Sonntag, 25. Dezember 2022

Vorweihnachtszeit

Vorweihnachtszeit

Heute endete die Vorweihnachtszeit
Dachte ich immer und wünschte allen
Lieben und Liebsten frohe Weihnachten
Welch ein Irrtum bemerkte ich als ich
Nachlas was Vorweihnachtszeit ist
Besser achtete ich noch auf den Wein
Nach Definition der Kirche die diese
Auf die vier Sonntage vor dem heute
Heilig Abend terminierte wie die
Weihnacht am 25.12. beginnen lässt
Damit endete auch in diesem Jahr die
Vorweihnachtszeit am 4. Advent
Also eine Woche vor Weihnachten
Die wechselnde Zeit bis zum davor
Heilig Abend ist also namenlos quasi
Ein Nichts zwischen Advent und der
Am 25.12. beginnenden Weihnacht
Womit wir das längstmögliche Nichts
Heute beendet haben was dafür dann
Im nächsten Jahr keinen Tag dauert
Ob die unterschiedliche Länge des
Nichts im Zwischenraum etwas über
Das folgende Jahr sagt bleibt unklar
Ist weniger Nichts mehr Jahr oder
Schenkt der Zwischenraum mehr Sein
Ohne kirchliche Definition überlege ich
Finde nur schwer eine vernünftige
Antwort weil die Annahme einer
Höheren Macht die unseren Kalender
Der sich nach dem Sonnenstand richtet
Geschöpft wie begründet hätte
Eher unvernünftig mir erscheint
Wünsche darum allen in dieser mir
Unheiligen Heiligen Nacht einfach
Weiter wie dennoch vielleicht sogar
Um so mehr Fröhliche Weihnachten
Auch wenn kirchlich verfrüht aber
Dafür menschlich voller Liebe
Zumindest hat das echte Gefühl
Trotz Aberglaube den Vorteil etwas
Schönes zu hinterlassen was bleibt
Darum heute schon für alle Liebsten
Ein fröhliche Weihnachten überall
Ohne alle Besserwisserei aber mit
Viel Gewohnheit und Gefühl denn
Weihnachten beginnt mit dem guten
Champagner am besten dann
Bleibt es prickelnd in dunkler Zeit
Was geht mich die Kirche an
Wenn ich feiern möchte

jens tuengerthal 24.12.22

Samstag, 24. Dezember 2022

Lustmotor

Lustmotor

Die Lust ist der stärkste Motor
Der zwischen Menschen wirkt
Sie bewegt uns zu Dingen die
Nüchterner Verstand nie zuließe
Lässt uns immer wieder fliegen
Treibt uns dazu es wie toll
Miteinander zu treiben wie
Mit dem Wahnsinn glücklich
Voller Dankbarkeit zu sein
Zugleich ist sie empfindlicher
Noch als die Liebe die auch
Kränkungen verzeihen kann
Während enttäuschte Lust sich
In Nichts auflöst wie nie wieder
Kommt wenn einmal verflogen
Warum die Leidenschaft als
Antrieb wie Bindung zwischen
Menschen ganz rasant wirkt
Aber genauso schnell wieder
Verschwindet und uns über die
Vorher Schwärmerei staunen lässt
Fassungslos betrachten wir was die
Lust ohne jeden Verstand auslöste
Auch wenn wir Eide dann schwören
Auf ein nie mehr wird sie bei nächster
Gelegenheit mit gleicher Leidenschaft
Unbelehrbar zurückkehren weil sie
Stärker als alles sein kann aber
Vielleicht ist das auch gut so

