Mittwoch, 19. April 2023

Verschwörungspraktiker

Verschwörungspraktiker

Verschwörungen sind meist nur
Wilde Hirngespinste die es besser
Bleiben um Schaden zu vermeiden
Am 19. April 69 nach der Aufdeckung
Der Pisonischen Verschwörung gegen
Kaiser Nero nahm sich der Namensgeber
Wie designierte Nachfolger im Falle des
Erfolges Gaius Calpurnius Piso das
Leben wie später auch Seneca und 
Andere angebliche oder tatsächliche
Mitverschwörer zum Selbstmord von
Nero gezwungen wurden damit nicht
Mitglieder des Adels hingerichtet werden
Zwar war die Verschwörung real wie
Der Mord an Nero im Detail geplant
Auch hatte sich Piso als dessen
Nachfolger durchgesetzt doch waren
Einige wie Seneca nicht beteiligt der
Opfer anderer Einflüsse dabei wurde
Ob Piso geeigneter für das Amt des
Princeps gewesen wäre ist strittig
Mehr spricht dagegen als dafür
Der große Literaturfreund was ja
Eher für als gegen ihn sprach war
Auch gewählt weil die Konsuln so
Hofften ihren Einfluss wieder mehr
Ausüben zu können wofür aber
Beobachten wir Pisos Verhalten
Bei und um die Verschwörung
Doch eher weniger sprach auch
Das lange verbreitete Bild von Nero
Als grausamen Herrscher der Rom
Abbrennen ließ wie dazu mit der
Leier Lieder sang entsprach nie
Der Realität im Gegenteil hatte der
Kaiser sich gerade von seiner Mutter
Emanzipiert indem er sie ermordete
Sich nach dem Brand als sozialer wie
Vorausschauender Reformer gezeigt
Aber die christliche Sekte wie ihre
Jünger als Schuldige bestrafen lassen
Indem er sie wie bei Brandstiftungen
Üblich auf dem Scheiterhaufen als
Brandstifter und Unruhestifter verbrennen
Ließ womit das lange Bild von Nero durch
Diese später die Macht in Rom als neue
Staatsreligion ausübende geprägt wurde
Die Teilnehmer der Verschwörung zum
Selbstmord zu zwingen war gängige
Römische Praxis diese wollten Nero
Auch auf den Kapitolsstufen ermorden
Auch die Verschwörer von niederem
Rang den Tieren im Circus zum Fressen
Vorzuwerfen war gängige Praxis noch
In der römischen Hochkultur die solche
Gemetzel als Volksfeste schätzte was
Sich nur geringfügig von der heute
Praxis nur meist ohne Tote unterscheidet
Dem Volk Belustigung zu schenken
Welche die Massen gerne konsumieren
Wofür wie für Verschwörungen es heute
RTL und die Bildzeitung gibt ohne hier
Bewerten zu wollen was moralisch wie
Intellektuell dabei höher oder tiefer steht
Scheint Nero das beinahe Opfer der
Pisonischen Verschwörung bis heute
Ein Opfer christlicher Propaganda zu sein
Ohne weiter über Verschwörungen hier
Nachdenken zu wollen was selten zu
Mehr führt als neuen Verschwörungen
Die nie der Aufklärung dienen

