Donnerstag, 11. Februar 2021

Hansekarneval


Hansekarneval

Die 5. Jahreszeit beginnt diesmal
Im ganzen Land wie sonst nur in
Norddeutschland völlig unbemerkt
Weil die Austreibung der Geister
Gerade kein Thema ist während
Corona das Land beherrsch und
Als geborener Bremer denk ich
Gut so und weiter geht's mehr
Muss dazu nicht gesagt werden
Wer braucht katholische Feste
Für Frohsinn in diesen Zeiten
Feiern wir wenn es vorbei ist

jens tuengerthal 11.2.21

Föderalversagen


Föderalversagen

Der Föderalismus taugt nichts
Zur Bewältigung einer Krise was
Die Länder mit den lächerlichen
Beschlüssen wieder bewiesen
Warum die Kanzlerin endlich
Den Katastrophenfall ausrufen
Sollte konsequent zu handeln
Ohne solch feige Beschlüsse
Es geht um Leben oder Tod
Theater und Museen sind zu
Aber wir haben die Haare schön
Es ist gut wenn die Politik sich
Sorgen um die Freiheit macht
Die sie schnell den Bürgern 
Wieder zurückgeben wollen
Aber genau darum braucht es
Jetzt eine no Covid Strategie
So viele Leben wie möglich
Noch zu retten einen Ausweg
Mit Perspektive zu haben statt
Heute Beschlüsse zu fassen
Die in wenigen Wochen wieder
Verschärft werden müssen was
Den Widerstand nur erhöht wie
Die Bereitschaft sich an Regeln
Noch länger zu halten senkt
Es ist feige verantwortungslos
Das Land war auf einem guten
Weg der mit endlich Konsequenz
Erleichterung in absehbarer Zeit
Hätte bringen können aber heute
Wurde die Kapitulation der Politik
Aus Feigheit offensichtlich die
Lieber weiter Leben riskiert statt
Sich mit Vernunft zu einigen aber
Nun ist ja auch alles egal wenn
Oma stirbt hatte sie zumindest
Die Haare nochmal schön

jens tuengerthal 11.2.21

Mittwoch, 10. Februar 2021

Lilienblick


Lilienblick

Weiße Lilien waren einst die
Königlichen Blumen Frankreichs
Bevor die Revolution sie knickte
Kurzzeitig korsische Bienen noch
An ihre Stelle gesetzt wurden
Sie dann wieder kamen und gingen
Von Dichtern symbolisch überladen
Blieb von ihnen selten mehr als
Das Symbol was in der Erinnerung
Verfliegt wie ihr intensiver Duft
Dabei lebt auf und mit ihnen so
Einiges wie Alphonse Karr wieder
In der Reise in meinen Garten
Erzählt ohne genau zu wissen wie
Viele Regierungen und Revolutionen
In Frankreich wechselten seitdem
Sein Lilienbusch im Garten einst
Gepflanzt wurde wobei diese nicht
Die im Wappen ist das wohl viele
Mütter gerne hätte auch wenn die
Lilien in den Tuilerien zwischenzeitlich
Ausgerupft wurden im Überschwang
Der Revolution zieren sie diese bis heute
Ein einziges Insekt bewohnt sie noch der
Zirpkäfer der mit Flügeln und Beinen
Wenn in der Hand gefangen hörbar zirpt
Zur Familie der Pillendreher gehört
Den und dessen Verdauung Karr so
Fein wie schön beschreibt doch sehr
Spannend fand ich außer dem
Gedeihen des Eis unter einem Blatt
Von dem sich der geschlüpfte Wurm
Ernährt bis er sich verpuppt um zum
Wunderschönen Käfer zu werden dass
Der männliche Käfer völlig erschöpft
Nach der Begattung stirbt während
Seine Geliebte noch die Eier ablegt
Bevor sie dahinscheidet womit beide
Ihr Leben nach dem Sex beenden
Was nicht so schlecht klingt denk ich
An dieser Stelle zu den Lilien genügt
Insofern es am Ende um Sex ging
Ist ja auch alles gut so was wieder
Zeigt auch was mit Lilien beginnt
Kann sehr menschlich enden 
Sogar wenn es um Käfer geht
Wie der Sinn des Lebens ja
Bekanntlich 42 ist oder 7 x 6
Was wohl genügt dazu