jens tuengerthal 24.12.22

Zartstark

Zartstark

Die Kraft der Gefühle ist die stärkste
Bewegt Menschen wie Welten zu
Veränderungen die nichts anderes
In uns auslösen könnte kann so
Träume wahr werden lassen wie
Schönste Welten zerstören
Unser Leben infragestellen
Zugleich ist sie die schwächste
Durch nichts real beweisbar
Wie wogenden Wechseln unterworfen
Entfaltet sich nur wo wir ihr ganz zart
Alle Freiheit geben zu sein um so
Erspüren zu können was wirklich ist
Eine stete Gratwanderung dabei
Zwischen zart und stark gibt sie
Keine Sicherheit wie größte Gewissheit
Lässt uns schweben wie Wurzeln
Miteinander zusammen finden
Wenn wir uns innig umschlingen
Hier das Gleichgewicht zu halten
Ist vermutlich das bestmögliche
Denke ich und versuche mit dem
Was ist was es ist so glücklich
Wie möglich zu sein ohne dabei
Sicher zu sein was wann wie
Stark oder zart sein sollte
Scheint Gefühlssache zu sein
So balanciere ich durch die Liebe
Ohne zu wissen wie

jens tuengerthal 24.12.22

Liebesfest

Liebesfest

Weihnachten ist das Fest der Liebe
Zumindest sagen wir das gerne
Feiern es in der Familie nach den
Mehr oder weniger alten Ritualen
Mit oft großer Panik kurz davor
Damit alles vollkommen wird
Was noch nie geklappt hat
Warum es oft zum Fest der
Viel größeren Dramen wird
Wie schmerzhaften Enttäuschungen
Welche die Liebe auf eine oft
Sehr harte Probe stellen
Warum es vielleicht besser wäre
Die Rituale infragezustellen aber
Dann wäre es zwar gelassener
Aber irgendwie fehlte auch etwas
Und so machen wir weiter wie immer
In der stets neuen Hoffnung diesmal
Alles besser zu machen was nie klappt
Aber weiter hoffen lässt und da es
Für die Liebe ist wird es gut so sein
Zumindest nicht ganz falsch und da
Die Liebe ohnehin macht was sie will
Ist jeder Diskurs überflüssig hier
Erledigt sich jede Absicht von alleine
Am 27.12. ist dann alles vorbei
Vielleicht haben sich einige dann
Trotzdem noch lieb was doch
Gemessen an aller Erfahrung
Schon ein Geschenk wäre
Jedenfalls genug um damit
Glücklich zu bleiben
Mehr geht nie

jens tuengerthal 24.12.22

Bettenfremd

Bettenfremd

In fremden Betten an unbekannten Orten
Zu erwachen setzt die Träume seltsam fort
Während die Dämmerung alles sichtbar
Macht was die Nacht noch verschlang
Fragt sich was bleibt vom Traum der
Nacht im Licht des Tages die noch
Kürzer sind gerade wie kälter was
Träumen mehr Raum gibt ohne
Zu wissen was besser damit wird
Ist es zumindest traumhaft

jens tuengerthal 24.12.22

Parallelwelten

Parallelwelten

In wie vielen Parallelwelten lebe ich
Überlege ich und ist das Problem der
Postideologischen Postmoderne nicht
Wie ich die Schizophrenie der Welten
Die alle nebeneinander haben vereine
Was uns beständig zerreißt wie in den
Real existierenden Wahnsinn treibt der
Keinen Ausweg mehr kennt aber uns
Mit leicht depressiven Selbstzweifeln
Dauerhaft zu beschäftigt hält je etwas
Am unerträglichen Sein zu ändern um
Weiter gierig unglücklich zu streben
Nach irgendwo erkaufter Gunst die
Eigentlich nichts wert ist aber dann
Doch irgendwie weitergeht wie es
Solange Menschen leben immer
Weitergehen muss auch wenn keiner
Weiß wozu als das Ende zu beschleunigen
Will und muss nichts mehr vereinen
Lasse es einfach so stehen um das
Jeweilige abschnittsweise zu genießen
Es gibt vieles was nicht zusammen passt
Aber dennoch so sein darf denke ich
Frage mich am Ende nur noch ob das
Streben nach Ordnung dabei die
Krankere Variante ist als die mit dem
Chaos der Natur zu überleben aber
Finde es gut keine Antwort zu haben
Frage lieber mit Montaignes Motto
Was weiß ich schon und
Gut ist was gefällt

