Montag, 28. Juli 2025

Lektürentagebuch 28.7.25

Lektürentagebuch 28.7.25

Endlich im fünften Kapitel im zweiten Teil 
Von Jules und Jim kommt es auch zur
Körperlichen Vereinigung von Kathe und
Jim der dies Glück vollkommen genießt

Völlig gefesselt von Kathe gab es für Jim
Keine anderen Frauen mehr beide waren
Mit dem lange verschoben Glück nun
Vollkommen glücklich dabei auch

Jules gab ihnen stillschweigend seinen
Segen aber mahnte Jim auch auf sie
Wie auf sich aufzupassen und Kathe 
Wollte ihre Welt unter einem Dach haben

Jim bekam ein kleines Zimmer dort aber
Schlief bei und mit Kathe auf dem großen
Holzbalkon vor ihrem Zimmer hielten sich
Alle drei tagsüber gerne noch auf

Sie badeten alle drei nacheinander in einer
Wanne und Kathe meinte es müsse immer
Wieder von vorne anfangen und die alten
Spielregeln im Leben neu entdeckt werden 

Wir müssten alle Risiken auf uns nehmen
Wie für alles auch bezahlen und Jim
Stimmte dem zu Jules enthielt sich lieber
Gab dafür Weisheiten gerne von sich 

An einem heißen Tag nachdem sie sich
Gerade mit kaltem Wasser übergossen
Beschloss Kathe Jules zu verführen 
Sie tat dies auf ihrem Balkon sofort

Dabei schenkte sie Jules wie Jim der
Nur wenige Schritte entfernt war auf
Dem gleichen Balkon sah sehr große 
Sinnlichen Freuden und Jim genoss es

Jim freute sich für Jules und empfand
Keine Eifersucht dabei auch als beide
Nach dem Sex miteinander flüsterten
Eine Stunde später kam sie zu ihm

Sie nahm nach der Lust mit Jules
Dessen Spuren noch in sich auch
Seinen besten Freund Jim nebenan 
Beide konnten sich dabei zusehen

Keiner der beiden reagierte dabei
Irgend eifersüchtig sondern ließen es
Dem anderen gönnend einfach dabei
Sie wiederholte dieses Fest nie wieder

Dafür inszeniert sie eine riesige Szene
Der Eifersucht um ihre Kusine Annie
Die Jim bevor er zu ihnen kam besuchte
Wie damals auch einmal lustvoll küsste 

Stunden kämpft er um ihre Gunst mit
Immer größer werdender Verzweiflung
Die nichts half denn sie verkündete am
Nächsten Tag Alberts Geliebte zu werden

Nun muss er weitere zwei Stunden noch
Um ihre Gunst voller Verzweiflung dabei
Kämpfen anbieten mit ihr Annie in der
Nachbarstadt besuchen zu gehen

Dabei versucht Kathe mit Annies Freund
Einen Partnertausch der Verführung
Zu inszenieren der aber scheitert aus
Vorsicht von Jim und Annie dabei

Beide hatten die Falle geahnt die Kathe
In rasender Eifersucht stellen wollte
Endlich endete die Nacht friedlich und
Die Liebe schien vorerst gerettet

Während Jim eine Reise unternimmt
Berühmte Landsleute im Reich zu treffen
Wandert Kathe zwei Tage allein durch
Das Gebirge dabei kamen ihr Zweifel

Immerhin wäre ja mal etwas zwischen
Jim und Annie gewesen bevor sie da
Ihren Platz hatte aber ein Mann von ihr
Musste völlig zweifellos immer sein

Fiel nur der Hauch eines Schattens
Auf einen ihrer Männer musste er
Sofort bestraft werden und so lud
Kathe doch Albert zu sich ein

Für sie war jeder Liebhaber eine Welt
Für sich aber war selbst nur schlecht
Gegen Eifersucht gefeit wie sie auch
Nur eine einzige Tochter hatte nur zweimal

Damit hatte sie ihre Rache bekommen
Sie schickte Albert hoffnungsfroh heim
Jim bemerkte die seltsame Wirkung erst
Nach einiger Zeit und sie ließ ihn darin 

