Freitag, 22. Dezember 2023

Nahezu

Nahezu

Ist nahezu beinahe oder
Doch nur fast um sich im
Zwischenraum zu finden
Der offen lässt was sein
Kann ohne zu müssen im
Grenzenlosen dürfen ein
Noch nicht für weniger zu
Halten als die Näherung
Welche sich schon berührt
Als wäre es nahezu schon
Wirklich und so fragt sich
Ob nahezu unwirklich noch
Ist oder näher an dem liegt
Was zusammen kommt als
Am noch nicht zu haften das
Unvollständig noch scheint
Während was nahe kommt
Wie nahezu es gerne tut
Berührend nah schon ist so
Kommt manches ganz nah
Wo anderes eher fern liegt
Was nicht an der Nähe liegt
Dafür mehr am Gefühl das
Die Gewichtung von nahezu
Bis beinahe fast verändert
So kann noch nichts bereits
Ein großes Glück sein wenn
Es nahezu schon so ist während
Fast wie verpasst eher klingt
Ist nahezu zusammen sich
Schon ziemlich nah

jens tuengerthal 22.12.23

Begreifen

Begreifen

Begreife zu gerne die Dinge
Versuche sie zu verstehen
Wie mir als Dichter logisch
Einen Reim darauf zu machen
Der sich natürlich nicht reimt
Wäre ja auch zu peinlich im
Dann beinahe Schunkelmodus
Sie dann in Worte zu fassen
Am liebsten begreife ich noch
Menschen vor allem Frauen
Zumindest versuche ich es
Immer wieder erfolglos zu gerne
Auch wenn ich sicher weiß sie
Nie begreifen zu können weil
Die Natur nicht meiner Idee
Von ihr folgt sondern eigen wie
Überraschend dabei bleibt was
Teil ihrer Faszination auch ist
Begreifen liegt dem berühren
Als sinnlichem Kontakt nah
Berühre immer zu gerne um
Ein Gefühl zu bekommen weil
Alles andere mich unberührt
Eher lässt als nah zu kommen
Wo die Berührung dazu noch
Vom Gefühl getragen eine ganz
Eigene erotische Magie entfaltet
Wird der Versuch zu begreifen
Die Suche nach Erkenntnis als
Teil meines Wesens zum Genuss
Wie schön ist es doch sich mit
Berührungen zu erfühlen wie so
Tastend die andere zu begreifen
Denke ich und freue mich wenn
Die Natur mich dies erleben lässt
Erkenntnis berührend also wird
Wie mit Gefühl verbunden sich
Näher gerne kommt als alle sonst
Versuche einander die eigene Welt
Um sich zu verstehen zu erklären
Wie das sich Berühren begreifen
Lässt was vielleicht sein könnte
Das im Wirbel der Hormone mit
Natürlich beschränktem Horizont
Eine Perspektive uns noch gibt
In der sich Lust und Erkenntnis
Auf schönste Form im einander
Begreifen berührend ergänzen

jens tuengerthal 22.12.23

Sturmauge

Sturmauge

Während der Sturm noch durch
Das Land fegt war es hier in der
Kurpfalz noch fast windstill als
Seien wir im Auge des Sturms
Wo nichts sich mehr rührt während
Die Umgebung verwüstet wird
Ein Wintersturm ist noch kein
Wirbelsturm warum das Gefühl
Vermutlich wie so gerne trügt
Was macht Gefühl je lieber
Auch sollen die Böen später
Wieder kommen um an den
Gebeutelten Kiefern zu rütteln
Denke in den Momenten der
Ruhe vor dem Sturm über das
Auge als Zentrum der Ruhe nach
Was dieses Bild mir sagen will
Ob überhaupt irgendwas wäre
Vielleicht eine kluge Frage ein
Schnelles Ende zu finden doch
Wohin es führen könnte sich ins
Zentrum der Unruhe zu stellen
Um eine tiefere Ruhe zu finden
Finde ich irgendwie spannend
Ohne hier in esoterische oder
Sonst halbseidene Gewässer
Abgleiten zu wollen was dem
Aufklärer in mir fern liegt doch
Mit Freude an dem was aus
Dem Chaos geboren wird als
Quelle einer inneren Ruhe die
Sich in der Natur bestätigt findet
Ob es hilft schärfer zu sehen im
Auge des Sturms zu sein oder
Zumindest neue Perspektiven
Eröffnet könnte spannend sein
Orte der Ruhe im Sturm zu finden
Wie dabei zum Kern vorzudringen
Bliebe auch jenseits der Wetters
Ein guter Weg sein um sich in den
Stürmen des Lebens wie sie mit
Zu viel Pathos gern genannt werden
Aufrecht bewegen zu können
Denke ich während ich die grauen
Wolkenberge immer schneller nun
Durch das Fenster ziehen sehe
Sich ein Auge im Sturm zu bleiben
Könnte helfen sich nicht so schnell
An nur kurze Stürme der Meinungen
Wie Schlagzeilen zu verlieren was
Ein sicheres Fundament gibt das
Im Sturm wie sonst gut tut

