Mittwoch, 18. Februar 2026

Lektürentagebuch 17.2.26

Lektürentagebuch 17.2.26

Von Kurt Tucholsky in dem schönen
Band der Insel Bücherei schon in der
Nacht gelesen über Vorn die Ostsee
Hinten die Friedrichstraße gelacht 

Kreuzworträtsel mit Gewalt erzählt
Wie Peter Panter also das bekannte
Pseudonym Tucholskys für Satiren
Wie er sagt in die Klapse kommt 

Dort musste er zur Erholung seiner
Nerven ein tägliches Programm für
Fitness überstehen und langweilte 
Sich ansonsten worauf er sich vom

Bademeister ein Heft mit Rätseln lieh
Die ihn völlig packten und beschäftigt
Hielten für den Rest des Aufenthalts
Im Salatorium wie es korrekt hieße

Erzählt schön ausgeschmückt wie er
Als ihm bestimmte Worte nicht mehr
Einfielen beim Kreuzworträtsel sich
Entschloss neue zu erfinden

Wie er so ständig beschäftigt neue
Vokabeln der erfundenen Worte zu
Lernen und sich zu merken sein
Abschlussgespräch mit dem Arzt hat 

Ein herrlich ironischer Text über den
Wahnsinn die Sucht und die Form
Der Beschäftigung in Anstalten zur
Erholung der kranken Psyche

Noch kurz vor dem Einschlafen las ich
Das Gedicht Augen in der Großstadt
Das von Begegnungen und Blicken 
In dieser in Versen traurig erzählt 

Wie der Mensch auf dem Weg zur
Arbeit von der Menschheit ein Stück
Für Momente nur sieht das schon im
Nächsten Moment vorbei verweht ist

Auf einige Seiten nach Paris in die
Gesprungene Liebe von Manfred
Flügge gehüpft in das Chaos
Was Helen und Henri produzieren

Erfahre vom ständigen hin und her
Wie auf Phasen voller Glück die
Von Streit und Verzweiflung wieder
Folgen zwischen Urlaub und Alltag

Der Traum vom Haus an der See
Den sie auf der Ostseeinsel Wollin
Momente selig teilen vor Pommern 
Um sich über Nichtigkeiten wieder

Mit großem Drama zu entzweien
Wie Helen ihn mehrfach noch
Mit dem Revolver bedroht er sich
Wünscht sie los zu sein ohne

Je von ihr lassen zu können die
Ab 1925 wieder mit den Kindern
Nach Paris zieht als Korrespondentin
Der Frankfurter Zeitung für Mode

Wie er von 1925 bis 1927 fast keine
Notizen in seinem Cahiers macht aus
Angst Helen könnte es entdecken
Dann aber Germaine in ihnen liest

Um sich aus dem folgenden Chaos
Zu befreien heiratet er Germaine
Aber natürlich ganz im geheimen
Es geht immer weiter noch so

Diese Liebesgeschichte die nicht
Voneinander lassen kann ohne
Sich je ganz zu haben ist eine
Unendliche Geschichte voll Leiden 

Immer wieder zeigt sich auch aus 
Dem Abgleich mit den Tagebüchern
Aller Beteiligten wie genau der Roman
Jules und Jim dem Leben folgte

Überlegte bei der Lektüre die mich
Immer wieder auch an meine teils
Tragischen Liebesgeschichten noch
Erinnerte ob es vielleicht normal ist

Liebe und Tod sind sich nicht nur im
Formvollendeten kleinen Tod nah
Sondern habe eine wechselhafte 
Sehnsüchtige Beziehung auch

Ohne Drama ist gefühllos nur auch
Wenn alle sich dies wünschen würden 
Sobald sie in der Achterbahn sitzen
Was wollen wir am Ende wirklich

Vermutlich gibt es keine Antwort
Für alle Fälle der Liebe und das
Urteil ändert sich je nach Lage
Ob als Geliebter oder Partner

Wie kindisch ist das Bedürfnis
Nach Ausschließlichkeit sowohl
Im sexuellen wie im emotionalen
Denke ich als nur Beobachter 

Wollte ich der auch einst eine
Viel jüngere Geliebte hatte die
Verlobte wurde dass diese sich
Holt was ich nicht mehr kann 

Ist Liebe das was wirklich gönnt
Beieinander bleibt trotz aller Krisen
Wie Helen und Franz am Ende als 
Dieser zehn Jahre vor Henri starb

