Montag, 18. Dezember 2023

PoESIE

PoESIE

Wie wunderbar ist doch
Die Welt von hinten betrachtet
Denke ich mit Freude an dem
Was für viele nur die Rückseite
Ist und doch Wege verbirgt die
Tiefer und näher führen können
Intensiver wo besucht stets sind
Als nur gewöhnliche Ansichten
Wie der Anblick dessen was sie
Sonst von sich geben das
Weder in Klang Geruch noch
Farbe Grund für Poesie gäbe
So sind sie doch an sich ein
Guter Grund hingebungsvoller
Liebe wo wir zu schätzen wissen
Was uns dort umgibt wie auch
Die Gläubigen gerne singen
Der Herr behüte deinen
Ein und Ausgang was von
Tieferer Einsicht in die
Schönheiten des Lebens zeugt
Als dort je zu erwarten war wo
Das Jenseits sonst gepriesen
Darum verneige ich mich hier
Mit sinnlicher Lust vor allen
Wunderbaren Ärschen dieser Welt
Wie den Geliebten noch mehr
Mögen sie genossen werden
Dazu sind sie da

jens tuengerthal 18.12.23

Hofpoet

Hofpoet

Wäre ich gerne ein Hofpoet
Um für Herrscher zu dichten
Wie vom Glanz dort noch
Profitieren zu können auch
Wenn das wie alles seinen
Preis in der Freiheit hat die
Wer im Auftrag schreibt für
Seine Worte bezahlt wird
Kaum mehr hat warum ich
Statt Hofpoet lieber der
Arme Poet stets bleibe
Der schreibt was er denkt
Statt was andere wollen
Offen gelassen was ich
Dabei wollen könnte
Außer lesbar für alle
Als Hofpoet der Freiheit
Der schönsten stets
Nackten Göttin also
Ein armer Idiot was
Irgendwie passend ist
In Freiheit zu bleiben

jens tuengerthal 18.12.23

Freiheitsverteidiger

Freiheitsverteidiger

Die FDP spielt als liberale Partei
Gerade dankbar ihre beste Rolle
Während staatsgläubige Funktionäre
Von linker wie grüner Seite über
Gerechtigkeit Steuererhöhungen wie
Ausgaben für das Klima mutmaßen
Ihre Unfähigkeit sich Gelder ganz
Legal zufließen zu lassen können
Die Liberalen konsequent Freiheit
Wie keine Steuererhöhungen als
Ihre Tugend verteidigen gegen
Ausgebefreudige von links was
Ein gutes Gleichgewicht bringt
So gesehen könnte diese Regierung
Länger stabiler bleiben als gedacht
Indem sie jeden nach seiner Fasson
Das was ihnen liegt verteidigen lässt
Es könnte besser noch werden als
Bisher irgendwer gedacht hätte
Auch für die Freiheit

jens tuengerthal 18.12.23

Nachtunruhe

Nachtunruhe

Die Nachtruhe ist wichtig um
Nach der Natur aus dem Nichts
Wieder Kräfte zu sammeln die
Durch Tage oder Nächte uns
Dann glücklich tragen können
Doch seltsam verschoben ist
Die meine auf Reisen stets
Während ich sonst noch die
Nächte durch schreibe im
Morgengrauen erst in die
Horizontale als einzig aufrechte
Lebenslage finde ist es hier
In kurpfälzischer Provinz doch
Eher umgekehrt lässt mich der
Gute hiesige Wein vom Müller
Der schon zu Goethes Zeiten
Bei Heidelberg abfüllte
Bereits viele Stunden vor
Mitternacht selig im Winterschlaf
Dann wegdämmern um dafür
Immer früher am Morgen der
Noch Nacht für Stunden ist
Wieder erholt zu erwachen
Es besteht also eine Unruhe
Zwischen Tag und Nacht auch
Wenn ich wie immer meine
Höchstens fünf Stunden schlafe
Verschob sich die Zeit mir hier
Als wäre ich am anderen Ende
Der Welt mit der ich nur
Korrespondiere ansonsten
Was lustig sich anfühlt
Erwache ich hier erholt früh
Finde ich dort nie ins Bett
Um genauso lang zu schlafen
Nur eben ein wenig verschoben
Weiß nicht was real besser ist
Noch was näher an meiner
Natur noch ist doch ist die
Verkehrung der Zeit spannend
Erinnert an Stanislaw Lem wo
Der Raumpilot Ijon Tichy noch
In einen Zeitstrudel gerät wie
Sich infolge selbst begegnet
Wer ist mein echtes Ich wann
Schläft oder wacht der jens
Nach seiner Natur denke ich
Neugierig was nun noch kommt
Was für ein Glück so wenig
Ansonsten zu reisen weil ich
Sonst einen Zeitdrehwurm als
Galaktischen Irrsinn zu meinem
Sonst Wahnsinn noch bekäme
Frage mich gerade wo ich
Nun ankomme und was ich
Egal wann geschlafen also
Eher bin der ganz extreme
Frühaufsteher oder doch die
Ewige Nachteule und welche
Nachteile dies hätte oder ob ich
Frei von aller Normierung
Einfach bin was ich will