jens tuengerthal 22.12.23

Donnerstag, 21. Dezember 2023

Wintersonnenwindig

Wintersonnenwindig

Morgen beginnt der Winter
Mit stürmischem Wetter wie
Böen von hohem Tempo was
Den Herbst heraus wie den
Nun Winter uns hineinbläst 
Eine schöne Vorstellung des
Wechsels der Jahreszeiten
Die diesmal geblasen werden
Damit haben wir dann den
Dunkelsten Zeitpunkt endlich
Überschritten es wird dann
Langsam wieder heller bis
Zu den langen Tagen im Juni
Die gerade noch unvorstellbar
Im eisigen Sturm uns fern liegen
Auch wenn wir gerne so tun
Als ginge uns das nur Wetter
Dabei nichts an weil es eben
So wechselhaft ist doch das
Sturmtief Zoltan bringt uns
Passend zur Sonnenwende
Kräftige Unruhe im Land wie
Hoffentlich keine Opfer noch
Wenn alle kurz vor Weihnachten
Lieber zuhause bleiben statt
Sich dem Sturm auszusetzen
Auch wenn wir diesen als nur
Wetter lieber ignorierten wäre
Der Wechsel der Jahreszeit
Verbunden mit einem Sturm
Ein guter Grund innezuhalten
Sich Zeit zu nehmen auch für
Ein Gefühl für die wechselnde
Natur an die wir uns besser
Anpassten statt auf viele Arten
Sie noch besiegen zu wollen
Lieber beobachten was ist
Gute Tage genießen wie an
Schlechten abwarten wie was
Immer passend scheint einen
Gute Tee trinken im nun Winter
Sogar wenn dieser erst morgen
Wirklich als Jahreszeit anfängt
Leitet das Sturmtief ihn heute
Schon windig wild ein was doch
Grund genug ist dazu zu dichten
Was nicht ganz dicht ist könnte
Bei den erwarteten Böen glatt
Wegwehen noch bin ich da
Auch wenn das kein tauglicher
Beleg ist ganz dicht zu sein

jens tuengerthal 21.12.23

Lusttraining

Lusttraining

Kann schöne Lust durch ein
Training eher erreicht werden
Liegt dieser sportliche Gedanke
Nicht aller Erotik fern ist eher
Ein Hindernis als ein Weg weil
So die Lust mechanisiert statt
Wie von vielen noch gewünscht
Emotional aufgeladen wird wo
Wir verliebt vögeln wie uns dabei
Mit Sternen in den Augen noch
Selig anhimmeln überlege ich
Sex und Liebe kann gut sein
Schlafe eigentlich nur mit Frauen
Die ich auch irgendwie liebe
Zumindest meistens war es so
Die Ausnahmen lohnten selten
Aber Liebe in den Moment der
Mit Lust geteilt wird und Liebe
Als Basis einer Partnerschaft
Sind zwei Dinge letztere tut
Dem Sex selten gut erstere
Dagegen schon weil sie wie
Die Liebe zum Handwerk ist
Bei dem wir mit Liebe dabei sind
Also zur Sache die wir tun
Nicht zur einen und einzigen
Was so selten noch gut geht
Dass sich fragt warum die
Menschheit es immer wieder
So miteinander tun will aber
Das beantwortet nicht die Frage
Ob Training also Übung hilft
Es besser miteinander zu haben
Was ich immer bejahte da wir
Nie zuviel Sex haben können
Eher zuwenig einander genießen
Es gut tut dies gelassen zu üben
Auch miteinander um sich nicht
Dabei peinlich zu enttäuschen
Sondern lustvoll zu genießen
Was Technik Übung und Erfahrung
Bei der Sache auch immer braucht
Ganz insgeheim sei auch verraten
Wer sich verabredet um Sex
Miteinander zu üben hat dann
Eigentlich immer welchen wie
Noch dazu oft viel besseren
Es könnte also lohnen

