Montag, 17. April 2023

Vermeehrt

Vermeehrt

Das letzte mal war ich 1988 in Amsterdam
Damals mit meinem Vater auf dem Weg
Nach Kanada hatten wir unseren Flieger
Verpasst und mussten eine Nacht bleiben
Damals war ich gerade noch 17 hatte mit
Museen die mein kunstsinniger Vater
Gerne gesehen hätte nichts am Hut
Interessierte mich für Frauen und Autos
Machte gerade meinen Führerschein
Aber zumindest ersteres ist geblieben
Wir schauten uns die Stadt an
Gingen noch indonesisch essen
Wie ins Kino wo gerade die Verfilmung
Von Kunderas unerträglicher Leichtigkeit lief
Als wir aus dem Kino kamen war das
Team von Oranje gerade gegen die
Sowjetunion Europameister geworden
Die Menschen tanzten auf den Straßen
Fand Amsterdam eine tolle Stadt voller
Wunderschöner glücklicher Frauen aber
Von Jan Vermeer oder dem Rijksmuseum
Habe ich damals nichts mitbekommen
Zu gerne wäre ich jetzt dagewesen
Um die großartige Ausstellung von
Jan Vermeer im Rijksmuseum zu sehen
Die längst ausverkauft leider ist und
Reisen finde ich ja auch eher lästig
Es gibt viel davon online zu sehen
Auf der Website des Rijksmuseum
Einige Werke von ihm kannte ich
Aus der Gemäldegalerie in Berlin
Wie dem Städel in Frankfurt
Die Länge der Schlangen war
Abschreckend genug für mich
Kunst in Massen statt in Ruhe
Wäre nichts für mich sagte ich mir
Da sah ich im Status einer Freundin
Aus München plötzlich die Bilder
Aus der Ausstellung und bat sie mir
Ihre Fotos zu schicken was dann
Wenige Minuten später mich aus
Amsterdam oder München erreichte
Waren weit über 50 Bilder der großen
Vermeer Ausstellung dort und so
Durfte ich mit ihrem Blick durch die
Ausstellung des Meisters aus Delft
Flanieren als wäre ich in Amsterdam
Den Meister gesehen mit den Augen
Wie durch die Kamera eine schönen
Frau kam mir noch näher und es war
Ohne Reise oder sonst klimaschädliche
Touren ein wunderbares Erlebnis
Was den Kunstliebhaber dankbar machte
Kunst so indirekt zu erleben ist noch
Viel schöner denke ich zufrieden mit
Dem eigenen ökologischen Fußabdruck
Dankbar für die liebevolle Gunst
Der Teilnahme durch Bilder die mich
In der eigenen kleinen Bibliothek
Vermeer genießen lässt als ob ich
Wieder nach Amsterdam gereist wäre
Um liebe Freundinnen zu besuchen
Es ging nur um Bilder von denen ich
Genug Bilder bekam die ich nun mit
Den lieben Leserinnen teile und so
Kann das Reisen in Zukunft gehen
Ohne irgendwem zu schaden

