Montag, 23. Februar 2026

Liebeserklärung

Liebeserklärung 

Liebe braucht keine
Erklärung versteht sich von
Allein mit Gefühl

jens tuengerthal 23.2.26

Leser

Leser 

Leser sind Menschen
Die gute Bücher lieben
Zumindest meistens

jens tuengerthal 23.2.26

Teetrinker

Teetrinker

Teetrinker sind auch
Menschen nur ohne Kaffee
Dafür viel mehr Tee

jens tuengerthal 23.2.26

Wirklichkeitsverweigerung

Wirklichkeitsverweigerung

Und wenn ich nun die Wirklichkeit
Verweigere und ihr keinen Zugang
Zu meinem Geist gebe fragt sich
Ob das total unrealistisch wäre

Stellen wir uns nur spaßeshalber
Vor ich stürbe während ich gerade 
Die Wirklichkeit verweigerte dann 
Hätte meine Phantasie mich überlebt

Da nicht mehr zu sein nichts irgend
Schlimmes an sich hat einfach nichts
Macht wäre der Sieg der Phantasie
Für mich ein schönes Ende

Ob es sich je lohnt in der eher tristen 
Realität anzukommen oder ich viel
Besser in geistigen Welten lebe die
Nach dem Höhlengleichnis ohnehin

Die wahre bessere Welt wären was
Auch ohne eine unfreie Seele zu
Erfinden ein gutes Leben ermöglichte 
Ist für mich keine Frage mehr

So sind Bücher und ihre Geschichten
Zu meiner Wirklichkeit geworden die
Märchenhaft den Dichter leben lässt
Noch 1000 Frauen eben dazu erfindet

Oder vielleicht doch lieber nicht um
Genug Ruhe zum lesen zu haben
Reichen all die die da waren völlig
Der Rest des Lebens ist Geschichte

jens tuengerthal 23.2.26

Osthöhlengleichnis

Osthöhlengleichnis

Der Osten ist anders
Immer mehr reagieren mit
Seltsam viel Verständnis
Auf demokratische Ausfälle

Im geistigen Leben der Nachbarn
Juli Zeh steht dafür als Beispiel
In der Demokratie verwirrte Ossis
Bräuchten mehr Verständnis auch

Aus ihrer Geschichte der Umbrüche
Sollten rechtsradikale Wähler nicht
Ausgegrenzt sondern mit Verständnis
Besser integriert werden weil ihnen

Die alte Sicherheit noch fehle müsse 
Wer Verständnis für ihre Sorgen doch 
Haben sie vermissten halt etwas weil 
Sie in der Demokratie nie ankamen

Die Einheit ist nun 36 Jahre alt was
Zeit genug wäre Demokratie zu lernen
Sofern ein Interesse daran besteht
Nicht einfache Antworten nur zählen 

Viele haben bis heute noch nicht
Begriffen dass der Preis der Einheit
Die Aufgabe der Nation in der EU war 
Träumen noch von deren Größe

Eine zunehmende Verklärung der
DDR stärkt die Feinde der Demokratie
Die keinen totalitären Staat zu nennen
Eine Beleidigung der Demokratie ist

Weil aber die Erben der SED als
Sogenannte Linke toleriert wurden 
Manche die Populisten ernst nahmen 
Haben wir bis heute Probleme

Im Westen wurde die NSDAP klar
Verboten was viele schnell heilte
Der Osten behielt PDS und Linke
Bekam die AfD als Quittung dafür

Radikale links wie rechts paaren und
Befruchten sich traditionell gerne ihr 
Feind ist die bürgerliche Mitte wer
Das verkennt hat schon verloren

Wenn sich die Demokratie nicht
Klar von ihren Feinden abgrenzt
Hat sie keine Zukunft mehr wer
Beseitigt darf nicht zur Wahl stehen

Die SED rettete sich und ihr noch
Parteivermögen in die PDS auf
Anregung des IM Gysi der sich
Als Diener des Regimes zeigte

Wie sich im Osten eine von Putin
Geförderte Opposition festsetzte 
Die den Menschen dabei half ihre
Guten DDR Erinnerungen zu halten

