Küssen ist ein Glück
Je länger je lieber wird
Immer nur besser
Zu lange nicht mehr
Weckt bloßer Gedanke die
Liebesgeister auf
Was verloren schien
Kehrt verschönert zurück
Küssen ist Leben
jens tuengerthal 5.8.2019
Küssen ist ein Glück
Je länger je lieber wird
Immer nur besser
Zu lange nicht mehr
Weckt bloßer Gedanke die
Liebesgeister auf
Was verloren schien
Kehrt verschönert zurück
Küssen ist Leben
jens tuengerthal 5.8.2019
Zeit im Zwischenraum
Vergeht gerne ewig nicht
Wenn wir erwarten
Erwartungslos sein
Nimmt etwas an Aufregung
Beschleunigt nur nicht
Dichten hilft dabei
Räume zu überbrücken
In der Zwischenzeit
jens tuengerthal 4.8.2019
Vorfreude ohne
Erwartung nur mit Gefühl
Zitternder Spannung
Wie reich ist Leben
Wo wir genießen können
Was ist wie es ist
Vorfreude auf den
Dabei geteilten Genuss
Verdoppelt es noch
jens tuengerthal 4.8.2019
Familie ist immer ein Roman
Manchmal wird es real wo sie
Sich vom persönlichen löst
Was sie eigentlich nur erzählt
Um über sich hinaus zu wachsen
So liegt zwischen der Fiktion
Zu der die Realität uns wird
Wo wir sie als Geschichte
Wieder und neu erzählen
Und der Kulturgeschichte
Die sie erzählt nahezu nichts
Werden wir dabei selbst
Geschichte der Geschichte
Die um ihrer selbst willen
Auch wenn eigentlich
Völlig unbedeutend nur
Erzählt wird und darin
Wiederum über sich
Hinaus wachsen kann
jens tuengerthal 4.8.2019
Nach Mitternacht ist
In warmer Sommernacht noch
Viel Leben am Platz
Etwas gedämpft nur
Durch vorigen Besuch
Der Polizei wohl
Beim Wein lausche ich
Gesprächen meiner Nachbarn
In vielen Sprachen
Wo unverständlich
Wird es Hintergrundnusik
Der Samstagstimmung
Ein leichter Wind weht
Bewegt Blätter wie Stimmung
Kühler Abendhauch
Statt dem Mond leuchten
Laternen in unstiller
Nacht um den Platz
jens tuengerthal 3.8.2019
Wie glücklich lebt sich
Anerkannt und gewürdigt
Mit kleinen Träumen
jens tuengerthal 3.8.2019
Annäherung folgt
Immer gleichem Ritual
Unserer Natur
Manche umschleichen
Einander ewig lange
Ohne Ergebnis
Besser gleich alles
Wagen statt sich
Verlieren im Nichts
jens tuengerthal 3.8.2019
Partnersuche lässt
Tiefer blicken als viele
Selbstbewusst ahnen
Was schon mit Abwehr
Beginnt beginnt besser nie
Sagt die Erfahrung
Alles übrige
Mehr Vergnügen als Zufall
Findet sich allein
jens tuengerthal 3.8.2019
Blickwechsel ändert
Dasein ohne Anstrengung
Bloß durch Kopfdrehung
Alles scheint schöner
In der richtigen Richtung
Eine Haltungsfrage
jens tuengerthal 3.8.2019
Effi Briest liebte ihre Schaukel
Fontane lässt sie als eine seiner
Starken Frauenfiguren vom Leben
Kräftig durchschaukeln wenn die
Leidenschaft sie zu Maior Crampas
Treibt was diesen am Ende umbringt
Sie ausgestoßen einsam werden lässt
Die willenlos die Jugendliebe ihrer
Mutter heiratete als eine gute Partie
Der alte Briest noch hilflos vom weiten
Feld das eben alles sei raunt nimmt
Pawel Huelles die Geschichte als Pole
Zu dessen Land auch Danzig heute
Gehört auf und lässt den einst noch
Danziger Studenten Hans Castorp
Sie in Liebeswirren lesen um sich
Wie die deutsche Bovary völlig im
Gefühl für die reiche polnische Erbin
Die zehn Jahre noch älter ist als er
Deren Geliebter ohne Duell ermordet
Völlig überrascht verwirrt zu verlieren
Wobei er ganz der Ingenieur plötzlich
Den vorher langweilig empfundenen
Roman ganz genau untersucht
Auf seinen Konstruktionsplan hin
Der ihn Parallelen wie geniales
Selbst betroffen entdecken lässt
Um schließlich der verehrten Polin
Nachzureisen mit ihr gemeinsam
Den Roman zu lesen der so zur
Brücke für kurze Zeit ihnen wird
Auch wenn es erotisch nicht über
Einen Kuss auf die Stirn hinausgeht
Stehen Fontane und Mann als
Große Paten einer deutsch-polnischen
Liebesgeschichte und wer sähe nicht
In jener Wanda Pielecka auch eine
Clawdia Chauchat die als Frau aus
Dem Osten auch einfach im Nichts
Als wäre sie nie alles gewesen ihm
Verschwindet die treue deutsche Seele
Völlig verstört bis ins Bordell treibt
Wovon nur die Rückkehr in die gute
Bürgerliche Existenz nach Hamburg
Ihn wieder rettet um wenig später
In Davos am Zauberberg der Welt
Trotz des Aufklärers Settembrinis
Verloren zu gehen allem Zeitmaß
Längst im Sanatorium entglitten
Wieder von östlicher statt nordischer
Also klarer Liebe völlig wie betäubt
Stehen wir nordisch geprägten
Menschen betroffen daneben
Fragen was von Treue uns bleibt
Aber sehen auch plötzlich die
Großen Brücken die Literatur baut
Einander besser zu verstehen
So hallen viele verlorene Lieben
Plötzlich parallel in mir nach
Die Märkerin die ihren östlichen
Mann mit mir betrog oder die
Geliebten und Liebsten mit mal
Östlichen Wurzeln denen ich
Einfach verschwand oder die mir
Spurlos entglitten genau wie jene
Aus dem tiefen Westen dafür
Katholisch wie alle die mir je so
Wortlos verschwanden was mich
Der große Pläne schon hatte wie
Sie Huelles Castorp noch in
Fontanes Effi einst entdeckte so
Verwirrt wie fassungslos zurückließ
Bis ich die relative Brücke entdeckte
Die alle großen Geschichten am Ende
Doch als geteilten Traum verbindet
Auch wenn manches nie lebbar
Endet was nicht sein soll eben
Im Nichts um Raum für neue
Brücken über dieses frei zu machen
Die ihrem eigenen Plan folgen wird
Alles Leben eines Tages Geschichte
Ohne Urteil über diese schafft große
Literatur es stets Brücke zu werden
Was mehr könnten wir je sein wollen
Als eine Geschichte der Literatur die
Brücken zwischen Kulturen baut als
Vielleicht nach Norden dazu schauen
jens tuengerthal 2.8.2019
Ein Versprechen aus
Liebe verfliegt wie diese
Bindet niemand mehr
Liebe ist luftig
Bloße Idee aus dem Wahn
Wilder Hormone
Wer sie halten will
Greift logisch nur ins Leere
Sieht nur hässliches
jens tuengerthal 2.8.2019
Erotisch geträumt
Herrlich ganz ohne Liebe
Einfach Sex gehabt
Natur und Zeit heilen
Sogar verletztes Gefühl
Lassen vergessen
So verschwindet was
