Dienstag, 16. Januar 2024

Literaleben

Literaleben

Die schönste Vorstellung eines
Reichen guten Lebens wäre das
Literaleben für mich das zwischen
Buchseiten sich sein Leben sucht
Mit möglichst viel Zeit zum Lesen
Wie hingegeben an Geschichten
Die interessanter und besser als
Das vermeintlich reale Leben
In Wirklichkeit sind was ich in einer
Kleinen Bibliothek wie meiner führte
Mit nicht mehr Kontakt zur Außenwelt
Als dem gerade noch notwendigen
Sehe ich von Liebesmomenten ab
Die gewisse Ausnahmen gestatten
Um für körperliche Ausgeglichenheit
So auch zu sorgen aber im Kern
Lebte ich mit und für Bücher ohne
Dabei größer gestört zu werden
Gelegentliches Flanieren ausgenommen
Was das Fahrgestell funktionstüchtig
Noch hält ungestört weiter zu lesen
Von guten Büchern umgeben ein
Zurückgezogenes Leben zu führen
Denke ich und wäre glücklich mit
Allem was ich habe und bräuchte
Nichts neues mehr im Leben das
Zwischen den Seiten weiterginge
An die Buchstaben hingegeben

jens tuengerthal 16.1.24

Verbotsunsinn

Verbotsunsinn

Das Wort vom Parteiverbot ist
Wieder in aller Munde nach dem
Skandal um Mitglieder der AfD
Die sich natürlich distanziert
Von den Plänen der Privaten
Alle Ausländer abzuschieben
Weil sie auf dem Boden der
Gesetze stünden wie Weidel
Nun in einer Sprechschau mit
Bewegten Bildern zum besten gab
Alles denglische meidend was hier
Etwas lächerlich krampfig klingt
Nach nationaler Gesinnung riecht
Die mir postnational so fern liegt
Wie der peinliche braune Schaum
Der in der deutschen Suppe auch
Schwimmt wie in allen Ländern
Europas auch was auch ein
Zeichen von Normalität sein könnte
Weil ein Teil der Menschen nicht
Mit den Veränderungen mitkommt
Es gehen genug dagegen nun auf
Die Straße das gute Deutschland
Der Welt in Mehrheit zu zeigen die
Es fast überall außer in Sachsen
Zumindest Dresden und östlich
Wie in Thüringen noch hat was
Guter Symbolismus zumindest ist
Der Wirtschaft die Angst vor den
Unfähigen Populisten nimmt die
Von mehr Mehrheiten träumen
Wie nahe läge da ein Verbot der
Rechten die sich stets am Rand
Der Legalität noch bewegen um
Auch den braunen Sumpf noch
An sich zu binden den es gibt
Dennoch wäre ein Verbotsverfahren
Derer es schon mehrere gab
Mit der schon andere scheiterten
Ein schlicht unsinniger Versuch
Aus der die Rechten nur gestärkt
Hervorgingen solange es keine
Nachweise illegalen Tuns gibt
Es wird sich die AfD so schnell
Von entsprechenden Mitgliedern
Distanzieren wie es die Gesellschaft
Für deutsche Sprache nun tat
Deren teilnehmendes Mitglied dem
Ausschluss vorgreifend zurücktrat
Es ist gut dieses Tun von unseren
Geheimdiensten überwachen wie
Aufmerksam prüfen zu lassen doch
Wer ein Verbotsverfahren beginnt
Bräuchte schärfere Munition sicher
Würde mit einem kleinen Skandal
Wieder lächerlich scheitern was den
Zusammenhalt der Rechten nur
Weiter stärkte gegen die wir mit
Mitteln der Demokratie wie der
Nötigen Aufklärung vorgehen müssen
Wer verbieten will ist nicht in der
Demokratie angekommen und hat
Kein Vertrauen in deren Mittel ist
Mithin nicht besser als sein Gegner
So gerne ich die Linke genannten
Erben der SED verboten hätte um
Diese Normalisierung des Unrechts
Der DDR zu unterbinden so fern lag
Doch ein Verbotsverfahren mir immer
Auch wenn ich dringend empfehlen
Würde Wagenknecht und Genossen
Wie ihre Kontakte nach Moskau auch
In Zukunft geheimdienstlich noch
Überwachen zu lassen dann auch
Mit Auslandsbezug durch den BND
Trauen wir lieber der Demokratie
Mehr zu statt auf Verbote als die
Untauglich autoritäre Methode
Zur Rettung der Demokratie zu setzen
Überwachung und Aufklärung über
Feinde des Grundgesetzes wie der
Gefährlichen Gegner der Verfassung
Sollte staatliche Pflicht sein jedoch
Eine andere Gesinnung mit einem
Verbot bannen zu wollen ist schlicht
Unreif autoritär und das falsche
Mittel leicht hysterischer Antifaschisten
Die sich der Hindernisse dazu nicht
Bewusst zu sein scheinen denn das
Problem beginnt in den Köpfen nicht
Mit Verboten und dort greift nur eine
Breite politische Aufklärung aber nie
Verbote und Tabuisierung bestimmter
Themen die diese nur stärken werden
Das Ende der Nationen im postnationalen
Europa hat bisher relativ wenig noch an
Nationalem Widerstand geweckt doch
Sind Verbote eher weniger geeignet
Die Lage zu beruhigen zumal es an
Der nötigen Rechtsgrundlage fehlt
Wer nur verbieten will hat keine
Politische Perspektive mehr das ist
Wie alle wegsperren die eine andere
Meinung als ich vertreten was die
Gegner nur stärken und einen wird
Es muss etwas gegen die Lügen der
Populisten getan werden wie deren
Unterstützung aus Moskau noch
Breiter offengelegt werden sollte
In dieser Situation machten Verbote
Nur vorher Randgruppen attraktiv
Ersparen wir uns dies lieber für
Eine endlich effektive Überwachung
Wie die Waffen der Demokratie die
Im kritischen Diskurs liegen müssen
Verbote bezeugen nur das Scheitern
Ohne irgendetwas zu ändern

