Sonntag, 9. April 2023

Endlösung

Endlösung

Am 9. April 1945 wurden noch nicht
Mal einen Monat vor dem Ende von
Hitlers Schreckensherrschaft mit dem
Sieg der Alliierten über das Nazireich
Auf einmal 7 prominente Gegner des
Regimes in Konzentrationslagern
Ermordet wie Milionen andere auch
Das nationalsozialistische System
Brachte nicht nur seine erfundenen
Rassischen Gegner um sondern auch
Alle die anderer Meinung waren wie
Diese auf ihre Art äußerten darum
Feinde der totalitären Diktatur waren
Wie Putin es teilweise ähnlich macht
Der Gegner in Lager sperrt oder an
Der Front verfeuern lässt um so die
Herrschaft der Angst aufrecht zu halten


Es wurden am 9. April 1945 umgebracht

Im KZ Flossenbürg durch Erhängen

Dietrich Bonhoeffer

Wilhelm Canaris

Ludwig Gehre

Hans Oster

Karl Sack

Theodor Strünck

Im KZ Dachau

Georg Elser hingerichtet

Im KZ Sachsenhausen

Hans von Dohnanyi hingerichtet


Gedenken wir der Opfer
Die für unsere Freiheit starben
jens tuengerthal 9.4.23


Osterfreude

Osterfreude

An Ostern feiern wir den Frühling
Außer wir hören auf die Religionen
Die uns gerne noch lenken wollen
Die Rückkehr des Lebens in die Natur
War ein altes heidnisches Fest wie es
Von der Natur abgeschaut war um den
Rhythmus von werden und vergehen
Voller Freude zu begehen so ist die
Rückkehr des Lebens in den endlich
Vom Eise befreiten Wiesen wie es
Schon Goethe im Osterspaziergang
Bedichtete der das Läuten der Glocke
Nach mystischer Nacht zur Rückkehr
Ins Leben besingt was vom Dorf her
Mit Jubeln und Schreien klingt ihn eben
Mensch sein lassen wie es unserer
Natur entspricht die das Christentum
Einerseits feiert andererseits negiert
Statt die Freude des Lebens was nun
In die Natur zurückkehrt zu feiern
Wird erst der Prophet hingerichtet
Stehen Leid und Qual vor der dann
Himmlischen Erlösung der immer
Geaberglaubten Seele für die es
Keinen Nachweis in der Natur gibt
Die aber das jenseitige Paradies den
Gläubigen dafür verspricht warum das
Irdische Leiden am Kreuz logisch der
Himmlischen Erlösung vorgeschaltet
Werden muss weil es auf Erden kein
Gutes und keine Erlösung gibt die nur
Das erhoffte Jenseits geben soll was
Dem Epikuräer in mir schon immer als
Größter denkbarer Unsinn erschien
Das Leben ist schön und wunderbar
Seine Rückkehr im Frühling mit Lust
Zu feiern ist gut so und braucht auch
Keinen vorgeschalteten Tod weil die
Blumen auch ohne Götter blühen
Wenn sie nur ihrer Natur folgen
Die Tiere sich voller Lust begatten
Auch wir Menschen danach streben
Unsere Lust nach der Natur auszuleben
Aber wir funktionieren viel besser in der
Hierarchie wenn wir auf ein Jenseits
Noch hoffen statt das Diesseits mehr
Genießen zu wollen wie es einzig
Angemessen wäre warum der ganze
Christliche Osterblödsinn mit der
Auferstehung mir noch ferner liegt
Als Weihnachten was zumindest eine
Menschliche Geburtstagsparty ist die
Sich ums Leben statt um den Tod den
Der Glaube überwinden will dreht
Wir müssen keinen Tod geistig je
Überwinden noch können wir es
Nach der Natur weil er natürlich ist
Aber wir können die Rückkehr der
Natur nach dem Winter feiern ihre
Aufbrechende Wollust voller Lust
Miteinander imitieren um so mehr
Zu genießen was ist statt auf ein
Erfundenes anderes noch zu hoffen
Nicht den Tod fürchten weil uns
Das dann Nichts nichts angeht
Lieber das Leben voller Lust noch
Feiern im endlich Frühling und so
Wird Ostern das fröhliche Fest was
Der Osterspaziergang begrüßt ohne
Die erfundenen Geister der Nacht
Wenden wir uns lieber dem Licht zu
Genießen wie schön das Leben ist
Lassen wir die Götter für sich sein
In ihrem geaberglaubten Himmel wie
Der erfundenen Hölle um dafür das
Was an Leben bleibt zu feiern