jens tuengerthal 10.2.21

Ordnungsfreiheit


Ordnungsfreiheit

Ist Ordnung nur ein Zwang
Oder schenkt sie Freiheit
Sie raubt Zeit mit dem Aufräumen
Schenkt aber mehr davon danach
Wenn sich der Berg dessen was
Zu tun wäre immer höher türmt
Wird er zur Bedrohung die uns
Nächte mit Albträumen bringt
Wo altes in guter Ordnung ist
Können wir gelassen sein was
Die Zukunft und Gegenwart des
Eigenen Lebens betrifft sind aber
Zugleich Sklaven des Systems
Was uns seiner Ordnung unterwirft
Doch wird es ohne immer schwerer
Noch in ihm irgendwie zu überleben
Wer eine zeitlang aussteigt muss
Danach die Versäumnisse alle
Nachholen und dafür bezahlen
Warum sich auch ökonomisch
Eine gute Ordnung doch lohnt
So erinnert Grete de Francescos
Die Macht des Charlatans daran
Wie der Goldmacher Bragadino
Der sehr erfolgreich Venedig betrog
Eine genaue Briefregistratur betrieb
Die heute in München ausgestellt
Um in seinen Lügen den Überblick
Wie eine genaue Ordnung zu haben
Was für den Scharlatan lebenswichtig
Sein kann sich nicht selbst zu täuschen
Aber abgesehen vom Betrug am System
Ist auch das unangepasste Sein in diesem
Mit einem gewissen Maß an Ordnung
Leichter als ohne diese um zu überleben
Sich vor dem Aufräumen klar zu machen
Wie viel Freiheit es uns schenken kann
Könnte eine gute Motivation sein auch
Stumpfsinniges besser zu ertragen
Wobei immer die Frage bleibt ob die
Mit ordnen verbrachte Zeit nicht am
Ende doch alles überwiegt was das
Angepasste Leben zwar erleichtert
Aber wenig sonst übrig lässt was
Am Ende alles offen lässt warum
Vorm Aufräumen nachzudenken hilft
Sich nicht ganz darin zu verlierem
Ordnung schenkt und raubt Freiheit
Was überwog wissen wir erst danach
So stürzen wir uns wie fast immer
Blind ins Leben was auch immer
Sich am Ende lohnte war was los
Das ist dann wohl in Ordnung so

jens tuengerthal 10.2.21

Luxuslust


Luxuslust

Passt Luxus in unsere Zeit
Von Klimawandel und Pandemie
Braucht es nicht der Entsagung
Um diszipliniert zu bleiben beim
Kampf gegen die Unbill des Lebens
Also Haltung zu wahren in der
Protestantischen Bescheidenheit
Die klaren Geist und Größe zeigt
Wie es die Kanzlerin uns vorlebt
Sind Luxusautos oder Reisen noch
Irgendwie vertretbar oder nie mehr
Verdient wer es tut soziale Missachtung
Handelt zumindest unmoralisch
Ist unmündig also unfrei nach Kant
Ein lächerlich vorgestriger wie Trump
Mit seinen peinlich goldenen Betten
Wie operiert geschönten Frauen
Der keine Zukunft mehr hat weil
Dieser Luxus allen schadet nur
Manche brauchen es zu merken
Oder wandelt Luxus sich einfach
Aktuellen Bedürfnissen angepasst
Brauchen alle Menschen das gleiche
Zeigt sich feiner Luxus im Detail
Sind es Kultur und Bildung die
Dauerhaft bleiben statt Gütern
Die jeder mit Geld kaufen kann
Wird echter Luxus quasi imateriell
Zeigt sich in echten Gefühlen oder
Es sich leisten zu können nichts
Mehr zu müssen zum Glück
Geistig unabhängig zu sein statt
Funktionales Rädchen im Sein
Ist echter Luxus seine Schätze
Nicht mehr zu brauchen sondern
Zufrieden ohne Angst zu leben
Die Welt geistig zu erfassen ohne
Sie mit vorgestrigen Reisen noch
Weiter zu beschädigen weil es ein
Genuss und Luxus ist mit einem
Guten Gewissen zu leben statt
Ängstlich sich zu rechtfertigen
Liegt echter Luxus viel mehr
In der Erkenntnis der Freiheit
Die ein unabhängiger Geist gibt
Der auch im Nichts des Lockdown
Sich noch zu beschäftigen weiss
Der größte Luxus für mich bleibt
Eine schöne Bibliothek mit Zeit
In Ruhe die Bücher zu lesen ohne
Von egal was gehetzt zu werden
Vermögen versklavte mich nur
Darum soll sich kümmern wem
Die Beschäftigung damit liegt
Wer schätzt was ist statt zu wollen
Was nur unter Mühsal erreichbar
Lebt als friedlicher Mensch so
Glücklich wie möglich mehr
Gibt es nirgendwo alles sonst
Bleibt am Ende überflüssig

