Lektürentagebuch 28.4.26
In Ghost Stories von Siri Hustvedt
Geht es im Kapitel Geister lesen um
Die gefühlte Präsenz verstorbener
Über die sie ernsthaft auch nachlas
Sie beginnt mit der Frage
Wo bist du Paul der sie dann durch
Lektüre auch nachgeht das Thema
Wissenschaftlich zu begreifen
Schon im ersten Absatz stellt sie die
Frage was er ist im Himmel heißt ob
Es nicht ein anderer Name für das
Nirgendwo ist das nicht existiert
Sie erzählt von psychologischen
Studien die sie zum Thema der
Erscheinung Verstorbener liest
Erzählt dann wie sie im Dämmer
Zwischen Lektüre und Halbschlaf
Paul präsent fühlte und erzählt von
Den Erfahrungen anderer damit
Nennt statistische Zahlen auch dazu
So versucht sie ihr Gefühl seiner
Präsenz zu erklären und erzählt
Noch von weiteren Erfahrungen
Mit diesem Thema als Kind
Die Suche nach einer Erklärung für
Das Gefühl der Nähe und Präsenz
Liest sich spannend und driftet dabei
Noch nicht ins esoterische peinlich ab
Es ist die kritische Frau spürbar die
Erlebnisse erhöhter Präsenz merkt
An Pauls Worte dabei denkt er wolle
Als Geist wiederkommen ohne gleich
An Spukgeschichten oder anderen
Hokuspokus zu denken geht sie ihre
Emotionale Erfahrung auf ihre Art
Wissenschaftlich an und prüft was ist
Das ist gut geschrieben und erzählt
Ein heikles Thema das leicht in die
Spirituell schlichte Schiene rutscht
Auf literarisch gute Art fragend neu
Der große Traum von Bildung des
Christian Graf von Krockow ging
In Neuseeland weiter mit teils eher
Gewagten Tagebucheinträgen
Von Forster und Cook die sicher
Die gute Absicht des Autors doch
Erkennen lassen pädagogisch noch
Positiv zum Thema aufzuklären
Der Geist der Aufklärung wird auch
Beim Kontakt mit Eingeborenen auf
Einer Insel nahe ihrer Bucht deutlich
Egal wie realistisch dies sein mag
Alle imperialistischen Floskeln sind
Weggelassen worden der Freude
Über Entdeckungen wird das Leid
An Krankheit und Umständen was
Sogar das Tierwohl der mitgeführten
Kreaturen erfasst die ebenfalls an
Einer Form von Skorbut an ihren
Zähnen vor allem zu leiden schien
In wohl abgewogenem Maß dabei
Gegenübergestellt was die Eroberer
Als liebevolle Erforscher eher zeigt
Denn als Teile des stolzen Empire
Persönliche Anekdoten über die
Mitglieder der Mannschaft helfen
Diese Lenkung der Sympathien
Bei uns Lesern noch zu fördern
Das ist gut und klug beschrieben
Geschieht sicher in bester Absicht
Scheint mir genial darum auch so
Verdächtig und auffällig unecht
Aber von dieser kritischen eher
Postkolonialen Sicht auf zwei auch
Eroberer des Empire abgesehen ist
Der Text schön und unterhaltsam
jens tuengerthal 28.4.26
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