Für Ewigkeit versprochen
Langsam in sein Nichts
jens tuengerthal 2.8.2019
Pflichterfüllung bleibt mir
Als Perspektive allein
Nennen wir es Glück
Ohne bliebe nichts
Was einen halten könnte
Nochmal Glück gehabt
Manchmal wird die Pflicht
Freude glauben manche noch
Hoffnung stirbt zuletzt
jens tuengerthal 1.8.2019
Endlich sehen wie weit die
Ideen der Aufklärung heute
Die Menschheit gebracht haben
Gibt Hoffnung für die Zukunft
Millionen Menschenleben wurden
Durch neues Wissen schon gerettet
Der weltweite Wohlstand nimmt zu
Immer weniger Menschen leiden Not
Es ist längst nicht alles gut auf der Welt
Noch werden zu viele Kriege geführt
Leben Millionen in Unfreiheit doch
Es wird zumindest immer besser
Auch wenn die Entwicklung gerade
Durch die populistische Regierung Trump
Ausgebremst wird ist sie unaufhaltbar
Fortschritt und Entwicklung gehen weiter
Suchen wir kein zurück ins Paradies
Das es so wenig je gab wie heile Natur
Diese ist schlicht gewissenlos natürlich
Der Mensch dagegen denkt auch sozial
Alle hehren Ideen und Modelle für eine
Bessere Welt scheiterten auf den Leichen
Von Millionen ihrer Opfer immer wieder
Geben wir sie lieber pragmatisch auf
Machen wir vernünftig und nüchtern
Aus dem was ist das bestmögliche
Damit es den meisten besser geht
Mehr können wir nie erreichen
Ersparen wir uns alle Ideologien
Suchen wir pragmatische Lösungen
Verteidigen wir Freiheit und Vernunft
Damit es uns so gut wie möglich geht
Lehren wir Freiheit und Toleranz statt
Für den wahren Weg zu kämpfen
Schaffen wir geschäftliche Netzwerke
Von denen möglichst viele profitieren
Eine Zukunft mit Freiheit und Demokratie
In einem berechenbaren Rechtsstaat wie
Der Markt ihn zum Erfolg erfordert ist die
Beste Aussicht für die meisten Menschen
Erst wer in Frieden und Wohlstand lebt
Kann sich aus der Unmündigkeit befreien
Damit die Welt langfristig menschlicher
Auch ohne Staaten irgendwann leben kann
Die bloße moralische Krücke des Rechts
Ist langfristig inhaltlich völlig untauglich
Die Menschheit zu aufgeklärt moralischem
Verhalten zu bringen wie Kant es lehrte
Die Welt ist auf einem guten Weg
Gehen wir ihn pragmatisch weiter
Sind die Chancen für die meisten
Immer noch am allergrößten
jens tuengerthal 1.8.2019
Ist Nietzsche der geistige Vater
Des Faschismus mit seinem Traum
Vom Übermenschen den diese mit
Gewalt gegen Untermenschen suchten
Sicher stand er diesen Ideologien geistig
Pate doch könnte wer genau liest auch
Das Gegenteil bei ihm noch finden sogar
Ein Plädoyer für eine bessere Aufklärung
Was aber Nietzsche gänzlich fehlt ist das
Kritische Bewusstsein dessen der sich auch
Relativiert und infrage stellt im Gegenteil
Suchen seine Aussagen stets Absolutheit
So widersprüchlich sie auch sind so wenig
Nietzsche als geistiger Vater des Faschismus
Allein gelten kann so sehr ist er es doch
Vor allem wird er niemals ein Humanist
Für die Idee der Verbesserung hin zum
Übermenschen ginge er auch verbal
Wieder über Leichen was ihn klar von
Den Zielen der Aufklärung unterscheidet
Nietzsche hat mutig neues gedacht was
Ihm seine Bedeutung auch für die Kunst
Lange gab doch ist sein Streben stets
Über etwas und also auch intolerant
Dem einen pragmatischen Humanismus
Entgegensetzen der demokratisch gedacht
Eher einschließt statt zu verdrängen wäre
Dem Geist der Aufklärung eher entsprechend
Ob Nietzsche tatsächlich in der Liebe frustriert
Manchen Wahn zum Prinzip machte sei hier
Einmal dahingestellt auch wenn verständlich
Machte es sein Denken nicht menschlicher
Der Übermensch ist antipragmatisch löst
Kein Problem sondern verlagert es nur auf
Eine hehre Metaebene die andererseits
Den Naturgesetzen nur entsprechen soll
Die darwinistische Durchsetzung des Ziels
Vom Übermenschen legte die geistige
Basis für den Mord an Millionen Menschen
Grund genug Nietzsche aufzugeben
Suchen wir lieber eine pragmatische
Menschliche Lösung mit der wir alle
Gut und immer besser leben können
Die bisherige Entwicklung zeigt dies
Wo ökonomische indessen pragmatisch
Den Vorrang haben werden Kriege
Eher vermieden weil es nicht lohnt
Wohlstand für alle sollte Ziel genug sein
Alle totalitären Lehren von Marx bis
Hitler und Stalin haben Millionen das
Leben gekostet der Kapitalismus sorgt
Schlicht für mehr Wohlstand aller
Dies im freiheitlichen Rahmen nach
Humanistischen Grundsätzen frei von
Religion oder wahrer Lehre pragmatisch
Tun sollte Ziel künftiger Aufklärung sein
Es geht mehr Menschen besser als je
Geben wir ihnen die Chance in Freiheit
Glücklich zu leben mehr ist unmöglich
Aufgabe genug für eine bessere Zukunft
jens tuengerthal 1.8.2019
Empfehle immer gern Bücher
Besonders die ich selbst auch
Schätze aber darüber hinaus
Soll jeder lesen was just gefällt
Damit Lesen eine Lust bleibt
Der wir voll Freude nachgehen
Quäle mich eher nie durch ein
Buch was nicht gefällt bleibt
Immer länger einfach liegen
Damit Lesen ein Genuss bleibt
Es gibt kein muss dabei aber
Um so mehr Schönheit in Freiheit
Die wir voller Liebe Büchern widmen
Darum ist Buchhändler zu sein
Etwas wunderbar liebenswertes
So nah kommt kaum einer Menschen
Wie Bücher die wirklich berühren
jens tuengerthal 1.8.2019
Glück bleibt zufällig
Glücklich sein eine Haltung
Unglück kein Schicksal
jens tuengerthal 1.8.2019
Nach Umbrüchen muss
Das Leben sortiert werden
Ordnung zu haben
Lebe im Umbruch
Suche noch Ordnung in mir
Sortiert zu leben
Herz noch verloren
Ordnet sich mühsam ohne
Fraglich nur wozu
jens tuengerthal 1.8.2019
Manche Bücher begleiten dich
Weit über die Lektüre hinaus
Verändern dein Denken oder
Erweitern deinen Horizont
Solche Bücher in denen ich
Immer wieder mal lese waren
Für mich der Zauberberg wie
Die Buddenbrooks lang allein
Wenige Jahre nach Thomas Mann
Entdeckte ich Michel de Montaigne
Mit seinen Essays genial übersetzt
Von Hans Stilett als meinen Ratgeber