jens tuengerthal 19.4.23

Selbstvergebungsgerecht

Selbstvergebungsgerecht

Bundespräsident Steinmeier war zum
Jubiläum des Aufstandes im Ghetto
Von Warschau geladen und hielt wie
Es Repräsentanten dann eben so tun
Eine wohlklingende Rede die sich zur
Deutschen Schuld bekannte wie das
Glück heutiger Gemeinsamkeit dabei
Betonte so weit so gut so erwartbar
Wie nötig hier sprach schließlich der
Ehemalige Außenminister der wissen
Sollte um was es gerade dort geht
Wo Opfer deutschen Terrors ihrer
Verluste gedenken warum sich fragt
Wieso ein deutscher Bundespräsident
An diesem Ort der keine Vergebung
Kannte um diese bitten kann wie dazu
Am Ende betonen muss wie gut sein
Land im Kreis der Gerechten ankam
Das ist peinlich selbstgerecht wie den
Vorigen Worten zum Trotz eben nicht
Im Bewusstsein der Schuld gesprochen
Sondern getragen vom Willen zu sagen
Wir sind wieder wer und wollen jetzt
Bitte auch die Vergebung der Sünden
Unserer Vorfahren haben weil wir ja
Genug in Krieg und Frieden bisher tun
Dieser Ort ist nicht geeignet um eine
Vergebung zu bitten sondern allein
Sich zur historischen Schuld zu bekennen
Die so unendlich viel Leid verursachte
Ohne damit etwas zu den polnischen
Forderungen sagen zu müssen
Der früher Duzfreund von Lawrow wie
Freund des Freundes von Putin hätte
Besser nicht um Vergebung gebeten
Sondern sich der nicht endenden
Verantwortung einfach gestellt
Diese Chance hat er verpasst
Was zeigt Frank Walter bleibt
Ein guter Funktionär aber ein
Großer Bundespräsident wird
Er wohl nicht mehr werden
Dazu fehlt ihm die Größe
Sich der Schuld zu stellen
Ohne wie im Handel gleich
Um Vergebung zu bitten wie
Ein Parteipolitiker es nur tut
Dabei hat sogar der Vatikan
Den Ablass nun abgeschafft

jens tuengerthal 19.4.23

KiKonsequenzen

KiKonsequenzen

Die Einführung Künstlicher Intelligenz
Sorgt für große Aufregung weil sie das
Leben was wir gewohnt sind ändern wird
Viele Arbeit wird dann überflüssig werden
Ob das ein Verlust ist bleibt die Frage
Sind nicht Menschen viel zu lange wie
Maschinen abgerichtet worden um nur
Stumpfsinnige Tätigkeiten zu verrichten
Die weder ihre Intelligenz forderten noch
Sie jemals glücklich machen konnten
Darauf zu verzichten könnte ein Gewinn
Mehr sein als es Angst machen muss
Auch die große Panik vor der drohenden
Machtrergreifung der KI scheint mir eher
Eine Ausgeburt der Phantasie die sich
Vor dem was sie nicht kennt fürchtet
Durch zu viel Science Fiction gespeist
Zwar ist der Traum von Maschinen die
Wie Menschen funktionieren uralt aber
Dennoch bleiben es Maschinen die von
Menschen konstruiert und betrieben
Werden müssen wenn viele bisher
Fragwürdige Entscheidungen wie auch
Stumpfsinnige Tätigkeiten von intelligenten
Maschinen übernommen werden sehe ich
Das weniger als eine Bedrohung als eine
Schöne Aussicht nur wird sich dann unser
Leben wie unser Denken ändern müssen
Der Einsatz von KI birgt zwar Gefahren
Wie sie sich in der Kriegsführung zeigen
Aber es könnte für Menschen gut sein
Wenn wir Rechner kämpfen lassen statt
Selbst aufeinander noch einzuschlagen
Wer sich nicht mehr ständig stupiden
Tätigkeiten widmen muss hat dafür mehr
Zeit seine Fähigkeiten zu entwickeln wie
Die menschliche Seite an uns zu nutzen
Welche nicht durch Maschinen ersetzbar
Kreativität wieder ungestört zu entfalten
Wie alle Verwaltung Maschinen dafür
Zu überlassen auch im Staat der damit
Weniger Aufwand und Kosten verursachte
Dies zu lernen könne uns glücklicher im
Leben machen als bisher die meisten die
Arbeiten erledigen um zu überleben dabei
Darüber zu diskutieren ob wir es wollen
Oder lieber verbieten sollten ist eine nur
Reaktionäre müßige Diskussion weil wir
Tun werden was wir können wie es die
Menschheit immer getan hat nur haben
Wir mehr Zeit uns um das zu kümmern
Was uns ausmacht und unser Leben
Zu einem schöneren machen kann
Weil wir Maschinen vieles erledigen
Lassen wozu bisher Menschen dienten
Die wichtigste Konsequenz aus der
Kommenden Verbreitung von KI sollte
Daher sein menschliche Intelligenz
Wie das Gefühlsleben zu stärken die
Unser Leben so schön machen können
Kämpfen wir nicht gegen das was kommt
Nutzen wir es lieber auf gute Art um so
Eine bessere Welt für alle zu schaffen
Weniger müssen wir ohnehin werden
Um weiter gut hier leben zu können
Darum ist es gut so sich mehr darum
Zu kümmern wie ein gutes Leben mit
Künstlicher Intelligenz aussehen kann
Warum dafür ein Grundeinkommen
Noch notwendiger wird und wie die
Besteuerung maschineller Tätigkeit
Denn nichts anderes ist KI immer
Das soziale Leben finanzieren kann
Wagen wir KI konstruktiv zu denken
Statt mit bösen Geistern zu drohen
Oder mit dem Zauberlehrling vor den
Konsequenzen nur zu warnen ohne
Die Chancen zu berücksichtigen die
Eine Zukunft mit KI uns schenkt was
Sicher kommt sollte genutzt werden
Wie konstruktiv dabei angegangen
Werde denn es geht nur um Technik
Auch wenn sie uns in Teilen überlegen
Sein wird ist es wichtiger auf das zu
Achten was uns einmalig macht

