Sonntag, 4. Februar 2024

Lustgeschichte 005

Lustgeschichte 005

Heute in dem hervorragenden Buch
Über das Leben um 1500 das Kapitel
Zur Erotik in der Dürerzeit gelesen
Was Einblicke in das Leben des großen
Künstlers und seiner Freunde brachte
Wie zugleich diese kulturhistorisch als
Teil der Geschichte der Zeit einordnete

Beginnend mit dem Briefwechsel zwischen
Den engen Freunden Dürer und Pirckheimer
Des bekannten Humanisten einflussreichen
Wohlhabenden Bürgers von Nürnberg den
Dürer für die Zahl seiner Geliebten aufzog
Wurde in zotig kumpelhafter Manier was die
Freundschaftliche Nähe der beiden zeigt
Trotz des realen Standesunterschiedes war
Es die Korrespondenz zweier Freunde die
Sich als gleichgesinnte Humanisten sahen
Über Sex einander schieben ohne etwas
Moralisch zu tabuisieren

Besonders in diesem Bereich amüsant war
Eine Reaktion Dürers der von Pirckheimer
Zur Rückkehr animiert wurde wie seinem
Freund wohl gedroht hat dessen Frau
Sonst zu klistieren was für Analverkehr
Verwendet wurde wie aus Dürers Reaktion
Deutlich wird der ihm rät dies nicht zu tun
Es sei denn Agnes stürbe dabei was dem
Zotigen Briefverkehr eine andere Note
Noch gibt wenn dem auch über die
Huren in Venedig berichtet wird oder der
Wohlhabende Freund verspottet wurde
Dass dieser sollte er mit allen seinen
Geliebten den ehelichen Pflichten noch
Nachkommen wollen die Woche doppelt
So viele Tage wohl bräuchte was die
Freundschaftliche Nähe des Künstlers
Zum Humanisten deutlich noch macht
Aber auch offenbaren könnte wie wahr
Die enttäuschten Worte des Freundes
Pirckheimer nach Dürers Tod über die
Geldgierige Witwe die Albrecht damit
In den Tod trieb gewesen sein könnten

Wobei dies nur eine Seite widerspiegelt
Spannend wäre Agnes Dürer dazu mit
Freundinnen schrieb über ihre Lust wie
Die Bedürfnisse der Männer was sie
An dieser Freundschaft auszusetzen
Hatte und wie sie nach dem Tod
Dürers wenn nicht geschäftstüchtig
Hätte überleben sollen aber all dies
Ist weniger eine Frage der Erotik
Noch wissen wir was zwischen dem
Ehepaar sexuell noch lief neben den
Zahlreichen Schwangerschaften die
Zumindest auf gelegentlichen auch
Vaginalen Verkehr noch hindeuten

Inwieweit diese Männerfreundschaft wie
Die auch sexuellen Themen dabei dem
Normalen Zeitgeist entsprachen oder
Zu einer freigeistigen Elite nur gehörte
Es typisch männliche Zoten waren
Wie sie bis heute üblich noch sind
Lässt sich nicht mehr klären doch wird
Deutlich sie trieben es wie wir mit Spaß
Schrieben sich Briefe auch dazu die auf
Typische Probleme aufmerksam machten

Verhütung war um 1500 meist Frauensache
Wie bis heute in vielem jedoch zeigt der
Umgang mit dem Anakverkehr den sie
Klistieren nannten also Einlauf wie völlig
Normal damit umgegangen wurde auch
Die Drohung sollte er nicht bald kommen
Dessen Frau anal zu nehmen deutet auf
Einen lockeren Umgang mit Sexualität hin
Der fern aller Prüderie die später erst kam
Das Mögliche lustvoll genießen wollte

Die Städte betrieben damals schon 
Sehr einträgliche Hurenhäuser deren
Besuch einerseits verpönt war die aber
Andererseits auch ein so wohlhabender
Wie in Nürnberg hoch angesehener
Bürger wie Pirckheimer aufsuchte sich
Bei wie mit den Huren zu vergnügen was
Wohl zu dessen Syphilis Infektion führte

Die öffentlichen Bäder waren auch ein Ort
Der Begegnung von Männern und Frauen
Wie knapp siebzig Jahre später auch der
Franzose Michel de Montaigne von seiner
Reise gen Rom durch Deutschland uns
Berichtete weil er erstaunt war dass dort
Männer und Frauen gemeinsam nackt
Oder weitgehend badeten wie sich
Relativ ungehemmt dabei vergnügten
Was den Franzosen doch wunderte 
Der sich selbst am liebsten wie er in
Seinen Essays schrieb ganz nackt
Der Welt in Worten zeigen wollte wie
Bis heute viele Menschen aus aller Welt
Über die deutsche FKK Kultur staunen
Was auf eine Traditionslinie hinweist
Die bis zur germanischen Gemeinschaft
Mit ihren laut Tacitus das Haus alleine
Beherrschenden Frauen führen könnte
Egal welche pädagogischen Ziele der
Römer damit verfolgte was davon nur
Sage war ist der Umgang zwischen
Den Geschlechtern ein anderer