Inzwischen gesellten sich noch
Manche dazu doch blieben drei
Als meine Lebensbücher über
Den vielen wunderbaren danach
Auch die Wende wie die Renaissance
Begann beeinflusste mich sehr lang
Die Dinge der Natur des Lukrez als
Große Dichtung mehr bis heute noch
Alles zum Geist der Aufklärung reizt mich
Über seine Notwendigkeit gerade heute
Lese ich immer wieder gerne schon aus
Überzeugung als alter Aufklärer nun
Doch all dies ist nichts gegen die
Lebensbücher deren Sein für mich
Existentiell wichtig immer war weil
In ihnen mein Denken noch wurzelt
Sich solche zu suchen wenn sie nicht
Einem quasi zufliegen ist die größte
Aufgabe echter Leser alles danach
Wird nur Variation dann davon nur
Die Lebensbücher erst machen dich
Zum wirklichen Leser weil alles sonst
Ohne tiefe Liebe und Leidenschaft im
Leben nur beliebig vorüber plätschert
jens tuengerthal 1.8.2019
Versprechen binden
Außer sie haben sich nur
Versprochen dann nicht
Versprach mich häufig
Halte dennoch Wort will das
Versprechen halten
Liebe war nie ein
Versprecher sondern Suche
Nach der Ewigkeit
jens tuengerthal 1.8.2019
Am letzten Abend feiert sich
Das Weinstein nochmal mit
Seinen treuen Gästen zum
Abschied nach 26 Jahren
Wäre es immer so voll wie
Heute gewesen es gäbe
Trotz Roys Tod nie einen
Grund zur Schließung
Bald 19 Jahre nun Berliner
Kenne ich das Weinstein
Seit über 18 Jahren und
Liebte es vom ersten Tag
Es war damals das liebste
Restaurant meiner Liebsten
Der Mutter meiner Tochter
Einer echten Feinschmeckerin
Auf ihr Urteil war kulinarisch
Immer Verlass und so hat auch
Das Weinstein das ich später mit
Verschiedenen Damen besuchte
Immer Wort gehalten und etwas
Besonders Gutes geboten zu dem
Dem Namen entsprechend guten
Wein als erste Weinstube am Berg
Regionale Zutaten mit teilweise
Selbst etikettierten Weinen konnte
Das Weinstein echte Feinschmecker
Überzeugen und wurde berühmt
Ganz besondere Namen der Weine
Wie schlank im Schrank für Weißen
Schwul am Pool für den Rosé oder
Fett im Bett für dichten Roten gab es
Dies und der besondere Geist des
Mit viel Abstand besten Restaurant
Am Helmholtzplatz bleiben uns nun
Künftig nur noch in guter Erinnerung
Auch mit der letzten großen Liebe
War ich dort und sie wird nun die
Letzte bleiben mit der ich zumindest
Dort verliebt gemeinsam essen war
Älter als sie wurde das Weinstein
Heute endete ein Stück kulinarischer
Geschichte die auch mein lieber
Freund Max Neuman mit prägte
Traf Nachbarn und manche längst
Bekannte Gesichter dort noch wie
Unseren früheren Bürgermeister von
Prenzlauer Berg Reinhard Kretzer
Genoss reichlich freien Wein dort
Bevor ich nach Hause wankte um
Morgen früh wieder aufrecht im
Buchladen stehen zu können
Es endet ein Stück Geschichte
Wie Kultur des Platzes direkt
Neben dem alten Friedhof der
Freireligiösen Gemeinde
Auf diesem liegen noch einige
Der Revolutionäre von 1848
Was zu diesen revolutionären
Kulinarischen Projekt passte
Direkt nach der Wende hatten
Sie ihre Idee genial mutig
Umgesetzt anfangs noch sehr
In manchem selbst improvisiert
Später vom Weinpapst geadelt
Kredenzten sie ihm sogar mal
Den Prenzlauer Berg Wein der
Im gleichnamigen Park angebaut
Wie lange saß ich dort häufiger
Wenn ich es mir mal leisten konnte
Auch mit der Familie zu genießen
Was gute Küche zum Wein zauberte
Inzwischen ist der Helmholtzplatz
Voll von kulinarischen Angeboten
Die sich la Ly wie die Lychener
Früher hieß entlang häufen
Aber keines vergleichbar dem
Weinstein was wir Platzbewohner
Künftig vermissen werden als
Unser erstes Haus am Platz
Mit vielen Erinnerungen noch
Verbunden werde ich es nun
Als Teil meiner Geschichte
In guter Erinnerung behalten
Es endet ein Stück Geschichte
Kulinarisch wie ganz persönlich
Die Augen ein wenig feucht
Habe ich nun Abschied gefeiert
jens tuengerthal 31.7.2019
Nach der Aufklärung hat sich der
Westen weitgehend säkularisiert
Der Anteil aufgeklärt kritischer
Menschen wächst dabei ständig
Der Islam braucht endlich seine
Aufklärung um vom rückständigen
Mittelalterlichen Niveau aller Staaten
Mit islamischem Recht wegzukommen
Die geistige Entwicklung dieser Sekte
Entspricht der des Christentum vor der
Aufklärung was nicht geschönt werden
Braucht der Islam ist noch unterentwickelt
Während sich in zivilisierten Regionen
Die jeweiligen Religionen der kulturellen
Entwicklung anpassten fehlt dies im Islam
Der allerdings 600 Jahre jünger noch ist
Ob wir darum mathematisch bis zum
Jahr 2300 warten müssen bevor sich
Diese Religion zivilisiert ist nicht fraglich
Zu viele Muslime gehen diesen Weg schon
Doch der Kern des Islam der Koran
Bleibt eine antihumanistische teilweise
Brutalst gewalttätige Schrift die sich
In vielem gegen die Aufklärung wendet
Insofern läge in vielen Fällen eine
Hinwendung der Gläubigen zum
Freiheitlichen Atheismus viel näher
Als eine Reform ihrer seltsamen Sekte
Doch gibt es sogar im Islam schon
Liberale Kräfte die sich für so eine
Entwicklung aussprechen die dringend
Der Unterstützung noch bedürfen
Vertrauen wir auf die Werte der Aufklärung
Wer einmal kritisch zu denken begann
Wird nicht mehr zurück zum naiven
Aberglauben göttlicher Allmacht finden
Es wird noch etwas dauern in der
Islamischen Welt aber der Weg ist
Auch dort vorgezeichnet wir können
Ihn nur heute weiter unterstützen
Der Islam hat dabei so viel Zukunft
Wie jeder andere Aberglaube auch
Als traditionelles Privatvergnügen
In einer laizistischen Gesellschaft
Einer humanistisch geprägten also
Gleichberechtigten und freiheitlichen
Gesellschaft kann er seine Rolle
Wie das heutige Christentum spielen
So betrachtet brauchen wir keinen
Kampf der Kulturen mehr zu fürchten
Sondern können ruhig die Aufklärung
Auch dort zur Freiheit nun fördern
jens tuengerthal 31.7.2019
Vom Liebesleben
Habe ich keine Ahnung
Lebe mit Büchern
Liebe verloren
