Donnerstag, 14. August 2025

Frauengeschmack

Frauengeschmack

Denke sehnsüchtig lustvoll daran
Wie meine Zunge deinen Rücken
Wirbel für Wirbel hinab wandert 
Tief in die erste Teilung taucht
Um dich intensiv zu schmecken
Wo du dich ihrem züngeln öffnest 
Doch während sich dein Becken 
Schon ihr entgegenhebt als ich
Von hinten mich anschlich nur
Die Zunge statt Handgepäck 
Für die Lustreise über dich 
Bei der ich all deine Kontinente
Küssend erforsche um so
Zumindest zu wissen wie
Deine Nähe mir schmeckt
Wandere ich schon weiter
Nach dem ersten Tauchgang
In deine dunklen Gänge um
Zu deinem Fundament so 
Zärtlich dir die Füße noch
Küssend zu gelangen dann
Innenseiten deiner Schenkel
Zart schleckend nur auf
Einen Zungenschlag am
Venushügel zu verweilen vor
Anderen Höhlen deine höchsten
Hügel mir zu erlecken die schon
Wogend auf die Wellen der Lust
Warten die Zunge und Zähne
Ihr an der Grenze schenken
Bis ich endlich den vielleicht
Noch bewaldeten oder schon
Modisch kahl geschlagenen
Immer noch mons veneris
Erklimme von dort mit einem
Sprung in deine feuchten Höhlen
Zunge voran tauche um
Wieder aufgetaucht aus der
Schönsten Höhle der Welt die
Ihr Ursprung nach Courbet ist
Zum Perlentaucher des Glücks
Werden zu dürfen der dir dort
Unten schönste Gipfel erleckt
Hole kurz Luft und denke ach 
Wie wundervoll wäre das jetzt
Dir so nah sein zu dürfen das 
Alles mehr schon eins wäre

jens tuengerthal 14.5.25

Liebesgewissheit

Liebesgewissheit

Kann es Sicherheit geben mit etwas
So unsicheren wie einem Gefühl
Noch dazu einer Frau gegenüber 
Die völlig unberechenbar ist oder
Sind das eher die Männer und
Frauen immer verlässlich außer
Es reizt sie noch etwas anderes
Also doch wieder wie die Männer
Was die Frage wohl egal macht
Sind all die anderen Reize nicht
Teil unserer logischen Natur die
Schlicht funktioniert wie sie ist
Aber nichts mit Liebe zu tun hat
Die doch so ein geistiges Ding ist
Aber irgendwie auch nicht weil
Durch Hormone gesteuert die
Logisch funktionieren aber nur
Selten vernünftiger machen
Was zumindest sicher scheint
Vermutlich kommt es auch
Dabei darauf an welche wie
Liebe derer ich mir wirklich
Ganz sicher gewesen bin
Noch schneller verschwand
Im Nichts verlorener Lieben 
Nur wenn ich mir sicher bin
Es wäre so oder so mit der
Liebe kann ich sicher sein
Dass es meist anders kommt
Dann gibt es einfach keine
Gewissheit im Gefühl je
Unklar nur ob das dann
Eine Art Gewissheit ist
Und so bleibt am Ende
In der Liebe alles unsicher

jens tuengerthal 14.8.25

Mittwoch, 13. August 2025

Lektürentagebuch 13.8.25

Lektürentagebuch 13.8.25

Zuerst habe ich heute über 300 Seiten
Des Gedichtbandes Korrektur gelesen
Der bald erscheinen soll worauf sich
Die Leserinnen hoffentlich freuen

In zwei Flaneure in Berlin verfasst von
Gerd Rüdiger Erdmann geht es in dem
Kapitel Tauentzienstraße um diese was
Nahe lag und was Franz Hessel darüber

Wie über die Berlinerinnen dort schrieb
Die mit ihren fliegenden Schultern aus
Dem guten Jahrgang 1910 dort crawlen
Wie Hessel den zu eiligen Gang nennt 

