mangelnde sexuelle Befriedigung wie
Damit fehlende Zufriedenheit durch die
Ständigen Aktionen kompensierte

Hatte mehrfach das Glück die auch
Bezaubernd aufregende Gegenwart
Solcher Frauen genießen zu dürfen
Fand das dabei eher selten lohnend

Im Gegenteil ist die ständige Unruhe
Einfach nervig und anstrengend für
Alle mehr geistigen Wesen die nicht
Nur ihre Liebste betätigen wollen

Wobei die Sucht nach Bestätigung
Auch bei ganz stillen Wässern sehr
Ausgeprägt sein kann wie ich lernte
Sobald sie ihr Territorium verteidigen

Kathe war literarisch eine gute Muse
Als reale Helen Grund oder Hessel
Auch körperlich lustvoll freizügig doch
Zugleich ein nach Aufmerksamkeit

Ständig gieriges Weib das zwei große
Literaten vom Schreiben abhielt auch
Wenn sie wunderbare Muse zugleich
Ihnen auch war ist sie etwas nervig

Bin gespannt auf Texte von Helen
Ob sie auch diesen leicht nervösen
Absolutismus wiederspiegeln die mich
Morgen oder übermorgen erreichen

Natürlich sind Jules Jim und Kathe 
Nur literarische Figuren eines Romans
Die nur zufällige Ähnlichkeit haben mit
Den realen Hessels und Roché 

Doch zeigt sich im emotional zarten
Bereich der Zwischentöne hier deutlich 
Die persönliche Nähe zu den Figuren
Die sich in irgendein Drama stürzen

Ist die große Liebe zu dritt als Familie
Unter Freunden lebbar oder überfordert
Eines natürlich das andere auch des
Absolutismus der einen wegen

Denke an meine Erfahrung mit meinem
Früher besten Freund die Frau quasi
Als Nachfolger übergeben zu haben
Was erstaunlich undramatisch ging 

Später noch seltsame Nachwehen 
Zeigte die hier aber kein Thema sind
Wie an die Abenteuer mit mehreren
Frauen die auch grenzwertig waren

Es gibt da wohl Konkurrenzprobleme
Mit denen Menschen unterschiedlich
Entspannt umgehen können gerade
Wenn es eigentlich nur um Sex geht

Hier wie da waren aber ganz große
Gefühle auch immer im Spiel sogar
Wenn unklar ist wohin diese führen 
Macht es alles nicht immer leichter

Sex unter Freunden mit auch dabei
Wechselnden Partnern ist ohne ganz
Große Emotionen kein Problem auch
Wenn nur beschränkt reizvoll dabei 

Schwieriger wird das alles mit Liebe
Die natürlich alles persönlich nimmt
Was soll das größte aller Gefühle auch
Sonst tun als sich zu wichtig nehmen

Staune wie Jules Jim und Kathe das
Auch mit Kathes Absolutismus noch
Relativ friedlich alles hinbekommen
Was für keinen dabei einfach ist

Vielleicht ließe sich doch noch etwas
Für das Leben aus dieser kleinen aber
Feinen Liebesgeschichte zu dritt oder
Nach Laune auch mehr wohl lernen


Bei den Buddenbrooks bedauert nun
Jean Buddenbrook nur dass sein Vater
Nicht mehr den Eintritt seines Enkels
Thomas in die Firma miterleben durfte

Dieser hatte mit sechzehn die Schule
Beendet und trug nun Anzüge ließ sich
Offiziell vom Vater ins Geschäft einführen
Wie die Speicher zeigen die er gut kannte

Am Abend nach der feierlichen Einführung
Seines Sohnes in das Comptoir sitzt der
Konsul mittlerweile schon Mitte vierzig
Mit seiner Betsy im Landschaftszimmer

Als sie ihm der gerade noch eine Zigarre
Rauchte und Kurse studierte vorschlägt 
Sich einen Diener anzuschaffen wie
Ihre Eltern oder ihr Bruder es hätten 