Gerne noch ein wenig zappeln bis sie
Das neue Gift in sein Herz tropfte und
Ihm erzählte was mit Albert nun war
Er erkannte ihre Methode der Gewöhnung

Jules warnt Kathe wer das Schwert führe
Würde durch das Schwert umkommen
Sie erwidert stolz wenn sie Argwohn hege
Schlüge sie stärker zu als irgendwer

Jemals zurückschlagen könne zeigte
Keinerlei Furcht und Jim wollte gehen
Sie aber ließ ihn nicht weg bis er am
Ende einsah so war es gerecht für sie

Eines Abends liest Kathe von Kleist aus
Ihrem Lieblingsstück Penthesilea das
Massaker am unbewaffneten Achilles vor
Warum fragt Jim schließlich tötet sie ihn 

Warum müssen sie einander besiegen
Wo sie sich doch lieben worauf Kathe 
Entgegnet was kann es schöneres geben
Als das rote Blut das dich dabei liebt 

Sie würde in seinem Herzblut schwimmen
Möchte davon trinken trinken trinken was
Das archaische Lächeln beschreibt das
Sich von Blut und Milch nährt wie Kathe 

Worte von einer ungeheuren Intensität
Die Liebe in aller Tiefe spürbar machen
Wobei die körperliche Lust hier mit der
Geistigen Liebe gefährlich verschmitzt

Die in der Liebe absolutistisch noch
Herrschende Kathe richtet und rächt
Nach ihrem Gefühl konsequent was 
Jim verstehen will und ihn entsetzt

Der Schritt zum Wahnsinn in der Liebe
Ist nur winzig klein auch Leben und Tod 
Stehen nicht nur beim kleinen Tod dabei
Stets intensiv gefühlt wieder neu infrage

Die Liebe ist lebensgefährlich immer
Niemals für eine Frau demokratisch
Ihre Rache folgt nur dem Gefühl
Keiner darf was sie sich erlaubt 

Dazwischen taumeln wir zwischen
Großen Gefühlen und anderen nie
Völlig klaren Zuständen hin und her
Weil die Liebe so wunderbar ist

Wer Gerechtigkeit und Abrechnung will
Kann vor Gericht sich scheiden lassen
Bekommt doch nie das gute Gefühl weil
Die Liebe immer ungerecht auch bleibt

Warum bevorzugt die ich gerne liebte
Den Knilch der sie so schlecht behandelte
Was würde unserem Gefühl gerecht
Ist schon die Hoffnung darauf vergeblich 

Liebe stellt die spannendsten Fragen
Und gibt die unmöglichsten Antworten
Keiner wird je klug aus ihr werden aber
Alle wollen glücklich damit sein

Lasse diese Gedanken zur Liebe nach
Der Lektüre von Jules und Jim einfach
Stehen weil sie ein Gefühl spiegeln 
Was zum Chaos der Liebe passt

Es geht nicht um Gerechtigkeit dabei
Außer nach dem jeweiligen Gefühl
Noch gibt es den einen richtigen Weg
Aber unendlich viele Irrtümer

Sollte uns die Welt jemals langweilig
Werden oder wir anmaßend meinen 
Alles verstanden zu haben bleibt die 
Liebe als Ausweg ins Tohuwabohu 

jens tuengerthal 28.7.25

Löcherstopfen

Löcherstopfen

Löcher stopfen ist wunderbar
Erhält uns Dinge länger statt
Alles gleich wegzuwerfen
Ist eine Form von Recycling

So gesehen ist die Aufgabe
Der Regierung nun doch noch
Eine Haushaltslücke zu schließen
Passend und zeitgemäß irgendwie

Eine gute Gelegenheit etwa die
An NS Ideologie wie Gebärprämie 
Erinnernde Mütterrente abzuschaffen
Träfe dies nicht zuerst die Ärmsten

Eine Reichensteuer fände Zuspruch
Ganz links bis zur Mitte wohl aber
Weniger bei der CDU Mehrheit und
Rüstung ist ja wieder existenziell