jens tuengerthal 24.12.22

Verschenkt

Verschenkt 

Eine Philosophie der Gaben griffe zu weit
Wer weiß schon wer wem warum was 
Zum Fest oder sonst schenkt dennoch
Ist der Versuch kritischen Denkens zum
Konsumrausch alle Jahre wieder längst
Zur weihnachtlichen Tradition geworden
Ohne je etwas daran zu ändern als
Die immergleichen Klagen darüber
In der Tonlage nur zu variieren
Doch was kritisieren wir wirklich dabei
Wie hätten wir es gerne wenn nicht so
Wie Tradition und Gewohnheit wollen
Aber was treibt uns wozu und wie
Lächerlich ist dieses Streben wenn
Wir das hehre Ziel zugrunde legen was
Am Anfang der Tradition noch stand
Sind es die Gaben der fernen Weisen
Die dem Kometenschweif folgten um
Gutes zu tun oder Großes zu sehen
Wollten diese die Gunst eines noch
Erhofften Herren damit vorab erwerben
Die Pate dafür standen oder ist es die
Vorchristliche Tradition sich zur immer
Wintersonnenwende in dunkler Zeit
Mit Liebe zu beschenken weil diese
Hilft dunkle Zeiten zu überstehen
Wer könnte das mit Gewissheit sagen
Kommt es auf die Entscheidung an
In allen Fällen geht es darum sich
Gunst zu erkaufen steht also der
Egoismus unserer Natur im Vordergrund
Den die Religion so gerne negiert
Manche erzählen Märchen vom
Weihnachtsmann um das Geschäft
Gekaufter Gunst zu verklären aber
Im Kern bleibt immer noch die Gabe
Die nur selbstlos wert hat auch wenn
Eine Chance zum Umtausch besteht
Was die Ironie noch verdoppelt
Zumindest das Geschäft dabei
Eigentlich ganz ehrlich offenbart
Wir mit Gutscheinen uns zu gerne
Vor der Verantwortung billig drücken
Es ist ja auch zugegeben praktisch
Gehöre auch zu dem immer Nörglern
Am Konsumrausch obwohl noch nie
Antikapitalistisch naiv gesinnt gewesen
Pflege aber dennoch die Traditionen
Schon weil sie älter sind als ich
Weiß nicht ob es besser wird wenn
Alles am Fest toll gefunden wird
Aber wie Geschenke zur Bestechung
Von wem auch immer die vielleicht
Nur der sinnlose Versuch sind sich
Liebe zu erkaufen genannt werden
Ist völlig egal sie wollen zumindest
Es einander etwas schöner machen
Was genügt sie zu genießen ohne
Alles an ihnen zu hinterfragen auch
Wenn dies kritische Tradition längst ist
Die auch einfach wiederholt nur wird
Zu Silvester lieben wir Dinner for one
Dabei passt es zu Weihnachten noch
Viel besser denn es ist ja immer das
Gleiche was auch irgendwie gut tut
Glaubte ich irgendwas sagte ich
Nun wohl Amen so bleiben am
Ende alle Fragen offen