Blieb nur die Bibliothek
Genug zu lesen
Denke ich daran
Fühle ich nur großen Schmerz
Also lass ich es
Ob Leben ohne
Liebe überhaupt möglich
Wird die Zeit zeigen
Bis dahin genug
Zu lesen zu haben ist
Zumindest etwas
jens tuengerthal 31.7.2019
Bücher geben im großen
Stumpfsinn genannt Leben
Zumindest eine Perspektive
Viele Seiten mehr als nichts
Dies als Leser würdigen ist
Alles was am Ende bleibt
Bin damit relativ glücklich
Mit meiner kleinen Bibliothek
Habe ich noch eine Aussicht
Auf genug Lektüre vor mir
Mehr bleibt ohnehin keinem
Also ist wohl alles gut so
jens tuengerthal 31.7.2019
Leben besteht aus
Arbeit Essen Schlafen
Der Rest Verwaltung
Manchmal noch Liebe
Als kurze Illusion es
Lohne sich dafür
Ohne Liebe bleibt
Arbeit Essen Verwaltung
Der große Stumpfsinn
jens tuengerthal 31.7.2019
Der Mensch sei sozial
Lernen wir schon als Kinder
Glaubte es noch nie
Gemeinschaft birgt stets
Neue Konflikte um nichts
Als Eitelkeiten
Autonom zu sein
Seine Welt auf sich stellen
Bringt echte Freiheit
jens tuengerthal 31.7.2019
Manche mögen gern
Dreier bevorzuge da
Den dritten Aufguss
Der Teegeschmack wird
Immer feiner jedesmal
Wenn aufgegossen
jens tuengerthal 31.7.201
Mord an Kindern empört
Besonders viele Menschen
Weil sie ja unschuldig sein
Als gäbe es selbst schuld
Am ermordet werden je
Oder verdienten es manche
Wie Hetzer nun empört rufen
Die schwiegen als letztes Jahr
Ein Deutscher die Tat beging
All das empört mich noch mehr
Tote gehen mich nichts an
Sie haben ja alles hinter sich
Mit Dummheit und Hetze aber
Müssen wir leider noch leben
jens tuengerthal 31.7.2019
Lebenswille ist
Keine Voraussetzung um
Zu bleiben spürbar
Pflichterfüllung hilft
Ohne weiterzumachen
Bis noch etwas kommt
Manchen wurde Pflicht
Zur Freude zumindest ein
Hoffnungsschimmer noch
jens tuengerthal 30.7.2019
Welche Aussicht hat die Aufklärung
Als Macht der Vernunft gegen den
Aberglauben und die Religionen
Mit ihrer traditionellen Rolle
Sehen wir mit dem Islamismus wie
Dem Erstarken von Fundamentalisten
Das Gegenteil von Freiheit wachsen
Wie reagiert die Aufklärung darauf
Angst ist die Mutter der Unfreiheit
Fanatismus und Populismus ihr Vater
Dennoch wenden sich viele ihnen zu
Weil sie einfache Antworten geben
Dabei ist die Suche nach Antworten
Der beste Anfang der Aufklärung
Würden nur alle ihren Verstand nutzen
Oder kritisch zu denken gelernt haben
Warum Menschen ihre Freiheit aufgeben
Für ein Streben nach schlichten Antworten
Bleibt mit Vernunft betrachtet unverständlich
Es scheint ein Ergebnis der Faulheit zu sein
Aufklärung erklärt dauerhaft und befreit
So von allen Ängsten mit der Kraft der
Vernunft als sicherster Perspektive ohne
Doppelten Boden oder irgend Täuschung
Aufklärung ist immer Befreiung aus der
Selbstverschuldeten Unmündigkeit die
Vom Willen getragen wird frei zu sein
Sich selbst kritisch dabei infragestellt
Das Glück der geistigen Freiheit entdeckt
Nur wer es wagt sie sich zu nehmen
Statt nur ein Opfer fremder Gedanken
Ein Leben lang unfrei zu bleiben
Die Fähigkeit dazu beginnt schon früh
Warum Kinder vorm Gehorsam dringend
Ihre Mündigkeit kennenlernen sollten
Die erst aufgeklärt uns leben lässt
Auf dem Gebiet der Erziehung ist die
Westliche Gesellschaft heute freier
Hat sich im Geist der Aufklärung doch
Entwickelt die Freiheit aller zu stärken
Es gibt noch rückständige Gesellschaften
Insbesondere wo sie religiös geprägt sind
Die auf Autorität statt Mündigkeit setzen
Sogar Kinder schlagen was uns verboten
Doch auch dort ist es nur eine Frage der
Zeit bis das Verständnis für Freiheit wie
Hier ganz natürlich wachsen wird sich
Die Ansprüche daran verändern werden
Es gibt Kräfte die auch mit Gewalt noch
Gegen eine Verbreitung der Freiheit
Kämpfen doch auch das Internet wird
Die Freiheit nach der Natur unterstützen
Insofern Aufklärung bei jedem einzelnen
Beginnt der kritisch dazu denken muss
Ist eine autoritäre Aufklärung undenkbar
Also viel Zeit und Geduld dazu erforderlich
Perspektive und Entwicklung sind deutlich
Positiv im Sinne der Vernunft weltweit
Warum Ausreißer dabei weniger zählen
Trauen wir lieber der Aufklärung mit Geduld
Es werden für Aufklärung und Vernunft
Natürlich keine Wunder geschehen doch
Schreiten sie vernünftig auch alleine fort
Weil sie der Menschheit beständig dienen
Das unterscheidet die Aufklärung vom
Glauben der jenseitiges Glück verspricht
Sie ist vernünftig und also berechenbar
Was sie auf Dauer zuverlässiger macht
Hielten wir uns alle schon daran wäre
Die Welt ein friedlicher Planet der sich
Mit seinem Wohlergehen beschäftigte
Statt Kriege aus Fanatismus zu führen
Darauf zu vertrauen dass irgendwann
Alle Menschen ihrem ganz vernünftigen
Interesse folgen werden scheint derzeit
Vernünftiger als jeder Aberglaube sonst
Diesen Weg durch geistige Arbeit im
Sinne der Aufklärung zu unterstützen
Gibt die beste Perspektive für eine
Gute Zukunft der Menschheit noch
jens tuengerthal 31.7.2019
Haben die Spielarten des Glaubens
Die sich überall auf der Erde finden
Noch eine Zukunft im Humanismus
Oder wird dieser logisch atheistisch
Der Humanismus ist tolerant kann
Also jeden Glauben integrieren der
Sich entprechend offen zeigt die Welt
Wie die Menschen als Natur zu begreifen
Dies schließt zwar eine Schöpfung aus
Aber die Gläubigen haben es immer wieder
Geschafft neues Wissen in ihren Aberglauben
Zu integrieren und sich dem anzupassen
Insofern Toleranz wichtiger ist als bloße
Durchsetzung könnte es sinnvoll sein lange
Etablierte Institutionen auch zu integrieren
Um unnötige Konflikte zu vermeiden
Auf der weltlich humanistischen Seite haben
Die Religionen auch ihre Verdienste warum
Es klüger sein könnte sie konstruktiv zu
Integrieren statt Energie in Kampf zu stecken
Die Prinzipien der Aufklärung die Menschen zum
Kritischen Denken bringen wirken längerfristig
