Dienstag, 21. September 2021

Klimaeinfach

Klimaeinfach

Der Klimawandel ist komplex
Alle wissen es muss dringend
Etwas getan werden um noch
Bevorstehende Katastrophen
Etwas verlangsamen zu können
Alle sind davon betroffen keiner
Kann sich länger davor drücken
Aber niemand gibt einfache Antworten
Was nun zu tun wäre dabei ist es
Ganz einfach wenn wir endlich
Wagen zu sagen was nötig ist
Jeder bei sich anfängt zu ändern
Klimaschädliche Gewohnheiten
Ablegt statt länger zu ignorieren
Was alle wissen dass Reisen im
Zeitalter des Klimawandels nur die
Ausnahme sein sollte und nur noch
Auf ökologisch verträgliche Weise
Erfolgen darf der Massentourismus
Keine Zukunft mehr haben kann wie
Unser Konsum sich ändern muss
Statt Wegwerfware wieder Sachen
Die ewig halten produziert werden
Weil dagegen aber starke Interessen
Der Wirtschaft laut werden die auch
Arbeitsplätze gefährdet sehen wird
Versucht einen sanften Kurs zu fahren
Der keinen zu sehr erschreckt aber
Im Ergebnis nichts ändert sondern
Die Probleme nur ein wenig bremst
Es ist keine Zeit für Verzögerungen
Wir müssen sofort handeln wenn wir
Noch retten wollen was zu retten ist
Hören wir auf uns länger zu belügen
Übernehmen wir die Verantwortung
Für von uns angerichtete Schäden
Warten wir nicht bis ein träger Staat
Handelt oder Verbote ausspricht die
Von Lobbyisten abgemildert werden
Keine Flugreisen mehr bis diese
Klimaneutral möglich werden was
Rasant damit beschleunigt würde
So wenig Fleisch wie möglich essen
Keine modischen Wegwerfprodukte
Staatliche Unterstützung für diesen
Wandel der Industrie brächte viele
Neue Arbeitsplätze und wäre die
Chance zukunftsfähig zu werden
Brächte Europa an die Weltspitze
Wir haben die Chance es zu ändern
Viele Leben noch zu retten es ist
Ganz einfach fangen wir damit an
Bei uns mit unseren Gewohnheiten
Statt länger Ausreden zu suchen

jens tuengerthal 21.9.21

Montag, 20. September 2021

Herrenrunde

Herrenrunde

An den letzten Sommertagen noch
Ist es schon herbstlich frisch vor der
Höschen Bar am Helmholtzplatz wo
Drei Herrenrunden plaudernd sitzen
Wie noch eine Dame die mit einem 
Kollegen eher Businessgespräche führt
Die anderen Damen sitzen inzwischen
Eher drinnen womit sich die erotische
Stimmung in Grenzen hält oder nicht
Vorhanden ist nebenan vorm Misirlou
Ist die Stimmung ähnlich gelegentlich
Laufen noch Passanten vorbei oder
Wahlwerber  versuchen ihre Prospekte
Zu verteilen aber treffen eher auf
Ignoranz der Anwesenden hier
Bis sich ein Herr von Volt frustriert
An einen Tisch setzt um sich statt
Interessenten seinem Telefon zu
Widmen Aufmerksamkeit zu finden
Es ist ein ruhiger Montagabend
Das Businessgespräch in meinem
Rücken plätschert mit zu vielen
Denglischen Floskeln dahin wobei
Beide den anderen von ihrer 
Bedeutung überzeugen wollen
Dann kommt eine größere Gruppe
Mit zwei Herren und drei Damen
Bei der einige Damen zunächst
Dafür plädieren reinzugehen
Aber schnell überstimmt werden
Ihre Platzierung bringt erst etwas
Unruhe aber es beruhigt sich
Schnell über die Wahl der Getränke
Es plätschert in meinem Rücken
Weiter wobei die etwas angestrengte
Dame rauchend und redend von
Ihrer wichtigen Rolle spricht aber
Von ihrem Gegenüber so viel
Bestätigung erhält dass deutlich wird
Wie er sich bei ihr bemüht doch
Scheint das Ziel der Gunst mehr
Ein Auftrag als Regisseur zu sein
Denn irgend zwischenmenschliches
Sie klärt ihn über Umstände auf
Die er berücksichtigen muss
Worauf er sich als Bescheidwisser
Ein wenig noch produziert doch
Scheint es müßig nach sinnlichem
Hier draußen zu suchen besser
Den Montag vorbei plätschern
Zu lassen mehr kommt nicht
Dann sucht noch eine attraktive
Blonde mittleren Alters aufgeregt
Mit Leine in der Hand ihren Hund
Läuft immer wieder hin und her
Was für einen Moment noch die
Illusion gibt es passiere etwas

