Samstag, 17. Januar 2026

Liebeswille

Liebeswille 

Brauche es Willen zur Liebe
Oder macht sie was sie will
Egal was ich wollen sollte
Überlege ich und traue ihr
Gefühlt beides zu auch wenn
Liebe nach meinem Gefühl
Freiheit sich füreinander zu
Entscheiden braucht um
Wirklich zu werden aber bin
Doch zu gern gefesselt 
Von der Anziehungskraft
Der wundervollen Liebsten 
Vielleicht ist Liebe besonders
Dann ganz echt und tief
Wenn sie alles einfach kann
Es sich so oder so immer
Ganz richtig auch anfühlt
Dann stimmt vermutlich alles 
Und es wird damit völlig egal
Wie es eigentlich sein sollte
Weil am Ende alles gut ist

jens tuengerthal 17.1.26

Freisamstagsriesling

Freisamstagsriesling

Um Mitternacht im Crossroads 
Eingetroffen von Selma gleich
Begrüßt worden und von Tino
Noch bevor ich saß den immer

Riesling gereicht bekommen
Obwohl der Laden heute unten
Rappelvoll wie auch oben gut 
Gefüllt ist das Stammgastprivileg

Dazu gerne auch den Spruch von
Tino mitgenommen dass es heute
Nur Riesling gäbe was ja passte
Dunja und Melanie unten gewunken

Schon im Dichten zwischendurch
Selma im Vorbeigehen gefragt ob
Alles in Ordnung sei was sie mit
Einem Lächeln erleichtert bestätigte

Melanie und Dunja sind mit einer 
Sehr attraktiven Dritten im Gespräch
Die mit ihrem vielleicht Mann oder
Sonst wohl nah zusammensitzt

Noch einige bekannte Gesichter
Am der Bar und oben zwei größere
Gruppen junges Volk zwei Herren 
Ein schmusend versunkenes Date

Die Musik mit älteren Hits auch aus 
Bekannten Filmen begleitet die hier
Ausgelassene Freitagsstimmung der
Schon Samstag einfach wurde gut

So wandern wir hier in die Nacht
Unterhaltungen über Kreuz erzeugen
Gewünschte Verwirrung und alle sind
Glücklich im Country Crossi zu sein

jens tuengerthal 17.1.26

Freitag, 16. Januar 2026

Lektürentagebuch 16.1.25

Lektürentagebuch 16.1.25

Wie zum Abschluss des Barock den
Egon Friedell die Barocke nennt wird
Über dessen Wesen in Europa noch
In der Kulturgeschichte der Neuzeit 

Ein wenig vom Autor philosophiert
Was Weltbilder aber auch Tiefe fein 
Offenbart aber auch ganz typische
Vorurteile schön bloßlegen kann 

Die französische Barocke ist für
Friedell unter Ludwig XIV ganz klar
Cartesianisch die im übrigen Europa
Nennt er eher berninisch dagegen

Frankreich hätte als einziges Land
Die Stilprinzipien der italienischen
Hochrenaissance voll realisiert die
Lateinisch oder klassizistisch genannt

Europa veränderte sich im Schatten
Des Sonnenkönigs auch weil alle ihm
Nacheiferten seinen Stil imitierten nur
Am Rand fanden sich neue Kräfte

Der Cartesianismus bleibt wie hier
Treffend beschrieben die legitime
Französische Geistesform in Maß
Klarheit wie Proportion deutlich

Insofern die Barocke wie Friedell
Hier schreibt nicht rational war
Sondern Rausch und Nebel in das
Zwielicht und Dunkel herabreichten

Sich nach unterirdischen Welten 
Sehnen in die das Licht der Vernunft
Nie scheinen wird ist die französische
Barocke auch keine reine geworden

So wie der Cartesianismus außerhalb
Frankreichs nie ein ganz reiner war
Frankreich blieb vierhundert Jahre
Lang durch die Epochen klassizistisch

Friedell nimmt dazu ein Bild aus der 
Bruchrechnung meint in Frankreich
Blieb der Nenner stets cartesianisch
Im übrigen Europa war er Barock