Mussten sie sich dazwischen noch
Zweimal scheiden lassen und wozu
Das alles sind völlig falsche Fragen
Manche Liebe ist eben ein Roman

Wer den Tod in der Liebe nicht auch
Einkalkuliert weil sie alles erfasst liebt 
Sein Leben lang nur lauwarm wird
Nie den Himmel miteinander teilen

Während es in Berlin wieder schneit
Nordisch eisig wird reiste ich lesend
In den Norden mit Olaus Magnus in
Die Wunder des Nordens aus der

Geliebten Anderen Bibliothek die in
Der Darstellung von Elena Balzamo
Wie Reinhard Kaiser den Weg zum
Späteren Bischof spannend geht

Wie er aufwuchs wo er studierte
Was dem Bruder ähnelte wo er
Ganz eigene Wege zur Kurie ging
Zum Reisenden dann wurde 

Er studierte wohl Theologie in
Rostock obwohl es in Uppsala
Auch eine Universität gab galten
Die im Reich noch als besser

Auch der weitere Weg über
Luxembourg und Rom war typisch
Für eine kirchliche Karriere wie er
Später im Auftrag des Papstes

Genauer dessen Legaten in Uppsala 
Durch Skandinavien bis vermutlich
Zum Polarkreis reiste wobei seine 
Angaben mit 84. Breitengrad als 

Eher märchenhaft gelten danach wäre
Magnus ins ewige Eis gesegelt was 
Eher unwahrscheinlich ist doch fehlt
Dazu ein geeigneter Beleg noch

Sicher und bekannt ist seine Reise
Die mit dem Schiff begann ihn erst
In eine heute finnische Stadt ganz
Im Norden der Ostsee führte

Von dort ging es weiter gen Norden 
Bis wohl zum Polarkreis wo er die
Heidnischen Völker besuchte wie
Teilweise wie er schreibt bekehrte

Genau listet er dabei die Kosten
Der Reise und der Aufenthalte auf
Vermutlich als eine Art Abrechnung
Die ihm seine Kosten ersetzen soll

Spannend sind auch die historischen
Hintergründe im Skandinavien dieser
Jahre das zu Dänemark gehörte und 
Welche Wechsel in die Zeit fielen

Wie Magnus die schwedische Partei
Ergriff nach einem Massaker des
Dänischen König Christian auf dem
Eis bei der Schwedens Kanzler starb

Genauer war die Schlacht auf dem 
Eis und das Massaker danach in
Stockholm die Elite zu beseitigen
Mit nur kurzzeitigem Erfolg 

Bald kam Gustav Wasa einer
Der beim Massaker nicht erwischt
Wurde Kanzler siegte im Kampf
Wurde darauf zum König gewählt

Das Geschlecht Wasa regierte darauf
Bis zu Königin Christina eroberte
Unter König Gustav Adolph große 
Teile des Nordens noch erfolgreich

Die Zeit in der Olaus Magnus also
Aufwuchs und bis zu seiner Weihe
Als Exil Bischof von Uppsala in Rom
War wechselhaft aufregend noch

Erst war Skandinavien dänisch noch
Dann verselbständigte es sich teils
Worauf Schweden Großmacht wurde 
Bis zum Wiener Kongress auch blieb

Uppsala liegt etwa 70 km nördlich
Vom Stockholm von wo aus die
Seereise von Magnus begann und
Wohin er wieder zurückkehrte

Spannend ist noch seine Position
Zum vom Dänenkönig wieder in
Uppsala eingesetzten Bischof was
Später die Reformation erledigte

So wird ganz nebenbei noch die
Geschichte Skandinaviens erzählt
Wie sich die Macht innerhalb von
Einem Menschenleben verkehrte

jens tuengerthal 17.2.26

Dienstag, 17. Februar 2026

Lustzukunft

Lustzukunft

Wie werden wir künftig unserer Lust
Folgen noch nach der Natur wie seit
Hunderttausenden von Jahren weil 
Der Trieb uns ineinander zieht

Werden wir die Zeugung abstellen 
Sobald wir es technisch sicherer
Können als dieses Glücksspiel mit
Immer wieder offenem Ergebnis

Wäre es ein Gewinn für die Lust
Sich nur noch der Befriedigung zu
Widmen statt sich gewollt oder lästig 
Nebenbei auch noch zu vermehren

