Donnerstag, 26. Januar 2023

Schönlügen

Schönlügen

Die SPD lügt ihren Kanzler schön
Indem vorige Zögerlichkeit nun als
Lösungsorientiert dargestellt wird
Nennen sich am Ende Sieger weil
Verlierer keinen Platz hier haben
Während sie bis vorgestern noch
Argumentierten jede Entscheidung
Wolle gut überlegt sein um nicht
In den Krieg gezogen zu werden
Heißt es heute Gemeinsamkeit
War am wichtigsten die hätte
Scholz erfolgreich erreicht warum
Seine Kritiker sich nun bitte
Entschuldigen sollten unklar nur
Wer diese Lügen selbst glaubt
Aus den fest geschlossenen Reihen
Wen das überzeugen soll und warum
Kanzler sich nicht korrigieren dürfen
Nie Fehler eingestehen sondern sich
Schön lügen lassen anstatt was für
Eine autoritäre Führungskultur spricht
Was dagegen dagegen nötig wäre
Warum Ehrlichkeit noch zählen soll
Wenn die Führung offen lügt um
Mit der Angst im Volk zu spielen
Das ist einer Demokratie unwürdig
Darum bin ich in keiner Partei mehr

jens tuengerthal 26.1.23

Lustrituale

Lustrituale

Die Lust folgt bestimmten Ritualen
Meist finden sie sich schon ganz
Am Anfang um sich im weiteren
Wo bewährt zu wiederholen das
Für gut befundene zu erhalten
Wir schaffen das gleiche Umfeld
Tun möglichst ähnliches um dem
Einmal so selig erreichten Ziel
Wieder ganz nah zu kommen
Dabei wird uns oft langweilig
Weil es ja immer das gleiche ist
Was nicht weiter verwundert
Dennoch hoffen beide Seiten
Auf den Wert bewährter Reize
Mit fast berechenbaren Ergebnis
Vielleicht würde es schon helfen
Darüber zu reden statt nur die
Rituale fortzusetzen doch dazu
Gehörte Mut und Ehrlichkeit was
Beides nicht zu erwarten ist
Liebe macht feige und verlogen
Zumindest wo sie Beziehung wird
Um des lieben Friedens wíllen
Warum der Umweg über Sex
Reden helfen kann die Lust
Mehr zu wecken als Rituale
Wie diese dabei zu hinterfragen
Damit es aufregend bleibt
Nie jedoch sollte das zu
Offensichtliche Bemühen
Einer Seite verspottet werden
Was mehr schadet als nutzt
Umwege führen eher zum Ziel
Abstraktion kann dabei helfen
Kein Ziel zu haben noch mehr
Dann kann jedes Ergebnis freuen
Was immer dann befriedigt

jens tuengerthal 25.1.23

Mittwoch, 25. Januar 2023

Liebeskult

Liebeskult

Wir betreiben gerne Kult um unsere Liebe
Sie wird dann angebetet wie auf einen
Sockel gestellt als heilige Prinzessin
Zumindest neige ich dazu wenn ich
An eine mein Herz verlor sie so im
Seligen Kult zu erhöhen wie ihr auch
Jeden Tag Verse zu schreiben
Zumindest wenn ich sie nicht sehe
Vorbild für diesen Kult war mein
Großvater der meine Großmutter
So anbetete und verehrte was
Der Liebe wie ihr den Status
Einer Heiligen verlieh dem sie
Stets versuchte gerecht zu werden
Kein Mensch ist immer heilig
Niemand tut es gut so überhöht
Verehrt zu werden dennoch ist
Dies Ideal tief in mir verwurzelt
Sehr lebenstauglich ist es nicht
Warum ich meist lieber weglaufe
Wenn ich entdecke meine Heilige
Ist keine sondern nervt mich eher
Was jede Frau irgendwann tut
Doch hilft der familiäre Kult mir gut
Den normalen Wahnsinn zeitweise
Zu übersehen wie dabei zu bleiben
Auch wenn er mich bei einigen meiner
Prinzessinnen jahrelang über die
Eher triste Realität täuschte wie
Anbetung und Verehrung wach hielt
Aller Vernunft zum Trotz finde ich
Diesen seligen Zustand auch schön
Er taugt nur wenig zum Überleben
Vor allem paarweise miteinander
Ist eher Pragmatismus gefragt als
Anbetung und Verehrung aber wie
Groß wird das Herz dafür dabei
Warum ich lieber Liebhaber als
Ehegatte geworden bin weil die
Geliebten bekanntlich keine Fehler haben
Dafür ein wunderbarer Genuss sind
Zeitweise wie gelegentlich dann
Aber tief in mir ruht noch die große
Sehnsucht nach dem Kult doch
Ist es manchmal besser für die
Gelassenheit im Leben manche
Geister nicht zu wecken weil sie
Das Herz auch schmerzlich fesseln
So hat der Kult große Schönheit
Aber gefährliche Nachteile wie
Die romantische Liebe gerne
Tödlich endet was keinem als
Ziel zu empfehlen sei besser
Wir lieben mit vollem Herzen
Zeitweise und nie zu nah um
Stets höflich noch zu bleiben
Wie nie die Fassung zu verlieren
Was sich besser bewährte als
Der Versuch ewiger Bindung
Wer weniger erwartet kann
In der Liebe mehr erreichen