jens tuengerthal 9.4.23

Liebesgedicht

Liebesgedicht

Können Worte je ausdrücken
Was Gefühle alles umfassen
Frage ich mich während ich
Im Bett meines Vaters liege
Der vor etwas über einem Monat
Erst verstarb wenn auch nicht
In diesem Bett so doch ganz nah
Sind Tod und Liebe verbunden
Wie sage ich der Liebsten
Wofür alle Worte zu klein
Scheinen weil es alles erfasst
Alles was ich nun beschriebe
Trifft immer nur einen Teil
Des großen es ist richtig so
Was unser ganzes Wesen
Mit Gefühl und Leid erfasst
Die Sorge zu vertrauen
Welche Vorsicht uns lehrt
Wie die lustvolle Sehnsucht
Die zärtlich berühren will
Was so euphorische Gefühle
Längst in mir weckte dass ich
Kaum ihnen zu trauen wage
Wer wenn nicht wir Dichter
Sollte dem Gefühl tiefen
Wie innigen Ausdruck je
Verleihen können überlege ich
Weiß keine Antwort darauf
Als zu sagen es ist was es istng
Wie Erich es einst umschrieb
Aber vielleicht ist das alles
Jedes weitere Wort zuviel
Wenn es passt ist es so
Dann findet es sich
Mehr ist es nie aber
Glück genug es also
Zu genießen