jens tuengerthal 10.2.21

Lusteinfach


Lusteinfach

Wenn zwei Lust aufeinander haben
Könnten sie ihr einfach folgen um
Es zusammen zu genießen doch
Vor den Vollzug wurden sehr viele
Hindernisse gesetzt unklar nur ob
Diese nötig sind auch genug Lust
Zu bekommen statt sich über die
Gemeinsamen gynnastischen Übungen
Nicht nur noch zu amüsieren denn
Jenseits der schlichten Triebe ist
Was wir so gern geil finden schon
Ziemlich komisch eher zumindest
Mit Abstand ohne Anteilnahme
Betrachtet was allerdings bei der
Lust nicht zu empfehlen ist da
Dann der Gedanke etwa an
Woody Allen näher läge also
Lachen statt stöhnender Erotik
Was wenige Partner mögen wie
Überhaupt viel ernst nötig ist
Beim gewöhnlichen Sex noch
Steif zu bleiben ohne so zu wirken
Bei der ganz großen Erotik
Von der wir insgeheim träumen
Bis wir alles einmal ausprobiert
Die Lust den Kitzel verliert eher
Komisch wirkt höchstens Gefühl
Den Aufwand noch wert scheint
Wie die angenehme sportliche
Übung dabei die große Mengen
An Kohlenhydraten immer verbrennt
Warum Sex auch schlank hält
Was in Zeiten von Corona für
Die Kultivierung der Onanie spricht
Mit dir als immer geöffneten Studio
Fit durch die Pandemie kommen
Ohne Risiko egal welcher Ansteckung
Ist es die einfachste Lust immer
Der Rest dagegen viel Aufwand
Für oft bescheidenes Ergebnis
Wobei zwei es mit der Lust sich
Selten einfach machen auch damit
Alles irgendwie noch Reiz behält
Bleibt der Sex viel komplizierter
Als nach der Natur noch nötig wo
Triebbefriedigung ganz oben steht
Um Fortpflanzung zu gewährleisten
Doch reich macht es zu merken
Eigentlich ist das alles lächerlich
Aber es voller Liebe zu genießen
Füreinander wie miteinander was
Zum Glück genügt aber am
Ende einfach nur Sex ist

jens tuengerthal 9.2.21

Dienstag, 9. Februar 2021

Liebeseinfach


Liebeseinfach

Eigentlich sollte es doch
Ganz einfach sein in der
Liebe glücklich zu leben
Wenn einer der zugegeben
Seltenen Fälle eintritt dass
Zwei sich im wesentlichen
Verstehen wie dazu noch
Irgendwie anziehend finden
Dachte ich aber irgendwie
Scheint es sehr kompliziert
Dennoch weil sich an die
Liebe wie eine Beziehung
Große Erwartungen gerne
Knüpfen die keiner erfüllt
Warum das schmerzvolle
Scheitern am Ideal stets
Vorprogrammiert noch ist
Ob es an der Natur liegt
Dass ich es dennoch
Immer wieder probiere
Obwohl Erfahrung lehrt
Es geht meist nicht gut
Noch lohnt es wirklich
In den meisten Fällen
Warum es genug Gründe gäbe
Die Liebe zu vergessen um mit
Mehr Vernunft glücklich zu sein
Dummerweise ist die Liebe stärker
Als alle Vernunft und tut was sie will
Egal was ich vorher beschließe
Warum ich es nun lieber lasse
Mit der Liebe und der Vernunft
Soll doch jedes von beiden für
Sich mit wem glücklich werden
Und der Rest kommt von allein
Bis alles irgendwann endet
In der Liebe wie im Leben
Vielleicht ist es gut so