jens tuengerthal 24.12.22

Freitag, 23. Dezember 2022

Lustnatur

Lustnatur

Gibt es natürliche Lust
Wie machen wir es dann
Ist Lust nicht immer Natur
Wieviel Kultur braucht Sex
Wird er erst kultiviert gut
Oder vögeln wir lieber viehisch
Ohne alle Hemmungen dann
Ist es ein Zeichen von Kultur
Sich der Sexualität zu widmen
Sind all die prüden Kulturen
Die es nur im verborgenen tun
Eigentlich unkultiviert suchen
Befriedigung im Aberglauben eher
Anstatt als damit was uns zeigt
Wie kompliziert es mit der Lust
Aus und in der Natur sein kann
Die blöde asexuelle Geschichte
Von Adam und Eva die von einem
Zutiefst chauvinistischen Denken
Noch geprägt ist was alte Männer
Eher zeigt als die Natur denen es
Mehr um Macht als um Lust geht
Erzählte vom Paradies in dem noch
Alles vollkommen schön war dazu
Hätten wir kein Bewusstsein gehabt
Hätten also bewusstlosen Sex nur
Was nicht sehr reizvoll ist dazu
Haben die Muselmanen noch die
Sage von den Jungfrauen erfunden
Die den erwarten der sich für den
Glauben opfert was für arme Idioten
Denke ich dabei immer als ob je
Jungfrauen ein Genuss dabei waren
Das nicht immer seine Zeit brauchte
Also auch diese Geschichte die vom
Paradies mit ausgeht zeugt sexuell
Eher von Ahnungslosigkeit denn von
Gefühl und Erfahrung was dafür wohl
Spricht das Mohamed nie guten Sex
In seinem Leben kennenlernte dafür
War er auch zuviel mit Aberglauben
Wie dem erfundenen Jenseits stets
Beschäftigt anders dagegen ist der
Gilgamesch Epos nach dem Mann
Als er Mensch wurde durch die Rasur
Um Teil der zivilisierten Kultur zu sein
Erst 6 Wochen zu einer Hure muss
Die ihn in Liebe und Lust ausbildet
Was zeigt die Babylonier hatten eine
Kultur der Sexualität und wussten
Was sie taten und wie nötig Männer
Die Unterweisung erfahrener Frauen
Brauchen gute Geliebte zu werden
Diese Sicht teile ich heute noch
Denke dankbar an ältere Geliebte
Vielleicht wäre es Zeit die alte
Geschichte von Adam und Eva
Jedenfalls beim Sex zu vergessen
Den können und müssen wir lernen
Wie die Liebe und viel Verständnis
Füreinander um zu genießen was
In der Natur alles vorhanden ist
Am besten ohne allen Aberglauben
In Freiheit mit Liebe und offen dann
Kann sie die Natur zur Kultur als
Höhere Form weiter entwickeln
Glaube das lohnte sich

jens tuengerthal 23.12.22

Frauenliebe

Frauenliebe

Was ist ein Homme à Femme
Die Übersetzungen klingen alle
Eher peinlich moralisch als liebevoll
Casanova noch am sympathischsten
Schürzenjäger und Weiberheld aber
Klingt dagegen ganz fürchterlich doch
Trifft dies nicht das große Gefühl was
Frauen in mir auslösen was ist es
Fragte ich mich der sein Leben
Für die Liebe und Frauen gelebt
Dem es aber fern lag sich je so
Nennen zu wollen oder einer für
Viele zu sein wollte immer die eine
Göttin die ich anbetete vielleicht
Auch nach der frühen sexuellen
Erfahrung mit drei auf einmal was
In der Erinnerung eher sportlich
Als voller Liebe war ohne dabei
Die Umstände zu ignorieren denn
Wie soll schon so ein Sommer sein
Mit drei koksenden Models als
Irgendwie körperlich aufreibend
Aber selten wirklich befriedigend
Der Einwand es ginge doch hier um
Frauenliebe nicht nur um Sex ist so
Ignorant wie albern denn wer ohne
Gefühl vögelt lässt es besser gleich
Was wer Casanova je las lernt
Doch klärt auch gefühlvoller Sex
Nicht die Frage was ein solcher
Homme à Femme ist sondern lenkt
Vom Kern des Gefühls eher ab was
Die Liebe zu den Frauen begründet
Welche ich schon verstehe und teile
Nicht zu allen natürlich vor allem nie
Bewusst weil ich immer nur eine will
Die eine meine Göttin für immer dann
Zumindest als zeitweises so Gefühl
Weil halbe Sachen nicht mehr lohnen
Keinen Stoff für Minnelyrik geben die
Ergebnis großer Gefühle sein sollte
Dennoch gibt es auch diese Liebe
Zu den Frauen die mich sich über
Jahre mit der Forschung auch zum 
Nervus pudendus wie weiblicher
Sexualität beschäftigen ließ was kein
Sportliches Interesse war noch eine
Konkurrenz suchte die ich nicht mehr
Brauche finde oder nötig habe längst
Jenseits von gut und böse gefühlt
Als Mann der es liebt Frauen dabei
So glücklich zu machen wie möglich
Andererseits auch schnell flüchtet
Wenn eine ihm zu nahe kommt wie
Im Leben übergriffig wird was bei
Fällen der Liebe gelegentlich doch
Vorkommt und mich aber schnell
In die Flucht schlägt als Mann der
Gerne Vater ist wie davon träumt
Einer alles zu geben merke ich
Diese Frauenliebe ist kompliziert
Lässt sich nicht einfach erklären
Wie unter Umstände subsumieren
Vielleicht kommt es auf die eine an
Lässt sich nichts allgemein sagen
Zur Liebe und überhaupt so aber
Was bliebe dann von der Minne
Als ein Aufwärmprogramm des Sex
Der seltener hält was sich so viele
Von dieser Gymnastik versprechen
Weil die Erwartung ihn erstickt aber
Irgendwie liebe ich die Frauen doch
Will aber nur die eine zumindest
Ihr dieses Gefühl schenken
Sollte es sie je geben