Darauf vertrauen dass sich Vernunft durchsetzt
Hilft diesen Weg in Ruhe weiter zu gehen
Insofern Aufklärung nur wirkt wenn Menschen
Selbständig kritisch denken wäre jeder Versuch
Es mit Zwang oder Verboten zu erreichen zum
Zum Scheitern verurteilt ist daher überflüssig
Der Humanismus kann also den Glauben gut
Tolerieren und in Zukunft auf die Vernunft
Vertrauen die sich nach der Natur durchsetzt
Um den Menschen die Freiheit zu schenken
jens tuengerthal 30.7.2019
Hatte einst alles
Verlor jedes Vertrauen
Es blieb mir nichts mehr
Liebe gleicht Leben
Am Ende steht nur Leiden
Für wenig davor
Traue niemand mehr
Bleibe lieber ganz allein
Mit guten Büchern
jens tuengerthal 30.7.2019
Lange lebte ich für Frauen
Besonders für die eine die
Wie ich lange dachte meine
Liebe zu den Büchern teilte
Nun lebe ich für und mit
Büchern allein und hoffe
Mit meiner Liebsten hier
Der kleinen Bibliothek
Glücklich zu bleiben
Ohne Streit und Erwartungen
Dürfen beide sein wie sie sind
Voller Liebe miteinander
Wachsen in ungestörter Ruhe
Nebenbei die Aufklärung fördern
Bis zur letzten Seite gemeinsam
In treuer Liebe immer verbunden
Was mehr sollte ich noch wollen
Frage ich mich lieber nicht um
Die Ruhe zu bewahren weil
Es ist wie es ist
jens tuengerthal 29.7.2019
Wissen über die Welt wird
Erlangt durch Beobachtung
Experiment und Analyse
Dabei ist Wissenschaft stets
Das beste Mittel zur Lösung
Von Problemen und Erkenntnis
Im Lichte kritischer Intelligenz
Menschen sind seit jeher Teil
Der Natur als Ergebnis eines
Ungelenkten evolutionären Wandels
Als Humanisten geben sie sich
Mit dem irdischem Leben völlig
Zufrieden heißen die Zukunft
Willkommen das Unbekannte
Fürchten sie also nicht
Ethische Werte ergeben sich
Aus natürlichen Bedürfnissen
Wie Interessen der Menschen
Wurden durch Erfahrung geprüft
Sind auf das menschliche Wohl
Gegründet und werden geformt
Durch die Lebensbedingungen
Interessen und Probleme der
Menschen in der ganzen Welt
Erfüllung im Leben wächst aus
Teilhabe am Dienst für humane
Ideale dabei empfinden Humanisten
Staunen Ehrfurcht vor der Freude
Wie der Schönheit menschlicher
Existenz sogar vor dem natürlich
Unausweichlich endgültigen Tod
Menschen sind natürlich gesellig
Empfinden Beziehungen als wichtig
Humanisten streben dabei nach einer
Welt gegenseitiger Fürsorge wie
Anteilnahme ohne Grausamkeit
Werden Differenzen ohne Gewalt
Durch Kooperation beigelegt
Arbeit zum Wohle der Gemeinschaft
Soll für größtmögliches individuelles
Glück sorgen um vom Überlebenskampf
Zu befreien und Leid zu lindern die
Gesellschaft besser zu machen wird
Eine weltweite Gemeinschaft entwickelt
Die Ideale des Humanismus decken
Sich sichtbar weitgehend mit denen der
Aufklärung zum Wohle der Menschheit
Sind von Vernunft getragen wie dem
Geist kooperativer Toleranz um so
Ein weltweites miteinander künftig
Zu ermöglichen was dringend nötig
Die Zukunft der Menschheit zu retten
jens tuengerthal 29.7.2019
Die Wissenschaft ergreift keines
Landes Partei sondern dient allen
Hat großzügig ihren Tempel errichtet
In dem sich alle zusammenfinden
Sie kultiviert den menschlichen Geist
Wie die Sonne im Frühling den Boden
Schafft eine verfeinerte Verbesserung
Aus der erst die Kulturen wachsen
Der Philosoph betrachtet keinen der
Philosophen anderer Länder als Feind
Sondern nimmt neben ihm Platz im
Tempel der Wissenschaft zur
Diskussion ihrer Thesen so gleicht
Die Wissenschaft der Aufklärung
Die ohne Ansehen der Person
Für die Menschheit nach mehr
Licht für alle von uns strebt
jens tuengerthal 29.7.2019
Wie verbrachte ich die
Hochzeitsnacht mit der
Mir frisch angetrauten
Bibliothek fragte mancher
Sich wohl dabei ist es
Ganz logisch lesend
Lustvoll zwischen Büchern
Mit nichts sonst zwischen uns
Genüsslich darüber einschlafend
Wir kennen uns ja schon lange
Da passieren keine Wunder mehr
Aber das Glück unserer Liebe
Als solches genug feiernd
jens tuengerthal 29.7.201
Eine Gesellschaft ganz ohne
Historische Bildung ist wie ein
Mensch ohne Gedächtnis also
Verblendet verwirrt ausbeutbar
Ohne Philosophie fehlen uns
Die Grundlagen des Denkens
Die uns zeigen dass nur Logik
Zur Klarheit im Denken führt
Was wiederum die Bedingung
Von Entwicklung und Fortschritt
Zu allen Zeiten der Menschheit
War so dass wer dieses Wissen
Gering schätzt sich die Zukunft
Raubt ohne eine Perspektive
Eine Kultur die ihre Erinnerung
Wie die Kunst zu denken verliert
Wie Trump es in den USA zeigt
Seien wir also wachsam immer
Für Wissenschaft und Freiheit
Die Aufklärung hat uns befreit
Verspielen wir dies nicht im
Leichtfertigen Aberglauben ohne
Allen kritischen Verstand noch
jens tuengerthal 28.7.2019
Was wirklich kostbar
Verschwindet niemals einfach
Der Rest war wertlos
jens tuengerthal 28.7.2019
Liebe meinen Toast
Mit Marmelade
Dazu Käse oder Wurst
Manches vereint so
Richtungen des Geschmacks als
Verdoppeltes Glück
jens tuengerthal 28.7.2019
Das Abendland ist
Westlicher das Morgenland
Es zählt der Standpunkt
jens tuengerthal 28.7.2019
Feiner Sonntagstee
Frei schwebend aufgegossen
Entfaltet sich nun
Tasse für Tasse
Hochgenuss durchläuft mich
Wohlige Wärme
Wie schön ist Leben
Mit feinem Sonntagstee doch
Immer wieder noch
jens tuengerthal 28.7.2019
Zuerst noch zu lesende Bücher
Die zu schreibenden Geschichten
Das von nichts auch nichts kommt
Doch noch alles gut wird am Ende
Am Ende schließlich vergessen
Was überhaupt gut sein sollte
Weil es gerade auch egal ist
Liebe lieber nicht mehr
Lässt schneller gehen
jens tuengerthal 28.7.2019
Immer gehen zu dürfen
Jederzeit frei zumindest
Über das Ende entscheiden
Ist die große Freiheit allein
Als Freigang vom Leben
Manche nennen es krank
Diese für sich zu nutzen
Da von nichts nichts kommt
Kann dann alles dahinstehen
jens tuengerthal 28.7.2019
Deutsche haben literarische
Vorlieben nach Zeiten wie Wesen