jens tuengerthal 25.1.23

Dienstag, 24. Januar 2023

Glücksfreiheit

Glücksfreiheit

Die Freiheit glücklich zu sein
Haben sehr wenige viel mehr
Suchen sich nur Ersatz für Glück
Dessen Schein sie dann kaufen
Bis der Glanz wieder verblasst
Um sie auf den Markt zu treiben
Mit weniger mehr zu haben wie
Sich mit sich zu begnügen um
Darin alles Glück zu finden ist
Die hohe Kunst die aber die
Größte Gefahr für den Markt
Der überflüssigen Angebote wäre
Darum sage ich hier lieber keinem
Sei glücklich mit nichts was alles
Sein kann wenn die Haltung zum
Glück als Freiheit in dir stimmt
Machte mir sonst viele Feinde
Unter denen die uns ständig mit
Ihren Angeboten teuer berieseln
Wie unseren Willen bestimmen
Wollen was ein Unglück ist aber
Auch das merkt ja keiner mehr
Glück braucht Freiheit um zu sein
Geben wir ihm diesen Raum um
Mit sich allein glücklich zu bleiben
Braucht es nichts sonst aber das
Möge bitte keiner weiter verraten
Weil dann alle Werbung sinnlos
Wäre wie keiner mehr Müll oder
Mode kaufte was sich nicht nur
Im Anfangsbuchstaben gleicht
Glück ist nichts als Freiheit
Aber Psssst

jens tuengerthal 24.1.23

Beschäftigung

Beschäftigung

Viele Menschen suchen Beschäftigung
Wenn sie nicht gerade arbeiten füllen sie
Ihre Freizeit mit Beschäftigungen die als
Erfüllung dann gelten auch wenn sie nur
Zeit fressen wie eben beschäftigen mit
Typisch geistlosem Hobbyaufwand der
Uns in das geaberglaubte Paradies so
Versetzen will in dem wir noch nicht vom
Baum der Erkenntnis gegessen also als
Unbewusste Idioten dahindämmerten
Mit irgendwas nur beschäftigt sind 
Was die Freizeitbeschäftigungen der
Meisten wohl treffend beschreibt zwischen
Fitnessstudio und Filmberieselung soll
Nur keine Minute unbeschäftigt sein
Warum es Freizeitparks gibt in denen
Wesen die scheinbar nichts mit sich
Anfangen können dafür bezahlen noch
Mit Unsinn beschäftigt zu werden den
Keine Vernunft sonst je zuließe aber
Dem unbewussten Sein der Idioten
Beschäftigung genug gibt bis sie
Irgendwann davon erschöpft umfallen
Dann beschäftigen sie die Erben noch
Um nur nie zur Ruhe zu kommen was
Menschen mehr als alles fürchten denn
Dann wären sie ja nicht mehr beschäftigt
Was paradiesisch sein könnte für alle
Die mit Geist in sich ruhen der Rest
Wird immer weiter beschäftigt