jens tuengerthal 20.9.21

Glücksüberlauf

Glücksüberlauf

Denke an dich voller Lust
Liebste Schöne die ich bald
Wieder überall küssen möchte
Wie wir Zunge an Zunge lustvoll
Schon versinken um dann ganz
Langsam mit meiner Zunge deinen
Körper hinab zu wandern vom
Nacken züngelnd Wirbel für Wirbel
Deinen Rücken hinunter um dort
Wo er sich teilt tief schon mit der
Spitze voran küssend einzutauchen
Wie dann deine Schenkel hinab
Wie wieder hinauf mich zu schlecken
Die Mitte noch umkurvend höher
Den schönsten Busen zu liebkosen
Bis dein Körper voll Lust schon
Sich mir entgegenbiegt um dann
Über den Venushügel hinauf mit
Deiner zarten Scham spielend
Zügig zungig in dich einzutauchen
Wie den Überfluss deiner Lust
Schmeckend hinauf zu wandern
Ein wenig noch zwischen deinen
Lippen dein Perlentaucher zu werden
Dich zugleich inwändig streichelnd
An der kleinen rauhen Stelle oben
Bis du vor lauter Glück überläufst
Wie der selige Zauberer sich an
Deinem Honig laben darf um
Ein wenig erholt eins zu werden
Wie überfließend zu bleiben
An den Quellen der Lust