jens tuengerthal 19.4.23

Dienstag, 18. April 2023

Abgründig

Abgründig

Wie tief kann ich noch sinken
Im Meer der Verzweiflung
Was in immer neuen Wellen
Alltäglicher Herausforderungen
Über mir zusammenschlägt
Die jeden Horizont verdunkeln
In der Summe sinnloser Aufgaben
Wissend es gibt keinen Sinn
Weil es auch ohne noch ist
Bevor das Leben von alleine
Geht weil nichts mehr geht
Wie was kommt nur schlimmer
Wäre als alles was schon ist
Fragt sich der Gefangene
Seiner Depression ohne
Ausweg ins Licht was wir
Krank nennen weil es doch
So schön sein kann zu sein
Wenn wir normgemäß eben
Angepasst funktionieren
Unklar nur bleibt wer die
Welt besser versteht
Diejenigen die ausblenden
Wie katastrophal alles ist im
Überflüssig schädlichen Sein
Was besser nicht mehr wäre
Oder jene welche es merken
Wie konsequent daran verzweifeln
Lieber halten wir zu den Ignoranten
Was bliebe sonst auch übrig
Vom Leben auf der Erde aber
Eigentlich wissen wir alle
Weniger wäre viel mehr
Für den Rest an Natur
So stehen wir am Abgrund
Ignorieren es für den Urlaub
Fliegen unser Klima kaputt
Für ein wenig Spaß noch aber
Wer das genießt ist gesund

jens tuengerthal 18.4.23

Abtauchen

Abtauchen

Tauche als Perlentaucher deiner Lust
Tief zungig zwischen deine Lippen um
Auftauchend die Abgründe der Lust
Einander grenzenlos zu wecken wie
Genüsslich den Überlauf deiner Lust
Immer wieder zu kosten die verrät
Wo im Monat wir stehen auch wenn
Manches mit der Zeit vergeht weil
Die Natur dessen nicht mehr bedarf
Bleibt der Wandel der Konsistenz
Der Quellen der Lust im Monat
Ein zu kostender Kalender der
Lust als Zeichen unserer Natur
Den entdecken kann wer wagt
Zu tauchen in die Mitte der Liebsten
Um vom Ursprung der Welt mit
Der Zunge fein fühlend den Lauf
Der Welt zu erschmecken wie
Die Zeiten der Natur zu verstehen
Wie dankbar bin ich Mann wo
Die Natur mich so tiefe Einblicke
In ihr Wesen zungig kosten lässt
Was immer unbezahlbar bleibt
Ist das Gefühl die überlaufende
Lust so genießen zu können
Wenn ich wieder aus deiner Mitte
Auftauche um tiefer einzutauchen
Wie irgendwo eins zu werden
Ist dies dem Himmel so nah
Dass der Atheist fast gläubig
Würde du Engel denk ich der
Heute versteht was am tauchen
Wenn je reizvoll sein kann ohne
Ins Wasser zu müssen dabei
Der Quelle so nah zu sein