jens tuengerthal 16.4.24

Montag, 15. Januar 2024

Liebestraum(a)

Liebestraum(a)

Was wäre der große Liebestraum
Könnte eine alles erfüllen oder
Sind Leidenschaften wie Träume
Nach der Natur divergent wäre es
Einmal die wilde mit rauher Stimme
Dann die zarte Blonde wieder hätte
Einen Moment die Walküre den
Vorzug wäre es an anderen Tagen
Eher das magere Modell würde ich
Auf Rubens Sonntags schwören
Könnte Montags Kate Mosse das
Ideal wieder sein weil Bedürfnisse
So verschieden sind wie Frauen
Ob rot ob blond ob braun ob eher
Hell dunkel oder durchsichtig ich
Liebte alle auf ihre eigene Art
Jede passt manchmal besser
Wichtig ist nur der gegenwärtigen
Das Gefühl zu geben nur sie
Könnte es sein was ja auch
Gerade das einzig wahre ist
Was sich angesichts von deren
Auch wechselnden Launen wie
Zuständen auch lange Zeit fast
Täuschend echt mit einer nur
Imitieren lässt dahingestellt ob
Dann deren wechselnde Zustände
Wie Identitäten auch zu meinen
Gerade Bedürfnissen passen wo
Einmal die heiter plaudernde als
Ideal mit vorschwebt ist es oft
Das stille tiefe Wasser die dann
Wieder furchtbar nerven kann
Weil von Nichts nichts kommt
Finde ich oft depressive attraktiv
Sind es dann wieder heitere allein
Die Intellektuelle der schlichten
Nur theoretisch vorgezogen würde
Es immer darauf ankommt wozu
Die Begegnung wem dienen soll
Darum liebte ich lange schon
Lieber viele statt einer die so
Nicht in Konkurrenz standen weil
Völlig verschieden im Wesen wie
In Statur und meist auch Launen
Auch wenn die große Menge dir
Irgendwann offenbart wie sich
Vieles immer wiederholt welche
Muster bestimmte Typen zeigen
Was du besser keiner sagst nur
Im Bewusstsein dessen lassen
Sich sonst eher unerwartete
Wechsel der Zustände gelassen
Wie gewöhnlich ertragen machen
Nicht länger völlig hilflos sondern
Lassen Mann in seinem liebsten
Zustand verharren als mit einem
Festen Plan und guter Orientierung
Vor allem bewahrt die Vielfalt Mann
Davor sich ausgeliefert zu fühlen
Den Launen der einen die wir dann
Gelassener ertragen können was
Ihre Wirkung und Notwendigkeit
Damit natürlich auch begrenzt
Sie muss ja nichts beweisen
Männern ihre größte Angst nimmt
Nie hatte ich das Gefühl einer
Konkurrenz dabei weil jede doch
Völlig anders vom Wesen ist war
Dies Leben mit vielen Geliebten
Welche alle für sich ein breites
Spektrum an Träumen abdeckten
Eigentlich der schönste Traum
Den Liebe uns schenken kann
Könnte dieser Zustand von Dauer
Je sein und nicht beständig der
Gefahr einer Konkurrenz durch
Ausschließliche konkurrente dann
Liebesversprechen verdrängt zu 
Werden als ein Traum vom Monopol
Wie absoluter Gefühlsherrschaft
Auch wenn ich die Freiheit für viel
Wichtiger als die Sicherheit halte
Ist der Traum von Liebe mit seiner
Stets konkurrenten Haltung die
Größte Gefahr des Liebestraums
Trotz aller traumatischen Erfahrungen
In Beziehungen die wir alle längst haben
Strebt die Natur nach Absolutismus
In der geschlechtlichen Herrschaft
Wollen wir ein Herz allein für uns
Statt mit Liebe zu gönnen was die
Liebe eigentlich erst groß machte
Ob es in völliger Freiheit auch das
Gefühl vertrauter Erfüllung auf Dauer
Geben kann ohne Verlustangst mit
Dafür Vertrauen voller Liebe weil nie
Konkurrenz irgendwo bestünde
Wäre eine spannende Frage die
Meist nur theoretisch bleibt weil
Die Liebe zu gerne sich mit der
Lust als zusammengehörig fühlt
Was zwar Unsinn ist aber als
Erfahrung so alt ist vermutlich
Wie die unzufriedene Menschheit
Den Neid vor die Gunst stellt sich
In der Liebe mehr vor Verlust noch
Fürchtet als liebevoll gönnt solange
Werden wir immer in verkrüppelten
Beziehungen irgendwann unzufrieden
Schlechte Kompromisse suchen die
Uns die Liebe wert scheint aber es
Wundere sich keiner über die Traumen
Die der Traum von Liebe bei vielen
Mit der Zeit hinterlässt weil keine
Wie keiner je alles erfüllt dennoch
Alle am liebsten alles aus einer
Hand erfüllt gerne hätten was die
Lüge schon im Traum trägt