Für Frauen war es sicher vielfältig noch
Schwieriger in diesen Zeiten den Sex
Frei zu genießen doch weist der Brief
Dürers an Pirckheimer wie die Nutzung
Des Analverkehrs auf ein Bewusstsein
Auch dafür zumindest hin was vielen
Nach voctorianischer Prüderie lange
Verlorenging aber natürlich nahe läge
Wie neueste neurologische Studien
Zum nervus pudendus erstmals auch
Wissenschaftlich bestätigen konnten

Spannend wäre nun wie die Frauen
Der Renaissance welche auch durch
Die Wiederentdeckung des Lukrez zu
Einer dem Menschen zugewandten
Wie das Individuum und seine Lust
In den Mittelpunkt stellende Epoche
Wurde die Erotik wie die Antike deren
Geist sie aufleben lassen wollte mit
Lust zu thematisieren wusste wie
Darüber unter Freunden redete
Auch von Italien nach Nürnberg den
Sex empfanden und was sie liebten

Auf die Geschichte der Lust genau
Zu schauen könnte uns helfen die
Menschen der Zeit wie ihre Verhältnisse
Viel besser zu verstehen als es viele
Große Ereignisse uns vorspiegeln
So gibt der Briefwechsel von Dürer
Mit seinem Freund Pirckheimer ein
Gutes Gefühl für die Zeit wie den
Umgang der Menschen miteinander
Der sich nicht so wesentlich von dem
Unterscheidet was wir heute treiben
Wie sich die dazu genutzten Teile
Des Körpers seit hunderttausend
Jahren nicht mehr veränderten was
Manche Mode relativiert aber vieles
Entspannt lernen lassen könnte um
Die Lust miteinander zu genießen
Ohne Schleier oder Tabu

jens tuengerthal 4.2.24

Lebenslust

Lebenslust

Lebe ein Leben voller Lust
Dankbar für sie wunderbaren
Momente geschenkter Freude
Die geteilt ein Glück mir waren
Nach dem gerade Genuss dabei
Immer wieder zu denken so toll
Wie jetzt war es noch nie was
Sich mit der Menge logisch ein
Wenig relativiert warum Quantität
Kein geeigneter Maßstab ist um
Ein lustvolles Leben zu führen
Eher dazu führen könnte ständig
Zu vergleichen statt das gerade
Als einmalig schönes Wunder
Miteinander zu genießen was
Gelegentlich noch gelingt wie
Die Lebenslust wach hält denn
Wenig lohnt mehr als geteilte
Selige Befriedigung die alles
Was wir erwerben könnten sonst
Weit übertrifft darum unendlich
Kostbar ist was es so lohnend
Macht dies zu zelebrieren
Warum ich dankbar für mein
Schlechtes Gedächtnis bin 
Das beste immer wieder neu
Gelegentlich zu entdecken 
Wo dies Gefühl dominiert ist es
Ein Traum der nie enden soll
Sogar zunehmende Impotenz
Die Geißel der Männer im Alter
Erfolgreich besiegen kann
Wenn nicht schon lange egal
Wie eine nette Turnübung nur
Wo Lust und Liebe sich dazu
Zufällig noch passend mengen
Haben sich alle Träume erfüllt
Denke ich lächelnd dankbar
Für gelegentliche Momente
Die solche Erlebnisse noch
Für die Erinnerung schenken
Wenn nichts mehr steht wird
Die Erinnerung an gelebte
Wie geteilte Wollust zum letzten
Licht in zunehmender Finsternis
Weil mehr nie bleibt als die
Fähigkeit sich an Erinnerungen
Lustvoll freuen zu können
Wer dieses teilt hat schon
Nahezu alles und darf
Zufrieden den Rest ertragen
Wo dazu noch befriedigt
Bleibt Sein uns ein Traum