jens tuengerthal 18.4.23

Zollernerhöhung

Zollernerhöhung

Wann fängt die Geschichte von Preußen an
Überlege ich der diesem nicht mehr auch
Familiär sich immer verbunden fühlte
Weiß nun wird es kompliziert mit uns
Werde ich mehr ausholen als ich wollte
Vom Großvater väterlicherseits der noch
Persischer Kadett war über den davor
Urgroßvater der im Dienst des Kaisers
Als Preußischer Schuldirektor vor Verdun
Fiel wie das Militär die Gemetzel schönredet
Zur mütterlichen Seite die mit den später
Bremischen Preußen des nicht mehr
Regierenden Hauses kegelten wie
Bridge spielten oder Tanzstunden hatten
Wie meine Mutter konkret während die
Prinzen bei meiner Omi englisch lernten
Die mit Louis Ferdinand vierhändig spielte
Bis Prinzessin Kira zu früh verstarb die
Noch die Verlobung der Eltern miterlebte
Plantschte meine Tochter mit der Urenkelin
Der preußisch russischen Freundin meiner
Großmutter in der Wanne ihrer Großmutter
Irgendwie war das Haus Preußen schon
Von Kindertagen an bei mir präsent aber
Wann fing es an dieses zu sein vor allem
Wer war der erste der Friederiche hier
Am 18. April 1417 wurde Friedrich VI
Bisher Burggraf von Nürnberg aus
Dem einst schwäbischen Geschlecht
Der Hohenzollern zum Kurfürsten von
Brandenburg wie damit auch zu den
Walberechtigten Erzkämmerern des
Heiligen Römischen Reiches die den
Kaiser wählten wie sich für ihre Stimme
Auch gerne gut bezahlen ließen
Ab dann war er Friedrich I der erste
Kurfürst aus dem Haus Hohenzollern
Auf dem märkischen Thron die später
Das aufgelöste Land des Deutschen Ordens
Als Ostpreußen über den letzten dort
Großmeister aus der Familie wiederum
Der Nürnberger Hohenzollern erbten
Wo sich wieder ein Friedrich dann
Zum ersten König in Preußen krönte
Während dessen Enkel Friedrich II
Durch die polnische Teilung erst zum
König von Preußen wurde weil so
Die Landverbindung nach Ostpreußen
Erst geschlossen wurde womit das
Ende von Preußen die Konsequenz
Aus der Landverteilung nach dem Krieg
Bis 1945 auch war aber seinen Anfang
Nahm das Haus Preußen als Kurfürsten
Der Mark Brandenburg am 18. April 1417
Womit die ersten Schwaben nach Berlin
Kamen das so Reichshauptstadt nach
Dem Krieg von 1870/71 wurde aber
Damals ein feuchtes Nest im Sumpf
Gegenüber der Insel Cölln war auf
Der die Hohenzollern ihr Schloss was
Heute Humboldtforum heißt bauten
Wo die DDR den Palast der Republik
Errichtete und mit Asbest verseuchte
Warum Erichs Lampenladen wich dem
Was als Tradition heute vor 605 Jahren
In Nürnberg seinen Anfang nahm