jens tuengerthal 9.4.23

Samstag, 8. April 2023

Zugehörigkeit

Zugehörigkeit

Zu wem gehört ein Land
Sind es die Bewohner erst
Welche sich nach Stämmen
Der einen oder anderen Familie
Eher verbunden fühlten fragt sich
Der 8. April ist ein guter Tag um
Über historische Zugehörigkeit
Neu wie jenseits der Nationen
Nachzudenken im Spiegel der
Ereignisse die zeigen können
Wie relativ ewige Bindung ist
So säkularisierte am 8. April 1525
Der Hochmeister des Deutschen Ordens
Albrecht von Brandenburg-Ansbach das
Gebiet des Ordens nachdem er länger
Schon dem Protestantismus zuneigte
Leistete den Huldigungseid zu seinem
Onkel König Sigismund von Polen der
Ihm das Herzogtum Preußen als Lehen
Überließ womit langer Streit einerseits
Endet aber neuer wieder begann denn
Das deutsche Reich erkannte die neue
Säkularisierung des Ordenslandes nicht
An und setzte einen neuen Hochmeister
Für den Ritterorden ein was erfolglos
Blieb das Herzogtum bestand fort fiel
An den Brandenburger Zweig der
Hohenzollern und wurde später als
Ostpreußen der östlichste Zipfel des
Kurfürstentums Brandenburg was dann
Nach der polnischen Teilung welche die
Landverbindung nach Preußen schloß
Friedrich II zum König von Preußen
Machte was er zuvor nur in Preußen
Gewesen weil sein Großvater sich
Dort hatte krönen lassen ohne ein
König im Reich zu werden für den
Titel im Osten viel bezahlte weil das
Deutschordensland verbunden war
Heut ist das was früher einmal das
Ordensland und dann Ostpreußen
War ein Teil Polens und Russlands
Die ältere deutsche Geschichte
War mit dem 2. Weltkrieg zu Ende
Auch am 8. April nur über 250 Jahre
Später also 1783 verkündete Zarin
Katharina die Große die Annexion
Der Krim wie der Halbinsel Taman
Und des Kuban Gebietes durch ihr
Reich Russland was dann so blieb
Bis der Georgier Stalin es änderte
Die Krim und ihr Umland an den
Sowjetischen Bruderstaat Ukraine
Gab was angesichts der engen
Verbindung in der Sowjetunion lange
Kein Problem war aber heute dazu
Wurde und einen Krieg begründete
Der länger und blutiger wurde als
Viele Beteiligten es sich dachten
Dessen Ende nicht absehbar ist
Zu wem das Land nun gehört scheint
Eine vielfältig unklare Frage noch für
Manche auch wenn es völkerrechtlich
Unstrittig Land der Ukraine war sahen
Nicht alle Bewohner sich dieser auch
Zugehörig egal ob es darauf ankommt
Darf Krieg dies besser nicht regeln der
Zu Verbannung und Vertreibung führt
Wie es die Deutschen im Osten auch
Nach dem Weltkrieg erfahren mussten
Den sie unter Hitler noch auslösten
Wiederum am 8. April nur 1812 erklärte
Der russische Zar Alexander Helsinki
Per Dekret zur Hauptstadt des neuen
Großfürstentum Finnland was ein Teil
Des russischen Reiches geworden war
Was wohin gehört und wer sich wem
Dabei zugehörig fühlt war dabei noch
Weniger eine Frage zumal Finnland
Lange Zeit schwedisch besetzt war
Sich große Teile der Eliten dort aus
Schweden rekrutieren was sich erst
Langsam letztes Jahrhundert änderte
So sprachen sich am 8. April 1933 fast
Zweidrittel der Westaustralier für eine
Unabhängigkeit von Australien aus
Doch blieb die Abstimmung folgenlos
Da sie weder vom australischen noch
Vom britischen Parlament anerkannt
Worden ist aber zugehörig fühlten sich
Die Westaustralier offensichtlich nicht
Zwei Jahre später 1935 wurde im
Saargebiet abgestimmt ob es lieber zu
Frankreich oder Deutschland gehören
Wollte wobei sich die Saarländer für
Die Zugehörigkeit zu Deutschland was
Gerade unter Hitler im nationalen Taumel
Verfallen war der seltsam vereinte so
Über neunzig Prozent für den Anschluß
Ans Reich stimmen ließ womit sich 
Zumindest sagen ließ wem sich die
Bevölkerung zugehörig fühlte was
Solche Abstimmungen in Schlesien
Oder Ostpreußen ergeben hätten wäre
Spannend gewesen auch ob dabei
Vor der Flucht oder danach erst die
Zahl der Berechtigten bestimmt würde
Putin ist davon getrieben die Russen
Im Gebiet der ehemaligen Sowjetunion
Als oberster Russe schützen zu wollen
Wie die Gebiete wo nötig zu integrieren
Grenzen zu verschieben wie es Stalin
Nach dem Zweiten Weltkrieg tat oder
Davor schon im Pakt mit Hitler plante
Wem fühlten sich Polen zugehörig die
Vorher schon von Österreich Preußen
Russland mehrfach geteilt wurden
Sollte es das Ziel sein die Menschen
Vor Ort entscheiden zu lassen wem
Sie sich zugehörig fühlen wie bei der
Inszenierten Abstimmung auf der Krim
Entscheidet die Kultur die Sprache
Ökonomische Interessen oder die
Geschichte quantitativ fraglich dabei
Dann nur bis wann wir was zählen
Sehe mich als Europäer deutscher
Muttersprache der in Bremen geboren
In Frankfurt aufgewachsen wie später
In Heidelberg Abitur gemacht und auch
Studiert hat aber bald 23 Jahre nun in
Berlin lebt was länger ist als irgendwo
Anders zuvor und dennoch bin ich kein
Berliner noch Bremer Hesse oder ein
Kurpfälzer je geworden sondern eher
Europäer vom Gefühl her immer was
Eine Überwindung aller Grenzen heißt
Unter Menschenrechten vereint auf dem
Gemeinsamen Marktplatz der unsere
Nationen ersetzen kann diese seltsame
Krücke der kollektiven Identität die uns
Schon so oft aufeinander einschlagen
Ließ ohne persönlichen Gewinn dabei
Warum es gut tut sich einem Kollektiv wie
Europa zugehörig zu fühlen was dann
Seine Studenten untereinander tauscht
Dadurch Lieben überall findet wie diese
Die Grenzen natürlich aufheben lässt
Zugehörigkeit sollte mehr an Werte
Als an Orte geknüpft werden wie ich
Dort zuhause bin wo meine Bücher sind
Eine grenzenlose geistige Heimat habe
Ohne irgendwo anders hin zu müssen
Vielleicht sollten wir mehr danach streben
Die Identität vom Boden zu lösen um
Grenzenlos geistige Zugehörigkeit zu
Finden die Basis der Identität sein kann
Ohne Grenzen zu verschieben oder um
Zugehörigkeit streiten zu müssen wie
Europa keinen Separatismus braucht
Weil alle zusammen gehören wie jeder
Nach seiner Art dabei leben kann mehr
Ist für die Welt nicht erreichbar warum
Europa immer mehr Teile dieser auch
Sich zugehörig fühlen lassen sollte
Um ein Leben in Freiheit zu führen
Mit den dafür nötigen Mitteln egal
Wo ich gerade zufällig lebe