jens tuengerthal 15.1.24

Kulturregional

Kulturregional

Kultur sollte regional werden
Als eine schöne Verzierung am
Stuck der geistigen Wohnung
Noch denken wir international
Also zwischen Nationen die ein
Störendes Hindernis nur sind
Auf dem Weg zur postnationalen
Gesellschaft in der wir Identitäten
Regional pflegen statt Grenzen
Für lächerliche Nationen noch
Ziehen oder verteidigen zu wollen
Lieber lokale Kulturen pflegen
Was überregional uns interessiert
Wie etwa die italienische Renaissance
Virtuell besucht werden könnte
Als Taktgeber des neuen Denkens
Was in der Aufklärung mündete
Die Freiheit wieder groß schrieb
Nur leider sich in romantischen
Nationen als Kontrapunkt verlor
Die regionale Kultur könnte viele
Bereiche erfassen in denen wir
Noch gerne international oder an
Nationen denken wie im Sport
Was am einfachsten ginge wenn
Etwa Europa eine Mannschaft
Der besten Sportler aller vorher
Nationen bekäme die dann bei
Früher Wettbewerben der Nationen
Dieses lächerlich konkurrente Spiel
Für potenzängstliche Alphaäffchen
Den nationalen Wettkampf erledigte
Weil wir uns nicht besiegen müssen
Um gut miteinander zu leben was
Schlicht überholtes Denken ist das
Am besten durch eine Identität mit
Der Mannschaft der allerbesten aus
Allen Nationen erledigt würde die
Noch Nationen immer schlüge was
Dem Wettkampf jeden Reiz raubte
Am Ende gewänne ja immer Europa
Dafür würden regionale Kulturen
Gefördert und erblühen wie die
Nationale Konkurrenz auch etwa
Bei Sängerwettbewerben wie dem
Großen der Schlageraffen der sich
Als ESC noch national vermarktet
Lassen wir einige Jahre immer nur
Europa gewinnen und schaffen so
Eine kollektive Identität würde die
Nationale Konkurrenz erledigt für
Regionale Identität die dann als
Kulturelle Verzierung existierte
Wie mit Mitteln gefüttert würde
Würde die nationale Konkurrenz
Einer regionalen Identität ohne
Allen Wettkampf weichen die
Dafür konstruktiv eher wirkte
Postnational kollektiv daher
Frei und friedlich

