Mittwoch, 5. November 2025

Lektürentagebuch 5.11.25

Lektürentagebuch 5.11.25

Nach den vorigen Ausführungen zur
Gelegentlich sogar dabei lustvollen
Horizontalen zumindest soweit dabei
Aufrecht genossen lag es ja nah

Zum Zauberberg zurückzukehren um
Einige Seiten im Schneekapitel noch
Zu schwelgen den Visionen sogar fast
Sinnlicher Natur von Hans folgend

Ein großer Erotiker gar Pornograph
Ist Thomas Mann nie gewesen doch
Die Visionen von Hans im Schnee
Haben überraschend viel sinnliches

Spannend wird der Bericht vom Blick
Auf Stand und Palmen damit nicht
Es eine eher einschläfernde Vision
Die vor der rauhen Wirklichkeit flieht

Dieses Schneekapitel enthält sicher
Den entscheidenden Satz des ganzen
Romans mit seiner Hinwendung zum
Leben gegen die Macht des Todes 

Dem will ich seine Bedeutung nicht
Absprechen aber die vorher noch
Erlebnisse und Visionen sind nicht
Der größte Zauber von Thomas Mann 

Froh wenn das Kapitel zu Ende geht
Der Satz gelesen ist der sowohl dem
Zauberberg wie dem Leben auch des
Immer wieder depressiven Autors 

Eine wichtige moralische Wende gibt
Nachdem zuvor lange auch ironisch
Mit dem Tod gespielt wird der unter
Tuberkulose Kranken eben vorkam

So schwanden viele noch dahin als
Die Tuberkulose noch Schwindsucht
Hieß und es kaum Heilung gab die
Manche monatelang liegen ließ 

Dies alles in Rechnung gestellt wie
Der Freude der Germanisten an
Dem bedeutenden Kapitel auch die
Gebührende Achtung hier gezollt

Fand ich es schon beim ersten Lesen
Als quälend bis langatmig ohne den
Sonst so feinem Humor eher etwas
Wagneresk pathetisch dabei auch

Wagner ist vielfältig großartig als
Komponist nur eben menschlich
Ein widerwärtiger kleiner Antisemit
Aber ihn komisch nennen fällt schwer

So wenig witzig ist auch dies Kapitel
Es fehlt die feine mannsche Ironie
Werde die letzten Seiten dort lesen
Aber bejubeln werde ich es eher nie


Da lese ich lieber noch etwas von
Josephs Keuschheit die womöglich
Im Exil in Sanary geschrieben was
Die folgende Lektüre ertragen lässt

Diese biblisch belegte Keuschheit
Was immer dieses Märchenbuch
Auch belegen soll wird Joseph quasi
Attribuiert als sei sie ein Teil von ihm

Der keusche Joseph wurde so zur
Zimperlich anmutigen Formel unter
Der sein Andenken fortlebt ohne
Dass dies je sein Wesen wirklich traf

So begründet Mann hier fein ironisch 
Dass Keuschheit nur stark wäre wo 
Derjenige noch praktisch könnte sonst
Was bei Kastraten stets völlig fehlte 

Joseph wird hier als unverkürzter
Lebendiger Mensch dargestellt der
Sehr wohl könnte wenn er wollte was
Er mit späteren Kindern auch bewies

Egal wie tauglich der männliche 
Beweis bei der allein sicheren Mutter
Damals schon war was die Römer
Zum Rechtsgrundsatz machten 

War Joseph als Mann nicht mehr
Keusch sondern nur solange seine
Jungfräulichkeit hütete wovon wie
Mann schreibt doch auch hier also

Bei Jungmännern geredet würde 
Wie auf ihre Hingabe noch das
Tonzeichen des Verbotenen lag
Kurz gesagt er war nicht prüde sonst

Auch war seine Keuschheit nicht etwa
Ausdruck ländlicher Naivität weil er
Schlicht ein Dämlack gewesen wäre
Was keinesfalls auf Joseph passte

Im Gegenteil hatte dieser das feinste
Gespür auch für das schaurig heilige
Was ihn gegen Triebe der Natur die
In ihm lagen keusch bleiben ließ

Es ist dieser Abschnitt der kaum
Zwei Seiten ganz umfasst wieder
Von so tiefem Humor wie auch
Großer Schönheit und Eleganz

Dabei wird uns erklärt warum
Joseph zwar könnte aber nicht
Wollte aus moralischen Gründen 
Wie strategischer Klugheit dazu 

Thomas Mann macht sich hier 
Mit feinem Humor sowohl über 
Den Kult um die Jungfräulichkeit
Lustig wie sprachliche Grenzen

Wird der keusche unerfahrene
Mann sprachlich berechtigt zur
Frau und was drückt dies aus
Wieviel Witz liegt auch darin 

Dies angesichts seiner Tochter
Erika die mit ihrer Freundin Therese
Giehse zusammenleben übte wie
In Gegenwart von Klaus der auf

