Dienstag, 2. Januar 2024

Vertrauensselig

Vertrauensselig

Das Wort vertrauensselig finde ich
Vielfältig wunderbar weil es etwas
Belohnt was gut tut wie auf dem die
Liebe aufbaut denn ohne Vertrauen
Gibt es keine Liebe wie diese nichts
Zum Beweis hat als den Glauben an
Sie als Idee die einander nur gut will
Dabei ist sie blindlings wie kritiklos
Wer sich nicht traut Liebe zu sagen
Sie mit allen Flügeln fliegen zu lassen
Also nicht vertrauensselig aufeinander
Zugeht und genießt sei es weil ein
Alter Schmerz noch zu groß ist
Kann nicht vertrauensselig sich
Der Liebe hingeben und zerstört
Damit was Bindung sein könnte
Durch ein generalisiertes Misstrauen
Was nur zu Gunsten derer ist die sie
Einst verletzten diesen Kraft über das
Was mit anderen verbinden könnte gibt
Bin gerne vertrauensselig sowohl in
Der Liebe wie in Freundschaften weil
Misstrauen nur Zwietracht sät die keine
Sicherheit der Welt wert ist denn was
Wäre bewahrenswert noch an einer
Welt voller Misstrauen während
Vertrauensselig einander schon die
Schönsten Vorschusslorbeeren gibt
Die Liebe erst ermöglichen kann
Wer bedenkt dass sich die Art der
Liebe nie ändert sollte besser vor
Solchen Vorbehalten flüchten weil
Die Liebe bedingungslos ist oder nie
Wären wir in der Liebe je vernünftig
Unklar nur ob es besser so ist
Zu genießen was übrig bleibt
Kann Liebe nur vertrauensselig sein
Alles andere bleibt immer unter
Vorbehalt also beschränkt was
Kein großes Gefühl je wird wer
Nicht mehr kann sollte dann
Lieber noch für sich bleiben
Es dennoch zu genießen
Bleibt gefährlich wie
Manchmal schön je
Nachdem was wir uns
Noch wert sind

jens tuengerthal 1.1.24

Montag, 1. Januar 2024

Aufbruch

Aufbruch

Neujahr ist Aufbruch ins Nichts
Es beginnt ein Jahr von dem
Noch keiner wissen kann wie
Es für wen wohl werden wird
Warum Menschen zu allen Zeiten
Gerne Wahrsager befragten
Oder sich die Sterne deuteten
In die Zukunft sehen zu können
Lange all diesen Unsinn auch
Studiert wie mit manchem sehr
Tradierten Aberglauben betreffend
Die Nahrung aufgewachsen der
Als Kind mir notwendig erschien
Weil es immer so gemacht wurde
Weil Kontinuität und Wiederholung
Den Anschein von Seriosität gibt
Die darum ernst zu nehmen war
Zum Glück lache ich heute längst
Aufgeklärt kritisch über all dieses
Von Horoskopen bis Glückskeksen
Ist vielen sonst klugen Menschen
Kein Aberglaube zu dumm darin
Die Zukunft lesen zu wollen was
Beim Bleigießen kein Ende findet
Dabei sind all diese halbseidenen
Methoden der Erkenntnissuche
Von keinerlei empirischen Wert
Dienen nur sich selbst als Mittel
Geistiger Verwirrung die mehr
Dunkelheit als Licht verbreiten
Fördern lächerlichen Aberglauben
Der abhängig und dumm macht
Gründe genug sich als Aufklärer
Mit Verstand davon abzuwenden
Doch viel wichtiger noch als die
Hohen Ideale der Aufklärung ist das
Naturgesetz der Wahrscheinlichkeit
Wenn ich meinen Aufbruch gestalte
Wie es mir gerade gefällt erhöhe ich
Die Chance dem nahe zu kommen
Damit relevant wie messbar also
Wirklich nachweislich was sich vom
Hokuspokus nie sagen lässt der
Dennoch viele noch beschäftigt
Wie es am Ende wirklich kommt
Werde ich erst danach wissen
Da ich dann nicht mehr bin weil
Alles Sein endlich ist bleibt es
Für mich ohne jeden Belang
Lieber mache ich einen Plan
Wie ich es mir machen will
Als Vorhersagen je zu trauen
So nur abhängig zu bleiben
Von obskuren höheren Mächten
Warum ich lieber Neujahr als
Start ins Nichts betrachte was
Keine Vorhersage kennt aber
Von mir dafür gestaltet wird
Weil es mein Leben ist das ich
Mache wie es mir gefällt statt
Vorhersagen je zu folgen