Dort war Descartes nur ein modischer
Zähler von zeitweiser Gültigkeit was
Viel über europäische Verhältnisse
Bis in die Gegenwart offenbart 

Dagegen waren die Epochen alle in
Frankreich nur modische Varianten
Als Zähler über dem Nenner der
Immer cartesianisch dabei blieb

Die Erfahrungen von zehn Jahren
Enger Kontakte ins Elsass können
Diese These für mich nur bestätigen
Auch wenn dies immer speziell war

Es ist die deutscheste Region von
Frankreich bis zu den Balkonblumen
Wie sie die französischste im Reich 
War so immer ein dazwischen blieb

Doch die in ganz Frankreich noch
Geführten Diskussionen um die 
Themen des Grand Orient sind ein
Guter Spiegel dieses Denkens

So blieb das Weltgefühl Frankreichs
Wie Friedell treffend schreibt stets ein
Barock gefärbter Klassizismus sonst
Cartesianisch imprägniert irrational 

Diesen Irrationalismus der Barocke 
In sonst Europa nennt Friedell treffend
Berninisch an Bernini hier erinnernd
Den klassizistischen Künstler Roms

Bernini blieb Rom sein Leben lang
Wie insgesamt 9 Päpsten treu bis
Auf einen Ausflug nach Paris wo er
Den Louvre neu gestalten sollte

Dieser Auftrag von Ludwig XIV wurde
Jedoch nie realisiert und so kann der
Gute Friedell weiter über den großen
Gegensatz im Barock philosophieren 

Zum Abschluss dieses kurzem eher
Kulturhistorisch philosophischen
Einschubs gesteht Friedell dass es
Alles viel komplexer doch war

So waren auch die Franzosen im
Gefühl echte Barockmenschen wie
Der Rest Europas auch im Barock
Die natürliche Vernunft noch spürte

Welch Wunder Menschen haben
Mehr als eine Seite die sie auch
Ihrer Natur entsprechend ausleben
Statt nur in Schubladen zu leben

Eine interessante philosophische
Gegenüberstellung welche die
Unterschiedlichen Charaktere in 
Europa gut beschreiben kann

Natürlich gibt es nicht die Franzosen
So wenig wie die Italiener und auch
Die Deutschen sind sehr verschieden
Manches aber ist sehr treffend

Neugier auf das Wesen der Bewohner
Einer Region wie was das Wesen der 
Menschen im Kern ausmacht ist eine
Immer noch aktuell spannende Frage

Bei den transeuropäischen Lieben im
Freundeskreis oder bei den Kindern
Mancher Liebsten zeigen sich auch
Diese Fragen noch aktuell wieder

Hier können auch Friedells schlichte
Schubladen das gegenseitige oft
Schwierige Verständnis noch erhöhen
Nicht schon an der Kultur zu scheitern 

Verabscheue schlichte Schubladen
Nur hilft klare Struktur auch bei der
Orientierung in Krisenzeiten wie wir
Sie durch Putin und Trump erleben

Insofern kann es helfen auch beim
Wesen mehr über die Denker die
Es prägten und charakterisieren
Nachzudenken einander zu verstehen

Halte zum Verständnis des Geistes
In Frankreich aber Montaigne für 
Tiefer und zielführender als Descartes
Wie Diderot viel mehr als Rousseau

In Deutschland analysiert Kant perfekt
Aber gibt Goethe eher das Gefühl was
Beides Teil des deutschen Wesen ist
Wie der Blick nach außen offenbart

Die galizische Jüdin Mascha Kaleko
Traf den Ton Berlins einst perfekt wie
Der in Stettin geborene Jude Hessel 
Als Flaneur zum Chronisten wurde 

Um zu sehen was ist dürfte es meist
Besser sein nicht ganz Teil von etwas
Zu sein um ein Beobachter zu bleiben 
Der immer etwas daneben auch steht

Nicht dazu zu gehören was kennt
Wer je als Flaneur lebte ohne an 
Steppenwolfkitsch dabei zu denken 
Ist die Bedingung zu erkennen was ist

Wie sehr bei Friedells Urteilen über
Die Völker Europas immer auch der
Wiener Kaffeehausgänger mitklingt
Der im multikulti KuKasien aufwuchs