jens tuengerthal 9.2.21

Querdenkerschuld


Querdenkerschuld

Geahnt haben wir es schon lange
Nun ist es amtlich die Querdenker
Haben durch ihre Demonstrationen
Massiv zur Verbreitung des Virus
Beigetragen wie eine Studie nun
Detailliert nachweisen konnte
Nun fragt sich wie deren damit
Verantwortung sich auswirkt
Muss die Gesellschaft den durch
Egoismus angerichteten Schaden
Übernehmen wie sie es bisher tat
Oder sollten diese dafür haften
Führen die zahlreichen Verstöße
Gegen den Hygieneschutz nicht
Zu einer weiteren Verantwortlichkeit
Sollten sie auch wegen zumindest
Fahrlässiger Körperverletzung oder
Sogar Tötung belangt werden weil sie
Zur Unzeit das falsche taten sich
Sogar öffentlich dazu bekannten
Oder ist deren Grundrecht auf
Meinungsfreiheit wichtiger als das
Leben der anderen frage ich mich
Wobei das auch für alle die gilt
Die nun in der Menge Schlittenfahren
Oder sonst unverantwortlich auch
Die Leben anderer gefährden
Vielleicht müssen wir das Risiko
Um der Freiheit willen in kauf nehmen
Aber es deutlich zu sagen scheint
Nötig um für die Zukunft zu lernen
Auch wer Corona leugnet wird es
Weiter verbreiten mehr sogar als
Diejenigen die verantwortlich sind
Sollten wir um der Freiheit willen
Von Strafen absehen weil viele
Auch ahnungslos ohne Vorsatz
Dabei handelten fragt sich doch
Ob sie nicht privat haften sollten
Zumindest einen Teil der Kosten
Für die Gesellschaft übernehmen
Müssten der Gerechtigkeit wegen
Die sonst alle die sich korrekt
Verhalten haben mitbestraft was
Zu einem absurden Ergebnis führt
Menschen machen auch Unsinn
Aber den müssen sie dann auch
Bezahlen und nicht die anderen
Warum sollte sich noch künftig
Wer an Regeln halten wenn die
Welche es nicht tun die Kosten
Dafür der Gemeinschaft geben
Die Studie könnte so helfen
Für mehr Gerechtigkeit zu sorgen

jens tuengerthal 9.2.21

Coronasprech


Coronasprech

Lockdown oder Shutdown
Niedergeschlossen oder -geschossen
Hauptsache alles dicht haben wir
Viel Vokabular der Virologen im
Letzten Jahr angenommen als
Alltägliche Neuigkeiten lesen wir
Vom HK-Wert oder Inzidenzien
Träumen nur von einem Tänzchen
Weil wir Abstand halten um die
Aerosole nicht zu ermuntern uns
Zu infizieren nur mit Maske was
Nicht ohne Komik wohl auch ist
Während der Karneval ausfällt mit
All seinen Umzügen tragen wir in
Allen Zügen vorsichtig Maske
Ohne damit vermummt zu sein
Offenbaren mehr die ohne wohl
Einen Mangel an Sozialkompetenz
Verwunderliche Welt der Pandemie
Öffnet unbekannte Sprachpforten
Zwischen Virus und Vakanz hat
Covid eine letale Komik

jens tuengerthal 9.2.21

Woelkür


Woelkür

Es wird wieder gemutmaßt warum
Der Vatikan Kardinal Woelki nicht
Verurteilte als dieser dort um ein
Gutachten bat ob sein Verhalten
Verurteilenswert ist was aus vielen
Gründen verschiedenen Strömungen
Der Kirche verschieden wichtig noch
Erscheint je nach eigenem Interesse
Zum Skandal machen es liberale Kräfte
Die den Konservativen gerne los wären
Während seine Truppen eher noch
Verständnis zeigen oder schweigen
Was im Geplapper wohl kaum hilft
Die Tat selbst scheint eher weniger
Skandalös insofern sie lediglich einen
Kranken Alten schonte sogar christlich
Kein Grund Woelki anzuklagen sagt
Das fragwürdige Gerechtigkeitsempfinden
Weil der eigentliche Skandal ein anderer
Ist der tiefer geht und weiter spaltet
Aufklärung und Kirche schon logisch
Ein Paradoxon ist da wer sich aus der
Selbstverschuldeten Unmündigkeit
Befreite nicht katholisch sein kann
Sein Gewissen also einem Gott
Unterwerfen könnte oder dessen
Stellvertreter über gut und böse
Entscheiden lassen würde warum
Aufklärung und Kirche logisch eine
Contra dictio ist aber dennoch wird
Nach unstrittigen Skandalen infolge
Falscher Moralvorstellungen noch
Weitergemacht als wäre es noch
In sich heilbar und nicht verlorene
Liebesmüh es gibt keine liberale
Aufgeklärte katholische Kirche
Wer das sein möchte trete aus
Statt moralische Scheiterhaufen
Für bigotte Doppelmoral zu errichten
Nicht was Woelki tat war skandalös
Sondern wie Hexenverfolgung noch
Immer ein üblicher Ritus scheint
Gerade liberalere Katholiken gegen
Konservative Kräfte was eher zeigt
Wer etwas ändern will geht alle
Übrigen sollten sich einigen statt
Andersdenkende zu verbrennen
Was peinlich nur noch ist wie
Einer kulturellen Tradition unwürdig
Ein Aufklärer der nicht aufklärt ist
Überflüssig wohl wahr jedoch wer
Auf Aufklärung in der Kirche hofft
Ist bestenfalls noch naiv vermutlich
Eher ignorant bis böswillig weil alle
Tradition und Geschichte ignorierend
Es braucht keine neue Reformation
Die aus Rom eine evangelische Kirche
Mit Heiligen und Hokuspokus macht
Verteidige sicher keinen Kardinal als
Amtsträger überholten Aberglaubens
Aber einen Menschen der einer
Fortgesetzten Verlogenheit geopfert
Wird die schlimmer noch ist als das
Heilige Theater aus Rom denn die
Eigentlich Konservativen hier sind
Die Ankläger der Hexenverfolgung
Auch wenn es die gerechte Strafe
Für einen Kardinal ist der sich noch
Meinte Aufklärer nennen zu dürfen
Liegt der Hölle Rache mir fern aber
Wo es ungerecht wird verteidige ich
Auch einen konservativen Kardinal
Der medial maximal ungeschickt ist
Lieber ehrliche Konservative die
Ihre Sicht konsequent vertreten
Wie Benedikt oder Mosebach als
Verlogene vermeintlich Liberale
Die Hexen heute noch verfolgen
Was ohnehin immer mehr eine
Sache des Volkes als der Kirche
Was die nur willig mittat um den
Frieden zu wahren wie überall
Moralisch mitzureden und so
Den Hokuspokus zu besiegen
Woelki ist mir relativ egal aber
Gegen Hexenverfolgung stehe ich auf
Im Sinne echter Aufklärung

