Montag, 30. September 2024

Montagsstimmung

Montagsstimmung

Sonne scheint herrlich
Ausgeschlafen erwacht ein
Richtiger Montag

Erwartung belegt 
Tage stärker als wirklich
Je werden könnte

jens tuengerthal 30.9.24

Liebesflucht

Liebesflucht

Wäre es nicht paradox
Vor der Lieber zu fliehen
Denke ich der doch so gerne
Mit vollem Herzen ganz liebt

Doch tue ich es wie so viele
Nicht verletzt zu werden wie
In Freiheit zu bleiben mit nur
Heimlicher Sehnsucht nach

Einer die bliebe statt vieler
Die kommen und gehen
Wenn gekommen oder nie
Aber dennoch wieder weg

Groß ist die Zahl derer lange
Denen ich mein Herz schenkte
Fast so groß wie die deren Liebe
Von mir nie gebührend gewürdigt

Wurde ich einer je gerecht der ich
Bis heute Frauen nie verstand nur
Mit Mars und Venus eine Ausrede
Für mein Unverständnis fand 

Fessele zu gerne mit Worten die
Sinnlich innig berühren und fliehe
Wo eine mich festhält weil nichts
Außer für geteilte Momente ist 

Liebe und verehre die Frauen aber
Eine allein macht mich verrückt
Wie so oft schon versucht und
Im Wahnsinn fast geendet

Bleibt die Liebe vor der wir fliehen
Eher für immer als jene die wir wollen
Oder keine je weil alles Gefühl verweht
Ohne zu wissen was bleiben könnte

Kommt es darauf an was passt oder
Nie sondern immer nur auf Gefühl
Auch gegen alle Vernunft frage ich
Und weiß schon es ist verkehrt

Zwischen Flucht vor der Liebe und
Sehnsucht nach Unendlichkeit ist
Der kleine Zwischenraum in dem ich
Sie manchmal für Momente lebe

Frage mich manchmal noch ob
Das normal ist und andere auch
So ähnlich fühlen wie ich der so
Sehnsüchtige Flüchtling der Liebe

jens tuengerthal 30.9.24

Sonntag, 29. September 2024

Geburtstagsliebe

Geburtstagsliebe

Welch Glück ist es Geburtstag zu haben
Wieviel Liebe erfährst du an diesem Tag
All deine Lieben denken an dich und die
Liebsten melden sich real oder sonst
In liebevollen Worten bei dir was nie
Selbstverständlich war dafür sich um
So schöner dann anfühlt wenn du mit
Nichts rechnest und vielfältige Liebe
Aus allen Himmelsrichtungen spürst
Denke an keine die sich nicht mehr
Bei dir gemeldet hat dafür an alle
Die es taten und bin erfüllt von der
Liebe die ich am diesem Tag spürte
Mehr kann nicht sein denke ich dafür
Dankbar für meinen Geburtstag und
Bevor dieser endet beende ich lieber
Die Verse die sonst kitschig werden
Rundum glücklich damit

jens tuengerthal 29.9.24

Dreifrontenkrieg

Dreifrontenkrieg

Israel zeigt den Arabern seine
Kraft und Potenz mit einem nun
Dreifrontenkrieg durch den Angriff
Auf islamistische Kräfte im Jemen

Die damit Erniedrigung der Mullahs
Im Iran setzt sich weiter fort die
Mehr Bündnispartner verlieren als
Saudi Arabien und der Irak erreichten

Dieses Lächeln der Scheichs über
Die Erfolge Israels entspannt auch
Hysterische Ängste vorm Krieg der
Israel gegen die islamische Welt droht 

Israel zerschlägt nur systematisch
Die Vasallen Teherans wozu die
Anderen freundlich knurren nur der
Vielfrontenkrieg hat nur einen Gegner

Dieser schreit am lauteten aber darf
Sich keiner Unterstützung sicher sein 
Israel führt Teheran vor was kaum
Ein Staat außer Syrien bedauert 

Die einzige Demokratie im ganzen
Nahen Osten mit dem einzigen
Rechtsstaat zeigt Überlegenheit
Was die Welt dort stabilisiert

Wann die Araber alle ihren so
Lächerlichen Aberglauben dann
Über Bord werfen für ein Bündnis
Mit überlegenem Israel wird die

Spannendste aller Fragen weil
Sie entscheidet wieviele Opfer 
Es gibt und wann endlich auch
Blühende Landschaften südöstlich 

Die Vernichtung radikaler Islamisten
Wird kein Demokrat bedauern es ist
Im Interesse einer friedlicheren Welt
Hamas und radikale Schiiten sind

Kein Zukunftsmodell mehr wer
Frieden will hält zu den Siegern
Mehr womit Israel künftig zum
Freien Modelstaat dort wird

