Donnerstag, 28. Dezember 2023

Liebeswunder

Liebeswunder

Die Liebe ist ein Wunder
Sage ich der als Aufklärer
An Wunder so wenig glaubt
Wie an Götter die sie noch
Bewirken könnten von den
Erfundenen Heiligen lieber
Ganz zu schweigen doch
Die Liebste bete ich gern an
Wie eine Heilige die dafür
Schönste irdische Lust schenkt
Auf die es zum Glück ankommt
Das Himmelreich überlasse ich
Mit Heine lieber den Amseln und
Den Spatzen die gerne sich einen
Zwitschern zu welchem Zweck 
Auch immer als der Lust am Klang
Sie kommt völlig unerwartet aus
Dem Nichts um zu bleiben dort
Wo du es am wenigsten erwartest
Gerne am nachhaltigsten dann was
Verwundern schon muss und wo
Nicht ein Wunder wäre das aller
Erfahrung und Vernunft gerne
Völlig zuwiderläuft als sei die
Liebe ein trotziges Kind eher
Als die Göttin höchsten Glücks
Vielleicht kann sie auch alles
Auf einmal sein was mich nach
Aller Erfahrung mit diesem so
Alten Wunder nicht wunderte
Lass ich sie fliegen wird es
Entweder ganz wunderbar
Oder mal wieder katastrophal
Für ersteres könnte letzteres
Zur lächerlichen Kleinigkeit
Im großen Liebeswunder
Werden denke ich verliebt
Bezweifle ich vernünftig und
Irgendwo dazwischen passieren
Dann Wunder von denen hinterher
Keiner mehr weiß wie vielleicht
Ist das dann kein Wunder
Sondern die Natur der Liebe
Nur halt wunderbar irgendwie