Ein in paar Matrosen nach Marseille
Fuhr wenn die Familie ihn nervte so
Schrieb der angeblich so frigide steife
Mann in Gegenwart seiner sexuell

Sehr aktiven Kinder und des Kollegen
Wie Nachbarn Lion Feuchtwanger der
Mit Frau und Sekretärin 2 an einem 
Tag beschlief zu zeigen was er kann

Diese feinen ironischen Zeilen über
Die vermeintliche sexuelle Keuschheit
Ihre Gründe bei Joseph noch dazu
Mit so viel Humor noch zu schreiben


Das Ende der Betrachtungen zum
Josephsroman leitet ja schon quasi
Nach Südfrankreich über in das so
Gewöhnliche Buch von Florian Illies 

Mit Betrachtungen zu Thomas Mann
Der wieder am Josephsroman schrieb 
Begann die Lektüre heute Nacht nach
Dem geliebten Minnedienst zuvor

Dann fährt Klaus aus Sanary nach
Paris weil er in der Provinz wohl 
Den Lagerkoller bekam aber dort
Von der Reaktion Benns erfährt

Klaus nennt die Antwort von Benn
Auf die er im Sanary vergeblich noch
Wartete weil dieser sie nur publizierte 
Rührend ausführlich aber niveaulos

Darüber regen sich auch Thomas 
Wie Golo mit starken Worten auf
Wobei Golo schon klug auf das so
Typische Vokabular dabei hinweist

Am Abend nachdem Klaus diesen
Peinlichen Artikel las saß er mit wie 
Illies wieder zartfühlend schreibt 
Anderen gestörten Emigranten im

Natürlich Café du Dôme als sein
Früher so innig geliebter Liebhaber
Gustav Gründgens grußlos an ihm
Vorbeigeht was Illies dazu bringt

Zu überlegen ob Klaus hier auf die
Idee für seinen Mephisto kam der
Zum Glück am gleichen Abend noch
Erika im Hotel trifft was ihm Trost gibt

Er klagt über die ganzen deutschen
Opportunisten doch zum Glück ist
Annemarie wieder mit ohne Kamera
Aber dafür mit genug Heroin für alle

Gelegentlich gibt es für einen 
Gepflegten Rausch auch Tabletten
Großes Nehmen bei E laut des 
Tagebuch von Klaus das Illies zitiert

Von der Zeitschrift Der Sammlung
Ist dagegen im Tagebuch nicht die
Rede woraus Illies schließt nun
Bräuchte wohl Klaus Sammlung

In Sanary hat Billux Wort gehalten
Eine standesgemäße Villa besorgt
La Tranquille die Ruhige heißt sie
Ein für Thomas angemessener Name

Durch das Haus führt sie dann
Lisa von Schoenebeck also jetzt
Frau Marchesani für Thomas Mann
Der den angeblichen Antrag mit

Keinem Wort im Tagebuch erwähnt 
Dafür wird anderes seltsame von ihr
Berichtet als die morphiumabhängige
Sich verdüstert und zu zucken begann

Dann mit der Tochter kurz hinter dem
Schuppen verschwand um bestens
Gelaunt strahlend wieder zu kommen 
Drei bis viermal täglich braucht sie es 

Lisa trägt immer lange Ärmel damit
Keiner all die Einstichstellen sieht
Sybille hat eine kurze Affäre dann
Mit Erika dann war noch Lisas Mann

Der liebt nun Doris von Schönthan
Eine Journalistin und Fotografin aus
Berlin die Kindermädchen von Sybille
War und Freundin von Klaus noch ist

Sie inspirierte gerade noch den
Autor und Dichter Franz Hessel zu
Ganz verliebten Gedichten mit der
Nori Hotelbetten der Riviera testet

Thomas Mann nennt Lisa darum
Bald in seinen Tagebüchern nur
Noch Frau Morphesani aber nimmt
Ihr dies scheinbar nicht weiter übel

Dann am 31. Mai also auf der hier
Letzten Seite des Monats kommt
Überraschend Monika in Toulon an
Leider in Thomas Mittagsschlaf

Auch Golo käme nun berichtet
Monika aber wieder kommen die
Beiden Geschwister lieber getrennt
Was Tommy sehr nervös macht

Ein ernüchterter Golo Mann schrieb
Laut Illies in sein Tagebuch dass 
Es keinen Grund gäbe noch den
Anschauungsunterricht zu verlängern 

Damit hat zumindest der Monat Mai
In Wenn die Sonne untergeht vom
Genug gescholtenen Illies ein Ende
Heute spannte er feinere Netze 

Seine Herablassung wie ständige
Beurteilung nervt mich weiterhin 
Aber vielleicht braucht das heute
Ein Spiegel Bestseller auch

Andere Gründe dafür sind nicht
Erkennbar dafür zeigt die Liste
Der Personen im Nachwort eine
Akzeptable Nüchternheit noch