jens tuengerthal 18.12.23

Sonntag, 17. Dezember 2023

Lustideal

Lustideal

Was wäre die ideale Lust
Wie mag ich es am liebsten
Ist es zärtlich oder wild besser
Würde ich eines bevorzugen
Frage ich mich und merke
Es könnte beides sein sowohl
Zusammen wie getrennt je
Nach Stimmung und Laune
Dabei auch wechselnd wie oft
Zart beginnt was wild wird
Alles enthält was groß war
Manchmal auch umgekehrt
In wilder Lust beginnt um sich
Gesättigt zärtlich zu begegnen
So ist ideal keine Alternative
Bevorzuge ich nicht eines dabei
Sondern habe am liebsten was
Harmonisch miteinander passt
Gleicht die ideale Lust dem Leben
Enthält Elemente von allem um
Als ganzes vollkommen zu sein
Was ich besser nicht unterscheide
Es fließen zu lassen wie es sich
Lustvoll richtig anfühlt was dann
So ideal wie möglich sein kann

jens tuengerthal 17.12.23

Liebesvertrauen

Liebesvertrauen

Liebe ist Vertrauen auf ein
Gefühl was nichts sonst als
Grund oder Rechtfertigung
Für sich anführen kann

Gefühle haben keinen Grund
Als sich selbst zur Erklärung
Für ein grundloses Verhalten
Sind also logisch unvernünftig

Ohne Vertrauen kann keine
Liebe mehr sein warum wer
Weiter lieben will vertrauen muss
Egal was vernünftig wäre

Unvernünftiger wäre nur darum
Nicht mehr zu lieben was uns
Die schönste Erfahrung raubte
Die höchstes Glück bringen kann

Weil ich lieber glücklich bin als
Vernünftig vertraue ich lieber
Auf die Liebe sonst gäbe es
Keine mehr was ein Unglück wäre

Ob diese Erklärung als Grund zu
Lieben vernünftig sein könnte
Frage ich lieber nicht um nicht
Die Liebe aus Versehen zu stören

jens tuengerthal 17.12.23

Bettelbedrängt

Bettelbedrängt

Wer mit der Bahn fährt oder
Vor Cafés oder Bars sitzt
Wird von Bettlern bedrängt
Die um ihr Überleben kämpfen
Wie sie gerne glaubhaft vorgeben
Zumindest sich so finanzieren
Frage mich dabei ob das gut so
Sein sollte wie eben normal in
Einer vielfältigen Kultur oder
Wir besser sozial abgesichert
Vor Bettlern geschützt würden
Uns nicht dagegen wehren
Müssten belästigt zu werden
Warum wird Hilfsbereitschaft
Als Geschäft genutzt und wo
Ist meine Grenze dabei
Innerlich wie moralisch auch
Wann gebe ich gerne was
Wo wird es unangenehm wie
Schnell werde ich dabei auch
Rassistisch gegen Menschen
Aus südlichen Regionen die
Sich ungefragt aufdrängen statt
Respektvoll Abstand zu halten
Habe da kein sicheres Modell
Was für alle Fälle passte so wäre
Ein Bettelverbot ungerecht für mich
Aber es ignorieren stumpft ab für
Fälle wo es wirklich um etwas geht
Muss ich das als Europäer nun
Einfach mitnehmen oder sollte ich
Dagegen Abwehrreflexe haben die
Spürbar am Bahnhof aufsteigen
Darüber nachzudenken könnte
Wichtig für eine friedliche Zukunft
Ohne großen Populismus auch sein