jens tuengerthal 28.12.23

Eurogeist

Eurogeist

Wie fördere ich den Geist Europas
Was soll dieser überhaupt sein
Ist es ein einheitlicher welcher in
Der Union verwirklicht wurde wie
Nun zu sichern und zu erhalten ist
Muss Europa immer wieder neu als
Lebensraum gestaltet werden der
Sich den Gegenwartsbedingungen
Mit neuen Ideen dann anpasst
Welchen Geist trägt Europa 
Was steckt hinter diesem eher
Gespenst Geist der einen soll
Was Verordnungen nur ordnen
Wie finden wir dabei einen Weg
Der einander gut tut statt sich
In Neid und Missgunst zu verlieren
Womit bauen wir geistige Brücken
Für eine Europa der Zukunft das
Im Geiste der Philosophie mehr
Gestaltet als nur im Sinne der
Lobbyisten noch zu verwalten
Was ist das Zentrum dieser Idee
Vom einigen grenzenlosen Europa
Was seine Märkte verbindet ohne
Sich im wirtschaftlichen zu verlieren
Was nur die Brücke zur Union sein kann
Die Nationalstaaten nicht mehr braucht
Es begann in Rom einst mit einer Union
Für Teilgebiete der Wirtschaft um so
Besser Geschäfte zu machen was sich
Rasch verselbstständigte bis zur dann
Währungsunion die das postnationale
Europa trägt wie begründete was die
Naiven Engländer ohne Perspektive
Einst verließen und genau für dieses
Ökonomisch vereinte Konstrukt das
Eine Verwaltung in Brüssel leitet
Um genug Milliarden zu verteilen
Einen Geist zu finden der all dies
Als Raum der Freiheit beflügelt
Gegen die dummen Populisten die
Keine wirkliche Alternative je haben
Wäre wichtig und könnte entscheidend
Für die Zukunft eines Europas im
Schatten totalitärer Populisten sein
Nur frage ich mich ob es klug ist
Dafür einen unkonkreten Geist als
Mittel der Wahl zu beschwören was
Eher nach Hokuspokus als nach
Nötiger sauberer Verwaltung klingt
Schnell ins lächerlich esoterische
Also halbseidene Land abdriftet
Warum es das beste sein könnte
Sich statt auf den Geist lieber auf
Finanzen wie messbares dabei
Zu konzentrieren somit auch die
Wirtschaft aller früher Nationen
Weiter zu vernetzen wie aus dieser
Engen Verbindung die Basis für den
Ewigen Frieden zu bauen der auf
Abhängigkeit aus Verträgen setzt
Verwalten wir die Wirtschaft sauber
Halten wir die Demokratie hoch wie
Unsere faktische Freiheit aber
Lassen es über nationales noch
Weiter als Problem zu reden das
Keiner künftig mehr braucht wie
Postnational mit einer einheitlichen
Währung schlicht überflüssig ist
Bin ein glühender Europäer der
Zu gerne den europäischen Geist
Mit Philosophie beflügelte was dem
Populismus des Unverstandes wie
Der Angst vor Verlusten das Tor
Unnötig weit öffnete während die
Gewinne der Wirtschaftsunion die
Durch die Währung verbunden ist
Gerecht verteilt werden können
Keinen Grund zur Aufregung geben
Auf populistischer Ebene auch wenn
Es in England gelang mit der Angst
Vor zu hohen Zahlungen das Land
Vorläufig aus der Union zu ziehen
Wird dies sich erledigen wenn die
Ökonomischen Interessen stärker
Als kleinlicher Partikularismus werden
Warum ich weiterhin dafür eintrete
Die Mittel der postnationalen Union
Weiter auszubauen nur weniger über
Politik und Mitbestimmung zu reden
Was nur absurde Folgen haben wird
Die Zwänge einer einheitlichen Währung
Erledigen die Chance zum Krieg wie das
Allein nationale Interesse warum es erst
Dauert bis alle dem zustimmen aber
Dann ist dies das Mittel der Wahl für
Einen weltweiten Frieden über den die
UNO als Hüterin der einzigen Währung
Künftig wachen sollte was vieles erledigt
Die Kontrolle der Waffenkäufe brächte
Welche gerechtfertigt werden müssten
Die Nation auf den Friedhof brächte der
Nur als Garten der Kulturen noch in
Vielfältiger Schönheit blühen darf der
Eurogeist sollte sich an den Euro hängen
Um zur Weltwährung zu kommen die den
Lächerlichen Mannbarkeitsritualen ein
Damit Ende setzte wie Kriege erledigte
Die keiner mehr bezahlen könnte weil
Alle finanziell abhängig dann sind um
Am Markt überleben zu können vor
Dem die Union die Kultur schützte
Es könnte so wunderbar sein