Wer an künftigen Krediten für das
Geliehene Geld verdient dazu herrscht
Schweigen auf allen Seiten denn es
Werden wieder nur die Banken sein

Statt in die Zukunft zu investieren
Subventioniert eine Regierung aus
Vielen alten weißen Männern lieber
Die Vergangenheit wie gewohnt

Das Stopfen der Löcher von mal eben
Fast zweihundert Milliarden sollte doch
Angesichts hunderter Milliarden für die
Zukunft eher Peanuts nur noch sein 

Die Antwort von Kanzler und Wirtschaft
Wird unbezahlte Mehrarbeit wohl sein
Wir kennen die Geschichte schon länger
Die verdorbene Speisen nur aufwärmt

Schlage vor diese Lösung konsequent
Nach der Leberwartung zu staffeln damit
Würden Akademiker und Wohlhabende
So viel länger arbeiten wie sie leben

Löcher stopfen finde ich gut wenn dazu 
Nicht billige Flicken nur missbraucht 
Sondern es die trifft die genug haben
Damit alle davon profitieren können

Als Regel für künftige Löcher die ja
Leider immer wieder auftauchen
Könnte gelten wir nehmen dort weg
Wo Überfluss herrscht für den Mangel

Dann würde das ökologisch so gute
Löcherstopfen zugleich auch für mehr
Gleichheit der Bürger noch sorgen
Ohne wem damit weh zu tun

Über die tatsächliche Realisierung
Solcher Pläne für mehr Gerechtigkeit
Mache ich mir keine Illusionen mehr
Denn über Geld entscheiden Banken

jens tuengerthal 28.7.25


Liebeskummer

Liebeskummer

Liebeskummer lässt
Jedes Alter gleich leiden
Hält uns also jung

jens tuengerthal 28.7.25

Grenzenlos

Grenzenlos

Grenzenlos ist ganz
Wunderbar ohne Angst sich
Dort zu verlieren

jens tuengerthal 28.7.26

Alterschance

Alterschance

Chance des Alters
Mit Erfahrung genießen
Bleibt größte Hoffnung

jens tuengerthal 28.7.25

Liebesverliebt

Liebesverliebt

Ab wann ist es eigentlich Liebe
Wo bin ich nur verliebt 
Warum eigentlich nur

Ist verliebt nicht viel
Aufregender als die halt 
Übriggebliebene Liebe

In einer Beziehung die
Nur nicht aneinander zieht
Wenn sie gerade zustößt 

Genital oder vertikal halt
In den Rücken oder von 
Angesicht zu Angesicht 

Was ist wenn ich in die Liebe
Verliebt bin und also das hier 
Weniger mit dort mehr kompensiere

Bin ich dann das eine schon mehr
Ohne gleich das andere weniger
Sein zu müssen aber glücklich 

Genügt es um zu lieben wenn 
Glück deren Maß wäre denn wann 
Sind wir das mehr je als verliebt 

Womit egal wird waa mehr Wert hat
Solange es uns glücklich macht kann
Gerne auch mehr daraus noch werden

jens tuengerthal 28.7.25

Zollabkotzen

Zollabkotzen

Das Zollabkommen das die EU mit
Dem mafiösen wie der Pädophilie
Zumindest verdächtigen noch
Präsidenten der USA schloss ist
Dem Charakter dieses schmierigen
Maklers schlicht entsprechend
Damit kann es nie gut sein aber
Noch besser als kein Abkommen
Auch wenn wie bei allem wieder
Unklar bleibt wie lange es hält ist es
Solange ein Stück Planungssicherheit
Wird politisch offiziell verkündet
Um den Charakter dieser Erpressung
Als Einigung zu verschleiern dabei
Macht es nur deutlich wie dringend
Eine Abschaffung der Nationalstaaten ist
Die einzelnen zuviel Macht geben um
Andere weiter willkürlich zu erpressen
So hat dieser Präsident es geschafft
Das Europa seinen Tod wünschen sollte
Folgte es der Vernunft wie zuerst
Dem Interesse seiner Bürger dennoch
Ist diese Einigung in Anbetracht der
Lage mit diesem Kriminellen im
Weißen Haus das bestmögliche
Was zeigt wie hässlich Politik ist
Nun gibt es endlich ein Abkommen
Ohne Zukunft was allein auf den
Tod oder die Verhaftung hofft um
Sich bald wieder zu erledigen
Damit hätte ich am liebsten
Nichts mehr zu tun