jens tuengerthal 3.2.24

Samstag, 3. Februar 2024

Liebesleben

Liebesleben

Hatte ein sehr buntes Liebesleben
Auch wenn es den Himmel meines
Daseins gelegentlich verfinsterte
Bin ich heute so dankbar für alle
Denen ich begegnen durfte wie
Momente lang nah war was viel
Wie vielleicht das größte Glück
Das ich erleben durfte war
Kein Abenteuer der Welt kam
Denen des Gefühls je nah
Warum diese mein Reiseziel
Vor Ort immer auch blieben
Vielfach wurde ich gefragt was
Für einen Typ ich bevorzuge
Worauf ich gerne antwortete
Die aktuelle ist die schönste
Von allen gerade wenn es passte
Habe immer wieder auch nur für
Die Liebe gelebt wie mich dem
Großen Gefühl ganz hingegeben
Doch kenne ich immer noch das
Großartige Gefühl im Superlativ
Was mir vormacht so toll wie jetzt
Wäre es aus guten Gründen nie
Zuvor gewesen was den Lieben
Eine ständige Steigerung gab
Das Leben zu einem Aufstieg
In höchste Höhen mir machte
Weil jede für ihre Besonderheit
Als Göttin wie Muse angebetet
Werden wollte und dies verdiente
Es war dabei alles vorstellbare
Wie irgendwann erträumte die
Aktuelle blieb noch die tollste
Bis die nächste sie übertraf
Obwohl sie natürlich alle völlig
Unvergleichlich für sich waren
Gaukelt mein Gefühl mir dies
Bis heute erfolgreich noch vor
Es liebt sich sehr gut damit
Weil immer vollkommen zufrieden
Mit dem was gerade ist solange
Die Liebe heiß genug brannte
Wo nicht spielt sie keine Rolle
In Zukunft wie schon gegenwärtig
Was manchmal etwas dauerte
Sich bewusst zu werden doch
Schaue ich dankbar auf alles
Was genügt es dabei zu belassen
Mehr geht ohnehin nie bis aber
Darüber denke ich erst nach
Wenn Leere Fülle sucht

jens tuengerthal 3.2.24

Literaturleben

Literaturleben

Lebe mit und für gute Literatur
Was dies sein soll unterliegt einer
Ästhetischen Wertung als einem
Relativen Geschmacksurteil steht
Mithin immer auf dünnem Eis was
Keiner sich leicht gesteht der gern
Sichere Urteile abgibt zumindest
Im ästhetischen Bereich so tut
Finde ein Leben mit guter Literatur in
Dazu schön gebundenen Büchern
Wobei es im Notfall auch mal kleine
Abstriche bei der Ästhetik der Bücher
Geben kann sofern der Inhalt dafür
Überragend genug überzeugt wie
Es etwa bei Lampedusas Leopard
Lange mir auch ging den ich nur als
Hässliches Taschenbuch noch dazu
Von Bastei Lübbe hatte mit einem
Bild aus der Verfilmung die dafür
Immerhin von Visconti war jedoch
Für mich als Bücherliebhaber eher
Ein peinlicher Fauxpas in meiner
Sonst gut gebundenen Bibliothek war
Bis ich diesen Band ein Geschenk
Eines Freundes im Studium dann
Irgendwann an eine Liebe verlieh
Wie infolge nie mehr wiedersah
Alle beide was weniger tragisch war
Als es gerade noch klingt aber zeigt
Es gibt im Literaturleben auch mal
Ausnahmen wenn der Inhalt gut ist
Doch am glücklichsten bin ich noch
Wo beides wunderbar harmoniert
Wie etwa in der Anderen Bibliothek
Andererseits ertrug ich viele Jahre
Die Dünndruckausgaben von Fischer
Des hochverehrten Thomas Mann
Weil es meine erste Ausgabe war
Die ich selbstverdient erwarb noch
Beschränkt geschäftsfähig also vor
Achtzehn was schon über 35 Jahre
Nun Geschichte längst wurde die
Das eigene Leben noch begleitet
Wie ich am Josephsroman aus der
Ausgabe die ich 1988 noch in einem
Buchladen in der Kurpfalz erwarb
Bis heute mit Liebe noch lese
Die ich als Teil meines Lebens
Damit weiterhin auch liebe wie
Genau mich erinnere mit welcher
Liebsten ich sie damals erwarb
Auch wenn die Pappeinbände
Teil schon sehr gelitten haben
An der Zeit nicht etwa an der
Längst verlorenen Liebe die
Irgendwo gen Norden verzog
Sofern ich es richtig erinnere
So lebe ich weiterhin ein Leben
Für gute und schöne Bücher ohne
Viel mehr als subjektive Kriterien
Für das was es sein soll aber so
Ist was bleibt zumindest meins