jens tuengerthal 24.1.23

Seelenlost

Seelenlost

Was soll die verfluchte Seele sein
Überlege ich der so etwas nie hatte
Noch ihre unfreie Existenz zulässt
Die ein Kind der Religion ist die von
Unsterblichkeit dabei faselt als sei
Sterblichkeit nicht Teil unserer Natur
Die nur überwinden will wer nicht
Bei Trost ist statt sie zu genießen
Sie wird als Bild für die geistigen
Welten gerne genommen warum
Ein Dichter der sie leugnet eher
Verloren scheint im Chor der stets
Romantiker die aber Gegner der
Aufklärung waren der ich mich
Mit Kant immer näher fühlte
Weil diese uns Freiheit schenkte
Es gibt keinen Nachweis für die Seele
Nirgendwo in der Natur sie ist Glaube
Sogar reiner Aberglaube mit dazu
Gravierenden Folgen für die Freiheit
Weil wenn es ein Sein über dem Sein
Gibt wir dies nicht mehr bestimmen
Noch über unser Leben entscheiden
Können wenn wir dies wollen was
Die große Freiheit doch immer ist
Wer eine unsterbliche Seele besitzt
Oder besser aberglaubt ist unfrei
Über sein Sein zu entscheiden
Es gibt keinen Grund in der Natur
Der für diese Unfreiheit spricht
Aber sehr viele die ihn widerlegen
Seele ist nur die Krücke um die
Unverstandene Komplexität von
Physischer und psychischer
Existenz im Zusammenspiel mit
Hormonen und anderer Biochemie
Zu benennen also eine Krücke die
So wenig Unsterblichkeit hat wie
Sonst etwas in der Natur je
Weil alles endlich ist wäre es
Höchste Zeit endlich die Idee
Von der unfreien Seele aufzugeben
An die sich Götter und mehr hängen
Was uns dumm und unfrei macht
Wie ein Krücke ist unsere Furcht
Vor der Sterblichkeit zu nähren
Mit dem Märchen von Unsterblichkeit
Lasse den ganzen Unsinn fallen
Es gibt keine Seele nirgendwo
Sein wir frei Natur zu sein
Ohne mehr zu wollen bleibt
Genug was ist zu genießen

jens tuengerthal 24.1.23

Offenbarungen

Offenbarungen

Wie gut ist es verkünden zu können
Weil es mir gefällt wie richtig so ist
Dass Gott tot ist wie nie lebendig war
Außer in der Phantasie der Gläubigen
Es keine höheren Kräfte mehr gibt
Zwischen Himmel und Erde als die
Der Physik ob nun nach Newton
Einstein Bohr oder neu kombiniert
Alles Natur ist und außer ihr nichts
Sein kann was uns etwas angeht
Wie dies unsere Freiheit bedingt
Zu tun was uns gefällt wie gleich
Dem Prometheus seine Welt sich
So zu machen wie sie uns gefällt
Dazu sei ehrlicherweise ergänzt
Diese Erkenntnisse sind nicht neu
Schon vor über 2000 Jahren also
Bevor der verrückte Rabbi oder 
Der räudige Prophet ihr Unwesen
Mit Wahnphantasien hier trieben
Für gebildete Römer oder Griechen
Völlig normales Denken war weil
Götter für naive Narren nur waren
Bis die Macht sich mit ihnen dann
Erfolgreich lange verbündete doch
Diese Götter sind nun alle tot weil
Wir es wollen und können was die
Allmacht zum Treppenwitz macht
Himmlische Offenbarungen erledigt
Für das was uns Menschen erst zu
Menschen machte die Vernunft die
An das Bewusstsein geknüpft ist
Was nach dem alten Aberglauben
Uns aus dem Paradies vertrieb weil
Adam von der Erkenntnis naschte
Sich darum zu schämen begann
Ein Glaube der was menschlich ist
Den Kern unseres Seins infrage
Stellt für lächerlichen Aberglauben
Kann auf den Müllhaufen der Zeit
Statt Koran und Bibel zu verbrennen
Nutzten wir sie besser als Klopapier
Um der Natur ihren Raum zu lassen
Es war Scheiße und bleibt es auch
Wir sind uns unserer Freiheit bewusst
Dazu brauchen wir keine Götter
Was gut so ist wie für nichts mehr 
Alberner Gottesbeweise bedarf
Weil es einfach die Natur ist die
Sich als das was sie ist offenbart
Wie ohne Aberglauben besehen
Alle Fragen beantwortet und so
Ist Gott tot und es ist gut so