Vermehrung sollte eher weniger
Zukunft haben nicht mehr zu werden
Lust und Befriedigung könnte aber
Gerne wunderbar mehr werden

Ob dies dann bestimmte Techniken
Bevorzugen wird und was echte 
Gleichzeitig bei der Lust bedeutet 
Sollte dazu etwas geregelt werden

Ist der Natur folgen nicht natürlich
Könnten wir es nicht überall einfach
Tun um das mögliche zu genießen
Statt sich für Natur zu verstecken

Braucht Sex überhaupt eine Moral
Oder wird es gerade unmoralisch 
Erst richtig geil überlege ich der
Grenzenlos grenzenlos schön findet

Es werden sich also in Zukunft noch
Einige Fragen zur Lust stellen deren
Beantwortung vielfältig komplex ist
Manche finden das geil gelegentlich

jens tuengerthal 17.2.26

Liebeszukunft

Liebeszukunft 

Welche Zukunft hat die Liebe noch
In einer auf Effizienz getrimmten Welt
Eher keine weil nicht lohnend oder
Immer als Teil unserer Natur

Gerne wettete ich auf letzteres
Dem Gefühl eine Chance zu geben
Weiß nicht ob es vernünftig ist
Aber es fühlt sich besser an

Wo wirklich verliebt versprach ich
Auch wissend wie unvernünftig es war
Für immer und glaubte daran auch
Zumindest solange es noch ging

Dabei weiß keiner der Beteiligten 
Wie es in Zukunft miteinander noch
Weitergeht und dennoch ist das
Versprechen ewiger Liebe so schön 

Dieses Gefühl lässt vermuten dass
Die Zeit schon eine Rolle bei der
Liebe irgendwie spielt viele sagen
Verliebt sei schneller und weniger

Auch dabei soll die Zeit eine Rolle
Spielen doch vernünftige Gründe
Sind hier wie üblich Mangelware 
Verstehe den Unterschied nicht

Also schon dass viele damit das
Schnelle lodern vom dauerhaften
Gefühl unterscheiden wollen doch 
Ansonsten verschwimmt das Maß

Ist verliebt emotional graduell von 
Liebe unterscheidbar und was wenn
Ist der Maßstab dafür oder ist das
Wie immer reine Gefühlssache 

Vielleicht wäre Liebe am schönsten
Jenseits aller Zeit gegenwärtig wie
Gefühlt für immer nur bitte ohne
Erwartung die Liebe sofort tötet 

Merke schon es wird wieder ganz
Unglaublich komplex und all dies 
Ohne Frau verstehen zu können
Sollte Liebe grundlos stets sein 

Haben unbegründete Ansprüche
Je eine Zukunft miteinander fragt
Der Jurist in mir und ich sag ihm
Sei still von Liebe verstehst du nix

Lasse es also mit der Zukunft einfach
So stehen ohne etwas zu wissen
Bleibt am Ende alles Gefühlsfrage
Vermutlich dann auch die Zukunft

Wenn es ist was es ist wie Fried
Einst so wunderbar dichtete ist sie
Zumindest gegenwärtig vielleicht
Sollten wir es dabei belassen

jens tuengerthal 17.4.26

Zukunftsdenken

Zukunftsdenken

Wie können wir die Zukunft denken
Braucht es neue Denkmodelle um
Langfristig nachhaltig verantwortlich
Moralisch denken zu können oder
Genügt der kategorische Imperativ
Gegenwärtig noch so sehr wie in
Einer ungewissen Zukunft vielleicht

Seine Anwendung erfordert stets den
Aufgeklärt kritisch denkenden Mensch
Ob wir dem heute näher sind als zu 
Kants Zeiten scheint eher fraglich 
Zumindest könnte jeder heute der
Ein Smartphone besitzt darüber lesen
Womit die Chance es zu werden stieg

Handle stets so dass dein Handeln
Gesetz für jeden sein könnte ist mit
Klima und Überbevölkerung heute
So aktuell wie nie endlich kann der
Mensch die Spuren seines Handelns
Auch global wahrnehmen und daraus 
Vernünftige Konsequenzen ziehen

Aufgeklärt handelt wer sich aus der
Unmündigkeit befreite und also die
Konsequenzen absehen kann wie
Selbständig kritisch denken lernte 
Was nur selbstverschuldet ist wenn
Diejenigen nicht zu blöd sind das
Notwendige auch zu erkennen