Zeigt wie schnell die Wirklichkeit
Verzerrt wird und alles verkehrt sich
Im Bewusstsein der Erinnerungen
Zum unpolitischen Wohlfühlsumpf 

Platons Höhlengleichnis das 
Eine Geschichte von Sokrates ist
Handelt von einem ähnlichen Thema
Der Wahrnehmung der Wirklichkeit

Wie wirklich diese wirklich ist
Sagte klug schon Watzlawick
Ist eine Frage der Wahrnehmung
Damit auch der relativen Toleranz

Manche meinen immer noch sie 
Müssten irgendwo hin fahren um
Ihren Horizont zu erweitern der
Allein am klaren Blick in sich hängt

Schau in dich stand schon über dem
Orakel von Delphi was leider heute
So unbequem wie damals schon war
Viele darum auch noch abschreckt

Ob der Osten eher rot oder braun
Lange schon war auf ostelbischen 
Gütern die Bismarck in Preußen
Wie später im Reich auch wählten 

Könnte weniger entscheidend sein
Als die Frage der Zeit also ob dort
Wie Bismarck einst meinte alles
Hundert Jahre später erst passiert 

Dann befindet sich Neufünfland in
Den Roaring Twenties noch in denen
Radikale in Deutschland wieder zur
Stärksten Kraft im Land wurden 

Ob der Westen vor dem neuen Stolz 
Des Ostens auf seine Geschichte
Respektvoll erstarrt oder weiter die
DDR eines totalitäre Diktatur mit

Teilweise faschistoiden Elementen 
Nennt könnte entscheidend für den
Fortbestand der Demokratie sein wie
Keine Toleranz gegenüber Intoleranz

Es geht einander zu verstehen um
Geistige Welten zuerst wie uns das
Höhlengleichnis mit erfundener Seele
Noch lehrte nicht um das da sein

Niemand muss irgendwo hin um
Einander besser zu verstehen aber
Sich der eigenen Unmündigkeit 
Bewusst zu werden wäre eine Hilfe

Das schematische Denken nach
Freund und Feind macht unfrei 
Auch sich davon zu befreien wäre
Ein Schritt zur geistigen Aufklärung

Es erfordert die Fähigkeit zum
Kritischen philosophischen Denken 
Das geistige Licht der Aufklärung im
Nebel der Ideologien zu erkennen

Seit 1990 machte ich der nun seit
Dem Jahr 2000 dort auch lebt im
Osten Urlaub Neufünfland voller
Liebe anfänglich neu zu entdecken 

Gelegentlich verlor ich dort auch
Das hochschlagende Herz noch
Auch Thüringen liebte ich sehr die
Wurzeln meiner Familie suchend

Heute meide ich den braunen Sumpf
Dort lieber nicht der Wirklichkeit in
Goethes Wahlheimat zu erliegen 
Wo auf Linke Regierung die AfD folgt

Es fehlt im Osten überall eine
Stabile Mitte die noch eine
Bürgerliche Tradition trüge
Da war die DDR erfolgreich

Das Bürgertum vernichtet
Keinen moralischen Ersatz 
Geboten dafür geöffnet für
Einfache populäre Antworten 

Was wir im Osten der Republik
Beobachten können zeigt sich im
Gesamten Ostblock den wir noch
Mit offenen Armen in die EU holten

Sich davon für geistige Welten
Die aufgeklärt kritisch denken
Zu befreien könnte lohnen nur 
Wer will diese Wirklichkeit sehen

jens tuengerthal 23.2.26

Sonntag, 22. Februar 2026

Lektürentagebuch 22.2.26

Lektürentagebuch 22.2.26

In den frühen Morgenstunden noch
Ein wunderbares Kapitel in den
Buddenbrooks gelesen in dem es
Um Christian und Thomas geht

Fein beschreibt Thomas Mann mit
Der ihm eigenen Ironie wie sich
Die Spirale der Eskalation zwischen
Den Brüdern immer weiter dreht

Dabei genügt schon Christians Wesen
Das alles theatralisch beschreibt um
Thomas seinen Bruder und Chef sich
Immer weiter aufregen zu lassen