jens tuengerthal 18.4.23

Lustplan

Lustplan

Ist Lust planbar oder eher nie
Einerseits ist es immer das gleiche
Funktionieren alle Menschen doch
Irgendwie ähnlich führt die Berührung
Bestimmter Punkte auf die eine oder
Andere Art zum wecken sexueller Reize
Läuft es meist auf das gleiche hinaus
Gibt es nur eine beschränkte Zahl
Von sexuellen Varianten die auf
Sich wiederholende Art ausgeführt
Werden auch wenn wir uns erzählen
Dieses mal sei wirklich einmalig
Zeugt dies entweder vom schlechten
Gedächtnis großer Naivität oder
Sehr wenig Phantasie bei zugleich
Ziemlich großer Verblendung
Dennoch ist das Gefühl wunderbar
Etwas einmalig schönes zu erleben
Wird der Sex um so schöner je
Mehr wir daran glauben er sei
Wirklich etwas ganz besonderes
Uns darauf einlassen dass jede
Anders wie ein Wunder ist was wir
Glück haben genießen zu dürfen
Auch wenn die anatomischen
Varianten real eher minimal sind
Macht der Glaube gerade den
Besten Sex aller Zeiten zu erleben
Diesen genau dazu denn die stets
Relativen Qualitätskriterien sind
Auf genau dieses Gefühl allein
Ausgelegt was heißt es gibt
Keine objektiven Maßstäbe mehr
Was und wie es ist bleibt immer
Eine Frage des Gefühls womit
Wir diesem vertrauen können
Es so gut wird wie wir wollen
Erwarten wir von keiner Wunder
Kann vieles wunderbar werden
Verwerfen wir alle Pläne kann
Das kleinste Glück Erfüllung sein
Sehe ich in jeder Geliebten das
Wunder der Natur was für mich
Das schönste Geschenk ist kann
Sie sich besonders dabei fühlen
Am Ende tun wir das gleiche
Wie Milliarden Menschen auch
Aber es fühlt sich einmalig an
Was es zu etwas besonderem
Für alle Beteiligten macht also
Der einzig taugliche Plan ist
Die wunderbarsten Liebhaberinnen
Jedesmal wieder zu finden

jens tuengerthal 18.4.23

Liebestrost

Liebestrost

Egal welche Katastrophe nun droht
Liebe kann darüber hinweg trösten
Was hin und weg ist ist nicht mehr
Wird also auch kein Problem dann
Wenn wir uns einander hingeben
Wie davon für den Moment einfach
Hin und weg sind ist es wohl da
Das große Gefühl was genügt
Damit vollkommen glücklich zu sein
Darum trösten wir uns lieber über
Etwas hinweg als lieblos zu sein
Was dann bleibt war wohl gut so
Das sollte Trost genug uns sein
Denke ich und tröste zu gerne
Andere wie mich manchmal
Auch über diese hinweg

jens tuengerthal 17.4.23

Lebensperspektivlust

Lebensperspektivlust

Welcher Blick auf das Leben macht
Lust auf mehr davon gibt also eine
Gute Perspektive überlege ich der
Schon lange jede Perspektive lieber
Aufgab um den Moment zu genießen
Statt sich von dem was alles droht
Noch irgend verfolgen zu lassen
Sonst hätte ich wohl schlaflose Nächte
Vielleicht ist es die beste Perspektive
Keine mehr zu haben um zu genießen
Was ist solange es ist wie es dann ist
Daraus könnte langfristig mehr werden
Ein lustvolles Leben voller schöner
Momente mit viel weniger Sorgen
Als sie die meisten umtreiben
Überlege ich und werde nun
Am besten nichts ändern denn
Es könnte ja gut so bleiben
Solange ich zufrieden bin
Mit dem was ist hab ich ja
Alles was ich brauche