jens tuengerthal 17.12.23

Ruhelob

Ruhelob

Wie gut tut die Ruhe
Die nichts weiter ist
Als ruhig und gelassen

In Ruhe in den Tag starten
Statt vom Lärm geweckt ist
Ein selten schönes Glück

Was viele verpassen die sich
Durchschnittlichen Zeiten der
Koordinierten Mehrheit anpassen
Vielleicht müssen um damit gut
Funktionieren zu können statt

Die Ruhe in der Zwischenzeit
Als Glück an und für sich mit
Lust genießen zu können

Denn nichts tut besser als
Wenn nichts ist was dann
Alles sein kann ohne noch
Mehr zu wollen im miteinander

jens tuengerthal 17.11.23

Morgendämmerung

Morgendämmerung

Wie schön ist es den Morgen
Noch dämmern zu sehen was
Zugegeben in den Dunkeltagen
Noch relativ leicht fällt wenn die
Sonne erst gegen halb acht den
Tag vorsichtig im Winterschlaf
Schon weckt dachte ich heute
Schon um halb fünf erwachend
In der noch dunklen Kurpfalz
Die dann eine eigene Stille hat
In dieser geschäftigen Region
Schrieb und beantwortete Post
Über der ich gestern nach der
Ankunft ein wenig trunken wohl
Leicht erschöpft einschlief um so
In der dezembrig dunklen Nacht
Zu erwachen wenn im Sommer
Längst Dämmerung begonnen hat
Habe dies Wunder genossen wie
Den verzögerten Beginn am heute
Sonntag noch ruhiger hier ist die
Morgendämmerung ein Glück wie
Eine Erleuchtung wenn ich sie
Erholt ausgeschlafen erlebe statt
Verkatert heim wankend aus der
Letzten offenen Bar am Berg wie
Das Landleben vom Licht bestimmt
Sich von der Stadt unterscheidet
Als hätte mein Körper natürlich in
Die andere Umgebung gefunden
Mit den Hühnern schlafen gehen
Wie im Dunkeln noch erwachen
Dreht sich das Zeitempfinden um
Nach dem Wechsel der Orte was
Erstaunlich aber schön ist obwohl
Es nur 650 Kilometer durch das
Kleine Deutschland ohne einen
Wechsel der Zeitzonen waren die
Es in Mitteleuropa nicht gibt weil
Wir eine Einheitszeit wollen was
Zu absurden Verschiebungen des
Lichts in den Jahreszeiten führt
Die fragwürdig doch scheinen
Mehr Verschiedenheit in Einheit
Bräuchte natürlich zu bleiben
Als sei die Zeit ein ganz festes
Korsett was keinen Wechsel noch
Zuließe oder bräuchte staune ich
Wie es mich und meinen Blick
Auf die Welt verändert die Zeit
Einfach mal umzudrehen um
Statt am Morgen zu Bett erst
Zu gehen den Tag mit den hier
Nicht mehr Hühnern zu beginnen
Bevor kein Hahn mehr schreit
Weil der Körper sagte ist genug
Nun mit der Schlaferei erholt
Dabei dämmert mir während der
Tag über der Kurpfalz beginnt wie
Veränderlich alle Zeit doch ist wo
Wir wagen sie zu durchqueren