jens tuengerthal 20.12.23

Liebeslotto

Liebeslotto

Ist die Richtige zu finden wie
Ein sechser im Lotto also das
Ergebnis glücklicher Zufälle
Mehr als einer Entscheidung
Welche Rolle spielt der Wille
Dabei wie für ein Leben mit
Der zufällig gefundenen Liebe
Auch wenn wir dieser noch
Mit der Magie der Algorithmen
In Portalen auf die Sprünge
Helfen wollen bleibt es doch
In ganz vielem ein Zufall was
Sich findet passt und es dazu
Noch miteinander genießt statt
Sich unnötig zu quälen wie es
So viele in der früher einmal
Liebe taten die sie enttäuschte
Habe keinen Maßstab für einen
Tauglichen Willen zur Liebe
Kenne keine sichere Methode
Weiß nur wie sehr der Wille
Stets enttäuschte Erwartungen
Schürt die wir uns besser noch
Ersparten wenn die Liebe nicht
Nur ein Strohfeuer sein soll was
Schnell wieder erstickt was wohl
Keine die liebte je wollte auch
Keiner vermutlich anstrebte
Jedenfalls verliebt eher nicht
Es mag Gründe in der Natur
Wie dem Zusammenspiel der
Hormone und der Gefühle geben
Die Liebe beständig machen
Oder erste Lust fliehen lassen
Weil zwei sich nicht riechen können
Aber wie diese Komplexität zu der
Noch Prägung Erziehung Gene wie
Erfahrungen und Hoffnungen kommen
Das eine oder andere auslösen ist
Für mich vernünftig nicht ersichtlich
Darum lasse ich es lieber gleich
Spiele Liebeslotto und freue mich
An den Richtigen solange es passt
Ohne es verstehen zu wollen da es
Den bescheidenen Verstand deutlich
Überschreitet wie ich denke
Zumindest meinen mehr als das
Vielleicht ist es auch viel besser
Unbefangen zu spielen wie auf
Nichts anderes als den Zufall
Dabei zu hoffen um dann zu
Genießen was gegenseitig ist
Solange es beiden so scheint
Kann ich damit glücklich sein

jens tuengerthal 20.12.23

Lektüröffner

Lektüröffner

Gute Lektüre öffnet Türen im
Geist hinter denen Brücken
Sich in weitere Welten spannen
In denen sich Leser zu gerne
Verlieren um zu finden wie ich
Es heute bei der Lektüre in
Der Zeit der Zauberer erlebte
Die mich von Ernst Cassirer
Welcher die Bibliothek Warburg
In Hamburg für sich entdeckte
Jenen endlosen Fundus der
Menschlichen Kultur der sich
Wie eine Spirale assoziativ
Miteinander verbindet zu
Aby Warburg ihrem Begründer
Leitete wie seinem Denken das
Kulturhistorische Brücken baute
Sein Erbe für ein Kinderversprechen
Aufgab was Weltruhm ihm brachte
Neue Einsichten schenkte in die
Kulturgeschichte der Welt wie
Von Symbolen und Mythen aus
Denen er zu lesen versuchte was
Kulturen wie begründete und so
Wurde die philosophische Frage
Auf die Cassirer als Professor an
Der neuen Hamburger Universität
Antworten suchte für ihn zu einem
Weg in intellektuelle Welten die er
Vorher nicht geahnt hatte noch
Kaum wer von außen zunächst
Verstand wie es mich dazu brachte
Eine klare Entscheidung für die
Gesamte kulturhistorische Bibliothek
Des eigenen Vaters zu treffen weil
Nichts wichtiger mir scheint als so
Geistige Brücken zu bauen die
Weiter reichen als sichtbar dem
Geist von Aufklärung und Toleranz
Neue Flügel verleihen wie auch
Verstehen will was Kultur ausmacht
Im geistigen Klima ihrer Zeit dessen
Einer Ausfluss die geliebte Literatur
Für mich auch ist wie tief in das
Eigene Schreiben hineinreicht
Sich so von Literatur treiben zu
Lassen um Brücken zu bauen
Die geistige Welten verbinden
Neue Türen eröffnen ist für mich
Die schönste Form des Lesens
Das miteinander verbindet