jens tuengerthal 17.4.23

Alarmismus

Alarmismus

Wir leben im Zeitalter des Alarmismus
Katastrophen reihen sich direkt an
Hiobsbotschaften jede Schlagzeile
Will die vorige noch übertreffen um
Mehr Aufmerksamkeit zu bekommen
Ist das noch Aufklärung über Gefahren
Vom Waldsterben zum Klimawandel
Aus dem Krieg ins Erdbebengebiet
In dem in Sekunden mehr starben
Als Ukrainer in einen Jahr Krieg
Aber nicht mal halb so viel wie Russen
Wir jonglieren mit riesigen Zahlen
Wenn wir über Corona Tote reden
Irgendwas ist immer und eines ist
Schlimmer als das andere warum
Ganz dringend etwas getan werden muss
Damit die Welt nicht gleich untergeht
Weiß nicht was ich noch glauben soll
Kann ein Putin ernst genommen werden
Droht uns allen bald der Atomtod
Fällt außer in Bayern jetzt der Strom
Nun ohne Atom aus oder ist alles
Immer nur halb so wild und sollte
Nichts mehr ernst genommen werden
Um zu genießen was übrig bleibt
Denn egal ob die Welt untergeht
Oder diesmal doch noch nicht
War die Zeit bis dahin besser
Wenn wir mehr genießen was ist
Statt die Katastrophe zu besingen
Weniger den Tod fürchten um das
Was wir noch haben zu genießen
Könnte es viele Katastrophen ganz
Gelassen einfach umschiffen nur
Die Medien mit dicken Schlagzeilen
Würde dann keiner mehr lesen
Dafür wären alle entspannter
Denke es könnte sich lohnen

jens tuengerthal 17.4.23

Montag, 17. April 2023

Bildererbe

Bildererbe

Mit dem Erbe ist das ja immer
So eine Sache erst muss einer
Sterben dann kannst du erben
So ist das Schöne mit etwas
Traurigem immer verbunden
Der Tod meines Vaters Anfang
März war ein großer Verlust
Auch wenn es gut so war
Er nicht leiden musste
Die Aussichten nicht gut waren
Fehlt der große Euphoriker
Aber wie schön ist es nun
Das liebste seiner Bilder
Den Blick über Fehmarn
Den er malte als ich noch
Ganz klein war und den ich
Immer geliebt habe als
Erinnerung an ihn und den
Urlaub den ich längst nicht mehr
Erinnern kann nicht mal weiß
Ob ich zwei oder drei war
Vom Diwan aus vor mir
Sehen zu können und so
Liebevoll an ihn zu denken
Habe dies Bild immer geliebt
Es war so norddeutsch wie
Voller Ruhe und Schönheit
Es ist etwas zu groß für den
Platz an dem es jetzt hängt
Aber dafür hab ich es so
Wie damit ihn vor Augen
Das fühlt sich gerade gut an
Wie er vielfältig präsent ist
Eine wohltuende Erinnerung
Hält ihn hier nun lebendig
Wo er nicht mehr da ist
Vielleicht ist das Bildererbe
Doch eine gute Sache
Der Tod kommt unausweichlich
Wir können es nicht ändern
Aber gut mit dem zu leben
Was ist wird vielleicht allen
Beteiligten am ehesten gerecht
Denke ich gerade dankbar
Beim Blick über Fehmarn
Hier mitten in Berlin ist er
Auch wo nicht mehr da da
Mehr geht nicht mehr

jens tuengerthal 17.4.23


Afriblixen



"Das Pendel schlägt nicht zurück und ändert die Richtung, weil seine Richtung für falsch befunden worden ist, sondern die Uhr geht, weil das Pendel sich hin und zurück bewegt." 
„Moderne Ehe und andere Betrachtungen

"Reiten, Bogenschießen, die Wahrheit sagen."
Motto des autobiographischen Romans „Afrika - dunkel lockende Welt.“ 

"Salzwasser heilt alles - Schweiß, Tränen oder das Meer."
Reader's Digest, April 1964