jens tuengerthal 28.12.23

Sparkurskorrektur

Sparkurskorrektur

Ist Sparen ein Zweck an sich
Für den die schwäbische Hausfrau
Lange als Vorbild stand oder ist
Sparsamkeit zwecklos wie völlig
Sinnbefreit bei niedrigen Zinsen
Wo es Investitionen in die Zukunft
Dringender bräuchte als noch
Weitere Sparsamkeit ohne Perspektive
Für deutsche Sparsamkeit stand einst
Der Finanzminister Schäuble der noch
Unter Kohl die Einheit aushandelte
Zum politischen Urgestein sowohl
Der Bonner wie der Berliner gehörte
Die Ära Kohl noch überlebte wie
Bis wenige Wochen vor seinem gerade
Tod mit 81 Jahren noch dem Bundestag
Angehörte wie nach einem Attentat an
Den Rollstuhl gefesselt dennoch weiter
Für die Demokratie Europa und seine
Überzeugungen kämpfte auch wenn
Er am Ende keine große Rolle mehr
Innehatte der einst Sparkomissar aus
Süd Baden der nie ein Schwabe war
Auch wenn manche das fälschlich in
Seiner Mundart die immer blieb noch
Erkennen wollten weil der Singsang
Einer Region scheinbar auch aller
Hochdeutschen Gewohnheit noch
Entgegenstehen konnte egal ob ich
Wolfgang Schäuble nun als einen
Widerstandskämpfer sehen möchte
Was mir bei ihm weniger einfiele
So doch als einen der Architekten
Der Europäischen Union die er zur
Währungsunion mit schmiedete wie
Damit die postnationale Zeit endlich
Auf dem kriegerischen Kontinent
Einläutete bis Putin seine scheinbar
Geschwächte Männlichkeit und Potenz
Anstatt im Felde beweisen zu können
Glaubte auch wenn es im Ergebnis nur
Das lächerliche Gegenteil noch bezeugt
Ob ein zuviel der Sparsamkeit Europa
Zu lange nach schwäbischer Manier
Ohne Perspektive lähmte könnte wohl
Gestritten werden und wird wichtig für
Die Zukunft im miteinander das sich
Nicht mehr totalitär bekämpfen will
Sondern egalitär besser verbündet
Einen Ewigen Frieden zu finden
Dabei laizistisch sein muss wie ohne
Herrschaft eines Aberglaubens noch
Warum manche Teile der Welt wohl
Noch lange brauchen werden dieses
Ziel zu erreichen wie Teil einer so
Ökonomisch erfolgreichen EU zu sein
Wie Erdogans Türkei Europa ferner
Heute ist als Atatürks es je war doch
Ging es in diesen Versen weniger
Um den nötigen Laizismus als die
Sparkurskorrektur wenn Schulden
Kreativ wie konstruktiv gestalten
Ob Sparsamkeit statt Ausgaben
Eine bessere Perspektive haben
Weil es den Bestand verwaltet
Statt ins Ungewisse zu spekulieren
Schäuble damit Europa eher noch
Rettete als zerstörte oder es künftig
Mehr Mut zu Investitionen bräuchte
Noch eine Zukunft zu gestalten statt
Nur noch hinterher zu laufen was
Viele Fragen nach den Ausgaben
Des Staates uns stellt wie was nötig
Wo etwas dagegen entbehrlich ist
Verstehe zu wenig von Finanzen
Hier ein glaubwürdiges Urteil über
Wolfgang Schäuble abzugeben
Vermute es geht vielen seiner einst
Lautstarken Gegner in Südeuropa
Nicht völlig unähnlich warum ich mich
Dazu lieber enthalte aber gerne die
Lebensleistung eines große Europäers
Würdige der uns postnationale
Fundament auf dem wir hier leben
Mit konstruierte was egal wie ich nun
Seinen Sparkurs beurteile die größere
Wie bleibende Leistung ist warum er
Wie Kohl als großer Europäer hier
Zu seinem Ende gewürdigt sei auch
Wenn die taz meint er hätte die EU
Die er maßgeblich mit konstruierte
Dadurch beinahe wieder zerstört
Enthalte ich mich dazu lieber um
Den großen Europäer zu würdigen
Der seinen Kampf nun beendete

jens tuengerthal 28.12.23

Mittwoch, 27. Dezember 2023

Postweihnacht

Postweihnacht

Nach Weihnachten geht das Leben
Einfach weiter denke ich als wäre
Nie das große Fest wie mit ihm der
Wilde Rausch im großen Kreis der
Kein Ende nehmen wollte gewesen
Frage mich ob Feste deren Spuren
Nun noch beseitigt werden eher als
Ob nie etwas gewesen wäre das
Richtige Leben sind oder doch die
Ausnahmen und Orgien es sind
Die das Leben wirklich machen
Was am Ende bleibt und spüre
Voller Liebe der Lust gerne nach
Um zu genießen was sein kann