Christian geht gerne in den Club
Wo sich andere Junggesellen treffen
Erzählt Geschichten von seinen auch
Wilden Erlebnissen in Südamerika

Zu Beginn seiner Arbeitszeit ist noch
Alles korrekt Christian kommt mit
Thomas zusammen ins Kontor
Beginnt den Tag Anzeigen lesend

Dabei raucht er seine erste Cigarette
Später im Club wo er zu Mittag speist
Seine Pfeife aber lässt es mit jedem
Tag gemütlicher angehen noch dazu

Erzählt Geschichten von seinem
Kollegen Johnny Thursday der dazu
Dem Chef noch eine freche Antwort
Gab als es zu warm einfach war

Die Konsulin lenkt noch ab als der
Konflikt auszubrechen droht aber
Im korrekten erfolgreichen Thomas
Gärt die Wut auf Christian weiter

Die alte Konsulin Buddenbrook die
Eine geborene Kröger war dachte
Es gibt so viel hässliches auf Erden Seinen Bruder für einen faulen

Schwätzer der noch dazu seinen
Beruf viel zu leicht nimmt
Dabei hat Thomas auch seine
Kreativen Seiten wie er es etwa

Liebt Geschäfte nebenbei noch
Mit Gewinn auch zu erledigen
Mit den Gedanken zur Vertuschung
Durch die Konsulin endet das Kapitel

Was nichts gutes ahnen lässt für den
Weiteren Gang der Dinge noch
Mit feinem Blick und Ironie seziert
Mann das Verhältnis der Brüder

Zeigt für beide etwas Verständnis
Christian hat ja beste Absichten
So sind die vor 126 Jahren schon in 2
Bänden erschienenen Buddenbrook

Eine präzise Analyse der Konflikte die
In Familienunternehmen entstehen


Im Zauberberg geht es nun in der
Tafelrunde mit Mynheer Peeperkorn
Um die Niederlage des Gefühls vor
Dem Leben als Weltuntergang

So nennt es die große Persönlichkeit
Neben Hans Castorp die er schon
Dafür restlos bewundert auch wenn
Er unvorsichtig Widerspruch wagt

Wie auf die immer nur Luftblasen
Von sich gebende Persönlichkeit
Die Gerhart Hauptmann karikiert
Reagiert werden soll bleibt unklar

Als dieser gerade von Hans provoziert
Die Faust bedrohlich hebt um sie mit
Voller Kraft auf den Tisch fallen zu
Lassen im entschiedenen Protest

Lenkt Hans ein und stellt eine Frage
Die ihn nachdenklich macht was
Das kurz bedrohliche Szenario für Einen entscheidenden Moment anhält

Dann schaltet sich auch Clawdia ein
Erinnert ihre Reisebegleitung was
Der eindrucksvolle Pepperkorn mit
Kolonialem Hintergrund offiziell ist

An die anderen Gäste und unterbricht
So die für Hans schon bedrohliche
Situation von biblischen Ausmaßen
Ist sie Retterin oder vernachlässigt

Ein genialer Schachzug in dem die
Geliebte beider noch eingreift ein
Drama zu verhindern das Hans
Gerade noch mit Witz verhinderte

Will sie Hans retten oder ihren
Nun Gönner vor Aufregung eher
Beschützen fragt sich der Leser
Bei dieser etwas unklaren Frau

Die schöne selbstbewusste Russin
Mit dem rotblonden Haar hat die
Dinge um sich gerne im Griff
Vor allem zu ihrem Wohl wohl


In Joseph und seine Brüder bekommt
Der intrigante Dûdu nach Erpressung
Wie bösartiger Drohung gepaart mit
Bettelei nach einigen Monaten den

Gewünschten Termin bei Potiphar
Als der entspannte fette Hausherr
Gerade von Sklaven massiert wird
Und beginnt seinen Vortrag auf

Langen Umwegen die Potiphar
Bereits langweilen der nur als
Der da vom zwergwüchsigen
Also deutlich genervt spricht

All dies ignoriert der konzentrierte
Dûdu seinen Vortrag zum Ende
Wie erhofften Erfolg zu bringen
Er wird Erfolg haben lehrt die Bibel