jens tuengerthal 8.4.23

Kriegskultur

Kriegskultur

Kann Krieg Kultur sein
Ist er nicht das Gegenteil
Zerstört und gefährdet alle
Kultur denke ich beim Blick
Auf die Folgen der Kriege
Die Zerstörung immer waren
Kultur aber sind alle Formen des
Menschlichen Daseins die auf
Bestimmten Wertvorstellungen
Wie erlerntem Verhalten beruhen
Sich dabei in der dauerhaften
Erzeugung wie Erhaltung von Werten
Ausdrücken das Gegenteil von Kultur
Ist die unberührte Natur die nicht vom
Menschen geschaffen oder verändert
Für sich eben natürlich existiert daneben
Wird Kultur synonym für die schönen
Künste verwandt und meint also
Bildende Kunst Literatur und Musik
Kriege haben sicher Wertvorstellungen
Auch wenn ich sie nicht teile schaffen
Diese eigene Werte wie ein Miteinander
Was vom Krieg geprägt wird wie sich
Vom Krieg geprägte Kulturen verändern
Ob sie der dauerhaften Erhaltung dienen
Könnte dagegen zweifelhaft sein da Krieg
Mehr zerstört als schöpft doch nicht ohne
Grund wurde der Krieg als Vater aller Dinge
Immer wieder bezeichnet wie etwa schon
Von Heraklit der sogar meinte der Krieg
Sei der König aller und mache die einen
Zu Göttern die anderen zu Menschen
Die einen zu Sklaven die anderen zu Freien
Er meinte damit dass der Krieg für die
Polarität des Seins stehe aus der alles
Hervorgehe und würde so im Wechselspiel
Der Gegensätze zum schöpferischen Akt
Auch wenn nicht alles Sein polar sein muss
Nicht immer gut und böse notwendig sind
Um ein Ganzes zu bilden ist doch die
Frage inwieweit diese Naturphilosophie
Den Krieg zur Kultur macht oder nur sagt
Er sei eben Teil unserer Natur die sich im
Kampf ausdrücke und forme wäre aber
Damit weniger Kultur als nur Natur die
Dafür durch den Menschen dauerhaft
Geformt wie verändert wird und so
Fällt die Antwort weniger leicht als
Am Anfang gedacht auch wenn ich
Mit Kant die Überwindung des Krieges
Also den ewigen Frieden als Ziel für
Wichtig und richtig halte würde ich
Dennoch bestimmte Kriege für nötig
Halten um die Kultur wie die Freiheit
In dieser als Existenzbedingung auf
Dauer zu erhalten wie etwa gerade
Den Krieg der Ukraine die um ihre
Existenz wie Freiheit kämpft wie
Damit die Europas mit verteidigt
Was aber die Kulturfrage nicht
Beantworten kann denn vieles
Was Krieger sich ausdachten
Wurde Teil unserer Kultur von
Der Ilias als Kriegsbericht aus der
Griechischen Kultur über Cäsars
Bello Gallico hin zu vielen Techniken
Die erst der Krieg hervorbrachte
Clausewitz Vom Kriege oder auch
Remarques Im Westen nichts neues
Aber auch die Bemühungen um
Eine Ordnung des Krieges zeigen
Diesen als Teil unserer Kultur die
Immer dabei diskursiv in einer
Entwicklung begriffen ist aber die
Chancen der Veränderung nutzen
Kann kultivierter noch zu werden