Der Dreifrontenkrieg ist damit
Weniger Gefahr als Perspektive
Einer friedlicheren Zukunft die
Nur Vertrauen in Vernunft braucht

Wer also nicht alle Muslime für 
Naiv zwangsgestört hysterisch hält
Ihnen Vernunft und Einsicht noch
Zutraut freut die Entwicklung eher

jens tuengerthal 29.9.24

Rechtsruck

Rechtsruck

Gab es im unglücklichen Austria
Nun einen Rechtsruck wie im
Demokratisch zweifelhaften Osten
Fragt sich der Beobachter der Wahl

Doch wer nachzählt merkt sogleich
Es ist schlimm aber so schlimm wie
In Thüringen Sachsen Brandenburg
Ist es bei den Nachbarn nicht

Zwar sind die Rechtsradikalen die
Stärkste Fraktion aber weit von einer
Mehrheit der Stimmen für die Jünger
Von Putin wie sie in Neufünfland steht

Die Wahl ist wieder eine Reaktion auf
Hohe Flüchtlingszahlen wie auch die
Erfolgreiche Propaganda des Kreml
Doch steht die Mehrheit in der Mitte

Die Wähler zeigen sich verärgert wie
Ängstlich sicher aber doch noch
Mehrheitlich relativ vernünftig was
Beruhigend in dieser Lage doch ist

Austria nahm prozentual deutlich
Mehr Flüchtlinge auf als Deutschland
Die Reaktion erfolgte prompt dabei
Ist egal ob vernünftig oder nicht

Auch wenn ich die Mehrheit für
Ungebildet dumm intolerant halte
Muss ich mit dieser leben und
Sie zurückholen in die Mitte

Bei über siebzig Prozent in der
Demokratischen Mitte ist eine nur
Peinliche FPÖ Mehrheit egal doch
Davon träumt Ostdeutschland noch

Wo die gewachsene Basis für die
Bürgerliche Mitte leider fehlt dafür 
Radikale echte Mehrheiten haben
Die Regierung so erpressbar wird

Solange Putins Propaganda wirkt
Muss auf Ängste reagiert werden
Vertrauen zu stärken statt es noch
Weiter leichtsinnig zu verspielen

Egal wie unbegründet die Angst
Die Rechte und der Kreml den
Wählern einreden sind muss
Diese vorrangig beruhigt werden

Denn Angst macht dumm wie
Kurzsichtig und lässt Radikale
Wählen die Wunder versprechen
Austria kann der Freiheit vertrauen 

In Ostdeutschland droht doppelte
Gefahr von AfD und BSW einer 
Klassischen Führer Partei was uns
Schmerzlich bekannt sein sollte 

jens tuengerthal 29.9.24

Geburtstagshaiku

Geburtstagshaiku

Heute hat wer 
Geburtstag was genügt um
Glücklich zu leben

jens tuengerthal 29.9.25

Samstag, 28. September 2024

Augeumauge

Augeumauge

Die Bibel lehrte noch bevor
Christus die andere Wange
Hinzuhalten aufforderte das
Alte Auge um Auge wie
Zahn um Zahn was viele
Als gerechte Rache empfinden
Für damit gerechtfertigt halten

Doch was soll heute gelten 
Längst hat Israel weit mehr
Araber getötet als diese in
Israel bei ihrem Überfall
Umbrachten vergewaltigten
Zählt die Nummer allein um
Gerecht gegen Terroristen zu sein

Ist der Terrorismus Folklore dort
Wo beginnt kranker Antisemitismus
Wie er im Motto der Hamas noch
Angelegt ist die vertreiben wollen
Wie sie sich vertrieben fühlen
Dafür massenhaft umgebracht
Durch überlegene Israelis werden

Habe keine einfache Antwort mehr
Immer solidarisch mit Israel aus
Historischer Verpflichtung wie dem
Gefühl von Gerechtigkeit dazu
Weiß ich nicht welcher Maßstab
Hier für wen noch gerecht wäre
Auge um Auge hat sich erledigt

Weniger Religion dafür mehr
Vernunft täte allen wohl gut die
Miteinander leben müssen auf
Engem historischen Raum der
Vom Aberglauben verpestet
Vieles für heilig noch hält was
Geschichte sein sollte längst 