Nicht jeder wird sogleich die Moral
Als abstrakte Konsequenz erkennen
Aber alle die rechnen können werden
Verstehen können dass eine Effizienz 
Von 90% höher ist als 30% warum
Kein Verbrennungsmotor je lohnt
Elektromotoren immer besser sind

Auch wenn dies logische Wissen 
Für jeden mit Vernunft einsichtig ist
War es für den Bundeskanzler Merz 
Scheinbar noch zu komplex versteht
Dieser nicht das Klima immer in der
Stratosphäre entsteht ein Fliegen mit
Verbrenner keine Zukunft mehr hat

Die Praxis und Klientelinteressen 
Einer zu trägen Industrie bremsen 
So die Entwicklung für die Zukunft
Was Deutschland als bisherigem 
Vorreiter damit langfristig schadet
Ob das zu hohe Alter des Kanzlers 
Das Umdenken gefährdet ist fraglich

Wie immer diese politischen Fragen
Nun auch vernünftig entschieden wie
Nachhaltig gestaltet werden zeigt sich
Das kantsche Denken als immer noch
Aktuell und geeignet für die wichtigen
Fragen der Zukunft einen moralischen 
Kompass mit Sicherheit zu bieten

Dabei ist nach der Jobbeschreibung
Für den Bundeskanzler die auch im
Amtseid auftaucht dessen Aufgabe
Schaden vom Volk abzuwenden wie
Dessen Wohl nach Möglichkeit noch
Zu mehren woran hier Zweifel auch
Gerade philosophischer Art bestehen

Die wichtigste Frage ist ob dieses
Denken der hohen Komplexität wie
Sie sich in der Chaostheorie zeigt
Also eine unendliche Kausalität nach
Der ein Schmetterlingsflügelschlag in 
Australien unser Wetter verändert 
Künftig noch gerecht werden kann

Doch zeigt hier das Grundprinzip des
Kategorischen Imperativ wie weit Kant
Seiner Zeit voraus dachte weil er im
Jedermannsgesetz die Konsequenz 
Weiter dachte als der Bundeskanzler
Der scheinbar die Komplexität der
Entwicklung nicht mehr versteht

Es braucht also weniger ein neues
Denken für eine nachhaltige Zukunft
Als die konsequente Anwendung des
Vorhandenen durch Verantwortliche
Wer das nicht versteht ist für diese
Komplexe Aufgabe nicht geeignet
Was der raunende Merz oft bewies 

Preußen wurde groß als es einen
Philosophen zum König hatte wir
Hätten einen Philosophen als Kanzler
Wählen können vielleicht lehrt die
Erfahrung was künftig klüger wäre
Für Multikulti war der Alte Fritz auch
Nannte es jeder nach seiner Fasson 

Über Philosophie im Staat weiter
Nachdenken scheint gut und nötig
Ist sicher effektiver als Schwache
Ohne Gewinn zu quälen und auf
Ineffektiv überholtes zu setzen um
Dies zu verstehen hilft Logik weiter
Auch ein Thema der Philosophie

Es braucht nur am Ende weniger
Neues als kritisches Denken das
Sich selbst prüft und hinterfragt
Merz Talent darin ist bisher unsichtbar
Aber alte deutsche Philosophen wie
Immanuel Kant und Max Stirner
Könnten dem Kanzler wohl helfen

jens tuengerthal 17.2.26

Zukunftsgestaltung

Zukunftsgestaltung

Unser Handeln in der Gegenwart
Gestattet die Zukunft warum es so
Wichtig ist dies verantwortlich zu tun
Damit die Menschheit noch eine hat

Komme was wolle werden wir auch
Künftig auf Energie angewiesen sein
Diese günstig zu gewinnen wird der
Schlüssel zur Freiheit damit sein

Wer weiter auf Öl Gas oder Atom
Setzt hat aufgrund beschränkter
Vorräte damit keine Zukunft mehr
Zerstört für kommende Generationen

Fusionsreaktoren über die der
Bundeskanzler schwadroniert sind
Weder realistisch noch sicher sie sind
Visionen die zum Arzt besser gingen 

Wer die Zukunft gestalten will muss
Auf Mittel der Gegenwart setzen um
So sicher eine Versorgung zu bieten
Die auch in Zukunft nicht schadet