jens tuengerthal 27.12.23

Dienstag, 26. Dezember 2023

Familienfest

Familienfest

Familienfeste sind ein Stück
Kulturgeschichte jede hat
Ihre eigenen Traditionen
Bürgerliche pflegen dort
Ihre Rituale so wie wir
Seit ich mich erinnere
Weihnachten auf immer
Gleiche Art rituell begehen
Was mir mit den Jahren
Immer mehr wie eine
Mischung aus den beiden
Klassikern Weihnachten
Bei den Buddenbrooks 
Und Dinner for One
Vorkommt was allem
Eine komische Note gibt
Die Pflege des Beständigen
Was über sich dabei lacht
Gibt einen Halt im Chaos
Wird zugleich zum Theater
Das sich selbst spielt was
Nie ohne Komik geht
Zur Not hilft Alkohol den
Ernst der Riten aus uralter
Zeit wie längst vergangene
Gewohnheiten mit der nötigen
Ironie auch lächelnd noch
Zu ertragen wie zu zelebrieren
Über seltsame Anschauungen
Der Verwandtschaft hinwegzusehen
Sie liebevoll zu ignorieren ist
Teil des Spiels dabei im großen
Familientheater mit Tradition
Denke ich voller Vorfreude auf
Das kommende Familienfest
Wer weiß wieviele es noch gibt
Da zelebriert Wiederholung
Erinnerung wie Kultur als
Treppenwitz der Geschichte

jens tuengerthal 26.12.23

Montag, 25. Dezember 2023

Leseglück

Leseglück

Voller Glück saßen gestern meine
Mutter und ich am schon inzwischen
Etwas leer gefressenen Tisch und
Vertieften uns wortlos zumindest
Weitgehend in unsere neuen Bücher
Glücklich gespannt davon waren wir
Ganz in unserem Element als dabei
Glückliche Leser der Geschichte
Denke ich dankbar der wohl das
Mütterliche Erbe als Leser kaum
Verleugnen kann dabei dahingestellt
Ob ich eher Muttersöhnchen oder
Lesekind bin die Liebe zu den
Büchern vereint und bleibt

jens tuengerthal 25.12.23

Versiegelringt

Versiegelringt

Nun bin ich versiegelringt
Denke ich lachend der von
Seiner Mutter als Erbe des
Verstorbenen Vaters dessen
Siegelring nun erhielt der das
Uralte Wappen der Familie
Trägt die sich noch auf das
Mittelalter zurückführt nach
Unbelegten aber geliebten
Wie immer weiter erzählten
Gerüchten in der Familie was
Weniger wichtig ist als die
Darin Freude wie der Stolz
Teil eines Größeren zu sein
Was sein Siegel weiter trägt
Das heute wo wir eher Mails
Als Briefe noch schreiben die
Keiner mehr versiegelt eine
Eher antiquarische Bedeutung hat
Ein Stück Geschichte eben ist die
Über Generationen weitergegeben
Den Stamm noch wachsen lässt
Trage nie Schmuck und fand die
Siegelringe der Kinder von Familie
Unter den Freunden im Studium
Eher albern als würdig aber mit
Zeit und Alter bekommt alles ein
Anderes Licht was dann zu einem
Überholten Ritus mich lächeln lässt
Auch in Gedanken an den Vater
Der schon gehen durfte was die
Weitergabe nötig machte aber ein
Versöhnliches Ende auch gibt nun
Wurde ich zum Ringträger wie es
Im Herrn der Ringe berichtet denke ich
Dabei eher lachend der diesen nun
Einen Abend trug und dann selten
Eher wie nie geschmückt sonst
Sich als armer Poet präsentiert
Aber sich an der Geschichte der
Familie nun stolz weiter freut
Worauf auch immer dabei
Sage ich mir zwinkernd als
Schwarzes Künstlerschaaf