Sollte noch bedenken wer ihn liest
Der kluge Autor mit seiner Vorliebe
Für ganz junge balkanische Mädchen 
Ist als Mensch auch Teil seiner Urteile 


Wunderbar treffend und humorvoll
Schreibt Johann Kaspar Riesbeck
In den Briefen eines Reisenden 
Franzosen über gerade Wien 

Im 24. Brief denn die scharfen teils
Mutig kritischen Reportagen sind als
Briefe an einen Freund in Frankreich
Perfekt getarnt worden 1788 auch

In 1. Auflage auf französisch noch
Erschienen zu mutig und scharf
War die Kritik des Autors an den
Zuständen in allen Ständen im Reich 

Der heutige Brief der schon lieber kein
Datum trägt beschäftigt sich mit der
Dreiteilung der Macht in Wien bei
Der zwei Parteien verfeindet sind

Auch wenn das natürlich in Wien
Keiner je so sagen würde weil es
Dabei um die Kaiserin Maria Theresia 
Und ihren Sohn Kaiser Joseph geht

Auf Seiten der frommen Kaiserin
Steht natürlich die Kirche wie eine
Vielzahl sie imitierende Hofdamen
Und der gesamte konservative Adel

Diese wollen ohnehin nie etwas
Ändern und ihnen ist jede Reform
Erstmal suspekt weil sie so ihre 
Bewährten Privilegien beeinträchtigte

Auf der Seite Josephs steht die 
Von ihm klug aufgeklärt reformierte
Armee mit dem klugen Feldmarschall
Lacy der gern die Mönche bekriegt

Seine Mutter Maria Theresia hat die
Mehrheit der Besitzstandswahrer am
Hof wie im Reich hinter sich die für 
Viel Geld nahezu nichts leisten 

Dagegen würde der Kaiser alles
Auf seine Effektivität hin prüfen
Was den meist untätigen aber
Lange gut bezahlten nie gefiel

Den Aufstand der auf ein solches
Vernünftiges Verhalten folgt hat
Gerade die Regierung Trump wie
Ihr zeitweise Diener Musk erlebt 

Eigentlich wäre ja weniger wie 
Vor allem verantwortlich effektiver
Staat im Interesse aller Bürger
Doch verhindern Besitzstände dies 

Damit hatte auch der Aufklärer
Joseph zu kämpfen der auch den
Erzfeind seiner Mutter Friedrich II
Sehr schätzte und bewunderte 

Als Vermittler nennt Riesbeck hier
Den Kanzler Kaunitz der zwischen
Dem Kaiser und seiner Mutter die
Realistischen Kompromisse suchte

Der 39 Jahre als Staatskanzler für
Außenpolitik des Reichs zuständige
Wenzel-Anton von Kaunitz-Rietberg
Wurde von beiden hoch geschätzt 

Riesbeck lästert darüber wie dieser
Sich seine Tätigkeit als Vermittler
Gut bezahlen ließ um seine überall
Berühmte Tafel weiter zu führen

Es sind die kleinen Informationen
Über die Politik des Reiches das
Schon unter Maria-Theresia der
Aufklärung sich verpflichtet die

Dies Buch so lesenswert machen
Wie den Zeitgeist noch besser
Verstehen lassen der auch im
Österreichischen Reich herrschte

Damals über zwanzig Jahre vor dem
Reichsdeputationshauptschluss gibt
Es das deutsche Kaiserreich noch
Das mit Karl dem Großen begann 

Der Kaiser wird für sein rationales
Wie effektives Verhalten sehr gelobt
Wir schreiben das Jahr 1788 sind
Also ein Jahr vor der Revolution

Bischöfe Mönche und Hofdamen
Werden als destruktive bestechliche
Kamarilla dargestellt wofür nach aller
Historischer Kenntnis viel spricht 

Wie Kanzler Kaunitz sich seine wohl
Nötige Rolle als Vermittler von beiden
Gut bezahlen lässt offenbart den 
Typischen Nepotismus der Zeit