jens tuengerthal 23.12.22

Familienvertrauen

Familienvertrauen

Familie sind die Umstände
Unter denen du aufwächst
Wie was dich einst zeugte
Warum Vertrauen dort wohl
So natürlich wie gut ist auch
Wenn für viele nicht normal
Ist dies Gefühl entscheidend
Vielleicht sollten wir es mehr
Kultivieren um noch mehr
Voneinander wie miteinander
Zu haben im Leben was mit
Oder ohne Vertrauen endet
Aber mit schöner war warum
Es mir vernünftig erscheint
Dies immer weiter zu leben
Wie über Generationen auch
Weiter zu geben damit wir
Vertrauen lernen können
Vielleicht ist das der Kern
Aber was weiß ich schon

jens tuengerthal 23.12.22

Liebesversicherung

Liebesversicherung

Gibt es eine Liebesversicherung
Die vor Verlusten schützen könnte
Welche ja gelegentlich auftreten
Durch Herzbruch oder andere so
Gefährliche wie unangenehme Folgen
Des Scheiterns emotionaler Nähe
Die ganze Leben versauen können
Gelegentlich sogar tödlich enden
Nicht nur in der Literatur habe ich
Überlegt aber wüsste nicht wo ich
Diese suchen sollte und kenne nur
Die Versicherungen ewiger Liebe
Welche junge Damen schwören um
Von sich zu überzeugen die aber
Auch nicht versicherbar waren denn
Welches Unternehmen könnte sich
Diesen Wahnsinn auch leisten denk ich
Über die Erinnerungen lachend wohin
Der Liebeswahnsinn uns verführt in der
Überzeugung es müsste genau so sein
Aber vielleicht hätte so eine Versicherung
Einen großen Markt kommt mir lachend
Noch eine Idee denn wie viele leiden
Nicht jahrelang an der Liebe noch
Manchmal sogar lebenslänglich in der
Dann Ehe unklar ist nur noch was
Versichert und geschützt werden soll
Das Gefühl oder ein gutes Leben ohne
Was unbezahlbar dabei bleibt aber
Vermutlich lasse ich lieber die Finger
Von allen Geschäften mit Liebe die
Schwer berechenbar immer bleibt
Geld liegt mir ohnehin nicht so
Da dichte ich lieber weiter über
Die Liebe und andere Katastrophen

jens tuengerthal 23.12.22

Spionageroman

Spionageroman

Putin ist echt und hat sich nie größer
Verändert was nicht wundert bei dem
Kleinen Mann der in der Sowjetunion
Schon sein Glück gefunden hatte als
Mann vom KGB in Deutschland wie er
Den Untergang seines Reiches als
Größte Katastrophe bezeichnete die
Das daran so reiche 20. Jahrhundert
Erlebt hätte wie er zu Merkel sagte
Weltkriege Holocaust Hiroshima egal
Womit eigentlich alles klar gewesen
Ein Leben aus dem Spionageroman
Was nichts anderes erwarten lässt
Ein Typ der James Bond als sein
Lebendes Vorbild wohl sieht nur
Auf der anderen Seite leider stand
Spielt nun den perfekten Schurken
Dazu gehören Spione in Deutschland
Wie alle kriminellen Machenschaften
Frage mich ob Schröder einem nun
Leid tun sollte der mit diesem eher
Kleinen Kriminellen befreundet war
Vielleicht auch immer noch ist weil
Wir ja nicht erst seit Kohl wissen die
Freundschaft und das Ehrenwort von
Altkanzlern mehr gilt als das Recht
Dem alle Bürger sonst unterstehen
Wobei ich eher vermute es ist diese
Solidarität kleiner Männer die sich
Gern anderweitig groß fühlen wollen
Um den Mangel zu kompensieren der
Keiner wäre hätten sie innere Größe
Statt nur Macht geil zu finden aber so
Geht der Spionageroman weiter bis
Der Held am Ende tragisch stirbt
Oder die Welt untergeht wenn er
Im Wahn den Knopf dann drückt
Mit endlich totaler Macht die seine
Fehlende Größe kompensiert aber
Da hilft bei Putin wohl nichts mehr
Darum geht es weiter wie immer
Bis der Roman zu Ende ist
Ob die Lektüre lohnt weiß ich nicht
Lese so etwas selten oder eher nie
Dumm nur wenn wir als Erdlinge
Darin nun mitspielen müssen