jens tuengerthal 17.4.23

Sonntag, 16. April 2023

Liebesabgrund

Liebesabgrund

Welch Abgrund öffnet uns die Liebe
Die uns die Untiefen des Seins als
Emotionale Achterbahnfahrt wieder
Erleben lässt mit jeder neuen Liebe
Bei der wir aus keiner Erfahrung
Lernen sondern immer weiter
An ganz oder gar nicht glauben
Als gäbe es nur die eine nicht
Optional viele für Momente aber
Relativ wie vernünftig wäre das
Große Gefühl nicht mal halb so
Wertvoll wie es gerne scheint
Sondern immer mit Umtausch
Inbegriffen als eben Versuch
Von zeitweiser Zweisamkeit
Was die real existierende Liebe
Immer ist egal was wir wollen
Doch fühlte sich noch jede
Liebe von dieser Wahrheit
Schlicht verraten weil uns der
Abgrund in den wir stürzen
Wenn wir dem Gefühl nachgeben
Immer absolut einmalig scheint
Obwohl es immer das gleiche ist
Was sich im Liebesspiel auch
Nur mit wenigen Varianten wiederholt
Doch will zumindest jede Frau als
Einmalig angebetet werden und
Seien wir ehrlich wenn sie unseren
Schwanz abschätzig vergleichend
Musterte stärkte das die Standkraft
Sicher eher bedingt wie wir alle zu
Gern hörten unvergleichlich zu sein
Wie uns der langweiligste Sex als
Größtes Glück erscheint wenn sie
Uns danach sagt du warst der Beste
So etwas habe ich noch nie erlebt
Weil wir bei Lust und Liebe nichts
Konkretes haben lassen wir uns
Zu gerne immer wieder belügen
Halten uns für glücklich warum
Vor dem Abgrund in den uns die
Liebe stürzt gerne alles geglaubt wird
Was irgend Sicherheit verspricht
Die es verflucht noch mal nie gibt
Wenn wir dem Gefühl vertrauen
Können wir auch russisches Roulette
Mit scharfen Waffen spielen was
Ähnlich lebensgefährlich wohl ist
Doch hilft alles Klagen hier nicht
An irgendwas sterben wir ohnehin
So war zumindest Liebe dabei
Und dann ist am Ende alles gut so
Wo nicht war es eben der Abgrund
Bis zur nächsten einmaligen Chance
Dann aber wirklich für immer
Außer wir erwarten nicht als
Eine Nacht die es zu genießen gilt
Als wäre es das große Glück
Was es dann plötzlich wird
Und schwupps weg ist er
Der Abgrund der Liebe

jens tuengerthal 16.4.23

Antiwachstum

Antiwachstum

Die Bahn verfehlt ihre Ziele
Wächst nicht ausreichend
In einer auf Wachstum allein
Getrimmten Ökonomie in
Die ein Betrieb wie sie nicht
Passt und schreibt dennoch
Schwarze Zahlen wegen
Der hohen Gewinne ihrer
Spedition also Nichtbahn
Was offenbart hier läuft
Etwas im System falsch
Was sich unerreichbare Ziele
Mit falschen Maßstäben setzt
Die unsere Welt seit zu langem
Der Diktatur der Erbsenzähler
Unterworfen haben die von
Zahlen viel und vom Leben
Umso viel weniger verstehen
Die Bahn und ihr Schienennetz
Ist ein Gewinn für uns alle
Sollte kostenlose Mobilität
Für jeden Bürger bieten
Statt rechnen zu müssen
Ob sie sich noch lohnt
Oder ihre Ziele erreicht
Daseinsfürsorge sein die
Jedem Bürger zusteht
Wir müssen als Gesellschaft
Wie als Menschheit schrumpfen
Wachstum ist derzeit falsch
Wenn wir überleben wollen
Weil wir längst zu viele sind
Hat alles klimatische Auswirkungen
Ein Konzern der das Klima rettet
Mit seiner eigentlich Hauptaufgabe
Ruiniert das Klima dafür dort wo er
Wirklich sein Geld verdienen kann
Weil es nicht lohnt gut zu sein
Der Markt asoziales Verhalten
Immer noch und wieder belohnt
Lohnt sein Überleben für uns nicht
Wer in Freiheit leben will muss
Die Grundsätze seines Handelns
Hinterfragen um Wege zu finden
Die ohne Zerstörung ans Ziel führen
Was Wachstum des guten Lebens
Sein muss nicht der Maßstäbe die
Erbsenzähler für Gewinne halten
Genau die brauchen wir weniger
Um mit mehr Gewinn zu leben
Aufgabe des Staates ist es stets
Zuverlässig zu funktionieren wie
Pünktlichkeit Aufgabe und Ehre
Der Bahn sein sollte und nicht
Gewinne am Markt zu machen
Trennen wir Staatsaufgaben der
Daseinsvorsorge vom Markt an
Dem hier keiner gewinnt weil es
Keine Perspektive dafür gibt
Schicken wir alle Erbsenzähler
Endgültig für immer nach Hause
Lassen den Staat von Beamten
Ordnungsgemäß verwalten weil
Zuverlässigkeit der größte Gewinn
Auf dieser Ebene stets sein kann
Streben wir gegen das Wachstum
Was klimatisch uns krank macht
Vertrauen wir auf weniger könnte
Es der größere Gewinn doch sein
Damit mehr überleben können
Wie alle langsamer besser leben
Weil es nicht mehr braucht
Sondern in allem weniger
Damit es nochmal gut geht