jens tuengerthal 24.1.23

Resterampe

Resterampe

Nun endlich werden die Panzer
An die Ukraine geliefert die doch
Schon so lange nach Leos rief
Dem Zögerer gegenüber noch
Dankbarkeit spielen musste als
Alle ihn lieber geschlagen hätten
Die große Resterampe ist eröffnet
Polen schickt die alten Leos die
Wir ihnen nach der Wende gaben
Weiter gen Südosten vermutlich
Wird Deutschland auch seine
Reste nun wiederverwerten bis
Die Russen endlich merken
Ihre Aktion wird erfolglos bleiben
Außer im töten eigener Soldaten
So bekommt die Resterampe für
Rheinmetall noch einen guten Zweck
Kann Putin deutlich Grenzen zeigen
Wie Leos endlich im Krieg erproben
Was bestes Marketing doch ist
Altmetall gen Osten um den Irren
Im Kreml aufzuhalten wie damit
An seinem Sarg mitzubauen
Denn wie ein Putin verliert
Ohne die Macht zu verlieren
Weiß noch keiner was aber
Eine tröstliche Aussicht ist

jens tuengerthal 24.1.23

Kriegsparteilich

Kriegsparteilich

Die Debatte des Bundestages über
Waffenlieferungen an die Ukraine
Offenbarte wieder wunderbar wer
Wo steht in der Demokratie wie
Was von wem zu erwarten ist
Sahra Wagenknecht die treue
Stalinistin auferstanden aus den
Ruinen der DDR und seitdem die
Bundesrepublik mit ihrem speziellen
Fundamentalismus adrett beglückend
Als Rosa Luxemburg Inszenierung
Mit dem verlorenen Genossen Oskar
Verbandelt unklar ob glücklich aber
Der große Spaltpilz der Linken hält
Weiter zu Putin warnt darum vor
Panzerlieferungen wie das Orakel
Vom roten Abgrund was dazu am
Ende ihre Partei sagt ist noch offen
Wer dort was vertritt weiß keiner
Erwartungsgemäß auch wieder die
Von Putin finanzierte AfD die nun
Davor warnt Deutschland könne
In den Ukrainekrieg gezogen werden
Was zeigt wie nah sich real der
Linke und rechte Rand stets sind
Warum die Erben der SED so wenig
Wie die AfD je Partner von irgend
Demokraten sein dürfen auch wenn
Einzelne aus der Masse dort ragen
Für Vernunft sogar mal stehen was
Bei den Rechten unvorstellbar sollte
Für die Linken das Prinzip sein aber
Der Rest des Bundestages war sich
Im Prinzip relativ einig auch wenn
Die SPD sich noch ein wenig wand
Um ihrem unentschlossenen Kanzler
Nicht in den Rücken zu fallen waren
Alle übrigen Demokraten entschlossen
Scholz hätte seiner Partei die mehr als
Peinliche Argumentation mit der Angst
Vor dem Kriegseintritt besser erspart
Der auf Wagenknecht Niveau auch im
Chor der AfD sang aber es war eben
Eine schwere Geburt bis unser Olaf
Tat was klar und nötig war jedoch ist
Gut daran deutlich zu sehen wer wie
Auf dem Boden der Verfassung steht
Wagenknecht und die Afd stehen
Deutlich Putin näher als uns aber
Ob ihre Jünger das je merken ist
So offen wie was Putinspartei im
Bundestag noch verloren hat
Denn wir sind im Krieg