jens tuengerthal 25.12.23


Weltkonstruktion

Weltkonstruktion

Wie ist die Welt konstruiert
Was macht die Natur zum
Funktionierenden Zusammenspiel
Sind Fragen der Naturwissenschaft
Die spannend zu erforschen sind
Doch viel interessanter noch ist
Für meinen beschränkten Geist
Wer sich wie welche Welt baut
Wo mein Geist neues schafft um
Seine Wirklichkeit zu konstruieren
Welche das wem auch immer ist
So ist als Forscher des Geistes
Wie kreativer Erschaffer für mich
Das faszinierendste Wunder wie es
Unsere komplex konstruierte Natur
Schafft sich noch eine eigene Welt
In Gedanken zu erschöpfen aus
Der Geschichten wie die Liebe als
Wunder geboren werden das Teil
Unserer seltsamen Natur auch ist
Dankbar für jeden Tag dabei der
Neues mich im Zusammenspiel
Der Worte und Gefühle noch
Erkennen lässt forsche ich weiter
Als Aufklärer am Geist der Liebe
Ohne ihn vermessen oder sonst
Beschränken zu wollen um das
Wunder als Ganzes zu erfassen
Was im Detail so wunderbar ist
Wie fühlen kann wer je verliebt
Sei es auch in die Natur war
Die nichts über sich braucht weil
Alles schon irgendwo in ihr ist so
Reise ich weiter durch meinen
Manchmal verwirrten Kopf um
Die Wege der Welt zu erforschen
Deren Konstruktion für die Liebe
Im Zusammenhang zu erfühlen
Ohne Götter über mir aber mit
Viele Liebe um den Verstand

jens tuengerthal 25.12.23

Geistwunder

Geistwunder

Als Aufklärer glaube ich nicht
An Wunder und solchen eher
Esoterischen Unsinn dennoch
Wundere ich mich immer wieder
Was der Geist alles schöpft
Welten Gefühle Gedanken
Selbst das seltsamste Wunder
Die Liebe als Superlativ der
Großen Gefühle für andere
Gehört zu diesen Wundern
Die keine Erklärung mehr
Brauchen alles uns zu sein
Nur weil sie ist was sie ist
Als ein auch Geschöpf des
Geistes in dem ich kritisch
Auf den Spuren Kants die
Vernunft sonst nur anbete
Hat das völlig anarchische
Gefühl auch seinen Platz
Weil der Geist ein Wunder
An Vielfalt ist wie jede der
Je angebeteten Liebsten
Denke ich mit zärtlicher
Sehnsucht an das Schöne
Was dies Wunder alles kann
Auch wenn es nur Natur ist
Finde ich diese wunderbar
Als geteiltes zärtliches Glück
Was ich Wunder nenne wie
Vernünftig finde zu genießen

jens tuengerthal 25.12.23

Sonntag, 24. Dezember 2023

Liebesfest

Liebesfest

Weihnachten ist Fest der Liebe
Ist die abgedroschenste aller
Gerade inflationär genutzten
Phrasen der Selbstbestätigung
Um sich im Falschen doch
Noch gut und besser zu fühlen
Aber der Liebe immer wieder
Ein Fest zu geben wie sich
Zärtlich aneinander zu freuen
Tut so wunderbar gut dass ich
Dafür plädiere statt nur an
Weihnachten lieber das ganze
Leben zum Liebesfest zu 
Machen miteinander weil
Die Welt verliebt so wunderbar
Glänzt und schön ist
Was braucht es je mehr
Als das Leben als Fest
Der Liebe die bleibt