jens tuengerthal 28.7.25

Sonntag, 27. Juli 2025

Lektürentagebuch 27.7.25

Lektürentagebuch 27.7.25

Bei Jules und Jim geht es weiter mit dem
Vierten Kapitel Albert - Das Lagerfeuer
Was quasi Anfang und Ende hier betrifft 
Dazwischen bewegt sich noch einiges 

Albert der Freund von Jules den Jim noch
Aus Griechenland kannte kann zum Essen
Zuvor hatte Jim Jules noch alles bis zum
Ersten Kuss vom Spaziergang berichtet

Beim Essen spielte Kathe mit ihren drei
Männern  teils auch mit erotischen wie
Promiskuitiven Gesten mit ihren Zigarren 
Die sie in ihrem Mund für sie ansteckte

Darauf zog sie ihre Stiefel an und knallte
Mit ihrer Peitsche wie eine Tierbändigerin
Sie führte die Bestien Männer ihnen vor
Eine Henne mit drei Hähnen dachte Jim

Bei einem gemeinsamen Spaziergang
Beruhigte sich die Situation ein wenig
Sie besuchen gemeinsam einen Zirkus
Von dem Kathe sich verzaubern lässt

Nach Alberts Abreise erzählt Kathe wieder
Ganz treuherzig wie sie ihn verführte mit
Geschichten wie schrecklich ihr Leben hier
Für sie wäre und alle lachten Tränen dabei

Jim deckt Widersprüche in ihren jeweils
Erzählungen der Dinge auf und sie gehen
Gemeinsam spazieren wobei Kathe bei
Jules Beschreibung immer wütender wird

Der Tag danach und das Essen waren
Ihnen gehörig verdorben und Kathe 
Schloss sich in ihrem Zimmer ein 
Am nächsten Tag war es wieder gut

Jim beschreibt sich hier als großen
Frauenversteher der genau weiß
Was Jules falsch macht und was
Kathe eigentlich wollten würde 

Jim spielt mit den Mädchen und staunt
Wie ähnlich schon die Dreijährige ihrer
Mutter Kathe in allen Gesten auch ist
Dann gehen sie auf Nachtwanderung 

Kathe ihre Cousine Annie wie ihre Freundin
Rachel gingen mit Jules und Jim dabei
Führte Kathe die Gruppe an bis es kühl
Wurde und Kathe ein Lagerfeuer machte

Sie spielen wilde Spiele am Feuer wie
Miteinander um Kraft und ringen dabei
Über die Wiese rollend miteinander
Auch Jim und Kathe eng verschlungen

Kathe geht noch nackt schwimmen
Bis zum nächsten Morgen sind sie alle
Noch miteinander unterwegs und kehren
Erst am Nachmittag zurück nach Hause 

Jim hat in diesen Tagen erstmals das
Gefühl von Eifersucht gegenüber Albert
Der aber spurlos verschwindet wie den 
Wunsch Kinder mit Kathe zu haben

Jules lässt es geschehen wirkt teils
Unbeteiligt aber versteht langsam
Was Kathe von ihm weggetrieben hat 
Ist immer wieder auch amüsiert

Spannend ist diese Geschichte von
Jim also Roché beschrieben zu lesen
Die ich aus verschiedenen Romanen
Schon von Hessel also Jules kenne

Wie eng ist die autobiografische 
Wirklichkeit hier mit dem Roman
Verwoben was erzählt es über die
Beteiligten und ihre Sicht darauf

Werde nun bald auch Texte vom
Helen Hessel geborene Grund lesen
Bin gespannt wie sich das Bild der
Geschichte durch ihre Sicht ändert

Ein spannendes Beispiel für die oft
Verschlungenen Wege welche die
Liebe überraschend nimmt und wohin
Sie uns dann verführen kann

