Dienstag, 15. September 2026

Rückzugsorte

Rückzugsorte

In Zeiten der Krise wenn gefühlt
Alle langsam spinnen wie immer
Hysterischer dabei werden braucht
Es Rückzugsorte voller Ruhe und
Schönheit die auch Generationen
Leicht überdauern können wofür
Bibliotheken einfach ideal sind

Doch was bleibt uns davon wenn
Der Russe wieder kommt oder der
Osten dessen Verbündete wählt
Weil zu viele die Freiheit noch nie 
Verstanden haben sondern lieber

Radikal und missgünstig wählen
Statt großzügig zu gönnen aber
Wie sollten sie das auch je lernen
Im kleingeistigen Sozialismus der
Ihr Denken bis heute noch prägt 

Denke wieder an Michel de Montaigne 
Der sich in den Hugenottenkriegen
Von allen Ämtern zurückzog um
In seiner Bibliothek im Turm in
Aller Ruhe zu leben und zu lesen

Mehr will ich auch nicht mehr
Denke an schöne Bibliotheken
Wie die liebsten Leseorte die
Der schönste Rückzug sind

Leser können für sich sein
Brauchen keine Gesellschaft
Kein ständiges Geschwätz oder
Gar Lesungen und Happenings

Sie wollen in Ruhe einfach lesen
Was das größte Glück immer
Der Rückzug in eine bessere Welt

Die allen die lesen können stets
Offen steht zwischen den Seiten
In ungestörten Gedanken bleiben
Leser am liebsten für sich und
Der Rest ist Eventpublikum das
Niemanden mehr weiter interessiert

Leser haben ihre Rückzugsorte
Das ist was im Leben noch zählt

jens tuengerthal 15.9.26

Spezialistenprivileg

Spezialistenprivileg

Wie gut wenn eine Regierung genau
Die richtigen Spezialistinnen hat die
Es in der Krise braucht etwa eine
Lobbyistin der Energiewirtschaft als
Wirtschaftsministerin in einer Zeit
In der diese Branche große Gewinne 
Auf Kosten aller übrigen einfährt kann 
Sie sicher sein ungestört zu bleiben
Sie macht einfach nichts während
SPD Minister schon Schnappatmung
Bekommen angesichts der Preise
Wie wieder verlorener Wählerstimmen
Könnten Grüne hämisch lachen da
Sie genau dies Szenario schon lange
Vorhergesagt haben und Verbrenner
Keine Zukunft mehr haben wer nun
Überrascht ist wohl ziemlich blöd ist 
Denn wissen konnte es jeder wie
Leicht berechnen beim nun Krieg
Es ist wirklich ein großes Privileg
Eine Regierung voller Spezialisten
Zu haben die alles für ihre Lobby tun 
Was auch an der Börse bemerkbar
Hier verdienen doch alle daran 
Zumindest für diese die sich das auch
Sicher etwas kosten lassen künftig
Reiche wird reicher und Trump lacht
Bis zu den Wahlen und dem bald
Scheitern seiner kriminellen Projekte
Ähnliches gilt wohl für Deutschland
Schauen wir wer zuletzt lacht unter
All den Spezialisten der Regierung

jens tuengerthal 15.9.26


Montag, 14. September 2026

Lektürentagebuch 14.9.26

Lektürentagebuch 14.9.26

Begonnen mit Raffael der Biographie 
Von Antonio Forcellino über das jung
Mit nur 37 Jahren verstorbene Genie 
Der nicht nur einer der berühmtesten

Maler der Renaissance war die er mit
Seinem Stil auch als Baumeister des
Petersdoms quasi manieriert beendet
Bevor sie in ganz Europa begann

Von 1483 bis 1520 lebte Raffael Santi 
Der in Rom Raffael genannt wurde 
Mit 25 Jahren kam er dort an und
Wurde der hellste Stern am Himmel

Der zu Ende gehenden Renaissance
Deren prägenster Künstler er wurde
Weiter aber zugleich selbst überwand
Auch als Aufseher der Antiken dort

Die Kunst wie sein intensives Leben
Rauben ihm schon früh alle Kräfte 
Darüber erzählt der Kunsthistoriker 
Wie Restaurator Antonio Forcellino