jens tuengerthal 24.12.23

Gönnenkönnen

Gönnenkönnen

Zu Weihnachten beschenken wir uns
Nach herrschendem Aberglauben um
Die Geburt von Jesus zu feiern von
Dem keiner weiß wann er wirklich
Geboren was aber auch egal war
Als das hohe Fest der nördlichen
Naturreligionen ersetzt wurde
Wie die neue Sekte um dann
Akzeptanz warb lag es nahe
Gewohnte Rituale zu übernehmen
Wichtig für mich finde ich die
Zeit der Dunkelheit mit irgendwie
Erhellenden Ritualen besser
Beleuchten zu können wie
Anderen gut zu wollen oder
Wie die Rheinländer sagen
Du musst gönnen können um
Glücklich in der Herde zu leben
Hinter dieser wichtigen Lektion
Verschwindet alle Aufregung
Um zu viel Konsum denn
Wer wollte es dem Einzelhandel
Nicht gerne gönnen statt sich
In Neid und Missgunst nur zu
Verlieren gewinne ich lieber
Gönnend großzügig Gunst
Kann mich daran freuen
Für andere großzügig sein
Dieses Ziel scheint mir für
Das innere Gleichgewicht
Viel wichtiger als noch etwas
Dabei zu gewinnen denn
Der größte Gewinn wäre
Großzügig glücklich zu sein
Wie mit Liebe zu geben
Nichts mehr zu wollen
Zufrieden zu sein

jens tuengerthal 24.12.23

Lichtgedanken

Lichtgedanken

An den dunkelsten Tagen
Über das Licht nachdenken
Liegt sehnsüchtig nah wie
Von Liebe und Nähe träumen
Es wird nun immer heller
Bis der Sommer beginnt
Die lichteste Zeit im Jahr
Mit abnehmendem Licht
Während der gerade Winter
Am dunkelsten Tag beginnt
Wächst das Licht in den
Dann Frühling hinein
Wir feiern heute das
Ende der Dunkelheit
Ein wenig noch christlich
Verkleidet zur Tarnung
Aber es ist Naturkult
Der die Wiedergeburt
Der Natur vorab feiert
Die im Herbst so schön
Über Monate starb
Es dreht sich alles um
Das Licht wie die Länge
Der Tage die kommen
Manchmal frage ich mich
Wie glücklich es machte
Statt Gipfel der Veränderung
Kontinuitäten zu feiern etwa
Tagundnachtgleichen die
In Frühling und Herbst líegen
Weil Extreme doch eher
Unmenschlich meist sind
Es entspräche mir mehr

jens tuengerthal 24.12.23

Unheiliges

Unheiliges

Am Morgen vor der vielen
Heiligen Nacht an unheiliges
Mit Freude am Widerstand
Als Aufstand der Freiheit
Gegen den Aberglauben
Zu denken tut gut um
Nicht zu besinnlich noch
An Weihnachten zu werden
Auch wenn Glaubensfreiheit
Ganz fraglos gewährt wird
Ist doch schon dieses Wort
So verlogen wie zugleich
Widersprüchlich weil doch
Kein organisierter Aberglaube
Je uns Freiheit gewährt eher
Die erfundene Seele versklavt
Indem es dem was es in der
Natur nachweislich nicht gibt
Macht und Bedeutung noch
Über unsere Existenz zuspricht
Was so albern wie unfrei ist
Dennoch unterwerfen sich
Mehr Menschen diesem so
Fernliegenden Aberglauben
Aus Sicht der Vernunft um
So Erlösung zu finden im
Erdachten Himmelreich dem
Sie sich gläubig unterordnen
Aus Tradition und Gewohnheit
Weil es das kritische Denken
Für seligen Glauben abnimmt
Der zwar die Freiheit uns raubt
Nur nach der Natur zu sein dafür
Selige Zufriedenheit schenkt die
So gut zu diesem Fest der
Rückkehr des Lichts passt was
Christlich mit Liebe verbunden
Taumelnde Seligkeit gewährt
In der wir uns dann beschenken
Und warum nicht die Rückkehr
Des Lichts feiern mit welchen
Ritualen und Traditionen auch
Immer denke ich heute dem
Alle Götter so fern liegen weil
Traditionelle Feiern schön sind
So singe ich seltsame Lieder
Mit aus gefühlter Tradition die
Teil meines Lebens auch ist
Selbst wenn ohne alle Götter
Um frei zu bleiben genieße ich
Liebe und Lust in Versen auch
Zu Weihnachten zu feiern um
Ohne Kampf glücklich zu sein
Möge sich im Geiste der dann
Aufklärung jede selbst befreien
Wie dennoch genießen was
Als Fest uns gut tut ohne in
Jedem Moment alles stets
Neu zu hinterfragen befreit
Wie aufgeklärt dennoch soweit
Mündig genug können wir
Feste feiern wie sie fallen
Ob mit Aberglaube oder ohne
Dennoch innig verbunden
Als Atheisten oder Gläubige
Die Heilige Nacht so ganz
Unheilig lustvoll zu feiern