jens tuengerthal 15.1.24

Leseland

Leseland

Der Ort meiner Träume ist
Abgesehen vielleicht von der
Gelegentlich Sehnsucht nach
Zeiten und Orten mit der Liebsten
Das Leseland was in meinem
Kopf wie zwischen den Seiten
Der ausgewählten Lektüre liegt
In das zu reisen ich nur mit dem
Lesen beginnen muss was mich
Die Schranken von Raum und Zeit
Völlig aufheben lässt für ein Leben
Nach meinen schönsten Träumen
In dem ich erlesene Abenteuer nur
Erlebe statt seekrank frierend noch
Reale nachspielen zu wollen lieber
Im Lesesessel durch die Welt reise
Glücklich mit feinen guten Büchern
Die das Paradies auf Erden sind
Wie meinen Geist bis ans Ende
Bereits genug beschäftigten
Wollte ich alles noch lesen was
Sich in meiner kleinen Bibliothek
Bereits heute versammelt hat so
Würde ich am liebsten gleich die
Staatsbürgerschaft im Leseland
Beantragen um dort zu bleiben
Als belesener Bürger im Glück
Der sich sein Paradies erlas statt
Es in jenseitigen Welten zu erhoffen
Dies ist meine wirkliche Heimat
Mit der verglichen Berlin egal ist
Reise lieber weiter voller Glück
Ins Leseland jenseits der Zeit was
Keinen Ort braucht nur gute Bücher
Wie Zeit und Freiheit sie zu lesen
Sich zufrieden wohl zu fühlen nie
Auf abenteuerlichere Reisen gehen
Als in meiner Lektüre um dafür wie
Ein glücklicher Hobbit zu leben der
Sein Glück im Auenland seiner
Bibliothek überreichlich fand
Denke ich dankbar schon heute
Im Paradies wohnen zu dürfen

jens tuengerthal 15.1.24

Faschismuskeule

Faschismuskeule

Laut schallt wieder der Ruf der
Antifaschisten durch die Straßen
Als Reaktion auf die rassistischen
Pläne von Teilen der AfD die noch
Als wirtschaftsliberal wie Gegner
Europas rechts der Mitte begannen
Sich bald von Hoecke getrieben
Immer weiter im völkischen Sumpf
Einrichteten und dafür seltsam genug
Gerade in Neufünfland am meisten
Zuspruch fanden teilweise sogar
Nach Stichwahlen Amtsträger stellen
Eine Mehrheit der Wahlberechtigten
Hinter ihren populistischen Kurs
Brachten der vom Wahlprogramm her
Den meisten ihrer Wähler vermutlich
Mehr schadet als nutzt also fern läge
Leitete bei Wahlen noch die Vernunft
Die meist von aufgewiegelter Angst
Bereits verdrängt wurde die ohne
Jede kritische Reflexion jene wählt
Die sie als Außenseiter sehen die
Von denen die sie ablehnen dafür
Mit Ignoranz bestraft wie als die
Bösen im Parlament behandelt
Werden was den Mythos stärkt
Hier machte es wer ganz anders
Weil ihnen das Vertrauen in das
Bewährte System der Demokratie
Fehlt was Populisten ausnutzen
Die mit relativer Nähe zum einst
Faschistischen Staat spielen der
Als Inbegriff des Bösen galt was
Im Westen großer Konsens wurde
Der im Osten dafür nur um so
Entschiedener relativiert wurde
Was sollen auch jene die lange
Hinter dem antifaschistischen
Schutzwall eingesperrt wurden
Vom antifaschistischen Vokabular
Halten das sie aus der DDR dem
Totalitären Unrechtsstaat kannten
Der laute Antifaschismus gegen
Die uneinige Truppen der AfD die
Von nationalliberal bis völkisch den
Rechten Bereich bedienen wollen
Die Sowjetunion gab sich zu gerne
Antifaschistisch und Putin der Erbe
Des totalitären KGB der heute noch
Den Untergang der Sowjetunion für
Das tragischste Ereignis des daran
Wirklich überreichen 20. Jahrhunderts
Hält steht mit seinem Krieg gegen die
Faschisten in Kiew in genau dieser
Tradition totalitären Antifaschismus
Wie der Meinungsdiktatur wie viele
Welche nun verkünden die Faschisten
Der AfD mit Hass zu bekämpfen nur
Eine totalitäre Parole gegen die andere
Tauschen was keine besser macht
Die vor allem die Spaltung einer
Schon aufgewiegelten Gesellschaft
Noch weiter beschleunigt was nichts
Zur Heilung und Befriedung beiträgt
Besser packten wir die untaugliche
Faschismuskeule wieder weg um
Als Zivilgesellschaft für Demokratie
Frieden und Freiheit aufzustehen
Der antifaschistische Schutzwall als
Mörderische Grenze in Deutschland
Könnte uns dazu belehren dass der
Antifaschismus nirgendwo hin führt
Wer die Freiheit verteidigen will nie
Im Chor mit ihren Feinden singen sollte
Sondern Alternativen aufzeigen muss
Die eine postnationale Perspektive
Den Menschen gibt die uns die weiter
Energieverschwendung an Populisten
Erspart und lieber das nötige erledigt
Bei der Leitung der Verwaltung für
Die nationale Interessen bald völlig
Irrelevant werden außer noch als
Erinnerung im kulturellen Bereich
Packt die Faschismuskeule weg
Sie nutzt auch im Verbotsverfahren
Was relevanter sein könnte nie 
Sondern ist so billig wie untauglich
Gleicht dem Populismus der Rechten
Von dem sich Demokraten besser
Entschieden abgrenzen sollten da
Es keine Perspektive bietet mit der
Die Demokratie was nötiger wäre
Wieder zusammenwachsen kann
Antifaschismus einigt nicht sondern
Verschärft die Polarisierung nur was
Manche politisch blind nicht merken
Das Gegenteil aber ist gerade nötig
Nicht die gleichen Fehler wie 1933
Zu wiederholen als die Demokratie
Zwischen rechts und links ohne noch
Verteidiger der Freiheit zerrieben wurde
Die Bundesrepublik ist der freieste
demokratischste Rechtsstaat den es
Auf deutschem Boden jemals gab
Dafür sollten wir gemeinsam aufstehen
Nicht die Antifaschismuskeule schwingen
Sondern das Grundgesetz verteidigen
Für etwas gestalten und nicht gegen
Windmühlen weiter zu kämpfen was
Diesen zu viel Bedeutung gibt