Es beginnt mit der Aufführung der
Passion zum Karfreitag im römischen
Colosseum wie sie dort 1520 noch 
Die Antike als Theater spielten

Blendet dann über zur Messe des
Papstes in Sankt Peter dessen
Neubau schon 1505 begonnen wurde
Der aber erst 1647 vollendet war 

Aus dem Papstpalast daneben 
Erfahren wir wurden schon Boten
Zum Palazzo Caprini geschickt
Als dort der junge Mann verstarb

Es war kaum drei Stunden nach 
Dem Karfreitagstheater der Brüder 
Die gerade ihre Requisiten noch
Verstaut hatten als Raffael starb

Erfahre welche Rolle Raffael schon
In Rom spielte wie sein Tod als sei
Er ein Heiliger das ganze Land
Erschüttert hat jene alte Stadt

Ganz besonders in der er als Maler 
Wie als Baumeister und Wächter
Der Antiken gewirkt hatte und wie
Die Kunstgeschichte ihn verklärte

Jenen genialen Künstler und auch
Zeitgenossen Leonardos der aber
Weniger lustvoll spielerisch wirkte
Als Raffael es schon getan hatte 

Bis heute sichtbar auch in der
Sixtinischen Kapelle deren Bilder
Immer noch weltberühmt so viele
Besucher anziehen als Attraktion 

Erfahren ein wenig vorab über sein
Auch lustvolles Leben das sich aber
Mit 37 noch nicht fortgepflanzt hatte
Nur seine Schüler hinterließ

Diese umstanden am Ende auch
Sein Bett noch im Palazzo hielten 
Sein letztes Gemälde dabei die
Verklärung Christi am Karfreitag

Auch an diesem Tag war der so
Erfolgreiche Raffael Santi noch in 
Ubino geboren worden was schon
Viel Anlass für Spekulationen gab

So erzählt Forcellino vom Bild
Raffaels das auch ein deutscher
Kunsthistoriker später prägte der
Als Schüler des unsäglichen Steiner

Eher spirituell geprägt war vieles
Von Vasari übernahm was heute
Als nachweislich falsch gilt wie eher
Zur Verklärung als zur Aufklärung

Noch über viele Jahre beitrug
Dem möchte Forcellino lieber den 
Auch lustvollen Menschen aus der
Renaissance entgegen setzen

Noch sieben Jahre vor dem vieles 
Verwüstenden sacco di Roma durch
Deutsche Truppen ohne direkten
Auftrag von Kaiser Karl V damals

So wird in der Einleitung schon das
Ende dieses großen Künstlers uns 
Vorgestellt dessen Leben danach
Im historischen Kontext erzählt wird 

Das gelingt Forcellino sehr gut
Wirkt schon fast romanhaft aber
Diskutiert auch die anderen Stimmen
Die das Bild von Raffael formten

Bleibe gespannt was noch kommt
Über diesen Künstler als Menschen 
Zum Glück eher ohne spirituelle 
Neigung lieber ganz menschlich


In Wellen sind Doralice und Hans
Schon früh am Strand sie liegt eher
Träge im Sand und er malt die alte 
Frau Waldein die ganz still sitzt

Er erzählt was Mutter Wardein
Doch für ein gutes Modell wäre
In deren Gesicht sich das Leben
So wunderbar zeigte überhaupt

Könnte er nur so leicht malen in 
Wem er nicht Bescheid wüsste 
In ihr sagt er zu Doralice wüsste 
Er ja ganz genau Bescheid was

Beim Malen doch eher störe sieht
Die Frau eines Fischers am Strand
Hin und her laufen deren Mann noch
Nicht wieder zurückgekehrt war

Doralice empört sich dezent etwas
Dass er meint sie zu kennen aber
Kommentiert es humorvoll bissig
Was zum ehelichen Ton passt

Da beginnt die alte Waldrein zu reden
Das Meer werde ihn schon wieder
Ausspucken mit oder ohne Boot
Einmal kam ihr Mann auch ohne

Wurde dann drüben beim Friedhof
Wieder angespült nur ihr Sohn kam 
Nicht wieder zurück vom Meer der
Blieb für immer weg so sei dass eben 