Begegnung von Menschen
Ohne Ideologen die nur den
Konflikt befeuern wollen nun
Hat jeder gemerkt Israel ist
Den Arabern weit überlegen
Besser sie verbünden sich
Um die Wüste blühen zu lassen

jens tuengerthal 28.9.24

BSWeh

BSWeh

Sarah bleibt lieber
Dienerin Putins statt in
Freiheit zu leben

Als Stalinistin
Konsequent stets sowjetisch
Aus Überzeugung

Stalin und Hitler
Waren Verbündete was
Vergessen weh tut

jens tuengerthal 28.9.24

Friedensliebe

Friedensliebe

Den Frieden lieben
Bedeutet für ihn kämpfen
Wenn Freiheit bedroht 

jens tuengerthal 28.9.24

Liebeskult

Liebeskult

Liebe genießen
Dazu Musen verehren
Macht Leben glücklich

jens tuengerthal 28.9.24

Morgenandacht

Morgenandacht

Kenne doch keine
Götter irgendwo bete
Lieber Frauen an

Lohnen lebend mehr
Als Geister der Phantasie
Tot bin ich nicht mehr

Lustvoll zu leben
Empfahl uns schon Epikur
Macht Leben lohnend

jens tuengerthal 28.9.24

Liebesblumen

Liebesblumen

Die Liebe gleicht den Blumen
Entfaltet zauberhafte Schönheit
Welche sich blühend entfaltet
Nach einem Frühling voller Lust
Einfach verblüht um als schöne
Erinnerung in uns zu bleiben
So leben alle Lieben weiter
In Gedanken an ihren kurzlebigen
Zauber der seine Zeit hatte
Denke dabei an meine Lieben
Die ich zeitweise genießen durfte
Dankbar für alles was war weil
Blumen für schöne Momente
Im Leben für uns blühen an
Denen wir uns freuen dürfen
Mehr bleibt auch in der Liebe
Wohl nie

jens tuengerthal 28.9.24

Herbstregen

Herbstregen

Nach sonnigem Tag mit
Warmem Herbstlicht kam
In der Nacht der Regen
Mit etwas Wind der die
Pappeln an der Pappelallee
Rege bewegt und ich kann
Es aus der Bar beobachten
Regenschirm und Mütze
Dem Wetterbericht lieber
Vertrauend mitgenommen
Freue ich mich am typisch
Herbstlichen Wetter was
So gut in die Zeit passt
Die Wechsel genießen
Wie sie gerade fallen
Scheint eine gute Idee
Um zu genießen wie es ist
Fehlt nur noch der Kamin

jens tuengerthal 28.9.24

Freitag, 27. September 2024

Pfeifenkino

Pfeifenkino

Mit Rotwein und Pfeife
Auf der Kinobank heute
Im Crossroads zwischen
Den Etagen kann ich gut
Beide Etagen beobachten
Was hier echt Vorteile hat 
Verliebte Paare oben und unten
Bieten schmusenden Anblick
Eine jünger dafür mit viel
Mehr sichtbarem Dekolleté
Während die andere ihm
Sehr innig am Hals hängt
Tino und Selma an der Bar
Davor rauchende Blondine
Im Gespräch mit einem eher
Korpulenten Knaben im dafür
Vielleicht Trainingsanzug wie
Schirmmütze dazu was mir
Auf dem Stammplatz völlig
Entgangen wäre dafür kommt
Selma des öfteren mit vollem
Oder danach leeren Tablett 
Sehr dicht hier vorbei was auch
Nicht ohne jeden Reiz ist 
Für diesen habe ich hier noch
Den Blick nach draußen mit
Dem aufgemotzten Publikum
War andere Orte hier sucht
So ist diese Holzbank zwar
Härter als die Ledersessel
Aber bietet dafür weit mehr
Als sonstige entweder oder
Plätze die nur eines haben
Und so genieße ich doppelt
Ernte noch viele Lächeln von
Allen vorüber ziehenden was
Angesichts der sich weiter im
Hintergrund noch befindlichen
Örtlichkeiten doch einige sind
So mit Abstand und doch inmitten
Ist der Flaneur perfekt positioniert
Hat alles im Blick in nirgendwo
Großes Kino im Crossroads

jens tuengerthal 27.9.24

Lektürentagebuch 27.9.24

Lektürentagebuch 27.9.24

In vier Büchern von Berliner Autoren
Gelesen die zumindest teilweise auch
In Berlin spielten als Vorbereitung für
Einen normalen Freitagabend in Berlin

Begonnen mit  dem Berliner Franz Hessel 
Der in Niemayer eine Geschichte diesmal
Aus Paris erzählt die im Atelier auf einer
Wilden Party beginnt wo unerwartet

Zarter blonder Besuch mit geflochtenem
Haar kommt und erstmal ein wenig noch
Mit der wilden Atmosphäre fremdelt aber
Wie geplant mit dem Künstler spricht

Dieser soll ein Portrait von ihr malen für
Herrn Niemeyer den sie aus der Bank
Für die sie arbeitet kennt und in den sie
Sich offensichtlich wohl verliebt hat

Bei den Porträtsitzungen die anständig
Angezogen ablaufen plaudert sie noch
Ein wenig von ihrer Liebe zu Niemayer
Der diesen Künstler sehr verehrt