jens tuengerthal 9.2.21

Gerechtigkeitsaufklärung


Gerechtigkeitsaufklärung

Braucht es mehr Aufklärung was
Gerechtigkeit sein kann und wie
Diese dauerhaft zu sichern ist um
Reste davon zu retten statt den
Untergang noch zu beschleunigen
Die Rechtsprechung soll Recht sprechen
Wendet damit die Gesetze konkret an
Die Politik zuvor in Form gegossen
Während Verwaltung Recht vollstreckt
Alle drei müssen unabhängig sein um
Den Rechtsstaat künftig zu erhalten
Gerechtigkeit ist nicht normierbar aber
Voraussetzung der Akzeptanz aller
Gesetze die also an etwas hängen
Was sie nie erfassen können aber so
Natürlich Raum für Ungerechtigkeit gibt
Darum wird Iustitia so gerne mit
Verbundenen Augen dargestellt weil
Diese Blindheit Unabhängigkeit
In allen Verfahren zeigen soll was
Bedingung des Rechtsstaates ist
Politische Justiz ist unglaubwürdig
Wie Russland es uns gerade zeigte
Worüber Europa sich empört was
Der Koloss mit Ignoranz beantwortet
Wie zusätzlicher Provokation noch
Unabhängige Macht zu demonstrieren
Typisch männliches Verhalten aus
Einer vergangen gehofften Epoche
Fraglich ob die USA es besser machen
Ein Impeachment ist ein politischer
Prozess immer bei dem Recht nur
Eine Nebenrolle im Parteienstreit spielt
Die eine Frage ist ob Trump Recht brach
Darüber sollten Gerichte entscheiden
Der Versager gehört angeklagt aber
Nicht vom politischen Gegner verurteilt
Was nur Märtyrerlegenden fördert
Weil es den Prozess parteiisch macht
Ein Freispruch sagte so wenig über
Das Recht wie ein Urteil wenn die
Mehrheit zufällig stimmt wie es nie
Über Lügen aufklärt oder Gerechtigkeit
Fördern kann es verlängert nur die
Spaltung und Befreiung der Republikaner
Von dem peinlichen Ausrutscher Trump
Es sollte geistigen Brandstiftern dringend
Der Prozess gemacht werden aber nur
Rechtsstaatlich nicht politisch um ihnen
Genau diese Bühne im Verfahren zu
Nehmen von der Populismus lebt
Es ist ein ganz neuer Prozess wie
Mit Blendern und Lügnern künftig
Umzugehen ist doch sollte dabei
Lieber auf den Rechtsstaat vertraut
Statt politisch agieren zu wollen
Ob Trump bestraft werden kann
Entscheidet sich nach Recht was
Zum Zeitpunkt der Tat schon galt
Es gilt der nulla poena Grundsatz
Darüber sollen Richter entscheiden
Die Politik führt ein Verfahren im
Eigenen Interesse bei persönlicher
Betroffenheit was Befangenheit
Logisch begründet warum hier
Mehr Zurückhaltung gefordert ist
Gewaltenteilung ist Bedingung
Eines funktionierenden Rechtsstaats
Wer sie aus persönlichen Interesse
Aushebelt gefährdet die Basis
Setzt damit fort was angeklagt
Ob Trump sich strafbar machte
Dafür belangt werden kann
Was er dem Rechtsstaat antat
Entscheiden allein Gerichte
Nach bei der Tat geltendem Recht
Wie sein Populismus künftig besser
Verhindert werden kann ist eine
Politische Frage um die politisch
Gestritten werden muss aber
Politische Verfahren helfen nie
So verständlich sie sind muss
Der Rechtsstaat das aushalten