jens tuengerthal 20.9.21

Liebesantipoden

Liebesantipoden

Immer wenn ich am wenigsten hoffe
Es könnte etwas passieren sogar mit
Dem Gedanken spiele abzusagen
Werden die Begegnungen meist am
Intensivsten mit größter Leidenschaft
Was ginge ich dabei je planmäßig vor
Was ich nicht wirklich behaupten kann
Dafür spräche nicht zu wollen wenn ich
Unbedingt will was aber nie klappt weil
Sich in Liebesdingen zu belügen nie
Funktioniert wie auch der verkehrte
Vorsatz nie echt und glaubwürdig ist
Dennoch scheint das Interesse der
Frauen wie ein Antipode zuverlässig
Zu funktionieren was zumindest eher
Dafür spräche diese kühl distanziert
Zu behandeln was aber meiner Natur
Die lieber schwärmt und begeistert ist
Eher zuviel des Guten zu ihnen sagt
Doch immer bemerkt wie anhänglich
Sie werden wenn ich distanziert bin
Was wohl Teil ihrer Natur ist warum
Mann und Frau so gerne Antipoden
Der Liebe sind die sich wünschen
Mann wäre so wie ich gerne bin
Aber umso mehr wollen desto
Weniger sich einer bemüht
Wie umgekehrt mir verlockend
Erschien was sich unerreichbar
Zurückzog oder sich frigide gab
Was aber immer nur zur eigentlich
Erwartbaren Enttäuschung führt
Weil sie dann tatsächlich so sind
Wie sie sich geben also unfrei
Oder alles wollten um sich dann
Wenn alles erreicht scheint
Wieder zurückzuziehen was
Wieder obige Dialektik bestätigt
Beide wünschen sich befragt
Das Gegenteil stets sind aber
Gelangweilt wenn es so kommt
Also geht das Spiel der Liebe
Ewig weiter und keiner muss
Es je verstehen was ich mir
Ohnehin eher nie zutraute
Manchmal aber wenn ich
Eigentlich nichts will passieren Wunder
An Lust und Gefühl die du einfach
Genießen kannst bis es sich wieder
In das Gegenteil verwandelt im
Ringen um das Begehren
Eigentlich fast schon langweilig
Und ich kenne die Typen die
Mit Coolness und dem Gegenteil
Stets spielen und so den Ehrgeiz
Der coolsten Frauen wecken
Die manchmal auch toll aussehen
Habe das auch schon probiert
Aber immer nur leidlich erfolgreich
Behandle Frauen ungern schlecht
Oder herablassend was mir als
Gentleman eher fremd ist aber
Solange noch mit dem Gegenteil
Wenn ich wirklich mal nix will
Gelegentlich Wunder passieren
Genügt das zum Glück völlig
Wer wäre ich Wunder verstehen
Zu wollen oder noch rätselhafter
Frauen die das Gegenteil sagen
Könnte ich Desinteresse spielen
Von dem was sie sich erhoffen
Wäre ich vielleicht erfolgreicher
Aber wer wollte sich beschweren
Der im Leben manchmal noch
Wunderbaren Wundern begegnet
Vermutlich sagte ich es ihnen
Besser nicht aber auch das ist
Ein illusorisches Vorhaben wohl
So geht es also wie immer
Frau bekommt was sie will
Mann freut sich an dem
Was er erst nicht wollte
So lang am Ende beide
Seiten glücklich sind oder
Zumindest befriedigt hat
Die Natur was sie will
Wie auch immer es kam

jens tuengerthal 20.9.21

Clankatholen

Clankatholen

Clan-Kriminalität ist ein Bereich auf den
Christdemokraten besonders gerne voll
Empörung verweisen auch Herr Laschet
Gestern wieder sogar so dringend dass
Er dazu etwas sagen musste als es um
Rechte Gewalt ging bei der aber keiner
Mit der Drohung von Abschiebung noch
Je weiterkommt wie bei den Islamisten
Warum er dann nicht gleich noch den
Im rechten Lager so beliebten Fall des
Missbrauchs von Kindern hetausholte
Bleibt unklar gerade weil die meisten
Täter hier aus Familien kommen was
Sehr nach Clan-Kriminalität klingt
Vor allem sitzt die nachweislich größte
Organisation für Missbrauch in Rom
Hat immer noch mafiöse Clanstrukturen
Aber gegen diese totalitäre wie auch
Kriminelle Organisation Kirche wird
Ein niederrheinischer Katholik wie
Laschet nie etwas unternehmen
Noch laut zu sagen wagen lieber
Hat einer wie er noch die Ritter
Des heiligen Grabs in seinem Team
Wie damit umzugehen ist bleibt so
Rätselhaft wie die verlogene Aufklärung
Der Römer die offensichtlich Kriminelle
Lieber im Amt lassen weil sie wissen
Wenn sie mit Bestrafung anfangen
Bliebe kaum einer mehr übrig
Die katholische Kirche ist heute
Nichts als eine kriminelle Organisation
Zur Verdeckung des bandenmäßigen
Kindesmissbrauch deren Gelder noch
Vom deutschen Staat eingezogen werden
Schmückt sich mit Aberglaubenstradition
Um die dunklen Geschäfte unsichtbar
Zu machen in denen Missbrauch schon
Abgelegt war immer warum es Zeit ist
Diese Organisation staatlichem Recht
Zu unterwerfen und als kriminelle
Banden endlich zu verbieten aber
Zu sagen wie es ist traut sich keiner
Hier weil die Kirche noch immer
Moralisch mächtiger ist als Kinder
Und so geht es weiter wie immer
Mit der christlichen Tradition