Doralice sieht dann Hilmar ganz in 
Blau am Strand auftauchen um sich
Ein Boot fertigmachen zu lassen 
Er wollte wohl segeln gehen

Der Strand war vom Gewitter der
Nacht noch voller Seetang weil es
Kräftig gestürmt noch hatte doch die
Bauerm sammelten es für die Felder

Hilmar ging zu Hans und Doralice
Lobt Frau Wardein als Model die
Würde er auch malen wenn er es
Könnte und fragt Doralice ob sie

Nicht mit ihm segeln gehen wolle
Worauf sie meint sie glaube nicht
Dass ihr Mann das gestattet der
Daraufhin ganz locker nur tut 

Was sie nun verletzend findet und
Sogleich aufsteht und mitfährt
Kaum ist sie weg läuft Hans ganz
Nervös an den Strand und vergisst

Sein altes Modell und das Bild völlig
Fragt sich warum er das Gegenteil
Von dem sagt was er fühlt aber 
Findet Eifersucht nur lächerlich

Hilmar und Doralice plaudern beim
Segeln ein wenig er flirtet wieder
Sie stellt es fest aber will erstmal
Nicht sauer auf ihn sein

Auf dem Weg zurück bekommt sie 
Ein schlechtes Gewissen weil sie
Hans so lange alleine ließ und will
Darum besonders gut zu ihm sein

jens tuengerthal 14.9.26

KI Gefahr

KI Gefahr

Bedroht KI unsere Existenz
Und wenn wäre das schlimm
Oder ein Grund zu jubeln eher
Weil die idiotische Menschheit
Ihrer Natur mehr schadete als
Je nutzte diese auf Wachstum
Getrimmte Spezies die allen 
Schadet und stinkt kann weg
Von daher können wir ganz
Gelassen mit KI weitermachen
Der schlimmste Fall wäre noch 
Besser als was ist im Ergebnis
Doch einer Sache sollten wir uns
Bei aller berechtigter Furcht noch
Immer bewusst sein auch KI ist
Eine menschliche Erfindung
Wenn diese unmenschlich wird 
Die Menschheit ausrotten will
Wäre es das Ergebnis unserer
Jahrelangen Arbeit denn nichts
Ist so unmenschlich wie der
Mensch nach seiner Natur 
Wie es also auch kommt
Es wird dann gut so sein
Kann ja nur besser werden

jens tuengerthal 14.9.26

Benzinpreiswert

Benzinpreiswert

Es ist Zeit Trump dankbar
Für seine falsche Politik die
Das richtige bewirkt zu sein
Benzin ist so teuer wie nie
Was Trump zu verdanken ist
Dessen unvollständiger Krieg
Im Iran Unternehmen mit den
Preisen jonglieren lassen
Weil sie es können und viele
Von einer kurzsichtigen Politik
Verführt noch immer auf die
Überholten Verbrenner setzen 
Für überflüssige Mobilität die 
Zuviele Idioten noch als große
Freiheit definieren welche nun
Laut aufschreien während alle 
Die auf erneuerbare Energien 
Setzten gewonnen haben was
Die Zustimmung zur Bundesregierung
Geführt von einem alten weißen Mann
Der die Zeichen der Zeit nicht erkennt
Von Kernfusion noch träumt statt in
Erneuerbare weiter zu investieren
Eine Öl Lobbyistin zur Ministerin noch
Vor dem Ende dieser Industrie machte
Noch rasanter sinken lässt während
Geistig schwache Narren nun lieber
Ihre gute alte Zeit zurück wollen
Auf Verbrenner Atom und Russland
Setzen und darum AfD wählen
Deren Werte sich verdoppelten
Bis sie regieren und Menschen
Merken was Nazis an der Macht
Für sie persönlich bedeutet weil
Antizipation Intellekt erfordert der
AfD Wählern überall eher fehlt 
Brauchen sie scheinbar die Probe
Der Benzinpreis zeigt auch wie
Sehr die deutsche Autoindustrie
Die Zeichen der Zeit verschlief
Mit des Kanzlers Unterstützung
Weiter auf Verbrenner noch setzt 
Absatzmängel laut beklagt aber
Wenn der neue elektrische Polo 
Ganz überraschend hohe Nachfrage
Hat nicht rechtzeitig liefern kann
Weil damit ja keiner rechnete
Was rechnen die überhaupt noch
Fragt sich der Beobachter ohne Auto
Die Verbraucher einfach klüger sind
Als das Management bei VW und
Rechnen können und müssen
Was übrigens ein Grüner Minister
Ihnen schon voraussagte trat ein
Aber alle tun ganz erstaunt noch
Die Spannung an der Straße von
Homus an der sich die Konzerne 
Alle schön bereichern wäre für 
Nordsee Öl kein Problem aber die
Globalen Märkte sorgen dafür
Damit die Großen weiter verdienen 
Es gibt nur noch eine Möglichkeit
Die dauerhaft Sicherheit bietet
Erneuerbare Energien und ein
Ende der Verbrenner die den 
Kostbaren Rohstoff ineffektiv 
Einfach verbrennen was so 
Dumm wie leichtsinnig ist
Aber ob diese Regierung die
Auf Kohle und Kerosin wettet 
Aus persönlichem Interesse
Eine Zukunft hat scheint eher
Fraglich als wahrscheinlich ob
Eine Mehrheit schon begreift
Wo unsere Zukunft sicher liegt 
Scheint im Osten ausgeschlossen
Der Versöhnung mit Russland
Lieber noch will als Freiheit und
Erneuerbare fürchtet wie die Einheit 
Als wären es die ersten Bananen
Unklar ob sich dort noch etwas
Ändert bis endlich befreiend die
Welt bald untergehen wird
Passiert in Mecklenburg alles
Hundert Jahre später wie uns 
Schon Bismarck weise sagte
Und in der SBZ ist alles gleich
Warum sie nun Nazis wählen