Am Ende wurde Helen wieder die
Frau von Franz wollte sich nach
Dessen Tod das Leben nehmen aber
Lebte dann bis 1986 wieder in Paris

Bekannt geworden ist sie auch als
Journalistin in Paris wie als Übersetzerin 
Von Nabokovs Lolita aus dem englischen
Ins Deutsche was den Kreis schließt

jens tuengerthal 27.7.25

Mittelmäßig

Mittelmäßig

Mittelmäßig wie durchschnittlich
Ist das meiste was uns umgibt
Auf den Geschmack der Masse
Gemünzt die das Besondere nie
Erkennen noch wertschätzen kann

Dankbar meinem Herrn Papa der
Früh schon Blick und Ohren für das
Ganz Exquisite forme neben all den
Sonderangeboten die er irgendwo auf
Der Suche nach dem Einhorn fand

Denke an Joris Karl Huysmans
Gegen den Strich in dem sich
Herzog Jean gelangweilt vom
Gewöhnlichen Treiben der Eliten
In Paris völlig zurückzieht

Wie gut verstehe ich diesen Rückzug
In eine feine Bibliothek die für mich
Weniger religiösen Kitsch enthielte
Als dafür mehr Licht der Aufklärung wohl
Von nichts anderem träumte ich immer 

Lebe noch in Berlin genau so auch
Wenn mir Titel und Personal wie die
Dafür nötigen Mittel leider fehlen ist
Die Tendenz zum Rückzug mir nah
Bin in geistigen Welten Zuhause

Früher kamen noch gelegentlich auch
Frauen vorbei die aber meist mehr von 
Der Lektüre ablenkten als ihre Gegenwart
Wieder kompensieren konnte aber auch
Dies erledigt sich im Alter immer mehr

Die männliche Potenz schwindet die
Weibliche wächst das Interesse der
Damen erledigt sich entsprechend
Was in deren Natur wohl liegt mit
Liebe eher weniger nur zu tun hat

Lebe ohne mich in diesem Paradies
Um bewegte Bilder zu kümmern die
Nur von der guten Literatur ablenken
Die grenzenlose geistige Welten öffnet
Ein ganzes Universum mir längst ist

Eines Tages werde ich dann noch das
Kirschholz Arbeitszimmer meines
Großvaters erben der einst kaiserlich
Preußischer Kadett zu Lichterfelde war
Was den Ort dann vollkommen macht

Wie Herzog Jean verbinde ich dann die
Eigene Vergangenheit in der Form mit
Der literarischen Gegenwart im Rückzug
Denke ich und lächle zufrieden darob
Zu wissen es kommt alles von allein 

Dazu die kunsthistorischen Werke aus
Der väterlichen Bibliothek vereint mit dem
Bestand auch dazu in meiner wäre die
Geistige Welt altmodisch vollkommen
Bildete alles ab wovon ich träumte

Nirgendwo muss ich mehr hin weil 
Die geistige Welt ganz um mich ist
Im Zustand der dann Vollkommenheit
Die Herzog Jean auch sehr akkurat
Für sein ländliches Exil geplant hatte

Der Vollkommenheit für mich hier im
Mangels Personal staubigen Paradies
Schon ziemlich nah ist mir nichts so
Fern in Gedanken wie eine bloß noch
Mittelmäßig unbedeutende Bibliothek

Das Schöne an der Vollkommenheit
Die über aller Mittelmäßigkeit ihren
Hehren Thron einnimmt ist dass es
Sie weder gibt noch sie erreichbar ist 
Wo wir uns ihr nähern ist Ende

jens tuengerthal 27.7.25

Fauldeutsch

Fauldeutsch

Sind die Deutschen wirklich zu faul
Wie die Wirtschaftsministerin meint
Die nur Kanzler Merz nachplappert
Der genau das im Wahlkampf schon
Sagte und später diplomatisch tarnte
Viele Konservative vor allem noch in
Gut bezahlter Beamtenposition halten
Ihre arbeitenden Mitbürger für faul was
Beim Blick in ihre Umgebung nicht
Weiter verwundert sie sitzen schließlich
Bundesbehörden als Beamte auf Zeit vor
Sehen damit was sie selbst täglich leisten 
Beschweren sich über die Zustände die
In ihrem Haus scheinbar herrschen
Besser wäre sie schwiegen statt
Statistik politisch zu missbrauchen
Regelten Mehrarbeit nur für sich
Viele die ich kenne sind längst für 
Schlechten Verdienst am Rande
Der Erschöpfung angelangt
Nicht die Deutschen sind faul
Sondern Politiker die dies beklagen
Als gut bezahlte leitende Beamte die
Besser kritisch fragten statt nur
Billige Antworten zu geben