jens tuengerthal 3.2.24

Lebensgestalter

Lebensgestalter

Wann kann ich mein Leben
Selbstbestimmt gestalten werde
Zum Lebensgestalter meines Seins
Geht das wirklich je unabhängig
Oder nur im abhängigen Kontext
Der Richtung und Wege vorgibt
Nur an Kreuzungen gelegentlich
Entscheidungen mir vorgaukelt
Frage ich mich jenseits der fünfzig
Die Hälfte vermutlich längst schon
Überschritten wäre es an der Zeit
Zu tun was ich will wie den Weg
Einzuschlagen der nur meiner ist
Doch so entschlossen der Vorsatz
Noch war kommen auch schnell
Die Zweifel schon an der Absicht
Weil was ich am liebsten gestaltete
Ein voller Liebe geteiltes Leben
Nie nur an mir hängt außer die
Allgemeine Menschenliebe dabei
Betreffend was toll klingt aber
Nie das ganz große Glück war
Wie dazu noch abhängig ist vom
Willen einer Menschheit die sich
Lieber mit Dingen glücklich macht
Die mir völlig fern liegen weil ich
Gerne anders bin und Leben so
Gestalten möchte dass dies den
Kern auch bildet ohne sich in ein
Korsett anderer zwingen zu lassen
Wäre in Freiheit zu leben wie dem
Kategorischen Imperativ entsprechend
Handeln zu können mein Ziel dabei
Mit Max Stirner dazu noch meine
Welt allein auf mich zu stellen ohne
Alle Götter oder Abhängigkeiten
Wäre ein philosophischer Traum
Dennoch geliebt werden zu wollen
Allzu menschliches Bedürfnis doch
Was alle Gestaltung beschränkt so
Schenkte die Liebe aufzugeben wohl
Größte Freiheit und wäre vernünftig
Machte zugleich das Leben so leer
Dass wer es wollte verrückt sein muss
Was bleibt ist also unvernünftig wie
Immer auch unfrei weil von anderen
Dabei emotional abhängig aber ich
Tue so als wäre ich tatsächlich der
Lebensgestalter meines Seins das
Kaum weiß auf was es ankommt
Vielleicht ist so unwissend dennoch
Genießen zu können die Kunst
Die Leben angenehm gestaltet

jens tuengerthal 3.2.24

Lebensaufgabe

Lebensaufgabe

Braucht es eine Lebensaufgabe
Was hängt an dieser dann alles
Können wir das Leben ohne
Lieber aufgeben oder einfach
Eine neue suchen weil alles
Flexibel ersetzbar sein soll
Sich wechselnden Umständen
Entsprechend anzupassen
Überlege ich der manches
Schon mit viel Energie begann
Wie dann verwehen sah weil
Aus großen Ideen wenig wurde
Irgendwann die Aufgaben aufgab
Um zu genießen was bleibt doch
Noch immer getrieben ist vom
Wunsch etwas zu schaffen wie
Der Welt dieses zu hinterlassen
Auch wenn es sie vielleicht
Im steten Wechsel nicht weiter
Interessieren wird da ohnehin
Gedichte als flüchtige Kunst
Selten große Bedeutung haben
Im Gegensatz zur nur Politik
Die sich gerne überschätzt
Mehr als 15.000 Gedichte wie
Ein unvollendeter aber ewig
Weiter gedachter Roman sind
Nicht nichts sage ich mir zur
Beruhigung meines immer auf
Bewährung getrimmten Geistes
Aus bürgerlichem Elternhaus
Mit protestantischer Tradition
Die Theaterstücke noch die ich
Selten sehr ernst nahm wie mir
Wenig bedeutend erschien als
Große Literatur die ich zumindest
Soviel ich konnte verschlang um
Aus der Bildungsquelle zu trinken
Kommt es darauf an sich dabei
Immer auch gut zu verkaufen
Oder ist das völlig egal weil der
Wert nicht am Preis hängt was
Schon seltsam absurd klingt
Weil doch alles seinen Preis hat
Mit kritischem Blick auf eine
Gesellschaft im Wandel dabei
Weiter zu blicken mag schon
Irgendwie wichtig sein zumindest
Ist es das für mich warum ich
Tue was ich tue ganz egal was
Damit zu verdienen ist oder nicht
Bedeutend dagegen scheint mir
Jenseits poetischer Eitelkeiten
Geliebt zu haben wie voller Glück
Gelegentlich geliebt zu werden
Egal ob ich es nun verdiente doch
Ohne wie Goethe Götter anzurufen
Dies voller Lust zu genießen was
Folge ich Epikur ohnehin die
Einzig wichtige Aufgabe ist um
Das Leben was bleibt voller Lust
Genießen zu können was mir
Trotz manchmal widriger Umstände
Voller Liebe und Lust gelang und so
Ist geliebt zu haben wie damit für
Momente zumindest auch andere
Glücklich gemacht zu haben wohl
Die beste Erfüllung die ein Leben
Finden kann und so gesehen war
Es bisher ein sehr erfolgreiches
Leben das ich führen durfte habe ich
Die einzige Aufgabe die zählt erfüllt
Mehr geht nie und also kann ich
Komme was wolle zufrieden sein
Mit dem was ich liebte

jens tuengerthal 3.2.24

Freitag, 2. Februar 2024

Liebeskonsequenz

Liebeskonsequenz

Hat die Liebe Konsequenzen
Kann ich weiter leben als
Wäre nichts gewesen oder
Fordert sie das ganze Sein