Während andere noch Brustschwimmen
Kraulten diese jungen Schönen viel zu
Eilig durch die Straßen sie sollten besser
Flanieren lernen das ginge dort gut

Mit Kurfürstendamm und Tauentzienstraße
Hätte Berlin zwei ideale Boulevards auf 
Denen die Berlinerin flanieren üben könnte
Auch wenn es ihrem Wesen ganz fremd ist

Diese beiden Straßen haben darum nach
Hessel eine hohe Kulturmission sie sollen
Die Berlinerin zur Gelassenheit wie zum
Irgendwann eleganten Gang erziehen

Wie Franz Hessel gerne schrieb ist auch
Diese kleine Spitze gegen die immer eilige
Berlinerin die ständig wichtiges zu tun hat
Ganz liebevoll verpackt gebracht hat es

Bis heute leider nichts die Berlinerin ist
Ständig eilig unterwegs um bloß nichts
Zu verpassen in der unruhigen Stadt
Sie können mit uns Flaneuren üben

Was ihrem Gang wie ihrer Eleganz
Gut täte damit ihre Schönheit besser
Wirken ließe uns Flaneure sehr freute
Leider haben sie keine Zeit für sowas


Unter der Überschrift Aperitif der Liebe 
Geht es im Buch von Helen Hessel 
Der schnellen Berlinerin die aus Paris
Schreibt weiter um sie und ihre Rückkehr

Zum Schreiben 1924 ermuntert von 
Großmann der ihr einige Artikel anbietet
Unter Aufzeichnungen ohne Philosophie
Sollten diese dann erscheinen

Ihnen lag Helens Reise nach Paris
Wie ihre wachsende Vertrautheit mit
Der Stadt zugrunde der erste war der
Pariser Bilderbogen in dem sie zur

Flâneuse wurde vielleicht auch unter
Einfluss ihres Mannes Franz beschreibt
In spröden Ton wie sie durch Pariser
Straßen wandert und was sie beobachtet

Persönlich anteilnehmend werden ihre
Texte sobald es um Mode geht sie wird
Von den Kleidern wie hypnotisiert wird
So zur mitfühlenden Teilnehmerin

Hier bezeugt Helen bereits das Talent
Was sie später Karriere als die große
Modereporterin der Frankfurter Zeitung 
Werden ließ noch braucht sie Beifall

Großmann nennt ihre Pariser Stücke
Entzückend nun war ihr Ehrgeiz zum
Schreiben erwacht mit dem sie sich
Über die Trennung von Roché tröstete

Sie sucht noch nach Wegen mit denen
Ein dauerhaftes Leben mit Roché in 
Paris selbständig finanzierbar wird
Worauf sie sich einen Bob schneidet

Im Oktober 1924 bekommt sie das 
Angebot der Frankfurt Zeitung als
Modekorrespondentin nach Paris
Zu gehen was sie sofort annahm

Von ihrem Freund Paul Huldschinsky
Einem bekannten Architekten den sie
Hülle nannte wurde sie in die Berliner
Modeszene wo nötig eingeführt 

Von Rochés Mutter ließ sie sich die
Vogue und Fémina schicken während
Roché selbst ihr Mode Zeitungen aus
New York schicken sollte die in waren

Ihre Hymne auf die Mode lobte auch
Franz Hessel sehr und wollte sie in 
Seiner Zeitung Vers und Prosa drucken 
Helen wollte lieber Geld damit verdienen

Schon Mitte 1925 war sie davon überzeugt
Den idealen Beruf gefunden zu haben sie
Überlegt ständig wie sie mehr verdient
Franz lobt dabei ihre Artikel häufig

Sie träumt immer von einem Film
Wie einem Theaterstück vielleicht
Auch einen Roman war aber meist
Zu unruhig für mehr als kurze Stücke

Nach dem Krieg schrieb sie noch
Ein Drehbuch und ein Theaterstück
Über den Widerstand aber beide
Brachten keine großen Erfolge