Wind und Sonne stehen uns zur 
Verfügung kostenlos ungefährlich
Wasserkraft und Gezeiten können
Zusätzlich die Versorgung sichern 

Speicher mit Druckluft können diese
Energie ausreichend speichern auch
Eine Flaute mal zu überbrücken der
Betrieb schadet der Zukunft null

Die Kosten dieser Versorgung werden
Sich in kurzer Zeit amortisieren dann
Wird Energie nahezu kostenlos sein
Wenn wir es konsequent wagen 

Zur verantwortlichen Gestaltung der
Zukunft auf diesem Planeten gehört
Sich dem beschränktem Raum auch
Von der Bevölkerung her anzupassen

Wer eine Zukunft noch will wird darum
Weniger auf Wachstum mehr setzen 
Sondern Konzentration als Ziel haben
Weniger brauchen von allem weniger

Wo weniger Menschen leben ist damit
Langfristig mehr Platz für Wald damit
Die Luft auch regeneriert werden kann
Unser Planet dauerhaft bewohnbar ist

Es gibt also klare Aufgaben um die
Zukunft verantwortlich zu gestalten
Diese sind wissenschaftlich bewiesen
Wer sie leugnet hat keine Zukunft

Deutschland hat jetzt die Chance
Als Motor Europas die Zukunft mit
Verantwortung zu gestalten daran
Sollte alle Politik gemessen werden 

jens tuengerthal 17.2.26

Zukunftsbremse

Zukunftsbremse

Die CDU bremst mal wieder
Die Zukunft Deutschlands aus
Indem sie die Energieversorgung
Unnötig verzögert und erschwert

So wird der Ausbau von Solar wie
Windkraft gebremst ohne bisher
Eine brauchbare Alternative noch
Bieten zu können - verantwortungslos

Konservativ am alten festhalten
Kann eine gute Idee sein sofern
Dies eine Perspektive noch hat
Auch die Zukunft zu sichern

Einer der wenigen Märkte aber
In dem Deutschland noch führend ist
Wird so beschädigt und gebremst
Während Indien und China überholen

Der Kanzler setzt auf Kernfusion
Die es bisher noch nicht gibt und
Hält Wind und Sonne für eine nur
Übergangstechnologie ohne Grund

Warum soll was es immer gibt und
Kostenlos zur Verfügung steht nur
Für den Übergang genutzt werden
Bis Fusion wenn läuft ist Merz tot

Wer durch sein Handeln die Zukunft
Dieses Landes gefährdet sollte daran
Politisch wie real gehindert werden
Merz hat das lang genug bewiesen

Wer ein Interesse an einer Zukunft
Für und in Deutschland hat sollte
Diese Versager schnellstmöglich
Stoppen sie schaden uns allen

jens tuengerthal 17.2.26

Montag, 16. Februar 2026

Lektürentagebuch 16.2 26

Lektürentagebuch 16.2 26

Weiter bei John Berger gelesen
Heute über Dürer und das Bild
Des Künstlers was er anhand
Von drei Selbstportraits betrachtet

Beginnend mit dem Jugendbild
Das Selbstbildnis als dreizehnjähriger
Aus dem Jahre 1484 was bereits sein
Genie wie sein Talent deutlich zeigt

Was zeigt ein Künstler von sich der
Erst in väterlicher Tradition auch zum
Goldschmied werden sollte aber bald
Seinem Talent zum Malen ganz folgte 

Berger denkt in seinem Essay aus
Dem Jahre 1971 darüber nach warum
Ein Mensch sich selbst malt und was 
Die Art der Malweise uns noch verrät

Über den Künstler und sein Wesen
Wie er sich schon mit dreizehn als
Etwas besonderes sieht und was
Den Künstler Dürer dabei ausmacht

Das jugendliche Selbstbildnis das der
Ältere Künstler immerhin gelten ließ
Warum es bis heute noch Bestand hat 
Hängt in der Wiener Albertina heute

Die anderen beiden Selbstbildnisse
Selbstbildnis mit Landschaft von 1498
Wir Selbstbildnis im Pelzrock 1500
Zeigen den selbstbewussten Künstler

Hier zeigt sich ein Mensch der auf
Seine Haarpracht mit Bart und Locken
Offensichtlich stolz ist wie dabei auch
Seinen Reichtum gerne schon zeigt

Die Ikonographie zeigt Dürer als eine
Gestalt des Übergangs zwischen dem
Mittelalter und der Renaissance der 
Mit den Symbolen der Zeit spielt