Heinrich Heine und Karl May etwa
Zeigen dies beides sehr deutlich
Auch wenn manche bestreiten
Dass May je Literatur gewesen
Ist er doch noch viel gelesen
Für einige die Brücke zum Buch
Heine der intelligent wie ironisch
Sein Vaterland so verspottete wie
Seine Wahlheimat Paris war auch
Ein Liebender mit tragischem Ende
Ob er darin den Franzosen näher
Mit Deutschen tragischer fühlte
Oder sich beide viel mehr ähneln
Nur über den Rhein gespiegelt
Bleibt unklar wie so manches des
Dichters vom Wintermärchen was
Sein Vaterland ihm wurde das er
Tränenreich vermisst wie verspottet
Als geborener Jude manchen verhasst
Den dummen Antisemiten wie immer
Während andere den Konvertiten dies
Übel nahmen war er keinem Recht
Er sympathisierte teilweise mit den
Marxisten und Sozialutopisten die
Zeitgleich in Paris lebten nicht ohne
Auch sie in Versen zu verspotten
Dies nehmen Überzeugungstäter
Besonders übel warum er immer
Lieber ein kritischer Geist blieb
Dem Liebe ebensoviel galt
May der vorbestrafte Häftling aus
Sachsen wurde inspiriert von einem
Neuen Indianerbild aus dem Umkreis
Der Transzendentalisten stammend
Der große Schriftsteller der Reise
Vom Orient bis nach Amerika war
Erst lange nach seinem Erfolg an
Beschriebene Ort einmal gereist
Allein dieser wunderbare Beleg
Der zeigt wie überflüssig Reisen
Das heute Statussymbol vieler ist
Macht May literarisch noch wertvoll
Es ist geistige Bewegung erst
Die Menschen irgendwo hinbringt
Reisen ist für Idioten die gerne
Bewegung und Ziel verwechseln
Nicht alles was Masse findet
Wird auch wertvoll oder nur
Erwähnenswert besonders
Ästhetik ist nicht demokratisch
Außer dieses nicht reisenden
Reisenden findet sich eher wenig
Was literarisch erwähnenswert wäre
Im Werk voll erfundener Abenteuer
Die Moral ist schlicht wie eingängig
Es gibt noch gut und böse die beide
Klar getrennt in ihren Welten leben
Statt realistisch stets zu schwanken
Es liegen Welten zwischen Heine
Dem ironisch intelligenten Dichter
Und May dem Produzenten der
Bloß modischen Indianerromane
Keiner will Heine und May ernsthaft
Literarisch vergleichen spannend nur
Wie der Blick auf beide das Publikum
In der Selbstwahrnehmung veränderte
Konservative die gern progressiv wären
Geben vor Heine zu lieben der ihnen
In viel mehr fremd als nah ist dabei
Singen sie gerne von der Loreley
Der kleine Kriminelle May gab
Auch durch die Filme viel Grund
Zu reisen statt sich zu fragen ob
Lesen nicht mehr dabei bildete
Allerdings wäre diese Anforderung
Die selbstkritische Reflektion noch
Verlangte schon der Versuch aus May
Lesern Heine Denker zu zaubern
Auch Festspiele ergänzten die
Erfolgreiche Marketingstrategie
Um geistig eher sehr dünne Bücher
Mit mehr als schlichter Ethik
Hohe Spannung mit üblichen Tricks
Bei schlichten geistigen Themen
Wurde durch vermeintliche Nähe
Zu Emerson und Thoreau literarisch
Heine immer noch lesenswert wie
Neuer Betrachtung wert in seiner
Vielfalt zwischen Liebe und Politik
Gehört keiner Gruppe einfach an
May dagegen schrieb Bestseller
Erfolgreicher Handwerker mit doch
Zumindest netter Absicht für die
Indianer die er nicht kannte
Enthalte mich des Urteils über
Beide gemeinsam da unvergleichlich
Lese wenn Heine weil May mich
Schon als Kind nur langweilte
Manche machen es eher anders
Was wohl der Mehrheit entspricht
Wie die Titel vieler Bücher zeigen
Von denen ich keine Ahnung habe
Ob es besser ist nicht zu mögen
Was die Masse besonders liebt
Oder undemokratisch elitär nur sei
Beim Geschmack dahingestellt
Wie in der Liebe entscheidet
In der Ästhetik am Ende allein
Das Gefühl mit eben mehr
Oder weniger Bildung dabei
jens tuengerthal 28.7.2019
Ruhe im Hinterhof ist eine
Illusion meistens wird er zum
Schalltrichter vieler Geräusche
Von Streit bis Sex ist dort alles
Viel zu gut zu hören voneinander
Manchmal aber ist es ganz still
Jenseits des Lärm der Stadt
Sonst schließe ich die Fenster
So zu tun als hätte ich meine Ruhe
jens tuengerthal 28.7.2019
Mal wieder etwas geflirtet
Noch ohne Absicht aber
Voller Genuss mit zwei
Der drei Damen nebenan
Kluge interessante Frauen
Spürbar von Familie
Schön auf besondere Art
Also überdurchschnittlich
Die Worte flogen ein wenig
Sie lasen mich nebenbei
Ein kleiner Genuss hier
In schöner Sommernacht
Setzte mich lieber weg
Bevor sie gingen noch
Die Freiheit zu verteidigen
Bevor eine sie gefährdet
Aber schön war es
Für den Moment
Was immer kommt
Oder auch nicht
jens tuengerthal 27.7.201
Freiheit voller Glück
Wieder zu genießen
Schenkt Zufriedenheit
Was könne mehr sein
Als erwartungslos zu sein
Wie darin glücklich
jens tuengerthal 27.7.2019
Nach einem heißem Sommertag
Sind alle Plätze vor dem Café
Das nachts zur Bar wird gefüllt
Schöne leicht bekleidete Damen
Plaudern mit größtenteils bärtigen
Herren durch die offenen Fenster
Wird die Straße mit beschallt
Mit guter alter Musik meistens
Manche sitzen auch noch nach
Geschlechtern getrennt für sich
Wie die Amerikanerinnen hinter mir
Die Birkenstock zu kurzen Kleidern
Tragen ohne den Flaneur damit
Zu näherer Beobachtung zu reizen
Mit Abstand betrachtet scheint
Das hiesige Theater eher komisch
Es geht wie immer um Formen
Der Paarung der Geschlechter
Wie auch immer dabei kombiniert
Mit erwartbaren Enttäuschungen
Die schon aus der Erwartung heraus
Niemals gut enden können
Warum es gut ist dabei als Flaneur
Nur Beobachter zu bleiben
Unvorstellbar scheint mir noch
Wieder Teilnehmer zu werden
Was die Natur vermutlich
Ihrem triebhaften Wesen folgend
Schneller ändern wird als geahnt
Lächle noch mit Abstand darüber
Ohne zu wissen was die Alternative
Auf Dauer sein könnte doch wie frei
Macht es unbeteiligt zu sein ohne
Eigene Erwartung keiner mehr
Entsprechen noch zu müssen
jens tuengerthal 27.7.2019
Wenn du nach dem Tod
Schreist voller Verzweiflung längst
Weißt du du lebst noch
Soviel zu fühlen