Eine vielfältig spannende Frau
Die ihr Leben immer wieder wenn
Gerade nötig ganz neu entwarf 
Als ginge ihr Sein mit der Mode 

jens tuengerthal 13.8.25

Sommerlust

Sommerlust

Die gerade heißen Tage verführen
Dazu sich so leicht wie nur möglich
Anzuziehen was in Konsequenz viel
Körperliche Reize uns überall zeigt

Darf ich als schlichter Mann bei der
Runde um den Platz mich noch am
Anblick der luftig bekleideten Damen
Freuen oder sollte ich wegsehen

Einige können den Blick auf ihre
Sichtbaren Formen als sexistisch
Empfinden was mit ganz fern liegt
Es ist bloße Freude an der Natur

Andere wiederum könnten das
Wegsehen als Kränkung empfinden 
Spielen sie doch ganz bewusst mit
Allem was ihnen die Natur gab

Der Flaneur genießt nach seiner Natur
Den Anblick ohne mehr zu wollen als
Sich an der weiblichen Natur zu freuen
Aber reduziert das die Damen zu sehr

Was ist noch gerade zulässig und wo
Ist schon der Blick anzüglich weil er
Leicht alles sehen könnte was sonst
So gut verborgen wird überlege ich

Auf keinen Fall möchte ich die Damen
In irgendeiner Weise beschämen
Nur teilnahmsvolle Freude zeigen
Als machte ich ihnen ein Kompliment

Fürchte aber es wird egal was ich
Nun entscheide einigen nicht recht sein
Während andere sich noch mehr erhoffen
Was der nur Beobachter nicht leisten kann

Weil ich es ohnehin nie für alle richtig
Machen kann fragt sich ob ich dann 
Zumindest eines richtig machen sollte
Oder alles ignoriere und tue was ich will

Insofern ich aber keine Dame erzürnen
Noch Probleme schaffen möchte bleibt
Der richtige Weg hier fraglich denn nur
Wegsehen wäre gegen meine Natur

Am einfachsten ist es wohl in seiner
Bibliothek auf dem Diwan zu bleiben
Draußen ist es ohnehin zu warm nur
Schade um die Schönheit wäre es

jens tuengerthal 13.8.25

Gazarosinenbomber

Gazarosinenbomber

Deutschland ist gerne hilfsbereit 
Das ist eine positive Entwicklung
In Erinnerung an die amerikanischen
Rosinenbomber nach dem Krieg
Wurden 192 Tonnen Hilfsgüter 
Durch die Bundeswehr inzwischen
Über Gaza abgeworfen um so
Die hungernde Bevölkerung dort
Mit dem nötigsten zu versorgen
Auch wenn diese Hilfe wieder
Vollständig in den Händen der
Dort noch regierenden Hamas
Landen wird beruhigt doch das
Deutsche Gewissen zumindest
Etwas getan zu haben damit
Dort endlich Frieden wieder
Herrscht und die Terroristen
Siegreich bleiben werden
Israel keine Waffen mehr geliefert
Die dort einsetzbar sind
Somit ist die Hilfsaktion der
Deutschen Bundeswehr ein
Doppelter Sieg für die Hamas
Spannend wie die Regierung Merz
Bedingungslose Solidarität auslegt 

jens tuengerthal 13.8.25

Mauerliebe

Mauerliebe

Die Berliner Mauer
Kannste lieben oder nicht
Ist heut Geschichte

jens tuengerthal 13.8.25

Wellenweise

Wellenweise 

Ergreift Weisheit mich
Wellenweise oder nie
Frag ich lieber nicht

jens tuengerthal 13.8.25

Hitzewellen

Hitzewellen

Hitzewellen sind
Keine Abkühlung mehr nur
Am Meer geht es noch

jens tuengerthal 13.8.25

Liebesrisiko

Liebesrisiko

Liebe bringt das ständige Risiko
Tödlicher Verletzungen immer
Fraglich bleibt dabei nur wofür
Dies einzugehen lohnen könnte

Vernünftig betrachtet ist wohl nichts
Wertvoller als ein ruhiges Leben
Bereitwillig geben wir dies auf für die
Die vage Hoffnung auf Befriedigung