jens tuengerthal 1.1.24


Abdankung

Abdankung

Große Frauen gehen wenn es Zeit
Für ihren Abgang von der Bühne ist
Haben ein Gespür für die Grenzen
Von Macht und Persönlichkeit von
Männern ist diese Größe sehen wir
Von Karl V. ab der seine Macht mit
Dem Abgang zwischen dem Bruder
Im Reich wie dem Sohn in Spanien
Was das Weltreich trug wie noch
Den Niederlanden aufteilte damit die
Zwei Linien des Hauses Habsburg
Begründete die durch Jahrhunderte
Diesen Gipfel der Macht den noch
Der Kaiser hatte in dessen Reich
Die Sonne nie unterging nie mehr
Erreichte es war ein verschleppter
Untergang einer überholten Idee
Das langsame Sterben von Austria
Das sich einst reich heiratete mit
Burgund Spanien wie vielem mehr
Königshäuser gibt es in Europa nur
Noch wenige und sie haben wenn
Eher repräsentative Aufgaben sind
Die Grüßonkel der Nation wie deren
Repräsentanten in der Welt was der
Boulevard mehr oder weniger gern
Kommentiert in Dänemark weniger
Zum Glück der lange Kettenraucherin
Margarete von Dänemark die wie es
Angela Merkel in Deutschland tat nun
Ihren Rücktritt aus freien Stücken
Verkündete was Größe zeigt zu der es
Elisabeth von England nicht brachte
Wofür der jetzige König Charles nie
Einen Grund gab nach dem Ende
Des Fehlversuches mit Diana doch
Wenn es auch sonst an der langen
Queen wenig auszusetzen gibt in
Ihrem persönlichen Verhalten das sie
Hinter der Pflicht verschwinden ließ
Haben ihr die Kollegin Margarete wie
Die von der Queen sehr geschätzte
Angela Merkel den Rücktritt voraus
Die quasi freiwillige Abdankung ohne
Länger als nötig noch zu wollen zeigt
Größe die erkennt ihre Aufgabe ist
Wichtiger als sie selbst was solche
Wie Putin oder Trump nie erkennen
Vermutlich in ihrer grenzenlosen
Selbstüberschätzung die häufig
Bei Männern mit abnehmender Potenz
Einhergeht und kompensierend wirkt
Auch wenn mit völlig egal ist wer
Das Königreich Dänemark repräsentiert
Freue ich mich über Margaretes Größe
Wie Frauen mit überholten männlichen
Vorstellungen von Macht der lächerlichen
Alphatierchen aufräumen die meist nicht
Können was Führung auch braucht also
Sich zurücknehmen wie die anderen
Neben sich zu fördern und groß werden
Zu lassen von der Macht zu lassen wenn
Es Zeit dafür ist weil die Aufgabe viel
Wichtiger als das Amt noch ist zeigt
Eine freiwillige Abdankung Größe wie
Merkel es vormachte und Margarete
Nun auf königliche Art halt nach dabei
Musste sie sich nicht mal noch durch
Wahlen bestätigen lassen sondern hatte
Einen Vertrag auf Lebenszeit aus Erbe
Den Putin sich erst durch Verfassungsbruch
Selbst zu geben versuchte wie dies noch als
Russische Form der Demokratie tarnt auch
Erdogan zeigt ein ähnliches Verhalten in der
Völligen Selbstüberschätzung sie alle könnten
Von Merkel und Margarete viel lernen
Loben wir dieses gute Vorbild egal was
Von Monarchie oder Merkel wir halten
Größe zeigt sich erst im Abgang denn
Am Ende zählt was hinten rauskommt