jens tuengerthal 23.12.22

Staatsmafia

Staatsmafia

Wie wirkt sich kriminelles Denken
Im Staat auf diesen aus überlege ich
Angesichts der Prozesse um Trump
Wie den Skandal im Europa Parlament
Ist ein Zocker wie Trump der sein Land
Wie ein Unternehmen führen wollte
Was ihm viel Zuspruch auch brachte
In den Vereinigten Staaten die gerne
Den Unternehmergeist hochhalten
In der Lage dazu oder müssen die
Welt staatlicher Ordnung wie auch
Verlässlichkeit von derjenigen der
Unternehmer getrennt werden damit
Verlässlichkeit die Währung bleibt
Ob ein Trump vorher kriminell war
Wie wurde er sonst so erfolgreich
Werden manche argumentieren
Ist bisher noch relativ unklar wie
Im Nebel der Vorwürfe noch nicht
Erkennbar auch wenn ich dabei
Die Vermutung zu gerne teilte weil
Dieser geschmacklose Widerling es
Nicht anders gefühlt verdiente der
Frauen belästigte wie auch sonst
Eher an einen Zuhälter erinnerte als
An einen staatlichen Repräsentanten
Doch das ist ein bloßes Gefühl was
Rechtlich zum Glück belanglos ist
Spannend aber ist die Frage ob ich
Vom Staat mehr erwarten darf als
Sonst von jeder Privatperson die
Nach Bereicherung irgendwie strebt
Wo gilt noch der gute Maßstab der
Buddenbrooks des Tages nur solche
Geschäfte zu machen dass du des
Nachts gut schlafen kannst was eine
Aufrichtigkeit war die mit Thomas dann
Wette auf Weizen auf dem Halm dem
Untergang entgegen schon ging der
Die ehrenwerten Senatoren von den
Nur Aufsteigern unterschied die nicht
Auf eine lange Tradition blicken konnten
Das aufrecht ehrenwerte erwarten wir
Von allen Repräsentanten aber sind im
Geschäftlichen da nachsichtiger solange
Jemand noch erfolgreich ist während ein
Scheitern die Dinge schnell umkehrt
Denke an den Bauunternehmer Schneider
Der lange hochangesehen war aber dann
Als übler Krimineller plötzlich galt was
Zeigt wie dünn das Eis oft sein kann
Nicht nur im Baugewerbe was gern
Öffentlichen Einfluss sich einkaufte
Es ist gut wenn Trump wie der ehemals
Vizepräsidentin des Europaparlaments
Der Prozess gemacht werden um so
Die Würde staatlicher Institutionen zu
Wahren die der Populismus bedroht
Bevor die ersten sagen es sei typisch
Griechen Italiener oder Baugewerbe
Sich im Gefühl bestätigt gleich fühlen
Aber darum gilt auch für diese die
Rechtsstaatliche Unschuldsvermutung
Wie das faire Verfahren als Gebot was
Jeder Verurteilung vorab Grenzen zieht
Typen wie Trump finde ich widerlich
Aber das trägt noch keine Anklage die
Den gerechten Staat zeigen sollte
Warum all dies eine Chance ist für
Die Vereinigten Staaten wie Europa
Sich als rechtsstaatlich zu zeigen wie
Damit den Werten Wert zu geben die
Wenige vielleicht verletzt haben was
Öffentlich nun aufgeräumt wird um
Vertrauen wieder zu stärken damit
Ehre und Würde mehr wert ist dürfen
Alle sich fragen wo ihr Handeln
Den kategorischen Imperativ schon
Verletzte und wie wir uns sehen