jens tuengerthal 9.2.21

Coronasophie XXIX


Halte dir immer gegenwärtig, welches die Natur des Weltalls und welches die deinige ist, welche Beziehungen diese zu jener hat und welch einen Teil von welchem Ganzen du ausmachst, und dann, daß niemand es dir verwehren kann, dasjenige zu tun oder zu sagen, was mit der Natur, von der du selbst ein Teil bist, übereinstimmt

Marc Aurel Selbstbetrachtungen

Pandemienatur

Am 4. Februar schrieb Renata Egli-Gerber
Sehr klug in der NZZ über Marc Aurel den
Philosophen auf den römischen Kaiserthron
Der selbst den Pocken zum Opfer fiel wie
Seine Selbstbetrachtungen die er auf einem
Feldzug im Norden schrieb die aber noch
Wie gerade wieder von großem Interesse
Für uns und den Umgang mit unserer
Corona Pandemie und ob diese der
Krone der vermeintlichen Schöpfung
Einen Zacken herausbricht sofern es
Uns nicht gelingt wieder Vernunft statt
Egoismus herrschen zu lassen bei
Der Bekämpfung einer Seuche die
Auch vor Kaisern nicht halt machte
Aber dank Impfung seit 1963 endlich
Ausgerottet wurde 1800 Jahre nach
Marc Aurel der damals schon als
Stoiker zur Gelassenheit mahnte
Die heute so vielen noch fehlt
Es wird etwas dauern bis wir alle
Geimpft und Corona keine Gefahr
Für die Menschheit mehr darstellt
In der Zwischenzeit üben wir uns
Am besten zuhause in Gelassenheit
Es ist ohnehin nicht zu ändern
Aber der Welt könnte es gut tun
Innezuhalten zu sich zu kommen
Wagen wir es uns Zeit zu lassen
Könnte es viele Leben retten was
Wenn es mit Gelassenheit statt
Panik erreichbar ist doch perfekt
Für alle Zukunft wohl wäre um
Wirklich etwas von der Seuche
Zu lernen worüber Marc Aurel
Schon 173 klug schrieb um dann
Sieben Jahre später der Seuche
Selbst zum Opfer zu fallen aber
Dann zumindest gelassen doch
Kennen wir heute zumindest die
Ursachen und den Weg zu einer
Erfolgreichen Bekämpfung durch
Impfung und bis dahin ist eben
Ruhe die erste Bürgerpflicht weil
Es so einfach sein kann Leben
Zu retten heißt es Geduld üben
Wobei die Lektüre von Marc Aurel
Gelassenheit schenkt und hilft