jens tuengerthal 1.1.24

Sonntag, 31. Dezember 2023

Liebesdankbar

Liebesdankbar

Liebe macht mich dankbar
Warum eine drauf kommt
Ausgerechnet mich noch
Lieber als alle anderen zu
Haben wie verliebt dabei
Aufgeregten Unsinn sich
Voller Gefühl zu erzählen
Der alle Vernunft verspottet
Ist außergewöhnlich genug
Sich darüber zu freuen wenn
Diese Gnade mich trifft egal
Ob ich meine dies wirklich
Verdient zu haben oder mit
Mehr Bescheidenheit meine
Die preußischen Anstand
Zu allen Zeiten gut kleidete
Es sei unverdientes Glück
Macht Dankbarkeit zufrieden
Wie glücklich mit dem was ist
Mehr kann keine Liebe schenken
Statt ewiger Achterbahn dafür
Konstanz und Vertrauen auch
Wenn dies eher unwahrscheinlich
Mit genug Erfahrung mir scheint
Steigen dankbar zumindest die
Chancen dafür ein wenig sofern
Frauen nicht nur dialektisch lieben
Also jene die ihnen weh tun statt
Den der nur ihr bestes will doch
So wenig das vorhersehbar ist
Wie ich je beurteilen könnte was
Für Frau gut oder schlecht ist
Zumindest versichern sie zu gerne
Das Gegenteil immer wieder was
Immer in der Liebe wirklich ist
Macht Dankbarkeit zufriedener
Was zum Glück mir genügt da
Muss keiner Frauen verstehen
Wollen oder können solange
Mann gut tut war es nicht falsch
Die dezent untwürfige Dankbarkeit
Könnte ein guter Weg dahin sein
Mit sich zufrieden jede unnötige
Emotionale Aufregung zu vermeiden

jens tuengerthal 31.12.23

Aussichten

Aussichten

Wie sind die Aussichten
Überlege ich der seine
Zeit gerne verschwendet
Um sich viel zu nehmen
Für das nächste Jahr in
Dem weitere Prozesse
Noch optimiert werden sollen
Um die Bürger als berechenbare
Arbeitsmaschinen einsetzten zu
Können mit dem ewigen Ziel
Einer möglichst hohen Optimierung
Die Menschen industriell denkt
Was nie passt aber immer zum
Schlechtesten Ergebnis führt
Demgemäß wären die Aussichten
Wie immer eher bescheiden doch
Wer wollte klagen über das was
Für Erbsenzähler optimiert nur ist
Ignorieren wir sie einfach weiter
Um anarchisch zu genießen was
Uns jenseits aller Optimierung
Echte Lust und Freude schenkt
Dann kann das Jahr nur gut werden
Die Aussichten sind hervorragend
Wir machen einfach weiter was
In kein Schema mehr passt um
Die letzten Tage zu genießen
Wenn es Verlängerung gibt
Wird uns schon etwas einfallen
Mehr geht vermutlich nie 
Grund genug zufrieden
Mit dem was ist zu sein

jens tuengerthal 31.12.23

Allerletztes

Allerletztes

Was ist das allerletzte was ich
Am letzten Tag des Jahres noch
Unbedingt erledigen sollte um
Es nicht mit ins nächste Jahr
Noch zu nehmen sondern vorab
Lieber getan zu haben überlege ich
Doch fällt mir nicht ein als das
Übliche wie alle Jahre wieder
Was getrost vergessen werden kann
Es ist überhaupt das allerletzte
Am letzten Tag noch etwas zu
Wollen für was das ganze Jahr
Noch keine Zeit sich fand denn
Etweder es ist wichtig dann war
Es längst vorher schon nötig ist
Heute dafür völlig egal oder nicht
Dann kann es ohnehin dahinstehen
Es braucht keine Beschäftigung
Mit dem Allerletzten denn wenn
Es so ist war es schon lange zu
Spät noch etwas zu ändern also
Vergesse ich das Allerletzte lieber
Um bis zuletzt zu genießen was
Bleibt denn darauf kommt es an
Die letzten werden morgen dann
Die ersten gewesen schon sein