jens tuengerthal 20.12.23

Mittwoch, 20. Dezember 2023

Naturwerte

Naturwerte

Wir reden viel über Werte die es
Braucht alles zusammenzuhalten
Konservative betonen dabei gerne
Die des christlichen Abendlandes
Deren Wert ich eher bezweifle
Wenn ich in die Geschichte dieser
Monotheistischen Sekte wie ihrer
Tendenz zur Dominanz schaue
Näher liegt mir die Aufklärung
Deren Kinder die Enzyklopädie
Wie später die Menschenrechte
Als Ausfluss der Revolution waren
Beide dienten der Freiheit wie der
Vernunft mehr als der Wahrheit die
Gläubige gerne hätten auch wenn
Es dabei eher um Dogmen geht die
Gläubige anerkennen müssen um
Auf diesem Weg höhere Wahrheiten
Infolge erfundener Götter zu erkennen
Was Menschen auf der ganzen Welt
Schon lange umtrieb besser zu sein
Wie Erlösung zu erhoffen die aber
Erst im Jenseits im Angebot ist statt
Im Alltag mit unserer Natur für den
Die Sekten eher nichts beitragen
Als primitive Beschränkungen welche
Jede Vernunft verspotten nähme wer
Was der Aberglaube verkündet ernst
Was also kaum eine Basis tauglicher
Werte egal wo sein kann wofür dann
Die intellektuelle Vernunft viel eher
Argumente für sich hätte nur fragt
Sich der Dichter als Beobachter
Wie weit die Setzung des Naturrechts
Als Basis der Menschenrechte eine ist
Oder die Natur nur widerspiegelt die
Ein soziales Miteinander braucht um
Überleben zu können als Spezies wie
Gemeinsam etwas davon zu haben
Gibt es Werte in der Natur an sich
Oder zielt sie wertneutral nur auf
Das Überleben der stärksten Art
Sie als Lebensraum der unsere
Existenz erst ermöglicht als
Wertvoll anzusehen bedarf
Wohl keiner Wertediskussion
Wodurch wir sind sollte uns
Was wert sein wenn wir es
Uns noch irgend sein wollen
Auch wenn wir lange lebten
Als ob es ganz anders wäre
Bedarf der uns heute auch mit
Blick auf das Klima logische
Schluss der Verantwortung
Aus dem Zusammenhang mit
Der Natur keiner Begründung
Er ergibt sich schlüssig auch
Wenn wir dem nur bedingt
Bisher überhaupt nachkommen
Wäre es gegen unsere Natur
Die Grundlagen der eigenen
Existenz infrage zu stellen
Egal ob weitere Werte in der
Natur zu finden sind ist die
Erhaltung der eigenen Art ein
Ihr natürlich innewohnender Trieb
Spannend könnte nur sein ob
Unser dem entgegengesetztes
Immer noch Verhalten getrieben
Von Gier unnatürlich oder blind
Eher zu nennen wäre wenn die
Folgen unstrittig längst sind was
Den alten Wert des früher noch
Gelobten christlichen Abendlandes
Sich die Natur untertan zu machen
Endlich infragestellte weil es uns
An den Rand der Existenz brachte
Vielleicht ist dies der Schlüssel zu
Den Naturwerten die sich aus dem
Naturzusammenhang ergeben was
Das Überleben stört ist wertlos wie
Dringend zu überwinden was nun
Genug Aufgaben an uns stellt die
Welt künftig noch zu erhalten mehr
Scheint mir nicht mehr nötig