jens tuengerthal 14.9.26

Sonntag, 13. September 2026

Lektürentagebuch 13.9.26

Lektürentagebuch 13.9.26

Das zehnte Kapitel von Wellen des
Eduard von Keyserling beginnt im
Strandwächterhäuschen von dem aus
Geheimrat Knospelius mit seinem

Opernglas bewaffnet die Gesellschaft
Beobachtet die sonst nur bunte
Pünktchen dort waren und dabei
Kommentiert was er dort sieht

Er tut dies mit Spitzen seinem
Diener Klaus gegenüber die Generalin 
Scheint ihm wie ein großes Schiff das
Unter vollen Segeln fährt in ihrem

Wehenden weißen Mousselinkleid
Neben ihr die gute Bork unauffällig 
Eine bescheidene Schaluppe und
Beschreibt was die Familie aus dem

Bullenkrug sonst so macht wie sich
Weidig vor dem Fenster von Doralice
Herumdrückte wo auch der Baron das
Gespräch mit der Gräfin noch suchte

Fein seziert der Geheimrat hier das
Verhalten und die Beziehungen auch
Zueinander untereinander wie dabei
Durcheinander was spannend ist

Doralice im Matrosenkleid mit dem
Traurigen englischen Roman noch
In ihrer Hand erscheint plötzlich
Schön wie immer und ihr Mann

Der Maler Hans Grill spielt weiterhin
Den Grandseigneur der Liebe was
Dem Geheimrat riskant erscheint
Er entschließt sich aber dann doch

Lieber selbst zum Strand zu gehen
Der Leutnant der vorher mit seiner
Verlobten munter plauderte stürzt
Sogleich auf Doralice zu und lässt

Seine Verlobte Lolo dafür los worauf
Der Geheimrat noch kurz mit seinem
Diener Klaus darüber spricht ob wir
Nun alle Sünder sind was der Diener

Fast salomonisch beantwortet mit den 
Worten die einen glauben es dafür
Die anderen nicht daraufhin ging er
Begrüßte die Badegäste alle an dem

Heute grauen Tag erst die Generalin 
Dann Hilmar und Doralice benahm
Sich wie der Hausherr des Meeres 
Der alle Gäste begrüßen musste

Dann auch Hans Grill der noch bei 
Den Fischern stand heute wollte aber
Doralice nicht mit raus es war ihr zu
Grau worauf der Geheimrat darum bat 

Doch mitgenommen zu werden ihm
Wäre die Farbe gleich seine Seele 
Passe zu jedem Meer die andere
Gruppe rief Hilmar weil Nini ihr Bad