Ist sie nur ein Teil der für sich
Gesehen werden kann als
Abspaltung vom sonst Dasein
Der einfach nebenbei verläuft

Zu gerne verrückt macht ohne
Es dabei erkennen zu können
Uns unfreies Opfer werden lässt
Das dies glückselig genießt

Will ich frisch verliebt noch wie
Gewohnt die Geliebten sehen
Oder passt das gefühlt nicht
Weil Liebe wenn einzigartig ist

Was ist einzigartig überhaupt
Als sich wiederholender Wahn
Der schönste Erfüllung verspricht
Bis es nach Ablauf wieder endet

Ist dies nur Vereinbarungssache
Unabhängig von der Liebe wie
Flexibel gelassen handhabbar
Je nach polyamouröser Neigung

Wie sehr wandelt sich dies im
Laufe einer Liebe wann wird es
Egal und wie lange ist es dann
Bedeutend für die Zweisamkeit

Sind all diese Varianten Liebe
Endet diese langsam wo wir
Nicht mehr konsequent sind
Bekommt sie nur eine neue Form

Gewinnt die Liebe an Größe noch
Wo wir sie mit Konsequenzen im
Gewohnten Leben erleben weil es
Sich gerade richtig so anfühlt

Hängt dann die Liebe an diesen
Konsequenzen wird sie abhängig
Davon oder bleibt sie flexibel um
Sich den Umständen anzupassen

Vielleicht ist es wirklich Liebe wenn
Zwei gemeinsam neue Wege sich
Suchen im Leben um was ist so
Noch besser genießen zu können

Jedenfalls verändert die Liebe den
Blick auf das Leben und hat damit
Immer eine Konsequenz im Dasein
Was auch von Träumen real wird

In Konsequenz wird die Liebe ganz
Schnell allmächtig und gefährlich
Dies in Freiheit zu relativieren
Schenkt zumindest Gelassenheit

Irgendwo zwischen Konsequenz
Und Gewohnheit zeigt sich was
Vom lodernden Strohfeuer als
Glut der Liebe dauerhaft wärmt

jens tuengerthal 2.2.24

Literadasein

Literadasein

Lebe gerne mit meinen Büchern
Auch in ihnen beim Lesen nur
Wie weit bin ich auch durch sie
Was von meinem Dasein als
Leser und Literat macht die
Lektüre guter Bücher aus
Wie sehr prägen sie mein Sein
Lese stets viele verschiedene
Bücher und genieße es sehr
Dadurch in ganz verschiedene
Welten für Momente einzutauchen
Manches meiner Lektüre hat
Denken und Sicht auf das Leben
Verändert und also mein Dasein
Wie die Haltung zum Leben auch
In Liebe und Lust spielte Lektüre
Als Lyrik oder Prosa ihre Rolle
Wirkte in Konsequenz nicht nur
Auf den Geist sondern auch auf
Den Körper ein bestimmt also
Das ganze Dasein mit da ich
Noch dazu mit Büchern lebe
Ständig von ihnen umgeben bin
Prägen sie mein Dasein vielfältig
Sei es auch nur die Reaktion der
Besucherinnen auf einzelne Bände
Der kleinen Bibliothek so sind sie
Vielfältig wirksamer Teil meines
Daseins als Leser und Literat wie
Stete Inspiration für den Dichter
So gesehen führe ich wirklich ein
Literadasein was an Buchstaben
Hängt wie von ihnen beflügelt wird