Zitate von Karen Blixen


Afriblixen

Sie hatte eine Farm in Afrika wie
Auch ihr berühmtester Roman
Beginnt indem sie vom Leben 
Als Farmerin in Afrika erzählt der
Als Jenseits von Afrika verfilmt
Kultstatus erreichte wie ihr Leben
Dort romanhaft erzählt es ist die
Am 17. April 1885 in Rungstedlund
Bei Kopenhagen geborene Autorin
Karen Blixen die in Deutschland
Als Tania Blixen bekannter wurde
Einem ihrer vielen Pseudonyme
So ist sie in englischsprachigen
Ländern als Isak Dinesen verlegt
Worden was ihr Geburtsname war die
Baronin Karen von Blixen-Finecke hieß
In der Familie wurde sie mit ihrem
Ungeliebten Spitznamen Tanne gerufen
Wie sie als Kleinkind Karen aussprach
Ihr Vater war Offizier Autor und Politiker
Sie wuchs in einem wohlbehüteten
Elternhaus mit vier Geschwistern auf
Ihr jüngster Bruder Thomas hat sie
Später in Afrika besucht und unterstützt
Sie bekam eine bürgerliche Erziehung
Die Mädchen durften ihre künstlerischen
Talente entfalten dabei war Karen schon
Früh sprachlich und bildnerisch begabt
Bald entwickelte sich ein Widerstand
Gegen die streng religiöse Sichtweise
Ihrer Mutter dagegen hatte ihr Vater
In den 1870ern bei dem indigenen Volk
Der Chippewa gelebt und war nach der
Erfolgreichen Integration dort auch zum
Ersten mal Vater geworden kehrte aber
Vor der Geburt seiner Tochter zurück
Nach Dänemark wo er heiratete wie
Vierfacher Vater wurde ihm stand Karen
Sehr nah und so traf sie sein Selbstmord
Nachdem er von seiner Syphilis Infektion
Erfahren hatte hängte er sich auf schwer
Als sie 1895 gerade zehn Jahre war
Karen Dinesen besuchte verschiedene
Kunstschulen in Kopenhagen Paris und Rom
Als Kind hatte sie schon häufig Kontakt mit
Ihrem späteren Ehemann der ein Cousin
Zweiten Grades von ihr war dem Baron
Bror von Blixen-Finecke ein Jahr nach dem
Abschluss ihres Kunststudiums veröffentlichte
Sie einige Kurzgeschichten unter dem 
Pseudonym Osceola was vermutlich vom
Weitgereisten Vater inspiriert war als sie
Sich 1909 in Hans von Blixen-Finecke
Verliebte blieb diese Liebe unerwidert
So verlobte sie sich 1912 mit dessen
Bruder ihrem Cousin Bror auf Schloss
Näsbyholm in Schweden das den Blixens
Seit 1756 gehört hier beschlossen beide
Nach Kenia auszuwandern wie dort eine
Farm zu betreiben finanziert durch die
Wohlhabende bürgerliche Familie von
Karen womit Karen aus der Enge des
Bürgerlich religiösen Elternhauses floh
Bror fuhr voraus nach Afrika und kaufte
Eine Farm am Fuß der Ngong Berge
Südlich von Nairobi auf 2000m Höhe
Finanziert durch die Familie dabei
Wurde das Mbagathi Farmhaus von
Denys Finch Hatton entworfen einige
Monate später kam Karen nach mit dem
Schiff von Neapel aus wo sie an Bord
Paul von Lettow-Vorbeck kennenlernte
Den bald Kommandeur der kaiserlichen
Schutztruppe in Ostafrika der ihr Pferde
Liefern sollte vor seiner Weiterreise
Als Trauzeuge für Bror und Karen diente
Die Pferdelieferung wurde dann vom
Ausbruch des Krieges durchkreuzt aber
Brachte in Kenia das Gerücht auf Karen
Sei deutschfreundlich was später noch
Manche Diskussionen mit sich brachte
Die Farm die Bror kaufte war allerdings