jens tuengerthal 17.12.23

Samstag, 16. Dezember 2023

Zugwelt

Zugwelt

Im Zug sitzend zieht die Welt
Rasend vorbei sehe nur die
Vorübereilenden Orte die oft
Um den Bahnhof weniger schön
Gerade an Weimar unbemerkt
Fast vorbeigefahren wo ich doch
Immer sonst hielt auf meinen
Reisen gen Süden wenn ich
Einen Halt bestimmen konnte
Den Geheimrat zu grüßen wie
Der Kultur dort zu gedenken
Einen Tee mit Blick auf das
Goethehaus zu trinken was
Erhebend meditative stets war
Doch im Zug ist keine Kultur
Die Ruhe und Zeit braucht im
Vorübereilen zu nichts wird
So gibt es Zugvögel die stets
Zwischen Winter und Sommer
Quartiere und Heimat wechseln
Wüsste nicht mal wo meine liegt
Außer in meiner kleinen Bibliothek
Sehe etwas von den Orten wenn
Es etwas langsamer durch diese
Nun rollt aber es bleiben nur
Fassaden wie nun Eisenach
Was so vieles in sich birgt
Von dem ich nichts sehe
Weil es beim Reisen nur
Darum geht von B nach W
Also von der Abfahrt zur
Ankunft zu kommen was
Seltsam fremd mir scheint
Nun hält der Zug mitten in
Schon wieder von Wäldern
Umgebener Landschaft die nun
Stehend angenehm ruhig wird
Doch schon rollt es weiter
Die Welt aus dem Zug gesehen
Fliegt ungerührt vorbei in viel
Zu hohem Tempo um sie als
Beschränkter Mensch zu spüren
Reiste ich langsamer dauerte
Die Reise viel länger noch
Was mir noch ferner läge
Aber hätte viel mehr vom
Dazwischen was mir nahe liegt
Wie im Sommer letzten Jahres
Als ich mit dem Deutschland Ticket
Durch das Land über viele Stunden
Gemütlicher tuckerte allerdings
Meist ohne Netz wie unbequemer
Als die rasende Reise hier
Die Welt aus dem Zug fliegt
Weiter an mir vorbei während
Die Sonne immer höher steigt
Nur gelegentlich noch mir ins
Gesicht scheint auf der Fahrt
Durch den Thüringer Wald
In dem die Vorfahren einst
Hausten bevor sie in Städte
Zogen etwas zu werden
Denke ich und fühle mich dem
Sanft hügeligen Thüringen
Auch außerhalb von Weimar
Tief innig verbunden ohne
Je hier gelebt zu haben außer
In Generationen vor mir in der
Väterlichen Linie nur was nun
Fragen könnte wieweit hier die
Genetischen Wurzeln noch mit
Dem Gefühl Schabernack treiben
Ginge es nicht um die Zugwelt
Was bleibt von dem an dem ich
Nur vorübereile noch spielt es je
Eine Rolle im Leben außer auf
Dem Weg vorbeigefahren zu sein
Finde Zugfahren sehr angenehm
Weniger anstrengend als alles
Die vermutlich beste Art doch
Fragte ich mich schon als ich im
Zug von Vancouver nach Toronto
Quer durch Kanada fuhr vor vielen
Jahren im letzten Jahrhundert noch
Was davon blieb das ganze Land
Aus dem Zug gesehen zu haben
Viel weniger als was die Bücher
Über die kanadische Wildnis die ich
Mit Begeisterung einst las in mir
An Spuren hinterließen was mich
Fragen lässt ob ich nicht Weimar
Viel näher komme wenn ich die
Hervorragende Biografie von
Reemtsma über Wieland lese
Oder Goethe selbst wie auf
Die Bilder von Anna Amalia
In meiner Bibliothek schaue
Was ich bejahen würde warum
Reisen mir fern und Lesen nahe
Liegt was naheliegend nun war
Aber erklärt warum die Zugwelt
Die mich immer wenn ich etwas
Vor dem Fenster entdecke aus
Der Ruhe der Betrachtung reißt
Weil wir weiter rollen so fern liegt
Wie die eigene Bibliothek nahe
Aber es soll Menschen geben
Die gerne reisen um etwas
Von der Welt gesehen zu haben
Was nach meinem Gefühl ein
Absurdes Vorhaben ist weil die
Ständige Bewegung gerade das
Ankommen bei uns verhindert
So genieße ich den Blick aus
Dem Fenster auf das ruhende
Land und leide zugleich am
Nichts was bleibt weil alles
Im weiterrollen verschwindet