jens tuengerthal 16.4.23

Franzanatolisch

Franzanatolisch

"Alle historischen Bücher, die keine Lügen enthalten, sind schrecklich langweilig."
Aus Die Schuld des Professors Bonnard

“Du musst im Leben, mit dem Zufall rechnen. Der Zufall schließlich ist Gott.”
Aus Der Garten des Epikur

Zitate von Anatole France

Am 16. April 1844 wurde Anatole France
In Paris geboren der große französische
Schriftsteller erhielt 1921 den
Literaturnobelpreis was den Sohn eines
Hochgebildeten Buchhändlers auszeichnete
Der sich früh eine breite humanistische
Bildung erlas als Autor mit Lyrik
Begann im Kreis der Parnasse wie als
Literaturkritiker und Erzähler nachdem
Einer seiner Roman den Preis der
Akademie erhalten hatte bekam er
Zugang zu den literarischen Salons
Wie das Kreuz der Ehrenlegion
Deren Offizier er später wurde
Gemäß seiner gutbürgerlichen Herkunft
Vertrat er zunächst eine konservative
Einstellung später zog es ihn mehr
Zu den Linken war eine zeitlang auch
Mitglied der kommunistischen Partei
Wie so viele intellektuelle Franzosen
Als sei dieser Dogmatismus normal je
Besonders die Affäre Dreyfus ließ ihn
Weiter nach links noch driften noch im
Ersten Weltkrieg vertrat er eine eher
Gemäßigt patriotische Position die
Zum Frieden mahnte als sich dann
Die Kommunisten von den Sozialisten
Trennten in den 1920ern war er zuerst
Bei den Kommunisten aber setzte
Sich wegen deren damals totaler
Moskau-Hörigkeit von ihnen wieder ab
Im gleichen Jahr indem er den Nobelpreis
Für Literatur erhielt kam er auch auf den
Index Librorum Prohibitorum also das
Verzeichnis verbotener Bücher was eine
Doppelte Ehrung war obwohl nun die
Kommunisten seine Publikation lieber
Verhinderten blieb Anatole France ein
Bedeutender bürgerlicher Autor den
Manche dann aber für einen verkappten
Rechten hielten weil er in keinem Boot
Blieb als der guten Literatur wie obige
Zitate mit Weisheit uns zeigen