jens tuengerthal 31.12.23

Heimreise

Heimreise

Die Heimreise anzutreten ist
Immer auch zweischneidig
Einerseits die Vorfreude auf
Ruhe wie die eigene Bibliothek
Als Glücksschwergeschichte
Andererseits was ist Heim
Wo gehöre ich hin und wo
Schlägt mein Herz glaubhaft
Was verlasse ich an einem Ort
Um den anderen zu gewinnen
Der ich Heimat nicht kenne nur
Zufällig in Berlin halt lebe wie
Dort am Helmholtzplatz der für
Sich ganz wunderbar ist doch
Hängt an Gefühlen zu Menschen
Mehr als an Orten die beliebig
Austauschbar sind irgendwie
Was verlasse ich und was
Gewinne ich dafür was macht
Das Leben besonders schön
Braucht es Besonderheiten noch
Oder genügt das Gewöhnliche
Vollauf zufrieden zu sein sind
Die ewigen Extreme nicht das
Gegenteil von Gelassenheit
Wie sie im Leben so gut tut
Es gibt Bindungen an Orte
Wie an die Menschen dort
Fühle mich an Bücher eher
Gebunden als an andere
Besonders die gebundenen
Bände die ich liebe und so
Ist die Heimreise wieder in
Die eigene Bibliothek etwas
Das mich glücklich macht
Wie was mich dort erwartet
Glück genug schon ist doch
Zugleich sehnt sich das Herz
Seiner Natur nach die eben
Immer irgendwie Sehnsucht ist
Nach dem was ich dort ließ an
Familie und Liebe immer auch
Freue mich auf Zuhause doch
Noch nie verließ ich die einst
Kurpfalz so beschwingt wie
Sehnsüchtig nach dem was
Dort bleibt denke ich wie dies
Reisen mich immer verwirrt
Es schafft seltsame Gefühle
Die keine Zufriedenheit kennen
Warum wer einmal damit begann
Kein Ende mehr finden wird was
Den Autor dieser Zeilen zu einem
Überzeugt Nichtreisenden machte
Um der Gemütsruhe wegen doch
Wollte ich diese Reise wie die mit
Ihr verbundenen Gefühle nie missen
Denke ich dankbar so wenig wie das
Was mich nun auf dem Berg erwartet
Wie ich voller Vorfreude überlege auf
Alles was mich noch erwartet in dem
Dorf das Berlin immer auch blieb was
Immer wem wo auch eine Heimat ist
Geht es irgendwie immer weiter bis
Die Reise im Leben endet dann
Sind wir auch nicht da aber
Zumindest nicht mehr

jens tuengerthal 31.12.23

Samstag, 30. Dezember 2023

Liebeslustvoll

Liebeslustvoll

Liebe und Lust sind zwei Dinge
Die für sich existieren können
Sie zu vermischen schadet auch
Mehr als es eines dabei erhöht
Liebe lähmt die freie Lust
Mit Träumen von viel mehr
Als nur Lust miteinander aber
Lust geht vielen dann verloren
Die anderes für wichtiger halten
Doch fehlt jedem ohne das andere
Der Kern seines Wesens der uns
Es als Ganzes genießen lässt wie
Liebeslust zum Gipfel macht der
Das miteinander lustvoll krönt
Vielleicht könnte es helfen sie
Für sich zu betrachten doch
Dabei mit dem Zusammenhang
Spielerisch lustvoll umzugehen
Die Lust nicht als weniger zu sehen
Sondern Erfüllung in beidem zu finden
Was sich mit Liebe und Lust ergänzt
Liebeslustvoll zu genießen was ein
Geschenkt der Natur dann ist alles
Besser noch zu überstehen

jens tuengerthal 30.12.2

Kreatiefraum

Kreatiefraum

Kultur braucht Räume für freie
Kreativität die sich ohne allen
Druck dort entfalten kann wie
Es ihrem Potential entspricht
Das ist weder berechenbar
Noch als Gewinn kalkulierbar
Kann nicht mal abgeschrieben
Werden als steuersparender
Verlust in kreativer Buchung
Sondern braucht regellose wie
Unberechenbare Freiheit die
Erst wo wir sie zulassen
Sich ganz entfalten kann
Zur Stütze von Innovation wie
Veränderung wird leider nur
Herrschen die Erbsenzähler
Längst in allen Bereichen was
Alle zu normgemäßen Verhalten
Zwingt das jede Kreativität verliert
Darum braucht es mehr Freiraum
Der die Chance gibt kreativ auch
In die nötige Tiefe zu gehen die
Kein Korsett mehr kennt wie nie
Grenzen akzeptieren kann wer
Sich dieser Chance beraubt hat
Am Ende nur noch berechenbare
Geistlose Automaten die dann
Vorgegebene Normen erfüllen
Macht Menschen überflüssig
Geben wir bevor das passiert
Lieber mehr Kreatiefraum