Bis auf Trump der es nicht begreift
Schmückt sich heute kein Staatsmann
Noch mit seiner Bestechlichkeit die
Nach dem Machtwechsel teuer kommt

Der Blick als Franzose auf die
Regierung und die Zustände im Reich
Ermöglichen Riesbeck Offenheit die 
Kein Zeitgenosse so wagen konnte 

Fein beschreibt er die Doppelrolle die
Kaunitz als Mann beider Seiten also
Aufklärer der mit der Kirche kann 
Spielt um das mögliche zu erreichen

Dabei bestechlich wie so viele im
Kukasischen Reich weil die Moral
Dies nicht zu tun ungewöhnlich war
Kant war Preuße kein Österreicher

Aber 39 Jahre als Staatskanzler sind
Auch eine ziemlich lange Zeit da
Kommen wenige Monarchen mit 
Dahingestellt ob es gut so ist

Stelle ich mir vierzig Jahre unter 
Einer korrupten Trump Regierung vor
Käme mir das kalte Grausen wohl
Sie drohen nach der Natur nicht

Riesbeck lesen lohnt immer sehr
Er erzählt auch Kulturgeschichte
Tut dies nur gut getarnt politisch
Aus einer Zeit des Umbruchs


Noch ein kurzes Stück den guten
Johann Gottfried Seume auf seinem
Spaziergang nach Syrakus im Jahre
1802 lachend staunend begleitet

Teilweise sehr deftig in der Sprache
Zumindest soweit es um die der
Soldaten im Wirtshaus noch geht
Wie ihre Ratschläge zu Huren

Der Erzähler gibt das nur wieder
Um die Stimmung zu beschreiben
Die fast zu einem Konflikt führt der
Dann noch gerade abgebogen wird

Schließlich führt die Wanderung ihn 
Nach Prag unter der Überschrift der
Abschnitt den ich noch mit ihnen
Wanderte dann auch stand

Seume schimpft über die Preise in
Böhmischen Wirtshäusern ist also
Wie heutige Reisende auch sind
Beklagt die miserable Qualität dazu

Auch über die Sauberkeit der Betten
Wie sonst Räume wird gerne gelästert
Von Reisenden aller Orten als ich
Böhmen nach Wien durchquerte 

Waren die französischen Tankstellen
So sauber wie sie es gewöhnlich sind
Auch die Preise durchschnittlich wie 
Die Huren dort sind weiß ich nicht

Aus Prag berichtet er vom Dom
Auf dem Hradschin mit den halt
Gräbern früherer Herzöge noch
Aber zuviel gotischem Kitsch 

Klagt über die wegen eines Brandes
Geschlossene Bibliothek welche die
Schweden noch reichlich beraubten
Wir lasen schon bei Christina davon

Er hätte über den befreundeten
Bibliothekar sicher Zugang gehabt
Wäre dieser zufällig da gewesen
Mehr erfahren wir Leser nicht davon

Nur Kaiser Joseph von dem eben
Schon lobend bei Riesbeck die Rede
War lobt auch Seume gerne für die
Reformen und größere Gerechtigkeit 

Vor Prag im flachen böhmischen Land
Wo er aufgrund der Fruchtbarkeit
Mehr Wohlstand erwartet hätte
Herrschte nur grausamste Armut

Gerdückt schlichen die Leute dort
Ohne jede Hoffnung umher und
Sahen die nahenden Franzosen
Unter Napoleon eher mit Freude

Wenn das einfache Volk Besatzer
Weniger fürchtet als ihre Herren
Denen sie dienen müssen ist es
Um Gerechtigkeit nicht gut bestellt

So erlebe ich hier in zwei Büchern
Die mit 13 Jahren Unterschied noch
Erschienen das Lob von Joseph wie 
Die Klage über ungerechte Realität

Beides sind wunderschöne Bände
Der Anderen Bibliothek der gute 
Seume schlich sich sogar doppelt ein
Riesbeck dafür als großer Reiseband

Spannend ist es eine ähnliche Zeit
Aus dreierlei Sicht zu betrachten
Die Begeisterung wie die Probleme
Wie live geschildert zu bekommen 