Spannend ist wie sehr das Gemälde
Von 1498 bei dem Dürer 27 war noch
Im Stil der italienischen Renaissance
Den Mensch Dürer realistisch zeigt

Dieses hängt im Prado in Madrid wo
Dürer sicher nie war aber Spanien 
War über Maximilians Enkel Karl V
Eng dessen Hofmaler verbunden

Das dritte Selbstportrait im Pelzrock
Zeigt den wohlhabenden Bürger der
Stadt Nürnberg in die sein Vater erst
Als Goldschmied aus Ungarn kam 

Dieses Bild aus dem Jahre 1500 spielt
Mit der Ikonographie mittelalterlicher
Jesus Bilder aber zeigt keinen Gott
Sondern einen provokanten Künstler

Dürer war wohl dem Glauben noch
Eng verbunden und lebte mit ihm
Was in seinen Holzschnitten zur
Biblischen Apokalypse deutlich wird 

Er lebte Ende des 15. Jahrhunderts
In einer Zeit in der viele noch die
Apokalypse fürchteten wie in Zeichen
Von Pest bis Missernten erkannte

So zeugt das Selbstportrait zwar
Von großem Selbstbewusstsein des
Künstler Dürer aber ihn auch als
Gläubigen Menschen christlich 

Es ist spannend wie John Berger
Hier auf den Menschen Dürer schaut
Auch das revolutionäre in ihm sieht
Das er aus Italien mitbrachte aber

Diese Erfahrung auch in seine eigene
Kunst mit einbaute und diese so zum
Tanzen zwischen den Kulturen bringt
Dürer ist groß weil er beides kann 

Denke an die Madonna mit Zeisig
Die unsere Berliner Gemäldegalerie
Besonders schmückt die in Farben
Wie Malweise so italienisch ist

Spannend ist der Blick den Berger
Auf Dürer wirft und wie gut er ihn 
Als Menschen auch betrachtet mit
Den typischen Ängsten seiner Zeit

Auf wenigen Seiten bringt dieses
Feine kleine Essay den Menschen
Dürer auch als selbstbewussten
Künstler dem Leser näher

Wir können Bilder betrachten dann
Sehen wir erstmal etwas doch die
Hohe Kunst ist es sie zu lesen also
Was in ihnen alles steckt zu sehen

In diese Betrachtung führt mich
John Berger auf angenehmer Art ein
Was bei Dürer noch dazu eine große 
Nähe zu meinem Vater bedeutet

Dieser verehrte und kopierte Dürer
Stellte die Stiche und Holzschnitte
Seiner Sammlung mit viel Liebe aus
Die sich nun in die Winde zerstreut

Die Beschäftigung mit Dürer ist so
Eine vielfältige auch familiäre Nähe 
Wie Liebe zum verstorbenen Vater
Der selbst begnadetes Genie war



So lag es nahe nun zu Um 1500 zu
Greifen den hervorragenden Band
Von Romedio Schmitz-Esser über
Europa zur Zeit Albrecht Dürers

Mit großer Sachkenntnis wird auch im
Kapitel 17 über Individualität Humor
Und Freundschaft anhand einer nur
Kleinen Zeichnung Dürers dies in 

Der Epoche und der Biografie gezeigt
Es handelt sich um einen Brief von
Albrecht Dürer an seinen Freund
Willibald Pirckheimer als Schlüssel

Darüber wird der Begriff der engen
Freundschaft die Humanisten sehr
Wichtig auch war erläutert und der
Humor als Wesensform betrachtet

Eine brillante Analyse die auch noch
Das weitere kulturhistorische Umfeld
Betrachtet analysiert so anschaulich
Erklärt dass  Lektüre eine Freude ist

Da kommt natürlich auch das Buch
Narrenschiff von Sebastian Brant 
Wie das Lob der Narrheit des guten
Erasmus von Rotterdam mit vor

Dies lächelnd noch im passenden
Kulturhistorischen Kontext zeigt
Wie tief und innig die Freundschaft
Von Dürer und Pirckheimer war

Sehr lohnend auch der Blick über
Die Epoche der eine scheinbar ganz
Harmlose Skizze in einem Brief zum
Schlüssel zur Epoche auch macht