jens tuengerthal 7.4.2

Freitag, 7. April 2023

Liebeszärtlich

Liebeszärtlich

Liebe kann zart wie wild sein
Leidenschaftlich oder ganz sanft
Im Vollzug wie im Gefühl was
Mal erobern dann pflegen will
Beides und noch viel mehr um
Alles sein zu können als das
Umfassendste Gefühl das mich
In den Himmel hob wie schon
Fast umbrachte vor Verzweiflung
Am schönsten aber ist sie für mich
Wo sie voller Lust zärtlich sein kann
Weil diese sanfte Zartheit mehr
Welten öffnet sich gut zu tun
Als Schemen je können in denen
Viele nur miteinander reagieren
Wie seltsame Rollen spielen statt
Das Gefühl frei zu genießen was
Fraglos gut immer noch will
Dann kann es hart und wild sein
Wie ungestüm leidenschaftlich
Wo Zärtlichkeit die Liebe trägt
Überragt sie alles und tut gut

jens tuengerthal 7.4.23

Glaubensbefreit

Glaubensbefreit

Es herrscht Glaubensfreiheit
Versichert uns das Grundgesetz
Wörtlich sagt es die Freiheit des
Glaubens wie des Bekenntnisses
Sei unverletzlich in Artikel 4 Absatz 1
Als ob Freiheit jemals herrschte
Alle Herrschaft nicht unfrei stets ist
Dabei feiern wie die meisten aller
Feiertage für den Glauben von
Weihnachten bis Ostern über
Pfingsten und andere Ereignisse
Wünschen einen frohen Sabbat
Oder einen guten Ramadan weil
Wir weit entfernt davon sind uns
Vom alten Aberglauben zu befreien
Sogar in der Präambel der Verfassung
Die nicht mehr vorläufig nur ist steht
Sie sei in Verantwortung vor Gott
Erlassen worden was alles folgende
Für jeden vernünftigen Atheisten zu
Einem unernsten Witz nur macht
Wer sich nicht vom Glauben befreite
Vielmehr als Kind mit ihm aufwuchs
Seine Feiertage als Kultur nur lebte
Genießt keine Glaubensfreiheit
Sondern ist in Glaubensabhängigkeit
Aufgewachsen kulturell also unfrei
Noch immer dürfen Kinder getauft
Oder beschnitten werden statt mit
Solchen Handlungen der später
Zugehörigkeit bis zur Volljährigkeit
Besser zu warten erlaubt unser
Gesetzgeber die rituelle Einbindung
Von unmündigen Kindern wie den
Massenhaften geistigen Missbrauch
Vom körperlichen ganz zu schweigen
Der ein Problem aller Sekten auch ist
Wer Glaubensfreiheit garantiert muss
Die Voraussetzung dafür schaffen also
Den massenhaften Missbrauch von
Menschen in Abhängigkeit beenden
Damit das Versprechen keine bloße
Hohlformel ohne Inhalt noch wird
Es kann erst jeder glauben was
Wille und Freiheit uns eingeben
Wenn wir den Versuch wagten
Die Freiheit ohne eine Herrschaft
Des Glaubens kennenzulernen
Welche keine Tradition rechtfertigt
Unsere Menschenrechte sind ein
Kind der Aufklärung wie damit dem
Bruch mit der Übermacht des Glaubens
Sie kommen nicht aus den 10 Geboten
Sondern sind Resultat der Vernunft
Wie kritisch aufgeklärten Denken
Dafür gilt es heute noch zu fechten
Damit nicht länger der Aberglaube
Bestimmt wie wir wann feiern was
Einen freien Tag wert sein sollte
Der Aberglaube zum Privatvergnügen
Erwachsener Menschen alleine wird
Dann erst gibt es Glaubensfreiheit
Die nicht mit Traditionen noch herrscht
Wie geistige Freiheit weiter unterdrückt
Sondern eine mündige Entscheidung ist
Fangen wir heute schon damit an den
Laizismus Realität werden zu lassen
Der Grundbedingung der Freiheit ist
Sage ich als radikaler Atheist der
Mitglied der evangelischen Kirche
Aus familiärer Tradition bleibt da
Inzwischen lange erwachsen