Eigentlich wollte ich Buddenbrooks
Noch lesen danach um mich vom
Billigen Geläster von Illies zu erholen
Heute war es nicht so dringend

jens tuengerthal 5.11.25

Horizontalaufrecht

Horizontalaufrecht

Die Horizontale sei die einzig
Aufrechte Lebenslage meint
Hans Castorp mit Überzeugung
Im Zauberberg wo im Sanatorium
Berghof die Liegekur zum Programm
Gehört das hier Heilung verspricht

Denke auf dem Diwan liegend über
Diese alles entscheidende Frage
So intensiv wie differenziert nach
Ohne eine einfache Antwort noch
Erhoffen zu können weil es sich
Je nach Standpunkt unterscheidet

Liegend liegt es mir natürlich nah
Flanierend ist es eher ferner dann
Doch unter der Geliebten mittig
Wunderbar aufrecht noch was ja
Von Zeit zu Zeit wohl vorkommt 
Nach Theorie und Erinnerung sind

Aktivität und Passivität relativ hier
Manche bewegen sich nicht mal
Sondern kommen völlig versunken 
Durch bloße Muskelkontraktionen
Allein im Geschlecht was auch
Zugegeben sehr reizvoll sein kann

Halte auch ich die geistige Welt
Für viel bedeutender als es die
Vergängliche äußere je werden kann
Hier zeigt die Schönheit Kontinuität
Wächst im Alter durch Reife noch
Statt an Impotenz oder Inkontinenz

Dabei nur noch erschüttert zu leiden
Warum wer klug ist sich dazu noch
Rechzeitig geistige Welten sucht
Die geteilt doppelt schön werden
Statt allein auf Echo nur zu warten
Dann bleibt die Horizontale stets

Auch aufrecht die rechte Lage
Sogar für Linkshänder die gern
Den Diwan auch mal teilen um
Horizontal in die Aufrechte zu finden
Die so befriedigt gerne gut tut
Aber primär geht es natürlich

Um geistige Welten dabei die
Ein glückliches Dasein jenseits
Von Raum und Zeit ermöglichen

jens tuengerthal 5.11.25

Abgewählt

Abgewählt

Abgewählt werden kann der noch
Präsident Trump wohl nicht mehr
Deutlich verloren aber hat der
Mafianahe Kriminelle schon jetzt 

Die USA wenden sich trotz aller
Traditionen entschieden von dem
Asozial peinlichen Versager ab 
Alle Wahlen gingen für ihn verloren 

Insofern er nicht mehr antreten wird
Es verfassungsrechtlich nicht kann
Wird die orangene Peinlichkeit nun
Zur erledigten lame duck werden

Die Amerikaner haben genug von
Diesem völlig unfähigen Blender 
Der Lockdown wird ihm angelastet
Trump wird zur peinlichen Geschichte

Dass der Versuch mit Muslimangst
Drohenden Antisemitismus Politik zu
Machen nicht aufging war gut so wie
Illegale Drohung keine Angst machten 

Die Wahlen im nächsten Jahr schon
Die Midterms genannt werden dürften
Diese erfreuliche Entwicklung noch
Weiter bestätigen und verstärken

So rettete sich die Demokratie selbst
Was ein erfreuliches Ende doch wäre
Trump bliebe ein peinlicher Fauxpas 
Was für eine schöne Aussicht ist das 

jens tuengerthal 5.11.25

Glaubensfreiheit

Glaubensfreiheit

Befreit vom Glauben
Ohne Götter und Seele
Kann Liebe alles

jens tuengerthal 5.11.25

Freiheitsgewinn

Freiheitsgewinn

Wo Freiheit Wahlen
Gewinnt scheitert Diktatur
Des Geldes deutlich

jens tuengerthal 5.11.25

Dienstag, 4. November 2025

Lektürentagebuch 4.11.25

Lektürentagebuch 4.11.25

Bei Egon Friedell in seiner feinen
Kulturgeschichte der Neuzeit über
Die Malerei unter Ludwig XIV also
Im Louis Quartorze Stil gelesen

Danach waren auch die Maler von
Den Cartesianischen Prinzipien ganz
Erfüllt bei Poussin sogar so sehr dass
Er den Zeitgenossen zu streng schien

Dabei bildete er sich am antiken 
Relief seine Figuren haben typische
Gesichter sind Gattungsexemplare
Wie Pflanzen in einem Herbarium

Keine seiner Gestalten kommt einem
Irgendwie bekannt vor dabei war er
Ein gelehrter Maler und Kenner auch
Des Altertums hat große Verdienste

Die Landschaft ins Bild gebracht zu
Haben aber tat dies als Archäologe
Der immer antike Gegenden malte 
Dabei sieht er alles mathematisch

Alles wirkt bei ihm abgemessen was
Friedell wunderbar beschreibt ohne
Sich über ihn zu erheben sondern ihn 
Als Meister der Stimmung zu loben

So sieht er den echten Barockmaler
Als Wegbereiter der subtilen Kunst
Claude Lorrains der als Virtuose des 
Lichts und Vordergrunds gesehen gilt