jens tuengerthal 27.8.25

Teeliebe

Teeliebe

Liebe zum Tee bringt
Tägliche Entspannung ist
So lustvoll geteilt

jens tuengerthal 27.7.25

Sinnvoll

Sinnvoll

Leben hat keinen
Sinn aber ist genießbar 
Was sinnvoll genug

jens tuengerthal 27.7.25

Wozu

Wozu

Wozu noch leben
Außer um zu genießen
Jeden Tag wieder

jens tuengerthal 27.8.25

Frauenverehrung

Frauenverehrung

Frauen verehren ist einfach wunderbar
Es schenkt die gebotene Hochachtung
Wesen die diese gerne dankbar annehmen
Wenn oft genug wiederholt auch glauben

Egal wie wirklich die Wirklichkeit ist
Gibt die Verehrung uns Männern die
Beste Möglichkeit realistische Zweifel
Noch bevor ausgesprochen zu beerdigen

Weil diese selten die Annäherung fördern
Immer eher abschreckend wirken dabei
Auch sind Frauen nicht nur nackt aller
Verehrung immer wieder wert und die

Seltenen Ausnahmen können dafür den
Sonst unverdienten Mangel an Verehrung
Quasi kompensatorisch ausgleichen
Dann tu es für die anderen alle die es

Ganz bestimmt verdient hätten aber
Abgesehen vom Verdienst um den es
In der selbstlosen Verehrung nie geht
Erhöht die gebotene Verehrung auch

Den Selbstwert der Damen der sie
Um so schöner strahlen lässt was 
Manche Übertreibung schon
Gefühlt wahr werden ließ 

Dann wird irgendwann ganz egal
Wie wirklich die Wirklichkeit ist
Wir machen es wie es gefällt
Um zusammen glücklich zu sein

jens tuengerthal 27.7.25

Moralgrund

Moralgrund

Braucht Moral noch einen Grund
Oder ist sie dieser an sich wie Lehren
Des Aberglauben gerne verkünden 
Überlege ich und denke an Kant

Nach Kant handele ich moralisch
Weil ich es will und kann und nur
Dann hat moralisches Handeln
Als aufgeklärt auch einen Wert

Dies weil Aufklärung die Befreiung
Aus selbstverschuldeter Unmündigkeit
Immer noch ist die uns erst zu einem
Moralisch wertvollen Urteil bringt

Selbstverschuldet ist diese wenn es
Nicht an eigener Dummheit sondern
An der Faulheit kritisch zu denken liegt
Unmündig ist wer nicht kritisch denkt

Gerne verlassen wir uns dabei auf die
Urteile höherer Institutionen die uns
Das selber Denken abnehmen wie
Fachleute Autoritäten oder heute KI

Nur wer sich unabhängig macht vom
Einfluss anderer kann danach auch
Moralisch urteilen und handeln dem
Kategorische Imperativ damit genügen

Wer also ein moralisches Urteil nur
Aufgrund einer erdachten Autorität
Wie eines Gottes und seiner Gebote
Fällt handelt moralisch damit wertlos

Las heute eine kluge Kritik über
Einen Band zu diesem Thema von
Hans Joas der dem Universalismus
Der Moral auf den Grund gehen will

Er betreibt welthistorische Soziologie
Der Religionen die ihre Beschränkung
Auf das religiöse überwinden will dabei
Die Idee der Achsenzeit zugrunde legt

Diese auf Karl Jaspers zurückgehende
Theorie nimmt die zeitliche Nähe von
Konfuzius Buddha der AT Propheten
Wie der griechischen Philosophie