jens tuengerthal 16.12.23

Reiseleid

Reiseleid

Reise mit dem Zug quer durch
Deutschland um die Familie im
Südwesten zu sehen was von
Bahnhof zu Bahnhof mit einem
Festen Platz problemlos gehen
Sollte und pünktlich begann
Auch der Weg zum Bahnhof
Mit der Straßenbahn klappte
Überraschend flüssig es gibt
Eigentlich keinen Grund zur
Klage sage ich mir auch wenn
Der Zug voll ist und die Menschen
So laut sind wie sie eben sind
Wenn viele zusammenkommen
Sonst ist es so bequem wie nur
Möglich und denkbar hier im Zug
Habe Netz und kann dichten als
Läge ich auf meinem Diwand
Der Nachbar ist dezent höflich
Stinkt und stört nicht es ist ein
Relatives Glück ohne Grund
Zur Klage dabei wäre es nicht
Eine Reise die mich seltsam
Unruhig schon Tage zuvor machte
Weil ich so weite Bewegungen wie
Kant dem Denken hinderlich finde
Die rasende Bewegung durch den
Raum so viel Unruhe verbreitet
Auch wenn unser Körper doch
Sein Leben lang mit jedem neuen
Herzschlag Blut auf die Reise
Durch den Organismus schickt
Es also Teil meiner Natur ist
Scheint mir Reisen gegen mein
Wesen als sesshafter Höhlenmensch
Wie meine Kultur als Leser völlig
In seiner Unruhe zu verstoßen
Habe also unterwegs im Zug
Keinen Grund zur Klage wohl
Es ist alles zum besten bestellt
Doch scheint es mir anders
Weil ich als Leser meine liebste
Bibliothek nur notfalls verlasse
In der ich mit meinen geliebten
Büchern sonst glücklich lebe 
Frage mich ob es dieses hier
Ortlos unterwegs sein ist was
Der eigenen Natur zuwiderläuft
Um so älter ich werde desto
Absurder scheint mir Reisen
Noch dazu im rasenden Tempo
Mit dem der Zug durch die hier
Landschaften rast die seltsam
Grün mir gerade scheinen
Nehme die Notwendigkeit hin
Um die Familie zu sehen auch
Gegen meine sonst Natur die
Gerne da bliebe wo sie ist
Gerade rollten wir an einem
Bemalten eingerichteten Waggon
Mit Ofenrohr und Blumen daran
In einem Schrebergarten vorbei
Der nicht mehr rollen wird wie
Bäume ihr Leben an einem Platz
Fest verwurzelt verbringen die
Damit glücklich leben könnte es
Uns Menschen gut tun mehr von
Den Bäumen zu lernen statt weiter
Durch die Welt zu hetzen die wir
Damit unnötig noch zerstören
Lieber mehr Bäume pflanzen
Wie von ihnen lernen könnte eine
Klima und uns rettende Idee sein
Denke ich und betrachte die hier
Überschwemmten Ufer aus dem
Zugfenster vorüber eilend

jens tuengerthal 16.12.23

Freitag, 15. Dezember 2023

Lustrealismus

Lustrealismus

Die Lust ganz realistisch als eine
Lächerlich triebhafte Gymnastik
Zweier sonst vernunfbegabter
Wesen umeinander zu sehen
Hilft sich daran auch noch nach
Momenten emotionaler Ernüchterung
Lustvoll erfreuen zu können wie
Vor allem sie nicht zu überhöhen
Als sei Sex ein Heiligtum wie der
Begehrte Körper eine Götze die
Aller Anbetung würdig wären was
So haltlos wie lächerlich ist doch
Häufiger vorkommt als der viel
Gesündere Realismus welcher
Von nicht enttäuscht werden wird
Der Erotik nur bei Analphabeten
Etwa rauben muss weil diese
Keine Worte lustvoller Verführung
Neben dem Humor mehr haben
Welcher der Lust stets hilft auf
Alle physischen Eventualitäten
Oder Geräusche vorbereitet zu sein
Diese mit einem Witz übergeht um
Sich nicht die Lust von der Natur
Schmälern zu lassen die tut was
Ihres eben gelegentlich auch ist
Sich dabei dessen bewusst zu sein
Wie gleichzeitig lustvoll spielerisch
Damit umzugehen macht viele
Sonst heikle Situationen zum
Lustvollen Vergnügen ohne Scham