jens tuengerthal 24.1.23

Gendercharakter

Gendercharakter

Was zeigen die Angriffe gegen das
Bemühen um Inklusivität die von der
Konsevativ beschränkten Seite erfolgen
Anderes als den Versuch der Ausgrenzung
Die Schwäche eines Charakters offenbart 
Sich darin wenn sie jede Änderung der Gewohnheit auch wenn sie der Rücksicht
Auf andere jenseits des Durchschnitts
Dient als Angriff sieht solche Menschen tun 
Auch leid vielleicht sind sie aufgrund ihrer 
Charakterlichen Mängel so laut weil sie 
Nichts anderes in sich haben was der
Erhaltung noch wert wäre was ihnen
Auffällt wenn Gewohnheiten sich ändern
Um deren Erhalt sie kämpfen denn
Natürlich ist inklusive Sprache lästig
Wie weniger fließend schön aber was
Der Rücksicht dient braucht keiner
Entschuldigung für sein Sein wo es die
Zuvor Opfer der Diskriminierung schützt
Dient es etwas Gutem was immer
Vorrang vor nur Gewohnheiten hat
Die andere weiter diskriminieren
Aber manchen fällt Umdenken schwerer
Als Liebe und Rücksicht was dann
Geistig arme Menschen sind

jens tuengerthal 24.1.23

Sexklusiv

Sexklusiv

Bekommt der Sex mehr wenn er
Exklusiv mit nur einer geteilt wird
Fehlt beiden dann der Vergleich
Um mit dem was ist glücklich
Wie vollkommen befriedigt zu sein
Wird das was wir tun mehr wert
Wenn es ausschließlich je ist
Oder ist diese relative Illusion
Die das Begehren an Gefühl
Gerne knüpft um etwas ganz
Für sich zu haben mehr eine
Relative Frage der Macht als
Der Lust die natürlich keine
Grenzen kennt als ihre dann
Befriedigung für Momente die
Wie alles im Leben erst durch
Offenheit wirklich gewinnt
Zwar macht Exklusivität am
Markt Dinge wertvoller aber
Braucht Liebe solch ein eher
Lächerlich durchschaubares
Marketing oder steht sie darüber
Frage ich mich der beides kennt
Und weiß keine Antwort für alle
Fälle von Gefühl oder Lust
Solange beide damit glücklich
Wird es gut so sein wie der
Geist von Besitz und Macht
Der die meisten dabei führt
Das Gegenteil von Liebe ist
Lust nur vermarkten will um
Sich dadurch kostbar zu machen
Was nie von Dauer ist aber
Bedingung vieler Beziehungen
Wird die nur wiederholen was
Noch nie funktioniert hat sich
Aber wundern wenn es so ist
Exklusivität ist bloß eine Form
Die unsere Natur negiert um
Einer Illusion Macht zu geben
Treue ist dagegen ein Gefühl
Was an ganz anderem hängt
Mit Liebe die da ist viel mehr
Zu tun hat als Ansprüchen
Warum wer es verbindet es
Nie nach der Natur ist sondern
Zwang aus Machtgründen folgt
Keine lohnende Variante je ist
Wer miteinander genießt wird
Damit glücklich sein was im
Moment wie auf Dauer genügt
Wer es erzwingt hatte es nie
Kann was so gewonnen besser
Schnell entsorgen es ist wertlos
Dazwischen überleben wir dann

jens tuengerthal 24.1.23

Liebeserfüllung

Liebeserfüllung

Wann findet die Liebe ihre Erfüllung
Tut sie das jemals ganz auf Dauer
Gibt es immer nur kleine Momente
Kurzen Glücks um zu genießen
Was ist wie es ist bis es sich
Wieder verflüchtigt wie alles
Leben was wir halten wollen
Wann ist Liebe ganz erfüllt
Wenn zwei meinen sich
Gegenseitig zu lieben
In Momenten der Befriedigung
Oder wo wir bedingungslos lieben
Ohne jede Erwartung voll Hingabe
An das Gefühl oder für den anderen
Soll sie uns ganz erfüllen
Oder lieber die andere
Ist es stets eine Fülle
Oder nur der Hauch eines
Moments voller Genuss
Weiß es nicht wirklich
Aber kenne das Gefühl
Seliger Erfüllung was stets
Mehr enttäuschte je größer es war
Ob auf Erfüllung hoffen klug ist
Oder wir lieber lauwarm lieben
Nur lustvoll genug im Moment
Es schmerzfrei zu halten
Überlege ich und weiß keine
Antwort aber vielleicht ist
Das auch völlig egal weil
Die Liebe macht was sie will
Egal was ich plane