Unklar bleibt dem Leser dabei ob der
Wilden Feste oder der Kunst wegen
Was eine wichtige Rolle spielen könnte
Erstaunliche Folgen später noch hat

Dabei erfährt sie dass dieser auch ein
Regelmäßiger Gast auf den Festen ist
Vorher hat sie eine Abzahlung noch mit
Dem Künstler vereinbaren wollen der

Gerne das Bild in Auftrag nahm doch
Leider hat das Geschenk nicht den
Gewünschten Erfolg weil ihr Geliebter
Vermutet sie sei Muse des Künstlers

Mit einer solchen könne er sich nicht
Verbinden das sei nichts für ihn was
Die zarte Blondine enttäuscht doch
Möchte sie das Bild für sich behalten

Sie will nun wieder zurück ins Reich
Nach der kurzen aufregenden Zeit in
Paris merkt sie diese Stadt wäre für
Sie doch wohl eher zu aufregend


Wunderbar lässt Hessel in seinen
Hetärengesprächen die Huren im
Wechselnden Kreis plaudern wie
Von Verehrern schwärmen oder

Wo geboten über sie lästern wie
Von ihrer nur mehr oder weniger
Anständigen Herkunft erzählen
Wie sie für die Familie sorgen

Es sind gewöhnliche Gespräche
Unter Frauen wie du sie in jedem
Café als Flaneur belauschen kannst
Der Titel macht sie erst verrufen


Sehr schön plaudert immer auch
Friedrich Luft Über die Berliner Luft
Im gleichnamigen Band aus der so
Geliebten Anderen Bibliothek 

In der Geschichte Zweite Emigration
Geht es um den inneren Rückzug aus
Ekel vor Polarisierung der Parteien nach
Wiedergewinnung der Freiheit frustriert

Während nach dem Krieg erst alle noch
Gemeinsam anpackten etwas besseres
Miteinander aufzubauen sind bald schon
Die ersten von der Realität genervt

Es wird die Politik den Parteien überlassen
Was deren Macht und Polarisierung nur
Weiter verstärkt warum innere Emigration
Für ihn gerade unstatthaft und feige ist


Wunderbar erzählt wieder der Russe
Im Berliner Exil Alexander Kareno in
Taxi halt von seinen Fahrten und was
Passiert wenn Bekannte ihm begegnen

Wie peinlich ihm das meist ist warum
Er versucht unerkannt herauszukommen
Bis auf ganz seltene Ausnahmen ihm
Dies erfolgreich irgendwie auch gelingt

Das in Deutschland solche Berufe zur
Aushilfe kein Ansehen genießen weil
Hier nur standesgemäß angesehen ist
Was fatale Folgen auch haben kann

Von einer solchen in der Liebe die so
Zauberhaft begann und wie er diese
Ganz unerwartet erlitt ohne wirklich
In das größte Glück gekommen zu sein

Zum Abschluss des literarischen Tages
In und um Berlin noch Ernst Dronke 
Berlin dem Prachtband aus der auch
Anderen Bibliothek mit Bildern 

Er berichtet den Leserinnen der Hof
Zu der Zeit gab es noch einen König
Sei in Berlin kaum zu bemerken diese
Fielen kaum mehr besonders auf

Prächtigere Kaleschen führe längst das
Reich gewordene Großbürgertum wie
Die Diplomaten zur Repräsentanz was
Das Königshaus unauffälliger mache

Treffend beschreibt er das Verschwinden
Des einzelnen in der Gemeinschaft was
Der vorzüglichste Charakterzug der Stadt
Für ihn sei die damit gleich mache

Der hohe Adel residiere noch immer
Unter den Linden und in einem Teil
Der Wilhelmstraße bliebe aber dort
Lieber unter sich bei kleinen Festen

Etwas weiter in der Wilhelmstraße
Ständen die Paläste der Großbürger
Bei denen teilweise sogar noch als
Untermieter Proletarier zu finden sein

Diese lebten sonst in anderen Vierteln
Wie etwa Kreuzberg doch berührten sich
Extreme teils sehr nah und Paria lebten
Im Nordwesten jenseits der Stadtmauer

Dort wo es den Berg hinauf geht sein
Die Armen zu finden von denen kaum
Einer nicht mit der Polizei zu tun hätte
Auch weil sie kaum legale Wege hätten

Diese seien selten in der Stadt zu sehen
Weil sie dort nichts verloren hätten auch
Eher ihnen noch Verhaftung dort drohte
Während das reiche Bürgertum sich

Immer mehr in der Friedrichstadt was
Heute Mitte ist konzentriere um dort
Unter sich vornehm zu leben mit dem
Gelegentlichen Besuchern des Hofes

jens tuengerthal 27.9.24