jens tuengerthal 7.4.23

Karfreitäglich

Karfreitäglich

Am Karfreitag gedenken die Christen
Dem Tod ihres Herren am Freitag
Vor Ostern dort wird an das Leiden
Wie Sterben Jesus am Kreuz gedacht
Die österliche Dreitagesfeier stellt in
Allen Konfessionen das höchste Fest
Des Kirchenjahres dar dabei kommt
Kar von althochdeutsch kara was
Klage Kummer Trauer heißt also
Wenig überraschend angesichts der
Ereignisse auch wenn Kreuzigung
Damals die normale Hinrichtung für
Aufrührer und Terroristen war was
Dem christlichen Propheten als Tat
Vorgeworfen wurde ist diese als
Besonders grausame Hinrichtung ein
Symbol für Leiden und Erlösung was
Das eigentlich Frühlingsfest in das
Gegenteil der Natur verkehrt während
Diese voller Lust gerade aufbricht sind
Die Christen mit Tod und Ende erstmal
Beschäftigt und werden erst durch die
Geaberglaubte Auferstehung an Ostern
Vom Leid erlöst wie die Kreuze enthüllt
Weil es im Christentum um himmlisches
Glück mehr geht als irdische Erfüllung
Was dem Epikuräer diese Sekte so fern
Liegen lässt wie absurd denn was wenn
Nicht das Leben genießen sollen wir hier
Die Feiertage werden im Paschamysterium
Liturgisch wie ein Gottesdienst gefeiert
Der am Gründonnerstag beginnt und in
Den Segen am Ostermorgen mündet
Paschamysterium heißt Ostergeheimnis
Womit die Einheit von Tod und Auferstehung
MIt Himmelfahrt in der Liturgie präsent ist
Die Erlösung und Erhöhung Jesus nach
Dem grausamen Tod wird als Teil des
Heilsplanes Gottes für die Menschen
Gefeiert und schließt mit der Sendung
Des Geistes an Pfingsten ab dabei soll
Das Leben der Gläubigen den Weg der
Zerstörung und Neuschöpfung gehen
Soll aller anderer Glaube vernichtet
Werden um für die eine Erlösung mehr
Raum in der geglaubten Seele damit
Zu schaffen also das unvollkommene
Irdische Leben für die himmlische
Verheißung aufgegeben werden was
Den Christen durch den Tod Erlösung
Wie Auferstehung schenkt ob dies als
Abstrakter Spiegel der auferstandenen
Natur gelesen werden kann oder eher
Deren Gegenteil ist und so das Leben
Mit der Natur als schlecht negiert ist
Eine bis heute unklare Frage noch
Die unterschiedlich interpretiert wird
Warum es zu Beginn des Frühling der
Feier des Todes braucht um das neue
Leben willkommen zu heißen finde ich
Eher rätselhaft mystisch fernliegend
Wie der Frühling viel besser fröhlich
Erlöst mit Musik und Tanz gefeiert
Würde statt mit einem Tanzverbot
Was die Fröhlichkeit noch gesetzlich
Am Karfreitag straft wie den Tanz
Um der Trauer willen verbietet statt
Mit Lukrez zu sagen der Tod geht uns
Nichts an um das Leben zu feiern hat
Die jüdische Sekte Christentum den
Frühlingsanfang mit Tod und Folter
Verknüpft was aber zu der Art passt
Wie Christen über Jahrhunderte die
Natur behandelten statt sie zu hüten
Vielleicht wäre es endlich Zeit für ein
Umdenken um Natur und Frühling mit
Fröhlichen Festen lebendig zu begrüßen
Das Foltergedenken abzuschaffen wie
Staatliche Verbote aufzuheben die nur
Einen kleinen Teil der Menschen noch
In ihrem Glauben abholen

jens tuengerthal 7.4.23

Donnerstag, 6. April 2023

Musenbegegnung

“Alle Lust der Welt ist kurzer Traum nur.”

“Mir sind die Städte Feind, mir Freund die Wälder”