jens tuengerthal 20.12.23

Hochlichtpilger

Hochlichtpilger

Neben Portland heute am Morgen
Auch noch mit Malaysia geschrieben
Wo eine andere Freundin nahe der
Hauptstadt Kuala Lumpur die dort
Tempelanlagen und Höhlen besucht
Die sogenannten Batu Caves die bei
Globetrottern aus aller Welt sich sehr
Großer Beliebtheit erfreuen wie sie
Den sesshaften Dichter durch Bilder
Wie Worte bereits an einigen ihrer
Abenteuer und besuchten Orte von
Ferne teilnehmen ließ was mir
Völlig genügt weiterhin vom Reisen
Genug abgeschreckt zu sein nicht
Noch irgend mehr hin zu wollen
So schön die Orte auch waren
Von der Absenderin zu schweigen
Die den Urwald weit übertrifft
Sondern sich auf geistige Reisen
Lieber weiterhin zu beschränken
Doch blieb die Frage warum so
Viele Menschen noch etwas real
Sehen möchten statt sich mit der
Lektüre zum Thema zu begnügen
Wie unbedingt besuchen müssen
Was andere auch sehen wollen die
Den gleichen Ort dort aufsuchen mir
Schon immer befremdlich schien
Bei den ausreichend Bildern im Netz
Die auch das tropische Klima ersparen
Was nur schwitzen mich ließe statt
Vernünftig kritisch zu denken wieso
Die Highlights oder Hochlichter des
Tourismus so beliebt sind es die
Massen in Trauben dorthin drängt
Sie das gerne auf sich nehmen um
Einander zu bestätigen auch das
Noch gesehen zu haben in der Horde
Als ich meine Fahrradtour noch im
Jahre 1990 in die Bretagne machte
Fuhren wir am ersten Tag bis zum
Mont Saint Michel den ich bereits
Jahre vorher mit meinen Eltern
Einmal besucht hatte warum ich
Im Gegensatz zu meinen Freunden
Den Besuch mir lieber ersparte auf
Jenem mittelalterlichen Berg der
Immer voller Touristen ist auch als
Leidenschaftlicher Leser etwa von
Casanovas Abenteuern mir den
Besuch von Venedig sicher erspare
Weil Massen mir schlimmer scheinen
Als der Anblick von etwas wert wäre
Was nur gedruckt interessant war
Die Lektüre über Venedig mich mehr
Lehrt als ein nur anschauen dort was
Ein lästig geistloser Vorgang für mich
Eher scheint als ein Gewinn nur
Manchmal frage ich mich noch ob
Andere Opfer der Werbung wurden
Welche der Tourismus betreibt oder
Die eigene Sicht weltfremd ist nicht
Die Welt zerstören zu wollen die ich
Auf diesen Pilgerfahrten der Massen
Vorgeblich bewundere doch vielleicht
Machte ein vernünftiges Urteil mich zu
Einsam es weiter zu verfolgen

jens tuengerthal 20.12.23

Kandidatenfrage

Kandidatenfrage

Heute morgen gegen sechs Uhr
Mitteluropäischer schrieb ich mit
Einer klugen Freundin aus Portland
In den USA die sich wie ich auch
Über das Urteil in Colorado freute
Was Trump dort die Kandidatur
Wegen verfassungswidriger Taten
Wie seiner Beteiligung am Aufstand
Untersagt hat was vernünftig scheint
Jedoch nicht sicher vor den obersten
Gerichten Bestand haben muss wo
Teils von Trump eingesetzte eher
Konsevative Richter sitzen welche
Mit Parteiinteressen der Republikaner
Verbunden sind welche sich gegen
Die rechtliche Behinderung ihres
Mehr als fragwürdigen Kandidaten
Wohl wehren werden mit erwartbaren
Folgen worauf wir beide uns fragten
Warum diesen Idioten nicht einfach
Jemand erschießen kann um so
Die Freiheit zu verteidigen welche
Parteiinteressen vielleicht geopfert
Werden könnte wie so oft weil diese
Längst zum Zweck an sich wurden
Fragte mich der gegen jede Gewalt
Eigentlich aus Überzeugung ist wie
Es soweit kommen konnte dass ein
Mord als Rettung der Welt scheint
Vor einem unberechenbaren wie
Gefährlich kalkulierenden Menschen
Der die Dummheit der Massen wie
Den Trotz dieser missbraucht von
Alten Parteibindungen abgesehen
Wie gut es doch wäre wenn diese
Entscheidung Bestand hätte damit
Die Kandidatur dieses geistlosen
Chaoten verhindert werden könnte
Wie würde die Welt wohl eine neue
Präsidentschaft von Trump überstehen
Dem diplomatischen Geisterfahrer
Der intellektuell nicht zurechnungsfähig
Getrost genannt werden kann ohne
Damit jemanden zu beleidigen ob so
Eine medizinische Entscheidung über
Dem parteiischen Akt stehen könnte
Die Donald für verrückt erklärte was
Allen viel ersparte einer Kandidatin
Eine Chance gäbe die zumindest
Keinen Blindflug fürchten lässt den
Putinbewunderer Trump der Welt
Mit Sicherheit bringen würde denn
Auf die Vernunft der Wähler zu hoffen
Scheint in den USA ein etwas hohes
Risiko es einfach zu wagen damit
Keiner Trump erschießen muss
Um die Welt nochmal zu retten