Bei ihm ist die Natur wirklich Natur
Aber nur in der domestizierten Form
Wie sie mit Saison und Hofsitte noch
Vereinbar war wie es sein sollte

Hyacinthe Rigaud sei der Hofmeister
Wie Obergarderobier des Zeitalters
Malte Menschen in der richtigen Art
So hatten sie würdig auszusehen

Die Manufacture royale für königliche
Möbel entwickelte sich unter dem
Hofmaler Lebrun zur Musterfabrik
Für gehobene Kunsttischlerei

Den ausgedehnten Parks wurde
Durch antike Figuren ein stolzes
Aussehen noch verliehen dazu 
Wurden Bäume und Hecken geformt

Schon damals wurde der Aufzug 
Erfunden der etwa dem heutigen
Entsprach aber nur in den großen
Palais unsozial benutzt wurden 

Dies entsprach dem Geist dieser
Epoche niemand wäre auf die Idee
Gekommen eine neue Erfindung
Außer für die Oberschicht zu nutzen

Eine kleine zarte Bemerkung nur am
Ende der Ausführungen zur Kunst
Im Zeitalter Ludwigs XIV verändert
Den Blick auf diese Epoche völlig

Es war die Kunst einer winzigen
Elite die sich die ganze Welt nach
Ihrem göttlichen Anspruch formte
Der logisch zur Revolution führte


Noch ein wenig Florian Illies gelesen
Der wohl meint witzig zu sein wenn er
Sich spöttisch über alle erhebt dazu
Aus den Tagebüchern meist zitiert 

So wird uns offengelegt dass der viel
Wert auf Fitness legende Kollege im
Hotel nebenan Lion Feuchtwanger
Mit Frau und Sekretärin schlief

Diese wohnt übrigens bei Manns
Im Palast Hotel nebenan dabei 
Schützt sich Feuchtwanger vor der
Exil Krankheit Depression auch

Aus Sicht von Thomas Mann mit
Seiner Ichsucht dieser sei notiert
Mann nach gemeinsamen Tee
Ausschließlich mit sich beschäftigt

Als Feuchtwanger Tage später einen
Steifen Hals hat diagnostiziert seine
Frau das sei sicher Syphilis die er sich
Bei seiner Sekretärin geholt habe

Worauf Feuchtwanger notiert Marta
Habe die Tendenz hinter allem gleich
Eine Schuld zu wittern was ihm wie
Illies anmerken muss wohl fremd sei

Den Besuch der beiden Brüder
Heinrich und Thomas Mann nannte 
Feuchtwanger nett den von Klaus und
Erika recht nett nun wissen wir es

Dafür lobt Thomas Mann das Wetter
Am 24. Mai 1933 als herrlich was er
Trotz allem Elend zu bewundern wohl
Bereit war das ist doch mal nett 

Golo schafft es tatsächlich über die
Diplomatenpost der Franzosen noch
Die 60.000 Reichsmark zu schicken
Was ihm große Anerkennung bringt

Klaus Mann sitzt währenddessen im
Hotel in Sanary arbeitet an seiner
Idee von der Exilzeitschrift die den
Namen Die Sammlung tragen soll

Dafür schreibt er Stefan Zweig wie
André Gide an und schreibt ganz
Empört an Gottfried Benn der zu
Den Nazis übergelaufen war

Das ist mal eine interessante neue
Information über die ich gerne mehr
Als den kleinen Absatz gelesen hätte 
Stattdessen Kitsch aus Sanary

Den muss Illies noch mit der dazu
Platten Bemerkung krönen das Klaus
Eben doch ein Romantiker wäre nur 
Halt ein hoffnungsloser Romantiker 

Das ist wieder peinlich und daneben
Angesichts Klaus Manns häufigen
Leiden an seinen Depressionen das
Ihn am Ende auch das Leben kostet

Dann wird von der brüderlichen
Eintracht erzählt mit der Thomas und
Heinrich beim Wein vor dem Hotel
In Bandol sitzen etwas sentimental

Vom früher vielen Streit wird erzählt
Mit wenig weiterführenden Details 
Die entscheidendes dafür ignorieren
Wie die Einigung am Totenbett der

Gemeinsamen Mutter das den Streit
Beendigt der noch in Betrachtungen
Eines Unpolitischen Ausdruck fand
Doch sie sind eben verschieden

Heinrich ist hemmungslos dagegen
Diszipliniert sich Thomas vor allem
Sexuell was Spannung erzeugt die
Hier wohl keine Rolle mehr spielt

Heinrichs Frauen tragen in der Familie
Mann den Namen Heinrichs Braut was sehr weibliche offenherzige wie
Zarte Musen meint die er versorgt 

Dabei soll Heinrich anderseits so
Steif hanseatisch noch gewesen sein
Dass er seine Geliebten im Bett sogar
Siezte wie einige später berichteten