jens tuengerthal 8.2.21

Montag, 8. Februar 2021

Naturreichtum


Naturreichtum

Wie reich ist doch die Natur
Wie arm dagegen wir Menschen
Die wir meinen diese zu besitzen
Zeigt Alphonse Karr feinsinnig im
VII. Brief der Reise in meinen Garten
Die mit der genauen Betrachtung
Eines Nussbaums beginnt in dessen
Blüten eine Vielzahl von Lebewesen
Ihr Zuhause finden der sich anders
Als die Rose durch zu verschiedenen
Zeiten auftauchende Knospen befruchtet
Von dessen Blüten und ihrer Lust
Bei der die weiblichen Teile die dort
Männlichen lange warten lassen was
Menschlichen Ritualen nicht unähnlich
Zumindest dem was manche versuchen
Kommt er zu den sie bewohnenden
Insekten und wie sie sich nähren
Dem schönsten Nachtfalter etwa
Der sich als Wurm von den Blättern
Des Baumes ernährt um sich nach
Der Verpuppung wie verzaubert zu
Erheben in die Weite des Himmels
Wie sich so manches mal noch die
Grenzen von Himmel und Erde
Wohl auch gedanklich verschieben
So fragt Karr ob das Leben was wir
Führen wirklich der vollkommene
Zustand ist nach dem wir streben
Ob es nach dem Sein mehr gibt
Was den Freidenker Karr auf das
Ritual der Meistererhebung führt als
Überwindung der Schwelle von
Tod und Leben der Freimaurer dort
Sinnbildlich dargestellt im Tod des
Meisters am Tempel Salomons dem
Die Gesellen das Passwort der Meister 
Entlocken wollen um mehr zu haben
Von Gier also getrieben wird das
Geheimnis gesucht was er aber
Keinem von ihnen verrät dabei
Zitiert Karr teilweise wörtlich aus
Den Ritualen des Grand Orient
Was nicht weiter verwundert bei
Diesem Freund der Brüder Goncourt
Als sie den Meister getötet haben
Ohne an ihr Ziel dabei zu gelangen
Aber aus Gier haben zu wollen
Zum äußersten ohne Moral bereit
Vergraben sie ihn schnell um ihn
Später verschwinden zu lassen
Um aber die Stelle wiederzufinden
Stecken sie einen Akazienzweig
An die Stelle worauf die anderen
Ihn wiederfinden warum die Akazie
Den Freimaurern zum Symbol des
Meisters wurde der den Tod im
Ritual symbolisch überwand was
Der wohl intensivste Teil einer
Erhebung für jeden Meister ist
Der Gelassenheit schenken kann
Beim Blick auf das Leben in dem
Menschen so vieles wollen auch
An Besitz der keinem zusteht
So kommt Karr vom Ritual der
Freimaurer wieder in seinen Garten
Wo eine hohe Akazie wächst die
Wesentlich älter als er ihn noch
Lange überdauern wird aber laut
Urkunde sein Besitz sei wie es
In der Übersetzung heißt die nicht
Auf die deutsche Unterscheidung
Von Besitz und Eigentum eingeht
Die dem französischen Recht völlig
Unbekannt ist wo der deutsche Jurist
Sofort hellhörig wird weil Besitz heißt
Etwas in Besitz zu haben während
Eigentum das verbriefte Recht meint
Das etwa im Erbfall dem Erben zufällt
Auch ohne Besitz daran zu haben
Was bei einem alten Baum der viele
Generationen überdauert noch viel
Spannender ist und die Frage stellt
Wem kann etwas überhaupt jemals
Gehören und macht uns aller Besitz
Nicht zu Sklaven dessen immer
Arbeiten wir nicht nur um mehr an
Besitz nutzlos anzuhäufem der dann
Mit dem Tod den Erben gehört die
Nichts müssen als solche zu sein
Karr denkt an den geliebten Wald
Seiner Kindheit in dem er so viel
Erlebte und lernte und der ihm 
Großes Glück lange schenkte
Auch wenn er im Besitz oder wie
Deutsche Juristen sagen die von
Nichts etwas verstehen als sich zu
Streiten Eigentum eines uralten
Barons stand der ihn nie betrat
Wie die Akazie in seinem Garten
Noch Generationen überdauert
Ist es mit vielem was wir besitzen
Zumindest wo von guter Qualität
Also kein Smartphone ist das sich
In wenigen Jahren überlebt weil
Bereits veraltet wird gutes uns
Überleben wie etwa der Frack
Den ich von meinem Großvater
Einst erbte und zu selten trage
Wie ich dabei feststelle als einer
Der gute Dinge mag die bleiben
Oder mein Ginkgo im Garten des
Elternhauses das vermutlich bald
Der Schwester überschrieben wird
Womit mein Baum nie meiner war
Der mich schon lange überholte
Aber ich mag Dinge die bleiben
Wie etwa gebundene Bücher die
Noch meine Enkel lesen können
Wie ich Bände aus der Bibliothek
Des Großvaters noch hüte der sie
Vom Großvater schon erbte was
Aber wieder Sklaverei des Besitz
Auch ist obwohl ich in Berlin wohl
Genug öffentliche Bibliotheken hätte
Mit allem schönsten Büchern dort
So stellt Karr sich am Ende die Frage
Ob wir völlig verdreht sind und das
Was Reichtum und Glanz ist Armut
Nennen während wir das Elend wie
Die Sklaverei des Besitz fälschlich
Für Reichtum halten der uns aber
Nur unfrei macht und versklavt
Vielleicht ein Gedanke der lohnt
Helfen kann die Langsamkeit wie
Den großen Reichtum der Armut
Wieder zu entdecken statt ein
Leben lang nur zu scheffeln
Was nur unfrei hält dabei braucht
Es wenig mehr als eine kleine
Bibliothek oder einen Garten
Um alles Glück zu haben