In welchem Märchenbuch sonst
Die alte Sage noch steht kann
Dahinstehen großartig wie Mann
Die Umwege dahin auskostet

Sich daran freuen und die feine
Ironie zu erkennen mit der Mann
Hier die Elemente des totalitären
Staates und der Denunziation zeigt

Derselbe Mann der einem Hauptmann
Karikierte der während der Arbeit am
Josephsroman bereits Mitglied der
NSDAP geworden war und sich die

Endlich Lösung der Judenfrage nach
Dem Anschluss Österreichs erhoffte
Als verheirateter erwachsener Mann
Eine Affäre mit der sechzehnjährigen

Schauspielerin Ida Orloff mit der er
Als Muse noch ein Kind zeugte hatte
Die 27 Jahre jünger als Hauptmann
War aber so etwas passiert ja mal

Denke an meine 25 Jahre jüngere
Muse auch aus dem Osten dem
Südosten zumindest familiär und
Kann nicht über Hauptmann richten

Zumindest kam bei den jüngeren
Geliebten die es auch gab nie ein
Kind heraus dafür brauchte es die
Zehn Jahre ältere erfahrene Frau

Der Peeperkorn aus dem Zauberberg
Ist eine lächerliche Figur und der
Vergleich scheint angesichts von
Hauptmanns weiterem Weg passend

Dies als kleines Nachwort zur
Hauptmann Mann Affäre von 1925
Damals entschuldigte sich Mann
Der Vergleich liege inhaltlich fern

Wie er das acht Jahre später sah
Als Erika mühsam die Materialien Für den Josephsroman ins Exil
In die Schweiz rettete ist spannend

Was verrät der Verrat von Dudû über
Manns Gedanken zum totalitären
Staat noch vor Hannah Arendt die
Mehr er ist als spätere Propaganda

jens tuengerthal 22.2.26

Liebesdankbar

Liebesdankbar

Liebe macht dankbar
Geliebt werden ist größtes 
Mögliches GIück mir 

jens tuengerthal 22.2.26

Bücherretter

Bücherretter

Manche Bücher sind
Lebensretter nebenbei 
Auch noch gut lesbar

jens tuengerthal 22.2.26

Goldrand

Goldrand

Sonntagstee aus der
Tasse mit Goldrand von der
Tochter genießen

jens tuengerthal 22.2.26

Höhlenmenschen

Höhlenmenschen

Manche wollen gern hoch hinaus
Andere verkriechen sich lieber um
Geistige Welten in sich zu entdecken
Von denen andere nie etwas merken

Kenne diese Menschen gut die immer
Etwas unternehmen möchten wie am
Liebsten ständig unterwegs noch sind
Irgendwas anschauen oder erleben 

Bin anders ziehe mich lieber zurück
Baute mir schon als Kind am liebsten
Höhlen in die ich mich verkroch um
Darin zu lesen sie waren mein Leben

Heute lebe ich in einer Bücherhöhle 
In die ich mich zu gerne zurückziehe
Der kleine Hobbit war mir verwandt
Auch wenn Herr der Ringe schlecht

Wie Zwerg Zippelzapp den meine 
Omi im Harz einst erfand oder der
Geliebte Wind in den Weiden den 
Die Mutter mir in England vorlas 

Das weibliche Genital als schönste
Höhle der Natur erforsche ich noch
Immer zungig zu gerne und liebe es
So in engste Höhlen zu kriechen

Andere wollen nichts um sich je
Spüren und die Freiheit genießen
Die ich auch sehr liebe aber lieber
Noch zurückgezogen betrachte

Eine Hobbithöhle voller Bücher
Zeit und Ruhe diese zu genießen
Wäre mein Traum vom Leben den ich
Auf meine Art nun in Berlin lebe

Die Höhle liegt im vierten Stock
Souterrain wäre noch besser aber
Der Rückzug ist eher geistiger Art
Im Wald wäre ideal aber lieber noch

Bleibe ich da wo ich bin einfach 
Lieber zurückgezogen von lauter
Welt die ich nur vom Rand aus 
Als Flaneur gerne beobachte

jens tuengerthal 22.2.26

Lebensbücher

Lebensbücher

Es gibt so Bücher
Die haben wirklich
Mein Leben verändert
Liebe sie noch bis heute