Dies nutzt der Konsul seiner Frau die
Finanziellen Verhältnisse offen zu legen
Wie es um die Firma stünde und warum
Eine solche zusätzliche Ausgabe neben

Köchin Kindermädchen und den vier
Mädchen im Haus unangemessen wäre
Er rechnet ihr überschlagend nun die
Einnahmen und Ausgaben genau vor

Sie lauscht freundlich nickend sagt
Natürlich verstünde sie das vollkommen
Auch wenn sie eigentlich nichts verstand 
Und einige Tage danach bekam sie ihn 

Es sollte der Anton von Möllendorps
Werden der gerade frei war was also
Gut ins Hause passte und Betsy bekam
Was sie wollte und eigentlich nicht ging

Der Gegensatz der weiblichen Führung
Zwischen Betsy Buddenbrook und Kathe 
Die für Helen Hessel steht ist dabei sehr
Auffällig wer immer erfolgreicher ist

Der feine immer leicht ironische Ton
Mit dem Thomas Mann eben die
Verhältnisse beschrieb mit denen er
Aufwuchs ist immer wunderschön

Liebevoll mit guter Detailkenntnis
Dennoch allen Verhältnissen dabei
Noch spottend geht er dabei ans Werk
Und charakterisiert mit Berechnungen

Das ist so fein und zugleich auch so
Spöttisch ironisch dennoch liebevoll
Warum dieser Roman bis heute noch
Von seinen Leserinnen geliebt wird

jens tuengerthal 29.7.25

Liebesgeduld

Liebesgeduld

Geduld bringt Liebe
Eher als alle Kämpfe
Nur Vertrauen bleibt

jens tuengerthal 29.7.25

Zollpreis

Zollpreis

Zölle machen stets
Teurer für alle manche
Pissen sich selbst an 

jens tuengerthal 29.7.25

Zufriedenheiter

Zufriedenheiter

Mit Wetter glücklich
Komme es wie es wolle
Zeigt Stabilität

jens tuengerthal 29.7.25

Lusttraum

Lusttraum

Was wäre die traumhafteste Lust
Welcher Sex erfüllte alle Träume
Überlege ich der alles probierte 
Ob es wirklich das Besondere war
Auf das es dabei ankam nur die
Technik zählte oder die Freiheit
Wo egal ist wo weil wie allein zählt
Für das gute Gefühl danach
Merke wie fremd mir immer blieb
Was nur einseitig befriedigte
Wie jede Gewalt und Brutalität
Wenn es zärtlich zugehen soll
Wie erfüllend dagegen immer
Die geteilte Lust war die sich
Gegenseitig Erfüllung schenkte 
Dadurch im besten Fall sogar
Zusammen kam und genau
Das als völlige Befriedigung genoss
Vielleicht ist sogar das danach
Solch geteilter kurzer Momente
Das schönste Glück für mich
Immer gewesen mehr als alles
Dann wäre das höchste Glück
Der Lust quasi ihre Erledigung
Durch geteilte geschenkte Befriedigung
Was eine gute Perspektive noch gibt
Nichts mehr wollen zu müssen um
Mehr zu genießen was bleibt