So funktionieren gute Zeitreisen
Die auch kritisch nachdenken lassen
Statt nur Orte zu bestaunen auch
Ihren Geist erfühlen zu können 

jens tuengerthal 16.1.25

Abheben

Abheben

Einfach abheben
Wie fliegen nur leichter mit
Konto als ohne

jens tuengerthal 16.1.26

Landung

Landung

Es landen wieder
Soldaten in Deutschland
Zum Krieg spielen nur

jens tuengerthal 16.1.26

Liebesgewiss

Liebesgewiss

Sicher ist Liebe
Niemals aber immer ein
Gefühl für ewig

jens tuengerthal 16.1.26

Seelensklaven

Seelensklaven

Immer wieder frage ich mich
Warum erfinden sich Menschen
Eine Seele oder plappern den 
Alten unfreien Aberglauben es
Gäbe etwas unsterbliches an
Ihnen außer der Erinnerung an
Was sie schufen nach solange
Sie lebten was immer noch nicht
Wenige als Zwischenzustand nur
Sehen durch den die erfundene
Seele von Körper zu Körper
Wandern würde als wäre da
Wirklich etwas irgend messbar
Doch nichts davon ist je real
Die Seele ist wie alle Götter 
Oder überirdischen Paradiese
Nur Aberglaube für unfreie Narren 
Die sich schlimmer noch damit 
Zu Sklaven dieser Erfindung
Aus dem Reich der Geister
Die nur im Traum existieren
Machen ohne es zu müssen
Natürlich verstehe ich als 
Selber Phantast und Träumer 
Die Freude an erfundenen
Reichen der Phantasie die
Ein Genuss sein können
Verglichen der Wirklichkeit
Doch nur dann wenn dies
Von der Freiheit meines Geistes
Getragen auch ist und nie wenn 
Deren Existenz mich unfrei als
Mensch natürlich macht weil
Etwas über meiner Natur wäre
Was nicht in dieser nachweisbar
Wie Epikur schon vor über
2200 Jahren richtig erkannte
Braucht es keine Furcht vor
Dem Tod weil wir dann einfach
Nicht mehr sind was genügt
Es belanglos für mich zu machen
Den Freitod als natürliche Freiheit
Zum Nichts darum zu betrachten 
Die Annahme eines Wesens das
Seele genannt wird statt die in ihr 
Versammelten Körperfunktionen
Natürlich für sich zu betrachten 
Verstellt den Blick auf die Natur
Macht damit konsequent unfrei 
Verstellt also was mich zum Mensch
Der entscheiden kann macht und
Nur dann auch Verantwortung
Dafür übernehmen kann im
Guten wie im schlechten dabei
Aufgeklärt und also aus der
Selbstverschuldeten Unmündigkeit
Befreit kann nur sein wer kein
Sklave einer Seele oder in der
Postreligiösen Variante auch
Ohne Unterbewusstsein lebt 
Nur die können dann auch ihrem
Freien Gewissen verantwortlich
Folgen und moralisch entscheiden
Alle anderen bleiben lebenslänglich 
Sklaven einer höheren Instanz und
Warum sich das wer antut der
Genug Verstand hat es auch
Begreifen zu können bleibt
Für mich immer rätselhaft
Aber ich fürchte immer mehr
Sie begreifen es wirklich nicht
Weil ihnen der Mut fehlt in
Freiheit nach der Natur
Zu leben statt als Sklaven
Von ihrer Seele zu faseln
Die es nirgendwo gibt und
Es merkt nur wer es erkennt
Sich aus der Unmündigkeit 
Vorher logisch schon befreite
Was Seeleninhabern unmöglich
Vielleicht genügt auch Mitleid
Für diese Gruppe geistig armer
Mehr als sapere aude kann ich
Ihnen auch 2026 nicht zurufen

jens tuengerthal 16.1.26

Lustalter

Lustalter 

Was ist das beste Alter um
Die Lust miteinander zu genießen
Ist es wie in der Liebe ganz egal
Oder lassen die Kräfte halt nach

Das tun sie zumindest beim Mann
Der es nicht immer wenn überhaupt
Noch schafft alte Pracht zu entfalten
Während weibliche Potenz zunimmt