Belegt deine große Kraft
Weiß nur kaum einer
Todessehnsucht ist
Dem Leben immer näher
Als kein Gefühl mehr
jens tuengerthal 27.7.2019
Eine Depression
Ist kein Beinbruch mehr eine
Kopfquerschnittslähmung
Unsichtbar nimmt sie
Die Gedanken gefangen
Macht völlig unfrei
Sie zu besiegen
Braucht übermenschliche Kraft
Besiegt sich dann selbst
Manche Krankheiten
Stärken das Immunsystem
Depression lähmt nur
Nur wer überlebt
Wird innerlich viel stärker
Fürchtet nichts mehr je
jens tuengerthal 27.7.2019
Im Dunkeln einfach
Licht anmachen rät nur wer
Selbst im Hellen sitzt
So weiterleben
Als wäre nichts passiert bleibt
Eine Illusion
Erleuchtung findet
Wer Licht in sich anmacht statt
Schalter zu suchen
jens tuengerthal 27.7.2019
Wer im Dunkeln war
Weiß wie wichtig Nähe ist
Zumindest zu sich
Die Einsamkeit kann
Keiner teilen der nicht selbst
Mit sich allein war
In der Dunkelheit
Noch jemanden finden
Ist fast unmöglich
jens tuengerthal 27.7.2019
Manche haben es
Bei hellster Sonne dunkler
Tiefer nur in sich
Noch heiter bleiben
Der Dunkelheit zu trotzen
Erfordert Größe
Wie groß wirklich ist
Wer das überlebte weiß
Nur wer schon da war
jens tuengerthal 27.7.2019
Wenn alles schwarz wird
Kein Rechner mehr funktioniert
Merkst du was du brauchst
Abhängig sind wir
Von Maschinen geworden
Was ist da Freiheit
Ohne undenkbar
Fragten wir besser uns was
Wirklich nötig ist
jens tuengerthal 27.7.2019
Habe mich heute
Nacht im Traum verliebt oh wie
Wunderbar war das
Die Lust begann schon
Als ich erregt erwachte
Eigentlich schade
Schlief selig wieder
Ein ohne alle Ängste
Dankbar wie befreit
jens tuengerthal 27.7.2019
Während das Haus Preußen
Gerade von sich reden macht
Medial eher schlecht beraten
Betrachte ich Bilder von Gärtner
Eduard hieß der und fing Preußen
Mit dem Pinsel treffend noch ein
Hängt auch bei mir mehrfach noch
Mit Blicken ins gute alte Berlin
Was macht preußischen Geist aus
Den diese Bilder so treffend spiegeln
Ist es die schlichte Bescheidenheit
Oder das Blau im Himmel über Berlin
Schwarzweiß war die Fahne dieses
Grundlos aufgelösten Staates den
Der beschränkte Österreicher nur
Zu seinen Zwecken missbrauchte
Nur Österreich und Bayern gibt es
Bis heute noch während Preußen
Für den militärischen Ruf büßte
Der schon lange Geschichte war
Hier könnte schon gestritten werden
Vermutlich statt es vernünftig kritisch
Nur zu betrachten wie beim Erbe des
Zerstrittenen Hauses Hohenzollern
Nachdem sie jahrelang um das Erbe
Des einst Chef des Hauses Louis-Ferdinand
Prozessierten was Georg-Friedrich der
Enkel gegen die Söhne gewann nun dies
Können die nicht immer großen Geister
Des Hauses Preußen nicht friedlich fragt
Sich wohl mancher nun verwundert noch
Zu kleinlich scheint manches eher dabei
Die Forderungen können rechtlich sogar
In Teilen begründet sein und so musste
Georg Friedrich im Interesse der Familie
Wie der Wahrung ihrer Rechte handeln
Wie unpolitisch der Prinz dabei denkt
Zeigt dass er es wirklich wagte sich so
Unbescheiden verleumden zu lassen
Was seiner Person eher nicht entspricht
Sogar die gute alte FAZ raunt schon
Hinter vorgehaltener Hand von noch
Anderen historischen Interessen der
Mitsprache bei der Deutung von Geschichte
Auch wenn gerade der peinliche letzte
Deutsche Kaiser Wilhelm II. dies wohl
Mit den Schwächen seines Charakters
Zur Genüge begründet wird geraunt
Als wirke sich eine schlichte Forderung
Eines ehemals herrschenden Hauses
Sich auf die Verfassung irgend aus
Begrenzte Wissenschaftsfreiheit
Es ist im ganzen eher lächerlich
Doch außer Friedrich und dessen
Urgroßvater der große Kurfürst sind
Wenig helle Hohenzollern bekannt
Schlecht medial beraten wie zum
Falschen Zeitpunkt noch ungeschickt
Agiert wünschte ich Georg Friedrich
Eher gut preußische Berater nun
Da betrachte ich als alter Preuße
Der Fontane wie Friedrich schätzt
Lieber den guten Eduard Gärtner
Der Preußen im besten Licht zeigte
jens tuengerthal 26.7.2019
Als Leser finde ich
Frieden in der Lektüre
Aus Vielfalt wächst Ruhe
Bücher genügen zum Glück
Wie schön ist jeder Tag
In Erwartung der Lesezeit
Als wartete die Geliebte
Was ja irgendwie so ist
Nur sind Bücher immer
Ohne Erwartung oder
Eifersucht noch dazu
Garantieren ein völlig
Friedliches Leben so
Das schenkt was es ist
Um glücklich zu machen
Würde es Liebe nennen
Mit der ich Frieden fand
Als glücklicher Leser
jens tuengerthal 26.7.2019
Bücher schenken mir Freiheit
Von der Sklaverei der Gefühle
Sind meine treueste Liebe
Bleiben für ein Leben bei mir
Können zugeschlagen werden
Wenn ich mal keine Lust habe
Ohne ewig beleidigt zu sein
Eigentlich stellen sich mir
Keine Fragen mehr
Zur Liebe und so
Wäre ich nur
Vernünftig
jens tuengerthal 26.7.2019
Frei wollen können
Macht Menschen menschlich ohne
Bleibt unmenschlich
Fesseln zerreißen
Ist also allzu menschlich
Vergessen viele
Gefühl das fesselt
Verbannen ist menschlicher
Als große Liebe
Liebe kann nur sein
Wo in Freiheit entfaltet
Ohne ist wertlos
Lerne noch wollen
Was menschlicher wohl wäre
Für meine Freiheit
jens tuengerthal 26.7.2019
Manches verfolgt dich
In deine Träume hinein
Lässt unfrei schlafen
Für Freiheit kämpfen
Heißt Unfreiheit verbannen
Auch gegen Gefühl
Liebe braucht Freiheit
Wo sie fesselt war keine
Musste es merken
jens tuengerthal 26.7.2019
Montaigne schreibt in einem Essay
Unter dem Titel Stafettenreiten über
Die Versuche das Tempo beim Reisen
Möglichst zu optimieren in einer Zeit
Schnell zu wechselnder Pferde ganz
Nebenbei wie er das Stafettenreiten
Aufgab obwohl er als kleiner Dicker
Dafür geeignet wäre weil er sich doch
Lieber in Anekdoten über große Kaiser
Wie ihr sagenhaftes Tempo auf Reisen
Königlich intelligent amüsiert sowie
Dieser Sport zu anstrengend nun sei
Aber beendet dieses Essay nach einem
Absatz mit dem schlichten Satz ihm
Habe es noch nie geholfen was nun
Die geneigten Leser auf die Bandagen