Dann bewertet es Illies als Eifersucht
Wenn Thomas die psychische
Gesundheit von Heinrich für viel
Robuster als seine eigene hält 

Weil dieser Abends eine Flasche
Rotwein trinkt wie danach noch zwei
Cognac was er auch gerne täte aber
Heinrich sei allein lebend besser dran

Dann kündigt Heinrich wohl nach
Langem Zögern den Besuch von
Nelly an einer Heinrichs Braut also
Die er vorab für geistesgestört erklärt

So warnt der mit 62 Jahren schon
Eigentlich erwachsene Heinrich
Den Bruder mit einer Notlüge vor
Weil er dessen Urteil so fürchtet 

Nachdem Illies so Heinrich bloßstellte
Wird Thomas schwacher Charakter 
Beim Blick in die Buchhandlung an 
Der Promenade von Bandol gezeigt

Dieser soll sich laut Illies der dies
Vermutlich aus dem Tagebuch hat
Über zwei Bände von sich aber
Keinen von Heinrich gefreut haben

Wer frage ich mich will so etwas
Wissen und wem nutzt dieser nur
Herablassend wertende Bericht
Aber vermutlich soll es witzig sein

Dieser geschmacklose Humor auf
Kosten anderer ist ja heute in der
Comedy Szene sehr beliebt weil
Viele gerne über andere lachen

Das ist platt und reduziert einen
Der größten deutschen Autoren
Auf lächerliches Klatschniveau
Nur wer profitiert irgend davon

Florian Illies wohl sicher mit 
Einem zu Unrecht bejubelten
Bestseller der nur deutlich macht
Masse zeugt nicht für Qualität 


Nach diesem erwartbaren Ärgernis 
Gönne ich mir noch etwas schönes
Helen Hessels Ich schreibe aus Paris 
Berichtet vom Besuch bei Paul Poiret

Um 11 Uhr am Vormittag öffnet ihr
Der Portier hoch wie ein Grenadier
Wie die kluge Preußin treffend den
Mann mit dem sanften Lächeln nennt 

Sie erzählt von der Decke über den
Geweißten Wänden die golden und
Blau in Schrift und Bild den Tierkreis
Zeigt und den tippenden Mädchen 

Niedrige Gatter aus durchbrochenen
Silberrosen führen in das Rechteck 
Des Schauraums welche Bilder
Schafft diese Künstlerin der Sprache

Sie beschreibt die Gestalten die
Mit ihr um den leeren Teppich sitzen
Eine sehr angezogene geschwätzige
Frau pudere nichts als ihr Doppelkinn

Dabei macht sie ihrer Freundin noch
Schmeichelhafte Vorwürfe die doch 
So viele Millionen hätte während sich
Die Empfangsdame noch bemüht

Eine vornehme Engländerin schaut
Durch ihr Lorgnon die Wände hinauf
Vollkommene Beine hat die Frau ihr
Gegenüber am leeren Teppich dafür 

Einem unverkennbar provinziell doch
Geschäftig aussehenden Paar werden
Ganze Berge von Kleidern gebracht
Die vor ihnen ausgebreitet werden

Immer mehr Plätze füllen sich mit
Frauen deren eilige Männer stets
Nach der Uhr sehen das ganze zielt
Spürbar auf Effekt und Business

Dies zeige schreibt Hessel die enge
Bindung von New York und Paris
Den Einfluss von Film und Dollar
Auf den französischen Geist 

Plötzlich ist der Meister Paul Poiret
Im Raum und geht plaudernd von
Gruppe zu Gruppe dabei hing ein
Kittel um seine imposante Gestalt

Dies schafft eine Art von Intimität
Er tritt wie ein liebenswürdiger
Hausherr auf der seine Gäste begrüßt
Dann zitiert sie den Meister treffend

Nun beginnt die Vorführung und die
Typen von Mannequins variieren so
Wie die Formen der Modelle es gäbe
Kecke und ganz weiche Blondinen

Gestellte Schwarze mit heller Haut
Sie schreiten bist nah wenden kurz
Heben die Arme schlingen Schals
Öffnen Knöpfe lassen Einblicken

Genau und mit viel Sachkenntnis
Beschreibt die Mode Korrespondentin
Der Frankfurter Zeitung hier die
Kleider und ihre Besonderheiten 

Erfahre dass die Röcke nicht mehr
Ganz so kurz sind und Gürtel nun
Die Mitte ein wenig höher heben
Schmal begrenzen sie nur die Weite 

Doch nicht die Fülle der vielen
Phantasievollen Einzelheiten ist es
Sondern die Überzeugungskraft
Dieser Schöpfungen in der Welt

Etwas verzweifelt und sehr mondän
Ist die junge Frau im rostroten Kleid
Dessen Jacke von enggewellten
Rüschen durchzittert ist klingt toll

Schweigsam blutarm dagegen sei
Das junge Mädchen im Gobelin das
Priesterlich hinabfällt amerikanische Vorstellung von Montmartre dabei