jens tuengerthal 8.2.21

Sonntag, 7. Februar 2021

Liebeswollen


Liebeswollen

Es ist Unsinn zu sagen
Frauen wollten dies oder das
Wie es für Männer so allgemein
Eher Unsinn ist aber vielleicht
Haben auch andere bemerkt
Wie vieles daran scheitert
Dass die einen zufrieden sind
Während die anderen wollen
Veränderung gegen Kontinuität
Ob das am Geschlecht hängt
Weiss ich nicht zu sagen aber
Zumindest kenne ich es zu gut
Wenn etwas gut und schön ist
Möchte ich es gerne so lassen
Um zu genießen was ist was
Bei den geliebten Damen nur
Zeitweise auf Gegenliebe stieß
Immer wollten sie lieber etwas
Verändern auch wenn mit dem
Hehren Ziel es noch schöner
Danach zu haben fand ich das
Risiko etwas schönes zu ändern
Eher zu hoch vielleicht auch weil
Bestand mir wichtiger ist als die
Ständige Veränderung um in dem
Was bleibt einen Anker zu haben
Während viele der Frauen die mir
Irgendwie näher begegneten gern
Verändern wollten um zu gestalten
Das fing bei der Einrichtung an
Hörte mit meiner Kleidung nicht auf
Die eine wollte einen langen Bart
Die andere lieber keinen dafür
Eine die Haare lang oder kurz
So machten die Frauen meine
Wohnung immer schöner nicht
Nur durch ihre Anwesenheit auch
Durch gestalterische Ideen wohl
Warum sie aber wenn alles dann
Schön war nach etwas anderem
Schauten um umzuziehen blieb
Ein ewiges Rätsel für mich der
Kontinuität als Glück empfindet
Wenn etwas gut ist täte ich alles
Damit es so bleibt während die
Damen mit denen ich Leben
Teilte lieber etwas wollten um
Daraufhin zu streben aber dann
Wenn es erreicht war sich neue
Abstrus ferne Ziele suchten um
Wieder etwas neues zu wollen
Als sei das Wollen ein Glück
Will viel lieber bewahren was
Schön ist und lebte zu gerne
In einem Museum mit Bibliothek
Ob es aber jemals eine Frau gibt
Die dieses Glück teilen würde
Um zu genießen was ist statt
Anders oder mehr zu wollen
Wird die Frage der Zukunft
Zumindest handelt wohl wer
Auf Bestand statt Veränderung
Setzt ressourcenorientiert was
Auch das Klima betreffend
Für die Zukunft wichtig wird
Bin gespannt und erwarte nichts
Um alles möglich zu machen
Außer unnötiger Veränderung
Im Museum meines Lebens
Was ich gern voll Liebe teile

jens tuengerthal 7.2.21

Schneeglück


Schneeglück

Der Helmholtzplatz mitten in Berlin
Versenkt im Schnee und es ist ganz
Wunderbar so dachte ich bei meiner
Eben Runde um den schon weich
Gezeichneten Platz um den sich
Noch einige mit Kindern gerade
Vom Schlittenfahren kommend
Tummelten und es ist dieser so
Zarte Weichzeichner der mich
Mit Schnee so glücklich macht
Auch dessen weiße Reinheit
Macht zufrieden glücklich als
Sei Berlin plötzlich verzaubert
Alles wird leiser auch die noch
Autos fahren wie auf Watte was
Nach 50 Jahren Leben nun nicht
Die größte Neuigkeit wohl ist aber
Für mich ist Schneefall immer wieder
Wie Kind werden und ich denke dann
An die Bratäpfel die meine Mutter
Stets zum ersten Schnee machte
An Schlittenfahrten im Taunus wo es
In rasenden Tempo den Siegfriedschuss
Hinunter ging von dem ich bis heute
Nicht weiss ob er wirklich so hieß
Oder mein rasanter Vater ihn zum
Scherz nach sich benannte aber
Manche Rätsel dürfen bleiben um
Der Kindheit etwas märchenhaftes
Noch zu erhalten was für mich mit
Jedem neuen Schnee wiederkommt
Und so genoss ich wie ein kleiner
Junge die Runde um meinen Platz
Wie schön Leben im Kleinen sein kann
Denk ich und Freu mich vor dem Kamin
Auf dem Diwan dass alles gut ist
Wie es ist wenn es schneit

jens tuengerthal 7.2.21