jens tuengerthal 16.4.23

Langsamkeitsentdecker

Langsamkeitsentdecker

Am 16. April 1786 wurde Sir John Franklin
Noch ohne Sir als neuntes von 12 Kindern
In Spilsby Lincolnshire geboren aber der
Junge entschied sich mit 14 zur See zu
Fahren und nahm an den Schlachten von
Kopenhagen 1801 und Trafalgar 1805 teil
Ein Onkel von Franklin war der Kapitän
Matthew Flinders mit dem er 1801 bis 1803
Australien umsegelte und 1814 nahm er
An der Schlacht von New Orleans teil
Doch all dies wäre wenig berichtenswert
Obwohl er es bis zum Konteradmiral und
Lieutenant Governor in dem heutigen
Tasmanien brachte wenn er nicht zum
Polarforscher geworden wäre der sich
Aufmachte die Nordwestpassage zu
Entdecken wie von seiner zweiten großen
Expedition ins Eis nicht mehr zurückkehrte
Mit der HMs Terror und HMS Erebus brach
Er im Mai 1845 zu seiner letzten Expedition
Auf der Suche nach dem nördlichen Seeweg
Vom Atlantik in den Pazifik auf eben jener
Nordwestpassage von der nicht klar war
Ob sie eisfrei im Sommer schiffbar wäre
Er hatte 129 Mann Besatzung dabei von
Denen keiner zurückkehrte die später am
Fundort der Schiffe entdeckten Knochen
Lassen ein Verhungern wie Kannibalismus
Untereinander vermuten aber genaues ist
Dazu leider nicht bekannt wie manches
Am Tod rätselhaft ist der teilweise auch auf
Eine Bleivergiftung durch die Konserven
Zurückgeführt wurde vermutlich verstarben
Die Expeditionsteilnehmer erst nachdem
Sie die seit eineinhalb Jahren im Eis dort
Festgefrorenen Schiffe aufgaben an Skorbut
Doch sogar dieses zugegeben tragische
Schicksals des Ritters ihrer Majestät hätte
Kaum einen längeren Bericht gelohnt auch
Wenn die Expeditionen auf der Suche nach
Franklin bei der Kartographierung des noch
Weitgehend unerschlossenen Gebiets halfen
Hätte nicht Sten Nadolny das wunderbare
Buch über John Franklin geschrieben
Die Entdeckung der Langsamkeit von 1983
War für mich ein richtungsweisendes Buch
Mit ihrem Blick auf die Langsamkeit die
Nadolny dem Polarforscher andichtete auf
Feine Art dabei zur Kritik unserer Zeit auch
Wurde die immer schneller sein möchte
Der ich mich verzögernd gern entgegenstelle
Ohne Uhr und ohne Auto gerne langsam bin
Wie er als Junge beim Ballspielen immer
Das Netz halten musste weil er die Bälle
Nicht schnell genug sah und später als
Seemann und nautischer Offizier alles
Was zu tun war auswendig lernte um
Schnell reagieren zu können so zum
Leiter der großen Expedition wurde
Aber vom Wetter zur Langsamkeit
Wie zum Nichtstun gezwungen wurde
So wurde der große Forscher zu
Einem der Langsamkeit verpflichteten
Menschen mit modernen Idealen über
Die nachzudenken in rasender Zeit
Immer wieder unbedingt lohnt warum
Diese Erinnerung an Franklin eher
Eine Buchempfehlung für Nadolnys
Fabelhafte Romanbiografie ist die
Über das Leben sein Tempo wie das
Glück der Langsamkeit nachdenken
Lässt was ich mehr als lohnend finde