Zärtlichkeit und Zuneigung fühlen sich
Wie der schönste Liebeslohn an nur 
Ob sie ihren Preis je wert sind bleibt
Offen im emotionalen Liebestheater

Eine sehr verehrte ferne Freundin
Die ich eigentlich zu gerne begehrte
Weil so wunderschön wie klug lehrte mich
Die Freiheit ohne Liebesdramen lieben 

Jeden Monat länger in diesem freien
Selbstbestimmten Leben scheint es
Vernünftiger und besser zu tun als alle
Beziehungsdramen davor noch je 

Nichts ist das Risiko wert in das die
Liebe mein Leben so oft stürzte auch 
Wenn all die Frauen ganz wunderbar
Sicher waren blieben sie fern mir 

Wie oft rieb ich mich voller Sorge
Um Liebste völlig auf sie zu retten
Immer für sie da zu sein wenn dies
Nach ihrer Laune zufällig passte

Heute genieße ich lieber was bleibt
In Ruhe gelassen für mich ohne noch
Einer Dominanz einzuräumen oder
Das Leben bestimmen zu lassen 

Liebe die Bücher und meine kleine
Bibliothek statt vieler Frauen noch
Die doch nur Probleme machten 
Auch wenn das sicher an mir lag

Was auch immer die Ursache der
Leiden an der Liebe war lohnt es 
Mehr diese abzustellen statt sich
Noch weiter zu quälen denk ich

Das Risiko der Liebe ist am Ende
Immer höher als der Gewinn je
Ergäbe die nüchterne Bilanz die
Verliebt natürlich keiner zieht

jens tuengerthal 13.8.25

Lektürentagebuch 12.8.25

Lektürentagebuch 12.8.25

Noch einiges gelernt bei der Lektüre
Im Vorwort von Boccaccios Filocolo 
Etwa wie gewagt auch der Umfang
Des Werkes vor dem Buchdruck war

Zu einer Zeit als alle Manuskripte
Noch von Mönchen und Adeligen
Den wenigen die lesen konnten 
Von Hand kopiert werden mussten

Wer gelehrt war und Wissen hatte
Antike Autoren kannte war etwas
Besonderes und zeigte dies gern
Bibliotheken waren wie heute Autos

Die Statussymbole des Humanismus
Schufen eine geistige Gemeinschaft
Zu der Boccaccio bald Zugang fand
Etwa auch im Austausch mit Petrarca 

Nach der großen Finanzkrise von 1340
War Petrarca mit seinem Vater wieder
Nach Florenz gegangen wo er noch
Verschiedene literarische Projekte begann

So schrieb Boccaccio auch als erster
Einen Roman aus der Sicht eines dort
Präsentierten Ich-Erzählers was wieder
Eine mutige Neuerung der Zeit war

Der Ausbruch der Pest schließlich 
Im Jahre 1348 der infolge achtzig Prozent
Der Einwohner von Florenz wie auch
Sein Vater und viele seiner Freunde

Zum Opfer fielen inspirierte den Autor
Zu seinem bekanntesten Werk dem
Decameron an dem er noch immer
Bis zum Lebensende weiter arbeitete

Nachdem er im Alter doch Florenz
Noch verließ schrieb er ländlich seine
Große Dante Biografie die den Begriff
Göttlich für die Commedia erst prägte

Der Austausch mit Petrarca der auf
Vermittlung eines Freundes zustande kam
Erhielt viel früher italienischer Lyrik und
Öffnete seinen Blick für das lateinische

Damit begann ein früher Humanismus 
Im Austausch der zeitgenössischen
Literaten über wichtige Manuskripte 
Die ihre Spuren im Werk wieder fanden

In diese Richtung wirkten auch die
Bemühungen Boccaccios um den
Ersten Lehrstuhl für Altgriechisch in
Florenz der den Homer wach hielt

Ein vielfältig tätiger Dichter also der
Maßgeblich den Geist des Humanismus
Wie damit der später Renaissance prägte
Begann literarisch mit dem Filocolo