Beendet hatte aber Lolo schickte ihn
Mit den Worten du willst segeln also
Bleib nur zurück während Doralice
Zu den Birken hinaufstieg und sich

Zu ihren Füßen legte ins Heidekraut
Dort wohin Hilmar ihr bald folgte 
Nachdem Hans und der Geheimrat
Mit den Fischern hinausfuhren

Der Leutnant setzt sich zu ihr und
Beide beginnen zu plaudern und
Rauchen eine Zigarette zusammen
Doralice sagt zu Hilmar es sei nicht

Leicht mit ihr zu plaudern weil sie alle
Fäden hinter sich abriss könne er nur
Über das Wetter plaudern oder ihr
Eine Liebeserklärung machen

Dann fragte sie ihn was die anderen
Von ihr sagen würden und er meinte
Nichts was sollten sie sagen sie
Sprechen nicht mehr davon lieber

Sie sei also eine die gestorben sei
Die vergessen wird fragt ihn ob er
Den Friedhof am Meer kennt mit
Den halb freigelegten Leichen dort

Wo in Sturmnächten das Meer die
Leichen abhole wie sie am Tod nur 
Die Einsamkeit fürchte sie könne nicht
Alleinsein während ihr Tränen kamen 

Worauf Hilmar sich neben sie legt und
Retten will und seine Lippen auf ihre
Hand presst worauf sie diese ihm
Nach einem Moment wieder entzieht 

Sie schickt ihn nach Hause und geht
Selbst weil Hans sie erwartete der
Schon ungeduldig auf sie gewartet
Darauf erzählt sie dass Baron Hamm 

Dort gewesen wäre und sie dort noch
Miteinander plauderten auf seine nun
Frage was sagte sie nur nichts aber 
Überlegt einen Moment es zu sagen

Doch Hans ist damit zufrieden denn 
Nichts zu sagen verstünden diese 
Leute wie Taubenbraten mit wenig 
Fleisch und viel Farce dabei worauf

Doralice gereizt erwidert belehrend
Wären sie zumindest nicht worauf
Hans ganz abgeklärt beruhigen will
Seine Frau über Agnes stichelt

Die sein Essen bewachen würde 
Was sie bei ihr nie täte sie plaudern
Noch ein wenig belanglos dann geht
Hans müde Mittagsschlaf machen

Doralice rückt ihren Sessel vor das
Fenster und schaut in den Regen
Denkt die ganze aussichtslose
Alltäglichkeit sei doch einfach traurig

Eine Verschwendung hatte Hilmar
Ihr Alleinsein genannt Hans fürchtete 
Dies nicht er war ihrer sicher ging 
Einfach schlafen und ließ sie allein

Er war sicher ein ganzes Leben mit ihr 
Vor sich zu haben was für sie völlig
Eintönig klang im Takt des Regens
Der in die schicksalsvolle Stimme

Des Meeres hinein plauderte während
Sie über Hilmars Worte nachdenkt wie 
Seltsam stark das Leben doch war
Wenn fremdes Begehren an ihr zog

So hatte sie bei Hans auf dem 
Schloss auch empfunden als er
Noch nicht so abgeklärt war und
Über sie kam wie ein Sturm

Da war er ein unwahrscheinliches
Köstliches Wagnis für sie nun kam
Wieder so etwas ganz nah und sie 
Konnte es aber nicht wollen

Nun zieht sie entschlossen eines 
Der Kleider an die der Graf ihr 
Nachgesandt hatte das blaue Kleid
Aus Seide mit alter Stickerei noch

Das müsste doch auf Hans wirken
Dachte sie und irrte sich dabei der
Nur die Erinnerungen fürchtete mit
Denen diese Kleid noch voll war 

Dann nimmt er Doralice mit zum
Meer statt sie im Kleid zu lieben 
Der Ehemann und Idiot aber das
Ist der Gang aller Beziehungen

Er erklärt ihr seine Gründe und sie 
Fühlt sich verkannt und damit nicht
Begehrt sie entfernen sich weiter
Obwohl sie mehr Nähe suchen