jens tuengerthal 20.9.21

Tritheather

Tritheather

Nach der drohenden Triage
Wurden die Fernsehzuschauer
Vom dritten Triell bedroht was
Ohne weitere Auswirkung blieb
Alle zeigten sich wie bekannt
Laschet meinte auf die Frage
Was er gegen rechte Bedrohung
Tun wolle Clan-Kriminalität wie
Islamisten abschieben was zeigt
Er hört weder zu noch hat er
In der Sache Ahnung denn die
Meisten Islamisten haben einen
Deutschen Pass ganz abgesehen
Davon war es ein anderes Thema
Wie immer bei älteren Herren
Aber auf dem rechten Ohr ist er
Offensichtlich lieber taub so dass
Seine Einlassungen egal sind
Wie die von Scholz zur Einheit
Des Bundesgrenzschutz die ihm
Untersteht mit der er sich aber
Ungern gerade beschäftigt
Lieber übt er den Schulterschluss
Mit den Grünen wobei unklar ist
Wem das gerade mehr schadet
Die Grüne Baerbock macht es
Genauso wurde von der Moderatorin
Nur zu oft bei ihrem Thema unterbrochen
Meinen DLF FAZ und Spiegel aber
Am Ende hat es sich wieder gelohnt
In schöner Gesellschaft einen Riesling
Auf dem Helmholtzplatz zu trinken
Statt je fernzusehen aber so ist es
Ja immer beim Dichter warum er
Schöne Gesellschaft der Politik
Schon lange lieber vorzieht über
Die zu schreiben spannender wäre
Aber der Genießer schweigt lieber
Freut sich dabei erwartungsgemäß
Nichts verpasst noch zu haben nur
Als ich in der Nacht dann etwas
Ohne Politik erschöpft das Resümee
Beim DLF lesen wollte schlief ich ein
Aus lohnenderen Gründen als Politik
Schön dann zu träumen noch

jens tuengerthal 20.9.21

Zweierleimaß

Zweierleimaß

In Chemnitz dürfen die Plakate der
Rechtsradikalen mit Aufforderung
Zum Aufhängen der Grünen noch
Weiter hängen in München wurde
Die Aktion des III. Weges verboten
Sachsen hat ein Problem mit den
Zu lange tolerierten Rechtsradikalen
Bayern hat die CSU die räumt auf
Für viel Toleranz ist sie weniger
Bekannt als für derbe Sprüche wie
Volkstum aus Lederhose und Laptop
Was freiheitlicher noch ist oder ob
Sie in Sachsen rechtsblind sind
Werden andere Instanzen entscheiden
Weniger Wahlwerbung wäre angenehm
Um Entscheidung nicht zu beeinflussen
Spannend wird sein ob noch weiterhin
Mit zweierlei Maß entschieden wird
Oder eines bundesweit dann gilt
Wie gut wenn die ganze Aufregung
Am Sonntag endlich endet denn
Besser wird es im Land dadurch nicht
Politik stört nur die Beamten mehr
Bei der Arbeit als sie noch je bewegt
Nimmt sich selbst viel zu wichtig
Dabei soll sie nichts als Verwaltung
Rechtmäßig anleiten meist was
Weniger Geschrei bräuchte