Prüde Jugend drücke sich in dem
Delft Muster dagegen aus während
Lachende Freude im hellgelben 
Schottisch mit Fransen aufkäme

Alternder Koketterie dagegen gehört
Das kostbare Cape das Büschel von
Straußen umschmeicheln dagegen
Wären silberne Schals wie verliebt 

Sie sieht die Erregung einer ersten
Ballnacht auf weit offenen Blüten von
Magnolien duften erzählt von der
Begeisterung einer Amerikanerin

Die Schau ist nun zu Ende die 
Mannequins sind abgetreten dafür
Sind die Vendeusen an der Arbeit
Draußen fällt funkelnder Sonnenregen

Er trifft auf die Köpfe der blaublusigen
Arbeiter die trotz Trams und Autos
Das Straßenpflaster reparieren überm
Platz spannt sich ein Regenbogen 

Grandios mit welchem Tempo wie 
Zugleich Schönheit Helen Hessel 
Hier über eine Schau in Paris als
Großes Naturereignis auch schreibt 

Diese wunderbare Autorin die meist
Als Ehefrau von Franz Hessel wie
Mutter von Stephane Hessel und
Geliebte von Henry Pierre Roché 

Also nur durch ihre Männer statt
Für sich gewürdigt wird verdient 
Als ganz feine Autorin mit großer
Lyrischer Kraft gelesen zu werden

jens tuengerthal 4.11.25

Liebeslogik

Liebeslogik

Logisch liebe ich
Die allertollste aller
Frauen auf Erden

Liebte ich sie sonst
Oder scheint mir alles nur
Verzaubert von ihr

jens tuengerthal 4.11.25

Vernunft

Vernunft

Vernunft ist logisch
Vernünftiger als Gefühl
Außer bei Liebe

jens tuengerthal 4.11.25

Teelösung

Teelösung

Abwarten und Tee
Trinken ist beste Lösung
Aller Probleme

jens tuengerthal 4.11.25

Lustmythos

Lustmythos

Voller Sehnsucht denke ich an
Große Lust die ich schon erlebte 
Ohne zu wissen wie großartig es wird
Wenn Menschen sich frei nah sind

Doch ist die Hoffnung auf Lust
Miteinander wie die Sehnsucht
Danach ein natürlicher Trieb
Oder nur ein erzählter Mythos

Was an der Lust ist die Natur
Der Trieb der nach Befriedigung
Stets strebt und wo beginnt bloß
Konventionelle Erwartung noch

Wie sehr folgt die Lust wie ihre
Ausführung im Sex noch ganz
Der Natur was dagegen ist nur
Konventionelles Ritual voll Erwartung

Ist der Sex vielfach so langweilig
Wie enttäuschend weil wir nur
Rollen dabei spielen statt lustvoll
Wirklich der Natur zu folgen 

Wo verhalten wir uns dann beim
Sex natürlich und was ist nur die
Erfüllung einer erwarteten Rolle 
Der keine wie keiner je genügt

Ist die Sexualität wirklich noch 
Ein natürliches Triebverhalten
Oder längst ein Rollenspiel das
Wie alles in Konkurrenz steht 

Wann fühlt es sich mal auch
Von Ferne vollkommen schon an
Ist dies nicht zuviel an Erwartung
Die nur enttäuscht werden kann

Zu seiner Natur beim Sex finden
Könnte helfen dem Genuss mehr
Dauer zu geben als Rollenspiele
Der Geschlechter uns versprechen

Wie viele Frauen erlebte ich die nie
Kamen aber schon immer so taten
Wie wenig Männer merken das je 
Oder kümmerten sich weiter darum

Sex ist für viele ein einseitiges Spiel
Das der Befriedigung des Mannes
Nur dient statt zusammen zu kommen
Sich gegenseitig zu beschenken 

Befriedigung ist der erstrebte Erfolg
Den Frau von Mann erwartet und er 
Ihr viel zu selten schenkt im immer
Konkurrenten Leistungsdruck dabei

Dies erfordert zuerst einander auch
Beim Sex wirklich zu verstehen also
Offen über Bedürfnisse zu reden sich 
Befriedigung natürlich zu schenken

Träume davon echte Lust zu leben
Natürlich sein zu können statt nur
Konventionelle Spiele zu spielen
Die Impotenz stöhnend verstecken

Wenige Menschen haben natürlich
Sex die meisten verhalten sich nur
Dem Mythos entsprechend dabei
Stets konventionell statt echt

Vielleicht ist das von viel Moral
Überlagerte Rollenspiel auch der
Natürliche Sex für die meisten weil 
Der Zugang zu echter Lust fehlt

Schöner ist es jenseits der Rollen
Echte Lust ohne Muster erleben
Warum das geistige Vorspiel das
Vorher warten lässt auch gut tut

Zu wissen dass 85 % der Frauen
Nach ihrer Natur beim vaginalen
Verkehr nie Befriedigung erlangen 
Können aber 99% so tun zeigt es