jens tuengerthal 2.2.24

Rechtgerecht

Rechtgerecht

Israel wird wieder ermahnt
Sich an die Menschenrechte
Der Palästinenser in Gaza
Zu halten während die Hamas
Sich in Flüchtlingslagern noch
Verbarrikadiert weil alle anderen
Teile bereits erobert wurden
Das Volk als Schutzschild nutzt
Es ist zwar richtig dass sich
Israel auch an das humanitäre
Völkerrecht zum Schutze der
Zivilbevölkerung halten muss
Doch wer gegen Terroristen
Die noch dazu ein Gebiet als
Totalitäre Führung regieren
Wie von nicht wenigen der
Einwohner getragen werden
Kämpfen muss die ihr Land
Für den Terrorkrieg rüsteten
Dort als religiöse Helden gelten
Obwohl sie als Fundamentalisten
Frauen unterdrücken wie beim
Überfall auf Israel mordeten
Vergewaltigten und weiterhin
Den Genozid an den Juden als
Staatsziel verkünden sollte als
Opfer dieses Terrors keinen zu
Strengen Regeln unterworfen
Werden vor allem sollte die
Mahnung immer zuerst an jene
Verbrecher gehen statt deren
Behauptung der Unterdrückung
So noch weiter zu verbreiten
Diese Ermahnungen geben zwar
Israel die Chance sich als guter
Rechtsstaat zu bewähren wie sie
Zeigen dass Israel als Gleicher
Unter Gleichen behandelt wird
Während die Terroristen dies
Nie für sich beanspruchen dürfen
Doch solange diese weiterhin in
Der islamischen Welt noch als
Helden und Freiheitskämpfer
Verehrt werden ist jede Mahnung
An Israel nur Propaganda für die
Terroristen der Hamas die Israel
Wenn es Frieden will endgültig
Besiegen und vertreiben muss
Es mag also rechtens sein nun
Die Israelis an die Einhaltung des
Völkerrechts zu erinnern doch ist
Dies nur Wasser auf die Mühlen
Der Hamas wie Propaganda für
Eine islamistische Terrorgruppe
Sollte auch wenn es diesmal vom
Deutschen Außenministerium kam
Als Förderung von Terror gesehen
Werden um nicht weiterhin Opfer
Des verlogenen Terrors der Hamas
Wie der islamischen Welt zu werden
Wenn Israel klug ist wird es genau
Auf die Einhaltung von Völkerrecht
Achten sich nicht angreifbarer noch
In dieser Situation zu machen was
Schon ein Gebot der politischen
Klugheit wäre darum sollten wir
Aufhören verlogen zu mahnen
Lieber Konsequenzen gegenüber
Der Hamas von allen anderen
Arabischen Partnern verlangen wie
Jede Hilfe aussetzen bis diese in
Zuverlässige Hände dort geht sonst
Sind wir das nächste Opfer der Hamas
Einhaltung von Recht zu fordern ist
Sicher immer irgendwie legal aber
Es wird manchmal ungerecht dann
Schwiegen wir besser

jens tuengerthal 2.2.24

Reparaturrecht

Reparaturrecht

Europa bekommt ein Reparaturrecht
Nicht um angeschlagene Staaten
Wieder auf demokratischen Kurs
Zurück zu bringen was wohl am
Veto der dabei fragwürdigen
Vermutlich gescheitert wäre wer
Immer dabei an Ungarn denkt
Könnte richtig liegen doch hier
Geht es um Verbraucherschutz
Wie Müllvermeidung vielleicht
Eine Rückkehr guter alter Zeiten
In denen noch in Werkstätten
Defekte Geräte repariert wurden
Statt wegschmeißen und neu kaufen
Dies ist ein gutes Zeichen für unsere
Gegenwart die merkt an ihre Grenzen
Zu kommen und gibt lokaler Wirtschaft
Wie dem Handwerk bessere Chancen
Die sich als Reparaturbetriebe damit
Erfolgreich wieder zeigen können
Spannend wird es für Mobiltelefone
Wie Computer und wie der Weltmarkt
Auf diese Beschlüsse reagiert die
Asiatische Billigprodukte ausbremsen
Wie auf nachhaltige Produktion setzen
Genau das was die Umwelt braucht
Was gut hält bleibt damit günstiger
Für alle Beteiligten und könnte sich
Positiv auf die Qualität auswirken
Eine Einigung die wieder mal zeigt
Wie gut Europa seinen Bürgern tut
Freuen wir uns auf hoffentlich bald
Wieder kleine Werkstätten statt nur
Immer mehr Müll aus Wegwerfprodukten
Dieser Weg Europas ist gut so