jens tuengerthal 16.4.23

Samstag, 15. April 2023

Evagarten

Evagarten

Was erzählt die Bibel doch für einen
Unsinn wider meine Natur die nicht
Aus Lehm geformt wurde sondern
Voller Dankbarkeit dem Ursprung
Der Welt entschlüpfte den Courbet
So treffend noch malte und zu gern
Zu seinen Ursprüngen zurückkehrt
Wenn überhaupt etwas paradiesisch ist
Dann der lustvolle Anfang des Seins
Weder war Adam zuerst noch Eva
Ihre sexuelle Vereinigung erst macht
Menschen indem sie lustvoll zeugt
Wie alle übrige Natur es auch tut
Zwar braucht weder die Zeugung
Lust noch muss die Lust zeugen
Aber die Nähe offenbart was das
Paradies ist in dem sich alle Natur
Voller Lust paart und manchmal
Auch dabei fortpflanzt womit die
Lust der Ursprung des Seins ist
Nicht das Bewusstsein der Sünde
Die uns nach alten Märchen vertrieb
Alle Natur strebt nach der Lust
Wie ihrer Befriedigung was wer
Auch immer darunter versteht
Ob zart oder gequält eher
Brutal oder ganz sanft
Unterscheidet sich nach Stimmung
Wie Neigung ohne über das eine
Oder andere urteilen zu wollen
Am Anfang war also der Sex
Die Geschlechtlichkeit der Natur
Die es zueinander hinzieht um
Sich zu genießen nicht zwei die
Ohne Bewusstsein von gut oder böse
Taten was sie nicht verstanden
Sondern Genießer die genau das
Wollten was ihrer Natur entsprach
Diese Natur zu genießen ist unsere
Einzig wichtige Aufgabe im Leben
Uns vom Gegenteil zu überzeugen
Das höchste Ziel der Religionen
Zumindest der monotheistischen
Die schlicht unmenschlich sind
Warum sie besser vergisst wer in
Evas Garten wie im Paradies
Lieber lebt als unter der Knute
Des immer noch Aberglauben
Da genieße ich lieber was Natur
Eva in ihrem Garten schenkte
Um lustvoll eins zu werden was
Der neue Mensch am Anfang
Des Gilgamesch Epos von einer
Frau die Hure genannt wird lernt
Liebe und Lust als die eine große
Menschliche Aufgabe die Mann
Dort von einer erfahrenen Frau
Lernen soll ein Mensch zu werden
Evas Garten mit Liebe zu hegem
Ist die einzige gärtnerische Aufgabe
Der ich je mich freiwillig hingab
Mehr für dieses Paradies zu tun
Machte die Welt vielfach schöner

jens tuengerthal 15.4.23

Pfirsichlust

Pfirsichlust

Sehe dich im ganz kurzen Rock
Ahne das seidene Höschen nicht nur
Muss schon bewusst wegsehen um
Den hell glänzenden Schimmer noch
Übersehen zu können und balanciere
Zwischen Lust Neugier und Anstand
Will es nicht gesehen werden dabei
Überlege ich vorsichtig um den Blick
Vom magnetischen Zwischenraum
Mit genügend Respekt abzuwenden
Aber schiebe doch in Gedanken längst
Die zarte Hülle beiseite unter der
Dein mittiger Pfirsich mich erwartet
Leicht flaumig die zarte Haut wenn
Nicht Stoppeln schon widerständig
Vom rasierten Kampf künden
Wider die nicht nackte Natur
Gerne strich ich nun gegen
Den Strich deiner Scham bis
Mittige Lippen sich öffnen um
Vom Saft deiner Frucht zu kosten
Der wie bei reifen Pfirsichen immer
Und wer wollte schon unreife vor
Vorfreude über mein Kinn lief
Während ich in dir zungig nach
Der Quelle deiner Lust suchte
Frage mich dabei ob die Perle
Nach der ich fordernd tauche
Dein Pfirsichkern ist den wir
Beim lustvollen Verzehr der
So süßen Frucht meist achtlos
Nur ausspucken oder eher dies
Geballte Nervenende eigentlich
Der Schatz der Frucht ist der ferner
Vom Zentrum dir Pfirsíchhaut
Vor Aufregung zart beschert
Denn wer wollte an Gänse
Denken während ich dich lecke
Du wunderbare Pfirsichbraut
Unter deren Rock ich mich nun
Mit längst abgewandten Blick träume
Wie sollte ich auch dazu dichten
Während ich in dich schaute oder
Doch zumindest auf den Eingang
An Pfirsiche erregt dabei denkend
Betrachte den Courbet noch den
Ursprung der Welt nannte was
Näher liegt als andere Namen
Und so träume ich von Pfirsichen
Nur während die zarte Seide
Zwischen deinen Beinen unhörbar
Für alle ohne Träume raschelt
Wenn sie nicht längst an deinen
Lippen so feucht auch hängt
Wie alle Gedanken am Ende
Nun doch wieder wurden und
Kaum kann ich es noch erwarten
Wann endlich der Pfirsichsaft wie
In Kindertagen nur anders dann
Von meinem Kinn tropft