jens tuengerthal 23.1.23

Montag, 23. Januar 2023

Literaturreal

Literaturreal

Lese gerade immer noch wie immer
Mal wieder von Robert Musil den
Mann ohne Eigenschaften nebenbei
Lese ich unter anderem auch noch
In Berlin 24. Juni 1922 über die
Ermordung von Walther Rathenau
Durch rechte Kräfte in der noch
Jungen Weimarer Republik was an
Spannende Parallelen denken lässt
Zwischen Paul Arnheim dem Preußen
Der als Wirtschaftsmagnat in Wien nur
Zum verlängerten Besuch weilt und dem
Industriellen Denker und Minister
Walther Rathenau der ebenfall aus
Jüdischer Familie stammt wie ein
Großer Geist war der Bücher schrieb
Die über das Sein nachdachten auch
Der hochgeschätzte Thomas Mann
Ließ viele reale Charaktere in seinen
Büchern als Figuren auftauchen welche
Die Grenze von Literatur und Realität
Auf feine Art verschoben wie über den
Geist literarischer und realer Welten
Die sich gegenüberstehen anregen
Nachzudenken was für mich der ich
In Bücherwelten längst mehr lebe
Als mich von der schnöden Realität
Beim Schreiben stören zu lassen
Eine spannende Verschiebnung ist
Wenn ich über Großfamilie schreibe
Bilde ich natürlich meine ab auch
Wenn die Literatur alle Grenzen
Dabei gerne verschiebt wie eine
Eigene Realität sich schafft was
Fragt wie wirklich die Wirklichkeit
In Büchern sein sollte ob es auf
Echtheit ankommt die eine immer
Illusion derer ist die meinen es
Gäbe Wahrheit und Wirklichkeit
Wo verschwimmen die Grenzen
Zu phantastischen Welten dann
Kommt es für Leser darauf an
Oder zählt die Geschichte mehr
Welche zum Ding an sich wird
Was mit seinem Leben belebt
Literatur muss nicht real sein
Sie ist reale Literatur was doch
Genügt sie dafür zu lieben
Denke ich und frage mich
Wie fern diese Haltung den
Vielen Wirklichkeitssuchern ist
Die irgendwo hinfahren um dort
Zu sehen was wie wo war als ob
Es darauf jemals noch ankäme
Wenn die Geschichte uns in ihr
Reich einfach mitnimmt sind wir
Da was genügt

jens tuengerthal 23.1.23

Vorleseglück

Vorleseglück

Welch Glück ist es vorzulesen
Den Schatz im Arm zu halten
Durch eine schöne Geschichte
Freude und Lust zu wecken wie
Die geteilte Freude an guter
Literatur miteinande zu genießen
Denke ich immer wieder wenn ich
Dies Glück so teilen darf dankbar
Wenn Liebe zur Literatur so zur
Gemeinsamen Liebe auch wird
Worin immer sie sich auch zeigt
Welche Sinne sie dann weckt

jens tuengerthal 23.1.23

Wohlstandsschrumpelig

Wohlstandsschrumpelig

Der deutsche Wohlstand droht nach
Einem Gutachten der KfW deutlich
Zu schrumpfen was in einer noch
Immer auf Wachstum getrimmten
Volkswirtschaft eine schreckliche
Vorhersage für Politik und Wirtschaft
Wäre wenn wir nicht endlich mit
Dem Umdenken beginnen was
Heißt wir müssen weniger werden
Schrumpfung rettet und ist gut
Wenn wir damit gut umgehen
Wie die nötigen Konsequenzen
Für eine Konzentration ziehen
Die andere Schwerpunkte setzt
Wer älter wird wird schrumpeliger
Dem können wir mit Operationen
Oder Botox vorbeugen aber
Vergiften uns damit unnötig
Ändern nichts an der Endlichkeit
Weil wir mit der Natur leben müssen
Wenn wir irgend überleben wollen
Besser ist es mit dem was kommt
Wie nötig und geboten ist künftig
Konstruktiv umzugehen also statt
Weiter im begrenzten Raum auf
Wachstum zu setzen was jedem
Der denken kann unsinnig scheint
Aus weniger mehr zu machen um
Von der Konzentration zu gewinnen
Verlieren wird nur wer sich weiter
Die falschen Ziele setzt die nicht
Länger in unsere Welt passen
Gewinnen wird wer die Zeichen
Der Zeit rechtzeitig erkennt

jens tuengerthal 23.1.23