Dieses Werk erzählt noch im Geist
Des Mittelalter eine alte Sage neu 
Aus der Sicht des Autors Boccaccio
Was das Tor zur Renaissance öffnet

Es ist faszinierend zu sehen wie die
Literatur den geistigen Umbruch einer
Epoche vorab prägte damit quasi zum
Geistigen Paten der Entwicklung wurde 

Die Entstehung der Renaissance aus
Dem literarischen Geist ihrer noch
Mittelalterlichen Vorgänger gefällt so
Sehr wie die Entdeckung des Lukrez

Jene hat der Amerikaner Greenblatt
Auf typisch amerikanische Art dabei
In den Mittelpunkt seines Buches die
Wende wie die Renaissance begann

Was mich vor einigen Jahren schon
Sehr faszinierte und einen großen
Lukrez Boom auslöste gestellt aber
Historisch im Schatten Boccaccios steht

Sicher hat dieser römische Dichter
Aus der geistigen Schule der Epikur
Wie seine Wiederentdeckung wohl
Das Denken revolutionär verändert

Für seine reichen Gönner suchte der
Frisch arbeitslose Sekretär des Papstes
Der auf dem Konzil von Konstanz erst
Abgesetzt wurde noch antike Texte

Doch die Beschäftigung mit den alten
Texten begann schon vorher durch
Dichter aus dem Mittelalter wie es
Dante Petrarca und Boccaccio waren

Die Lektüre von Dante und Boccaccio
Führt damit noch weiter zu älteren 
Wurzeln der Renaissance aus der
Literatur im italienischen Mittelalter 

Es sind also Bücher und Bibliotheken
Die den Geist der Antike uns erhielten
Dessen Betrachtung die Wiedergeburt
Eines Menschenbildes einleitete

Lasse diese geistig revolutionären
Erkenntnisse zur Entwicklung des
Modernen Denkens hier stehen voller 
Freude am erkannten Zusammenhang

Lektüre lohnt immer und die geistige
Auseinandersetzung mit ihr bewegt 
Welten die sich so verbinden können
Zusammenhänge erkennen lassen

jens tuengerthal 12./13.8.25

Dienstag, 12. August 2025

Kulturverteidigung

Kulturverteidigung

Wir leben in einer toleranten Kultur
Die von Offenheit und Respekt geprägt
Lange in einem grenzenlosen Europa
Ein gutes miteinander uns ermöglichte 

Diese Kultur wird durch radikale Kräfte
Mit immer guten Draht nach Russland
Politisch infrage gestellt wie damit auch
Gefährdet was Widerstand erfordert

Die faktische Abschaffung der Nationen
Als konkurrente Staaten durch die
Währungsunion hat etwas völlig neues
Geschaffen was eine Identität sucht

In dieser Kultur des miteinander mit
Frankreich und anderen Partnern noch
Im Kalten Krieg aufgewachsen habe ich
Dessen Ende und die Wiedervereinigung

Noch als Schüler bejubelt die Erweiterung
Der EU nach Osten begrüßt nicht ahnend
Wie bald die Bürger der vorher Staaten des
Warschauer Paktes Populisten folgen 

Es ist nun dringend eine Verteidigung
Der alten postnationalen Europa als
Gemeinsamer Kulturraum nötig um
Die Freiheit zu retten die wir hatten

Hierbei geht es nicht zuerst um eine
Politische Dominanz des alten Europa
Sondern die Verteidigung einer Kultur
Die nationale Trennung überwand 

Deutsche und Franzosen sind über
Siebzig Jahre von Erbfeinden einst
Zu Geschwistern in Europa geworden 
Dies gilt es nun zu verteidigen

Wer diese postnationale Einheit eines
Großen Kulturraums mitträgt ist uns 
Immer willkommen gegen alle die
Diese Verbindung bekämpfen ist

Eine gemeinsame Verteidigung wie
Klare Abgrenzung nötig auch wenn
Dies bedeutet einigen den Stuhl 
Wieder vor die Tür zu stellen