jens tuengerthal 15.4.23

Sonnenaufgangsimpression

Sonnenaufgangsimpression

Wieso liebe ich den Impressionismus so sehr
Berühren mich seine Bilder mehr als alle je
Ist es der Weg zurück in die Natur der den
Wunderbaren Eindruck in mir weckt oder
Ist es die Zeit der ich mich verbunden fühle
Wie kam es zu dem Namen und womit fing
Die große Wandlung in der Kunst an
Am 15. April 1874 stellen im Atelier des
Fotografen Nadar dreißig Maler ihre
Werke aus unter diesen befindet sich auch
Das Bild Impression, soleil levant von
Von Claude Monet und die davon dann
Inspirierte Artikelüberschrift über die
Neue innovative Ausstellung
L'exposition des Impressioniste
Gibt der neuen Kunstrichtung ihren
Dann Namen Impressionismus
Es geht den Impressionsten um die
Stimmungsvolle Wiedergabe von
Momentaufnahmen einer Szene
Dabei wurde der Begriff später auf
Eine bestimmte Stilrichtung auch in
Musik Literatur Film und Fotografie
Übertragen so erörterte der Journalist
Jules-Antoine Castagnary wie die neue
Gruppen von Künstlern der Ausstellung
Im Atelier von Nadar zu nennen sei
Unter Verweis auf das obige Gemälde
Von Monet erläuterte er diese neue Kunst
Gebe nicht einfach eine Landschaft wieder
Sondern den Eindruck den sie erweckt
Ihre Impression also müssten sie wohl
Impressionsten genannt werden
Teilweise wird auch Louis Beroy genannt
Der den Begriff am 25. April 1874 in
Der Satirezeitschrift Le Charivari als
Spott verwendet doch nahm er nur den
Begriff von Castagnary wieder auf
Teilweise wurde der Begriff auch schon
In den 1860ern für Künstler vor Monet
Verwandt und die Gruppe nahm den
Namen als passend an und ab der
Dritten Impressionisten Ausstellung 1877
Wurde er auch offiziel teilweise wurde
Der Begriff als Reaktion auf den
Naturalismus verstanden was aber
Eine Kritik von Kunsthistorikern in
Deutschland vor allem blieb der Weg
Zurück in die Natur aus dem Atelier
Wie der Versuch den Eindruck dieser
Wiederzugeben war entscheidend
Auch in Reaktion auf die damals
Aufkommende Fotografie und so
Weckt der Impressionismus in mir
Bis heute schöne Gefühle was
Grund genug ist ihn zu lieben

jens tuengerthal 15.4.23 


Lustordnung

Lustordnung

Ist die Lust natürlich chaotisch
So unaufgeräumt wie das Bett
Nachdem wir wild darin vögelten
Oder folgen wir in der Lust der Natur
Die unsere Triebe ordnungsgemäß
Im Streben nach Befriedigung steuert die
Ein Teil größerer Natur ist welche auch
Im scheinbaren Chaos Ordnung hat
Nicht immer und nur schnelle
Befriedigung will sondern
Vielmehr nach ihrer inneren Ordnung
Höhere Grade der Befriedigung
Erstrebt wo alles denkbare gelebt
In vielen Varianten Glück findet die
Neu entdeckt werden können um
Zufriedenheit wie Gelassenheit
Durch dialektische Spannung der
Erregung auch zu erreichen ohne
In festgelegten Rollen dabei noch
Schlicht gefesselt zu sein auf der
Suche nach dem besten Weg der
Unserer Natur jeweils entspricht
Was in Ordnung dann so ist also
Der Logik der Natur entspricht
Warum Sex mehr Ordnung schaffte
Als Liebe an Chaos stiften könnte
Ließen wir beiden freien Lauf aber
Irgendwo dazwischen jonglieren wir
Mit unseren Geschlechtsorganen
Auf der Suche nacheinander und
Vermischen dabei gerne alles
So wie uns dabei

jens tuengerthal 14.4.24