jens tuengerthal 15.1.24

Samstag, 13. Januar 2024

Liebessichtig

Liebessichtig

Macht Liebe blind oder doch
Zumindest kurzsichtig durch
Gefühl was alles seiner Art
Gemäß einfärbt die Geliebte
Als Schönste von allen uns
Scheinen lässt wie noch viel
Begehrenswerter als alle sonst
Was wenig Realismus zeigt
Von völliger Verblendung zeugt
Nicht nur blind sondern wohl
Auch dazu noch blöd macht
Danach wäre aus Gründen
Der Vernunft von der Liebe
Eher dringend abzuraten weil
Sie den kritischen Geist lähmt
Doch könnte sie das effektivste
Mittel der Natur sein mit dem
Was ist glücklich zu bleiben
Statt anderes noch zu begehren
Zufrieden glücklich zu lieben
Was ein Zustand des höchsten
Wohlbefindens sicher ist warum
Sich fragt ob nach Maßstäben
Der emotionalen Gesundheit
Liebende nicht viel klarer sehen
Was ihnen am besten tut warum
Der Wert der Wirklichkeit wer
Auch immer diese definiert
Sich damit weitgehend relativiert
Wer liebend in die Welt schaut
Findet diese viel schöner als alle
Realisten je erkennen können die
Auch mögliche Probleme im Blick
Dabei noch haben was selten nur
Glücklicher machen kann sein wir
Lieber mutig Liebessichtig es könnte
Das Leben viel besser machen

jens tuengerthal 13.1.24

Lesekultur

Lesekultur

Lesen ist eine kulturelle Leistung
Der effektivste Weg um Wissen
Wie Werte und Kultur zu vermitteln
Nahezu alle lernen es in der Schule
Wir brauchen es im Alltag ständig
Dennoch verkommt in Zeiten der
Ständigen Berieselung durch die
Bewegten Bilder oder Töne eine
Der wichtigsten kulturellen Leistungen
Die unsere Zivilisation hervorbrachte
Leute hören Hörbücher oder lesen
Zeitschriften und lassen sich von
Filmen abonnierter Sender berieseln
Denken nicht als Leser selbständig
Sondern werden unaufgeklärt nur
Irgendwie unterhalten ohne dabei
Selbst denken zu müssen wie das
Erlesene in ihrem Geist umzusetzen
Leben im unterhaltsamen Freizeitpark
Der sie ständig irgendwie beschäftigt
Damit geht die Basis der Kultur 
Verloren wie ihre Möglichkeit sich
Mit kreativen Ideen zu entwickeln
Lesen ist keine nette Unterhaltung
Was sie zwar auch sein kann aber
Zuerst eine kulturelle Technik die
Unsere Überlegenheit sichern soll
Wie viele evolutionäre Nachteile
Unserer unangepassten Natur
Am besten ausgleichen kann
Darum lest mehr Bücher statt
Sie nur zu hören oder sich von
Bewegten Bildern berieseln zu lassen
Die Lesekultur sichert die Zukunft
Wer sie nicht lernt oder nutzt
Verliert die gemeinsame Basis
Hat keine Chance zur Entwicklung
Bleibt unaufgeklärt und unfrei wie
Damit untauglich für die Demokratie
Warum der Staat im Eigeninteresse
Die Lesekultur stärker fördern sollte
Als die Landwirtschaft immer noch
Hier besteht dringender Bedarf
Wem die Zukunft des Landes am
Herzen liegt sollte hier investieren
Nur denkende Menschen können
Die Zukunft kreativ gestalten doch
Fragt sich wer es ihnen sagen will
Sich noch traut es vorzuleben
Ob nicht alle längst Opfer einer
Unkultur der Berieselung wurden
Die sich so leicht verführen lässt
Womit Werbung die Kultur bestimmt
Wie deren Ende damit fördert