jens tuengerthal 15.12.23

Liebesillusionen

Liebesillusionen

Die Liebe wiegt mich dauernd
In Illusionen über die Geliebten
Die mir als schönste tollste
Wie darum reizvollste scheinen
Was sie nüchtern betrachtet nie
Sind aber diese Illusion lässt was
Ist wunderbar erscheinen wie die
Schwärmerei ein Echo finden
Zumindest doch gelegentlich was
Genügt sich damit zu vergnügen
Einander in allem toll zu finden
Um sich dann nur konsequent
Auch überall lustvoll zu genießen
Was nüchtern lächerlich wirkt im
Rausch der Geilheit aber als Teil
Unserer Natur ganz logisch ist so
Sind die Liebesillusionen vielleicht
Die Basis der großen Vergebung
Welche noch zusammenhält was
Nie auf Dauer passen konnte doch
Zum geteilten Traum so wird der
Nicht fragt wie wirklich die Wirklichkeit
Noch ist sondern sein Liebesglück
Geblendet von eben den Illusionen
Für das größte Glück wirklich hält
Was beim Genuss weiter hilft als
Jeder Realismus es je konnte
Denn es geht ja um ein Gefühl
Lassen wir es mit allen Illusionen
Um uns schweben bis wir dann
Irgendwann ernüchtert erwachen
Dann erledigen sich die Illusionen
Auch ganz ohne Vernunft für ein
Neues Gefühl am besten was
Vom vorher Leid gut ablenkt
So hat es doch sein Gutes
Mit dem Theater der Illusionen
In der Traumwelt der Liebe egal
Was wirklich daraus wird würde
Kein Mensch es sonst länger
Wie gar ein Leben aushalten
Miteinander was doch als Traum
Zumindest anfänglich nett ist
Familien erst begründet

jens tuengerthal 15.12.23

Wenigosophie

Wenigosophie

Die Wenigosophie steht im klaren
Gegensatz zur Viellosophie wie sie
Allerorten beworben wird wo alle
Die etwas verkaufen wollen noch
Meinen es ginge darum mehr zu
Haben von egal was außer Zeit
Die wir gerne dafür aufgeben um
Irgendwo hin zu hetzen damit wir
Genug verdienen uns auch alles
Leisten zu können was wir nicht
Brauchen weil uns weniger viel
Glücklicher machte als ewiger
Konsum von nur mehr das nie
Ein Ende findet weil es immer
Noch mehr sein kann während
Die Wenigosophie wie das Sein
Irgendwann bei Null also im
Nichts endet auf das nichts mehr
Folgt als ewige Ruhe und Frieden
Um so weniger ich will desto mehr
Finde ich zu meiner Freiheit die
Glück aus meiner Natur mich als
Geistiges Wesen genießen lässt
Wagte wer die Wenigosophie als
Bequemste Lebensart die stets
Zu Glück und Zufriedenheit führt
Publik zu machen unsere Welt
Würde eine andere als sie ist
Leben dafür gelassen genossen
Voller Lust an dem was in uns ist
Dem ohnehin größten Schatz statt
Sich für Ersatz noch abzumühen
Der nur mehr Unruhe bringt die nie
Wirklich lohnt warum ich lieber die
Wenigosohie zu meiner Anschauung
Der Welt machte und glücklich bin
MIt nahezu nichts was meines ist
Weil ich Zeit habe den größten
Geistigen Reichtum zu genießen
Mehr kann nie im Leben sein als
Gute Bücher Tee Liebe und Sex

jens tuengerthal 15.12.23