jens tuengerthal 20.12.23

Wahlwiederholungsunsinn

Wahlwiederholungsunsinn

Das Bundesverfassungsgericht hat
Erwartungsgemäß die Wiederholung
Der Berliner Wahl angeordnet bei der
Es zu zeitlichen und auch sonstigen
Unregelmäßigkeiten bei der Abgabe
Der Stimmen gekommen ist was auch
Den Wahlkreis betrifft in dem ich ganze
Eineinhalb Stunden vor dem Wahllokal
In einer langen Schlange wartete um
Schließlich gegen halb sieben selbst
Wählen zu dürfen schon in Kenntnis
Der ersten Hochrechnungen auf dem
Telefon was meine Wahlentscheidung
Mit beeinflusst haben könnte und so
Scheint der Beschluss zur Wiederholung
Zunächst erwartbar vernünftig wie es
Von den Hütern der Verfassung nicht
Anders zu erwarten war doch ist dies
Nur ein Teil und wirft ein falsches Licht
Auf Wahlen und ihre Ergebnisse wie
Noch gravierender eine Wiederholung
Zu einer neuen Entscheidung unter den
Jetzigen Bedingungen führt was zu
Einer Benachteiligung aller anderen
Wähler also der deutlichen Mehrheit
Führen wird falls diese Wahlen noch
Einfluss auf das Ergebnis haben wenn
Dies nicht der Fall ist was viele hoffen
Fragt sich wem dieser aufwendige wie
Teure Wiederholungsakt überhaupt dient
Nicht staatliche Mittel verschwendet
Was das ganze Theater nun soll das zu
Einer gerechten Entscheidung nur führte
Wenn die Entscheidung im ganzen Land
Wiederholt werden würde was aber auch
In der Hälfte der Wahlperiode zu dann
Ungerechtigkeiten führte die mit der nur
Formalen Gerechtigkeit kaum noch
Begründbar sind sondern vor allem
Der Einhaltung von Vorschriften dient
Nicht der Wahlgerechtigkeit also dem
Zweck der Entscheidung womit diese
Entscheidung der zur Umwidmung der
Corona Mittel ähnelt bloß Chaos stiftet
Nicht zum Rechtsfrieden beiträgt in
Einer Zeit in der Populisten zu laut an
Allen Orten schon wurden denen diese
Wiederholung nur Zunder liefert um den
Rechtsstaat weiter anzugreifen was
In niemandes Interesse liegen kann
Es scheint als würde das Gericht den
Pfad der Vernunft verlassen um dafür
Bloßem Formalismus zu huldigen der
Immer die Schattenseite des Rechtsstaats
Schon war was wir uns besser ersparten
Lassen wir unsinnige Wiederholungen
Fordern wir bessere Vorbereitung um
Nicht die Demokratie zu gefährden
Die dadurch eher anfällig für Agitation
Wie Populismus werden könnte da
Zwar die Einhaltung der Formalien
Im Rechtsstaat wichtig ist diese
Jedoch nicht Mittel zum Zweck sind
Warum jede Aktion die dem Staat
Schadet pragmatisch verhindert
Werden sollte um dabei mehr auf
Den Zweck zu achten als einem
Überholten Formalismus zu huldigen