jens tuengerthal 20.9.21

Klimaflüchtlinge

Klimaflüchtlinge

Mehr als 100.000 Klimaflüchtlinge
Gäbe es allein in Burundi las ich
Dachte über die Zahlen weltweit
Nach die von Millionen Menschen
Ausgehen die ihre Heimat werden
Verlassen müssen weil Leben
Dort nicht mehr möglich sein wird
Über die Veränderung der Welt
Die all das mit sich bringt im
Inneren des noch reichen Westen
Der die Krise zu verantworten hat
Mit seiner rücksichtslosen Wirtschaft
Dem Diktat des ewigen Wachstum
Aber Zäune zieht um seine Insel
Des Wohlstandes als Reservat
Für ein ungefährdetes weiter so
Zu schützen welches Flugzeuge
Nur für Urlaubsspaß zu Ausflügen
In Reservate im sonnigen Süden
Verlassen und Schiffe die Waren
Bringen die dort günstig produziert
Es wird die Flucht unseren Wohlstand
An den Rändern auch gefährden
Aber schlimmer noch ist wie dies
Den Humanismus schon zerstört
Immer mehr Länder Mauern errichten
Hass offizielle Politik wird weil Angst
Regiert und Populismus gewinnt
Es ist unsere Verantwortung was
Klimatisch dort geschieht aber
Wir bauen lieber Mauern statt
Unsere asozialen Gewohnheiten
Konsequent zu hinterfragen was
Verpönt ist eher weil doch keiner
Sich seinen Urlaub vermiesen will
Für den ja hart gearbeitet wurde
Das Alter mit Reisen im sonnigen
Süden der Traum vieler noch ist
Aber weiter so geht nicht mehr
Klima ist komplex und betrifft alle
Wer nicht zuerst Lösungen sucht
Wird von der Gewohnheit gelähmt
Die weiteren Bewegungen folgen
So berechenbar wie sicher darauf
Angst und Geiz nähren den Hass
Gegen alles Fremde immer weiter
Da hilft keine Vernunft mehr weil
Längst dunkle Triebe uns regieren
Die 100.000 Klimaflüchtlinge sind
Ein winziger Teil dessen was kommt
Wie der Folgen im Lebensgefühl
In eingezäunten Homelands für
Die reichen Teile der Welt noch
Können wir mitgestalten wie die Welt
Nach der Klima-Völkerwanderung wird
Wenn es läuft ist es schon vorbei
Sein wir lieber vorausschauend
Es geht längst um Leben oder Tod
Fangen wir verantwortlich bei uns an
Noch können wir etwas retten
Indem wir in die Zukunft investieren
Wie unsere Gewohnheiten ändern
Frage mich nur wen dieser Gedanke
Zum Nachdenken bewegen wird
Wieviele dennoch fliegen wollen
Leben wie gewohnt weitermachen
Wer Verantwortung übernimmt
Für die Opfer unseres Wohlstands
Bevor die Antwort kommt werde ich
Lieber weiterdichten oder lesen
Sich dem Schönen widmen noch
Solange uns Zeit bleibt dafür
Zumindest habe ich darüber hier
Geschrieben war nicht tatenlos
Ob sich was ändert liegt nicht
Mehr länger in meiner Hand
Was ginge auch sonst noch

jens tuengerthal 20.9.21

Sonntag, 19. September 2021

Frauenliebe

Frauenliebe

Liebe die Frauen aber fragte mich
Warum eigentlich ohne eine Antwort
Finden zu können nach all dem 
Woran ich mit ihnen immer wieder
Auch litt mein Leben für sie gerne
Aufgegeben hätte aus Liebe aber
Denke Heinz Erhardt hat recht
Frauen gleichen Edelsteinen
Es braucht Fassung sie zu tragen
Manchmal ringe ich um diese noch

jens tuengerthal 19.9.21

Zwecklos

Zwecklos

Braucht das Leben einen Zweck
Oder genügt es sich von alleine
Wäre jede Zwecksetzung kontraproduktiv
Zum Ziel des Glücls weil wir mehr
Nie erreichen können aber eine
Bindung es ohne sinnlos machte
Wir besser genießen was ist weil
Es meist anders kommt als gedacht
Dennoch machen es die meisten
Anders weil wir es so gewohnt sind
Vielleicht würden viele weniger
Depressiv sondern glücklich
Wagten sie es zwecklos zu sein
Aber es scheint schwerer als der
Logische Weg und löst Widerstand aus
Es bleibt also unklar
Was wirklich gut tut