Francesco Petrarca aus Sonette und Canzoniere

Musenbegegnung

Eine wunderbare Liebesgeschichte ist
Wie der italienische Dichter Petrarca
Am 6. April 1327 nach seinen Angaben
Zum ersten mal die verheiratete Laura
Trifft wie sogleich in Liebe entflammt die
Ihn in den folgenden Jahren 317 Sonette
Schreiben lässt Francesco Petrarca gilt
Als Mitbegründer des so berühmten
Italienischen Renaissance Humanismus
Wie zugleich als einer der wichtigsten
Vertreter der italienischen Literatur neben
Dante und Boccaccio er war mit dem Vater
Der als Papstanhänger aus Florenz 
Vertrieben wurde nach Avignon im Alter
Von sieben Jahren gekommen später
Studierte er in Bologna und Montpellier
Jura kehrte aber nach sechs Jahren
Wieder nach Avignon zurück ohne das
Studium abgeschlossen zu haben
Erhielt dafür aber die niederen Weihen
Am Karfreitag den 6. Aprill wie er angab
In Wirklichkeit war der 6. Ostermontag
Was von Dichtung und Wahrheit kündet
Traf er eine junge Frau die er Laura nannte
Die eventuell identisch mit der 16jährigen
Gerade frisch verheirateten Laura de Noves
War aber genaueres wissen wir nicht doch
War der Eindruck wohl so stark dass er
Diese Laura zeitlebens verehrte obwohl
Er wusste dass sie unerreichbar war
Wurde sie seine Muse durch die er als
Dichter nach Ruhm und Ehre strebte
Der Tag ist doppelt symbolisch auch
In der christlichen Liturgie so soll Adam
Am 6. April geschaffen worden sein wie
Jesus an diesem Tag am Kreuz starb
Zwischen dem Beginn der Liebe 1327
Wie Lauras Tod liegen 21 also dreimal
Sieben Jahre was ebenfalls symbolisch
Aufgeladene Zahlen der Mystik sind mit
Der Petrarca auch mit 366 Gedichten in
Seinem Canzoniere noch spielt unter
Denen die 317 Sonette für Laura sind
Er nahm die Geschichte als Beispiel
Was uns Moral lehren sollte folgte
Dabei der Quelle nach seiner Wahl
Neu im Sinne der Renaissance war
An seinem Schreiben dass er die
Menschen in den Mittelpunkt der
Handlung stellte was das Denken
Der Folgezeit mit beeinflusste wie
Die Epoche menschliche machte
Als das vorhergehende Mittelalter
Was sich allein um Gott drehte
Dabei ist die ideale Laura über jede
Reale Frau so weit erhoben dass
Sie zur vollkommenen Muse wird
Von keiner Realität also getrübt
Passt sie zum Traum von Liebe
Den wir lieber hegen als leben
Außer die Muse bleibt Geliebte
Welche bekanntlich keine Fehler
Je haben also passend sind wer
Als Dichter dem Ideal folgen will
Sollte mit Geliebten lieber leben
Statt die eine real zu wählen was
Im Alltag immer noch enttäuscht
So bleibt Petrarcas Musenbegegnung
Der Traum aller Dichter doch sind
Solche nie gemacht gelebt zu werden
Aber als Dichtung wunderbar

