Montag, 21. Oktober 2024

Innereuhr

Innereuhr

Auf die innere
Uhr ist immer Verlass die
Seltsam anders tickt

jens tuengerthal 21.10.24

Montagmorgen

Montagmorgen

Am Montag morgens
Um halb vier zu erwachen
Irgendwie seltsam

Tage beginnen
Wenn ausgeschlafen einfach
Herrlich erholsam

jens tuengerthal 21.10.24

Sonntag, 20. Oktober 2024

Liebeslust

Liebeslust

Voller Lust lieben
Einander ineinander
Eins wiederfinden

Alle Liebe sucht
Vollendung in geteilter
Lust noch zu finden

Dabei braucht Gefühl
Weniger Lust als Geduld
Auch miteinander

jens tuengerthal 20.10.24

Teesonntag

Teesonntag

Langsamer Genuss
Steigert Freude weiter am
Sonntäglichen Tee

jens tuengerthal 20.10.24

Verständnisvoll

Verständnisvoll

Voller Verständnis
Andere leben lassen
Freiheit zu schenken

Großer Reichtum an
Toleranz öffnet sich Welten
Durch miteinander

jens tuengerthal 20.10.24

Reduziert

Reduziert

Reduzierte Form
Enthält manchmal einiges
Unsichtbares mehr

jens tuengerthal 20.10.24

Sonntagsliebste

Sonntagsliebste

Liebe ja Sonntage an denen
Du gerne lesend liegen bleibst
Bemitleide alle die noch immer
Meinen etwas erleben zu müssen

Zum Glück passiert in mir genug
Stehen ausreichend Bücher um mich
Keiner Ablenkung zu bedürfen weil
Ein Tee ein Buch und Ruhe genügen

Genug zum Glück zu haben wie
Damit zufrieden auch zu sein ist
Die höchste Lebenskunst ohne
Allen Ehrgeiz und Neid selig

Sonntage sind das Ende der
Woche bevor es wieder losgeht
Wer sie lieben gelernt hat kann
Einfach genießen was bleibt

Wie wunderbar sind Tage
An denen nichts los ist um
Allem in dir Raum zu geben
Es sind echte Feiertage erst

jens tuengerthal 20.10.24

Liebesmerkmale

Liebesmerkmale

Woher weiß ich wann es Liebe ist
Unterscheide ich noch von verliebt
Ist das nicht für Erbsenzähler eher
Die Schubladen im Denken brauchen

Überlege was für Merkmale denn
Die Liebe sicher erkennen lassen
Gibt es solche überhaupt oder ist
Gefühl nicht immer individuell

Mit genug Erfahrung sollte ich
Wissen um was es dabei geht
Welche Knöpfe Frau bei mir drückt
Wenn sie Sicherheit haben will

Doch jedes mal wieder stehe ich
Vor der einen wie vor einem
Weltwunder der Liebe was mir
Ganz unverdient begegnete

Lachen Frauen darüber längst
Weil sie taktisch klug vorgehen
Prüfen was die Partie wert ist
Oder haben sie mehr Gefühl

Können sie am Ende beides
Parallel und durcheinander
Nach Laune wie es heißt dann
Hingebungsvoll darüber zu weinen

Hat die Liebe für die Prinzessinnen
Vom Planeten Venus ganz andere 
Merkmale als für uns Marsianer 
Reden wir je über das gleiche

Frage es mich und weiß es nicht
Vielleicht sollte ich sie fragen doch
Wer weiß ob wir uns dann verstehen
Manches nicht besser unklar bleibt

Ist etwa die Zuneigung füreinander
Ein Merkmal oder nur eine der
Erscheinungsformen ginge Liebe
Auch ohne etwa mit Hass als Ehe

Sollte ich mit Frauen lieber darüber
Davor reden statt danach zu erwachen
Ohne Hoffnung auf Wiederholung was
Ein Glück manchmal auch sein kann 