jens tuengerthal 19.9.21

Verstimmungstheater

Verstimmungstheater

Zwischen Frankreich und seinen Kunden
Im Militärischen Exportbereich welche 
Australien und die Schweiz sind wie den
USA welche ihnen lukrative Aufträge am
Markt abspenstig machten herrscht eine
Üble Verstimmung die kurz vor der Krise
Zur Rückberufung der Botschafter führte
Die neu instruiert werden sollen wobei
Sich der Beobachter fragt was wohl will
Wer solches Theater am Markt inszeniert
Beleidigtes Gezicke führt nicht gerade
Zu nachhaltigen Erfolgen zumal vieles
Davon noch Ergebnis der Trump-Ära
Gewesen sein dürfte gegen die mit dem
Aufschrei Frankreichs womöglich noch
Protestiert werden soll weil die einst
Auch koloniale Großmacht plötzlich mit
Allen Anbietern in Konkurrenzs steht
Es ist kein guter Stil solche Verträge
Kurz vorher einseitig zu kündigen
Aber noch schlechter ist es als der
Anbieter großes Geschrei darüber
Zu veranstalten wenn der Kunde
Ein besseres Angebot wählt was
Alle von künftigen Geschäften mit
Dem militärisch industriellen Komplex
Der Franzosen eher abhalten könnte
Weil in dieser Branche Dezentz noch
Viel kostbarer ist als jeder Auftrag
Dürfte diese vielleicht sogar noch
Gerechtfertigte Aufregung eher mehr
Schaden als nutzen womit es bald
Zu großen Veränderungen am Markt
Kommen dürfte wobei noch unklar ist
Wer wann und wovon profitieren kann
Wem dies Verstimmungstheater nun
Nutzen soll was ganz gegen alle sonst
Diplomatischen Gepflogenheiten eher
Zickig ist als französisch elegant sich
Unterlegen als beleidigt gibt was nie
Stärke zeigte oder weiter führte aber
Wenn plötzlich im großen Theater
Der diplomatischen Bühne nun die
Zuverlässigkeit wichtiger wird als
Ehre und Stolz könnte dies auch
Den Anbruch einer neuen Ära
Bedeuten die nicht wie Trump
Oder Putin alle vor den Kopf stößt
Sondern wie Merkel vorsichtig lieber
Verhandelt unter Partnern was ein
Großer Fortschritt wiederum wäre
So lächerlich das Theater zunächst
Wirkt und weltfremd könnte es die
Post-Trump-Ära einläuten die nicht
Länger Partner vor den Kopf stößt
So gesehen ist Frankreichs gerade
Etwas zickige Reaktion zwar eher
Peinlich und wenig sinnvoll aber
Dann doch wieder auf dem richtigen
Weg zu einer Annäherung nach
Der Zeit der Brüskierungen ist
Die Betonung der Zuverlässigkeit
Kein so schlechtes Signal auf dem
Internationalen diplomatischen Parkett
Was immer etwas glatt auch ist