Die Studie zum nervus pudendus
War eine Offenbarung dabei um
Einander Natur besser zu verstehen
Statt sich dabei etwas vorzumachen 

Das gleiche gilt für die sexuellen
Rollen und Muster in denen wir uns
Oft auch voller Liebe etwas vorspielen
Ohne Lust des anderen zu verstehen

Alle sollten sie kennen um einander
Dabei besser zu verstehen statt sich
Weiter sexuell etwas vorzuspielen
Um dafür halt geliebt zu werden

Lust jenseits des Mythos wie der
Muster und Rollen könnte uns ein
Natürliches Paradies eröffnen statt
Stets das gleiche Spiel zu spielen

Ein Weg zur Überwindung des nur
Konventionellen Triebverhalten das
Sich kaum wer eingesteht könnte sein
Offen darüber auch zu reden

Durch also sexuelle Aufklärung wird
Der Mythos entzaubert der uns in
Rollen ohne Befriedigung drängt um
Dafür die Natur ganz zu befreien

Magie liegt allein in der Natur die
Sein darf wie sie ist statt einem
Konventionellen Mythos zu folgen es
Könnte größtes Glück schenken 

Aufgabe der Aufklärung sollte sein
Über alles offen zu reden dabei
Um sich ganz zu genießen wie
Bleibende Freude zu schenken

jens tuengerthal 4.11.25

Lektürentagebuch 3.11.25

Lektürentagebuch 3.11.25

Weiter in Florian Illies Kolportage
Über die Familie Mann in Sanary
Die dort nun zumindest teilweise
Ankommt wie das Familientreffen

Fein säuberlich werden dazu alle
Erlebnisse der Familienmitglieder
In einzelnen Abschnitten vorgestellt
Beginnend mit Golo in Berlin

Die beiden Mittelkinder bleiben sich
Auch dabei sehr fremd so wohnt Golo 
Bei Familie Fischer im Grunewald
Der Tochter von Manns Verleger

Von der Situation im leeren Poschi
In dem nur noch vier Angestellte
Leben wird belangloses berichtet
Wie Katia ihr Silber retten will

Genau wird erzählt wie die einzigen
Fotos von Erikas und Klaus Freundin
Annemarie Schwarzenbach gemacht
Werden und was sie darstellen dabei

Bewertet Illies diese Bilder wieder
Als Rückschluss auf den Charakter
Der Abgebildeten was dann eher
Ganz billig oberflächlich bleibt 

Da werden die alten erschöpften
Blassen langsam grauen Eltern
Den braun gebrannten gut gelaunten
Kindern verglichen wozu auch immer

Erfahren wie Monika und Golo
Einen Brief der Vaters an Monika
Der offensichtlich verschlüsselt ist
Gemeinsam enträtseln wollen

Klaus und Erika finden erstmal kein
Ideales Haus in Sanary trotz der
Vielfältigen Hilfe der Freunde dort
Buchen ein Grand Hotel in Bandol

Das Thomas Mann dieses zumindest
Teilweise geschmacklos findet wie
Sich Zigarren aus Zürich bestellt sich
Über Lärm beschwert hält Illies ihm 

Im üblich arroganten Ton mit eher
Spürbarer Abneigung vor was nur
Fortsetzt was schon lange nervt
Wie die Bemerkung zur Bettwäsche

Thomas Mann der schon häufiger
In Paris war mit Katia selbst schon
In Sanary Urlaub machte wird hier
Unterstellt sich auch über die typisch

Französische Art Betten zu machen 
Sie also am unteren Ende einfach
Einzuklemmen oder fest zu stecken
Noch genervt aufzuregen was nur

Viel über Florian Illies und seinen
Stil bei dieser schlechten Kolportage 
Erzählt aber wenig über Familie Mann
So unglaubwürdig wie überflüssig ist

Golo Mann erlebt am 10. Mai in
Berlin die Bücherverbrennung mit
Unter anderem Klaus und Henrich
Beklagt es Deutscher zu sein darum

Der weite Blick für den historischen
Zusammenhang der darin liegt wird 
Zwar erwähnt aber im Verhältnis zu
Sonst Belanglosem schnell erledigt

Golo Mann hat so viel bedeutendes
Auch zur deutschen Geschichte
Geschrieben dass fraglich bleibt
Warum dazu nichts gesagt wird 

Ein erstaunlich gut gelaunter Klaus
Der Dank Annemarie nicht nur Drogen
Sondern auch Pläne hat verblüfft
Seine Schwester Erika damit sehr

Eine leere Streichholzschachtel für
Die tägliche Zigarre wird für den
Raucher Thomas Mann zum Symbol
Für die Dauer seiner ewigen Odyssee

Jedoch trifft am gleichen Tag endlich
Das Paket mit den Tagebüchern ein
Die wohl nicht angerührt wurden
Dafür wurden die Verträge geprüft