jens tuengerthal 23.12.22

Donnerstag, 22. Dezember 2022

Nichtreisender

Nichtreisender

Bin ein Nichtreisender normalerweise
Gerade aber rolle ich mit der Bahn
Seit halb fünf quer durch Deutschland
Von Berlin in die Kurpfalz die länger so
Hieß als Baden Württemberg existiert
Sitze nach durchschriebener Nacht
Sehr bequem reserviert im ICE der
Bis auf kleinere Signalstörungen sehr
Rasant ruhig durchs dunkle Land rast
Der Zug in den ich in Frankfurt steigen
Wollte fällt aus wie ich gerade erfuhr
Doch darf ich nun weiterfahren wie
Damit fast pünktlich ankommen was
Flexibilität zeigt die ich der Bahn nie
Zugetraut hätte zumal es viel bequemer
Ohne langem Aufenthalt damit ist
Jede Verzögerung wird sofort im
Lautsprecher erklärt wie entschuldigt
Auch wenn ich mit der Lupe suche
Finde ich keinen Grund zu meckern
Wer weiß was noch kommt aber bisher
Fährt es sich sehr gelassen während
Der Zug nun um sieben Uhr ins noch
Dunkle Göttingen einrollt döst meine
Nachbarin seit Berlin friedlich leider
Nur von Piepen wie Durchsagen
Gelegentlich wieder geweckt
Dass der Zug in Berlin wo er just
Eingesetzt wurde mal wieder zur
Anzeige verkehrt einrollte will ich
Gar nicht weiter erwähnen der kleine
Sprint auf dem Bahnsteig hielt so fit
Wie er im Drängeln übte ob das nun
Wieder dit is Berlin ist oder eher
Wellcome to Deutsche Bahn sei
Hier dahingestellt solange es noch
Relativ pünktlich vorwärts geht
Das Reisen finde ich immer noch
Eher befremdlich aber füge mich
Familiären Notwendigkeiten zum
Mal wieder Weihnachtsfest was
Die letzten Jahre Corona bedingt
Ausfiel und so kann sich der Chronist
Der lieber in seiner Bibliothek bleibt
Nicht drücken sondern reist nun
Von Ostern nach Westen wie vom
Norden nach Süden in den Tag
Finde das Tempo erschreckend hoch
Aber will über die Kürze nicht klagen
Komme schneller vorwärts als der
Dichter noch nun zwischen
Göttingen und Kassel schreiben kann
Finde das nicht ganz normal aber
Denke an die lieben Brüder Grimm
Die diesen Wegen auch folgten bis
Sie in Berlin schließlich ankamen
Als Kinder der hessischen Provinz
Ob ich heim fahre fragte mich eine
Freundin und es fiel mir schwer
Darauf treffend zu antworten denn
Zuhause bin ich wo meine Bücher stehen
Darum logisch immobil weil diese
In der Menge eher unbeweglich sind
Habe viel zu wenig wieder mit aber
Bin ja nur kurze Zeit auf Reisen
Beende diese Verse zum mir so
Fremden Reisen während ich just
In Kassel einrolle wo die Grimms
Bibliothekare des Herzogs waren
Während zwischen Göttingen und
Kassel die Verspätung sich auf
Nur noch eine Minute reduzierte
Denke ich es ist fast langweilig
Zu reisen im schnellen Zug
Während einige hier schnarchen