Nun wechselt es in den Bullenkrug
Wo die Stimmung auch gedrückt ist
Die Generalin meint sie gingen alle
Umher wie die Eisbären im Käfig

Weil dies gefährlich sei ließ sie nun
Alle Lampen entzünden nur keine 
Dämmerung damit fange es an und
Dann viel und gutes Essen

Die Generalin legte mit Bork eine
Patience Hilmar und Lolo spielten
Gezwungen von ihr Pikett was für
Nervöse Liebe gerade ideal sei

Wedig und Nini streiten sich beim
Damespiel als der Baron kommt
Bittet seine Frau ihn ins Nebenzimmer
Das Gespräch dauert ziemlich lange

Danach sieht die Baronin verheult aus
Der Baron bittet Hilmar auf ein Wort
Dieser gehorchte während die 
Generalin die Augenbrauen hochzog

Wozu diese Konferenzen gut sein
Wisse sie nicht zur Gemütlichkeit
Tragen sie nicht bei worauf ihre 
Tochter die Baronin meint sie sei 

Ungemütlich und prosaisch das
Habe sie eben schon gehört sie
Sei der Gendarm den jeder braucht
Dafür aber auch keiner mag

Die Generalin und Fräulein Bork
Beurteilen das natürlich völlig
Unterschiedlich worauf dann die
Generalin meint kurz und scharf

Sei besser als lang und sauer
Die nervöse Lolo geht auf die
Terrasse wo der Wind an ihrem
Kleid nun zerrt dann hört sie die Tür 

Sie ruft Hilmar zu sich raus ob ihr
Vater ihm ihrettwegen Vorwürfe
Gemacht hätte meint dieser er 
Hätte Recht alle haben Recht

Wenn sie um seinetwegen leide
Sei er ein gemeiner Hund er durfte
Nicht kommen sie müsse sicher und 
Glücklich sein aber Lolo reagiert

Darauf ganz sanft sie könnten beide
Nichts dafür es gäbe manches in der
Welt was stärker als sie beide sei
Sie habe nun ganz viel verstanden

Früher hätte sie geglaubt lieben sei 
Hand in Hand sitzen und sich lange 
Briefe zu schreiben aber jetzt wisse
Sie Liebe sei ganz furchtbar groß 

Da müssten sie auch ganz große 
Sachen machen und darum auch
Daran wie dafür leiden viele litten
Sie habe kennen Schicksalsmund

Sie würden es schon schaffen 
Versucht sie ihn aufzumuntern 
Dann rufen die anderen sie hinein
Er könnte das jetzt nicht meint

Darauf Hilmar küsst sie auf die Augen
Und verschwindet im Dunkel während
Nini Wedig und Ernestine aus der
Küchentür sich schleichen

Sie wollen die Gräfin sehen aber
Müssen sich erst noch gedulden
Erst kam der Geheimrat dann noch
Hilmar erst dann trauten sie sich

Aus ihrem Versteck heraus sahen 
Doralice im Sessel und Hans der
Einen Brief schrieb sie schaute mit
Offenen Augen verträumt vor sich hin

Es sah aus meinte Nini als sie Lolo
Später im Bett ihre Erlebnisse noch
Erzählte es hätte ausgesehen als ob 
Es müde mache so schön zu sein

Feierlich antwortet Lolo darauf aus 
Ihrem Bett sehr weise es sei eine
Furchtbare Verantwortung so schön
Zu sein und damit zu leben

jens tuengerthal 13.9.26

Cordtweedzeit

Cordtweedzeit 

Die Cordtweedzeit beginnt im 
September und ist der schönste Teil 
Des Jahres für uns Herbstkinder 
Die zwischen den Rippen des Cord 
Sich geborgen vor Stürmen fühlen
Die Hoody Kapuze dazu gibt die
Nötige Höhle in dunklen Zeiten
Innen wie außen geborgen am
Kamin beim heißen Tee ist es
Die beste Zeit um in einer
Bibliothek zu leben und es sich 
Zwischen Cordrippen beim Tee
Vom Tweed gewärmt richtig
Gut gehen zu lassen denke ich
Und knabbere an einem der
Spekulatiusse von letztem Jahr 
Nun beginnt meine Zeit im Jahr
Komme was wolle

jens tuengerthal 13.9.26