jens tuengerthal 24.12.23

Freitag, 22. Dezember 2023

Lustumwege

Lustumwege

Die Lust sucht gerne Umwege
Den Anreiz noch zu steigern
Wie es verhüllende Wäsche
Welche Schönheit betont so
Lustvoll wunderbar auch kann
Zwischen noch nicht aber
Ganz bald unbedingt liegt
Ein Weg der durch jede Kurve
Wie alle Umwege noch an
Lust aufeinander gewinnt
Wo wir wagen uns ihm mit
Allem auf und ab hinzugeben
Weil es die Lust miteinander
Noch sinnlich mehrt bis zum
Erotisch schönsten Ziel der
Geteilten Erfüllung die auf
Vielen Umwegen noch viel
Langsam schöner erreicht
Werden kann als dann
Verschlingung ineinander

jens tuengerthal 22.12.23

Liebesflirt

Liebesflirt

Wie schön ist doch der Flirt aus
Liebe der sich mit viel Gefühl
Wie Aufmerksamkeit einander
Nähert und dabei zugleich schon
Lustvoll mit Andeutungen spielt
Die andere anschwärmt wie im
Flirten alles rosarot sehen kann
Voneinander völlig begeistert
Manchmal zurück noch tritt
Es nicht im Kitsch zu übertreiben
Was die Spannung noch erhöht
Die sich begeistern will wie mit
Zarten Blüten des Gefühls längst
Tastend in der Annäherung spielt
Ob das Herz losgelassen wird
Oder einander gleich gesandt
Sich im Kuss wiederzufinden
Oder ungerührt für sich bleibt
Ist der Flirt mit der Liebe die
Unausgesprochen sich sucht
Ein immer aufregender Anfang
Vielleicht wunderbarer Träume

jens tuengerthal 22.12.23

Lichtwechsel

Lichtwechsel

Ab heute wechselt das Licht
Von abnehmend zu zunehmend
Wie beim Mond monatlich quasi
Im Zyklus des Jahres doch was
Bedeutet dieses mehr werden
Das die Natur wiederbelebt nun
Für mich als Leser der die langen
Dunklen Nächte am Kamin liebt
Gerade zeigt uns die Erde mit
Großer Deutlichkeit wohin das
Ständige Wachstum führte wie
Die Natur unbegrenzten Träumen
Eine Grenze aufzeigt die uns
Zur Verantwortung zwingt um
Weiterhin gut leben zu können
Nicht an der Gier zu ersticken
Die meinte alles zu beherrschen
Wie bebauen zu können ohne
Über die Folgen nachzudenken
Weil es um Gewinnmaximierung
Immer geht eine Wirtschaft die
Nicht wächst als krank vergeht
Werden und vergehen hängen
In der Natur zusammen wie es
Das Licht uns zeigt das ab dem
Anfang des Winters als der wohl
Kältesten Zeit im Jahr wiederkehrt
Es gibt kein ewiges immer mehr
Vielleicht sollten wir daraus auch
Etwas für den Umgang mit der
Natur deren Teil wir sind lernen
Ihren Zyklen mehr Raum noch
Zwischen den Zeiten zu geben
Alles mehr auch mit weniger
Wieder zu kompensieren damit
Ein Gleichgewicht übrig bleibt
In dem wir gut leben können

jens tuengerthal 22.12.23