Weiß es nicht und lasse es lieber
Dahinstehen damit die Liebe weiter
Machen kann was sie will auch ohne
Das eine oder andere noch zu sein

jens tuengerthal 20.10.24

Lektürentagebuch 19.10.24

Lektürentagebuch 19.10.24

Mal wieder in geliebter Vielfalt
Gelesen begonnen mit dem stets
Zauberberg ein wenig Franz Hessel
Einige Seiten Dieter Borchmeyer in

Thomas Mann Werk und Zeit also
Über den Zauberberg gelesen wie
Am Ende mit Friedrich Luft zum
Jubiläum ins Hotel noch gelesen

Im Zauberberg das erste mal das
Üppige Abendbrot miterlebt dem
Wieder ermüdete Erschöpfung als
Schwarzbier Konsequenz folgte

Der jedoch das Abendvergnügen
Mit Spielen und mehr vorausging
Wie die neue Begegnung mit dem
Warnenden Santana Settembrini

Nach einem erneuten Versuch mit
Der Lieblingszigarre der viel eher
Ertragen als genossen wird ging
Hans Castorp erschöpft zu Bett

Die genaue Beschreibung seiner
Teils wiederkehrenden Träume ist
Sicher eine Referenz an Freud der
Gerade heiß diskutiert wurde noch

Wie Doktor Krokowski der dort die
Seelenzergliederung im Berghof als
Nebenheilungszweck betreibt galt
Die Lehre vom Unterbewusstsein

Lange als wissenschaftlich anerkannt
Wurde der Medizin zugeordnet auch
Wenn die Psychoanalyse für ihre nur
Behauptung eines Unterbewusstseins

Noch weniger Beweise hat als es die
Homöopathie für ihre Lehre je hatte
Was bei Mann zwischen den Zeilen
Im Spott wunderbar noch durchklingt

Es wird diese seltsame Lehre dem
Peinlichen Sandalensockenträger
Krokowski leicht mystisch angehängt
Wie eine Geisterbeschwörung noch

Dies ist echte kritische Aufklärung
Welche sich nicht davor scheut auch
Medizinische Moden zu hinterfragen
Mit dem schlicht kritischen Verstand

Wie normal ist das tief religiöse
Geplapper von der Seele noch
Wer hinterfragt dieses Denken
Was dem Aberglauben ähnelt

Es gibt weder für die Seele noch
Für das Unterbewusstsein einen
Irgend wissenschaftlichen Beweis
Der dieses wo lokalisieren könnte

Statt sich auf die Natur als das was
In ihr erkennbar ist zu beschränken
Wird der religiöse Bereich der die
Geistigen Welten erfasst vereinnahmt

Die Psychoanalyse wird so Religion
Deren Lehrer zu Hohepriestern die
Löffel biegender Mystik näher sind
Als je Naturwissenschaft zu sein

Diese kritische Haltung zu einem
Abseitigen Zweig der Medizin zeigt
Wie sehr der Zauberberg auch eine
Kulturgeschichte und Philosophie

Seiner Epoche war die sich auch
Vor großen Fragen nicht fürchtete
Gegen den Zeittrend hinterfragte
Um selbständiges Denken zu lehren

Allein dieser spöttischen Haltung
Der Psychoanalyse gegenüber die
Viele immer noch für ein Heilmittel
Halten ist die Lektüre lohnend

Die ironische Traumanalyse des
Erhitzt frierenden Hans Castorp
Führt dies mit großer Freiheit vor
Deutet an und schafft Bezüge

Darin zeigt sich klar es gibt kein
Unterbewusstsein wir verarbeiten
In Träumen was uns geschah
Denken Gedanken eben zu Ende

Relevant ist nur was wir erinnern
Nicht was eine Hypnose behauptet
Der noch aktuelle Hokuspokus zur
Religiös medizinischen Menschenkunde

So geht es nicht um hohe Mächte
Welche das behauptete dann nach
Schema auslegen sondern schlicht
Um Verarbeitung von Erfahrung

Wie immer Thomas Mann selbst
Zur Psychoanalyse wirklich stand
Was ihm nur unterstellt wurde ist
Diese Karikatur selbstredend