All diese Tagebücher die Mann so
Sehr besorgt haben verbrennt er
Nach Kriegsende 1935 in Kalifornien
Bis auf wenige die er noch brauchte

Wie gut denke ich dabei angesichts
Der publizierten Schnüffelei von Illies
Da hat er der Nachwelt viel erspart 
Vor allem die Ablenkung vom Werk

Das große Familienfest der Manns
Im Grand Hotel in Bandol nennt
Illies spöttisch Familienaufstellung
Mit den Großeltern Pringsheim 

Klaus nennt es Urgreise Greise 
Kinder während Hedwig Pringsheim 
Vom etwas wüstem Familienleben
Zu elfen wohl treffend berichtet

Sohn Golo wird vermisst und auch
Gewürdigt während Monika dabei
Mit keinem Wort erwähnt wird wie
In Familien manche eben untergehen

Kein Thema ist dass die Pringsheims
Wieder zurück nach München wollen
Sie halten sich ihres Reichtümer 
Wegen wohl für unverwundbar 

Ihr Palais wurde dann 1933 schon
Enteignet und abgerissen um Platz
Für die NSDAP Parteizentrale zu
Machen was Illies nicht erwähnt

Er deutet nur an dass sie schon im
Juni merken wie naiv sie doch waren
Was mal wieder nur schlechter Stil ist
Stattdessen wird wieder behauptet 

Wie genervt Thomas Mann vom
Besuch der Schwiegereltern war
Der nur notierte dass es Katia
Gut tat was genügen könnte

Es mag dieser Blick auf den stets
Tendenziösen Stil von Illies nervig
Wirken und pedantisch aber hier zeigt
Sich warum das Buch schlecht ist

Was vorgibt über eine Epoche zu
Berichten die vielfältig bedeutend
Auch für die deutsche Literatur war
Wird zur Meinungsmache missbraucht

In dem Versuch locker flockig wie
Spöttisch dabei zu schreiben werden
Nur alte Vorurteile billig gepflegt die
Eigene Meinung noch zu verbreiten 

Das ist schlechter Stil und wenig
Informativ auch wenn es sich mit
Entsprechendem Marketing als
Bestseller sicher zu gut verkauft

Werde weiter berichten aber rate
Bis jetzt dringend vom Kauf ab 
Auch wenn manche Information
Wie Zusammenstellung gut ist

Sich ganz vermeintlich witzig
Über eine Familie und dabei
Insbesondere über Thomas Mann 
Zu erheben ist kein guter Stil

Weiß nicht wer dieses Buch
Zum großen Jubiläum brauchte
Als alle die Mann schon immer
Einen kranken Pedanten fanden

An einer Stelle erzählt Illies wie
Rührend Mann seiner Tochter
Elisabeth den Schluss aus dem
Rheingold auf der Terrasse vorsang

Auch dies wieder leicht mokant
Statt zumindest neutral berichtet
Wird sich nur billig lustig gemacht
Frage mich wer so etwas braucht

Die Liebe zu dem gefühlvollen Vater
Der auch unglaublich komisch dabei
Sein konnte wird nirgends sichtbar
Dafür ewig billige Lästereien nur

Werde es zugegeben leicht genervt
Noch etwas weiter lesen aber der
Punkt es wegzulegen rückt näher
Illies versteht Thomas Mann nicht

jens tuengerthal 3.11.25

Montag, 3. November 2025

Herbstrückzug

Herbstrückzug 

Während die Tage kürzer werden
Herbststürme toben und Regen
Über das Land zieht beginnt die
Zeit des schönsten Rückzug 

Es sich Zuhause in der eigenen
Höhle gemütlich machen um das
Draußen besser zu ignorieren
Öffnet uns große geistige Welten

Bücher führen uns überall hin
Statt durch die Welt zu laufen
Können wir den Rückzug mehr
Genießen für das Gleichgewicht

Sich weniger draußen beschäftigen
Um mehr innen anzukommen kann
So ein Paradies uns öffnen das bleibt
Was viele im Frühling vergessen 

Liebe den Herbst auch wenn er mal
Wieder wild und rauh daher kommt
Weil er was ich immer am liebsten tue
Lesen Tee trinken und Kekse essen 

Auch außen noch gut begründet
Habe ich doch die Welt in meiner
Bibliothek und nirgends ist es schöner
Als hier im Staub der Bücher zu leben 

Brauche keine Ablenkung weil alles
Was ich liebe ganz nah liegt muss
Nur die dunkle Zeit nutzen um das
Eigene Heim ganz zu genießen 

Dankbar für die Fähigkeit dies zu
Erkennen und zu würdigen kann ich
Den Herbst lieben wie er auch kommt
Bleibe einfach nur wo ich bin

jens tuengerthal 3.11.25

Bindung

Bindung

Liebe verbindet
Menschen untereinander
Gern unerwartet

jens tuengerthal 3.11.25

Einbildung

Einbildung

Einbildung könnte
Der Anfang von etwas ganz
Phantastischem sein

jens tuengerthal 3.11 25