jens tuengerthal 13.1.24

Heimbüro

Heimbüro

Das heimische Büro das viele
In Zeiten von Corona schätzen
Wie effektiv zu nutzen lernten
Was wir in gesunder Halbbildung
Zu gerne denglisch Home Office
Noch nennen was mehr nach
Wichtigtuerei als nach einem
Kulturellen Selbstbewusstsein
Klingen könnten wollen einige
Kurzsichtige Firmen nun lieber
Wieder zurückfahren um so ihre
Mitarbeiter besser kontrollieren
Wie effektives Arbeiten zu sichern
Was so kurzsichitg wie falsch ist
Im Gegenteil arbeiten die meisten
Noch dazu ohne die Wegezeiten
Zuhause wesentlich effektiver als
Im Büro das nur sozialer Kontakte
Wie der Kommunikation wegen
Noch eine Bedeutung hat warum
Firmen die nun wieder ein mehr
An Präsenzpflicht fordern entweder
Ein schlechtes Verhältnis zu ihren
Mitarbeitern wie fehlendes Vertrauen
In deren Arbeit offenbaren was beide
Eher blamiert als es einem nutzte
So werden die Mitarbeiter durch das
Misstrauen zurückgewiesen was sie
Weniger engagiert arbeiten lässt die
Firma ihres wichtigsten Kapitals damit
Beraubt ohne erkennbaren Gewinn
Oder noch schlimmer die Kommunikation
Der Miteinander im Büro für wichtiger
Noch halten als deren eigentliche Arbeit
Womit sich fragt wozu diese überhaupt
Noch beschäftigt werden sollen wenn
Die Firma deren effektivere Arbeit
Zugunsten autoritärer Anmaßungen
Zurückschneidet um damit schlicht
Ihre Macht als Arbeitgeber zu zeigen
Was keinen Nutzen für irgendwen hat
Geht es solchen Führungskräften nicht
Um den Erfolg ihres Unternehmens
Sondern um Macht in der Führung was
Eher nach Alphatierchen Gehabe klingt
Wer den längeren Schwanz noch hat
Als nach zielorientierter guter Führung
Womit eigentlich am ehesten noch jene
Führungskräfte die auf Präsenz drängen
Ihre Überflüssigkeit in Zukunft offenbarten
Ob unser Land schon so weit ist dies als
Chance zu erkennen habe ich Zweifel
Lieber loben manche starke Führung
Auch wenn diese mehr schadet als
Dem Unternehmen je nutzen kann
Hier bestünde Änderungsbedarf denn
Wenn es ein Problem gibt stinkt der
Fisch zumeist vom Kopfe her

jens tuengerthal 13.1.24

Israelchance

Israelchance

Israel wurde von Südafrika
Vor dem Internationalen Gerichtshof
Zu Den Haag des Völkermordes
An den Palästinensern angeklagt
Was mich zuerst empörte wie da
Jemand den Terror der Hamas
In seiner Klage völlig ignorierte
Ein Opfer das sich nur verteidigt
Verklagen könnte sehe ich heute
Als große Chance zum Frieden
Weil es deutlich machen wird
Im Wege gerichtlicher Ermittlungen
Die glaubwürdiger vielen scheinen
Als die Aussagen der Kriegsparteien
Wer Täter und wer Opfer ist wie sich
Der einzige Rechtsstaat der Region
Gegen terroristische Angriffe nur
Verteidigt und so könnte diese Klage
Für Israel besser enden als viele
In empörter Solidarität mit den
Armen Palästinensern meinen
Damit hat Israel eine große Chance
Gute Bedingungen für den Frieden
Ohne die Hamas zu schaffen was
Das Gegenteil von dem offenbart
Was die vereinten Antisemiten nun
Auf der Welt an Hetze verbreiten
Zwar ist nicht anzunehmen dass
Die hartnäckigen Antisemiten
Gerade unter den Linken dem
Urteil Glauben schenken werden
Aber die wankelmütigen die noch
An rechtsstaatliche Urteile vor dem
Gerichtshof in Den Haag glauben
Weil sie Recht und Aufklärung für
Wichtiger halten als Ideologie könnte
Dies den Weg zur Gerechtigkeit wie
Damit zum Frieden öffnen womit diese
Klage eine Chance für Israel ist mit
Seinen arabischen Nachbarn endlich
Frieden zu schließen wie die Hamas
Als Terrorgruppe zu zerschlagen