Ironie Distanz und immer dabei
Kritische Vernunft als Maßstab
Führen im Leben weiter als die
Heilslehren der Psychoanalyse

Deren Behauptungen wie ihre
Diplome sind wertlos für alle
Die genug kritischen Geist noch
Behalten haben selbst zu denken

Die ironische Offenbarung eines
Aberglaubens als solchen ist eine
Tief philosophische Handlung die
Dem Geist der Aufklärung dient

So gesehen ist der Zauberberg
Mehr als nur Spott über das so
Heilige Kurunwesen wie auch die
Parallelwelt in den Sanatorien

Es ist eine kritische Philosophie
Die mit Spott daran erinnert wie
Schnell die Medizin zum Glauben
Wie Ärzte Hohepriester werden

Die wir dazu noch für all diesen
Unsinn teuer bezahlen ohne
Gewinn dabei als für sie die
Könige krankhafter Bereicherung

Einst las ich es mit einer Liebe
Die Medizin studierte wie zur
Krankenschwester dann wurde
Doch heute esoterisch abdriftete

Als Impfgegnerin Heilpraktikerin
Wurde wie Hokuspokus glaubt
Sie sollte es wieder mal lesen
Denke ich freudig kritisch dabei

So ist der Zauberberg eben mehr
Als nur Literatur sondern trägt auch
Eine Ethik und Philosophie in sich
Die im Geist der Aufklärung denkt

Lachend den Geist der Aufklärung
Gegen die Zumutungen einer im
Aberglauben haftenden Medizin
Hochleben lassen ist wunderbar

Was nun auf Umwegen wieder
Viel zu lange von einem Buch
Nur erzählte das dafür aber in
Vielem noch weiterdenken lässt


Franz Hessel kann hier kurz mit
Freundlicher Verneigung vor der
Höflichen Ironie erwähnt werden
Die in erfundenen Vorworten steckt

Dies zu beschreiben fällt schwer
Es sollte die Leserin sich in den
Wunderbaren Autor vertiefen um
Seinen zarten Ton zu spüren der

Auch wo er ironisch verspottet
Höflich bescheiden fragend bleibt
Statt sich über etwas zu erheben
Dies der Vernunft zu überlassen

So ist auch die Lektüre von Hessel
Zutiefst philosophisch wie sowohl
Aufklärung wie kritischem Denken
Förderlicher als viele Philosophen


Dieter Borchmeyer liest sich zu
Thomas Mann immer erhellend
Wie aufklärend kritisch und gut
Auch wo ich ihm nicht zustimme

Die Betrachtungen zum Schnee
Wie dessen analytische Auslegung
Ist gewiss wissenschaftlich belegt
Wie dem Zeitgeist entsprechend

Doch wird sie fast kafkaesk was
Bei einem Thomas Mann der doch
Genug im Text deutlich sagt wie
Eine auktoriale Stellung einnimmt

Seltsam unpassend mir vorkommt
Was ich natürlich ahnungslos als
Nur leidenschaftlicher Leser dieser
Auslegung gerne entgegenhielte

Es wird vermutlich niemand kümmern
Als die verehrten Leserinnen doch ob
Es das Bild des Zauberbergs wie des
Autors Mann wandelt ist zweifelhaft

Der große Vorteil des nur Dichters
Ist es fußnotenfrei behaupten zu
Können was keiner Prüfung standhielte
Um den Geist dahinter zu bewegen

Es ist Spott und Kabarett über das
Unwesen der Medizin als armer
Angehöriger und Besucher nur doch
Trägt dies eine kritische Philosophie

Die Hinwendung zum Humanismus
Wie die Abwendung vom Glauben
An deutsches Volkstum ist dabei
Vielfältig lesbar und erkennbar

Dieser Hinweis fehlt mir in der
Sonst hervorragenden Biografie
Von Borchmeyer leider noch ganz
Darüber diskutierte ich gerne mehr


Stattdessen las ich eine ebenfalls
Wunderbar ironisch distanzierte
Geschichte von Friedrich Luft der
Lange Stimme des RIAS noch