jens tuengerthal 20.12.23

Dienstag, 19. Dezember 2023

Wortlust

Wortlust

Welche Worte schenken Lust
Können es die gleichen sein
Die im anderen Kontext als
Belästigung oder Beleidigung
Zumindest als unkultiviert gelten
Überlege ich der zu gerne
Erotisch dichtet dabei aber den
Kern wie Details lieber eher
Umschreibt um die Spannung
Zu halten wie der Erotik einen
Schönen geistigen Rahmen der
In Andeutungen sich ergeht
Zu geben statt einfach nur vom
Ficken zu reden oder ihrer Möse
Was beides Worte sind die ich
Nur im Ausnahmefall benutze
Höchstens auf ihre Einladung hin
Weder schön noch etotisch finde
Auch nicht benötige weil ich den
Reiz des Schönen nicht durch
Unnötig grobe Worte dabei
Entweihen müsste ohne je
Religiös dabei zu sein doch
Scheint mir die Kunst der Erotik
Nicht die Dinge beim Namen
Direkt zu nennen sondern aus
Andeutungen Spannung zu schaffen
Die Gedanken sinnlicher füllen
Wenn ich mich etwa dabei zum
Perlentaucher ihres Glücks zwischen
Allen ihren Lippen mache finde ich
Das ausreichend präzise beschrieben
Wie ich sie mit meiner Zunge oral
An ihrer Klitoris leckend befriedige
Was aber weniger sinnlich klingt
Als ein Perlentaucher der Lust
Analverkehr etwa so zu nennen
Klingt eher nach Verdauungsproblemen
Als nach besonders sinnlicher Nähe
Zwar kann es auch erotisch sein mit
Wissenschaftlichem Vokabular über
Erotische Themen scheinbar ganz
Neutral zu berichten um so über
Forschung zur sinnlichen Stimmung
Mit völlig unerotischen Worten zu
Gelangen was mir eher liegt wie es
Zum nervus pudendus etwas von mir
Gerne praktiziert wird als auch dabei
Auf ihren Wunsch hin grob zu werden
Weil ich finde Grobheit reduziert die
Zart sinnliche Stimmung miteinander
Auch wenn es schon mal wild dabei
Zugehen kann gerne wenn beide es
Je nach Stimmung so genießen 
Erlaubt ist was gefällt würde ich stets
Mit dem Marquis de Sade sagen ohne
Je seiner Richtung anzuhängen die
Sich für mich krank anfühlt was aber
Nur mein beschränktes Vermögen zur
Vorstellung beschreibt nicht die realen
Varianten bei diesem Schauspiel so
Reagierte ich auf zu deutliche Worte
Oft eher weniger angereregt fand
Dirty talk irgendwie peinlich auch
Wenn mir dabei nichts fremd ist
Finde ich gewinnt das Spiel dabei
Deutlich an Kraft wo ich der Erotik
Spielerischen Raum zu geben statt
Nur das mechanische Vögeln als
Vorgang zu beschreiben auch
Finde ich in der Dichtung haben die
Brutalen primitiven Worte des Sex
So wenig etwas zu suchen wie es
Der Schimpfworte braucht weil es
Einen geistigen Rahmen um einen
Schlichten Vorgang noch legt der
Das bloße Ficken damit erhebt zur
Liebeskunst wie Ovid es nannte der
Ähnlich schlichtes mit damals oft
Chauvinistischen Plattitüden für das
Männliche städtische Publikum in
Ansprechende Verse packte die bis
Heute erfolgreich verlegt werden
Obwohl sich der Grad der dabei
Neuigkeiten in Grenzen heute hält
So müssen die Beteiligten für sich
Entscheiden welche Worte ihnen
Für den Liebesakt oder Sex denn
Manchmal ist es auch nicht mehr
Als schlichtes Ficken voller Gier
Passend erscheinen aber ich
Bleibe dabei es beim Thema eher
Mit Casanova zu halten der noch
In seinen Erinnerungen zwar mit
Freude an erotischen Details nicht
Spart aber dies stets höflich tut
Weil er die Frauen liebte und verehrte
Diese Sichtweise teile ich völlig
Verehre zu gerne Damen statt ein
Weib zu ficken finde das dann
Entsprechende auch erotischer
Habe aber längst das Gegenteil
Von Frauen aus dem akademischen
Bereich erlebt die gerne dazu die
Möglichst heftigsten Worte nutzten
Sogar Professorinnen der Elite-Unis
Weil ihnen die Umkehrung zu ihrer
Stellung Lust schenkte was die
Bandbreite erotischer Kommunikation
Gut zeigt denn oft geht es nur
Weniger darum es beim Namen zu
Nennen als aus dem Gegensatz eine
Erotische Stimmung zu schaffen die
Dann quasi voyeurhaft noch erotisiert
Kann ganz nett sein und ist wenn
Gefühlt echt manchmal sinnlich
Gerade bei Geliebten in Ordnung
Weil dabei alles immer schön ist
In einer Partnerschaft dann doch
Eher irritierend weil es häufig einen
Gegensatz zwischen der Rolle
Die jemand spielt und dem Wesen
Seines Charakter betont wie aus
Dieser sozialen statt ästhetischen
Spannung sich etwas erhofft
Da bleibe ich lieber konsequent
Spiele mit sinnlichen Worten um
Den schönsten Ausdruck statt
Billig dabei zu werden was keine
Der Damen denen ich mich
Sexuell näherte je verdiente
Auch scheinen mit zarte Worte
Die Träume umspielen oft eher
Geeignet eine Stimmung dabei
Zu erzeugen als das Gegenteil
Was eher Lust dann reduziert
Als Ficken ohne Erotik