Sicher alle irgendwie aber
Nur wenige verdienen noch
Der ausdrücklichen Erwähnung
Weil sie weiter in mir wirken

Zuerst die Buddenbrooks
Die mich spüren ließen
Es gibt so Familien die
Sich für besonders halten

War selbst in so einer auch
Aufgewachsen und es ist
Damit Teil meiner Geschichte
Die es einfach fortsetzte

Dann der Zauberberg diese
Kulturgeschichte des alten Europa
In dem ich so vielfältig lange wie
Wirklich Zuhause auch war

Hatte als kleiner Junge in Davos
Skifahren gelernt als mein Vater
Dort auf einem Kongress war für 
Lungenärzte ganz zufällig

Joseph und seine Brüder wurde
Die späte Liebe weil ich es lang
Der biblischen Geschichte wegen
Die mir zuwider war verschob

Heute sehe ich den Humor von
Thomas Mann vielmehr als bei
Der ersten Lektüre lächle stets
Während ich Mann lese dezent

Die Essays von Michel de Montaigne
Gehören auch zu den wichtigen wie
Prägenden Büchern meines Lebens
Das mich kritisch denken ließ 

Bei Montaigne lernte ich Frankreich
Verstehen und lieben auf seine so
Eigentlich uneitle Art die dennoch
Standesbewusst vornehm ist

Die Kulturgeschichte der Neuzeit
Von Egon Friedell gehört auch zu
Den prägenden Büchern meines
Lebens als neugieriger Leser

Auch im Widerspruch zu dem großen
Wiener betrachtete ich Geschichte
Auf meine Art und lernte von ihm
Der klug in die Zeiten blickte

Auf der Suche nach der verlorenen
Zeit von Marcel Proust lese ich nun
Häppchenweise seit über 33 Jahren
Werde es vielleicht nie vollenden

Aber missen wollte ich es nie und
Immer liegt ein Band am Bett falls
Die Laune nach Proust mich von
Irgendwoher verloren anweht

Die Lyrik von Erich Fried hat die
Eigene Dichtung auch geprägt 
Eine Gesamtausgabe seiner
Lyrik steht dennoch im Flur

Manch abstruse linke Solidarität
Blieb mir eher fremd aber in der
Liebe hat er wundervoll gedichtet
Ihn nicht zu erwähnen fehlte was

Goethe natürlich ganz vielfältig
In der Lyrik mit dem Faust mehr 
Noch im Wilhelm Meister hat er
Das Lesen und Denken geprägt

Fühlte mich ihm verwandt stets
Liebte Weimar als es noch nicht
So braun in Thüringen wurde 
Wuchs als Kind in Frankfurt auf 

Lukrez de rerum hat mein Denken
Durch das geniale Buch auch von
Stephen Greenblatt die Wende wie
Die Renaissance begann geprägt

Er ist obwohl über zweitausend Jahre
Inzwischen alt noch immer aktuell
Seine Verse zu Epikur haben mich 
Auch durch dunkle Zeiten getragen

Der Brockhaus will ich schreiben wie 
Lexikalisches Wissen und Denken
Bücher über die Enzyklopädisten 
Von Philipp Blom wurden Teil davon

Dazu gehören auch die Ausgaben
Der Anderen Bibliothek zum Thema
Der Enzyklopädie wie Humboldt und
Viele großartige Bände dieser auch

Nicht zu vergessen schließlich noch
Franz Hessel und sein Umfeld die
Das Lebensgefühl als Flaneur in 
Berlin für mich entscheidend prägten

Viel geistige Verwandtschaft mit dem
Leicht depressiven Autor der einen so
Liebevollen Blick auf die Welt hat an
Der er immer wieder auch verzweifelt

Viele Bände der Bibliothek in der ich
Leben darf nun nicht genannt scheint
Der Blick immer unvollständig aber
Trifft es doch im Kern ganz genau 

Bin schon mit Büchern aufgewachsen
Sie prägen mein Denken wie meine
Erinnerung soweit ich denken kann
Dankbar glücklich darüber noch

jens tuengerthal 22.2.26