Es geht um das Leben in Hotels
Wie großartig dieses doch wäre
Was von eigener Enge ihn befreite
In der er jedes Geräusch kennt

Was das Leben im Hotel einen
Über die Fremdeinschätzung durch
Den Portier wie dessen Zimmerwahl
Schon an Einsichten verkündet

Auf welches geheime Wissen
Greift diese Spezies zu jedem
Das passende Zimmer zuzuweisen
Wo greifen sie völlig ins Leere

Luft erzählt von einem Freund
Der statt drei Wochen Urlaub im
Billigen Hotel zu machen lieber
Für Tage im Grand Hotel ist

Dort residiert was ihm einen
Unerschöpflichen Fundus an
Geschichten schenkt wie die
Erhoffte Bedeutung übertrifft

Im Nebensatz zu erwähnen
Wie er mit dem oder der an
Diesem oder jenem Ort war
Schafft höhere Gemeinsamkeit

Der Freund kannte nicht nur
Hotels in denen auch gerne
Prominente residierten er
Teilte sie mit ihnen auch

Egal ob er sie nur von Ferne
Wenn überhaupt je sah ist
Dies als hätten sie das Bett
In jedem Sinne schon geteilt

Das Hotel als also intimer Ort
Der Kenner wie Erfahrung uns
Offenbart und echte Genießer
Deren Frühstück Vollpension ist

Die Welt der Gäste und Reisenden
Eine nur Scheinwelt des Glanzes
Als vertraute Umgebung zu haben
Gibt den Anschein von Weltläufigkeit

Wo andere wochenlang auf den nur
Durchschnittlichen Kreuzfahrten sich
Auf unterirdischem Niveau beschäftigten
Geht der Gourmet nur für Tage also

Winzige feine Portionen dann in ein
Grand Hotel der Extraklasse einfach
Dort gewesen zu sein sei es dann
Im Landschloss oder Stadtpalast

Auch darin steckt wieder eine
Philosophie des weniger was
Gelebt zu viel mehr uns wird
Die der Bescheidenheit gefällt

Was angesichts des Luxus doch
Eher absurd klingt aber viel mehr
Tiefere Erkenntnisse verspricht
Als Cluburlaub mit Spießern je

jens tuengerthal 19.10.24

Samstag, 19. Oktober 2024

Lebensliebe

Lebensliebe

Das Leben lieben
Oder eine Frau wollen
Erklärt es einfach

jens tuengerthal 19.20.23

Buchprostitution

Buchprostitution

Buchhändler handeln
Mit meiner großen Liebe
Machen sie käuflich

Gefühle kaufen
Liegt Liebhabern immer fern
Außer für Bücher

jens tuengerthal 19.10.24

Ungerächter

Ungerächter

Ungerecht empört
Mehr als je gerechtfertigt
Was keiner rächte

jens tuengerthal 19.10.24

Suumcuique

Suumcuique

Suum cuique
Heißt jedem das seine was
Gerechtigkeit ist

Missbraucht worden vom
Nationalsozialismus 
Bleiben die Werte

jens tuengerthal 19.20.24

Liebeswachstum

Liebeswachstum

Wächst die Liebe mit der Zeit
Oder kommt sie mit einem Knall
Beim ersten Kuss um zu bleiben
Fragte ich mich und denke beides
Ist möglich und keines mehr wert 
Auch wenn ich dazu neige den
Knall für wertvoller zu halten
Ist dies real eine Illusion denn
Meist verschwand der Knall eher
Während was langsam begann 
Oft länger stabiler noch hielt 
Warum es klug sein könnte sich 
Zeit dabei zu lassen wäre es
Nicht immer Unsinn die Liebe
Irgend steuern zu wollen und
Bewiese nicht die Praxis das
Gegenteil genauso zuverlässig
Die längste Beziehung wuchs
Aus einem zufälligen Treffen was 
Sich gleich im Bett verzehrte 
Was wenn es noch geschah
Immer wunderbar noch blieb
Doch mehr spricht für das
Gegenteil auch wenn die
Vernunft untauglich bleibt
Wählen viele nach ihr was
Zusammenpasst oder nie
Was wiederum nichts heißt
Wenn das Gefühl stärker bleibt
So bleiben am Ende alle Fragen
Zum Wachstum noch offen wozu
Auch der gerne überhöhte Wert
Alles unerreichbaren immer bleibt
Wie real keine eine Göttin ist aber 
Ohne Anbetung jede uns schnell
Ganz gewöhnlich nur nervt doch 
Ertragen wir vieles für die kleine
Hoffnung auf gelegentlich weniges
Und so hangle ich mich durch die
Vielen Aggregatzustände der Liebe
Noch immer getragen von Träumen 
Die sich nie erfüllen werden was
Die Sehnsucht weiter wach hält
Damit das Spiel nie endet