jens tuengerthal 13.1.24

Freitag, 12. Januar 2024

Lustgesund

Lustgesund

Die Lust liege irgendwo zwischen
Hautreizung durch Berührung und
Gemütsbewegung dabei wie Ulrich
In Musils Mann ohne Eigenschaften
Zu seiner siamesischen Schwester
Als seinem Spiegel sagt doch auch
Gelegentlich dadurch wachsend
Warum manche Lust und Liebe
Leichtfertig noch verwechseln
Was beidem schaden kann aber
Oh Wunder auch nicht muss
Mit Lust zu leben ist ein vielfältiges
Glück was mich dankbar macht
Dieser so gerne gefolgt zu sein
Doch ist es noch viel mehr denn
Sex ist vielfältig gesund nicht nur
Die körperliche Bewegung dabei
Wie die damit psychische Stärkung
Welche stabilisiert und ausgleicht
Sondern noch viel weiter greifend
Stärkt die Lust das Immunsystem
Hält regelmäßige Übung uns jung
Wie so gesund wie eben möglich
Zum Glück der Zärtlichkeiten kommt
Die Erfüllung der Befriedigung die
Wo sie einander sich geschenkt
Tiefe Verbindung schaffen kann
Manchmal den Traum von Liebe
Der manch unerträgliches uns
Gerne und gut ertragen lässt
Wer sich regelmäßig vielfältig
Der Lust mit Hingabe widmet
Tut damit mehr für seine auch
Geistige Gesundheit als nur Sex
Vermuten ließe der als vielfältiger
Zauber aus Hormonen und Gefühl
So gesund wie glücklich hält
Denke ich dankbar für all das
Glück was mir das Leben schon
Auf diese Art geschenkt hat das
Sogar der Tod kein Schrecken ist
Weil ich dankbar alles im Leben
Erlebt zu haben gehen könnte
Ein von wunderbaren Frauen
Erfülltes Leben haben durfte
Den kleinen Tod oft schon teilte
Womit ich gesund und glücklich
Wie erfüllt auf alles schaue und
Mehr kann ich mir nicht mehr
Vorstellen an Glück

jens tuengerthal 12.1.24

Literaträume

Literaträume

Literarische Welten zu erträumen
Schöpfer damit zu sein ist für mich
Der schönste und schwerste Teil
Des Lebens als Autor der sich um
Worte und Geschichten bemüht
Dachte lange nur zu schreiben
Was war und also zu beschreiben
Wie ich es sah und fesselte mich
Damit in den Knast der Erlebnisse
Die ohnehin völlig überschätzt werden
Von all den Leuten die irgendwo
Unbedingt gewesen sein wollen
Als sei Anwesenheit je ein geistiger
Prozess der irgend klüger machte
Da da sein im Dasein nichts erkennt
Sondern bloß ist was literarisch
Völlig ohne Bedeutung bleibt wenn
Was ich zu erzählen habe ohne
Schranken viel weiter greift weil
Wichtiger ist seine Träume sich
Zu erschreiben um die Welt so
Erschaffen zu können wie ich
Sie sehen will was fliegen lässt
Dann wird was war nur noch zur
Dekoration der Bühne an dem
Theater in dem ich meine Puppen
Tanzen lasse wie es mir gefällt
So wurde ich träumend vom nur
Chronisten zum Erzähler meiner
Geträumten literarischen Welt
In die es nun zu tauchen gilt
Warum der Dichter sich nun
Wohl kürzer fassen wird seine
Eigene Welt sich als Prometheus
An keine Geschichte mehr als
Felsen der Zeit geketten gänzlich
Frei zu erfinden im Fundbüro
Der Phantasie

jens tuengerthal 12.1.24

Donnerstag, 11. Januar 2024

Kulturantisemitismus

Kulturantisemitismus

Der Berliner Kultursenator will die
Staatlich geförderten Kulturinstitutionen
Zum Offenbarungseid gegen grassierenden
Antisemitismus zwingen und gleich schreit
Die Kulturszene laut auf und fühlt sich
Vom Staat inhaltlich gegängelt als ob
Es nicht selbstverständlich wäre das
Wer staatliche Förderung erhält sich
Auch den Werten des Grundgesetzes
Verpflichtet zeigen muss wie also alle
Die des Antisemitismus verdächtig sind
Geprüft und keine Mittel bekommen
Weil die Lehre aus dem Rassismus
Des Nationalsozialismus zu dieser
Klaren Verpflichtung uns brachte
Was Teil der kulturellen Tradition
Der Bundesrepublik ist und bleibt
Sich dagegen nun zu wehren mit
Schattengefechten um die dazu
Verwandte Antisemitismusdefinition
Zeigt eher wie nötig diese Forderung
Längst war nicht länger für normal
Noch zu halten was in diesem Land
Keinen Platz mehr haben darf aus
Schlechten historischen Gründen
An die uns die Gegenwart gerade
Wieder dunkel erinnern musste
Es scheint nötig gewesen zu sein
An den Grundkonsens der Werte
Dieses Landes uns zu erinnern