jens tuengerthal 2.2.24

Donnerstag, 1. Februar 2024

Liebestoleranz

Liebestoleranz

Liebe übt in Toleranz um mit
Ungewohnten Angewohnheiten
Besser klar zu kommen wie im
Großen Gefühl nicht von solchen
Kleinigkeiten wie Charakter oder
Gewohnheiten gestört zu werden
Insofern jede Frau anders riecht
Schmeckt und ist sowieso hilft
Gelegentlich eine verstopfte Nase
Eine Begegnung zu genießen wie
Ohne Nasenrümpfen zu überleben
Habe darum multiple Allergien
Irgendeine Katze oder Blume gar
Staub helfen da immer meine
Toleranz noch zu retten bevor es
Zu heftigeren Reaktionen kommt
Infolge chemischer Duftstoffe die
Manche Frauen auf sich sprühen
Wie Nähe zu ermöglichen die der
Springende Punkt jeder Annäherung
Schon namentlich ist ohne sich
Gleich zu stinken und so haben
Vielfältige Allergien durch das Jahr
Die Toleranz vergrößert wie das
Zusammensein erträglicher gemacht
Auch im miteinander macht es die
Grenzenlose Toleranz verbunden
Mit relativer Wunschlosigkeit viel
Leichter sein Glück zu genießen
Was sich ohnehin immer nur für
Gnädige Momente kurz zeigt
Bevor weibliches Wetter wieder
Seiner Natur nach wechselt aber
Auch dort wo Kontinuität nicht nur
Wünschenswert sondern auch ganz
Praktisch nicht völlig ausgeschlossen
Scheint Liebestoleranz das Mittel der
Wahl natürlich entgegengesetzte
Wesen zur Vereinigung zu bringen
Wie diese auch zu genießen also
Ein guter Trick der Natur dem zwar
Jede Konsequenz fehlt aber dafür
Ein wunderbares Miteinander ermöglicht
Was da so harmonisch eher selten
Nur dankbar machen kann über die
Fähigkeit sich auszuhalten auch
Wider unsere Natur dann

jens tuengerthal 1.2.24

Lesezeit

Lesezeit

Gerade schrieb ich Ciceros Worte
Vom Garten und der Bibliothek
Die zusammen alles wären was ich
Für mich schon verwarf doch noch
Mehr als fehlende Lust daran mit
Krummem Rücken in der Erde zu
Wühlen statt ein Buch zu lesen also
Das physische Leid im Garten hier
Weiter zu thematisieren könnte viel
Wichtiger sein wie zeitraubend die
Gartenarbeit der Hobbygärtner ist
Welche dann meinen etwas für die
Natur getan zu haben auch wenn
Ihre Tätigkeit häufiger noch das
Gegenteil bewirken wird weil sie
Natur aufwühlen und stören statt
Ihr mehr Raum für sich zu geben
Wollen sie etwas Erde bewegen
Gute Lektüre wie auch die des
Oberförsters der Nation unseres
Peter Wohllebens hat mich lange
Schon gelehrt Natur lebt besser
Ohne mich als ich in ihr der ich
Wertschätzung entgegen bringe
Indem ich darauf verzichte die
Beackerten Stücke zu erweitern
Nette Blümchen zu pflanzen
Höchstens Wald pflanzen wollte
Aber all dies interessiert mich
Eher gar nicht weil ich lieber
Mehr Zeit mit guter Lektüre
Verbringe wovon mich solche
Gedanken und Verse ablenken
Was ich keiner empfehlen kann
Aber immerhin nun beende

jens tuengerthal 1.2.24

Neidlos

Neidlos

Die Redewendung nig nig die schon
Seit langem in meiner Familie ein
Geflügeltes Wort ist wurde von einem
Onkel geprägt der damit den Blick auf
Die eigenen Eltern verwandelte wie
Dem liebevollen Gönnen Ausdruck gab
Es heißt Neid im gönnen und soll so
Bewunderung mit Liebe mischen
Also gut bürgerlich zeigen wie toll
Die anderen sind und ihre Leistung
Würdigen und anerkennen die im
Aufstieg ihren Ausdruck fand was
Die Abkürzung mit Doppelung also
Das nig nig noch ironisch pointiert
Doch frage ich mich inzwischen ob
Neid im Gönnen nicht viel weniger
Ist als neidlos mit Liebe zu sein um
Dem Neid die angemessene damit
Negative Position zu geben die ein
Gefühl der Missgunst eher verdient
Aber NML klingt eher medizinisch
Oder wie eine Koffermarke die
Gerne vornehmer wäre als sie ist
Bin lieber neidlos als mit Neid noch
Zu gönnen so liebevoll schön dies
Von meinem Onkel gemeint war
Der das Paradoxon pointierte wie
Damit eine Liebeserklärung an die
Eigenen Eltern dankbar machte
Warum es uns auch zum geflügelten
Wort in der Familie später wurde
Scheint es mir heute wichtiger
Ganz neidlos zu sein wie dabei
Liebevoll zu gönnen weil der Neid
Als Antrieb bürgerlichen Fleißes
Besser ausgedient hat um durch
Bedingungsloses Gönnen ersetzt
Zu werden was mir eher Ziel scheint
Als Neid es je sein sollte auch wenn
Was ich selbst gerne hätte nun den
Anderen zu gönnen noch mehr Größe
Zeigen könnte im preußischen Sinne
Warum so gut dies nig nig einst war
Es mir heute eher eitel scheint als
Ein Fischen nach Komplimenten wie
Großzügig in der Gier wir noch wären
Zwar könnte neidlos auch egal sein
Wenn es schlicht günstiger wäre es
Anderen zu gönnen weil für sich
Ohne jeden Belang doch scheint
Neidlos mir mutiger noch als ein
Irgendwie zugestandener Neid
Der nur durch Gunst überwunden
Auch wenn die Gunst damit kostbarer
Wird als wenn es uns nicht betrifft
Dabei fällt mir auf wenn ich nun
Neidlos im Gönnen bin dieses
Genau wie der Neid abgekürzt
Würde ich also keine Tradition
Im Wortlaut ändern müsste was
In alten Familien immer einfacher
Als jeder Wandel ist und so bleibt
Der Familien Code nig bestehen
Nur ich denke mir was anderes
Dabei was vermutlich nur für
Jene von Bedeutung ist die
Tatsächlich bis hierhin lasen
Wie alle die diese Redensart
Der Familie schon kannten
Was die Gruppe der Leserinnen
Die weiß was ich hier meine
Wohl relativ überschaubar macht
Zwei Hände voll wären schon viel
Aber gut darüber gedichtet zu haben
Neidlos mehrwert zu geben als Wort
Was ich hiermit neidlos würdige