jens tuengerthal 19.10.24

Freitagsrotvoll

Freitagsrotvoll

Eigentlich schon Samstag
In der Freitagsnacht um halb eins
Im Crossroads angekommen und
Alle Plätze noch besetzt fand sich

Ein letzter Platz auf der wie immer 
Kinobank nur leider nicht allein
So ist zumindest etwas los hier
Freue ich mich darüber anstatt

Viele Geschichten gibt es dafür
Zu sehen und zu erzählen noch
Von den beiden Blondinen die
Alles bemerkend an der Bar sitzen

Oder Selma heute als Gast hier
Mit drei Herren um sich die um
Ihre Gunst schüchtern buhlen
Wie das heute Bar Personal

Spannend auch oben die Paare 
Die sich noch suchen wobei die
Damen deutlich aktiver scheinen
Während die Herren eher erdulden

Als initiativ aktiv zu werden was
Sich heute ohnehin eher empfiehlt
Nicht als übergriffig zu gelten was
Den Damen gern zugestanden wird

So redet eine so intensiv mit den
Händen dass sich Berührungen 
Kaum vermeiden lassen zumal
Beide zueinander geneigt sitzen

Doch immer wenn sie ihre Hand
Nach vielen großen Gesten für 
Einen Moment auf die Lehne legt
Ihn berührend zuckt er zurück

Dabei ist sie schon schön auch
Wenn sie ohne Pause dabei redet
Manche sollen das ja auch mögen 
Er hört interessiert zu mehr nicht

Sie erklärt ihm die Welt und er
Erwidert gelegentlich so leise
Dass sie sich noch weiter zu ihm
Lehnen muss etwas zu verstehen

Wohin dies Spiel führen soll bleibt
Bisher relativ unklar doch würde ich
Wetten sie wird später oben sitzen
Dabei laut sein egal was sie empfindet

Nun spielt ein zweites Paar das
Gerade ankam in Ledersesseln
Das gleiche gestische Spiel was
Genauso begann doch dann stieg

Er ein und begann ihre Hände mehr
Als zufällig lang zu halten worauf
Sie sich die Prüde spielend keusch
Zurücklehnte und er verwirrt war

Dann grapschte sie ihn wieder an 
Er ließ sie langsam kommen dann
Versucht er selbst es vorsichtig
Irgendwas passiert nur ist der erste

Zauber bereits verschwunden was
Vermutlich ein konventionell eher
Langweiliger Fick nur wird weil
Keine sich verführen lassen will 

Aber auch genau darauf mit der
Immer leichten Enttäuschung noch
Wartet bis nichts am Ende passiert
Das alte Mars Venus Problem wieder

Was bin ich froh als Flaneur hier
Nur von Ferne zu beobachten
Zwischen Metoo und Verlust der
Männlichkeit steht am Ende wenig

Ein gewöhnlicher Freitag also nur
Die beiden Blondinen gingen nun
Nachdem der Flaneure ihre sehr
Auffällig unauffälligen Blicke ignorierte

Dabei waren sie wirklich attraktiv
Nur hat die Kunst Vorrang und das
Grauen vorm ewigen Spiel ließ
Den Dichter genau das bleiben

Das Paarungsverhalten von uns
Großstädtern ist inzwischen eher
Meist mühsam ergebnislos noch
Doch geht es halt einfach weiter

jens tuengerthal 19.10.24