Befreit von der Sorge oder auch
Hoffnung schwanger zu werden
Kann die Lust pur genossen werden
Sofern gleichartiger Mann noch kann 

Ansonsten tun es für Frau ja auch
Jüngere sofern wir endlich den so 
Lächerlichen Jugendkult abstellen
Wären Lust keine Grenzen gesetzt 

Auch die Männer mit der natürlich
Abnehmenden Standkraft können
Noch vielfältig Lust schenken wie
Miteinander noch mehr genießen

Wie immer bewirkt darüber reden
Wunder im lustvollen miteinander
Dabei geht noch mehr als gedacht
Wird was geht dafür viel intensiver 

Sex hat keine Altersgrenze dafür
Unendlich viele Varianten die zur
Körperlichen Konstitution passen 
Tut gut und stärkt das Immunsystem

Sich darauf freuen ist vermutlich das
Beste was wir mit dem Alter noch
Machen können was alleine kommt
Um es auf jede Art zu genießen

Artistischer Tantra Sex ist eher für
Jüngere Generationen um sich
Dabei erforschen noch zu kommen
Slow Sex passt für jedes Alter gut

Sich voller Gefühl gut tun zu wollen
Ist alles was es immer braucht aber
Wo es so ist können wir einfach in 
Jedem Alter genießen was kommt

jens tuengerthal 16.1.26

Liebesalter

Liebesalter 

Was ist das richtige Alter 
Für die Liebe und das Glück
Lange dachte ich es kommt
Noch irgendwann später

Dann war ich plötzlich alt 
Ohne es sein zu wollen
Aber dennoch verliebt wie
Mit 16 geträumt nur wirklich

Mit 46 verlor ich mein Herz
An eine bildschöne ganz junge 
Prinzessin und verlor mit ihr
Auch mich zu lange völlig

Mit 55 dann plötzlich völlig
Ohne jeden Plan dabei fand ich
Die Liebe meines Lebens und
Es fühlt sich wunderbar an

Sie ist neun Jahre älter als ich
Die schönste und klügste für mich
Verheiratet und nicht immer da 
Aber das ist vielleicht gut so

Ihr Mann ist noch deutlich älter
Als ich jünger bin was nun die
Grenzen alle lustig verschiebt 
Und die Liebe macht was sie will

Was wird weiß keiner so genau 
Aber wir lieben uns so glücklich
Dann kommt es wie es passt
Wir genießen dann was bleibt 

Mit Mitte 50 bis 60 ist also das
Beste Alter um sich zu verlieben 
Bis wir 70 und 80 noch werden 
Dann genießen wir eben das

So hat jedes Alter die beste Liebe
Wenn wir nur wagen ihr mit ganz
Großem Gefühl auch zu folgen
Passiert der Rest von alleine

jens tuengerthal 16.1.26

Grönlandgelassen

Grönlandgelassen

Deutschland schickt nun die
Wilde 13 nach Grönland um
Den NATO Partner Dänemark
Vor Trumps USA zu schützen

Erfahrene Jim Knopf Leser lächeln 
Dazu nur müde und ahnen schon
Der Scheinriese schrumpft alleine
Wenn wir nur nah genug kommen

Dies entbehrt nicht einer gewissen
Komik zugegeben und zeigt Humor
Ansonsten fragt sich eher wem die
Symbolische Politik dienen soll

Viel klüger wäre es dem gierigen
Trump neben dem Kühlschrank im
Nordmeer noch Europa anzubieten
Für kollektive Beitrittsverhandlungen

Das könnte die Demokratie in den
USA eher retten als Drohungen die
Keiner ernsthaft verfolgen kann 
Darum unnötiger Popanz nur sind

Der Fette Ami ist gierig dann sollte
Europa ihm genug zu fressen geben
Was ihn bald völlig überforderte und
Lächerliche Nationalstaaten erledigte

Trump wäre den ganzen Rest seiner
Präsidentschaft mit ständig neuen
Beitrittsverhandlungen beschäftigt
Zölle hätten sich schnell erledigt

Besser die EU schickt schnell ein
Beitrittsgesuch an die USA die bald
Vor lauter Sternen keine Streifen
Mehr sehen könnten auf ihrer Fahne