Dinge so sehen zu lernen weitet
Den Horizont und macht Freude
Zeigt was in Kunst alles steckt
Die weiter und tiefer noch reicht

jens tuengerthal 16.2.26

Morgenlust

Morgenlust

Zur Morgenlatte passt immer die 
Morgenlust aber wie selten nur 
Findet sie miteinander Erfüllung
Denke ich und freue mich wenn
Gegen alle Umstände das dennoch
Einen erfüllenden Anfang so findet
Denn wie könnte je ein Tag noch
Lustvoller beginnen als mit so
Geteilter Morgenlust ineinander
Denke ich und träume davon
Im weiteren der noch Nacht
Ein wenig voll Vorfreude aber
Hoffentlich ohne Erwartung

jens tuengerthal 16.2.26

Liebeswirklich

Liebeswirklich

Manche suchen die wahre Liebe
Oder die große im Vergleich zu
Was auch immer denk ich dabei
Inzwischen und hab es doch voll
Gefühl gesäuselt mit meiner Kleinen
Nur der Dialektik wegen so genannt
Diese soll dann bitte auch noch
Ausschließlich und für immer sein
Wie gerade junge Menschen gerne
Einander noch schwören oder auch
Ehepaare mittleren Alters weil es
So üblich ist und erwartet wird
Bin da inzwischen bescheiden 
Was sich wirklich anfühlt oder
Zumindest solange noch echt 
Ist dabei gut so und genügt
Vollkommen glücklich zu sein
Da mehr nie geht ist der Rest
Ab hier nun auch ganz egal 
Genießen wir was bleibt
Machen wir wenig falsch

jens tuengerthal 16.2.26

Lebensgestaltung

Lebensgestaltung

Kann ich mein Leben gestalten
Stelle ich meine Welt auf mich
Oder bin ich Opfer der Umstände
Ganz ohne irgendeine Perspektive 

Viel entscheidet wer zahlt weil 
Am Geld das Überleben hängt
Alles seinen Preis hat sogar
Das Ende so hässlich es ist

Geistige Freiheit aber kann
Kein Geld der Welt bezahlen
Auch Liebe soll unbezahlbar sein
Dabei sind Zweifel erlaubt

Ob die bürgerliche Ehe nicht
Moralische Prostitution nur ist
Weil sie finanzielle Sicherheit
Mit oder ohne Gefühl bietet 

Kann insofern nicht betroffen 
Hier erstmal dahinstehen auch
Wenn sie das Leben gestaltet
Bis in intimste Bereiche hinein

Doch gibt es auch eine sekundäre
Betroffenheit etwa über eine noch
Verheiratete Geliebte dann ist es
Wie es ist gegen alle Vernunft

Auch Familie wirkt ganz schnell
In die Lebensgestaltung hinein
Was kannst und darfst du noch
Als verantwortliche Eltern tun

Sich von allem befreien ist ein
Anfang der einsam macht für 
Etwas Freiheit die unglücklich
Schnell wertlos uns erscheint

Gerne sage ich mit Max Stirner
Ich hab meine Welt auf mich gestellt
Außer mir ist nichts was mich noch
Etwas anginge was wenige verstehen

Die Liebe bringt uns immer wieder
Dazu die Freiheit zu verkaufen für
Die Hoffnung geliebt zu werden auch
Wenn das unfrei nie gehen kann

Was gestalte ich noch wirklich
Bestimmen Gefühle den Weg
Oder wohl abgewogene Vernunft
Kann wer das für immer sagen

Geht es wie immer um ein
Gleichgewicht zwischen allem 
Das uns einigermaßen stabil hält
Noch etwas gestalten zu können

Gestalte ich mein Leben für mich
Oder in Verantwortung für eine
Gemeinschaft die auch mich trägt 
Was ist wirklich erstrebenswert

Sich über all diese Fragen vorab
Klar werden zu wollen kann am
Selbständigen Gestalten hindern 
Und dann ist das Leben vorbei

Bin nicht sicher worauf es ankommt
Mehr Gestaltung oder mehr klares
Bewusstsein für das was ich tue
Vieles erledigt das Leben einfach

Irgendwo dazwischen balanciere ich
Durch den Rest Leben der bleibt
Versuche es zu genießen dabei
Weil mehr uns nie gelingen kann

Vielleicht ist Genuss mit Lust wie
Der weise Epikur schon meinte
Gipfel aller Erfüllung dann war es
Bisher schon ziemlich gut so

jens tuengerthal 16.2.26