jens tuengerthal 1.2.24

Arbeitskrampf

Arbeitskrampf

Wieder stecken wir mitten im
Arbeitskampf um angemessene
Entlohnung der Arbeit welche
Den Kampf zwischen Gewerkschaften
Auf der einen und Arbeitgebern auf
Der anderen Seite begründet die
Beide für sich egoistische Interessen
Verfolgen aber gerne so tun als sein
Diese im allgemeinen Interesse wie
Andere egoistische Verräter nennen
Obwohl beide sich eigentlich bräuchten
Miteinander können sollten damit
Prozesse gut funktionieren was für
Feste öffentlich einsichtige Richtlinien
Zur Vergütung spräche statt geheimer
Vereinbarungen die bis heute noch
Gerne verschleiern wer was wie und
Wieviel daran verdient seine Leistung
Anderen zur Verfügung zu stellen 
Warum eine Offenlegung aller
Gehälter wie Verdienste gut täte
Dazu eine Regulierung aller Entgelte
Am Grad der Beteiligung am Gewinn
Bemessen was viele Fragen schnell löste
Unanständige Privilegien offenbarte die
Durch keinen Gewinn gerechtfertigt sind
Uns öffentlichen Kampf ersparte der mit
Dem Vokabular des Krieges geführt wird
Dafür sozialen Frieden bescherte wie
Verdienst nach wissenschaftlichen wie
Politischen Kriterien bemäße was den
Krampf ums Geld beschränkte dann
Gäbe es stets angemessene Entlohnung
Die Tarifautonomie ist ein altes Recht
Was wir nicht leichtfertig aufgeben
Sollten für staatliche Regelungen die
Immer unflexibler sind als Verträge
Welche die Basis des Friedens sind
Doch könnte diese auch gewahrt wie
Flexibel gestaltet werden um auf
Ökonomische Zwänge zu reagieren
Bei dennoch klarer Offenlegung aller
Gehälter wie deren Einordnung in den
Verdienst Gewinn Rahmen der Lohn
Erst wirklich am Verdienst orientiert
Den jede mit ihrer Arbeit bringt statt
Dies weiter geheim zu halten sollte
Offen sein wer was verdient wie ob
Dies durch Leistung sich rechtfertigt
Womit es weniger Krampf im Kampf
Um Arbeit und Lohn gäbe dafür mehr
Klare Offenheit wie Konzentration auf
Wirklich lebenswichtige Fragen dann
Dies stünde allen Beteiligten gut die
Gewerkschaften feilschen nicht
Länger nur um Geld sondern die
Bedingungen gerechter guter Arbeit
Arbeitgeber müssen ihre wirkliche
Produktivität offen verteidigen was
Allen mehr Ansehen brächte wie
Sobald eine angemessene staatliche
Regelung den Rahmen vorgäbe
Ginge es um wirklich wichtige Fragen
Statt des ewigen Gerechtigkeitsdefizits
Was im Sinne von Artikel 3 Grundgesetz
Besser staatlich behoben würden ohne
Weiter lange darüber zu diskutieren
Um weiterhin auch Leistung noch für
Die Beteiligten lohnen zu lassen wäre
Ein entsprechender zusätzlicher Lohn
Denkbar im offenen System weil alle
Bezahlung jeder kennen können sollte
Damit das Thema uninteressant bleibt

jens tuengerthal 1.2.24