Natürlich gehört Grönland zur großen
Amerikanischen Platte dazu wie viele
Andere Staaten auch dazu braucht
Keiner mehr Zäune und Grenzen 

Trump mit Militär zu drohen ist völlig
Lächerlich ihn zu überfordern aber
In seiner grenzenlosen Eitelkeit wäre 
Langfristig nachhaltig sinnvoll

USW die Vereinigten Staaten der Welt
Sind die einzig vernünftige Antwort 
Dem Ami klare Grenzen zu zeigen
Es machte alle Nationen überflüssig

Ob Europas schon so weit ist scheint
Leider bisher eher fraglich darum
Schickt Deutschland 13 Mann mit
Oder ohne Frau nach Grönland

Es könnte so einfach sein wären
Die Europäer mutig genug dem
Verfressenen fetten Ami einfach
Die ganze Welt anzubieten 

Die unabänderliche Geltung der
Europäischen Menschenrechte
Wären Teil einer neuen Union
In der Trump die Minderheit wäre

jens tuengerthal 15.1.26

Donnerstag, 15. Januar 2026

Lektürentagebuch 15.1.25

Lektürentagebuch 15.1.25

Mit Egon Friedell nach Russland
Gereist bevor die sibirische Kälte
Ende Januar hierher kommen soll
Nach Aussage der Wetterpropheten

Bedenke ich den raschen Wandel
Aller Prognosen scheinen sie auch
Echte Propheten zu sein sind so
Unglaubwürdig wie aller Aberglaube 

Friedell beschäftigt sich zuerst mit
Peter dem Großen und seinen so
Radikalen Reformen die direkt aus
Dem Mittelalter in den Barock stießen

Zu schnell zu viel zu radikal wie oft 
Auch zu brutal jemals angenommen
Zu werden beurteilt der Wiener das
Reformprogramm im Osten kritisch

Es hat schon eine große kulturelle 
Arroganz als aufgeklärter Europäer
Dem Rest der Welt zu erklären er 
Sei noch primitiv zurückgeblieben 

Dies ist der Geist des Kolonialismus
Den wir gerade vorsichtig infrage
Zumindest stellen wie überwinden
Wollen der für Friedell lebendig war

Erst mit Ende des 2. Weltkrieges 
Endete dieser Geist formal doch 
Wie Trump zeigt haben es noch
Immer nicht alle Staaten begriffen

Davon jedoch abgesehen trifft
Der Blick auf Peter den Großen
Einen Kern den wir uns heute
Moralisch nicht mehr erlauben 

Wie gut es darum sein kann beim
Blick in die Geschichte auch die
Eigene Moral infrage zu stellen
Bleibt die stets spannende Frage

Denke Friedell betrachtet den vom
Geist der Aufklärung infizierten Zar 
Peter zu kritisch vor allem auch
Hinsichtlich der eigenen Entwicklung 

Peter wurde gemeinsam mit seinem
Epileptischen Bruder Iwan 1682 also
Mit zehn Jahren bereits Zar und blieb
Es am Ende allein bis 1725

Gar nicht erwähnt Friedell die große 
Gesandtschaft mit der Peter durch
Europa reiste um es zu studieren
Zimmermann in Amsterdam zu lernen

Er hatte für die große Reise noch
Deutsch und niederländisch gelernt
Auch vom Aufenthalt zu profitieren 
Brachte mit was er selbst lernte

Dies um für die geplante russische
Marine Schiffe bauen zu können die
Dem neuesten Standard genügten
Das Osmanische Reich zu besiegen 

Vielleicht könnte über seinen Hass
Auf die Strelitzen zu diskutieren sein
Bei kritischer Betrachtung seiner 
Person als absoluter Herrscher

Von seinem brutalen Umgang mit
Den Strelitzen erzählt Friedell etwas
Das sachlich nicht falsch ist aber ohne
Kontext des Aufstandes unklar bleibt

Dessen traumatische Erfahrung
Mit brutalen Strelitzen in frühester
Kindheit die Angehörige vor seinen 
Umbrachten bleibt dort unerwähnt