Als einen Aufbruch zur Begründung
Des moralischen Handelns was eine
Universelle Geltung für sich damit
Zum ersten mal beanspruchte

Dieses gewiss kulturhistorisch auch
Spannende Buch macht nur den großen
Fehler dabei die Untauglichkeit der
Göttlichen Gebote für Moral zu ignorieren

Mit der Bezugnahme auf Max Weber
Wie Ernst Troeltsch liegt der Bezug
Zur christlichen Religion zwar nah
Rechtfertigt aber nicht diese Ignoranz 

Keine Religion die höheren Geboten folgt
Welche natürlich das Gewissen damit 
Beschränken hat nach Kant einen
Moralischen Wert im Gegenteil

Diese Übernahme transzendent noch
Dazu begründeter Moral ist wertlos
Wie ethisch fragwürdig weil die damit
Entmündigung unmoralisch macht

Nur wer sich davon befreit und also
Den Hokuspokus überwindet kann je
Aufgeklärt kritisch moralisch wertvoll
Handeln statt bloß stupide zu gehorchen

Der Universalismus wurde erstmals
Philosophisch konsequent wie damit
Ethisch wertvoll von Kant formuliert
Was jede transzendente Ethik erledigte

Inwieweit bereits Epikur so dachte wie
Ihm folgend Lukrez und Montaigne auch
Könnte die Frage beantworten ob der
Hedonismus moralischer war als alle

Die erste und bis ins 20. Jahrhundert
Einzige philosophische Schule die
Frauen gleichberechtigt zuließ hat die
Moralische Autonomie global gemacht

Logisch dass die jüdische Sekte die
Das Christentum immer bleibt alles
Tat diesen Autor zu verbannen was 
Auch Dank des Lukrez nicht gelang

Kant der das de rerum schätzte war
Wie Epikur ein Fürsprecher des 
Moralischen Individualismus um so
Der Gewissensfreiheit zu genügen

Der Grund aller Moral liegt allein im
Eigenen Gewissen das erst unter der
Bedingung aufgeklärt kritischen Denkens
Zu einem Urteil fähig werden kann

Jede religiöse Moral die ein Verhalten
Gebietet ist damit ethisch wertlos sie
Erzwingt nur stupiden Gehorsam der
Nie für alle Menschen überall gilt

Der Aberglaube hat sich lange mit
Moral beschäftigt und ihn mit ganz
Unterschiedlichen Legenden begründet
Doch immer dabei auf Gebote gesetzt

Egal wo ich auf der Achse hinschaue
Lassen wir Epikur einmal beiseite der
Riet sich eigene Götter zu machen wird
Gehorsam vor Geboten stets gefordert 

Viele Religionen verkünden ihren 
Gläubigen Wahrheiten nach denen
Dieses oder jenes Verhalten als
Moralisch geboten betrachtet wird

Damit bleiben ihre Anhänger immer
Moralisch unmündig wie damit auch
Unfrei je ein moralisches Urteil nach
Ihrem Gewissen fälle zu können 

Diese Unfreiheit wiederum begründet
Im geistig geschlossenen System die
Notwendigkeit des Aberglaubens um
Eine oktroyierte Moral zu erhalten

Wer diesen Geboten folgt handelt
Nie moralisch sondern wie ein Automat
Bloß stupide Gehorsam was schlicht
Im System funktionieren lässt 

Moralisch dagegen handelt allein
Wer nach seinem Gewissen prüfte
Ob dies für alle Menschen damit auch
Zu jeder Zeit an jedem Ort gilt

So liegt der Grund aller Moral wie
Der einzig tauglichen im Gewissen
Das sich aufgeklärt kritisch also mündig
Frei für ein Verhalten entscheidet 

Wer nach einer moralischen Welt
Für alle Menschen strebt sollte 
Aberglauben wie Gebote vergessen
Um dem Gewissen Raum zu geben

Der Rest wäre moralisch durch eine
Gute KI besser ersetzbar sollte sich
Lieber auf den Weg zur Freiheit machen
Damit die Moral ihren Grund findet

jens tuengerthal 26.7.25