jens tuengerthal 30.12.23

Deichsorgen

Deichsorgen

Die Deiche machen Sorgen
An Weser und Elbe werden
Sandsäcke gestapelt damit
Sie das Hochwasser doch
Überstehen statt das Land
Wie die Häuser zu fluten
Hoffen wir die Menschen
Können geschützt werden
Manchmal nur frage ich mich
Ob was uns Sorge machen
Sollte nicht viel eher die Idee
Ist Flüsse lenken zu wollen
Überschwemmungsgebiete
Einst zu besiedeln um so
Mehr Raum zu gewinnen
Es für weniger Sorgen nur
Weniger von allem bräuchte
Statt höher sicherer fester
Bauen zu wollen lieber der
Natur mehr Auslauf geben
Dann würde sich vieles von
Ganz alleine wieder verlaufen
Weniger Besiedelung wie auch
Langfristig weniger Menschen
Wäre ein Anfang wieder mehr
In Harmonie mit der Natur zu
Leben statt diese noch weiter
Beherrschen zu wollen was ein
Altertümliches Ideal eher ist auch
Wenn es nochmal gut geht wäre
Es Zeit aus Katastrophen zu lernen
Genug Lebensraum zu geben um
Nebeneinander miteinander zu leben
Wir werden die Natur nie beherrschen
Alle Versuche brachten Katastrophen
Aber wir können mit ihr leben für
Ein Dasein ohne Katastrophen
Aber mit großer Harmonie

jens tuengerthal 30.12.23

Krisengelassenheit

Krisengelassenheit

Krisen gelassen zu überstehen
Ist die größte Übung die in Zeiten
Schwerer Not mehr Perspektive
Verheißt als bloßer Realismus
Der schnell in Panik verfällt
Angesichts der Umstände die
Mit Kriegen und Klimakatastrophe
Wenig gute Aussichten bietet
Sobald wir im großen Kontext
Denken doch könnte die Kunst
Sein sich am Kleinen viel mehr
Zu freuen um zu genießen was
Jenseits aller Umstände noch
Als Option des Glücks bleibt
Den Blick auf das Schöne wie
Die Lust am Genuss der bleibt
Wenn wir besser nicht mehr
Fliegen dürfen und längst viel
Zu viele Menschen hier sind
Durch Kriege alles zerstören
Gilt es auf das zu achten was
In Ruhe gelassenes Glück uns
Durch Langsamkeit wie viel
Weniger in allem schenkt was
Zufriedenheit mehr gibt als
Sorge es könnte nicht reichen
Aus dem weniger im Anspruch
Ein mehr zu zaubern wäre die
Passende Antwort um in den
Krisen Wege noch zu finden
Um im nötigen mehr Glück
Wie Gelassenheit zu finden
Als Wurzel ausgeglichenen
Lebens voller Zufriedenheit
Vereint die Stoa lustvoll mir
Epikur im Streben nach dem
Guten Leben voller Lust wie
Es Michel de Montaigne in
Seinen Essays bereits lange
Vor unserer Zeit sich dachte
Enden tut es von alleine bis
Dahin gilt es zu genießen

jens tuengerthal 30.12.23

Freitag, 29. Dezember 2023

Liebeoderso

Liebeoderso

Ab wann nennen wir es Liebe
Nicht nur verliebt oder ist dies
Verliebtsein nicht viel mehr an
Gefühl als alte Liebe die nicht
Mehr wild sprudelt sondern zur
Gewohnheit längst wurde mit
Der wir im auf und ab leben
Gelernt haben mit Alltag wie
Unseren eher gewöhnlichen
Seiten statt immer sexy wie
Lustvoll sich zu begegnen
Wie Geliebte es stets tun
Was macht es aus und wo
Schrecken wir vor dem so
Großen ICH LIEBE DICH 
Eher vorsichtig noch zurück
Zumindest am Anfang doch
Aus Sorge wieder zu verlieren
Was gerade erst begonnen
Dabei sprudelt es doch frisch
Verliebt am allerstärksten
Wie schön wäre es dieses
Große Gefühl zu leben das
Immer mehr Raum will
Denke ich und tue es
Lieber auch mit Risiko
Als das Schönste zu verpassen
Wenn es dann Gewohnheit wird
Sich Beziehung nur noch nennt
Die aneinander zieht statt sich
Bedingungslos gut zu tun
Andererseits ist es auch schön
Es sich noch etwas aufzusparen
Bis das Gefühl zu groß wird
Es nicht LIEBE zu nennen
Wie auf noch schöner ein
Wenig verliebt zu warten
Doch ist das alles Unsinn
Grau wie jede nur Theorie
Wenn es ist was es ist
Kommt es um zu bleiben