jens tuengerthal 19.9.21

Regelungsbedarf


Regelungsbedarf

Es bestünde Regelungsbedarf ist ein
Typischer Terminus im politischen
Wie juristischen Umfeld wo Menschen
Meinen von der Wiege bis zur Bahre
Müsse alles geregelt wie verwaltet
Werden damit es so seine Ordnung
Habe was im Interesse des Staates
Stets war der die Ordnungsmacht ist
In der Unordnung machtlos würde
Weil Verwaltung mit Chaos nicht kann
Einen geregelten Ablauf braucht
Staat aber nichts als Verwaltung isti
Die ideologisch für Leichtgläubige
Aufgeladen wird wie durch ein Heer
Von Beamten funktioniert welche bei
Ihrer Tätigkeit unpolitisch sein muss
Damit die Politik sie verschieben kann
Je nach aktuellem Regelungsbedarf
Aber jenseits der grauen Heerscharen
Der Beamten die im System unserer
Erbsenzähler welche nominell längst
Die Herrschaft überall übernahm weil
Geld die Welt regiert ist seine Ordnung
Zu jener der verwalteten Freiheit auch
Geworden die sich Republik nennt
Als Sache des Volkes dahingestellt
Wer davon je oder noch profitiert als
Das System und seine Teile die als
Beamte für überall Ordnung sorgen
Ob irgendwo Regelungsbedarf je
Bestand oder die Welt viel besser
Ungeregelt lebte fragen nur die
Anarchisten die der Staat als Feinde
Wie Terroristen gerne bekämpfte
Es bestehen mehr Zweifel schon am
Nutzen einer Regelung wenn es auch
Ohne ginge nur eben nicht messbar
Als besteuerbar wäre was dann als
Ungerecht bezeichnet wird auch wenn
Der Staat längst mehr kassiert als er
Bräuchte wie seiner Leistung nach
Dürfte aber wir haben aufgehört dies
Kritisch zu hinterfragen weil ja alles
Seine Ordnung braucht wie eine
Fahne und eine Nationalmanschaft
Oder ein Wappen für alle auch wenn
Es ein geköpfter Vogel nur ist der
Früher dem Kaiser schon doppelt
Seiner Zeit noch diente doch seit
Kant spätestens wissen wir dass
Aufklärung die Befreiung aus der
Selbstverschuldeten Unmündigkeit
Ist die also alles Handeln an ihrem
Gewissen prüft um frei und gut zu
Sein statt abhängig fremdbestimmt
Womit jede Regelung des Gewissen
Beschneidet wie den entsprechenden
Handlungsrahmen verringert also
Das Leben nicht besser sondern
Logisch schlechter macht ergo
Entbehrlich sein sollte soweit als
Es die Umstände möglich machen
Weniger ist bei den Regelungen
Tatsächlich mehr denn es gibt
Keine ethische Sicherheit außer
Mit Menschen die ihrem Gewissen
Folgen statt gegen es zu kämpfen
Oder durch Regelungen entmündigt
Wurden was sie gewissenlos macht
Warum das Strafrecht heute besser
Diskutierte inwieweit stets auch eine
Mitschuld des Gesetzgebers bei jedem
Regelungsverstoß vorliegt der durch
Seine Gebote und Verbote erst den
Einzelnen im Gewissen entmündigt
Es unmöglich macht gut zu handeln
Was aller heutiger Gewohnheit noch
Widerspricht aber der einzige Weg
Sein wird Freiheit als solche die zu
Moralischem Handeln führt auch
Deutlich zu machen damit künftig
Gilt was logisch und vernünftig ist
Dass kein Regelungsbedarf besteht
Sofern es irgend vermeidbar ist aber
Wo es noch künstlicher Ordnung
Bedarf an deren Überwindung eher
Zu arbeiten ist als an der normativen
Verfestigung von Regelungen die so
Noch ewige Gültigkeit haben sollen
Womit endlich wieder gälte das im
Zweifelsfall nichts gilt sondern ist
Was ist anstatt damit die Aufklärung
Als Gewissensfreiheit überhaupt
Eine Chance noch haben kann
Nicht Regelungen uns länger noch
Entmündigen für kein Ergebnis als
Mehr Regelungen ohne Gewissen