Auch das Peter der Große tatsächlich
Über 2 Meter groß war sollte doch 
Beim Blick aufs seine Epoche noch
Gewusst werden ihn zu verstehen

All dies vernachlässigt Friedell um
Seine Reformen als zu radikal für
Sein rückständiges Volk zu erklären
Was mir eher fragwürdig erscheint

Der Romanow Peter der als 14. Kind
Mit der zweiten Frau in ländlicher
Umgebung aufwuchs konnte sich
Dafür dafür alleine auch begeistern 

Wenn wir andere Kulturen und Völker 
Als gleichberechtigte Partner je
Sehen wollen treten wir auch mit
Ihnen natürlich in Konkurrenz

Peter erkannte die Überlegenheit
Der europäischen Kultur gegenüber
Einer rückständigen russischen
Er eröffnete seinem Volk Chancen

Es ist ja nett nach der zu langen
Kolonialen Anmaßung endlich mal 
Zurückhaltung zu üben dafür die
Genutzte Chance zu kritisieren

Das gleiche kulturelle Niveau zu
Erreichen führt nirgendwo hin wie
Die Kritiker an Hochschulen wohl
Bald merken werden weil das

Gerede von zurück zur Natur war
Schon bei Rousseau eher ein
Versuch seine Inkontinenz zu tarnen 
Was ich verstehe aber keinem hilft

Auf ähnlichem Niveau was zwar
Beifall der Hamas-Versteher an den
Deutschen Hochschulen fände
Weil es ihrem geistigen Niveau 

Vermutlich ganz entspricht ist nun
Das Gerede Friedells von der großen
Russischen Seele die Peter und die
Preußin Katharina nicht berührten

Empört sich über die Bolschewiken
Die Peter wie Lenin folgen wollen
Aber dann radikal russisch gleich
Die Existenz einer Seele leugneten

Ja was denn sonst bitte denke ich
Vermutlich zu weit von Wien und
Den Weihrauchschwaden des dort 
Katholischen Aberglauben entfernt

Eine Seele ist eine bloße Erfindung 
Des Aberglauben mit dem Zweck
Die Abhängigkeit weiter zu erhalten 
Nirgendwo in der Natur nachweisbar

Weniger Aberglaube mehr Vernunft 
Den Mut haben kritisch zu denken
Ist das Motto der Aufklärung die
Keinerlei erfundene Seele braucht

Ob das Gefühl dann dabei stimmt
Entscheidet nicht der Aberglaube
Sondern auch der freie Wille mit
Außer ich gebe ihn für Glauben auf

Friedell ist auch gut um sich an ihm
Wie seiner teilweise obskuren Sicht
Intensiv zu reiben wie hier beim
Gerede um die russische Seele

Diese Zusammenfassung von 
Verschiedenen Hirnfunktionen
Sollte endlich Aberglaube werden
Statt es wie normal zu verwenden

Es gibt keine Seele und der Mensch
Ist nichts als Natur die eine endliche
Zeit von unterschiedlicher Länge nur
Funktioniert der Rest ist nur Glaube

Peter den Großen und Katharina die
Ebenso genannt gegen den alten 
Aberglauben im Geist der kritischen
Aufklärung zu verteidigen ist gut so

Friedell in der Hinsicht ein Schwätzer
Aber gut wo er Anlass gibt zu streiten 
Die Licht der Aufklärung gegen die
Finsternis der Glaubens zu stellen

Komme mir schon fast vor wie
Settembrini im Zauberberg auch
Wenn Friedell sonst klug ist beim
Glauben spinnt der Konvertit etwas

jens tuengerthal 15.1.26

Liebesgrüße

Liebesgrüße

Liebesgrüße am
Morgen und Abend lassen
Tage mir leuchten

jens tuengerthal 15.1.26

Erwartungslos

Erwartungslos

Erwartungslos lebt
Sich leichter als mit Hoffnung
Noch auf Änderung

jens tuengerthal 15.1.26

Ausgeschlafen

Ausgeschlafen 

Ausgeschlafen hängt 
Weniger an Zeiten als
Den Gefühlen dabei

jens tuengerthal 15.1.26