jens tuengerthal 19.12.23

Verzeihungsgröße

Verzeihungsgröße

Verzeihen zu können zeigt Größe
Nachtragen dagegen belastet mit
Negativen Gefühlen die lähmen
Was keine Perspektive je hat
Dagegen hat wer verzeihen kann
Mehr vom unbelasteten Leben
Gewinnt dadurch mehr an Würde
Als jede Rache uns gäbe die
Nur emotionale Enge offenbart
Während die Flügel der Verzeihung
Weiter tragen als jede Genugtuung
Die Gerechtigkeit geben soll weil
Wer verzeiht über magische Kräfte
Jenseits aller Vernunft verfügt die
Dafür ein friedliches Leben schenken
Dankbare Zufriedenheit uns geben
Wie moralische Überlegenheit trägt
Die dauerhaft Gelassenheit erhält
Wo das schlechte Gewissen dafür
Den quält dem verziehen wurde was
Nachhaltige Gerechtigkeit schafft
Trauen wir uns mehr zu verzeihen
Statt auf Rache zu sinnen könnte
Das Leben viel schöner werden

jens tuengerthal 19.12.23

Gestaltungsmut

Gestaltungsmut

Der Mut zu gestalten ist ein
Perpetuum mobile weil er
Dem Energieerhaltungssatz
Widerspricht und aus dem
Für etwas eingesetzten Mut
Wenn wir nur damit anfangen
Ein vielfaches von dem schafft
Was wir eingesetzt haben
Indem er durch den Aufbruch
Energie in uns freisetzt die aus
Nichts viel entwickeln kann dann
Wie beflügelt von einer Idee nicht
Müde wird sie zu realisieren
Was den Gestaltungsmut zu
Einem sehr lohnenden Anfang
Macht aus dem immer mehr wird
Wie uns schenkt was vorher nie
War also selbst schöpft da er
In uns Kräfte freisetzt von denen
Wir nicht mal ahnten dass sie uns
Nur durch den Anfang einfach
Zufliegen könnten warum es
Besser tut anzufangen statt sich
Am Zweifel aufzureiben der nur
Lähmt statt neue Energie aus
Sich voller Lust zu schöpfen

jens tuengerthal 19.12.23

Liebesverklärung

Liebesverklärung

Die Liebe verklärt gerne um so
Was kritisch sein könnte noch
Viel schöner zu sehen als es
Der Realität entspricht warum
Es gelegentlich des Endes oft
Auch ein böses Erwachen gibt
Dann meinen wir den anderen
Endlich realistisch zu sehen
Ohne je zu wissen was das
Mit Gefühl je sein soll also
Statt noch von Liebe verklärt
Die dafür aufgegeben wird was
Gut tut wenn es einander nicht
Mehr gut tun kann bis dahin
Jedoch tut die Verklärung gut
Wird zum Wert der erhält was
Nüchtern betrachtet vielleicht
Keine Basis mehr hätte worüber
Verklärung und die rosa Brille
Gut hinweghelfen weil es nicht
Auf die Realität dabei ankommt
Sondern wie es sich anfühlt was
Die Verklärung zum Zweck an sich
Wie zur guten Methode glücklich
Zu bleiben macht ganz egal wie
Wirklich die Wirklichkeit nun ist
Zählt am Ende was wie glücklich
Für den Moment machte also ist
Gut was einander dabei gut tut
Um das Märchen von der Liebe
Als schönst mögliche Unterhaltung
Miteinander zu genießen

jens tuengerthal 19.12.23

Chancenfreude

Chancenfreude

Die Freude an Chancen
Gibt dem Leben eine
Perspektive voller Glück
Statt Unsicherheiten so
Zu nennen was gerade
Im deutschen so treffend
Wo vieler lieber nörgeln
Wie Wutbürger werden
Um etwas zu verhindern
Was tiefer gelegt wurde
Oder nicht geimpft also
Geschützt leben zu müssen
Mit Theorien der Verschwörung
Verhindern lieber wollen statt
Vernunft walten zu lassen
Denke ich und freue mich
Lieber an neuen Chancen
Statt sie zu verpassen
Dabei völlig gelassen
Obwohl es sich reimt
Genießen was kommt
Egal ob wer mit wem
Zwei miteinander oder
Am Ende sicher für sich
Ist Vorfreude ohne die
Sicher enttäuschte Erwartung
Doch etwas wunderbares
Was ich gerne geteilt genieße
Es so noch zu verdoppeln
Ohne dabei wen auszuschließen
Sondern voller Freude an den
Sich bietenden Chancen
Einander zu umarmen
Als schönster Genuss
Weil Leben eine Freude ist
Zumindest als Chance
Was den Kreis schließt

jens tuengerthal 19.12.23