Ein gemeinsamer Kulturraum ist die
Basis einer stabilen  Union warum
Seine Verteidigung so nötig ist auch
Gegen mediale Hetze aus dem Osten

An diesem Bund der gerne langfristig
Sich um die Ukraine und Russland
Erweitern soll nach Putin hängen auch
Menschenrechte und Demokratie 

Wir verteidigen damit auch die Art
In der wir als Bürger Europas leben
Was unser miteinander so gut macht
Darauf sollten wir auch stolz sein

Die EU ist ein postnationales Gebilde
Dies ist was den Staat künftig ersetzt
Wenn wir dauerhaft in Frieden leben
Wollen dessen sollten wir uns bewusst sein

Es sind nicht mehr Nationen die wir hier
Gegen die Feinde der Freiheit verteidigen
Sondern einen uralten Kulturraum warum
Die Kultur hier absoluten Vorrang hat

jens tuengerthal 12.8.25

Demokratieverteidigung

Demokratieverteidigung

Wer verteidigt die Demokratie wenn
Ihre Feinde regieren oder zumindest
Nichts tun diese zu verteidigen aus
Gründen des Machterhalts schweigen 

Laut Artikel 20 IV GG hat jeder Deutsche
Das Recht zum Widerstand sofern andere
Abhilfe nicht möglich ist was jedoch nur
Für den Fall eines Staatsreichs gelten soll

Auch in den USA wird ein solches Recht
Zum Widerstand bejaht abgeleitet aus
Der Unabhängigkeitserklärung wie dem
Ersten Zusatzartikel der Verfassung

Dies gilt jedoch immer nur wenn keine
Andere Abhilfe möglich ist also nicht
Der Rechtsweg beschritten werden kann
Was nur beim Staatsstreich bejaht wird 

Ob das Verhalten der Regierung Trump
Die nun Militär im Inland einsetzen will
Wie andere Maßnahmen unternimmt
Welche die Demokratie gefährden

Bereits zum Widerstand genügt oder
Hier die Pflicht zum Gehorsam noch
Vorrang hat könnte bald fraglich sein
Den Rechtsstaat an seine Grenzen führen

In Deutschland könnte die Weigerung
Der Bundesregierung endlich ein
Verbotsverfahren gegen die AfD
Über ein solches streiten lassen

Inwiefern sich dabei etwa das
Zentrum für politische Schönheit 
Mit ihren Aktionen auf Artikel 20 IV
Berufen könnte ist rechtlich unklar

Doch egal wie Gerichte dabei auch
Entscheiden sollten könnte es gerade
In Zeiten bedrohter Freiheit wichtig sein
Sich des Widerstandsrechts klar zu sein 

Spannend könnte dabei werden ob es
Auch eine Pflicht zur Verteidigung gibt
Die früher einen Wehrdienst begründete
Dann auch gegen innere Feinde gilt

Wer politische Fehden verhindern will
Wird diese Frage restriktiv auslegen
Auch im historischen Sinne des so
Wichtigen ewigen Landfriedens

Sich als Bürger bewusst zu machen
Politik ist nicht nur etwas uns fernes
Sondern jeder hat das Recht zum
Widerstand könnte wichtig werden

Die AfD gefährdet mit ihren Vorhaben
Der Deportation von Migranten wie
Ihrer Nähe zu Putin wie ihrem Kurs
In Europa bereits unsere Verfassung

Widerstand ist nicht nur bei einer
Abstrakten fernen Gefahr nötig
Sondern könnte bald erforderlich sein
Unser Grundgesetz zu verteidigen

Hoffen wir dass auch die Amerikaner
Sich dieser Verantwortung gegen den
Kriminellen Präsidenten bewusst sind
Der immer totalitärer längst regiert

jens tuengerthal 12.8.25

Liebesmelodie

Liebesmelodie

Liebe spielt immer
Die gleiche Melodie bis
Zur Wiederholung

jens tuengerthal 12.8.25

Lebensrhythmus

Lebensrhythmus

Braucht Leben Rhythmus
Seinen Takt zu finden im
Alltäglichen Lärm

jens tuengerthal 12.8.25