jens tuengerthal 11.1.24

Rechtsruck

Rechtsruck

Die rechtesten der Rechten
Trafen sich um die massenhafte
Abschiebung von allen die sie
Für nicht volksdeutsch halten
Zu planen und der Bericht dazu
Stürzt das Land in Aufregung
Was kein schlechtes Zeichen ist
Auch wenn sie keine Macht haben
Der Dezimierung der Rechtsradikalen
Dienen soll könnte so zumindest
Zum Offenbarungseid führen
Der deutlich macht wer wo steht
Ob es beim Rechtsruck bleibt
Oder solche Offenbarungen die
Den NS Stil der Rechten zeigen
Helfen sie wieder zu schrumpfen
Weil es kein tauglicher Protest ist
Rechtsradikale je zu unterstützen
Wenn es das bringt wunderbar
Doch fürchte ich viel eher die
Zustimmung ungebildeter wie
Weitgehend unaufgeklärter Bürger
Könnte danach noch zunehmen
Weil es immer noch zu viele gibt
Die heimlich ausländefeindlich sind
Es mit Angst vor Angriffen tarnen
Die real eher von Rechten drohen
Dann ist eine konzentrierte Aktion
Von politischer Bildung bis zu den
Viel diskutierten Parteiverboten nötig
Den Rechtsradikalen Grenzen zu zeigen
Fraglich nur was wir machen wenn es
Zu viele bleiben die so denken ob wir
Dann das Volk teilweise austauschen
Wohin wir die Rechten abschieben
Die keiner im Land haben will außer
Denen die ihnen längst zustimmen
Was in seiner Absurdität schon zeigt
Dies Problem braucht Lösungen die
Komplexer sind als Nazis raus auch
Wenn ich dem so gerne zustimmte

jens tuengerthal 11.1.24

Egoprotest

Egoprotest

Die Bauern begehren auf weil
Subventionen für ihre ohnehin
Hoch subventionierten Betriebe
Ein wenig gestrichen werden sollen
Zeigen Galgen für die Regierung
Doch viele haben Verständnis
Raunen was von eigener Scholle
Was fast nach Blut und Boden klingt

Die Lokführer streiken dazu während
Bauern die Autobahnen blockieren
Legen sie bundesweit die Bahn lahm
Um für mehr Geld weniger zu arbeiten
Um ihre Macht im Arbeitskampf zu zeigen
Als ob nicht alle sparen müssten doch
Viele zeigen noch Verständnis dafür
Obwohl der Bund Milliarden sparen muss

Die letzte Generation blockiert Straßen
Um den Planeten vor dem Klimawandel
Unter Einsatz ihres Körpers zu retten
Aber die Autofahrernation regt sich auf
Fordert drastische Strafen nennt die
Einzigen die altruistisch protestieren
Die Welt für uns alle noch zu retten
Terroristen und fordert drakonische
Strafen für unschädliche Blockaden

Fragt sich noch irgendwer was nicht
Stimmt in diesem Land in dem noch
Mit Geiz ist geil geworben wird

jens tuengerthal 11.1.24

Liebeskümmerer

Liebeskümmerer

Bin ein Liebeskümmerer
Wenn ich liebe will ich mich
Immer kümmern und sorge mich
Zu gerne um meine Liebsten
Wünsche ihnen natürlich stets
Alles Gute doch vom Wesen
Bin ich ein Kümmerer was wo
Es genutzt wird manchmal
Skurile Züge annehmen kann
Saß schon stundenlang mit
Beim Arzt oder im Krankenhaus
Meist ohne jeden Grund
Habe absurde Dinge getan
Aus lauter Sorge aber bin
Völlig erfüllt von einem
Dankbaren Lächeln dafür
Habe lange genug selbst
Im Krankenhaus gearbeitet
Dazu relativ abgeklärt zu sein
Theoretisch zumindest
Dennoch macht es sobald ich
Jemandem mich nah fühle
Klick und ich kümmere mich
Natürlich in den Grenzen des
Erwünschten und zulässigen
Doch völlig erfüllt davon wie
Zugleich beflügelt davon
Irgendwie helfen zu können
Fragte mich schon selbst ob
Das noch normal ist oder
Schon eher psychisch auffällig
Ganz normal wohl nicht aber
Kann mit diesem Erbe meines
Vaters des Arztes aus Berufung
Ganz gut leben und denke
Es mag etwas verrückt sein
Aber es gibt schlimmere Leiden
Vor allem für andere

jens tuengerthal 11.1.24