jens tuengerthal 29.7.25

Liebestraum

Liebestraum

Was wäre der große Liebestraum
Der alles Glück für mich erfüllte
Wie müsste sie sein und ging es
Dabei um Aussehen oder Wesen 
Mehr überlege ich und frage mich
Wann ich am glücklichsten schon
In der Liebe im Leben war auf was 
Es wirklich am Ende dabei ankam
Staune weil kein Typ erkennbar ist
Früher dachte ich am meisten die
Wilden blonden Walküren zu begehren
Zumindest solange ich eine hatte 
Dann die zart zierlichen kleinen eher
Weil glücklich mit so einer aber alle
Waren blond bis eine dunkel gelockte
Alles zu widerlegen schien dann aber
Kam die rothaarige der sinnliche Traum
Zumindest meines Vaters schon immer
Wurde die längste Beziehung dann aber
Ein Albtraum am Ende wiederum egal
Ob viel älter oder jünger endete es
Nie aus Gründen des Alters wenn
Heute habe ich am liebsten keinen
Traum mehr damit ich ohne jede
Erwartung offen begegnen kann
Aber weiß doch genau was geht
Wo es nie auf Dauer passen wird
Wie wenig einen Versuch wert ist
Weil ich längst zu inkompatibel bin
Weder andere ändern will noch mich
In ein Leben das nicht meins ist stürze
Sagt die Theorie und Erfahrung bis
Die Liebe gerade das Gegenteil will
Der Liebestraum erfüllt sich nur in
Kompromissen miteinander irgendwie
Es gibt glaube ich heute kein Mittel
Den Liebestraum sicher zu finden
Aber wenn es gerade mal wieder
Sich traumhaft anfühlt genieße
Was ist das macht glücklich

jens tuengerthal 29.7.25

Lebenstraum

Lebenstraum

Früher träumte ich noch davon
Einmal Haus und Garten mit einer
Familie darin zu haben um das
Gefühl zu haben alles erreicht
Zu haben heute lache ich darüber

Es war die schlichte Imitation dessen
Was die Familie mir vorgelebt hatte
Ohne es kritisch zu hinterfragen schien
Traumhaft was gewohnt und bekannt
Heute als Stadtbewohner ist es absurd

Fand Gartenarbeit schon immer lästig
Wahnsinniger Aufwand für wenig im
Ergebnis auch wenn ein geliebter
Garten wie verwunschen damit
Natürlich wunderschön sein kann

Gerade bei einer Geliebten erlebt
Die ihren Garten wie die Arbeit darin
Liebt was spürbar an dessen Schönheit
Dachte ich an das alte Ideal wieder
Sah Vater und Großvater vor mir

Beide bis zur völligen Erschöpfung 
Darin schwitzend ackernd solange 
Es ihnen noch körperlich möglich war
Denke an das Cicero Zitat dazu wonach
Garten und Bibliothek alles sind 

Am liebsten bin ich heute in meiner
Bibliothek auf dem Diwan oder im
Sessel beim Tee lesend im Reich
Der Bücher und Geschichten tief
Versunken und davon gefesselt

Mit dem was ich um mich habe
Ist der Traum vom Leben damit
Wirklichkeit geworden und ich
Brauche und will nichts mehr
Als Zeit und Ruhe zum lesen

Manchmal noch träume ich von
Einer mit der ich dies voller
Liebe und Lust daran teilen kann
Doch bin gerne auch alleine 
Glücklich und zufriedener ohne

Den Traum lesend zu leben wie 
Damit zufrieden zu sein ist für mich
Ausdruck von tiefem Glück das im
Leben alles mögliche erreicht hat
Was zu finden die höchste Kunst ist

Ob dauerhafte Zufriedenheit mit
Einer Frau möglich sein könnte 
Oder diese ständig Veränderung
Brauchen um zufrieden zu bleiben
Bin ich mir bis heute nicht sicher

Die Träume auf einen kleinen Raum
Reduzieren zu können wie damit ohne
Wem zu schaden zufrieden zu sein
Scheint mir ein höheres Ziel zu sein
Das auch die Bedürfnisse beschränkt

Mit weniger ist mehr was immer gilt
Außer für Bücher in meiner Bibliothek
Glücklich zu sein ist eine langfristig
Nachhaltige Perspektive die dazu
Helfen kann die Welt zu retten

Nichts mehr unbedingt machen wollen
Nirgendwo mehr dringend hin zu müssen
Sondern mit sich zufrieden zu sein
Scheint mir was die Welt mehr bräuchte 
Weil am Ende immer weniger mehr war

Lass uns mal eben die Welt retten mit
Immer weniger statt mehr wäre eine
Aufforderung zur Entspannung die
Mit nahezu nichts alles erreichen kann
Sich mit immer weniger zufrieden gibt 

jens tuengerthal 29.7.25