jens tuengerthal 6.4.23

AstorFur

AstorFur

Am 6. April 1808 gründete der Einwanderer
Johann Jakob Astor in New York die 
American Fur Company zum Zweck des
Pelzhandels womit der 1763 in Walldorf
In der Kurpfalz geborene wie später mit
Immobiliengeschäften zum reichsten Mann
Seiner Zeit und ersten Multimillionär wurde
Astor erreichte die USA 1784 zu Fuß da
Das Schiff nahe Baltimore einfror hatte sich
Der Kurpfälzer entschlossen über das Eis
An Land zu wandern blieb erst eine Zeit
Nahe Baltimore und ging von da nach
New York wo er als Musikalienhändler
Seinen Aufstieg begann und ab 1785
Begann er im Pelzhandel einzusteigen
Dieser lief damals über Montreal von wo
Aus Astor sie über London aufgrund des
Britischen Zollsystems nach New York
Importierte was viele Amerikaner vorher
Abgeschreckt hatte kannte Astor schon
Von seinem Musikalienhandel und stieg
So zum bedeutendsten Pelzhänder der
USA auf Bruder Astor war Freimaurer
Wie ab 1788 Meister vom Stuhl der
Holland Lodge No 8 in New York
Er bereiste in den 1820ern dreimal
Europa ob er dabei seine Heimatstadt
Walldorf besuchte ist bisher ungewiss
Bei der Gründung der Fur Company
Erhielt Astor die Unterstützung von
Thomas Jefferson dem 3. Präsidenten
Der Vereinigten Staaten es gelang ihm
Auch während der Kriege noch große
Gewinne zu machen wie durch seine
Guten Beziehungen zur Regierung
Den kanadischen Pelzhandel weitgehend
Auszuschalten auf dem Gebiet der USA
So dominierte Astor lange den Pelzhandel
Im oberen Tal des Mississippi von wo aus
Er seine Aktivitäten bis zum Missouri
Ausdehnen konnte als sich dann nach
Der Mode der Geschmack von den
Hüten aus Biberhaar abwandte ließ
Auch Astor diesen Geschäftszweig
Fallen und verkaufte die Fur Company
Um in Boden und Landspekulation zu
Investieren und damit noch reicher zu
Werden als begabter Unternehmer der
Aber auch vor dem Opiumhandel mit
China nicht zurückschrecken wie sich
Mit zweifelhaften Methoden bereicherte
Seine Konkurrenz vom Markt drängte
Andererseits gab er viel Geld auch für
Wohltätige Zwecke wie etwa die
Astorbibliothek welche später in der
New York Public Library aufging 
So spendete er seinem Heimatort
Walldorf 50.000 Dollar zum Bau eines
Erziehungs und Altenheims mit dem
Das heute noch bestehende Astorhaus
In Walldorf gebaut wurde das 1854
Eingeweiht wurde und heute einen
Hort und ein Museum beherbergt
Wie einen Raum des Standesamtes
In New York wurde der Stadtteil
Astoria nach ihm benannt und das
Waldorf Astoria wurde von seiner
Familie wie Nachfahren gegründet
Zeigt so einen Bezug zu den Wurzeln
Seine Vorfahren waren waldensische
Glaubensflüchtlinge aus dem Savoyen
Die sich in der Kurpfalz niederließen
Dort wird der bekannte Auswanderer
Immer noch hochgehalten auch wenn
Inzwischen vor Ort die Gründer des
Softwareunternehmens SAP noch
Reicher wurden als Astor und sich
Auch durch Stiftungen vor Ort als
Lokal engagiert noch zeigen wurde
Dieses Gedich im ICE von Berlin
Nach Mannheim geschrieben auf
Dem Weg nach Walldorf wo mein
Kürzlich verstorbener Vater noch
Als Rentner Museumsdirektor im
Astorhaus war wie Ausstellungen
Selbst organisieren konnte was
Dieses Gedenken doppelt nahe legt

jens tuengerthal 6.4.23

Staatenlos

Staatenlos

Staatenlose haben keinen Staat
Sie sind flüchtig vertrieben oder
Verbannt für sie schuf Fritjof Nansen
Den Nansenpass der ihnen ein
Dokument gab nachweisbar zu sein
Finde Staaten nur begrenzt gut
Sie beschränken Zugehörigkeit
Ordnen sich unter Gesetzen
Diesen Krücken ohne Moral
Halten Heimat oder Nation als
Ersatzidentität hoch um uns
Menschen unter einer Nummer
Subsumieren zu können
Alle meinen wir bräuchten
Dies um wer zu sein
Bin lieber ohne etwas
Was verschieden betont
Viel mehr sein kann als
Nur numeriert erfasst

jens tuengerthal 6.4.23

Vernunftherrschaft

Vernunftherrschaft

Die Aufklärung setzt sich für die Herrschaft
Der Vernunft ein was ich als Aufklärer
Gegen allen Aberglauben unterstütze
Es erscheint mir gut und richtig so
Gerade vor Ostern wo der Aberglaube
Von Auferstehung schwadroniert
Wo doch alles Leben endlich ist
Was Grundlage unserer Freiheit 
Immer bleiben wird doch als
Anarchist bin ich gegen jede
Herrschaft über andere lieber
Soll jede nach ihrer Fasson
Von mir aus auch selig werden
Solange alle tun was sie wollen
Wie die Natur die auch jeden
Frühling die Wiedergeburt ihrer
Blüten feiert ohne eine Seele
Dabei behaupten zu wollen
Wir feiern den Frühling und
Nennen es halt Ostern weil
Das unsere Tradition ist
Vielleicht ist es vernünftig
Traditionen zu pflegen ohne
So oder so herrschen zu wollen
Dann herrschte die Vernunft
Ohne es so zu nennen
Noch Herrschaft zu sein

jens tuengerthal 5.4.23