Der Kuriere des Großtürken beziehen
Können wie deren Eroberung neuer
Pferde die schneller als ihre wären
Oder bei Montaignes Geist passender
Auf das Tempo beim Reisen überhaupt
Weil erst ankommt wer da bleibt wie
Michel de Montaigne in seinem Turm
Weil kein höheres Tempo beim Reisen
Je irgendwem irgendwas geholfen hätte
Bei dem worauf es am Ende ankommt
jens tuengerthal 25.7.2019
Welche Perspektive hat
Europa noch mit solchen
Populistischen Skeptikern
Oder hat wer solche wählt
Noch nicht genug Verstand
Es auch zu verdienen auf
Lange Perspektive betrachtet
jens tuengerthal 25.7.2019
Wer nichts sagt sagt nichts
Wer mehr darin liest als ist
Weiß noch lange nichts
Manche sind lieber
Nichtssagend als festgelegt
Auch eine Freiheit
jens tuengerthal 25.7.2019
Bin ausgeschlafen
So vor dem Wecker erwacht
Egal wie lange
Rhythmus findet sich
Zeitweise leichter wieder
In einer Ordnung
Noch vor Mitternacht
Schlafengehen kann helfen
Hitze zu trotzen
jens tuengerthal 25.7.2019
Wenn alles perfekt ist
Wie es nur sein kann
Du es wunderschön hast
Wie du es immer träumtest
Frei und gesund auch bist
Sei glücklich und dankbar
Für alles was nun ist
Mehr gibt es nicht mehr
Und denk nicht an die eine
Die dir einmal alles war
Für die du nicht mehr bist
Weil es ist wie es ist
Sage ich mir immer wieder
Zumindest schon dankbar
Noch auf dem Weg zu
Glücklich in Frieden
Mit mir allein
jens tuengerthal 24.7.2019
Wo ist deutsche Literatur Zuhause
In großen Zentren oder in der so
Typisch deutschen Provinz immer
Wie sie es einst in Weimar war
Weimar mit Goethe und Schiller
War der Leitstern deutscher Klassik
Auch Herder und Wieland dort wie die
Mütter Nietzsche und Schopenhauer
Doch politisch wie tatsächlich war Weimar
Tiefste Provinz Hauptstadt eines kleinen
Typisch deutschen Herzogtums das sich
Mit Ambitionen noch zu mehr machte
Anna Amalia die Mutter des Herzogs
Der Goethe persönlich nach Weimar
Mitnahm stammte aus dem Haus der
Wolfenbüttler Welfen brachte so viel mit
In Wolfenbüttel war Lessing Bibliothekar
Wurden literarische Schätze gehütet wie
Passend heißt die von Goethe geplante
Weimarer Bibliothek heute nach ihr
Schön zu besichtigen wieder nach dem
Schrecklichen Brand wie das Haus am
Frauenplan von Goethe um die Ecke
Wie in Weimar alles um die Ecke nur ist
Weimar ist ein thüringisches Nest nur
In dem der Zufall der Geschichte einst
Mehrere große Geister nur versammelt
Hat was nichts am Wesen änderte
Berlin Frankfurt und Leipzig dagegen
Sind zumindest numerisch Großstädte
Die literarischen Anspruch erheben
Egal wie provinziell sie real nur sind
Berlin ist viele Dörfer die nur unter
Einem Namen zusammengebunden
Spielt gerne Großstadt besonders um
Friedrichstraße und Kudamm herum
Real ist es ein märkisches Nest das
Sich geistig noch den Staub langer
Preußischer Geschichte abklopft
Ohne etwas wirklich schon zu sein
Zu Leipzig und seiner Mangabuchmesse
Schweige ich lieber gibt sich gern kulturell
Ist aber am Bahnhof gut sichtbar bloß
Sanierte peinliche östliche Provinz
Frankfurt ist Handel und viel Geld
Das sich gern kulturellen Anschein
Noch gibt bleibt ein Platz der Börse
Mehr als der dort gehandelten Bücher
Seien wir ehrlich Deutschland ist
Überall provinziell nur manchmal
Mit vielen auf einmal dazu noch
Es gibt kein Paris oder London
Doch hat die Provinz ob nun aus
Weimar oder Lübeck es denoch
Zur Weltkultur immer wieder auch
Geschafft was im Wesen genügt
Weniger Anspruch auf Großstadt
Dafür schlicht ehrliche Provinz
Könnte manche Literatur wohl
Weiter führen in unserer Provinz
jens tuengerthal 24.7.2019
Wenn Liebe verzweifeln lässt
Helfen Bücher zuverlässiger
Als Ablenkung es je könnte
Warum ich Lesen vorziehe
Das die Konzentration fördert
Auf was es wirklich ankommt
Bleibt am Ende auch bei dir
jens tuengerthal 23.6.201
Zwischen Bewahren
Und Freiheit genießen herrscht
Stete Hochspannung
Entspannt wäre was
Ehrlich und offen einmal
Manche wohl niemals
Lügen leben nur
Für Märchenprinzessinnen
Länger als nötig
jens tuengerthal 23.7.2019
Konstruktiv ist Muss
Aber niemals zwanghaft das
Wäre destruktiv
Sich die Welt machen
Wie es gerade gefällt
Könnte genügen
jens tuengerthal 23.7.201
Lesen dient vielfach nur
Der Unterhaltung noch
Statt dem aufrechten Gang
Der vom Geist getragen ist
Wie gefesselt lesen viele
Die Abenteuer anderer
Ohne sie auf sich zu beziehen
Es kritisch zu reflektieren
Alles was ich lese wird stets
In Versen und Gedanken
Gespiegelt so nützlich zu sein
Über geistige Onanie hinaus
Lese darum nur gute Literatur
Die Zeit nicht zu verschwenden
Welche ich pflichtbewusst nutze
Meiner Leidenschaft hingegeben
Fraglich könnte jedoch hier sein
Wem diese Haltung noch nutzt
Ob die Pflicht nicht unnötig quält
Wo lieber lustvoll gelesen würde
Denke an meinen Großvater der
Als Wahlspruch vom Leben als
Freude träumte erwacht Pflicht sah
Lebend Pflicht zur Freude machte
Folge der Leidenschaft für Bücher
Gebe mich ihr aber pflichtbewusst
Hin um Gutes und Schönes zugleich
In den würdigen Kontext zu stellen
Eben diese Verse zur Pflicht in der
Leidenschaft gab Montaigne ein
Dessen Essay über das Nichtstun
Am Morgen gelesen beflügelte
Wie gerne halte ich den blauen
Wunderschön edel gebundenen
Band der Anderen Bibliothek dazu
Wie andere eine Bibel in Ehren
Erfülle meine Pflicht durch tägliche
Lektüre wie öffentliche Reflektion
Darüber in Versen aber tue es mit
Leidenschaft und Liebe immer
Lesen ist meine große Lust
Ihr folge ich mit Leidenschaft
Zu gerne und noch viel lieber
Wo sie der guten Sache dient
So dient das eine dem anderen
Statt in Opposition zu stehen
Für Leidenschaft als nur Freizeit
Wie ungewollte Pflicht ansonsten
Die Haltung die ich als Leser fand
Macht die Leidenschaft nützlich
Lebe wovon ich überzeugt bin
Statt Dinge stumpf zu erledigen
jens tuengerthal 23.7.2019