jens tuengerthal 22.12.22

Liebesehrlich

Liebesehrlich

Ehrlich gesagt weiß ich nicht
Was Ehrlichkeit sein soll als der
Versuch ein Gefühl für wahr zu
Erklären was unsinnig sein muss
Weil das Gefühlssache doch ist
Subjektiv also relativ verschieden
Ohne mögliche wahre Aussage
Weil Wahrheit noch immer die
Erfindung eines Lügners ist aber
Dennoch ist dieses Streben da
Einer die Liebe zu erklären
Als wüsste sie nicht besser
Was für sie wann Liebe ist
Natürlich möchte ich ihr nur meine
Liebe für sie erklären aber das
Ist so überflüssig wie gefährlich
Weiß sie es nicht weil sie es
Nicht schon lange gespürt was
Als warmes gutes Gefühl schon
Ab dem ersten Kuss da war ist
Jedes weitere Wort dazu müßig
Ist das ich liebe dich je mehr
Als Egoismus auf Kitschebene
Beliebig reproduzierbar wie damit
Austauschbar und abgedroschen
Was soll ich also noch sagen
Oder hier virtuell schreiben im
Zeitalter beliebiger Reproduzierbarkeit
Entweder du spürst es genauso
Oder jedes Wort wäre zu viel
So ringe ich um die Verse hier
Dir zu sagen was nur Wert hat
Wenn du es weißt und fühlst
Was hundertmal gesagt fast
Wertlos in der Inflation scheint
Aber doch so kostbar mir ist
Na du weißt schon was
Sonst ist es auch egal

jens tuengerthal 21.12.22

Lustbefreit

Lustbefreit

Wann ist die Lust wirklich befreit
Überlege ich und denke auch an
Die Versuche der sechziger Jahre
Als die Kommune 1 Befreiung lebte
Die nicht alle Teilnehmerinnen so
Empfanden wie andere davon tönten
Manche hinterher meinten es sei
Der gleiche Chauvinismus gewesen
Nur mit schnellem Wechsel der nicht
Zu mehr Einfühlung und Befreiung
Führen konnte da noch ahnungslos
Über die Komplexität der Sexualität
Viele Menschen noch an den G-Punkt
Glaubten diese freie Erfindung ohne
Irgendeinen neurologischen Beweis
Ob die neurologische Kenntnis der
Weiblichen Sexualität wie deren
Weit überlegener Potenz befreite
Scheint mir auch fraglich weil diese
Studie aus dem Jahr 2014 erst ganz
Langsam mehr Menschen bekannt wird
Viele sich weiter etwas vorspielen
In Rollen und Muster verfallen weil sie
Außer Lust auch eine Beziehung haben
Oder gar Kinder zuhause die sich um
Lust der Eltern selten irgend scheren
Noch sie bemerken wollen sondern
Lieber lustbefreit aufwachsen was
Die Eltern als Versorger betrifft
Warum wir Sex in der Öffentlichkeit
Immer noch bestrafen finde ich
Rätselhaft wie all die überholten
Regeln wer wann mit wem darf
Welche manche wie Terroristen
Als Straftäter verfolgen lässt weil
Das moralische Urteil die letzte
Säule der Macht des Aberglauben
In den Köpfen der Menschen ist
Der Marquis de Sade hatte Recht
Erlaubt ist was gefällt auch wenn
Dessen Neigungen mir so fremd
Sind wie Pädophilie hätte mich als
Kind eine praktische Einführung
In die Lust doch sehr gefreut aber
Dies Themen anzusprechen
Ist mehr als heikel warum ich es
Lieber lasse und die Lust als der
Natur nach unbefreit nenne weil
Wir Lust auf das haben sollen nur
Was erlaubt ist und die Masse
Nicht nach Laune krank nennt
Befreien wir unsere Lust endlich
Um ungehemmt glücklich zu sein
Mit dem was uns entspricht statt
Nach Norm und Schema nur zu
Funktionieren zu bestimmten Zeiten
Lust soll genossen werden überall
Wo sie uns überkommt wie auf die
Art die uns gerade gut gefällt wie
Nacktheit normal sein sollte damit
Wer seinen Schwanz zeigt künftig
Nur ein Lachen erntet wo dies
Gerade unpassend wem erscheint
Befreit die Brüste und Schöße
Lebt Nacktheit und Lust überall
Es könnte ein Genuss sein statt
Sich moralisch terrorisieren noch
Länger zu lassen genießt mehr
Denn erlaubt ist was gefällt
Wo das nicht so ist herrscht eine
Diktatur der Moral von der wir
Uns alle endlich befreien sollten

jens tuengerthal 21.12.22