jens tuengerthal 19.9.21

Samstag, 18. September 2021

Herbstparty

Herbstparty

Samstagabend vorm Misirlou am
Helmholtzplatz in Berlin sind alle
Plätze gut gefüllt gerade noch nach
Eher überflüssigem Date noch den
Letzten freien Tisch ergattert wie
Irgendwo einen frei werdenden Stuhl
Ergattert um dann fast so lange
Darauf zu warten bemerkt zu werden
Wie den bestellten Rotwein zu bekommen
Was bei den Höschen nebenan doch
Immer vertraut schneller geht aber
Es ist Samstag wie sehr voll
Verzeihe lieber statt anzuklagen
Den Abend weiter zu genießen
Aber wo ich die Wahl habe
Werde ich die Nachbarn bevorzugen
Auch wenn dies die alte Stammbar war
Der Laden brummt auch hier
Sie werden es wohl überleben
Wenn ein Stammgast wechselt
Aber Abschied passt auch zur
Langsam herbstlichen Stimmung
Der rote Hauswein ist in Ordnung
Die Stimmung ist im Gegensatz
Zu nebenan relativ unerotisch fremd
Kaum jemand flirtet wirklich oder sucht
Augenkontakt am Tisch nebenan
Lässt sich ein Jungspunt von drei
Noch jüngeren noch nicht Damen
Oder zumindest zwei die Dritte
Ist nicht wirklich zu erkennen
Bewundern wobei eine meist ihre
Hand besitzergreifend auf seinem
Schenkel ruhen lässt während die
Andere nicht blond gefärbte von
Eher natürlicher Schönheit sich
Im englisch karierten Gehrock blass
An ihre zu große Handtasche klammert
Sie wirkt bedürftig ohne zu wissen
Nach was eher mädchenhaft noch
Die etwas ältere daneben könnte
Die auch östlich wirkt wie alle 
Auch als die Mutter durchgehen
Unklar nur von wem der drei
Während der angeschwärmte Jüngling
Mit seiner Liebsten drinnen zahlt
Wechseln die Verbliebenen noch 
Belanglose Worte vorm Abschied
Derweil hat sich gegenüber am
Letzten zur Höschen Bar gehörigen
Tisch eine Schöne mit so langem
Haar wie Beinen platziert die ihre
Im kurzen Rock sichtbare untere
Schönheit leider sogleich den eben
Herbstlichen Temperaturen entsprechend
In eine Decke gewickelt hat
Sie sitzt auf der Bank unter dem Baum
Ihre zwei eher peinlichen Kavaliere
Hatten schnell die Stühle besetzt
Sie sitzt leicht genervt von den
Pubertär wirkenden Knaben
Mit verschränkten Armen da
Sucht zwischendurch den Blick
Des sie beobachtenden Flaneurs
Aber schaut schnell weg als ich
Es lachend erwidere um sich
Während die Jungen angeregt plaudern
Mit ihrem Telefon in rosa Hülle
Lieber zu beschäftigen nur dann
Und wann wenn sie nicht gerade
Das Gemüse aus ihrem Drink fischt
Kreuzen sich unsere Blicke
Sie hat natürliche Eleganz wie
Schönheit der sie sich bewusst ist
Wäre ich nicht nur als Flaneur hier
Machte der Anblick neugierig
Besonders wo sie sich hinter ihrem
Leicht arroganten Blick verschließt
Der vermutlich wenig verbirgt
Aber mehr Klasse hat als der Rest
Wäre sie nicht zu jung wie unreif
Aber in 15 Jahren könnte sie
Interessant werden vielleicht
So verliert sie sich wieder als
Netter Anblick in der Menge
Im hier angeheiterten Kindergarten
Ein Samstag in Berlin der sich
Fast schon nach Herbst anfühlt

jens tuengerthal 18.9.21

Lustfülle

Lustfülle

Was ist die größte Lust
Wie das schönste beim Sex
Miteinander zu erlebende Glück
Überlegte ich lange Zeit aber
Bin mir inzwischen sicher
Nichts ist befriedigender als
Wenn ich als Mann erleben darf
Wie eine Frau danach in meinen
Armen vor Glück noch bebt
Beide dankbar erschöpft
Mehr muss dazu nicht
Geschrieben werden
Aber was weiß ich schon
Denke ich und bin egal wie
Für gewährte Gegenwart
Gerne zutiefst dankbar
Weil das glücklich macht

jens tuengerthal 18.6.21