jens tuengerthal 29.12.23

Revolutionsfolgen

Revolutionsfolgen

Sehe Revolutionen eher kritisch
Der gewaltsame Umsturz hat oft
Mehr zerstört als an Gutem gebracht
Wie stets zu viele Opfer gefordert
Doch spannend wird es geistig beim
Gedanken an die Folgen die das
Denken auch nach einer vermeintlich
Gescheiterten Revolution wie 1848
Rasant revolutionär veränderten
Diese Prozesse im Blick zu haben
Hilft zu verstehen warum Europa
Sich infolge von 1848 schließlich
Hundert Jahre später nach 1949
Wie östlicher nach 1989 endlich
Zum Kontinent der Freiheit entwickelte
Warum Russland noch nicht was im
Totalitär sowjetischen Geist verharrt
Der das Zarenreich in rot fortsetzte
Dieser zunächst politisch scheinbar
Folgenlose Aufstand mit passender
Verzögerung den Geist gebar auf
Dem die Freiheit der Union fußt
In der wir heute leben wie in einer
Erstaunlichen Gleichzeitigkeit die
Ereignisse im Februar bis März 1848
Begannen um im Sommer 1849
Wieder zu versanden wie es
Christopher Clark mit dem bei ihm
Gewohn weiten Blick für Zusammenhänge
Wunderbar im Frühling der Revolution als
Kampf um eine neue Welt 1848/49
Beschreibt was uns helfen kann das
An Freiheit zu verteidigen was gerade der
Populismus leichtfertig bedroht wie damit
Den europäischen Geist der Freiheit als
Ein Kind der Revolution von 1848 auch
In Zukunft überzeugt zu verteidigen
Vielleicht kann die Erinnerung an die
Große europäische Revolution helfen
Neue zu verhindern welche unserer
Endlich errungenen Freiheit schaden
Die Revolution war eine europäische
Halten wir mit ihr den Geist der
Freiheit in Europa wach 

jens tuengerthal 29.12.23

Zwischenzeit

Zwischenzeit

Die Zeit zwischen den Jahren
Wenn die Weihnachtsfeiertage
Vorbei sind Silvester erst kommt
Ist ein seltsamer Leerraum den
Wir besser mit Langsamkeit nur
Füllten statt zu meinen dort noch
Alles für Kommendes schon zu
Erledigen täte es gut der Leere
Mehr Raum zu geben damit auch
Nichts sein kann wie es ist was
Zu erleben die hohe Kunst ist
In einer ständig arbeitenden wie
Immer unter Strom stehenden
Gesellschaft die den Gegenpol
So nötig hat zur Ruhe zu finden
Kraft zu schöpfen wie einfach
Dem was sein kann viel mehr
Raum zu geben im dann Nichts
Darum nehme ich mir so gerne
Für diese Zeit nichts vor und tue
Von allem weniger als sonst um
Entspannt zur Ruhe zu kommen
Was überraschend viel Raum für
Dinge gibt die ich kaum ahnte
Weil Leere besser tut als das
Ewige weiter so einfach im dann
Nichts anhalten und genießen
Was alles sein kann wenn mal
Viel weniger ist findet sich alles
Was vorher unsichtbar war warum
Es lohnt nun bewusst zu genießen
Was kommt um zu bleiben

jens tuengerthal 29.12.23

Resteverwertung

Resteverwertung

Eine Umfrage in nur 33 Museen im
Land hat bereits 17.000 Teile von
Menschen aus kolonialer Zeit als
Teil des kulturellen Erbes offenbart
Was machen wir mit den menschlichen
Überresten des kolonialen Erbes künftig
Erstatten wir sie den Angehörigen die
Als Nachfahren vielleicht eine Bindung
An dies Reste von Menschen noch
Haben die weiter zu horten einfach
Ein peinliches koloniales Relikt ist
Was viel über diese Zeit erzählt
In der genommen wurde was gefiel
Ohne auf menschliche Rechte dabei
Weiter zu achten und auch wenn ich
Leichen nur für Restmüll halte den wir
Besser umweltgerecht entsorgten ist
Das in anderen Kulturen anders noch
Braucht es aufgrund des Glaubens an
Geister Seelen und ähnlichen Hokuspokus
Respekt vor den Überresten die uns nie
Zustanden und die wir so schnell wie
Irgendmöglich erstatten sollten damit
Die Leichenschau ein Ende findet die
Zwar ethnologischen Wert wohl hatte
Was mehr über die Ethnologie verrät
Als zu den Resten uns noch verrät
Geben wir sie den Kulturen zurück
Damit diese sie auf ihre Art dann
Angemessen behandeln was wohl
Auch für ägyptische Leichen gilt also
Die vielfach ausgestellten Mumien
Nutzen wir die geleerten Museen neu
Kreativ für unsere Geschichte wie
Fragen unserer Zukunft denn die
Bisherige Resteverwertung war
Angesichts des kolonialen Erbes
Eher beschämend sehen wir es
Als eine endlich Befreiung an

jens tuengerthal 29.12.23