Eine Kaffeefarm wobei es zuerst als
Unmöglich galt in 1700m Höhe Kaffee
Anzubauen doch Karen versuchte es
Baron Bror interessierte die Farm eher
Weniger er veranstaltete Großwildjagden
Wie Safaris dabei beschreibt Karen ihn
Als charmant witzig und liebenswert auch
Als hingebungsvollen Krankenpfleger
Bror lebte weitgehend sorglos und war
Ein großer womanizer wie ein Freund der
Prostitution und erkrankte infolge 1915
An Syphilis mit der er auch Karen ansteckte
Dabei wurde Karen zuerst mit Quecksilber
Behandelt in Nairobi bevor sie zurück nach
Dänemark zur Therapie ging die sie heilte
Aber chronische Schmerzen zur Folge hatte
Nach ihrer Rückkehr vergrößerten sie ihre
Farm die Karen Coffee Corporation noch
Zogen in das Haus Mbogani das ein Schwede
Erbaut hatte in dem heute das Museum ist
Wie 1985 Jenseits von Afrika gedreht wurde
Sie trennten sich 1921 auf Wunsch von Bror
Karen war noch einige Zeit in Dänemark krank
Lebte dann bei ihrer Mutter kehrte mit ihrem
Bruder Thomas 1920 zurück der Bror entließ
Als völlig untauglichen Manager bereits 1918
Hatte Karen im Muthaiga Club in Nairobi
Ihre spätere große Liebe Denys Finch-Hatton
Kennengelernt den britischen Offizier sowie
Großwildjäger mit dem sie 1920 eine sehr
Intensive Liebesbeziehung aufnahm dabei
Übernachtete Denys bei ihr wenn er in
Nairobi war da Bror meist auf Jagden war
Sie hatte 1924 eine Fehlgeburt von Denys
Nach der Scheidung 1925 zog Denys zu ihr
Als sie 1926 wieder schwanger wurde hatte
Denys Schwierigkeiten sich vorzustellen als
Vater Verantwortung zu übernehmen doch
Karen verlor das Kind wieder im folgenden
Jahr 1927 hatten sie nach dem Tod des
Freundes von Denys ihr schönstes Jahr
Karens offenes Haus und die Küche waren
Berühmt in Kenia und Denys organisierte
Einen Besuch des Prince of Wales bei ihr
Der Gast auf einer seiner Großwildjagden
Damals war um ihre soziale Stellung so zu
Stärken und zu verbessern andererseits
Belastete es die Beziehung der beiden dass
Denys seinen Freund Bror mit auf die Safari
Mit dem Prinzen nahm so zerbrach ihre
Liebe 1929 zwei Jahre später starb Denys
Auf einem Elefantenerkundungsflug worauf
Karen die den Leichnahm bekam ihn dann
Wunschgemäß in den Ngong Bergen auf
Die sie vom Farmhaus sahen begrub
Nach Brand und Weltwirtschaftskrise musste
Karen die ertragslose Farm 1931 aufgeben
Die Rückkehr nach Dänemark zur Familie
Mit der sie zerstritten war fiel ihr nicht leicht
Sie widmete sich dann ganz dem Schreiben
Schrieb dann die als Babettes Fest
Verfilmte Novelle als Teil eines Bandes
Sie starb mit 77 auf dem Familiensitz
Viele Werke erschienen erst postum
Einige afrikanische Autoren unterstellten
Blixen eine rassistische Sicht auf das
Land wie die Menschen sie kam noch
im Jahr 1962 in die engere Auswahl des
Literaturnobelpreises den sie dann aber
Doch nicht mehr erhielt
In Jenseits von Afrika
Wird sie von Meryl Streep dargestellt
Während Robert Redford Denys spielt
Wird Bror von Klaus Maria Brandauer 
Treffend dargestellt vielleicht lesen
Nun mehr Karen Blixen die hier als
Tania Blixen meist verlegt wurde

jens tuengerthal 17.4.23